Blogroll

Kartoffel-Käse-Soufflé mit Grana Padano und Kräutern

Dieser Beitrag enthält Werbung für Grana Padano
Gaaanz langsam mache ich mir schon einmal Gedanken um das diesjährige Weihnachtsmenü, d.h., ich überlege mir, welches grundsätzliche Thema das Menü haben wird, welche Komponenten ich verarbeiten möchte und stimme alles aufeinander ab. Der Hauptgang besteht bei uns ja in den meisten Fällen aus einem Braten, der im Idealfall zwar ordentlich was hermacht, aber gleichzeitig möglichst unaufwendig sollte, d.h., ich brauche dafür mindestens eine Beilage, die ebenso unkompliziert ist. 
Dieses Kartoffel-Käse-Soufflé war schon lange in der engen Auswahl, daher war ich besonders froh, als Grana Padano* auf mich zu kam und mir vorschlug, 3 Rezepte mit diesem wunderbaren Käse zu kreieren. Ich hab lange überlegt, was für Rezepte ich Euch vorstellen möchte und glaube, dass da drei wirklich tolle Kreationen bei rausgekommen sind. Ich hoffe sehr, dass sie Euch gefallen werden!

Kartoffel-Käse-Soufflé mit Grana Padano und Kräutern
Den Anfang und damit sozusagen die Vorspeise meiner kleinen Grana-Padano-Rezeptreihe bildet dieses Kartoffel-Käse-Soufflé, das sowohl als Beilage zu kräftigen Braten mit viel Sauce schmeckt, aber auch kombiniert mit einem Stück geräuchertem Fisch und einer Kräutercreme eine schöne Vorspeise bildet.
Je nachdem, wie Ihr Euer Menü serviert, könnt Ihr dieses Soufflé entweder in einer großen Form backen und dann mit einem Löffel zur Selbstbedienung auf den Tisch stellen oder aber die Masse in kleine Portionsförmchen, sogenannte Ramequins, füllen. Der Vorteil bei der zweiten Methode ist, dass so jeder Gast ein eigenes kleines Soufflé bekommt, ich backe es aber genauso gern in einer großen Form und stelle die dann einfach in die Mitte des Tisches. Wenn Ihr keine Ramequins habt, eignet sich auch jede andere kleine ofenfeste Form mit einer Höhe von ca. 5 cm, wichtig ist nur, dass Ihr sie sehr gründlich ausbuttert und anschließend mit Semmelbröseln ausstreut. Im Idealfall lässt sich das Soufflé dann sogar ganz leicht aus der Form nehmen. 

Natürlich unterscheidet sich die Backzeit je nach Größe des Form ganz enorm. Wenn Ihr die im Rezept angegebene Menge in einer einzelnen großen Form mit ca. 1,5 Liter Fassungsvermögen backt, müsst Ihr ungefähr 50-60 Minuten einkalkulieren, bei kleinen Portionsförmchen genügen schon 30 Minuten.

Kartoffel-Käse-Soufflé mit Grana Padano und Kräutern
Grana Padano, das wisst Ihr vielleicht, gibt es in drei Reifegraden. Ich habe mich bei der Umsetzung dieses 1. Rezeptes für die milde Ausführung, d.h. einen 9-16 Monate gereiften Grana Padano entschieden, da das Soufflé als Beilage die Hauptspeise nicht plattmachen, sondern eben begleiten soll. In Kombination mit dem verhältnismäßig jungen Käse kommt das Aroma der Kartoffeln und der Kräuter ebenfalls gut zur Geltung harmoniert perfekt. Übrigens, ganz wichtig für alle Leser, die wie ich unter einer Laktoseintoleranz leiden: Grana Padano ist in jedem Reifegrad laktosefrei, einem unbeschwerten Genuss steht also nichts im Wege. 

Je nachdem, wozu Ihr das Soufflé serviert, könnt Ihr natürlich auch die Kräuter abwandeln. Ich habe hier Schnittlauch und Petersilie verwendet, es schmeckt aber auch Kresse, Kerbel oder sogar Basilikum. Falls Ihr also ein italienisches Gericht plant, probiert das Soufflé unbedingt mal mediterran abgeschmeckt mit Basilikum und evtl. auch etwas Thymian.

Natürlich ist, wie bei jedem Soufflé, Eile geboten, sobald es aus dem Backofen kommt, deshalb serviere ich es auch besonders gerne zu einem Schmorgericht, das warmgestellt wird, solange das Soufflé im Backofen ist und sofort serviert werden kann, wenn es gar ist.

Kartoffel-Käse-Soufflé mit Grana Padano und Kräutern
Zutaten
600 g Kartoffeln, mehligkochend, geschält
150 ml saure Sahne
40 g Butter
4 Eier, getrennt
120 g Grana Padano
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Piment d'Espelette 
Muskatnuss, frisch gerieben
2 EL Schnittlauch, in feinen Ringen
1 EL glatte Petersilie, sehr fein gehackt

Außerdem 
weiche Butter und Semmelbrösel für die Form

Zubereitung
Die Kartoffeln in Stücke schneiden und in Salzwasser gar kochen. Das Wasser abgießen und die Kartoffeln auf der ausgeschalteten Herdplatte einige Minuten ausdampfen lassen. Die Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse drücken, dann die Milch und Butter zufügen und alles zu einem glatten Püree verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Die Eigelbe und den fein geriebenen Käse unterrühren. 
Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen.
Die Kräuter unter die Soufflémasse rühren, dann das Eiweiß behutsam unterheben. Erst ⅓ unterheben, dann das restliche Eiweiß. 
Die Masse in die ausgefettete und mit Semmelbröseln ausgestreute Form geben und bei 200°C für ca. 50-60 Minuten garen. Sofort servieren.
Wichtig!
Während die Soufflés im Backofen sind, auf keinen Fall die Backofentür öffnen!
Kartoffel-Käse-Soufflé mit Grana Padano und Kräutern

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Grana Padano* entstanden.
*Alle entsprechend gekennzeichneten Links sind Kooperationslinks

Tarte aux Pommes | Apfeltarte, 4x anders

Als ich neulich den Apfelkuchen vom Blech gebloggt habe, hatte ich Euch ja schon von der anstehenden Sonderausgabe von Saisonal schmeckt's besser erzählt. Heute dreht es sich ausnahmsweise mal nicht um Gemüse, sondern um Äpfel, bzw. ApfelkuchenIch hab zwar noch etliche Apfelkuchen auf meiner Backliste, für diesen Event hab ich mir aber ganz bewusst den mit Abstand simpelsten ausgesucht, der gleichzeitig einer meiner Lieblingskuchen ist, nämlich eine Apfeltarte.
Apfeltartes bestehen, zumindest in der einfachsten Variante, nur aus einem Mürbeteig, etwas Apfelmus und Apfelscheiben. Mehr braucht es gar nicht und trotzdem, bzw. vielleicht gerade deshalb, kommt ein wunderbares Gebäck dabei raus, das sich auf das Wesentliche konzentriert und das Aroma des Apfels nicht überdeckt, sondern in den Fokus stellt.
Natürlich kann man anstelle von Apfelmus auch Pudding oder eine Marzipancreme verwenden, aber mir gefällt an dieser Apfeltarte gerade die Schlichtheit. Es fehlt dann nur noch ein Klecks Sahne oder eine Kugel Vanilleeis und schon ist der perfekte Kuchen oder auch Dessert fertig.

Tarte aux Pommes | Apfeltarte, 4x anders

Um Euch zu zeigen, dass eine Apfeltarte zwar schnell und auch einfach gemacht ist, trotzdem aber ordentlich was hermachen kann und enorm viele Gestaltungsmöglichkeiten bietet, habe ich die gleiche Tarte 4x anders "verpackt", denn je nachdem, welche Tarteform man verwendet und wie man die Apfelscheiben anrichtet, verändert es im Endeffekt die gesamte Tarte und Letzteres beeinflusst auch das Mundgefühl.
Am schnellsten ist die Tarte belegt, wenn man die Scheiben ca. einen halben cm dick schneidet und dann im Kreis oder im kleinen Abteilen auf der Tarte verteilt (links oben und unten). 
Wer es etwas aufwendiger und schicker mag, der kann die Scheiben auch möglichst dünn hobeln und dann entweder in einem großen Kreis von außen nach innen hochkant auf die Tarte stellen oder immer 3-4 Scheiben aufdrehen und kleine Blüten auf der Tarte verteilen (rechts oben und unten). Bei dieser Variante sollte man darauf achten, eine möglichst saftige Apfelsorte zu verwenden. Mit mürben Äpfeln wie Boskop habe ich durchgehend schlechte Erfahrungen gemacht, weil die Scheiben sehr leicht brechen und nicht so flexibel sind, wie beispielsweise die eines Holsteiner Cox. 
Nach dem Backen werden die Äpfel noch mit warmer Aprikosenmarmelade bestrichen, so bekommen sie einen schönen Glanz. 

Eine Apfeltarte schmeckt sowohl warm, als auch kalt und lässt sich problemlos einige Tage aufbewahren. Falls es mal besonders schnell gehen soll, kann der Boden auch am Vortag vorgebacken und dann vor dem Servieren nur noch belegt und zu Ende gebacken werden. So könnt Ihr eine warme Tarte servieren, steht aber nur ein paar Minuten in der Küche. 

Tarte aux Pommes | Apfeltarte, 4x anders

Seid Ihr schon gespannt, was sich die anderen Teilnehmer dieser Sonderausgabe haben einfallen lassen? Auch diesmal ist wieder ordentlich was zusammengekommen und Ihr könnt aus insgesamt 19 Apfelkuchenrezepten auswählen. Mit anderen Worten, Ihr könnt für das nächste Vierteljahr jeden Sonntag einen Apfelkuchen servieren!

Möhreneck Gedeckter Apfelkuchen | trickytine RuckZuck-Apfelkuchen mit Quarkfüllung | Küchenlatein Apfel-Karamellkuchen aus der Kastenform | Ina Is(s)t Apfel-Zimtschnecken mit Zuckerguss | Jankes*Soulfood Apfel-Schichtkuchen | Ye Olde Kitchen Feine Apfeltarte | Delicious Stories Apfel Tarte a la Pumpkin Spice | S-küche Torta di MeleLebkuchennest Apfelbuchteln mit Apfel-Gewürzsauce und Zimtsahne | Feed me up before you go-go Apfelweinkuchenmoey’s kitchen Rustikale Apfel-Galette mit Ahornsirup-Sahne | Wunderbrunnen Apfelkuchen vom Blech mit Mandelkruste | Schlemmerkatze Südtiroler Apfelstrudel | Herbs & Chocolate Apfelstrudel mit karamellisierten Nüssen | Madam Rote Rübe Apfel-Quark-Tarte mit Pistazien | pastasciutta.de Apfel-Plissee | Emilies Treats Apfelmus-Apfel-Tarte mit feinem Mürbeteigboden | Münchner Küche Apfel-Mandelkuchen

Wie immer viel Spaß beim Stöbern und Nachkochen Nachbacken!
Tarte aux Pommes | Apfeltarte, 4x anders

Tarteboden
250 g Mehl Typ 405
125 g weiche Butter
125 g Puderzucker
1 Ei
¼ TL Salz

Belag
250 g Apfelmus, hausgemacht
2-3 Äpfel, in Spalten (bei mir gerne Boskop oder Holsteiner Cox)

Außerdem
2-3 EL Aprikosenmarmelade

Zubereitung
Alle Zutaten für den Teig in einer Schüssel vermengen und nur solange kneten, bis sich alles zu einem Teig verbunden hat.
Den Teig in Klarsichtfolie wickeln und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen, besser aber über Nacht.
Den Teig ca. 15 Minuten vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und auf der gut bemehlten Arbeitsfläche dünn mit dem Nudelholz ausrollen. Die Tarteform mit dem Teig auslegen und den überschüssigen Teig am Rand abschneiden. In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte darauf verteilen. 
10 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen. Aus dem Backofen nehmen und mit dem Apfelmus bestreichen, dann je nach Geschmack mit Apfelscheiben belegen.
Für 20 Minuten bei 180°C backen, in der Zwischenzeit die Aprikosenmarmelade in einem Topf erwärmen. Die fertig gebackene Tarte herausnehmen und die Apfelscheiben mit Aprikosenmarmelade bestreichen.
Mit einem Klecks Sahne oder Vanilleeis servieren.

Krautsalat, eingeweckt

Wenn ich Krautsalat zubereite, habe ich immer das Problem, dass Salat aus einem ganzen Kohlkopf einfach zu viel für uns ist. Ich liebe Krautsalat zwar sehr, vertrage ihn aber nicht mehr so gut und habe deshalb bisher aus dem Rest Sauerkraut angesetzt, aber irgendwann hat man ja auch mal genug Sauerkraut.
Da ich ja für mein großes Vorratsregal bekannt bin, und es in diesem Jahr - zumindest hier im Blog -  ein wenig habe schleifen lassen, habe ich jetzt ein Krautsalatrezept ausgetüftelt, für das der Kohl eingeweckt wird. Die Arbeit ist auch nicht viel mehr, als für einen frischen Krautsalat, dafür hat man aber viele Gläser im Regal und kann sich je nach Lust, Laune und Bedarf ein Gläschen rausnehmen.
Der Salat schmeckt mir genauso gut wie frisch gemacht, er ist auch nach dem Einwecken knackig und hat durch den Sud eine wunderbar süß-saure Note. 

Krautsalat, eingeweckt

Portweinbirnen, eingeweckt

Aus Gründen, die ich Ende nächsten Monats ganz ausführlich und offiziell ansprechen werde, habe ich in diesem Jahr zwar in meiner Küche so viel wie noch nie eingekocht, im Blog ist davon aber so gut wie keines der Rezepte gelandet. 
Um die Hauptsaison nicht vollständig an mir vorüberziehen zu lassen, habe ich jetzt doch noch ein Rezept für Euch, das Ihr Euch nicht entgehen lassen solltet, denn mit diesen Portweinbirnen habt Ihr nicht nur ein simples Kompott in Eurem Vorratsregal, sondern eine Grundlage für wunderbare und sehr schicke Desserts, die sowohl geschmacklich, als auch optisch ordentlich was hermachen. 
Denkt also jetzt schon an die kalte Jahreszeit und evtl. auch die Advents- und Weihnachtsfeiertage, dann habt Ihr mit dem Dessert keine Arbeit, sondern könnt Euch auf die anderen Gänge konzentrieren.  

Portweinbirnen mit Grießpudding

Bittersüßer Herbstauftaktsalat

Puuh, fast hätte ich es nicht mehr geschafft, ein Rezept zu der Saisonal-schmeckt's-besser-Ausgabe für den Monat September beizusteuern, denn nachdem mir vorletzten Sonntag ein Zahn ab-, bzw. sogar durchgebrochen ist, hab ich pünktlich einen Tag vor meinem Zahnarzttermin eine heftige Erkältung bekommen, an der ich immer noch kräftig zu knapsen habe. Erst kam der Schnupfen, dann ging es auf die Ohren und aktuell ist es der Husten, der mir zu schaffen macht - von dem Zahn mal abgesehen.
Aber Ihr kennt das ja, nur die Harten komm' in'n Garten! Also hab ich mich gestern tüchtig zusammengerissen und Euch einen leckeren Herbstauftaktsalat kreiert, den wir begeistert im Rekordtempo aufgegessen haben.

Bittersüßer Herbstauftaktsalat