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Brezenknödel, gedämpft


Knödel gehören für mich als Fischkopp nicht gerade zu den üblichen Beilagen. In meiner Kindheit gab es ab und zu mal Kartoffelknödel, meist hat meine Mama aber Salzkartoffeln, Kartoffelpüree, Bratkartoffeln oder etwas in der Art als Beilage zubereitet. Zu meiner ersten Begegnung mit einem Knödel, der nicht aus Kartoffeln bestand, kam es erst sehr viel später, als ich meinen ersten Serviettenknödel ausprobiert habe. 
Nach wie vor mag ich Serviettenknödel recht gerne, aufgrund meiner Kartoffel- prägung bleibe ich aber wohl auf ewig auf die Kartoffel fixiert. 
Brezenknödel habe ich erst vor Kurzem ausprobiert, mag sie aber sogar noch lieber als die Serviettenvariante. An erster Stelle kommen also nach wie vor Kartoffeln, dann diese Brezenknödel, Serviettenknödel und danach der Rest :o)

Brezenknödel, gedämpft
asiatischer Dämpfkochtopf
Was ich wirklich ganz und gar nicht mag, sind gekochte Brezen- oder Semmelknödel, zumindest habe ich noch keine gegessen, die mir geschmeckt haben. Die Konsistenz war immer fester und trotzdem wabbeliger durch das Wasser. Gefällt mir nicht, also dämpfe ich die Knödel, dann werden sie lockerfluffig. 
Bevor ich den Thermomix bekommen habe, hat das Dämpfen mein wunderschöner asiatischer  Dämpftopf übernommen, jetzt mache ich es mir einfach und schmeiß den Thermomaten an. Natürlich hab ich aber auch die Zubereitung im Dämpftopf beschrieben. Wenn Ihr einen richtigen Dampfgarer habt, also so einen Backofendampfgarer, folgt einfach den Anweisungen Eures Gerätes.

Brezenknödel im Thermomix

Zutaten 
300 g altbackenes Laugengebäck
150 g heiße Milch 
2 Eier 
1 rote Zwiebel
50 g gewürfelter Speck 
(200 g Pfifferlinge)
2 EL Schittlauchröllchen 
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung 
Laugengebäck in Würfel schneiden und in eine Schüssel geben, die Milch erhitzen und darübergeben. Ca. eine halbe Stunde ziehen lassen, währenddessen einmal wenden. 
Inder Zwischenzeit die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Speckwürfel in einer Pfanne auslassen, die Zwiebelwürfel dazugeben und beides glasig andünsten. Beiseite stellen und etwas abkühlen lassen. 
Für die Pilzvariante die Pilze putzen, in feine Würfel schneiden und zusammen mit den Zwiebel- und Speckwürfeln anbraten. 
Eier und Speck/Zwiebelmasse zu den eingeweichten Brotwürfeln geben, mit Salz und Pfeffer würzen und alles gründlich vermengen. Zum Schluss die Schnittlauchröllchen unterheben. 
Mit einem Eiskugelportionierer gleichmäßige Portionen abteilen und mit feuchten Händen zu Kugeln formen. Die Semelknödel entweder im siedenden Wasser garziehen lassen (die Garzeit hängt von der Größe ab) oder in einem Dämpftopf für eine halbe Stunde dämpfen)

Dämpfen im Thermomix 
Varoma dünn mit Butter ausfetten, die Semmelknödel mit etwas Abstand einsetzen und den Deckel aufsetzen. 
500 ml Wasser in den Mixtopf füllen, den Deckel und Varoma aufsetzen und für 35 Minuten/Varoma/Stufe 1 garen. 

Dämpfen im Bambusdämpfer/Dämpftopf
Backpapier etwas kleiner als den Durchmesser des Dämpfeinsatzes, bzw. Damptopfes zuschneiden und mehrfach mit einem Messer einschlitzen, so dass der Dampf zirkulieren kann. 
Wasser in den Wok oder das Unterteil des Dämpftopfes füllen, Backpapier in den Dämpfer einlegen und die Brezenknödel auf das Backpapier setzen. Wasser zum Kochen bringen und die Ködel für ca. 35 Minuten garen.

Karamellisierter Apfelrotkohl mit Schwarzessig

Bevor sich der Winter, den wir ja eigentlich garnicht hatten, demnächst endgültig verabschiedet und der Frühling schon wieder um die Ecke schielt, möchte ich Euch unbedingt noch mein kürzlich ausgetüfteltes Rotkohlrezept vorstellen. 
Rotkohl gehörte bisher eigentlich nicht zu meinen Lieblingsbeilagen, weil ich nur von früher den fertigen aus dem Glas kannte und der mich ehrlich gesagt nicht vom Hocker gehauen hat. Mein Mann, der sehr gerne Rotkohl isst, hat daher schon lange keinen mehr bekommen, bzw. musste immer aushäusig die Gelegenheit ergreifen, das hat aber jetzt ein Ende, denn in meinem Vorratsregal stehen einige Gläser wunderbarer hausgemachter Rotkohl.

Karamellisierter Apfelrotkohl mit Schwarzessig
Das Besondere an diesem Rotkohl ist, dass er über Nacht mariniert wird. Dadurch, und natürlich auch durch die Gewürze, den Wein und den Essig, bekommt er ein sehr intensives Aroma, wunderbar fruchtig, nicht zu weihnachtlich - eine wunder- bare Ganz-Jahres-Beilage für Braten, Rouladen, usw. 

Ich habe den Rotkohl eingeweckt, da der Rotkohlkopf nicht ganz klein war und ich so ad hoc nichts anderes damit anzufangen wusste. Außerdem hat man so nur einmal den Aufwand, dafür aber in Sachen Rotkohl für einige Zeit ausgesorgt.  

Rotkohl nach dem Marinieren
Zutaten 
40 g Rohrohrzucker 
200 ml Rotwein
100 ml Portwein 
Saft einer Orange
50 ml Schwarzessig
Gewürzsäckchen (10 Pfefferkörner,
2 Lorbeerblätter, 5 Wacholderbeeren, 1/2 Stange Ceylonzimt, 1 Sternanis)
1 kg Rotkohl

100 g rote Zwiebel, fein gewürfelt 
200 g Äpfel (bei mir Rubinette), geschält, entkernt und geraspelt
3 EL Gänseschmalz
50 g Johannisbeergelee
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung
Rohrohrzucker in einem Topf hellbraun karamellisieren lassen und mit Rot- und Portwein, Orangensaft, Essig ablöschen. Das Gewürzsäckchen dazugeben und alles einmal aufkochen lassen. Von der Platte ziehen beiseite stellen.
In der Zwischenzeit den Kohl putzen, dafür die äußeren, nicht so schönen Blätter entfernen, den Kohl vierteln und den Strunk herausschneiden. Den Kohl quer mit dem Messer oder dem Food Processor in feine Streifen schneiden, dann in eine Schüssel geben und mit der abgekühlten Marinade übergießen. Den Kohl ruhig ein wenig mit den Händen kneten. Über Nacht abgedeckt an einem kühlen Ort ziehen lassen.

Am nächsten Tag das Gewürzsäckchen entfernen, die Marinade abgießen und in einem Krug auffangen
Gänseschmalz in einem Schmortopf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig anschwitzen, dann die Apfelraspel dazugeben und ebenfalls einige Minuten mitdünsten. Kohl, Marinade und Johannisbeergelee dazugeben und alles ca. eine Stunde bei mittlerer Hitze weich schmoren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken

Einkochen
Die Gläser im Backofen sterilisieren. Dafür werden sie ohne Deckel in den Backofen gestellt und bei 150°C für 15 Minuten erhitzt. Die Deckel in einen Topf geben, mit Wasser und einem Schluck Essig bedecken und zum Kochen bringen. Für 5 Minuten kochen. Die Gläser herausnehmen und abkühlen lassen.
Den fertigen Rotkohl in die Gläser füllen, dabei die Gläser ab und zu kräftig aufsetzen, so dass die Hohlräume ausgeschlagen werden. Nach oben hin einen cm frei lassen. Den Deckel fest verschließen und in einen Weck- oder einen anderen Topf, der groß genug ist und sich verschließen lässt, stellen. Das Wasser sollte ungefähr die Temperatur des Rotkohls haben. Auf 90°C erhitzen und für ca. 30 Minuten einwecken. Die Gläser herausnehmen und vollständig abkühlen lassen.

Kürbisspätzle | Kürbisknöpfle

Spätzle habe ich schon sehr oft gemacht, immer mit meinem großartigen Spätzle-Schwob*, mit dem ich auch sehr gerne Kartoffeln durchdrücke. Langsam aber sicher hat mich aber die Form der Spätzle "gelangweilt" und ich habe mich in der letzten Zeit immer öfter dabei ertappt, wie ich den kleinen dicken Vettern der Spätzle, den Knöpfle, hinterhergeguckt habe. 
Da meine Spätzlepresse natürlich keine Knöpfle kann, hab ich mir kurzerhand noch ein ganz günstiges Spätzlesieb* bestellt, das deutlich größere Löcher als die Presse hat und dadurch auch dickere Knöpfle produziert. Ganz einfach und simpel, nur der mitgelieferte Spatel ist ein wenig knapp bemessen, bzw. sehr billig verarbeitet und n büschen dünn. Ich behelfe mir hier mit meinem Gemüsewürfel-Transportierer-Teigkarten-Ersatz-und-jetzt-auch-Kürbisknöpfle-Spatel-Dingens*, das ich mal von meiner Mama bekommen habe und seitdem sehr rege nutze. 
Ich transportiere damit Zwiebel- und Gemüsewürfel oder Kräuter vom Schneidbrett zum Topf oder der Pfanne, kratze das Schneidbrett wieder sauber, verwende es als Teigkarte, also zum Portionieren von Brötchenteig und jetzt eben auch zum Durchdrücken des Knöpfleteiges.

Kürbisspätzle | Kürbisknöpfle
Die Kürbisknöpfle haben durch das verwendete Kürbispüree eine unglaublich satte gelbe Farbe und bringen besonders in der dunklen Jahreszeit die Sonne auf den Teller. Da sie im Vergleich zu einem normalen Knöpfle-/Spätzlerezept nur halb soviel Eier beinhalten, sind sie zudem auch noch ein wenig leichter - ist ja auch nicht ganz verkehrt. 
Ich werde mir jetzt noch, nur für die Knöpfle, ein paar weitere Gläser Kürbispüree einwecken, damit ich auch zwischendurch spontan Kürbisköpfle oder -spätzle machen kann. Mir gefallen die wirklich ausgesprochen gut und bannich lecker waren sie außerdem auch noch!

Kürbisknöpfle in the Making
Zubereitet habe ich den Teig diesmal im Thermomix. Bisher habe ich solche, also auch Waffel- und Pfannkuchenteige, immer mit der Küchenmaschine gemacht, aber dies war sozusagen der Thermomix-Knöpfleteig-Test. 
Ich bin bei neuen Rezepten im Thermomix nach wie vor sehr skeptisch, weil ich immer denke, dass er durch diese Schneidmesser keinen fluffigen Teig zustande bekommt, wurde aber mal wieder eines Besseren belehrt. Der Teig war superlocker und die Knöpfle anschließend wunderbar fluffig-leicht. 
Selbstverständlich könnt Ihr den Teig genauso mit der Küchenmaschine, dem Mixer oder komplett mit einem Holzlöffel verrühren, das kommt ganz auf Eure Ausstattung an. Ich möchte Euch aber auch immer die Erfahrungen, die ich mit meinen Geräten mache, vermitteln und daher erwähne ich, womit ich die Rezepte umsetze. Genau wie aber auch die Rezepturen auch frei abwandelbar sind, ist natürlich auch die Zubereitung in den meisten Fällen nicht von einem speziellen Gerät abhängig und wenn, dann schreib ich das natürlich dazu.

Kürbisknöpfle im Topf
Zutaten
400 g doppelgriffiges Mehl (Instantmehl)
4 Eier
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
eine Prise frisch gemahlene Muskatnuss

Zubereitung
Alle Zutaten mit einem Mixer zu einem glatten Teig verrühren, dann mit einem Holzlöffel so lange schlagen, bis sich Blasen bilden. Für eine halbe Stunde ruhen lassen

Zubereitung im Thermomix
Alle Zutaten in den Thermomix geben, dabei mit den flüssigen beginnen und das Mehl als letztes, dann wird alles besser eingezogen. Für 2 1/2 Minuten auf der Teigstufe mixen lassen, zwischendurch einmal den Teig vom Rand nach unten schieben. 
Den fertigen Teig für eine halbe Stunde ruhen lassen.

Kochen
Salzwasser in einem Topf zum Sieden bringen. Für Spätzle den Teig portionsweise in eine Spätzlepresse füllen und solange sieden lassen, bis sie an die Oberfläche steigen. Noch kurz warten, dann mit einer Schaumkelle herausnehmen und servieren. 

Für Knöpfle den Teig portionsweise auf ein Knöpflesieb geben und mit einem Spatel durchstreichen. Auch hier sieden lassen, bis sie an die Oberfläche steigen. Noch kurz warten, dann mit einer Schaumkelle herausnehmen.
Übriggebliebene Knöpfle schmecken aufgebraten am nächsten Tag auch ganz wunderbar!
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Cumberlandzwiebeln

Meine Vorliebe für in reichlich Rot- und Portwein geschmorte Zwiebeln sind seit den Portweinzwiebeln ja kein Geheimnis mehr, heute habe ich eine weitere Variante für Euch. Diese Cumberlandzwiebeln sind der Cumberlandsauce nachempfunden, deutlich fruchtiger als die Portweinzwiebeln und auch nicht so süß. Durch das Senfpulver und den Cayennepfeffer haben sie eine ganz leichte Schärfe und etwas mehr Würze. 
Tastet Euch sowohl beim Senfpulver, als auch beim Cayennepfeffer langsam an Euren Geschmack heran, denn gerade Senfpulver fällt oft sehr unterschiedlich aus. 

So, jetzt haben wir eigentlich alle Komponenten für meinen Weihnachtsburger beisammen, was jetzt noch fehlt, zeige ich Euch am Montag beim Zusammenbau des Burgers. 

Cumberlandzwiebeln
Zutaten
1 kg rote Zwiebeln, geschält
Olivenöl zum Anschwitzen
200 ml Rotwein
200 ml Portwein
Saft und Abrieb einer Bio-Orange
250 g Preiselbeergelee
1 Scheibe frischer Ingwer
1 - 1 1/2 TL Senfpulver
1/4 TL Cayennepfeffer

Zubereitung
Zwiebeln schälen und in schmale Streifen schneiden. Olivenöl in einer Pfanne oder einem Topf erhitzen und die Zwiebelstreifen darin 15 Minuten bei mittlerer Hitze anschwitzen, dabei mehrfach umrühren. Mit Port-, Rotwein und Orangensaft ablöschen, den Orangenabrieb, Preiselbeergelee und Ingwer dazu geben und alles einmal aufkochen lassen. Mit Senfpulver und Cayennepfeffer abschmecken, dann bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast verkocht ist. In Gläser abfüllen und abkühlen lassen.

Einwecken
Die Gläser im Backofen sterilisieren. Dafür werden sie ohne Deckel in den Backofen gestellt und bei 150°C für 15 Minuten erhitzt. Die Deckel in einen Topf geben, mit Wasser und einem Schluck Essig bedecken und zum Kochen bringen. Für 5 Minuten kochen. Die Gläser herausnehmen und abkühlen lassen.
Die fertigen Cumberlandzwiebeln in die Gläser füllen, dabei darauf achten, nach oben einen guten cm frei zu lassen. Den Deckel fest verschließen und in einen Weck- oder einen anderen Topf, der groß genug ist und sich verschließen lässt, stellen. Das Wasser sollte ungefähr die Temperatur der Zwiebeln haben. Auf 90°C erhitzen und für ca. 30 Minuten einwecken.

Portweinzwiebeln

Weiter geht's mit meinem Superburger! 
Ein ganz wichtiger Bestandteil eines Burgers ist natürlich auch das Gemüse, also Tomaten, Salat, Gurken und Zwiebeln. Heutzutage werden die eingelegten Gurken leider viel zu oft vernachlässigt, die gehören bei mir nämlich unbedingt mit drauf und verleihen dem Burger eine angenehme Säure, für die Süße sind unter anderem diese Portweinzwiebeln zuständig.
Durch den hohen Zuckeranteil sind die Portweinzwiebeln recht süß, schmecken aber wunderbar auf einem saftigen Rinderburger oder auch als Beilage zu Käse, auf einem herzhaften Sandwich, etc. 
Ich stelle mir von diesen Zwiebeln immer gleich ein wenig mehr her und wecke sie dann in kleinen Portionsgläschen ein, das klappt bei diesen Zwiebeln ganz problemlos und ist schnell gemacht. Die Zwiebeln halten sich so im Vorratsschrank mindestens ein Jahr und man hat sie immer einsatzbereit.

Portweinzwiebeln
Zutaten
1 kg rote Zwiebeln, geschält
Olivenöl zum Anschwitzen
80 g Rohrohrzucker
750 ml Portwein
75 ml Rotweinessig
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung
Zwiebeln schälen und in schmale Streifen schneiden. Olivenöl in einer Pfanne oder einem Topf erhitzen und die Zwiebelstreifen darin 15 Minuten bei mittlerer Hitze anschwitzen, dabei mehrfach umrühren. Mit Zucker bestreuen, gut verrühren und einige Minuten karamellisieren lassen. Mit Portwein ablöschen, das Bouquet garni dazugeben und soweit bei mittlerer Hitze einkochen lassen, bis der Wein fast komplett verkocht ist, dann den Rotweinessig dazugeben und ebenfalls etwas einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen und in ein Glas abfüllen und abkühlen lassen. 

Einwecken
Die Gläser im Backofen sterilisieren. Dafür werden sie ohne Deckel in den Backofen gestellt und bei 150°C für 15 Minuten erhitzt. Die Deckel in einen Topf geben, mit Wasser und einem Schluck Essig bedecken und zum Kochen bringen. Für 5 Minuten kochen. Die Gläser herausnehmen und abkühlen lassen.  
Die fertige Portweinzwiebeln in die Gläser füllen, dabei darauf achten, nach oben einen guten cm frei zu lassen. Den Deckel fest verschließen und in einen Weck- oder einen anderen Topf, der groß genug ist und sich verschließen lässt, stellen. Das Wasser sollte ungefähr die Temperatur der Zwiebeln haben. Auf 90°C erhitzen und für ca. 30 Minuten einwecken.
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Reklame! Semmelküchlein mit Paprikakraut für die "EDEKA Winterküche"

EDEKA Winterküche

EDEKA hat mich eingeladen, im Rahmen der Winterküche* mein Lieblings-Winter-Rezept mit Euch zu teilen und da ich genau dieses Thema in den letzten Jahren sträflich vernachlässigt habe, nehme ich diese Einladung sehr gerne an.

Winterküche ist ein enorm spannendes Thema, besonders, wenn man saisonal kocht und sich vorwiegend auf Lagerware oder Vorräte beschränkt. Es gibt zwar in der Winterzeit kein so reichhaltiges Angebot an Gemüse und Obst, wie wir es in den Sommermonaten gewohnt sind, mit etwas Fantasie oder den richtigen Kochbüchern, bzw. Rezepten lässt sich aber auch mit dem verfügbaren Angebot eine ganze Menge anstellen, so dass gar keine Gelegenheit aufkommt, das viele Obst und Gemüse zu vermissen. Natürlich gibt es bei EDEKA eine ganze Menge Zutaten und auch die notwendige Hardware, um genau diese Rezeptideen umzusetzen.

Semmelküchlein mit Paprikakraut
Die eigentliche Aufgabe war ja, Euch mein Lieblingswinterrezept vorzustellen, das kann ich aber leider nicht machen, weil die Grünkohlsaison noch nicht begonnen hat und ich als waschechte Bremerin da n büschen eigen bin. Grünkohl gibt's erst, wenn es richtig knackekalt ist! So!
Es ist ja aber nicht so, dass ich nicht noch etwas ganz Tolles für Euch in petto hätte, denn es gibt ein Winterrezept, das schon seit geschlagenen 3 Jahren auf meiner NKL (=Nachkochliste) steht und darauf wartet endlich einmal ausprobiert zu werden und genau das hab ich mir jetzt für Euch vorgenommen! 

EDEKA und ich präsentieren Euch also heute Semmelküchlein mit Paprikakraut

Bio-Sauerkraut und -Sonnenblumenöl von EDEKADas Paprikakraut ist im Prinzip ein Szegediner Gulasch ohne Fleisch und schmeckt auch einfach nur so mit ein paar Salzkartoffeln ganz wunderbar. Genauso haben wir am nächsten Tag nämlich die Reste gegessen. 
Da der Gatte so wild auf die restlichen Semmelküchlein war, hat er sie mit zur Arbeit genommen und die Reste des Krauts haben wir uns abends mit Kartoffeln schmecken lassen. Großartig und am nächsten Tag sogar noch geschmackiger als am Tag der Zubereitung.
Für das Kraut wird eine Mischung aus frischem Weißkohl und Sauerkraut verwendet. Ich hab das Bio-Sauerkraut von EDEKA genommen und war sehr angenehm von der Milde dieses Krauts überrascht. Da mein Magen ja gerne mal rebelliert, muss ich schon ein wenig auf die Säuregehalt der Speisen achten, mit diesem Kraut hatte ich aber gar keine Probleme.  
Zum Anschwitzen habe ich in diesem Fall Sonnenblumenöl verwendet, Ihr könnt da aber natürlich auch Butterschmalz oder eine Mischung aus Beidem verwenden.

Weißkohl, geröstete Brotwürfel und fein geschnittener durchwachsener SpeckWährend mir das Kraut so besonders gut geschmeckt hat, dass ich sogar noch einen dritten Tag davon hätte essen können (wenn denn noch etwas da gewesen wäre), waren diese Semmelküchlein oder -muffins der große Favorit meines Mannes. Sie haben im Vergleich mit richtigen Semmelknödeln den Vorteil, dass sie nicht gekocht werden, sondern das Backen macht sie sehr luftig-knusprig. Gefällt mir deutlich besser als die gekochte Variante. 
Ich kann leider nicht aus Erfahrung berichten, ob sie sich auch zum Einfrieren eignen (der Gatte war wie gesagt schneller), kann mir aber Nichts vorstellen, was dagegen sprechen sollte. Wenn Ihr also keine 12 Küchlein auf einmal schafft, friert sie einfach ein, lasst sie auftauen und backt sie dann einfach noch einmal kurz auf. 

Im Nachhinein hab ich die Vorgabe, eines meiner liebsten Winterrezepte zu kochen, also doch noch erfüllt, denn auch, wenn es selbst für meine Verhältnisse ungewöhnlich lange gedauert hat, bis ich dieses Rezept tatsächlich ausprobiert habe, ist es direkt von 0 auf 100 durchgestartet und gehört ab sofort eindeutig zu unseren Winterfavoriten!

Semmelküchlein vor und nach dem BackenPaprikakraut 

Zutaten
2 Zwiebeln
2 confierte Knoblauchzehen
Sonnenblumenöl oder Butterschmalz
400 g Weißkohl, geputzt
3 EL Tomatenmark
2 EL Delikatess-Paprikapulver
1 EL Piment de la Vera dulce
400 g Sauerkraut 
500 ml Gemüsebrühe 
1 TL Zucker 
Salz und frisch gemahlener Pfeffer nach Geschmack 

Zubereitung

Die Zwiebeln putzen und in feine Würfel schneiden. Den Weißkohl in Streifen schneiden.
Sonnenblumenöl oder alternativ Butterschmalz in einem Schmortopf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin bei mittlerer Hitze goldgelb schmoren. Den Knoblauch dazugeben und mit einer Gabel zerdrücken. Die Weißkohlstreifen ebenfalls dazugeben, Tomatenmark unterrühren und eine Minute mitdünsten. Das Sauerkraut dazugeben, mit Paprikapulver bestäuben, verrühren und mit der Brühe auffüllen. Zum Kochen bringen und mit Salz, Pfeffer und dem Zucker würzen. 
Bei milder Hitze für ca. 45 Minuten köcheln lassen, dann evtl. nochmals abschmecken. Mit einem Klecks saurer Sahne oder 10%igem Süzme Joghurt servieren. 

SemmelküchleinSemmelküchlein


Zutaten für 12 Küchlein
250 g altbackenes Weißbrot
2 Zwiebeln, fein gewürfelt
100 g durchwachsener Speck
Sonnenblumenöl oder Butterschmalz zum Anbraten
500 m Milch 
3 Eier 
Salz und frisch geriebener Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss
3 EL Mehl 
200 g Nordländer oder ein anderer würziger Käse
1 Bund Schnittlauch
Butter für die Muffinform
150 g durchwachsener Speck in dünnen Scheiben

Zubereitung
Das Weißbrot in 1 cm große Würfel schneiden und bei 180°C für ca. 5 Minuten rösten. In der Zwischenzeit den Speck und die Zwiebelwürfel in etwas Öl oder Butterschmalz anschwitzen. Von der Platte ziehen, sobald die Zwiebelwürfel glasig sind. 
Zusammen mit der Milch in eine Schüssel geben, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und die Eier einrühren. Die Brotwürfel ebenfalls dazugeben und alles miteinander vermischen. Das Mehl und den frisch geriebenen Käse (2 EL zurück- behalten) und in feine Ringe geschnittenen Schnittlauch dazugeben und gründlich unterrühren. Für 30 Minuten ziehen lassen. 
Ein Muffinblech (12 Mulden) mit Butter ausfetten und die Seiten mit Speck auskleiden. Die Brötchenmasse in die Mulden einfüllen und mit dem restlichen Käse bestreuen. Bei 180°C für ca. 20 Minuten goldbraun backen. 
Das Muffinblech herausnehmen, 5 Minuten stehen lassen (die Küchlein lösen sich dann besser) und zusammen mit dem Paprikakraut servieren.
 

Abgewandelt nach einem Rezept aus Winterküche von Tanja Dusy*
Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit EDEKA* zustande gekommen, die Bedingungen für eine Kooperation können hier nachgelesen werden.
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Balsamico-Champignons

Eine Kleinigkeit für Zwischendurch und für den Fall, dass der Sommer noch einmal vorbeischauen sollte. 
Für eines meiner letzten Kochtreffen (ich glaube, das war der Eisworkshop) hab ich als kleine Stärkung zwischen den einzelnen "Gängen" eine Auswahl verschiedener Antipasti und Mezze vorbereitet, darunter waren eingelegte Zucchini- und Auber- ginenscheiben, Hummus, Ratatouille, verschiedene Pestosorten und eben diese eingelegten Champignons. 
So 100%ig haben sie mir damals noch nicht gefallen, aber ich hab die Rezeptur neulich noch einmal überarbeitet und nun mag ich sie richtig gerne. Ich bin ja eigentlich kein großer Balsamico-Fan, weil ich finde, dass es soviel bessere Essig- sorten gibt, als den immergleichen und meistens qualitativ wirklich gruseligen Balsamico, aber in diesem Fall passt das sehr gut und Ihr braucht auch keinen besonders guten Aceto Balsamico zu verwenden. Ich nehme für diese Champignons Balsamico von Mazetti, der hat genauso wenig mit einem echten Balsamico zu tun wie die deutschen Billigsorten, reicht in diesem Fall aber wirklich aus.
Die Champignons schmecken lauwarm, aber auch kalt und eignen sich ganz hervorragend als Grillbeilage.

Balsamico-Champignons
Zutaten
1 kg braune Champignons
1 rote Zwiebel
Olivenöl
2 Zweige frischer Rosmarin
Salz nach Geschmack
1/2 TL Piment d'Espelette
100 ml Balsamico
2 TL Rohrohrzucker

Zubereitung 
Die Champignons putzen und ggf. von vorhandenen Erdresten befreien. Je nach Größe im Ganzen weiterverarbeiten oder halbieren, bzw. vierteln. Die Zwiebel putzen und in sehr feine Streifen schneiden.

Olivenöl und 2 EL Knoblauchöl in einer Pfanne erhitzen und die Hälfte der Champignons, sowie der Zwiebelwürfel mit einem zerzupften Rosmarinzweig sehr scharf darin anbraten. Gelegentlich schwenken und von allen Seiten goldbraun braten. Mit Salz und Piment d'Espelette würzen, dann die Hälfte des Balsamicos dazugeben und durchschwenken. Einen TL Zucker darüberstreuen und verrühren. 
Einige Minuten einkochen lassen, dann in eine Schüssel geben und mit der anderen Hälfte der Champignons genauso verfahren. Die fertigen Pilze beiseite stellen und vor dem Servieren etwas ziehen lassen.

Pimientos de Padrón

Pimientos de Padrón sind keine klassische Grillbeilage, sondern Tapas und damit spanische Vorspeisen, bzw. Kleinigkeiten. Ich finde aber, dass sie ganz prima zum Grillen passen und dazu noch schnell und sehr einfach nebenbei gemacht sind.

Wie Ihr seht, hab ich sie in der Eisenpfanne* auf dem Grill gemacht, das war aber eher eine Spielerei, weil ich gar nicht genug vom Grillen bekommen konnte ;o), in der Pfanne gelingen sie mindestens genauso gut. 

Pimientos de Padrón
Pimientos sind kleine spanische Paprikaschoten, die ungefähr die Größe einer etwas moppeligen Jalapeño haben. In der Regel sind sie sehr mild, ab und zu versteckt sich aber auch mal ein scharfes Miststück darunter. 
Dieses Mal hat meine Mama den Jackpot geknackt und sich die beiden einzigen scharfen Exemplare rausgesucht. Soviel Glück hatte sie beim Loseziehen noch nie. Life's a bitch ;o)

Ihr bekommt die Pimientos meist beim türkischen Gemüsehändler um die Ecke. Ich kaufe sie auf dem Isemarkt bei der Kräuterhexe, die hat nicht nur ausgezeichnete Pimientos, sondern auch Queller, wunderbare Bio-Limetten, Cedri-Zitronen, rosa Knoblauch, frischen grünen Pfeffer, tolle Gewürze, usw. usf. 

Pimientos de Padrón und Kartoffelspieße

Das war es jetzt, mein erstes Grill Special. Eigentlich hatte ich noch zwei andere Rezepte geplant, die werde ich Euch aber demnächst vorstellen - ich hab zur Zeit n büschen viel zu tun, da fehlt mir leider die Zeit. 
Ich hoffe, Euch haben die Rezepte gefallen und Ihr probiert vielleicht mal das ein oder andere aus!

Das nächste Grill Special ist übrigens auch schon in Planung, dann wird sich alles um Burger, Spare Ribs, etc. drehen. Wie heißt es so schön? Stay tuned! ;o)

Pimientos de Padrón
Zutaten
Pimientos de Padrón
Olivenöl 
Meersalz
evtl. Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung
Die Pimientos waschen, abtropfen lassen und gründlich mit einem Küchenpapier abtrocknen - ansonsten spritzt es später beim Braten kräftig. 
Eine Pfanne erhitzen, Öl zufügen und die Pimientos rundherum anbraten. Sofort mit etwas grobem Meersalz oder besser noch, Fleur de Sel, bestreut servieren. Wer mag, gibt noch etwas zerstoßenen schwarzen Pfeffer darüber.
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