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Ramen-Baukasten: Ajitsuke Tamago | Ramen-Eier

Langsam aber sicher nimmt unsere Ramen-Suppe Gestalt an. Wir haben bereits die Brühe und die Nudeln zubereitet, heute widmen wir uns einer weiteren Einlage, den Ramen-Eiern. Ich finde, ohne Ajitsuke Tamago ist eine Ramen-Suppe keine anständige Ramen-Suppe, für mich gehören sie zwingend dazu. 
Ajitsuke Tamago schmecken aber nicht nur in der Suppe, sondern auch einfach so auf die Faust, auf einem Eibrot oder als Einlage in einem Salat. Dies ist mein mit Abstand absolutes Lieblingsrezept wenn es um eingelegte Eier geht.

Ramen-Eier | Ajitsuke Tamago
Ajitsuke Tamago sind sehr einfach zubereitet und, mal abgesehen vom Seetang, braucht Ihr auch keine besonderen Zutaten. Sojasauce zähle ich mittlerweile zum normalen Standardrepertoire und getrocknete Shiitakepilze gibt es auch in jedem Supermarkt. 
Kombu ist ein essbarer Seetang, der besonders in Japan vielfach Verwendung findet, unter anderem dient er zur Herstellung von Dashi und als Würzmittel für viele andere Brühen und Sudansätze. 
Da ich, aus sicher nachvollziehbaren Gründen, keinen Seetang aus Japan konsumieren möchte (Seetang wird in küstennahen Gewässern angebaut), verwende ich Bio-Kombu aus Spanien. Aufgrund des hohen Jodgehalts ist Kombu in Deutschland nicht als Nahrungsmittel zugelassen, sondern wird als "Badezusatz" deklariert. Wenn Ihr auf Euren Jodkonsum nicht achten müsst, also beispielsweise keine Schilddrüsenerkrankung haben, lasst Euch davon nicht abschrecken, diese Deklarierung ist eine reine Formsache. Solltet Ihr aber auf Jod verzichten müssen, ersetzt den Kombusud einfach durch Wasser. Es fehlt dann dieses ganz besondere Kombuaroma, trotzdem wird Euer Ajitsuke Tamago sehr lecker!
Wer Spaß und Interesse an japanischer Küche hat, sollte sich unbedingt eine Packung Kombu besorgen, denn auch Sushireis schmeckt deutlich besser, wenn ein Blatt Kombu mitgekocht wurde.

Ramen-Eier | Ajitsuke Tamago
Ich koche meine Ramen-Eier je nach Lust und Laune sehr weich oder auch etwas fester. Die weiche Variante werdet Ihr am Ende des Ramen-Baukastens in der fertigen Suppe sehen, ab und zu mag ich es aber auch gerne etwas fester, besonders wenn ich die Eier als Beilage zum Abendbrot oder als Bürofrühstück zubereite. In diesem Fall koche ich sie einfach 30 Sekunden länger.
Theoretisch müssen die Ramen-Eier nur um und bei 4 Stunden in dem Sojsasaucensud ziehen, dann könnt Ihr sie bereits essen, ich mag es aber lieber etwas kräftiger und lasse sie deshalb mindestens über Nacht im Sud - gerne auch länger. 
Mit etwas grobem Pfeffer bestreut sind sie so eine wunderbare Ergänzung zum Abendbrot oder eben eine Einlage für eine große Schüssel dampfender Ramen.
Sogar mein Mann, den ich mit gekochten Eiern normalerweise jagen kann, liebt sie heiß und innig. Ihr seht also, Ihr verpasst etwas, wenn Ihr sie nicht ausprobiert!

Natürlich sind wir mit den Einlagen noch nicht durch, nächste Woche serviere ich Euch einen herrlichen, sous-vide gegarten Schweinebauch!
Ramen-Eier | Ajitsuke Tamago

Zutaten
400 ml Wasser
5 Shiitake-Pilze, getrocknet
1 ca. 3 cm breites Stück Kombu
6 Eier, zimmertemperiert
ca. 200 ml japanische Sojasauce

Zubereitung
Für das Dashi das Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, dann von der Platte ziehen und eine Minute abkühlen lassen, bevor die Pilze und Kombu zugefügt werden. Abgedeckt beiseite stellen und ziehen lassen, während die Eier zubereitet werden. 
Die Eier in kochendem Wasser für 6 ½ Minuten kochen, dann herausnehmen und in Eiswasser abschrecken. Für 2 Minuten in dem Wasser liegen lassen, dann vorsichtig die Schale entfernen und die Eier in ein Schraubglas geben. 
Soviel Dashi in das Glas geben, dass die Eier zu ⅔ bedeckt sind, dann den Rest mit Sojasauce auffüllen. Das Glas verschließen und einige Stunden, besser über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

Kommentare

  1. Ajitamas liebe ich auch heiss und innig. Super zum Mitnehmen.
    Ich freue mich schon darauf, Deine Version auszuprobieren.
    Meine Marinade beinhaltet weder Pilze und Kombu, dafür Dashi, Mirin und Sake.
    Und ich versuche, sie nicht länger als 12 Stunden in der Marinade zu lassen, da sie sonst anfangen, so komisch gummiartig zu werden.

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    Antworten
    1. Hab's ausprobiert. Hat definitiv was! Lecker!
      Danke für diese Version. Schmeckt für mich herbstlich.

      Grüße
      Nedalin

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