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Pasta al limone

Als ich vor einer Weile in meiner FB-Gruppe nach Rezepten gefragt habe, die Euch Leser interessieren, wurden unter anderem auch schnelle, gerne vegetarische Feierabendgerichte genannt. Tatsächlich ist das ein Thema, dem ich mich sowieso verstärkt widmen möchte, also fangen wir heute doch gleich mal damit an. 
Ich habe heute ein Pastarezept für Euch, das ruckzuck und aus nur sehr wenigen Zutaten zubereitet ist und außerdem noch sehr leicht klingt, "Pasta al limone". Im letzten Punkt trügt der Schein aber deutlich, denn in dieser unscheinbaren Portion Pasta ist eine unanständige Menge Sahne, Butter und Käse verarbeitet. Und ein verhältnismäßig kleiner Spritzer Zitronensaft. 
Eigentlich sollte dieses Gericht eher Sahne-Butter-Käse-Pasta mit Zitrone heißen, aber dann würde ja niemand reinschauen, also locke ich Euch erstmal mit dem locker-leichten Namen, werde Euch jetzt ausgiebig erzählen, warum bei diesem Rezept trotz der Üppigkeit jede einzelne Kalorie ihre Berechtigung hat und schwubbdiwubb werdet Ihr losziehen und Euch die Zutaten besorgen. Missionierungsauftrag ausgeführt!

Pasta al limone
Für mich sind Pasta al limone das perfekte Freitagsessen, besonders wenn man eine stressige Woche hinter sich und keine große Lust zum Kochen hat, sich aber der Kohlenhydratejieper bemerkbar macht. 
Durch die eingerührte Butter bekommt die Sahne eine ganz wunderbare Bindung, die natürlich durch den Käse noch verstärkt wird und die Zitronennote ist unübertroffen und erweckt den trügerischen Schein, eine ganz leichte Zitronensauce zu essen. Ihr werdet nach dem Essen dieses Gerichts also nicht nur im 7. Kohlenhydratehimmel schweben, sondern (erstmal) auch kein schlechtes Gewissen haben, schließlich schmeckt es frisch und leicht!

Normalerweise wird diese Sauce mit Spaghetti serviert, ich bevorzuge aber eher eine kurze Pasta, da sich hier die Sauce besser fängt. Spaghetti halte ich generell für etwas überbewertet, sondern würde wenn, dann eher Fettuccine oder Pappardelle verwenden.

Pasta al limone
Zutaten
400 g Pasta nach Wahl
1 Bio-Zitrone (die Schale und 3 EL Saft)
250 ml Sahne
125 g eiskalte Butter, in Stücken 
125 g frisch gemahlener Parmesan
Salz
grob gemahlener schwarzer Pfeffer
1 Tasse Kochwasser

Zubereitung
Die Pasta in kochendem Salzwasser al dente garen. 
In der Zwischenzeit mit einem Sparschäler zwei Streifen der Zitronenschale abschälen, dabei darauf achten, dass möglichst wenig Weißes an der Schale bleibt. Die Streifen längs in sehr feine Streifen schneiden und die restliche Zitronenschale fein abreiben. Den Saft auspressen. 
Die Sahne in einem großen Topf zum Kochen bringen und den Zitronenabrieb zufügen. Sobald die Sahne kocht, die eiskalten Butterstückchen nacheinander in die Sahne einrühren. Die Sahne emulgiert so mit der Butter. Mit reichlich Pfeffer und evtl. etwas Salz würzen. Die tropfnasse Pasta zufügen und den Käse einstreuen. Behutsam rühren, bis der Käse aufgelöst ist. Ist die Sauce zu dick, etwas Kochwasser einrühren.
Pasta al limone

Ramen-Baukasten: Chāshu | Geschmorter Schweinebauch

So, mittlerweile befinden wir uns schon auf der Zielgeraden, die fertige Ramensuppe ist bereits zum Greifen nahe. Heute möchte ich Euch noch eine sehr leckere Einlage vorstellen, auf die Ihr ja schon eine Weile wartet, weil ich diesen Beitrag einmal verschieben musste. 
Eigentlich hatte ich vor, den Schweinebauch im Sous-Vide-Bad zuzubereiten und habe das tatsächlich in meiner ersten Version so gemacht. Ich war mit dem Ergebnis aber nicht so zufrieden, wie ich es mit einem klassisch geschmorten Schweinebauch bin und hab deshalb einen erneuten Durchgang gestartet. Ihr bekommt heute das Rezept für einen mehr oder weniger klassischen Chāshu, also einen im Gewürzsud geschmorten Schweinebauch. 
Natürlich schmeckt dieser Schweinebauch aber nicht nur in der Suppe, sondern auch zu anderen Gelegenheiten, beispielsweise in einem gedämpften Gua Bao, klein geschnitten in einem asiatischen Salat oder halt einfach nur so mit den passenden Beilagen.

Chāshu | Geschmorter Schweinebauch

Tacos mit Rinderzunge | Tacos de Lengua

Zu meinen Vorsätzen generell noch weniger Fleisch zu konsumieren, gehört auch, mich an der Verwertung von "weniger hochwertigen", bzw. ich würde eher sagen, unbeliebten Fleischabschnitten zu versuchen. 
Vor ein paar Jahren hab ich deshalb schon einmal eine Rinderzunge besorgt und die dann auch mit den besten Vorsätzen zubereitet. Als es daran ging sie zu probieren, war es mit dem Enthusiasmus allerdings nicht mehr so weit her. Mein Mann hat sich nach einem winzigen Probierstück geweigert die Zunge zu essen und sie mir dadurch derart madig gemacht, dass ich mich auch nicht mehr überwinden konnte. 
Mich hat diese unerfreuliche Begegnung bis heute nicht losgelassen, denn anders als beispielsweise bei Leber, hat Zunge ja keinen strengen Geschmack, sondern schmeckt halt einfach nach Fleisch.
Im Zuge meiner Überlegungen, mit was ich mich in diesem Jahr beschäftigen und welche Rezepte ich Euch vorstellen möchte, hab ich mir deshalb überlegt, mich diesem "Trauma" noch einmal zu stellen und eine Rinderzunge so zuzubereiten, dass sowohl ich, aber noch schwieriger, auch mein Mann sie mögen wird.
Ich hab aus diesem Grund in unserer "All-you-need-is"-Planungsgruppe rumgefragt und es haben sich tatsächlich noch einige hartgesottene Blogger gefunden, die sich ebenfalls ihren "Kulinarischen Albträumen" stellen möchten. Die Geburtsstunde von Früher Pfui, heute Hui! Wir stellen uns unseren kulinarischen Albträumen.
In einem kleinen, aber feinen Rahmen stellen Euch heute also insgesamt 9 Blogger Rezepte mit Lebensmitteln vor, vor denen es ihnen eigentlich graust. Ich bin selbst schon riesig gespannt auf diese Rezepte!

Tacos mit Rinderzunge | Tacos de Lengua

Dunkle Schokowaffeln mit Olivenöl

Seit ich mein (jetzt nicht mehr ganz so neues) Wunder-Waffeleisen* habe, bin ich wieder heftigst vom Waffelfieber befallen. Ich hab mittlerweile diverse neue Rezepte in der Warteschlange, es wird also hohe Zeit, Euch das nächste vorzustellen. 
Ihr wisst sicher, dass meine große Liebe den herzhaften Waffeln gilt, ich arbeite aber auch unheimlich gerne mit Schokolade. Eine ganze Waffel schaffe ich zwar nicht, aber man kann sie ja auch halbieren oder vierteln. Natürlich steht bei mir aber immer auch das Käsebrot in der Nähe, das muss im Anschluss einfach sein.

Schokowaffeln mit Olivenöl

Ramen-Baukasten: Schwarzes Knoblauchöl & Sichuan-Chili-Öl

Eine kleine Programmänderung, denn eigentlich wollte ich Euch ja heute das Rezept für Chāshu, also den geschmorten Schweinebauch vorstellen. Ich bin aber mit den Bildern so dermaßen unzufrieden, dass ich da einfach noch einmal ran muss. Es hilft also nichts, mein Mann und ich müssen uns diese Woche noch einmal opfern und schon wieder Tonkotsu-Ramen essen, diesmal dann mit einem hübschen Schweinebauch. Es gibt glaube ich Schlimmeres, oder? 

Für Euch bedeutet das aber nicht, dass Ihr leer ausgeht, sondern ich serviere Euch heute sogar gleich zwei Rezepte. Ich habe Euch zwei Würzöle mitgebracht, mit denen Ihr Euren Ramen einen anständigen Kick verleiht, es gibt ein schwarzes Knoblauchöl und außerdem habe ich auch noch ein Sichuan-Chili-Öl für Euch. Beide Öle könnt Ihr natürlich auch für andere Gerichte verwenden. Ich würze damit beispielsweise sehr gerne Bratnudeln und Bratreis und auch einige Gerichte, die gar nicht asiatischen Ursprungs sind, sie lassen sich also sehr vielfältig verwenden und sind nicht ausschließlich auf diesen Baukasten beschränkt.

Schwarzes Knoblauch-Öl & Sichuan-Chili-Öl