Bockbiersenf

Die Funktion, die einem beim Thermomix als Erstes in den Sinn kommt, ist wahr- scheinlich das Zerkleinern, bzw. Atomisieren im Mixtopf, denn auf den ersten Blick sieht der Thermomix aus wie ein etwas eigenwillig designter Standmixer. Als ich noch komplett Contra-Thermi war, habe ich sogar immer behauptet, dass er nichts anderes wäre, als ein beheizbarer Mixer. Kann man so sehen, aber das tut ihm halt auch arg Unrecht - das weiß ich aber erst jetzt.

Bockbiersenf
Ihr wisst ja vielleicht, dass ich schon früher einen Blender, nämlich einen KitchenAid-Standmixer* in rosa hatte. Nach wie vor ist er für mich der schönste Blender der Welt und wird auch deshalb auf ewig als Ausstellungsstück ein Plätzchen in meinem Arbeits- und Lagerzimmer haben, er hat aber im Vergleich zum Thermomix deutliche Defizite, die dazu geführt haben, dass der Blender das erste Gerät war, das dauerhaft von der Küche ins Arbeitszimmer umsiedeln konnte.
Der Thermomix verblüfft mich mit seinen Atomisier-Ergebnissen immer wieder. Egal ob Gewürze, Reis (für Reismehl), Eiswürfel, Suppen und Saucen, usw., alles wird enorm fein zerschlagen und püriert, ich bin jedesmal begeistert!

Da ich, wie bereits erwähnt, "nur" einen normalen KitchenAid-Blender und einen zugegeben schon sehr guten Food Processor hatte, sind die Ergebnisse für mich ganz besonders herausragend, aber auch Bella, die vorher sogar einen Vitamix Stand- mixer im Betrieb hatte, ist so begeistert, dass der Vitamix mittlerweile ausgezogen ist. Wenn das nicht alles über die Pürierkraft des Thermomix' sagt, weiß ich auch nicht. 

Senfsaat vor und nach dem Quellen
Mein Rezept für die Kategorie "Zerkleinern" ist ein Senfrezept, denn ich habe seit Kurzem das Senfen für mich entdeckt. Ich liebe Senf schon immer und wir haben auch grundsätzlich mehrere Sorten im Haus, dass es aber so kinderleicht ist, selber zu senfen, hätte ich nicht gedacht. Da muss nichts gekocht oder gebacken werden, sondern man verrührt nur alles, lässt es in paar Tage ziehen und püriert es dann. Anschließend muss der Senf noch ein wenig reifen und dann ist er auch schon fertig. Faszinierend, oder?

Die Reifezeit ist übrigens sehr wichtig für die Geschmacksentwicklung des Senfes. Wenn Ihr den Senf probiert, nachdem er gerade frisch gemahlen ist, wird er mehr oder weniger nur scharf und sauer schmecken. Im Laufe der Reifezeit verfliegt die penetrante Schärfe aber, er wird deutlich milder, die Säure verschwindet zum Teil und das Resultat ist ein sehr harmonischer Biersenf. 

Ihr bekommt zukünftig öfter mal ein Senfrezept von mir, denn ab sofort werde ich Selbstversorgerin in Sachen Senf und da wir ja gerne und viel Senf essen, muss ich da öfter mal ran. Demnächst ist ein mittelscharfer Küchensenf dran, dann seht Ihr mal, wie fein der Thermomix tatsächlich mahlen kann. 
Die Konsistenz dieses Bockbiersenfes ist aber meine persönliche Lieblingskonsistenz, so fein, dass die Körner alle angeschrotet sind (da ploppt also nix mehr im Mund), aber trotzdem noch so grob, dass er eine angenehme Struktur hat. 

Senfsaat vor und nach dem Pürieren
Zutaten
100 g gelbe Senfsaat*
50 g braune Senfsaat*
250 ml Bockbier (bei mir Ratsherren Senatsbock)
100 ml Cidreessig
1/2 TL Salz
60 g Rapshonig

Zubereitung
Senfsaat, Bier und Essig in eine Schüssel geben und mit einem Teller abgedeckt für 48 Stunden bei Zimmertemperatur ziehen lassen.
Die Senfmischung inkl. der Flüssigkeit, dem Salz und Honig in den Mixtopf geben und 20 Sekunden auf Stufe 8 zerkleinern. Senf von den Mixtopfwänden herunter- schieben und weitere 10 Sekunden auf Stufe 7 pürieren, bzw. bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. 
Den Senf in saubere, verschließbare Gläser umfüllen und für ca. 2-3 Wochen bei Zimmertemperatur reifen lassen. 
Verschlossen sind die Gläser bei Zimmertemperatur ca. 1 Jahr haltbar, angebrochene Gläser sollten im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit www.thermomix.vorwerk.de* zustande gekommen, die Bedingungen und Voraussetzungen für eine Kooperation können hier nachgelesen werden.

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Kommentare:

Tanja Hotopp hat gesagt…

Na, hier paßt: Gib Deinen Senf dazu! ja mal richtig ;o)

Ich bereite Senf auch immer im TM zu, wenn Du mal ein Rezept für süßen Senf suchst, wirst Du bei mir fündig. Dein Rezept nehme ich gern mal mit und werde es jetzt für die Grillsaison ausprobieren.

LG
Tanja

Anke Walliser hat gesagt…

Hallo Steph,

das ist eine super Idee mit dem Senf. So wie Du es schreibst, ist es ja tatsächlich keine große Sache den selbst zu machen. Werde gleich morgen mal losziehen und Senfsaat kaufen. Bin schon sehr gespannt auf die weiteren Senfrezepte!

Vielen Dank für Deine tollen und vielfältigen Blogeinträge,
Anke

Anonym hat gesagt…

Hallo Steff,
eine super Idee mit dem Senf.
Ich habe mal bei meiner Mutter Estragonsenf (mitgebracht aus Österreich) mit kaltem Hackbraten gegessen. Das war der Hammer. Vielleicht könntest Du in die Richtung mal was austrüfteln?!
LG von mafalda :)

Steph hat gesagt…

Hahaha, Du hast Recht, Tanja! Das is mir vorher gar nicht aufgefallen :o)
Das Rezept für süßen Senf werd ich mir auf jeden Fall mal anschauen, vielen Dank für den Tipp! Ich mag süßen Senf zwar nicht ganz so gerne, aber den könnte ich mir ja entsprechend umbauen und Dein Rezept als Grundlage nehmen.

Anke, senfen ist wirklich kinderleicht, mit jedem Blender zu machen und der Senf ist sooo lecker und obendrauf noch enorm günstig! Das lohnt sich wirklich in vielerlei Hinsicht.

mafalda, Estragonsenf ist unbedingt geplant, den mag ich nämlich auch ausgesprochen gern!

Kurt Fronert hat gesagt…

Hallo! da Du ja vergleichen kannst.....klappt das jetzt auch im KA Blender oder nur im TM?

Steph hat gesagt…

Diese Konsistenz wird man auf jeden Fall auch mit dem KA-Blender hinbekommen, Kurt! Bei einem feinen Senf, also wenn man Senfmehl macht, bin ich mir nicht so ganz sicher, aber auch das sollte er eigentlich schaffen.

 

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