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Tonkotsu-Ramen mit Ajitsuke Tamago und Chāshu

Ich weiß, ich hätte diesen Beitrag schon vor einigen Wochen bloggen wollen/sollen, aber manchmal läuft es nicht alles nach Plan und der Blog muss dann etwas hintenanstehen. Ich bin zwar nach wie vor noch sehr eingebunden, so langsam sollt Ihr aber auch endlich mal sehen, wie die fertige Portion Ramen aussieht und was Ihr außer der Brühe, den Nudeln, Ramen-Eiern, zweierlei Würzölen und dem geschmorten Schweinebauch noch braucht, damit Eure Ramen zu einem ganz besonderen Geschmackserlebnis werden, das den Gerichten, die Ihr in einer der vielen Ramen-Bars bekommt, in Nichts nachsteht. 

Tonkotsu-Ramen mit Ajitsuke Tamago und Chāshu

Eine ganz wichtige Basis-Komponente, die ich aber nicht auch noch extra in einem eigenen Blogbeitrag vorstellen wollte (sonst steht die fertige Suppe erst in zwei Monaten auf dem Tisch), ist die Tare, eine Würzsauce, mit der die Suppe ganz nach Geschmack  individuell abgeschmeckt wird. Da die Brühe selbst noch keine, bzw. sehr wenig Würze enthält, ist diese Komponente zwingend notwendig. Ansonsten schmeckt die Suppe später fad und langweilig. 
Im Großen & Ganzen gibt es drei verschiedene Tare-Varianten, Shoyu-Tare (auf Sojasaucenbasis), Miso-Tare (aus Misobasis) und Shio-Tare, die hauptsächlich salzig schmeckt und oft mit getrockneten Anchovis hergestellt wird.
Ich hab mich in diesem Fall für Shoyu-Tare entschieden, die Miso-Tare gibt es dann ein anderes Mal. 
Außerdem habe ich noch ein paar Mungobohnensprossen angebraten und dazu serviert, denn nur Fleisch und Eier sind als Einlage ja nicht wirklich abwechslungsreich.


Es wird angerichtet...

Zum Servieren der Ramen gebt Ihr einen guten Schluck Tare in die Schüssel und gießt dann mit der Brühe auf. Die Nudeln werden auf einer großen Gabel oder mit einer Kochpinzette (so mache ich es) aufgedreht, quer in die Suppe gelegt und anschließend mit den Eiern, dem Schweinebauch, Mungobohnensprossen und in Ringe geschnittenen Frühlingszwiebeln garniert. Obendrauf gibt's noch ein oder zwei Würzöle und schon kann es losgehen!

Wie Ihr seht, sind Ramen nicht mal eben in 5 Minuten zubereitet, sondern bedürfen einer ganzen Menge Vorbereitung. Wenn Ihr aber etwas im Voraus plant, ist die Suppe schlussendlich wirklich fix zusammengebaut und schmeckt einfach umwerfend. Lasst Euch also nicht von den vielen Beiträgen abschrecken, sondern sucht Euch einfach die Komponenten raus, die Euch am besten gefallen haben. 
Natürlich MÜSST Ihr die Nudeln nicht zwangsläufig selbst machen, sondern könnt auch Fertignudeln verwenden, wo Ihr aber auf keinen Fall Abstriche machen solltet, ist bei der Brühe, denn es geht einfach Nichts über eine hausgemachte Brühe und Tonkotsu ist schon etwas ganz besonderes. 
Die Würzöle habe ich mittlerweile immer auf Lager, da sie generell wunderbar zum Abschmecken von Gerichten geeignet sind und die Tare-Würzsaucen friere ich in Eiswürfelbehältern ein und habe sie so ebenfalls immer vorrätig. Ich muss so also eigentlich nur noch die Eier vorbereiten und entweder den Schweinebauch schmoren oder eine andere Einlage zubereiten und schon steht dem hausgemachten Ramenglück nichts mehr im Wege. 

Apropos andere Einlage! Für alle Veganer und Vegetarier habe ich außerdem noch eine vegane Ramen-Variante vorbereitet mit der besten Gemüsebrühe, die ich in meinem ganzen Leben gegessen habe. Diese Variante stelle ich Euch in den nächsten Wochen ebenfalls noch vor.

Ich hoffe, Euch hat mein Ramen-Baukasten trotz der Verzögerung bisher gefallen und Ihr probiert meine Ramen-Version einmal aus. Es lohnt sich wirklich!

Tonkotsu-Ramen mit Ajitsuke Tamago und Chāshu

Tonkotsu-Ramen mit Ajitsuke Tamago und Chāshu

Zutaten
200 g Mungobohnensprossen, frisch
neutrales Öl zum Anbraten
Salz 
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Tonkotsu-Brühe, hausgemacht
Shoyu-Tare, hausgemacht, s.u.
Ramen-Nudeln, hausgemacht
Ajitsuke-Tamago, halbiert
Chāshu, geschmorter Schweinebauch, in Scheiben geschnitten
Frühlingszwiebeln, in feinen Ringen
Sichuan-Chiliöl, hausgemacht
8 kleine Noriblätter*

Zubereitung
Die Mungobohnensprossen in einer Pfanne einige Minuten scharf anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Die heiße Brühe und Shoyu-Tare in eine Suppenschüssel geben, die gekochten Nudeln darauf anrichten, dann die halbierten Eier, den Schweinebauch und die Frühlingszwiebeln darauf setzen. Mit Würzölen nach Geschmack beträufeln und pro Schüssel zwei kleine Noriblätter an den Rand stecken. Sofort servieren.

Shoyu-Tare

Zutaten
100 ml Tonkotsu-Brühe, hausgemacht (alternativ Umami-Gemüsebrühe, Rezept folgt)
50 ml Mirin*
100 ml Sojasauce*
1 Stück Kombu, ca. 5x5 cm
2 EL Sake*
1 TL brauner Zucker
1 TL Reisessig*
1 Shiitake-Pilz, getrocknet
2 cm Ingwer, in Scheiben
1 Knoblauchzehe, in Scheiben
1 Frühlingszwiebel, in Ringen

Zubereitung
Alle Zutaten in einen Topf geben und für 10 Minuten leicht köcheln lassen. Beiseite stellen und eine halbe Stunde ziehen lassen, dann durch ein Sieb gießen und auffangen. 
Ich bereite immer eine größere Menge zu und friere diese dann in Eiswürfelbehältern ein. 
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Kommentare

  1. Hallo Steph,
    heute ist dein Buch angekommen. Einfach nur super! Da weiß ich gar nicht wo ich mit dem nachkochen anfangen soll, geschweige denn wo ich die ganzen Kostbarkeiten aufbewahren soll.
    Vielen Dank für die vielen tollen Rezepte
    LG
    Steffi

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  2. Hallo Steph,

    ich warte seeehnsüchtig auf die angekündigte Umami-Gemüsebrühe...

    Vielen Dank für die tollen Rezepte! Ich komme mit dem Nachkochen und Ausprobieren kaum mehr nach; mein Mann ist ebenfalls schwer begeistert. Dies ist auf alle Fälle mein/unser Lieblingsblog.

    Schöne Grüße
    Susanna

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