La Genièvre ~ Aperitif und Granatapfelsirup

Heute geht's endlich los, heute startet unsere große Weihnachtsmenü-Themen-woche! Zusammen mit 7 anderen Foodbloggern habe ich in diesem Jahr eine Themenwoche geplant, in der wir Euch jeden Tag einen Gang unseres "perfekten" Weihnachtsmenüs vorstellen möchten. Ich wollte das schon seit einigen Jahren machen, aber immer ist mir irgendetwas dazwischengekommen, genauso, wie ich schon seit mindestens 5 Jahren ein Lebkuchenhaus bauen möchte - irgendwas ist halt immer...
In diesem Jahr hat es aber nun wenigstens endlich schon einmal mit dem Menü geklappt und wir haben uns viele Gedanken gemacht und spannende, sehr unter-schiedliche Speisefolgen ausgetüftelt. Mein Weihnachtsmenü 2016 wird wie folgt aussehen (Die Links der noch folgenden Gänge funktionieren natürlich erst, wenn die Rezepte online sind):

Montag ~ Aperitif
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Dienstag ~ Vorspeise
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Mittwoch ~ Zwischengang
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Donnerstag ~ Hauptspeise
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Freitag ~ Nachspeise

Müsste ich mein Menü unter ein Motto stellen, wäre es wahrscheinlich das Schnaps-drosselmenü, denn tatsächlich verarbeite ich in jedem Gang reichlich Alkohol. Ihr wisst ja, ich trinke kaum Alkohol, verwende ihn in der Küche dafür aber umso leidenschaftlicher und zu Weihnachten kann man sich schon mal einen Schluck gönnen, oder?

La Grènadine
Den Auftakt zu meinem Weihnachtsmenü macht bei mir ein ganz schlichter, aber sehr edler und vor allem enorm leckerer Cocktail aus Noilly Prat, hausgemachtem Granatapfelsirup und Tonic Water, aromatisiert mit ein paar gequetschten Wachol-derbeeren und aufgefüllt mit reichlich Crushed Ice. Für mich ein sehr leckerer Winter-Aperitif, der beispielsweise auch wunderbar zu einem Wildmenü passt. 
Ihr könnt natürlich auch gekauften Granatapfelsirup verwenden, wenn Ihr aber lieber einen Sirup aus natürlichen Zutaten trinkt und nicht zu 95% Farb- und künstliche Aromastoffe, dann macht ihn auf jeden Fall selbst. Das ist kinderleicht und schmeckt außerdem noch deutlich kräftiger nach Granatapfel.

Zum Entsaften der Granatapfelkerne verwende ich meinen Handentsafter "Sunny"*, den hab ich vor vieeelen Jahren mal bei Plaza gefunden und er ist tatsächlich eines meiner meistgenutzten Küchen"geräte". Ist zwar nur ein olles Plastikteil, aber er erfüllt wunderbar seinen Zweck und ist ideal zum Entsaften von kleinen Mengen Zitrusfrüchten, Johannisbeeren, Weintrauben, Melone, usw.

All I want for christmas... in 5 Gängen zum Weihnachtsmenü
Natürlich solltet Ihr auch unbedingt bei meinen Mitköchen vorbeischauen, denn auch die haben sich tolle Getränke für ihre Menüs ausgedacht! Quasi für jeden Tag der Woche ein Getränk :o)
Na denn, Prost, wer nix hat de host!

La Grènadine Cocktail und hausgemachter GranatapfelsirupGranatapfelsirup

Zutaten für ca. 250 ml
2 Granatäpfel (300 g Saft)
50 g Granatapfelmelasse* (optional)
150 g Zucker
2 TL frisch gepresster Zitronensaft

Zubereitung
Die Granatäpfel halbieren, leicht aufbrechen und mit der Schnittseite nach unten über eine Schüssel halten. Mit einem großen Holzlöffel oben auf die Schale klopfen, so fallen die Kerne nach unten in die Schüssel. Mit einem Handentsafter* oder einem Slow Juicer* entsaften und den Saft zusammen mit den anderen Zutaten in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Ca. 20 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, dann in eine zuvor sterilisierte Flasche umfüllen. 

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La Grènadine

Zutaten für ein Glas
5 Wacholderbeeren*
1 cl Granatapfelsirup (s.o.)
3 EL Crushed Ice
Tonic Water*, gekühlt

Zubereitung
Die Wacholderbeeren mit einem Messer leicht andrücken. Granatapfelsirup in ein Glas geben und das Crushed Ice, sowie die Wacholderbeeren dazugeben. Mit Noilly Prat und Tonic Water auffüllen, etwas durchschwenken und servieren. 
Quelle: essen & trinken 5/2011, *Affiliatelink

Dutch Babies mit Käse und Speck

2016 ist für mich eindeutig kein gutes Keksjahr. Eigentlich hatte ich ja geplant, Euch sonntags noch eine ganze Menge Keksrezepte vorzustellen, aber ich kann mich einfach nicht aufraffen und das, was ich mache, ist nicht präsentabel - finde ich zumindest. Also mach ich lieber das, was ich wirklich kann: Sonntagsfrühstücke!
Klassische Dutch Babies, also amerikanische Ofenpfannkuchen, hab ich Euch ja bereits vor einer Weile gezeigt, heute gibt es eine Variante ganz nach meinem Geschmack, nämlich mit Speck und reichlich Käse.

Dutch Babies mit Käse und Speck
Pfanne: Staub*
Selbstverständlich schmeckt dieser Ofenpfannkuchen nicht nur als üppiges Sonntags-frühstück, sondern ist auch ein wunderbares Mittagessen, bzw. Abendbrot. Er ist schnell gemacht, wunderbar saftig und herzhaft und Ihr könnt Ihn natürlich ganz nach Belieben abwandeln und beispielsweise anstelle des Specks Wurststückchen, bzw. -scheiben verwenden oder in der vegetarischen Variante mit Gemüse servieren. Dazu schmeckt ein Salat ganz wunderbar, oder im Sommer eine bunte Gemüse-pfanne.
Wenn etwas übrig bleiben sollte, schmecken die Reste am nächsten Tag auch sehr gut kalt im Büro. Besser geht's doch nicht, oder?

Tipp! Wenn Ihr wie ich eine Pfanne verwendet, die keinen ofenfesten Griff hat, wickelt ihn einfach gut in Alufolie ein. Die Folie kann man später auch einfach abziehen und beim nächsten Mal wieder drüberstülpen. Mein Schutzüberzug hat schon einig Dutch Babies hinter sich.

Dutch Babies mit Käse und Speck
Teller: westwing.de*, Pfeffermühle: Zassenhaus*
Zutaten
3 große Eier (ca. 180 g)
150 g Mehl, Type 405
250 ml Milch
1 Prise Salz 
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 EL Bockbiersenf, hausgemacht (oder ein anderer grober Senf)
80 g Comté, frisch gerieben

Außerdem
Butterschmalz, hausgemacht
10 Scheiben Speck

Zubereitung 
Den Käse grob reiben. Eine ofenfeste Pfanne (28 cm Durchmesser) in den Backofen stellen und auf 220°C aufheizen.
In der Zwischenzeit alle Zutaten in eine Schüssel geben und zu einem glatten, flüssigen Teig verrühren. Der Teig sollte dünnflüssiger als ein normaler Pfann- kuchenteig sein und ungefähr die Konsistenz eines Crêpesteiges haben. Die Hälfte des Käses unterrühren.
Die Pfanne aus dem Backofen nehmen und einen EL Butterschmalz darin schmelzen lassen. Den Teig komplett hineingeben und sofort zurück in den Backofen stellen. Für 15 Minuten backen und in der Zwischenzeit die Speckstreifen in einer Pfanne in wenig Fett und bei mittlerer Hitze knusprig braten. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. 
Die Pfanne herausnehmen und den Rest des Käses, sowie die Hälfte des Specks darauf verteilen. Wieder in den Backofen stellen und nochmals 5-10 Minuten backen, dann herausnehmen und mit dem restlichen Speck servieren.
*Kooperations- oder Affilatelink

Gebackenes Apfel-Cranberry-Müsli

Auch in der Adventszeit müssen und vor allem wollen wir natürlich alle sonntags gemütlich und lecker frühstücken, deshalb habe ich heute auch keine Kekse, sondern eine neue Variante meines gebackenen Frühstücksmüslis für Euch, diesmal mit vielen Äpfeln und Cranberries. Eine ganz wunderbare Kombination, die herrlich in die aktuelle Jahreszeit passt!
Ich habe für dieses Frühstücksmüsli frische Cranberries verwendet, die bekommt Ihr entweder im Supermarkt oder beim Gemüsehändler. Solltet Ihr keine ergattern können, könnt Ihr aber natürlich auch getrocknete Cranberries oder auch Rosinen verwenden - wenn Ihr dann noch eine Prise Zimt unterrührt, schmeckt das Frühstücksmüsli wie ein knackiger Apfelstrudel. Und das schon zum Frühstück! 

Gebackenes Apfel-Cranberry-Müsli
Ich habe meine beiden Frühstücksmüsliportionen diesmal in meinen geliebten Wagenfeld-Eierkochern* zubereitet, der kann nämlich viel mehr als nur Eier im Gläschen*, sondern eignet sich wunderbar auch für Portionsaufläufe oder zum pochieren.
Wenn ein Gläschen übrig bleibt, könnt Ihr es direkt montags mit zur Arbeit nehmen und das Müsli nochmal in der Mikrowelle erwärmen - es schmeckt aber auch kalt wunderbar. 

Gebackenes Apfel-Cranberry-Müsli
Zutaten
200 ml Vollmilch
2 Eier
70 g Rapshonig*
¼ TL Salz
1 TL Zimtpulver* (optional)
150 g Äpfel
50 g frische Cranberries

Zubereitung
Die Äpfel schälen, achteln, das Kerngehäuse entfernen und in Scheiben schneiden. Die Cranberries quer halbieren.
Die Milch mit den Eiern, Honig, Vanille, Salz, Backpulver und optional Zimt verrühren. Die 6-Korn-Flocken unterrühren und die Apfelscheiben und Cranberries behutsam unterheben.
Eine oder zwei Auflaufformen ausbuttern, die Müslimasse hineingeben und gleichmäßig verteilen. Bei 180°C für ca. 30 Minuten backen, etwas abkühlen lassen und mit Milch servieren.
Gebackenes Apfel-Cranberry-Müsli
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Hühnchen süß-sauer

Ich bin kein großer Fernseh- oder gar Seriengucker, sehe höchstens mal sonntags den Tatort und Serien in der Regel gar nicht, eine der ganz wenigen Ausnahmen waren vor ca. 12 Jahren die Gilmore Girls. Ich war seit der ersten Folge begeistert dabei und sogar mein Mann hat sie auf eigenen Wunsch jede Woche mitgeschaut. 
Ich kenne keine Serie, deren Figuren schon seit der ersten Folge so gut durchdacht und entwickelt waren, wie es bei den Gilmore Girls der Fall war. Bis zur kleinsten Nebenrolle sind alle Charaktere sehr liebevoll mit Schrullen und Eigenheiten aus-gestattet, die dem Zuschauer schnell ans Herz wachsen und genau deshalb gibt es bei den Gilmore Girls auch keine Figur, die verzichtbar wäre, die Gilmore Girls sind nämlich viel mehr als nur Lorelai und Rory, die beiden Hauptcharaktere. Die Gilmore Girls sind auch Emily & Richard, Taylor & Kirk, Miss Patty & Babette, Lane und ihre Mutter, Sookie, April, Paul Anka, Lorelais psychotischer Hund und natürlich Rorys und Lorelais Freunde, Luke, Jess (#TeamJess), Dean und Logan. Nicht zu vergessen Stars Hollow, die wunderschöne kleine Provinzstaat in Connecticut, in der wohl alle Gilmore-Girl-Fans gerne wohnen und an den Stadtversammlungen teilnehmen würden.

Ein roter Faden zieht sich durch jede Folge der Serie, Lorelais und Rorys Vorliebe für Junkfood aller Art. Kochen, das ist bei Lorelai das morgendliche Auftoasten der Pop Tarts und das einzige Küchengerät (mal abgesehen von der Kaffeemaschine), das regelmäßig in Betrieb ist, ist der Toaster. Die beiden bestellen soviel Pizza und China Take-Out, dass Al's Pancake World wahrscheinlich nur von den Bestellungen der beiden existieren kann. Die einzige anständige Mahlzeit gibt's immer nur freitags, wenn beide zum Freitagsdinner bei Emily & Richard eingeladen sind.

Hühnchen süß-sauer
Als wir vor einiger Zeit im Rezeptebuch-Redaktionsteam über die Gilmore Girls sprachen, kam uns spontan die Idee, ein Instagram-Synchronkochen zu diesem Thema zu organisieren und uns so schon einmal kulinarisch auf die sehnlichst erwarteten neuen Folgen einzustimmen. Also haben wir letzten Sonntag in unseren Küchen verbracht und gemeinsam all das zubereitet, was die Gilmore Girls lieben, aber sonst nur bestellen oder aufwärmen, bzw. auftoasten würden.
General Tso's Chicken
Ich hab mich für eines von Lorelais und Rorys Lieblings-Lieferdienstessen entschieden, bei mir gab es Chinese Take-Out. Natürlich nicht nur eine Sorte, sondern gleich zwei, denn auch die Gilmore Girls bestellen grundsätzlich einmal die Speisekarte rauf und runter. Das erste Gericht, nämlich des Gatten Lieblingsgericht, Hühnchen süß-sauer stell ich Euch heute vor und mein Lieblingsgericht, General Tso's Chicken (links im Bild), demnächst. 
Was wir, also die Teilnehmer des Events, alles im Detail getrieben haben, könnt Ihr Euch wie immer auf Instagram unter dem Hashtag #Gilmoregirlssynchronkochen anschauen, dort sind alle dokumentierten Zwischenschritte, auch die, die es nicht in die Blogs geschafft haben, zu sehen. 

Ich wünsche Euch ganz viel Spaß bei Stöbern und nachkochen- und backen. Schaut unbedingt auch in den Blogs der Teilnehmer vorbei, denn dort findet Ihr die kompletten Rezepte:

Viel Spaß bei der neuen Staffel!

Hühnchen süß-sauer
Zutaten
2 ausgelöste Hähnchenschenkel, gehäutet
1 gelbe Paprika
1 rote Paprika 1 Zwiebel in Streifen geschnitten
2 Frühlingszwiebeln, in ca. 2 cm lange Stücke geschnitten
4 confierte Knoblauchzehen, hausgemacht
neutrales Öl zum Frittieren
Sesamöl zum Anbraten des Gemüses

Backteig
80 g Mehl
80 g Maisstärke
150 ml Wasser
½ TL Weinstein-Backpulver

Süß-saure Sauce
250 ml Ketchup (bei mir Alnatura)
130 ml Pflaumensauce*
2 TL Reisessig*
8 EL Wasser

Außerdem
Pechkekse* für alle

Zubereitung
Die Zutaten für den Teig verrühren und ca. 30 Minuten quellen lassen.
In der Zwischenzeit die Zutaten für die süß-saure Sauce in einem Topf verrühren und einmal aufkochen lassen, dann beiseite stellen. Das Hähnchenschenkelfleisch in 2x2 cm große Stücke schneiden und in eine Schüssel geben. Den Reiswein hinzufügen und ca. 10 Minuten marinieren lassen.
Das Hähnchenfleisch in den Backteig geben. Neutrales Öl in einem Wok erhitzen und die die Hähnchenwürfel aus dem Backteig nehmen, überschüssigen Teig abtropfen lassen und in dem Fett rundherum knusprig ausbacken. Die fertig gebackenen Hähnchenschenkelwürfel auf einem Küchenpapier abtropfen lassen.
Öl bis auf ca. 2 EL aus dem Wok entfernen. Die Zwiebelstreifen, sowie den confierten Knoblauch (mit der Gabel etwas zerdrücken) kurz anschwitzen. Die Paprikawürfel dazugeben und solange pfannenrühren, bis sie beginnen zu duften.

Die Sauce zufügen und zum Kochen bringen. Die ausgebackenen Hähnchenwürfel, sowie die Frühlingszwiebeln kurz durch die Sauce schwenken und sofort mit Reis servieren.
*Affiliatelink
 

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