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Miso Yaki Onigiri | In Misopaste gebratene Onigiri

Ihr wisst sicherlich, dass wir ganz große Sushifans sind und regelmäßig dieser Leidenschaft fröhnen. Aktuell ist es für uns etwas schwierig, da wir tatsächlich sehr konsequent unnötige Ausflüge in die Außenwelt vermeiden und dazu gehört auch, dass wir die Einkäufe auf ein Minimum reduzieren. Die grundlegenden Lebensmittel lassen wir einmal die Woche liefern und versuchen ansonsten maximal noch kurz auf den Wochenmarkt zu gehen um dort beim Schlachter und Gemüsestand das Nötigste einzukaufen. Den Weg zum Fischhändler vermeiden wir im Allgemeinen. Nicht, weil wir nicht gerne Fisch essen, sondern weil es schwierig ist auf dem Weg dorthin Menschen aus dem Weg zu gehen - die Rücksichtnahme lässt hier doch noch zu wünschen übrig.

Was also tun, wenn man Sushi liebt, aber aktuell auf Fisch in Sushiqualität verzichten muss/möchte? Richtig, Onigiri, bzw. in diesem Fall Miso Yaki Onigiri! Also knusprig gebratene und mit Misopaste gewürzte Onigiri.
Onigiri sind mindestens genauso lecker wie Sushi, aber deutlich simpler und schneller in der Zubereitung. Man braucht eigentlich nur den Reis, formt den entweder mit einer Form oder mit der Hand und brät die Reisklopse anschließend knusprig an. 

Miso Yaki Onigiri

Damit die Onigiri maximal knusprig werden und nicht verbrennen, ist es wichtig sie erst einmal eine Weile ohne Alles anzubraten, also nicht sofort mit der Misopaste einzustreichen. Sobald die Misopaste ins Spiel kommt, geht es nämlich sehr schnell und die Onigiri sind nicht mehr goldbraun, sondern kohlrabenschwarz. 
Misopaste enthält Stärke/Zucker, was dafür sorgt, dass sie karamellisiert. Ein selbstverständlich gewünschter Effekt, die Zeit reicht aber nicht aus, um die Onigiri auch gleichzeitig richtig aufzuknuspern. Also erst einmal bei mittlerer Temperatur anbraten bis beide Seiten die gewünschte Knusperkruste haben und dann mit reichlich Misopaste einstreichen. Das Resultat sind herrlich knusprige und sehr würzige Onigiri-Sandwiches. 

Tipp!
Noch ein Tipp zum Formen der Onigiri. Ich habe dafür viele Jahre eine Form verwendet und grundsätzlich spricht auch gar nichts dagegen. Die Form neigt aber dazu, die Reiskörner zu sehr zusammen- und auch leicht mal zu zerdrücken. Mir gefällt es mittlerweile deutlich besser, die Onigiri einfach mit der Hand zu formen. Mit nur ein wenig Übung geht das sogar schneller als mit der Form und es macht auch weniger Unordnung.

Miso Yaki Onigiri

Zutaten 
500 g Sushireis
700 g Wasser
1 postkartengroßes Stück Kombu*
3 EL Zucker
1 ½ TL Salz

Misobutter
30 g Misopaste*, weiß
1 EL Mirin*
1 EL Sake* (gute Kochsake)
1 TL Zucker 


Außerdem
Neutrales Öl zum Anbraten

Zubereitung
Den Sushireis in ein Sieb geben und im Spülbecken in kaltem Wasser sorgfältig waschen, bis das Wasser klar bleibt. Je nach Reis können da zwei bis drei Waschgänge notwendig sein. Unter klarem Wasser abspülen und 10 Minuten abtropfen lassen. 
Den Reis mit dem Wasser in den Multicooker geben und das Stück Kombu darauflegen. Damit er sein Aroma optimal entfalten kann, die Oberfläche mehrfach einritzen oder das Stück einschneiden. 
Den Deckel und das Abdampfventil verschließen und das Programm PRESSURE COOK | REIS wählen. Den Sushireis für 10 Minuten bei 50 kPa garen, anschließend den Topf 10 Minuten mit Auto Pulse abdampfen und anschließend auf Auto Quick umschalten. 
Während der Reis kocht, den Essig mit Zucker und Salz zum Kochen bringen und Rühren, bis sich Zucker und Salz vollständig aufgelöst haben. Beiseite stellen. 

Den Deckel öffnen, den Kombu entfernen und die Essigmischung über dem Reis verteilen und behutsam unterheben. In eine möglichst weite Schüssel umfüllen und dort komplett auskühlen lassen.
Den Sushireis in 8-10 Portionen teilen und entweder mit einer Onigiriform* oder mit den Händen zu Dreiecken formen. 
Für die Misobutter die Misopaste mit dem Mirin, Sake und Zucker glattrühren. 

Die Onigiri in neutralem Öl in einer Pfanne von beiden Seiten mehrere Minuten bei mittlerer Hitze knusprig anbraten, dann eine Seite mit der vorbereiteten Misobutter bestreichen und so lange auf dieser Seite braten, bis sie goldbraun karamellisiert ist. In der Zwischenzeit die andere Seite einstreichen und auch diese goldbraun anbraten.

Mit Schnittlauchröllchen und Sesam dekorieren und nach Geschmack mit Sojasauce und ECHTEM! Wasabi* servieren.

Tipp
Wer keinen Multicooker hat, bereitet den Reis einfach wie hier beschrieben zu.
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Hähnchen-Congee | Jook | 粥 | Chinesisches Reis-Porridge

Dieser Beitrag enthält Werbung für Sage Appliances
Kennt Ihr Congee? Mir ist dieser asiatische Reisbrei in den letzten Jahren schon sehr oft begegnet, ich konnte mir aber nie vorstellen, dass verkochter Reis wirklich schmeckt, schließlich versuche ich das tunlichst zu vermeiden, wenn ich beispielsweise Risotto oder Djuvec-Reis koche. 
Als ich mich in den letzten Wochen näher mit den Stärken eines Multicookers beschäftigt habe, ist aber gerade dieses Gericht immer wieder aufgetaucht und in vielen YouTube-Videos als das ultimative Soulfood angepriesen worden. Gut, ich habe mich nun lange genug dagegen gesperrt, also wurde es Zeit, dieses Gericht auszuprobieren, zudem es besonders gut im Multicooker, bzw. Schnellkochtopf gelingen soll. 

Klassisch wird Congee sehr schlicht (ich würde es eher als fad bezeichnen) nur aus Reis und Wasser zubereitet und als Frühstück (gerne auch mit etwas Obst angereichert) oder zur Stärkung als Krankenkost zubereitet.
So weit wollte ich aber nun doch nicht gehen und habe meine ganz persönliche Congee-Version zubereitet. Ein Congee, das nur so vor Aroma und Geschmack strotzt und neben dem weichen Reisbrei eine Reihe weiterer Konsistenzen enthält. Herausgekommen ist ein Luxus-Congee, nicht aufgrund des Preises, sondern wegen der Geschmacksexplosion. 

Chicken Congee | Jook | 粥 | Chinesisches Reis-Porridge

Siu Mai mit Shrimps und Schweinefleisch | 烧卖

Kaum beschließe ich, wieder mit dem Bloggen zu beginnen und nenne einen festen Einstiegstermin, läuft auch schon wieder alles durcheinander und nichts wird davon. Mich hat es am Wochenende ein wenig erwischt, mit anderen Worten, ich hatte eine Mini-Erkältung. Da ich ja aktuell sowieso etwas angeschlagen bin, höre ich ganz genau auf das, was mir mein Körper sagt und das war am Samstagabend, als ich eigentlich meinen Wiedereinstiegs-Blogbeitrag schreiben wollte, nicht "Auf geht's und ran an die Tasten", sondern "Jetzt mal ganz sutje, mach Dir lieber einen schönen Abend, spiel ne Runde Nil mit dem Gatten und starr nicht stundenlang auf den Monitor".
Alles Teil meiner neuen Blogstrategie, denn ich habe mich, nachdem ich die Diagnose bekommen habe, dazu entschlossen, mich nicht nur im Social-Media-Bereich weitestgehend zurückzuziehen und dafür auf das Wesentliche, nämlich meinen Blog selbst zu konzentrieren, sondern außerdem, generell nicht mehr so viel zu bloggen und auch kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn ich mal nicht den eigentlich angedachten Termin einhalten kann. Bedeutet also, dass ich es seeehr gemächlich angehe.

Eigentlich (Ihr wisst ja, mein Lieblings-Einstiegswort, wenn etwas nicht so läuft, wie ich es ursprünglich geplant hatte), hatte ich mir vorgenommen meinen Laden mit einem anderen Rezept wiederzueröffnen, aber das Rezept wurde jetzt kurzer Hand verschoben, denn ich möchte es zusammen mit meinen allerliebsten Lieblings-Bloggerkollegen und Freundinnen Janke und Nadine posten.
Heute bekommt Ihr dafür das letzte Rezept, an dem ich vor meiner Zwangspause gearbeitet habe, gleichzeitig auch das letzte Gericht, das ich in meiner Küche zubereitet habe, bevor ich recht plötzlich ins Krankenhaus musste.

Siu Mai mit Shrimps und Schweinefleisch | 烧卖


Chinesische Tee-Eier | 茶叶蛋

Gekochte Eier sind bei uns zuhause so eine Sache. Ich selbst mag sie sehr, so lange das Eigelb nicht staubtrocken oder sogar blau ist, mein Mann lehnt sie aber kategorisch ab, bzw. er hat sie abgelehnt, bis er vor vielen Jahren mein erstes Tee-Ei und später meine pinken gefüllten Eier und die mordsleckeren Ramen-Eier probiert hat. Seitdem ist er ein ganz großer Fan, zumindest dieser Varianten von hartgekochten Eiern. Diese Vorliebe geht soweit, dass er sie auch mit großer Begeisterung als Büroverpflegung mitnimmt. 
Seit ich meine Tee-Eier gebloggt habe, ist schon eine ganze Weile vergangen und natürlich ändern sich Rezepte im Laufe der Zeit. Ich möchte Euch deshalb heute meine aktualisierte und wie ich finde, verbesserte Rezeptur und Zubereitungsweise für chinesische Tee-Eier vorstellen.

Ich esse diese Eier am liebsten zum Frühstück oder als Snack zwischendurch. Sie werden einmal durchgeschnitten, pro Hälfte mit einem halben Teelöffel Sud beträufelt und außerdem noch mit einer Prise Murray River Salt* und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer gewürzt. Fertig ist mein perfektes Tee-Ei. 

Chinesische Tee-Eier | 茶叶蛋


Egg Drop Soup | Eierflaumsuppe | 番茄蛋汤

Es ist noch Suppe da, es ist noch Suppe da
Wer hat noch nicht, wer will noch mal
Wer hat noch nicht, wer will noch mal
Es ist noch Suppe da, es ist noch Suppe da
Ich stifte eine Runde für den ganzen Saal
...

Ganz so alt, dass ich diesen alten Gassenhauer mitsingen könnte, bin ich zwar noch nicht, aber ich erinnere mich immerhin noch an die erste Zeile, die ich immer hören musste, wenn es bei uns zuhause Suppe gab. Das tut aber alles gar nichts zur Sache, es geht hier schließlich nicht um alte Schlager, sondern um Rezepte. Also bitte, Konzentration!
Ich stelle Euch das heutige Rezept ganz bewusst unter dem englischen und österreichischen Namen vor, denn der Name, unter dem die Suppe in Deutschland bekannt ist, geht schlichtweg gar nicht. Hier heißt sie allen Ernstes Einlaufsuppe. EINLAUFSUPPE! Wer um Himmels Willen denkt sich denn einen solchen Namen aus? 
Nein, unter diesem Namen kommt mir diese Suppe nicht in den Blog, also nenne ich sie Egg Drop Soup, damit ist auch direkt klar, um was es hier geht, nämlich eine Suppe mit Ei.

Egg Drop Soup | Eierflaumsuppe | 番茄蛋汤

Mie Goreng | Indonesische Bratnudeln

Eines meiner liebsten asiatischen Essen sind schon seit vielen Jahren asiatische Bratnudeln. Sie sind schnell gemacht, die meisten Zutaten habe ich eigentlich immer im Haus und wenn etwas übrig bleibt, freut sich mein Mann am nächsten Tag über die Abwechslung in der "Brotdose". Dieses Gericht fällt deshalb auch immer etwas reichhaltiger aus als normale Nudelgerichte - ich plane also direkt eine Büroportion mit ein
Meine Bratnudelversion früher war deutlich einfacher als das, was heute auf unseren Teller kommt, deshalb habe ich Euch heute meine Version 2.0 mitgebracht, ein mehr oder weniger authentisches Mie Goreng mit Garnelen. Wenn Ihr Lust auf ein Bratei habt, schmeckt das zusätzlich obendrauf auch noch wunderbar. Bratet es dann unbedingt so, dass das Eigelb noch schön flüssig und die Unterseite möglichst knusprig ist, dann ist es perfekt!
Natürlich könnt Ihr die Garnelen auch ersetzen oder sogar weglassen. Eine sehr gute Alternative sind in Würfel oder Scheiben geschnittene Hähnchenschenkel (selbstverständlich entbeint) oder auch ein mittelfester Tofu. 

Mie Goreng | Indonesische Bratnudeln

Vegane Shoyu-Ramen mit knusprigem Sesam-Tofu

Halleluja, endlich komme ich dazu, Euch den vorerst letzten Teil meines Ramen-Baukastens vorzustellen. Ich glaube, eigentlich hatte ich den für März oder April angedacht, aber Ihr wisst ja - das reale Leben spielt manchmal nicht so mit, wie man es sich gedacht hat.
Mittlerweile bin ich aber wieder motiviert und habe sogar schon Ideen für die nächste Rezeptserie. Aber natürlich fangen wir damit nicht an, bevor ich die aktuelle Serie beendet habe.

Vegane Shoyu-Ramen mit knusprigem Sesam-Tofu

Tonkotsu-Ramen mit Ajitsuke Tamago und Chāshu

Ich weiß, ich hätte diesen Beitrag schon vor einigen Wochen bloggen wollen/sollen, aber manchmal läuft es nicht alles nach Plan und der Blog muss dann etwas hintenanstehen. Ich bin zwar nach wie vor noch sehr eingebunden, so langsam sollt Ihr aber auch endlich mal sehen, wie die fertige Portion Ramen aussieht und was Ihr außer der Brühe, den Nudeln, Ramen-Eiern, zweierlei Würzölen und dem geschmorten Schweinebauch noch braucht, damit Eure Ramen zu einem ganz besonderen Geschmackserlebnis werden, das den Gerichten, die Ihr in einer der vielen Ramen-Bars bekommt, in Nichts nachsteht. 

Tonkotsu-Ramen mit Ajitsuke Tamago und Chāshu

Gedämpfte Jiaozi mit Schweinefleischfüllung | 餃子 / 饺子

Kulinarische Neugier ist sicher die Grundlage und der Antrieb für die meisten Foodblogger - so auch für mich. Natürlich habe auch ich all-time favourites, die wenigsten Gerichte haben aber die Chance, mehrfach gekocht zu werden, denn dafür ist meine To-Cook-Liste viel zu lang und es gibt noch zu viel Neues zu entdecken. 
Ich bin aber, das muss ich zugeben, was die asiatische Küche betrifft sehr zurückhaltend und bleibe da tatsächlich eher bei dem Altbewährten, also "der" chinesischen und japanischen Küche. Natürlich interessieren mich auch die vielen anderen asiatischen Länderküchen (mal abgesehen von der indischen, denn die interessiert mich nicht sooo sehr), aber allein in China und Japan gibt es so viel zu entdecken, dass ich damit eigentlich schon ganz gut ausgelastet bin.

Gedämpfte Jiaozi mit Schweinefleischfüllung

Ramen-Baukasten: Chāshu | Geschmorter Schweinebauch

So, mittlerweile befinden wir uns schon auf der Zielgeraden, die fertige Ramensuppe ist bereits zum Greifen nahe. Heute möchte ich Euch noch eine sehr leckere Einlage vorstellen, auf die Ihr ja schon eine Weile wartet, weil ich diesen Beitrag einmal verschieben musste. 
Eigentlich hatte ich vor, den Schweinebauch im Sous-Vide-Bad zuzubereiten und habe das tatsächlich in meiner ersten Version so gemacht. Ich war mit dem Ergebnis aber nicht so zufrieden, wie ich es mit einem klassisch geschmorten Schweinebauch bin und hab deshalb einen erneuten Durchgang gestartet. Ihr bekommt heute das Rezept für einen mehr oder weniger klassischen Chāshu, also einen im Gewürzsud geschmorten Schweinebauch. 
Natürlich schmeckt dieser Schweinebauch aber nicht nur in der Suppe, sondern auch zu anderen Gelegenheiten, beispielsweise in einem gedämpften Gua Bao, klein geschnitten in einem asiatischen Salat oder halt einfach nur so mit den passenden Beilagen.

Chāshu | Geschmorter Schweinebauch

Ramen-Baukasten: Schwarzes Knoblauchöl & Sichuan-Chili-Öl

Eine kleine Programmänderung, denn eigentlich wollte ich Euch ja heute das Rezept für Chāshu, also den geschmorten Schweinebauch vorstellen. Ich bin aber mit den Bildern so dermaßen unzufrieden, dass ich da einfach noch einmal ran muss. Es hilft also nichts, mein Mann und ich müssen uns diese Woche noch einmal opfern und schon wieder Tonkotsu-Ramen essen, diesmal dann mit einem hübschen Schweinebauch. Es gibt glaube ich Schlimmeres, oder? 

Für Euch bedeutet das aber nicht, dass Ihr leer ausgeht, sondern ich serviere Euch heute sogar gleich zwei Rezepte. Ich habe Euch zwei Würzöle mitgebracht, mit denen Ihr Euren Ramen einen anständigen Kick verleiht, es gibt ein schwarzes Knoblauchöl und außerdem habe ich auch noch ein Sichuan-Chili-Öl für Euch. Beide Öle könnt Ihr natürlich auch für andere Gerichte verwenden. Ich würze damit beispielsweise sehr gerne Bratnudeln und Bratreis und auch einige Gerichte, die gar nicht asiatischen Ursprungs sind, sie lassen sich also sehr vielfältig verwenden und sind nicht ausschließlich auf diesen Baukasten beschränkt.

Schwarzes Knoblauch-Öl & Sichuan-Chili-Öl

Ramen-Baukasten: Ajitsuke Tamago | Ramen-Eier

Langsam aber sicher nimmt unsere Ramen-Suppe Gestalt an. Wir haben bereits die Brühe und die Nudeln zubereitet, heute widmen wir uns einer weiteren Einlage, den Ramen-Eiern. Ich finde, ohne Ajitsuke Tamago ist eine Ramen-Suppe keine anständige Ramen-Suppe, für mich gehören sie zwingend dazu. 
Ajitsuke Tamago schmecken aber nicht nur in der Suppe, sondern auch einfach so auf die Faust, auf einem Eibrot oder als Einlage in einem Salat. Dies ist mein mit Abstand absolutes Lieblingsrezept wenn es um eingelegte Eier geht.

Ramen-Eier | Ajitsuke Tamago

Ramen-Baukasten: Ramen-Nudeln, hausgemacht

Nachdem wir letzte Woche die Grundlage für hausgemachte Ramen, nämlich die Brühe zubereitet haben, geht es heute in meinem kleinen Ramen-Baukasten um die wichtigste Einlage, die Nudeln.  
Ramen-Nudeln sind eine Nudelsorte, die speziell für Ramen-Suppen verwendet werden und eine besondere Elastizität und einen herzhaften Biss haben. Sie sind im Großen und Ganzen sehr einfach zuzubereiten, es gibt aber natürlich ein paar Tricks und Kniffe, die man beachten sollte, damit sie optimal gelingen.

Ramen-Baukasten: Tonkotsu-Brühe

Ramen sind bereits seit einer ganzen Weile sprichwörtlich in aller Munde. Ramen-Bars sind die neuen Dönerstände und haben diese japanische Nudelsuppe zu einem absoluten Trend gemacht. Ihr wisst vielleicht, dass ich Trends in der Regel gar nicht abgewinnen kann, Ramen begeistern mich aber trotzdem, denn es handelt sich ja schließlich um würzige Suppen mit Nudeln - das ist einfach lecker, da kann man nicht drumrumreden. 
Da ich in meinem Blog zukünftig vermehrt aufwendigere Projekte in Angriff nehmen möchte, d.h. bestimmte kulinarische Themen vertiefen und Euch im Rahmen einer Serie vorstellen werde ( dazu gehört auch mein Pastakolleg, das ich wiederauflegen und weiterführen möchte), starte ich dieses Vorhaben mit einem Ramen-Baukasten, d.h., ich stelle Euch an den nächsten 6 Dienstagen jeweils die verschiedenen Komponenten vor, die Ihr braucht, um auch zuhause richtig leckere Ramen zuzubereiten. Dazu gehören natürlich die Nudeln, verschiedene Würzöle, die typischen Ramen-Eier, ich habe einen sous-vide-gegarten Schweinebauch für Euch und selbstverständlich auch die Basis, nämlich eine kräftige Brühe.
Ihr werdet also bald zuhause ganz bequem auf dem Sofa sitzen und eine herrlich dampfende Schüssel hausgemachte Ramen genießen können! Los geht's aber erst einmal mit der Grundlage, also der Brühe!

Tonkotsu-Brühe

Japanische Matcha-Soufflépfannkuchen mit ofengerösteten Thymian-Pflaumen

Langsam aber sicher hat mich die Bloggerroutine wieder und dazu gehört auch, dass Maja, Simone und ich uns endlich wieder dem Thema Sonntagsfrühstück widmen und unseren Sunday Breakfast Club reanimieren.
Aufgrund des Kochbuchs, das mich in den letzten Monaten vollständig in Beschlag genommen hat und vieler anderer Verpflichtungen, mussten wir leider eine vorübergehende Zwangspause einlegen, aber nun geht es voller Elan weiter! 

Heute widmen wir uns, passend zur Saison, dem Thema Pflaumen, d.h. jede von uns hat ein Sonntagsfrühstück kreiert, das Pflaumen beinhaltet und da es nahe liegt, haben wir sie sogar alle drei im Ofen geröstet. 
Von mir bekommt Ihr fluffige japanische Pfannkuchen mit ofengerösteten Thymian-Pflaumen, Maja hat Euch French Toast mit karamellisierten Zwetschgen und einfachem Vanilleeis mitgebracht und Simone serviert uns Safran-Grießbrei mit ofengerösteten Pflaumen

Japanische Matcha-Soufflépfannkuchen mit ofengerösteten Thymian-Pflaumen

Glasnudelsalat mit Hühnchen

Ich liebe Glasnudeln! Bereits seit ich vor bestimmt 25 Jahren das erste Mal TK-Bihunsuppe gegessen habe, habe ich eine große Vorliebe für Glasnudeln - egal ob als Suppeneinlage oder im Salat.
Da mein Mann schon sehr oft einen neuen Glasnudelsalat bei mir eingefordert hat (er mag Glasnudeln genauso gerne wie ich), habe ich mich neulich rangemacht und ein neues Rezept ausgetüftelt, diesmal mit Hühnchen.
Eigentlich wollte ich mein eingewecktes Shredded Chicken dafür verwenden, denn das ist perfekt für solche Salate geeignet, da aber sicher Viele von Euch kein Shredded Chicken auf Lager haben - warum eigentlich nicht? - gibt es für Euch die Version mit frischen Hähnchenkeulen.

Glasnudelsalat mit Hühnchen

Asiatischer Gurkensalat mit Wakame

Man nennt mich zuhause nicht nur das Melonen-, sondern auch das Gurkenmonster, denn ich stehe in dem Verdacht, jede Gurke und Melone im Umkreis von 50 m in kürzester Zeit zu vernichten. Tatsächlich kommt es nicht selten vor, dass ich mit einer Gurke in der Hand auf dem Sofa sitze und sie genüsslich vor mich hinknabbere - ich liebe Gurken sehr!
Für diesen Salat habe ich ein altes Rezept von mir neu überarbeitet, denn der Salat ist großartig, das Bild hat mich aber schon seit Jahren mächtig gestört. Im Gegensatz zu früher hobel ich die Gurke nicht mehr in dünne Scheiben, mir gefällt diese Konsistenz deutlich besser. 

Probiert diesen Salat unbedingt mal zusammen mit einem Schälchen Edamame zum nächsten Sushi- oder Onigiriessen und schon habt Ihr ein kleines Menü parat. 

Asiatischer Gurkensalat mit Wakame

Onigiriburger mit Lachspoke und Kombupesto

Ich hatte ja schon im Oktober angekündigt, dass die Soupe au Pistou mit Möhren-grünpesto eigentlich das letzte Pesto für dieses Jahr sein sollte, aber wie so oft, kommt es doch anders, denn wenn die Anderen noch ein letztes Eventpesto zubereiten, dann kann ich natürlich nicht zugucken, sondern muss/will auch mitmachen. Also bekommt Ihr nun heute das absolut ganz und gar letzte Pesto dieses Jahres - und diesmal stimmt's wirklich, denn die verbleibenden Tage sind nun ja schon arg knapp und außerdem bereits verplant.

Zum Abschluss dieses Jahresevents habe ich mir noch einmal etwas ganz Besonderes überlegt, diesen Monat gibt es ein Pesto aus Kombualgen auf einem Onigiriburger mit Lachspoke.
Das hört sich jetzt wahrscheinlich alles ganz kompliziert, abgehoben und fancy an, ist es aber gar nicht, also! Onigiri kennt Ihr schon von meinen Onigiri mit Karotten-kinpara und denen mit Avocado und Himbeeren. Im Großen & Ganzen sind Onigiri Reisklopse aus Sushireis, die entweder gewürzt oder gefüllt werden; man isst sie wie ein Sandwich einfach aus der Hand. Ich habe die Onigiri in diesem Fall in Panko gewälzt und anschließend angebraten, so werden sie richtig schön kross, der Reis poppt ein wenig auf und schmeckt wunderbar. Mit diesen angebratenen Onigiri werde ich zukünftig sicher noch mehr anstellen.

Onigiriburger mit Lachspoke und Kombupesto


Maki Sushi mit Pfeffermakrele und Avocado

Wer behauptet eigentlich, dass Sushi nur mit rohem Fisch und/oder "original-japanischen" Zutaten schmeckt? Ich bin sehr dafür, dass man sich Rezepte aus fernen Ländern anschaut und dann auch gerne nach Geschmack, bzw. vorhandenen Lebensmitteln abwandelt - oft gibt es regionale Alternativen, die mindestens genauso gut schmecken. 
Natürlich ist eine identische Länderküche etwas ganz Großartiges, wenn man aber nicht an superfrischen Fisch kommt, bzw. keinen rohen Fisch essen möchte, dann ist Sushi mit Räucher- oder gebeiztem Fisch eine großartige Alternative. Heute habe ich eine ganz simple Sushivariante, die uns aber so gut schmeckt, dass ich sie Euch gerne empfehlen und gleichzeitig dazu ermuntern möchte, auch mal abseits von rohem Lachs und Thunfisch, andere Lebensmittel in Sushi zu verarbeiten.

Maki Sushi mit Pfeffermakrele und Avocado

Asiatisches Lachstatar mit Queller

Als Beilage zu meinen Sushidonuts vom Wochenende hab ich ein ganz wunderbares Lachstatar zubereitet, von dem besonders mein Mann gar nicht genug bekommen konnte. Ich hab schon beim Donutbasteln soviel genascht, dass ich quasi nahezu satt war, als es richtig los ging. 
Den Lachs habe ich grob gewürfelt, weil ich gerne die Struktur des Fisches erhalten wollte, wenn Ihr aber beispielsweise kein großer Freund von Sashimi seid, sondern rohen Fisch eher sehr dünn aufgeschnitten mögt, schneidet den Fisch einfach feiner. 
Wichtig ist aber, dass Ihr den Fisch auf keinen Fall hackt, sondern auf jeden Fall schneidet, denn es soll ja kein Hackfisch werden. 

Dieses Tatar ist eine tolle Beilage zu Sushi oder Onigiri, schmeckt aber auch als Vorspeise zu einem japanischen Menü sehr lecker. 

Asiatisches Lachstatar mit Queller
Zutaten
250 g Biolachsfilet in Sushiqualität
1 TL milde Chilischote, sehr fein gehackt
1 TL dunkles Sesamöl*
3 TL japanische Sojasauce*
Abrieb einer Biolimette + 1-2 TL Limettensaft
30 g Queller/Salicorne, bereits gezupft

Zubereitung
Das Lachsfilet in Würfel schneiden und zusammen mit den Chiliwürfeln, Sesamöl, Sojasauce, Limettenabrieb und -saft in einer Schüssel verrühren und marinieren lassen. Den Queller waschen und trocken schleudern. Die holzigen Stiele entfernen und ausschließlich die zarten Endglieder zum marinierten Lachs geben. Für ca. 30 Minuten marinieren lassen, dann servieren.
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