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Mie Goreng | Indonesische Bratnudeln

Eines meiner liebsten asiatischen Essen sind schon seit vielen Jahren asiatische Bratnudeln. Sie sind schnell gemacht, die meisten Zutaten habe ich eigentlich immer im Haus und wenn etwas übrig bleibt, freut sich mein Mann am nächsten Tag über die Abwechslung in der "Brotdose". Dieses Gericht fällt deshalb auch immer etwas reichhaltiger aus als normale Nudelgerichte - ich plane also direkt eine Büroportion mit ein
Meine Bratnudelversion früher war deutlich einfacher als das, was heute auf unseren Teller kommt, deshalb habe ich Euch heute meine Version 2.0 mitgebracht, ein mehr oder weniger authentisches Mie Goreng mit Garnelen. Wenn Ihr Lust auf ein Bratei habt, schmeckt das zusätzlich obendrauf auch noch wunderbar. Bratet es dann unbedingt so, dass das Eigelb noch schön flüssig und die Unterseite möglichst knusprig ist, dann ist es perfekt!
Natürlich könnt Ihr die Garnelen auch ersetzen oder sogar weglassen. Eine sehr gute Alternative sind in Würfel oder Scheiben geschnittene Hähnchenschenkel (selbstverständlich entbeint) oder auch ein mittelfester Tofu. 

Mie Goreng | Indonesische Bratnudeln

Mie Goreng kann man natürlich nur zubereiten, wenn man die notwendigen Zutaten parat hat, sprich eine ganze Menge Saucen und Pasten, die mit Sicherheit nur den Weg ins Vorratsregal finden, wenn man eine Vorliebe für die asiatische Küche hat. Ich hab recht lange gebraucht, bis ich die passenden Sorten, bzw. Marken gefunden habe und möchte Euch bei dieser Gelegenheit gerne meine bevorzugten Saucen vorstellen. 

Mie Goreng steht und fällt mit den Mie-Nudeln, ist klar. Ich verwende schon seit einigen Jahren eifreie Bio-Mie-Nudeln von Alb-Gold*. Es gibt auch noch eine eihaltige Variante, sowie Mie-Nudeln aus Vollkorn- und Dinkelmehl, ich bevorzuge aber die ganz einfachen Hartweizennudeln.

Kecap Manis ist eine relativ dickflüssige süß-würzige Sojasauce aus Indonesien und eigentlich eine Allroundwürzsauce, die nicht nur zu Bratnudeln, sondern auch Reis- und Eigerichten, Gemüsepfannen oder Salaten schmeckt. Meine Lieblingssaucen sind von Conimex* und A Trade*.

Sojasauce ist nicht gleich Sojasauce. Hier in Deutschland kennen wahrscheinlich die meisten Hobbyköche die japanische Sojasauce von Kikkoman*. Sie wird im Gegensatz zu chinesischer Sojasauce nicht nur aus Sojabohnen, Wasser und Salz gebraut, sondern enthält außerdem noch Weizen. Geschmacklich unterscheiden sich japanische und chinesische Sojasaucen erheblich, ich habe deshalb immer mindestens 3 Sojasaucen im Schrank. Japanische Sojasauce für Sushi und hausgemachte Teriyaki-Sauce und mindestens eine helle, sowie eine dunkle chinesische Sojasauce. 
Helle Sojasauce ist dünnflüssig und schmeckt sehr salzig. Ist in einem asiatischen Rezept ausschließlich Sojasauce erwähnt, handelt es sich immer um helle Sojasauce. 
Dunkle Sojasauce reift deutlich länger als helle, ist dickflüssiger und viel dunkler. Sie schmeckt nicht so salzig, sondern leicht süßlich, ist aber sehr intensiv und verleiht Speisen eine sehr schöne Farbe. Dunkle Sojasauce wird oft in Marinaden, Dipsaucen und Schmorgerichten verwendet.
Helle und dunkle Sojasauce* kaufe ich beide von Pearl River Bridge. Hier in Hamburg bekomme ich beide Sojasaucen sowohl im Asiashop, aber auch im Supermarkt um die Ecke.

Austernsauce ist eine dickliche Würzsauce, die süß, salzig und würzig zugleich ist. Sie wird aus stark eingekochten Austern hergestellt und findet in der asiatischen Küche rege Verwendung. Ich verwende sie als Würzsauce, sie schmeckt aber auch als "Ketchupersatz", beispielsweise zu Eierspeisen oder sogar auf einem Käsebrot. Lee Kum Lee*- und Maekrua-Austernsauce* sind meine Lieblingssorten.

Für die Herstellung von Fischsauce werden Sardellen oder Garnelen gesalzen und fermentieren dann für bis zu 2 Jahre. Das Resultat ist dünnflüssig und hat einen sehr intensiv fischig-salzigen Geschmack mit einem ganz leicht süßlichen Abgang. Ich war lange kein großer Fan von Fischsauce, bis ich Red Boat Fish Sauce* probiert habe. Seit diese Marke bei mir eingezogen ist, verwende ich reichlich und oft Fischsauce, nicht nur in der asiatischen Küche. 

Geröstetes Sesamöl ist eines meiner absoluten Lieblingsöle. Ich verwende es reichlich und habe entsprechend viele Öle ausprobiert. Das mit Abstand beste und intensivste Sesamöl von Meridian* bekomme ich leider ausschließlich bei Amazon und bestelle es deshalb immer direkt im 3er-Pack.

Gochujang habe ich leider erst vor ca. 2 Jahren für mich entdeckt, bin seitdem aber total angefixt und verwende es sehr oft in meiner Küche. Es handelt sich dabei um eine scharfe fermentierte koreanische Würzpaste, die neben Chili auch Klebreis- und Sojabohnenmehl, Salz, Gerstenmalzpulver und Reissirup enthält. Wenn ich asiatischen Gerichten etwas Bumms verpassen möchte, dann mache ich das meist mit Gochujang*, ich verwende es aber auch gerne in der europäischen Küche. 

Ich hoffe, Euch hilft mein kleiner Einkaufsführer und ist beim nächsten Einkauf im Asiashop vielleicht eine Anregung. Lasst mich gerne wissen, ob Euch diese Tipps gefallen!

Mie Goreng | Indonesische Bratnudeln
Zutaten
350 g Mie-Nudeln
300 g Garnelen in der Schale
200 g Karotten, in feinen Streifen
2 rote Zwiebeln, in groben Streifen
200 g Mungobohnenkeimlinge
200 g Brokkoli, in Röschen
Erdnussöl zum Anbraten
frischer Koriander

Sauce
6 EL Kecap Manis
3 EL dunkle Sojasauce
4 EL helle Sojasauce
3 EL Austernsauce
2 TL Fischsauce
3 EL Tomatenmark
1 TL Honig
3 EL dunkles Sesamöl
2 TL Gochujang
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
3 confierte Knoblauchzehen, hausgemacht
2 EL Ingwer, sehr fein gehakt oder gerieben

Zubereitung
Die Mie-Nudeln mit kochendem Wasser übergießen und einige Minuten stehen lassen. Sie sollen nicht komplett durchgaren, sondern noch Biss haben. Abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. 
Alle Zutaten für die Sauce in eine Schüssel geben. Den Knoblauch mit einer Gabel möglichst fein zerdrücken und alles miteinander verrühren. 
Die Garnelen von der Schale befreien, dann die Därme entfernen. Erdnussöl in einer Pfanne erhitzen und die Garnelen darin von beiden Seiten scharf anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann herausnehmen und beiseite stellen. 
Den Brokkoli in kochendem Wasser kurz blanchieren, dann mit einer Schöpfkelle herausnehmen und in eiskaltem Wasser abschrecken. Herausnehmen und abtropfen lassen.  
Die Karotten- und Zwiebelstreifen in Erdnussöl scharf anbraten, dann die Mungobohnenkeimlinge dazugeben und ganz kurz mitbraten. Die Nudeln, Garnelen, Brokkoliröschen und Würzsauce zufügen und alles durchschwenken. Nach Geschmack noch etwas grob gezupften Koriander unterheben und servieren.

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Kommentare

  1. Das sieht wieder soooooooooooo lecker aus, muss ich unbedingt ausprobieren!!! Viele Grüße und danke für die tollen Rezepte

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  2. Vielen lieben Dank! Der Soßenführer ist toll und nach Deiner Empfehlung werde ich jetzt doch nochmal Gochujang kaufen. Ich hatte vor Jahren einmal ein probiert, aber sie schmeckte irgendwie dumpf, einer Hoisin Soße - die ich gar nicht mag- nicht unähnlich :-)

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