Bouillabaisse de poulet - Bouillabaisse mit Hühnchen

Rettet den Sonntagsbraten - denn weniger ist besser!Heute gibt es ausnahmsweise mal einen Sonntags- braten in Form eines wunderbaren Eintopfes. Wie es sich für einen anständigen Sonntagsbraten gehört, sollte es den eigentlich schon gestern geben, da lag ich aber nach einer ausgedehnten Burger- und Pizzaorgie am Samstag in Köln noch in Sauer. Wenn Ihr mögt, könnt Ihr die Details und einige tolle kulinarische Tipps für Köln bei Facebook nachlesen oder bei Instagram in den Bildern stöbern, die ich gestern gemacht habe. 
Eine klassische Bouillabaisse wird ja mit Fisch zubereitet, das ist aber, da wir sehr darauf achten, woher der Fisch kommt und ob man ihn bedenkenlos konsumieren kann, für mich nahezu unmöglich umzusetzen, also gibt es bei uns diese - nicht wenige leckere - Hühnchenvariante. 
Dieser Eintopf schmeckt sowohl im Sommer, als auch im Herbst und Winter. Er ist leicht, sehr aromatisch und wärmt bei Bedarf trotzdem wunderbar durch. Als Beilage reicht Ihr einfach etwas knuspriges Baguette, mit dem man die leckere Sauce aufsaugen kann, die Rouille verleiht dem Eintopf je nach Geschmack noch ein bisschen mehr Wumms und schmeckt auch auf Baguette ganz wunderbar. Für mich ist die Bouillabaisse mit Hühnchen Soulfood pur.

Bouillabaisse de poulet - Bouillabaisse mit Hühnchen
Neben dem Geschmack gefällt mir an diesem Rezept besonders, dass es nicht mit Hähnchenbrustfilet zubereitet wird, sondern mit ausgelöstem Hähnchenschenkel- fleisch. Hähnchenschenkel sind bei deutschen Konsumenten lange nicht so beliebt wie Hähnchenbrustfilet, bleiben aber deutlich saftiger und haben auch viel mehr Aroma als die trockene und im Vergleich nahezu geschmacksneutrale Hähnchen- brust. 
Ich kaufe daher nur alle Jubeljahre mal Hähnchenbrustfilet bei meinem Schlachter auf dem Wochenmarkt, wenn es ein Rezept ausdrücklich erfordert und halte mich ansonsten an Hähnchenschenkel oder auch gerne ganze Hähnchen - dann lässt sich das Filet natürlich auch wunderbar auslösen und für den späteren Gebrauch einfrieren.

Bouillabaisse de poulet - Bouillabaisse mit Hühnchen
Bouillabaisse de poulet

Zutaten
500 g ausgelöstes Hähnchenschenkelfleisch ohne Haut und Knochen
2 rote Zwiebeln, in feine Streifen geschnitten
1 Fenchelknolle, in feine Streifen geschnitten
400 g festkochende Kartoffeln
Olivenöl zum Anbraten
Salz und Pfeffer
einige Zweige frischer Thymian
125 ml Noilly Prat 
1/2 TL Safran
400 g Dosentomaten
1/2 Liter Hühnerbrühe
Abrieb einer Biozitrone

Dazu
frisches Baguette

Zubereitung
Das Fleisch in ca. 4x4 cm große Stücke schneiden und mit Salz und Pfeffer würzen. In einer Cocotte etwas Olivenöl erhitzen, die Fleischstücke hineingeben und rund- herum goldbraun anbraten. Fleischstücke herausnehmen und abgedeckt beiseite stellen.
In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen und in grobe Würfel schneiden. Zwiebel- und Fenchelstreifen in etwas Olivenöl anschwitzen, dann die Kartoffeln dazugeben und mehrere Minuten mitschmoren. 
Mit Salz und Pfeffer würzen und einige Zweige frischen Thymian dazu geben, dann mit Noilly Prat ablöschen und den Safran dazugeben. Den Alkohol so lange offen köcheln lassen, bis er fast vollständig eingekocht ist. 
Dosentomaten und Hühnerbrühe dazugeben und alles für ca. 15 Minuten bei geschlossenem Deckel und mittlerer Temperatur köcheln lassen, dann die Hähnchenteile (mit evtl. ausgetretenem Bratensaft) wieder zurück in den Schmor- topf geben, mit Zitronenabrieb würzen und nochmals 20 Minuten schmoren lassen, bis die Kartoffeln weich und das Geflügel gar ist.
Die Bouillabaisse auf Teller verteilen und mit einem Klecks Rouille servieren. Die restliche Rouille mit frischem Baguette dazu reichen.

Rouille

Zutaten
1/2 rote Chili-Schote 
etwas Meersalz
2 TL Weißweinessig 
2 sehr frische Eigelbe 
125 ml Olivenöl
1 EL Ajvar
Pfeffer

Zubereitung
Die Chilischote längs halbieren und die Kerne entfernen. Die halbe Schote in Streife schneiden und mit dem Knoblauch und Salz in einen großen Mörser geben. Solange reiben, bis eine dicke Paste entstanden ist, dann die Eigelbe, Essig und Öl dazugeben und Rühren, bis die Masse anzieht und zu einer dicklichen Creme wird. Das Ajvar unterrühren und mit Pfeffer und evtl. noch etwas Salz würzen.

Blaubeersauce, eingeweckt

Dieses Rezept schlummert jetzt schon seit ungefähr einem Jahr in meiner Warteschleife, im letzten Jahr habe ich es nämlich nicht mehr geschafft, diese Blaubeersauce während der Saison zu bloggen, also wurde es verschoben und ist erst jetzt dran. 
Ich selbst bin ja gar kein Blaubeerfan, mein Mann mag sie aber umso lieber, also wecke ich ihm ein paar Gläser dieser leckeren Sauce ein und er kann so das ganze Jahr hindurch Blaubeeren genießen, egal, ob als Beilage zu Pfannkuchen und Crêpes, im Joghurt oder Quark und natürlich auch als Eistopping. Apropos, demnächst gibt es auch noch ein leckeres Eis, das mit dieser Sauce zubereitet wird. 

Blaubeersauce, eingeweckt
Wichtig bei diesem Rezept ist, dass die Blaubeeren schon am Vorabend des Einkochens mit Zucker bestreut in eine Schüssel gegeben und leicht angequetscht werden - ich verwende dafür immer einen Kartoffelstampfer. Die Blaubeeren geben so bereits Saft ab und müssen anschließend nicht so lange gekocht werden, wie ohne diese Mazerationsphase. Der Saft wird später zum Anrühren der Maisstärke verwendet.
Durch das Mazerieren entwickelt die Mischung außerdem mehr Aroma, das durch die verkürzte Kochzeit in der Sauce verbleibt und nicht rausgekocht wird. 

Normalerweise mazerieren die Früchte bei Zimmertemperatur, sollte der Sommer aber noch einmal richtig zuschlagen, stellt die Schüssel in den Kühlschrank, sonst fängt die Mischung ungewollt an zu gären und Ihr seid auf dem besten Weg zu Eurem ersten Blaubeerwein.

Noch ein Hinweis zum obigen Bild... Da steht zwar 08/15, so schlecht ist dieses Rezept aber nu auch nicht. Ich datiere meine Gläser ab sofort trotzdem einen Monat vor auf 09/15 ;o)

Blaubeeren

Zutaten 
1 kg Blaubeeren
500 Zucker 
Schale und Saft einer Bio-Zitrone
1 1/2 EL Maisstärke

Zubereitung
Die Blaubeeren mit dem Zucker in eine Schüssel geben, gut vermischen und über Nacht mazerieren lassen. 
Am nächsten Tag etwas von dem ausgetretenen Saft in eine Schüssel geben und mit der Maisstärke glattrühren. Die Blaubeeren mit der Zitronenschale und dem Saft in einen Topf geben und zum Kochen bringen. 
Sobald die Masse kocht, die Maisstärke einrühren und nochmals ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis die Temperatur 110°C erreicht. 

In der Zwischenzeit die Gläser im Backofen sterilisieren. Dafür werden sie ohne Deckel in den Backofen gestellt und bei 150°C für 15 Minuten erhitzt. Die Deckel in einen Topf geben, mit Wasser und einem Schluck Essig bedecken und zum Kochen bringen. Für 5 Minuten kochen. 

Die Blaubeersauce in die Gläser füllen, dabei darauf achten, einen guten cm frei zu lassen. Den Deckel fest verschließen und komplett abkühlen lassen.
Blaubeeren, gezuckert

KitchenAid Artisan Food Processor [Reklame]

Wie bereits am Montag angekündigt, möchte ich Euch heute eines meiner wichtigsten Küchengeräte vorstellen, meinen Food Processor von KitchenAid*. 
Einen Food Processor habe ich ja bereits seit drei Jahren, deutlich länger schon, als meine Küchenmaschine. Ich hab mir damals einen FP angeschafft, weil ich noch der festen Überzeugung war, keine Küchenmaschine zu brauchen - das hat sich mittlerweile bekanntlich geändert, denn jetzt möchte ich keines der beiden Geräte mehr missen. 

Arbeitstisch mit Foodprocessor und KüchenmaschineMein damaliger Food Processor war ein Modell von Kenwood, das ich anfangs heiß und innig geliebt habe, vielleicht erinnert Ihr Euch noch an die damalige Vorstellung des Gerätes. Leider haben sich relativ schnell einige Gerätemängel bemerkbar gemacht, so dass ich mich vor einer Weile endgültig nach einer Alternative umgeschaut habe. Klar, dass der Food Processor von KitchenAid sehr schnell ganz oben auf meiner HabenWollen!-Liste stand.
Damit ich Euch nicht wieder von einem Gerät vorschwärme und kurz danach fest- stellen muss, dass es doch nicht so optimal ist wie zunächst gedacht, habe ich den KitchenAid Food Processor in den letzten Monaten wirklich auf Herz und Nieren geprüft, alle Funktionen ausprobiert und kann Euch jetzt einen ausführlichen Erfahrungsbericht liefern.

KitchenAid Artisan Foodprocessor
Natürlich ist der KitchenAid Food Processor schon optisch eine Augenweide und ich gebe gerne zu, das ich für das Artisan-Design von KitchenAid ausgesprochen empfänglich bin. Ich liebe, liebe, liebe dieses Design und freue mich nach wie vor täglich an den wunderschönen Produkten - der Optik, der Haptik und auch dem Klang. Aber nicht nur das Design selbst gefällt mir sehr gut, sondern auch die hochwertige Verarbeitung, das Metallgehäuse und natürlich auch die Farbauswahl.
Da es den Food Processor leider aber nicht in meinem geliebten rosa gibt, hab ich mich, wie auch bereits beim Waffeleisen, für creme entschieden. Ich finde, das passt am besten zum Gerät und der bereits vorhandenen rosa Küchenmaschine, sowie dem Blender. 

Wie Ihr oben seht, ist der Food Processor im Vergleich zur Küchenmaschine ein recht kapitaler Bursche, man braucht also schon eine Menge Platz dafür. Zu Beginn hatte er seinen Platz in meinem Arbeitszimmer und ich hab ihn nur bei Bedarf in die Küche geholt. Relativ schnell hab ich ihm aber doch einen dauerhaften Stellplatz in der Küche freigeräumt, da ich ihn sehr regelmäßig gebrauche und das Ding einfach verdammt schwer ist - ich will mir ja nicht irgendwann nen Bruch heben ;o)

KitchenAid Artisan Foodprocessor ZubehörkastenNeben dem Gerät selbst, ist außerdem ein sogar noch größerer Zubehörkasten und eine Zitruspresse eingezogen. Alles in allem nimmt der Food Processor also fast soviel Platz ein wie ein weiterer Mitbewohner ;o)
Der Zubehörkasten ist ausgesprochen gut verarbeitet und sehr gut durchdacht aufgebaut, bis auf die Zitruspresse (s.u. links) findet wirklich das komplette Zubehör darin Platz. 

Foodprocessor Zubehör im Detail
Das Zubehör besteht aus folgenden Komponenten: 
  • Drei Schneidscheiben, mit denen man Obst und Gemüse, Hartkäse und Eis und sogar Pommes raspeln und schneiden kann.
  • Einer höhenverstellbaren Schneidscheibe, mit der sich Gemüse und Obst in Scheiben von 1-6 mm Dicke schneiden lassen und einem Würfelgitter, für Gemüsewürfel mit einer Kantenlänge von 8 mm.
  • 4 verschiedenen Messern: einem großen Schlagmesser für den 4 Liter-Behälter, einem für die 1 Liter-Schüssel, einem Teigmesser für Mürbeteig und einem Schneebesen für Sahne, Crèmes und Eischnee, sowie
  • einer Zitruspresse für Orangen, Grapefruits, etc.
Das Gerät selbst besteht aus dem massiven Metall-Spritzguss-Motorteil, der in zwei Geschwindigkeitsstufen betrieben werden kann und drei Arbeitsschüsseln, die ineinanderfassend auf dem Motorteil aufgesetzt werden. 
Die große 4-Liter-Schüssel kann mit dem Schlag- und Teigmesser, sowie mit dem Schneebesen und allen Reibe- und Schneidscheiben betrieben werden und ist damit die Standard-Arbeitsschüssel. 
Für die 2,4-Liter-Vorbereitungsschüssel sind keine Messer vorgesehen, sie kann ausschließlich mit den Reibe- und Schneidscheiben, sowie mit dem Würfel-Einsatz verwendet werden - prima geeignet für kleine Mengen Salat, Käse, etc.
Die kleine 1-Liter-Schüssel wird mit dem kleinen Schneidmesser betrieben, die Schneid- und Reibescheiben funktionieren hier nicht. 

Ein ganz großer Unterschied zu meinem Vorgänger-Modell wird hier schon deutlich. Wenn ich bei dem Kenwood Food Processor, der ebenfalls mit drei unterschiedlich großen Schüsseln geliefert wird, die kleinen verwendet habe, war danach grund- sätzlich auch der Rest dreckig, da das Gerät innen nicht komplett dicht ist. Ich konnte also statt einer, immer gleich drei Schüsseln saubermachen und habe deshalb im Endeffekt nur die große Schüssel genutzt - schließlich hab ich keine Spülmaschine und muss alles mit der Hand spülen.
Der KitchenAid Food Processor ist dagegen wirklich komplett dicht, da geht nichts durch. Wenn ich hier die kleine Schüssel verwende, bleibt der Rest absolut sauber.

4-Liter-ArbeitsschüsselAm häufigsten verwende ich die große 4-Liter-Schüssel zum Pürieren von Pferdefleisch. Ja, Ihr habt richtig gelesen ;o)
Ich habe ja drei mittlerweile in die Jahre gekommene Katzen und zwei davon sind chronisch krank und vertragen leider nur noch diese eine Fleischsorte. Also importiere ich von einem Bremer Pferdeschlachter Pferdefleisch in Dosen und püriere das für meine zahnlosen Ommas kräftig durch. Danach wird es in Portionen verpackt eingefroren und lässt sich so zu den Mahlzeiten prima portionieren.
Als ich das erste Mal mit dem KitchenAid Food Processor püriert habe, habe ich das Fleisch komplett atomisiert, weil er deutlich schneller fertig ist, als mein altes Gerät. Er zieht den Inhalt sehr viel schneller ein, ist kräftiger und das Resultat ist insgesamt viel feiner und gleichmäßiger. 
Außerdem steht der Food Processor auch bei größeren Mengen bombenfest auf der Arbeitsplatte. Mein altes Gerät hat sich besonders im voll beladenen Zustand leicht aufgeschaukelt und ist dann regelrecht über die Arbeitsplatte getanzt. Das passiert Euch mit dem KitchenAid-Gerät nicht, den bringt so schnell nichts aus der Ruhe.
1-Liter-Arbeitsschüssel
Die kleine 1-Liter-Schüssel verwende ich gerne für Hummus und andere Crèmes und Aufstriche. Auch hier ist der Inhalt ruckzuck püriert und man erhält ein wunder- bar glattes Ergebnis. Kann man natürlich auch im Blender machen, aber ein wenig Struktur möchte ich gerade im Hummus schon haben - ich mag keine komplett glatten Massen.
Beide Arbeitsschüsseln, also die große 4-Liter- und diese kleine 1-Liter-Schüssel ziehen die Lebensmittel beim Pürieren sehr gut ein. Bei Pesto, etc. muss man nicht literweise Öl dazugeben, sondern kommt mit recht wenig aus. Besonders bei kleineren Mengen erhalte ich in der kleinen Schüssel deutlich bessere Ergebnisse als beispielsweise in meinem Blender. 

höhenverstellbare Schneidscheibe
Meine zweitliebste Funktion ist die höhenverstellbare Schneidscheibe, mit der ich beispielsweise den Kohl für Krautsalat und Sauerkraut in Sekundenschnelle kleinmache, aber auch dicke Kartoffelscheiben für Backofen-Bratkartoffeln, Kartoffelsalat, usw. Ich kann zwar sehr schnell mit einem Messer schneiden, so schnell bin ich aber auch nicht und gerade beim Kohl fliegt dann immer eine Menge durch die Küche. 
Diese Funktion macht einen Gemüsehobel, bzw. eine Mandoline eigentlich komplett überflüssig und man raspelt sich nicht ständig die Fingerkuppen weg ;o)

Kartoffeln mit der höhenverstellbaren Schneidscheibe geschnitten
Natürlich ist aber auch der KitchenAid Food Processor nicht perfekt und zu einer Schwachstelle kommen wir jetzt. 
Die Würfelscheibe war zwar einer der Hauptgründe, weshalb ich mich ursprünglich für das KitchenAid-Modell entschieden habe, leider hat sich aber diese Funktion für mich zu einem Reinfall entwickelt. 
Wie Ihr unten an dem gewürfelten Kohlrabi seht, ist das Ergebnis, also die Würfelgröße, sehr ungleichmäßig und die Kanten sind teilweise ausgefranst. Das Ergebnis hängt natürlich immer vom Gemüse ab (je fester, desto präziser sind auch die Schnittflächen), aber da diese Würfelscheibe außerdem noch recht verletzungs- trächtig und schwer zu montieren und reinigen ist, schneide ich die Würfel jetzt doch lieber wieder selbst. Da kann ich nicht nur die Größe selbst bestimmen, sondern bin auch deutlich schneller, da ich anschließend nur ein Messer und ein Brett reinigen muss. 

Foodprocesser Würfelscheibe
So ungern ich die Würfelscheibe mag, umso mehr liebe ich aber die Zitruspresse.
Seit einer OP vor ein paar Jahren kann ich ja leider meinen rechten Arm nur noch sehr eingeschränkt belasten und bin daher froh, dass mir der Food Processor beim Auspressen von Orangen und Grapefruits den Großteil der Arbeit abnimmt. Die Zitrusfrüchte werden in Nullkommanix regelrecht ausgeschabt und mein Arm hat dabei nicht mehr zu tun, als die Zitrushälften zu halten und ein wenig auf die Presse zu drücken.

Foodprocesser ZitruspresseAußer den oben bereits vorgestellten Funktionen umfasst das Zubehör auch noch ein Teigmesser zur Herstellung von Mürbeteig, sowie einen Schneebesen
Das Teigmesser nutze ich zwar nicht für Mürbeteige, die knete ich ausschließlich mit der Hand oder ab und zu auch mit dem Mixer, es ist aber außerdem auch sehr gut zum Kuttern von Fleischbrät geeignet, also zum Wursten oder für Fleischkäse

Fazit
Ob man einen so umfangreichen Food Processor wirklich braucht, oder evtl. auch ein kleineres Modell* ausreicht, hängt natürlich ganz von den persönlichen Koch- gewohnheiten ab. Wer sich zwischen einer herkömmlichen Küchenmaschine und einem Food Processor entscheiden muss, der sollte die Entscheidung davon abhängig machen, welche Funktionen er im Alltag wirklich nutzt. Für die Küchen- maschine gibt es ja eine ganze Menge Zubehör, wie eine Getreidemühle, Pasta- vorsätze, einen Gemüseschneider oder den Fleischwolf, dieses Zubehör muss aber zur Grundmaschine noch dazu gekauft werden, während der KitchenAid Food Processor ja all inclusive geliefert wird. 
Überlegt Euch daher, wann Ihr das Gerät einsetzen wollt und bei welchen Tätigkeiten es Euch unter die Arme greifen soll. Gehört Ihr eher der backenden Fraktion an, ist eine herkömmliche Küchenmaschine, die Ihr nachträglich noch aufstocken könnt, sicher besser geeignet. Steht Ihr aber lieber am Herd und braucht jemanden, der Euch das Raspeln, Pürieren, Schnippeln und Würfeln abnimmt, dann ist der Food Processor eindeutig die richtige Wahl. Qualitativ macht Ihr auf keinen Fall etwas falsch, wenn Ihr Euch für den KitchenAid Food Processor entscheidet, ich gebe meinen NIE wieder her!
 
Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit www.springlane.de* zustande gekommen, die Bedingungen und Voraussetzungen für eine Kooperation können hier nachgelesen werden.

*Alle entsprechend gekennzeichnten Links sind Affiliatelinks

Gua Bao mit geschmortem Schweinebauch

Burger sind ja bereits seit einiger Zeit sprichwörtlich in aller Munde. Wo man auch hinschaut, überall gibt es Burger. Ich reihe mich in die Schar der Burgerjunkies ein, denn auch ich lasse so einiges für einen saftigen Burger mit Käse, knusprigem Speck und geschmorten Zwiebeln stehen - wahlweise auch gerne noch mit gebratenen Champignons, Avocado oder Erdnussbutter ❤.

Burger können aber auch anders, es muss nicht immer zwangsläufig die amerikanische Version mit Rindfleisch-Patty und BBQ-Sauce sein, sehr lecker sind auch diese Gua Bao, quasi die taiwanesische Version eines Burgers, bzw. durch die chinesische Zubereitung des Schweinebauchs, eine taiwanesisch-chinesische Koproduktion. 

Gua Bao mit geschmortem Schweinebauch
asiatischer Dämpfkorb
Die Buns (also Burgerbrötchen) werden für diese Art Burger nicht im Backofen gebacken, sondern gedämpft. Wer hat, kann das bequem in einem Dampfgarer machen, traditionell sind aber Bambusdämpfer* oder diese Metallversion, wie ich sie habe, üblich.

Den geschmorten Schweinebauch habe ich Euch bereits vor einiger Zeit vorgestellt. Diesmal habe ich das Fleisch aus Bequemlichkeit einfach nur im Stück geschmort, Ihr könnt es aber wie im Rezept angegeben zubereiten, dann ist es gleich portioniert. 
Sowohl die Buns, als auch das Fleisch lassen sich prima aufwärmen, wenn also etwas übrig bleibt, gibt's die Gua Bao am nächsten Tag einfach noch einmal ;o) 

Das Rezept für die Buns stammt aus Stevan Pauls Buch Auf die Hand*, ich habe es nur durch etwas Honig und eine exakte Angabe der Salzmenge ergänzt, die fehlt leider im Originalrezept. 

Süßer Schweinebauch mit schwarzem Essig
Rettet den Sonntagsbraten - denn weniger ist besser!Nun hätte ich doch fast meinen eigenen Blogevent vergessen! Natürlich sind diese Gua Bao, bzw. der geschmorte Schweinebauch auch ein ganz aus- gezeichneter Sonntagsbraten!
Wie immer, habe ich auch dieses Stück Fleisch bei der Metzgerei Dreymann gekauft. Bei den Schweinen handelt es sich um Kreuzungen alter Schweinerassen, wie Bentheimer, Duroc, Angler-Sattelschwein und Pietrain. Das Fleisch ist naturgemäß fetter als das von Tieren aus Massentier- haltung. Es ist daher besonders wichtig, bei der Bestellung, bzw. beim Kauf des Schweinebauchs daraufhinzuweisen, wofür der Schweinebauch gedacht ist, da der Bauch eines Schweines unterschiedlich fett ist und Ihr wollt ja gerne das weniger fette Stück, damit es besonders lecker wird. 


MakingOf Gua Bao
Gua Bao - gedämpfte Burgerbrötchen

Zutaten für 6 Burgerbrötchen 
350 g Mehl, Type 405
10 g Hefe
175 ml Wasser
1 EL Rapshonig 
2 EL Rapsöl 
7 g Salz

Zubereitung
Das Mehl in eine Schüssel geben und mit einem Löffel eine Mulde in die Mitte drücken. Die Hefe hineinbröckeln und den Honig dazugeben. Mit Wasser auffüllen und ca. 15 Minuten stehen lassen, damit sich die Hefe auflöst und aktiviert wird. Das Öl und Salz dazugeben und alles einige Minuten mit der Küchenmaschine zu einem sehr glatten Teig verkneten.
Abgedeckt ca. 1 Stunde stehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat. Den gegangenen Teig abschlagen und auf der bemehlten Arbeitsfläche ca. 0,5 cm dick ausrollen. Mit einem Ausstecher von ca. 11 cm 6 Kreise (alternativ einer entsprechend großen Schüssel) ausstechen. 
Aus Backpapier kleine Stückchen zuschneiden und eine Seite der Teigkreise damit bedecken. Die andere Seite darüberklappen und die Gua Bao-Teiglinge auf ebenfalls zugeschnittene Backpapierstücke setzen. 

Wasser in einem Dampfgarer zum Kochen bringen und die Buns mit dem Backpapier in den Dampfgarer setzen. Den Deckel aufsetzen und die Buns 12-15 Minuten dämpfen. Während des Garens auf keinen Fall den Deckel anheben, da die Buns sonst zusammenfallen. 

Gua Bao, vorher/nachher
Asiatische Mixed Pickles Karotten
Zutaten
250 g Karotten
150 g Sojabohnensprossen, frisch
100 g Salatgurke
1 kleine Chilischote
250 g Wasser
125 g Reisessig
75 g Rohrohrzucker 
7 g Salz 
ein 2 cm langes Stück frischer Ingwer, in feine Scheiben geschnitten
 
Zubereitung
Die Karotten schälen und in Julienne schneiden, die Sojabohnenprossen gründlich waschen, die Gurken in dünne Scheiben schneiden und in ein TwistOff-Glas geben. Wasser, Essig, Zucker, Salz und Ingwer zum Kochen bringen, dann über das Gemüse gießen und das Glas fest verschließen. Eine Woche im Kühlschrank ziehen lassen.


Gua Baos mit geschmortem Schweinebauch
Zutaten
gedämpfte Burgerbuns (s.o.)
asiatische Mixed Pickles (s.o.)
100 g gesalzene und geröstete Erdnüsse, grob gemörsert
Koriander
Frühlingszwiebel, längs in Streifen geschnitten 

Zubereitung
Die Buns mit etwas Sweet Chili Sauce bestreichen und mit Mixed Pickles belegen. Den in dünne Scheiben geschnittenen Schweinebauch darauf verteilen und mit etwas Bratensauce beträufeln. Koriander und Frühlingszwiebel darübergeben und mit etwas Erdnussbröseln bestreut servieren.
 

Nachbarschaft

Auswärts

Nach oben