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Hot Wings mit Crème-fraîche-Dip

Im echten Leben bin ich ein YouTube-Junkie. Ich schaue so gut wie kein Fernsehen, dafür könnte ich aber den ganzen Abend bei YouTube verbringen und von einem Video zum nächsten hüpfen. Ich schaue mir nahezu alles an, von Hunderettungsfilmchen, über ASMR-Videos, bis zu den wöchentlichen Updates meines Lieblings-Ameisenkanals, usw, usf. Natürlich hab ich aber auch etliche kulinarische Kanäle abonniert, darunter unter anderem First We Feast und hier besonders die Serie Hot Ones. Bei Hot Ones werden Prominente interviewed während sie nacheinander 10 Hot Wings essen, einer schärfer als der vorherige.
Ich staune immer wieder, wie viele der Interviewten es bis zum letzten Wing, und damit der schärfsten Sauce im Test, durchhalten. Für mich wäre wahrscheinlich schon nach dem ersten, spätestens aber nach dem zweiten Wing Schluss. Schärfe und ich stehen nämlich auf dem Kriegsfuß. Nicht nur, dass mein Magen damit gar nicht umgehen kann, meine Nase fängt sofort an zu laufen und ich schwitze, als hätte ich gerade einen Halbmarathon absolviert.

Hot Wings mit Crème-fraîche-Dip
Es wurde also höchste Zeit, ein Hot-Wings-Rezept auszutüfteln, das so scharf ist, dass auch ich es essen und vor allem genießen kann. Diese Hot Wings zutzeln gerade so ein wenig am Gaumen und mir wird auch ein bisschen warm ums Herz, aber das war's dann auch schon. Man schmeckt trotzdem noch die übrigen Aromen der Gewürzmischung und Sauce und darum geht's doch, oder? Was bringt es denn, wenn das Essen so scharf ist, dass die Zunge zu explodieren droht und man sonst gar nichts mehr schmeckt?
Meine Hot Wings haben nicht nur eine angenehme Schärfe, sondern durch die Sojasauce und den Honig auch eine kräftig süßliche Würze. 
Ihr braucht dazu nur noch ein paar Fritten oder Zwiebelringe und fertig ist ein wunderbares "Fastfood-"Essen, komplett hausgemacht.

Hot Wings mit Crème-fraîche-Dip

Hot Wings

Zutaten
1 kg Chicken Wings
1 EL Rapsöl
2 TL dunkles Sesamöl
3 TL BBQ-Rub, hausgemacht
1 EL Backpulver

Sauce
50 ml Sriracha Sauce
20 ml Sojasauce
2 EL flüssiger Honig 
1 EL Reisessig
4 confierte Knoblauchzehen, fein zerdrückt

Zubereitung
Die Chicken Wings mit einem scharfen Messer am Gelenk durchschneiden, dann mit dem Öl, BBQ-Rub und Backpulver einreiben und abgedeckt für mindestens eine Stunde, besser aber über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. 
Auf einem Backblech verteilen und bei 180°C für ca. 30 Minuten backen, bis die Hot Wings gleichmäßig gebräunt sind. 
In der Zwischenzeit die Zutaten für die Sauce in einen kleinen Topf geben und einmal aufkochen lassen, dann beiseite stellen. 
Die gegarten Chicken Wings in eine Schüssel geben und die Sauce darübergießen. Alles gut verteilen, dann die Chicken Wings wieder nebeneinander auf ein Backblech geben und nochmals für 5 Minuten im Backofen unter dem Grill bräunen, dabei immer ein Auge auf die Chicken Wings haben, da sie sehr schnell verbrennen.
Die fertigen Hot Wings mit dem Crème-fraîche-Dip servieren.


Crème-fraîche-Dip

Zutaten
250 g Crème fraîche 
100 g Süzme-Joghurt
2 confierte Knoblauchzehen, hausgemacht
1 TL flüssiger Honig
1 TL Cidreessig
1 TL Zwiebelpulver, hausgemacht
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 Bund Schnittlauch, in feine Ringe geschnitten

Zubereitung
Crème fraîche und Joghurt mit dem zerdrückten Knoblauch, Honig und Essig glatt rühren. Mit Zwiebelpulver, Salz und Pfeffer abschmecken und den Schnittlauch unterrühren. Bis zum Servieren kalt stellen.

Risotto-Wirsing-Rouladen mit Grana Padano

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Ich liebe Kohl und ganz besonders Wirsing, deshalb habe ich mich, als ich mir Rezepte für meine Grana-Padano-Rezeptreihe überlegt habe, auch sofort für diese Kohlsorte entschieden. Mir war bei den drei Rezepten wichtig, vegetarische Gerichte zu kreieren und den Käse mit mindestens einem saisonalen Gemüse zu kombinieren, denn Ihr wisst ja, saisonal schmeckt's besser! 
Beim ersten Rezept, dem Kartoffel-Käse-Soufflè, waren es die mehligkochenden Kartoffeln, bei der schönsten Tarte, die ich jemals gebacken habe, stand der Kürbis im Mittelpunkt und nun sind wir beim Wirsing angekommen und weil sich bei den ersten beiden Rezepten die Farbe gelb wiederholt hat, habe ich für die Füllung ein Safranrisotto zubereitet. Gelb ist für mich eine der markantesten Herbstfarben und zaubert direkt die Sonne auf den Teller - das können wir bei dem trüben Herbstwetter doch alle gut gebrauchen, oder?

Risotto-Wirsing-Rouladen

Mein Waffeleisen-Fuhrpark | 13 Waffeleisen im Vergleich

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Waffeln sind eine meiner ganz großen kulinarischen Leidenschaften und ich bin der Meinung, dass eine frisch gebackene Waffel das perfekte Gebäck ist. Sie sind innerhalb kürzester Zeit vorbereitet und gebacken, außen knusprig und innen fluffig und samtig-weich. Es gibt unendlich viele Rezepturen, die man mit einem guten Waffeleisen umsetzen kann, sowohl süße, als auch herzhafte und je nach Rezept schmecken sie zum Frühstück, Tee oder Kaffee und auch zum Mittag, Abendbrot und sogar unterwegs. Mit anderen Worten, es gibt kaum ein vielfältigeres Gebäck als die Waffel an sich. 
Kein Wunder also, dass ich vor zwei Jahren ein Waffelbuch* mit über 60 Rezepten für herzhafte Waffeln geschrieben habe, ich liebe Waffeln wirklich sehr. 
Während es in Deutschland früher hauptsächlich Herzchen- und regional verbreitet Krüllkoken-Waffeleisen gab, sind in den letzten Jahren eine Unmenge verschiedener Waffeleisentypen auf den Markt gekommen, an denen ich natürlich nicht einfach so vorbeigehen konnte. Wenn ich ein interessantes Waffeleisen sehe, MUSS ich es einfach haben. Insgesamt haben sich so im Laufe der Jahre 13 Waffeleisen angesammelt. 
Da ich regelmäßig E-Mails und Kommentare erhalte, in denen ich nach Waffeleisenempfehlungen gefragt werde, habe ich Euch nun in einem ausführlichen Beitrag meine Waffeleisen zusammengetragen. Ich stelle Euch die verschiedenen Geräte ausführlich vor und liste natürlich auch die Vor- und Nachteile auf.

Wer mit dem Feuer spielt, verbrennt sich die Finger... 

Immer wieder lese ich in Rezensionen, dass Waffeleisen abgewertet werden, weil die Gehäuse sich aufheizen und man sich daran verbrennen kann. Ja, das ist so, ein Waffeleisen, besonders wenn die Verschalung aus Metall ist, wird in der Regel heiß, aber genauso, wie ich nicht in eine heiße Pfanne fasse, berühre ich ein aufgeheiztes Waffeleisen nicht direkt am Korpus, sondern am dafür vorgesehenen Griff. 
Es gibt durchaus Waffeleisen, die außen nicht ganz so heiß werden wie andere (Einige, weil sie sehr hochwertig isoliert und natürlich auch entsprechend teuer sind, meist aber, weil für die Verschalung billiges Plastik verwendet wurde und sie gar nicht so viel Watt haben), trotzdem habe ich diesem Punkt keine Beachtung geschenkt, denn es liegt in der Natur der Sache, dass ein Gerät, mit dem bei hohen Temperaturen gebacken wird, auch heiß wird.

Waffeleisenübersicht

Orangen-Tiramisù | Tiramisù all'Arancia

Wenn wir bei unserem Stamm-Italiener Pizza bestellen, ignoriere ich normalerweise die Dessertabteilung auf der Speisekarte. Ihr wisst ja, Süßkram ist nicht so meins. Vor ein paar Wochen hatte es mir das Orangen-Tiramisu aber plötzlich sehr angetan und ich musste einfach ein Stückchen mitbestellen. Eine sehr gute Entscheidung, denn dieses Tiramisu hat mich auf den ersten Bissen begeistert. Anstelle der üblichen wabbeligen Löffelbiskuits bestanden die Böden aus belgischen Waffeln und die Mascarponecreme hatte ein sehr angenehmes, leicht parfümiertes Orangenaroma.
Als ich mir ein Dessert für die diesjährige Hüftgold-&-Lametta-Ausgabe überlegt habe, ist mir sofort wieder dieses Orangen-Tiramisu eingefallen und weil Tiramisu einfach das ideale Gästedessert ist, habe ich es jetzt für Euch nachgebaut. Dieses Tiramisu ist keine Orangenbombe, sondern hat wie das Original bei unserem Italiener ein angenehm leichtes, ätherisches Orangenaroma. 

Orangen-Waffel-Tiramisu

Gänsebrust, sous-vide mit Maronen-Serviettenknödel

Wenn ich mir Rezepte für Gäste überlege, gehen die meist in Richtung Schmorgerichte. Einfach alles stundenlang in einem Topf schmoren zu lassen kommt mir sehr entgegen, denn ich mag es gern entspannt und unkompliziert. In den letzten Jahren gab es deshalb bei mir zu Weihnachten auch immer etwas Geschmortes, das wollte ich in diesem Jahr aber endlich mal ändern und habe mir deshalb die Gans vorgenommen.
Eine ganze Gans ist uns zu groß, deshalb habe ich diesen Anlass genutzt und meinen Sous-Vide-Stick mal wieder rausgekramt. 

Gänsebrust, sous-vide mit Maronen-Serviettenknödel