Grünkohlpesto

Von meinem besonderen Verhältnis zum Grünkohl habe ich Euch ja kürzlich schon berichtet, als ich the one and only Grünkohlrezept vorgestellt habe, heute nähere ich mich meinem Lieblingskohl mal auf ganz neue Weise. 
Grünkohlpesto gab es das erste Mal bei uns, als ich zusammen mit Bella von Bella kocht überlegt habe, welches saisonale Pesto wir für das Herbst-Foodbloggertreffen zubereiten können. Zusammen mit einem zweifarbigen Rote-und-Gelbe-Bete-Pesto und einem mordslangweiligen Rucola-Pesto (weil das gibt's ja immer) ist es dann ein Grünkohlpesto geworden, das überraschend gut ankam. 
Als besonderen Pfiff haben wir sogar roten Grünkohl besorgt, weil wir das Pesto ebenfalls zweifarbig "stapeln" wollten, das Ergebnis war aber nicht überzeugend. Lasst es Euch gesagt sein, roter Grünkohl sieht püriert NICHT schön aus ;o)

Grünkohlpesto
Nachdem dieses Pesto-Experiment so erfolgreich war, habe ich letzte Woche wagemutig eine riesige Portion Grünkohl gekauft und reichlich Saft daraus gemacht (das Rezept dafür gibt's demnächst), aber natürlich hab ich mich mal wieder gnadenlos in der Menge verschätzt und deshalb am nächsten Tag direkt noch einmal eine große Portion Pesto zubereitet. 
Grünkohl hat, roh zu einem Pesto verarbeitet, überhaupt nichts von dem schweren Eintopfgericht, das ich so sehr liebe, sondern schmeckt sehr aromatisch und frisch. Und nicht nur das, Grünkohl ist unglaublich gesund und hat einen enorm hohen Gehalt an Vitamin C, Senfölen und lauter anderem gesunden Krams. In der kalten Jahreszeit gibt's also gar kein gesünderes Kraut, aus dem Ihr Pesto zubereiten könntet. So geht hin und plündert das Grünkohlangebot!

Grünkohlpesto
Zutaten 
200 g Grünkohl 
100 g Walnüsse
250 g Rapsöl
1 TL rosa Pfefferbeeren
1 TL Lemon Myrtle*
1/4 TL Zucker
100 g Hartkäse 
Salz
frisch geriebener schwarzer Pfeffer

Zubereitung
Walnüsse grob mit einem Messer hacken, dann in einer Pfanne trocken anrösten, bis sie leicht gebräunt sind. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen. 
Grünkohl mit den abgekühlten Walnüssen und Rapsöl in einen Blender geben und mixen, bis die gewünschte Textur erreicht ist. Rosa Pfeffer in einem Mörser zerdrücken und zusammen mit den Gewürzen zum Pesto geben, nach Geschmack abschmecken. Den Käse fein reiben und zum Schluss unterrühren. 
Dieses Pesto schmeckt sowohl mit Pasta, aber auch als Brotaufstrich oder Dipp.
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Kommentare:

Sandra hat gesagt…

Klingt spannend! Zumal ich (noch) nicht so der Grünkohleintopf-Fan bin - wobei ich da zuversichtlich bin, dass das noch wird ;-)
Dafür finde ich ihn kurz gebraten zu Pasta oder auf Pizza total klasse...

Uta hat gesagt…

Hi Steph,

ich liebe Grünkohl und die Saison ist m.E. immer viel zu schnell wieder vorbei, wie auch die mit Spargel, Erdbeeren und co.! Kann ich davon bei Dir also ein paar Gläser käuflich erwerben?

Lieben Gruß und einen schönen 4. Advent!

sin-die-weck-weg hat gesagt…

Das ist ja mal eine super Idee!
Bei mir tummelt sich mehr als genug Grünkohl im Garten - werde ich umgehend umsetzen!😀

Hesting hat gesagt…

Grünkohl roh verarbeiten? Das geht?
Die Idee, ihn zu Pesto zu machen, finde ich jedenfalls super.

Joan de Groot hat gesagt…

Liebe Steph, seit ich Rote Bete-Pesto gemacht habe - lekkerlekker - bin ich davon überzeugt das sich vieles Gemüse zu besonders tolle Pesto verwandeln lässt! Muss ich unbedingt probieren. Übrigens, was ist Niora Paprika? Wie schmeckt es? Ähnlich gut wie geräuchertes? LG und ein schönes Weihnachtsfest wünscht dir Joan

Steph hat gesagt…

Uta, ich betreibe ja kein Geschäft, sondern wecke nur für den Eigenbedarf ein ;o)

Hesting, nein, geht nich ;o)

Joan, Niora-Paprika ist eine spanische Paprikasorte, die getrocknet zu Flocken verarbeitet werden. Diese Flocken haben ein sehr erdiges, kräftiges Aroma, sind aber nicht scharf. Ich mag diese Paprikasorte sehr gerne, man kann das aber natürlich auch ersetzen oder weglassen

Caro hat gesagt…

Hallo, ich möchte in ein paar Wochen den wunderbaren Entenburger nachkochen. Nun habe ich just in dieser Woche Grünkohl in der Gemüsekiste. Wie ist es mit der Haltbarkeit des Pestos im Kühlschrank? Oder wäre einfrieren eine Option? Lg, Caro

 

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