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Safranrisotto mit Venusmuscheln und Fenchel

Ich hab in den letzten Monaten zwar verhältnismäßig wenig gebloggt, gekocht wurde bei uns aber natürlich trotzdem - unter anderem dieses leckere Risotto, das uns so gut gefallen hat, dass ich es Euch, wenngleich sehr verspätet, unbedingt noch vorstellen möchte.
Unmittelbar bevor mein Fischhändler in die Muschel-Sommerpause gegangen ist, hatte ich das Glück noch eines der letzten Netze Vongole zu bekommen und habe es zusammen mit einer Fenchelknolle zu einem der leckersten Risotti verarbeitet, die ich bisher gekocht und gegessen habe. Wobei letzteres nicht viel zu sagen hat, da ich Risotto nach einigen unangenehmen Erlebnissen nicht mehr außerhalb esse. Risotto gibt's nur bei uns zuhause. 

Safranrisotto mit Venusmuscheln und Fenchel
Ich koche die Muscheln vor, denn nur so kann ich sicherstellen, dass sie schnell durch die hohe Wassertemperatur getötet werden und nicht langsam und qualvoll im Risotto selbst sterben. Zum Vorkochen bietet sich der sowieso verwendete Fischfond an, den durch die Muscheln noch einen kleinen Extrakick bekommt. Gießt den Fond vor dem Zufügen zum Risotto durch ein feines Sieb, da er durch die Muscheln evtl. etwas sandig sein kann. 
Ich empfehle Euch ganz dringend einen hausgemachten Fischfond zu verwenden. Gekaufter Fond, gerade Fischfond, liegt geschmacklich meilenweit hinter hausgemachtem und schmeckt oft nur wie bitteres Wasser mit leichter Magginote. Fragt einfach bei Eurem Fischhändler nach Fischkarkassen, die bekommt Ihr dort oft sogar umsonst und eine kleine Portion Fischfond ist schnell gekocht. Falls Ihr keinen Fischfond kochen könnt oder wollt, fragt ebenfalls Euren Fischhändler, viele Fischhandlungen verkaufen auch hausgmachten Fond, der selbstgekochtem in Nichts nachsteht.

Besonders hübsch sieht es aus, wenn man einen Teil der vorgekochten Muscheln inkl. Schale zum Risotto gibt, bzw. es damit dekoriert. Wie viele Ihr zurückbehaltet, hängt von Eurer Bereitschaft zum Pulen ab. Wie Ihr seht, macht es mir nichts aus, zwischendrin immer mal wieder eine Schale aus dem Risotto zu fischen, wenn Ihr aber lieber unterbrechungsfrei essen möchtet, legt einfach nur ein paar obendrauf.

Safranrisotto mit Venusmuscheln und Fenchel
Zutaten
1 kg Venusmuscheln (Vongole Veraci)
1,5 Liter Fischfond, hausgemacht
3 Schalotten, fein gewürfelt
3 confierte Knoblauchzehen, hausgemacht
200 g Fenchel in sehr feinen Streifen
400 g Risottoreis
½ TL Safranfäden
100 ml Noilly Prat*
100 ml trockener Riesling
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Eine Msp. Piment d'Espelette*
40 g Parmesan, fein gerieben
1 Stich Butter
1 EL glatte Petersilie, fein gehackt

Zubereitung
Die Venusmuscheln in klarem Wasser gründlich reinigen und beschädigte Muscheln aussortieren. Den Fischfond in einem großen Topf zum Kochen bringen. Sobald der Fond kräftig kocht, die Venusmuscheln dazu geben und einen Deckel auflegen Für zwei Minuten kochen lassen, dann einmal umrühren und erneut den Deckel auflegen. Weitere zwei-drei Minuten kochen lassen. Die Muscheln mit einer Schöpfkelle herausnehmen, etwas abkühlen lassen und aus den Schalen lösen, dabei ausschließlich die Muscheln verwenden, die sich vollständig geöffnet haben. Nach Geschmack einige Muscheln in der Schale zur Dekoration zurückbehalten. Den Fond je nach Notwendigkeit durch ein feines Sieb oder einen Kaffeefilter gießen um evtl. vorhandenen Sand herauszufiltern.

Für das Risotto die Schalottenwürfel mit den Fenchelstreifen in Olivenöl anschwitzen. Den Knoblauch dazugeben und mit einer Gabel zerdrücken, dann den Reis zufügen und für ca. eine Minute mit anschwitzen. Den Safran mit etwas Salz in einem Mörser zerreiben. 2 EL heißen Fischfond zufügen und verrühren, dann zusammen mit dem Noilly Prat angießen und fast vollständig einkochen lassen. Nach und nach den heißen Fond angießen und den Risotto bei mittlerer Hitze garen. Zwischendurch immer wieder Rühren.
Der Risotto ist fertig, wenn die Reiskörner noch einen leicht festen Kern haben. 
Den geriebenen Käse, die Butter, Petersilie und Fenchelpollen unterheben, mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen und den Risotto für 3 Minuten ziehen lassen.
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Paprika-Basilikum-Limonade

Klingt im ersten Moment etwas merkwürdig, oder? Paprika in der Limonade? Das passt aber, glaubt es mir!
Ich habe vor einigen Wochen im Supermarkt eine ganz ähnliche Kombination gefunden und natürlich SOFORT mitgenommen, denn meine chronische Neugier macht vor kaum etwas Halt. Ok, nein. Das stimmt so natürlich nicht, denn tatsächlich bin ich unglaublich krüsch und mag schon mal die Hälfte aller Lebensmittel aus Prinzip nicht. Wenn aber eine Chance besteht, dass ich etwas mögen könnte, probier ich es auch. 
Erstaunlicherweise schmeckte mir die Paprikalimonade deutlich besser als die Wassermelonenvariante, ebenfalls von der gleichen Marke. Für einen Wassermelonen-Junkie wie mich heißt das was, denn normalerweise mag ich alles, was Wassermelone enthält. Diese spezielle Limonade war mir aber nen Ticken zu süß, anders als die Paprikalimonade, die ist perfekt und ich maße mir an zu behaupten, dass mein Sirup ziemlich gut gelungen ist.

Paprika-Basilikum-LimonadeGelbe Paprika sind ja an sich schon sehr fruchtig und schmecken nicht typisch "gemüsig". Zusammen mit dem Zucker, etwas frischer Limette und natürlich dem Basilikum wird daraus aber ein extrem leckerer Sirup, eine wunderbare Sommererfrischung. 
Mit Sicherheit lässt sich daraus auch ein tolles Sorbet machen, dafür hat mein Sirup aber nicht mehr gereicht. Grundsätzlich kann man jeden hausgemachten Sirup in die Eismaschine geben, gerne auch mit einem großzügigen Schluck Prosecco. Prosecco, bzw. Alkohol im Allgemeinen, macht das Sorbet etwas flüssiger, man erhält dadurch eine Slushieähnliche Konsistenz. 
Probiert diesen Sirup unbedingt mal aus, es muss nicht immer ein Sirup aus Obst sein, gebt Gemüse eine Chance!

Paprika-Basilikum-Limonade
Zutaten
1,5 kg gelbe Paprika
375 g weißer Zucker
700 ml Wasser
Saft einer Limette 
Einige Zweige Basilikum

Zubereitung
Die Paprika entkernen, grob klein schneiden und zusammen mit dem Zucker, Wasser, Basilikum und  Limettensaft in einen Topf geben. Zum Kochen bringen und so lange bei mittlerer Stufe köcheln lassen, bis die Paprika zerfällt, dann entweder durch ein Sieb passieren, oder wenn vorhanden, mit einem sehr guten Blender pürieren. Es sollen keine Hautstückchen mehr zurückbleiben. Vor dem Servieren komplett abkühlen lassen. 
Für die Limonade etwas Sirup in ein Glas geben, mit Eiswürfel und Limettenstücken auffüllen und kaltes Wasser angießen. 

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Hähnchen-Shawarma im Brotfladen mit Rotkohl-Krautsalat, Hummus & Safran-Joghurtsauce

Zu Weihnachten haben mein Mann und ich uns mal wieder ein neues Küchenspielzeug gegönnt, einen Gyros-, bzw. Dönergrill*. Ich bin mit Gyros aufgewachsen und habe das immer sehr geliebt, da wir aber versuchen, ausschließlich Biofleisch zu konsumieren und geschächtetes Fleisch sowieso nicht in Frage kommt, haben wir schon seit vielen Jahren weder Gyros-, noch Döner gegessen.
Um diesen Misstand ein für allemal zu beenden, haben wir nun unser neues Schätzchen angeschafft, das seitdem auch schon einige Male im Einsatz war. Unter anderem nehmen wir das Gerät sehr gerne mit, wenn wir meine Eltern besuchen und dann gibt es Gyros für alle. Quasi wie Raclette, nur besser. Ich bereite damit aber nicht nur Gyros & Co. zu, sondern Rollbraten, Schaschliks, usw. Vielleicht zeige ich Euch das demnächst auch noch.

Heute habe ich Euch anlässlich der Juliausgabe von All you need is... bei der es diesmal um Streetfood geht, Shawarma mitgebracht. Shawarma ist Gyros sehr ähnlich, wird aber vor allem in Israel, Syrien, dem Libanon und Palästina gegessen. 



Rote Grütze, eingeweckt

Desserts bestehen bei uns in der Familie schon seit vielen Jahren in den meisten Fällen aus Eis und Roter Grütze, bzw. gelegentlich auch mal einem Grießbrei - dann aber auch mit Roter Grütze. Die Rote Grütze war natürlich immer selbstgemacht, denn das Beerenobst aus dem Garten meiner Eltern musste ja irgendwie verarbeitet werden. 
Da ich selbst keinen Garten habe, kaufe ich mein Obst entweder auf dem Markt oder im Winter auch schon mal als TK-Ware, denn mein Platz im Gefrierschrank ist begrenzt und Obst nimmt viel Platz weg. 
Um auch im Winter auf die Vorräte des Sommers zurückgreifen zu können, habe ich nun ein wenig hin- und herprobiert und für mein Einmachbuch* ein Rote-Grütze-Rezept entwickelt, bei dem das Verhältnis von Obst und Fruchtsauce passt. Mein bisheriges Rezept lässt sich leider nicht 1:1 übernehmen, da hier zuviel Flüssigkeit verwendet wird. Durch den Einweckprozess wäre schlussendlich nur noch Suppe übrig, darüberhinaus verwende ich beim Einkochen natürlich Gelierzucker und keine Maisstärke. 

Rote Grütze, eingeweckt

Honig-Senf-Hähnchenschenkel vom Blech

Seit dem ersten All you need is...-Event in diesem Jahr, bei dem es um das Thema Blechgerichte ging, habe ich meine Vorliebe für diese Zubereitungsart entdeckt. Vorher fand ich "Blechgerichte" immer sehr unspektakulär, tatsächlich sind sie aber nicht nur enorm praktisch, sondern schmecken auch hervorragend, weil sich die Aromen miteinander vermischen und gerade die Beilagen mit den Fleischsäften vollsaugen können.

Am liebsten bereite ich Geflügel, bzw. Hähnchenschenkel auf diese Weise zu, denn Hähnchenschenkel sind bekanntlich nicht nur mein Lieblings-Geflügelfleisch, sondern stehen generell ganz weit oben in meiner Favoritenliste. 
Damit die Schenkel perfekt garen, nutze ich mein Bratenthermometer*, das ich nicht nur zum Garen von Fleisch, sondern sogar zum Einkochen verwende. 
Ich muss mich so nicht auf die angegebene Garzeit im Rezept verlassen, sondern gerade bei Hähnchenschenkeln, die in der Größe ja doch sehr schwanken, einfach warten bis das Gerät die gewünschte Temperatur anzeigt. 

Honig-Senf-Hähnchenschenkel vom Blech