Blogroll

Geschmorte Ochsenbäckchen mit Kartoffel-Sellerie-Püree

Wenn ich Fleisch zubereite, dann nach wie vor meistens geschmort oder auch gerne sous-vide. Wichtig ist mir, dass die Zubereitung möglichst stressfrei ist, ich also nicht mit Argusaugen über das Stück Fleisch wachen und den perfekten Garpunkt abpassen muss. 
Wir essen zwar auch gerne mal ein kurzgebratenes Stück Fleisch, das aber dann auch meist sous-vide vorgegart und anschließend nur noch kurz in der Pfanne scharf angebraten, also "rückwärts" gebraten. 
Eines der mit Abstand leckersten Schmorgerichte, jetzt mal abgesehen von den Rezepten, die ich bereits im Archiv habe, sind eindeutig Ochsen- oder Rinderbäckchen. Ich habe Euch heute in Rotwein geschmorte Ochsenbäckchen mitgebracht und serviere dazu ein leckeres Kartoffel-Sellerie-Püree und Rahmwirsing.

Geschmorte Ochsenbäckchen mit Sellerie-Kartoffelpüree
Rinderbäckchen sind in Deutschland vielerorts nach wie vor Bückware, bzw. man muss sie vorbestellen. Fragt Euren Schlachter deshalb unbedingt vorher, ob er welche auf Vorrat hat, bzw. welche beiseite legen kann, bevor Ihr sie fest einplant. 
ckchen von deutschen Rindern werden ausschließlich auf- oder sogar zerschnitten verkauft, das sehen die Richtlinien zur Fleischbeschau so vor. Wundert Euch deshalb nicht, wenn Eure Bäckchen etwas zerfleddert aussehen. Sie werden eingeschnitten um so den Befall durch Bandwürmer auszuschließen. 
Damit die Bäckchen später auf dem Teller hübsch aussehen, müssen sie, nachdem sie von evtl. noch vorhandenen Sehnen und Silberhäutchen befreit wurden, gebunden werden. Ich mache das ganz ähnlich wie eine Roulade, schlage sie also an den Rändern ein, rolle sie dann ein wenig und binde sie mit Küchengarn zusammen. 
Genau wie Schweinebäckchen enthalten auch Ochsenbäckchen reichlich Kollagen, das sich während des Schmorens in Gelatine umwandelt und so dafür sorgt, dass die Bäckchen butterzart und trotzdem nicht trocken werden. 

Geschmorte Ochsenbäckchen mit Sellerie-Kartoffelpüree
Als Beilage gibt es bei uns auf jeden Fall immer eine Kartoffelbeilage, denn die schmecken uns zu Schmorgerichten am besten, da man sie regelrecht in Sauce ertränken kann.
Apropos Sauce. Wie Ihr seht, ist die recht dick und auch nicht vollständig glatt. Das liegt daran, dass ich gerne einen Teil des Gemüses püriere und sie so automatisch andicke. Wenn Ihr Eure Sauce aber dünner und glatter bevorzugt, passiert sie einfach durch ein Sieb und kocht sie dann auf die gewünschte Konsistenz ein oder dickt sie mit etwas Mehlbutter an. 
Natürlich schmecken die Ochsenbäckchen auch noch am zweiten Tag, bzw. vielleicht sogar noch einen Ticken besser. Ihr könnt sie also auch, wenn Ihr der Bequemlichkeit in Sachen Zubereitung noch die Krone aufsetzen wollt, einen Tag vor dem Servieren zubereiten und müsst sie dann nur noch aufwärmen. Mehr geht doch wirklich nicht, oder?

Geschmorte Ochsenbäckchen mit Sellerie-Kartoffelpüree

Geschmorte Ochsenbäckchen

Zutaten
2 kg Ochsenbäckchen, bereits pariert (ca. 5 Stück)
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Butterschmalz, hausgemacht
150 g Karotten, gewürfelt
150 g Knollensellerie, gewürfelt
6 Schalotten
2 Bouquet garnis*
700 ml Rotwein
300 ml Portwein (Tawny)
600 ml Rinderfond, hausgemacht

Zubereitung
Die Bäckchen gründlich parieren, d.h., Fett, und die evtl. vorhandene Silberhaut und Sehnen mit einem sehr scharfen Messer entfernen. Mit Küchengarn ähnlich wie eine Roulade zusammenbinden und mit Salz und Pfeffer würzen.
In einem Schmortopf in Butterschmalz rundherum scharf anbraten, die Bäckchen sollen gleichmäßig gebräunt sein. Herausnehmen und beiseite stellen. 
Das Gemüse in den Topf geben und einige Minuten anbraten, dann das Tomatenmark zufügen, verrühren und für eine Minute mitschmoren. Mit Rotwein ablöschen und soweit einkochen lassen, dass das Gemüse gerade noch bedeckt ist. Den Rinderfond und die Bouquet garnis zufügen. Die Rinderbäckchen wieder in den Topf setzen und für ca. 3 Stunden bei 160°C im geschlossenen Topf im Backofen garen. In der Zwischenzeit das Kartoffel-Sellerie-Püree (s.u.) und den Rahmwirsing zubereiten. Die zartgeschmorten Bäckchen herausnehmen und abgedeckt warm stellen. 
Je nach Vorliebe die Sauce durch ein Sieb gießen und entweder auf die gewünschte Konsistenz einkochen oder mit etwas Mehlbutter abbinden. Alternativ kann die Sauce auch mit dem kompletten oder einem Teil des Gemüses püriert und so angedickt werden. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.  

Kartoffel-Sellerie-Püree

Zutaten
600 g mehligkochende Kartoffeln

400 g Knollensellerie 
200 ml Milch 
50 g gebräunte Butter
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss*

Zubereitung
Die Kartoffeln und den Sellerie schälen und in kleine Würfel schneiden. Zusammen in einem Topf gar kochen, dann das Wasser abgießen und das Gemüse auf der ausgeschalteten Platte ausdampfen lassen.
Die Milch in einem Topf erhitzen und die Butter in einem weiteren Topf bräunen. 
Kartoffeln und Sellerie durch eine Kartoffelpresse drücken, die Milch und Butter zufügen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Verrühren, bis ein cremiges Püree entsteht.
Geschmorte Ochsenbäckchen mit Kartoffel-Sellerie-Püree*Affiliatelink

Emma, Rita, Paul & Rosalie

In einem der letzten Beiträge hab ich Euch unter anderem berichtet, warum ich 2019 bisher so vergleichsweise wenig gebloggt habe. "Schuld" waren unter anderem die Krankheiten, bzw. der Tod unserer zwei verbliebenen Katzen und anschließend der Einzug unserer neuen Mitbewohnerin, Rosalie.
Da ich mehrfach gebeten wurde, Rosalie hier im Blog vorzustellen, möchte ich die Gelegenheit nutzen, Euch generell etwas über unsere Katzen zu erzählen, denn Rosalie wäre heute nicht bei uns, wenn es vorher nicht Emma, Rita und Paul gegeben hätte.

Emma, Rita, Paul und Rosalie (jeweils von links nach rechts)

Hamburger Pannfisch

Die Welt ist groß und es gibt unendlich viele Rezepturen und Zubereitungsmethoden zu entdecken, oft sind es aber die Rezepte mit denen wir aufgewachsen sind, die einen ganz besonderen Stellenwert in unserem Leben haben. 
Für mich sind das unter anderem Labskaus, Grünkohl, Krüllkoken und Rote Grütze - alles Gerichte, die ich bereits von Kindesbeinen kenne und mit denen ich viele Erinnerungen  an Zuhause verbinde.
Um genau diese Rezepte geht es in diesem Monat bei All you need is..., nämlich um Rezepte aus der Heimat, bzw. Heimatküche.

Euch ein neues Gericht vorzustellen, das in diese Kategorie fällt, also typisch für meine Heimat Bremen, bzw. etwas größer gedacht, Norddeutschland ist, ist gar nicht mal so einfach, denn die meisten Rezepte, die in Frage kommen und die wirklich regional sind, hab ich bereits gebloggt und sie sind in meinem Archiv zu finden.
Da ich ja aber seit fast 20 Jahren nicht mehr in Bremen wohne, greife ich einfach auf ein typisches Gericht meiner jetzigen Heimatstadt zurück, Hamburger Pannfisch.

Hamburger Pannfisch




Eierlikörwaffeln mit Rhabarber-Mascarpone-Eis

Wenn ich nicht erst um 5 vor 12 mit der Vorbereitung meiner Osterbrunchrezepte begonnen hätte, würde es jetzt Zitronenmoussetörtchen geben - ich hab dafür sogar schon bei Zeiten spezielle Förmchen bestellt. 
Da ja aber alles anders gekommen und unter anderem meine kleine Rosalie bei uns eingezogen ist, musste ich sehr kurzfristig (mit anderen Worten gestern) umdisponieren und habe mich "spontan" für Waffeln und Eis entschieden. 

In letzter Zeit ist es mir immer wieder passiert, dass ich mir Rezepte überlegt habe, die ich tatsächlich schon lange in meinem Archiv habe und ich hatte schon befürchtet, dass es mir mit den Eierlikörwaffeln ebenso geht, aber ich habe tatsächlich noch keine Eierlikörwaffeln gebacken. Geht natürlich gar nicht, dieser Missstand ist hiermit behoben. 

Eierlikörwaffeln mit Rhabarber-Mascarpone-Eis

Putenoberkeule mit Bärlauchfüllung sous-vide gegart

Auch zu Ostern wollen wir Mittags ja nicht darben, deshalb widmen wir uns beim Foodblogger-Osterbrunch heute der Hauptspeise. 
Ich hab dieses Rezept tatsächlich schon im letzten Jahr gekocht und fotografiert, damals war die Bärlauchsaison aber schon so gut wie durch und ich hab das Rezept erst mal zurückgestellt. Da die Fotos vom letzten Jahr aktuell schon nicht mehr zu meinem Fotostil passen und ich diese Putenkeule sehr gerne mag, hab ich sie am Wochenende noch einmal zubereitet und wir haben auch diesmal wieder im 7. Bärlauchhimmel geschwelgt.
Ich bin grundsätzlich immer eher ein Keulen-, denn ein Brust-Typ und das gilt auch für Putenfleisch. Durch das Sous-Vide-Garen bleibt sie sogar noch saftiger als wenn sie klassisch im Backofen zubereitet wird und bekommt eine herrliche Bärlauchnote. Bei uns kommt Putenkeule ausschließlich nur noch sous-vide gegart auf den Tisch.

Putenoberkeule mit Bärlauchfüllung sous-vide gegart