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Kartoffel-Käse-Soufflé mit Grana Padano und Kräutern

Dieser Beitrag enthält Werbung für Grana Padano
Gaaanz langsam mache ich mir schon einmal Gedanken um das diesjährige Weihnachtsmenü, d.h., ich überlege mir, welches grundsätzliche Thema das Menü haben wird, welche Komponenten ich verarbeiten möchte und stimme alles aufeinander ab. Der Hauptgang besteht bei uns ja in den meisten Fällen aus einem Braten, der im Idealfall zwar ordentlich was hermacht, aber gleichzeitig möglichst unaufwendig sollte, d.h., ich brauche dafür mindestens eine Beilage, die ebenso unkompliziert ist. 
Dieses Kartoffel-Käse-Soufflé war schon lange in der engen Auswahl, daher war ich besonders froh, als Grana Padano* auf mich zu kam und mir vorschlug, 3 Rezepte mit diesem wunderbaren Käse zu kreieren. Ich hab lange überlegt, was für Rezepte ich Euch vorstellen möchte und glaube, dass da drei wirklich tolle Kreationen bei rausgekommen sind. Ich hoffe sehr, dass sie Euch gefallen werden!

Kartoffel-Käse-Soufflé mit Grana Padano und Kräutern

Tarte aux Pommes | Apfeltarte, 4x anders

Als ich neulich den Apfelkuchen vom Blech gebloggt habe, hatte ich Euch ja schon von der anstehenden Sonderausgabe von Saisonal schmeckt's besser erzählt. Heute dreht es sich ausnahmsweise mal nicht um Gemüse, sondern um Äpfel, bzw. ApfelkuchenIch hab zwar noch etliche Apfelkuchen auf meiner Backliste, für diesen Event hab ich mir aber ganz bewusst den mit Abstand simpelsten ausgesucht, der gleichzeitig einer meiner Lieblingskuchen ist, nämlich eine Apfeltarte.
Apfeltartes bestehen, zumindest in der einfachsten Variante, nur aus einem Mürbeteig, etwas Apfelmus und Apfelscheiben. Mehr braucht es gar nicht und trotzdem, bzw. vielleicht gerade deshalb, kommt ein wunderbares Gebäck dabei raus, das sich auf das Wesentliche konzentriert und das Aroma des Apfels nicht überdeckt, sondern in den Fokus stellt.
Natürlich kann man anstelle von Apfelmus auch Pudding oder eine Marzipancreme verwenden, aber mir gefällt an dieser Apfeltarte gerade die Schlichtheit. Es fehlt dann nur noch ein Klecks Sahne oder eine Kugel Vanilleeis und schon ist der perfekte Kuchen oder auch Dessert fertig.

Tarte aux Pommes | Apfeltarte, 4x anders

Terrine aus gegrilltem Gemüse | Tomaporc | Pfefferbutter

Jetzt im Sommer ist es besonders einfach saisonal zu kochen, denn das Angebot an regional angebautem Obst und Gemüse ist groß und enorm vielfältig. Entsprechend umfangreich ist in diesem Monat auch die Gemüseauswahl für Saisonal schmeckt's besser, jetzt im August standen uns für die Eventrezepte folgende Gemüse zur Auswahl:

Gurken | Auberginen | Mais | Paprika | Zucchini | Bohnen | Tomaten | Salate | Erbsen | Fenchel | Radicchio

Ohne mir die Gemüsesorten anzuschauen, stand für mich schon von Anfang an fest, dass ich endlich diese Terrine zubereiten wollte, denn die habe ich mir schon seit vielen Jahren vorgenommen und wie so viele Rezepte, immer wieder vergessen oder vor mir hergeschoben. 
Das erste Mal gesehen habe ich eine Terrine wie diese vor ca. 10 Jahren in einem großen Kochforum und auch später ist sie mir in abgewandelter Form immer mal wieder begegnet. 
Für meine Variante habe ich Paprika, Zucchini und Auberginen gegrillt und außerdem noch einen Kochsud, sowie ein Pesto aus Tomaten zubereitet. Diesmal hab ich also nicht nur ein saisonales Gemüse in meinem Rezept verarbeitet, sondern immerhin 4.

Terrine aus gegrilltem Gemüse

Coq au Vermouth | Geschmortes Hähnchen in Wermutsauce

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Die französische Küche ist seit langer Zeit schon eine meiner absoluten Lieblings-Länderküchen. Aufgefallen ist mir das nur durch Zufall, denn ich bin lange davon ausgegangen, dass meine kulinarische Heimat vorwiegend in Italien und Asien, bzw. hier speziell in China liegt. Diese beiden Länderküchen haben mich vor vielen Jahren an die Kulinarik herangeführt. 
Tatsächlich hat sich mein Fokus in den letzten Jahren langsam aber sicher verschoben und ich ertappe mich immer öfter dabei, tage- oder sogar wochenlang französisch zu kochen. Es geht einfach nichts über die wundervollen Saucen, herrlichen Tartes, aromatischen Schmorgerichte und Eintöpfe und die mit Sicherheit anbetungswürdigsten Gebäcke überhaupt.  

Coq au Vermouth | Geschmortes Hähnchen in Wermutsauce


Lauchquiche mit Merguezbällchen

Heute ist der letzte Donnerstag des Monats, d.h. es wieder Zeit für "Saisonal schmeckt's besser". In diesem Monat standen als Saisongemüse Rote Bete und Lauch zur Auswahl und weil ich schon reichlich Rote-Bete-Rezepte in meinem Archiv habe, gibt es bei mir ein Rezept mit Lauch. Natürlich haben auch diesmal wieder viele andere Blogger mitgemacht, die Liste mit allen Links zu insgesamt weiteren 28 Eventrezepten findet Ihr weiter unten.
Lauch gehört nicht wirklich zu den Lieblingsgemüsen meines Mannes, deshalb kommt er hier auch nicht allzu oft zum Einsatz, da ich diesen Event aber auch als Herausforderung sehe, mich gerade mit Gemüsesorten zu beschäftigen, die nicht meine erste Wahl wären, war sofort klar, dass es diesmal der Lauch wird, auch wenn mir für Rote Bete immer direkt 1365 Rezeptideen im Kopf herumschwirren. Ich liebe einfach diese knallige Farbe und mit dem Geschmack hab ich mich mittlerweile ja auch angefreundet.

Lauchquiche mit Merguezbällchen

Crème brûlée mit Salzflakes

Bei uns gibt es nur selten ein Dessert, denn ich hab es ja nicht so mit Süßkram und verderbe mir den Geschmack des leckeren Hauptganges nur ungern mit einem süßen Nachtisch. Meistens bereite ich ein leckeres Eis zu und dazu gibt es Rote Grütze oder etwas Kompott, manchmal aber auch gerne einen fluffigen Grießpudding
Für den Gatten ist Vanillepudding die erste Wahl und hier natürlich am liebsten die Deluxe-Version, nämlich die klassische Crème brûlée. Nicht nur der Geschmack ist unvergleichlich, sondern auch die Konsistenz. Da kommt einfach kein ordinärer Vanillepudding ran und die Karamellkruste toppt die Creme nicht nur sprichwörtlich, sondern, bringt den besonderen Kick mit.

Crème brûlée mit Salzflakes

Mousse au Chocolat blanc | Orangen-Hippe

Schluss jetzt, aus und vorbei. Eben haben wir noch zusammen angestoßen, schon sind wir beim Dessert angekommen und beenden damit unsere diesjährige Weihnachtsmenüwoche Hüftgold & Lametta.
Ich hoffe, Ihr hattet ebenso viel Freude an dieser Themenwoche wie wir und habt die ein oder andere Anregung mitnehmen können. Es würde mich sehr freuen, wenn vielleicht eines meiner Rezepte zu Weihnachten bei Euch auf den Teller oder ins Glas kommt.

Damit Ihr Euch jetzt noch einmal in aller Ruhe durch all meine Rezepte klicken könnt, hier eine Aufstellung meines diesjährigen Weihnachtsmenüs:


Mein Weihnachtsmenü 2017

Montag ~ Aperitif und Apéro
***
Dienstag ~ Vorspeise
***
Mittwoch ~ Zwischengang
***
***
Freitag ~ Dessert
Mousse au Chocolat blanc mit Orangenhippe

Mousse au Chocolat blanc | Orangen-Hippe

Sellerie-Velouté | Brioche-Speck-Croûtons

Ich möchte, nein, ich muss mein Urteil über pürierte Suppen gründlich revidieren, das ist mir ein persönliches Bedürfnis. Bisher sind mir ja nur sehr wenige Creme-suppen untergekommen, die ich gerne mochte, aber diese hat mich regelrecht umgehauen. 
Ihr seht in der Zutatenliste, dass da eigentlich nichts Besonderes drin ist, keine Superspezialgewürze, keine 43 Stunden reduzierte Brühe; Nichts, was darauf schließen lässt, dass diese Suppe so großartig schmeckt, wie sie schlussendlich geschmeckt hat und trotzdem ist sie ein kleines Wunderwerk. Vielleicht muss man Sellerie so gerne essen wie ich, aber für mich ist diese Suppe eindeutig eine neue Lieblingssuppe.
Sie ist unglaublich sanft und cremig auf der Zunge und hat ein wunderbar feines Aroma. Keine Geschmacksexplosion, die einen sofort anspringt, sondern eine sehr elegante und feine Suppe, die man leise für sich genießen muss.

Mein Weihnachtsmenü 2017

Montag ~ Aperitif und Apéro
***
Dienstag ~ Vorspeise
Sellerie-Velouté | Brioche-Speck-Croûtons
***
Mittwoch ~ Zwischengang
***
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Freitag ~ Dessert

Sellerie-Velouté mit Brioche-Speck-Croûtons

Herbstliche Soupe au Pistou mit Möhrengrün-Pesto

Zugegeben, diese Suppe sieht nicht übermäßig spektakulär aus, aber der Eindruck täuscht, denn sowohl mein Mann, als auch ich waren von dieser Kombination absolut begeistert.
Die Grundlage für eine Soupe au Pistou, also eine französische Gemüsesuppe mit Pesto, ist eine Gemüsesuppe, die mit einem kräftigen Schuss Weißwein gekocht wird. Je nach Geschmack werden noch Nudeln dazu gegeben, ausschlaggebend ist aber das Pistou, bzw. Pesto und darum geht es heute mal wieder, denn heute findet das monatliche Pestoevent statt.

Herbstliche Soupe au Pistou mit Möhrengrün-Pesto

Kräuterbarsch aus dem Ofen mit Gratin Dauphinois

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Als waschechte Nordlichter essen mein Mann und ich unglaublich gerne Fisch, ich versuche aber unseren Fischkonsum aufgrund der globalen Überfischung von Meeres-fisch so weit es geht auf Süßwasserfische beschränken. Ab und zu schleicht sich noch mal ein Stückchen Lachs ein, aber da ich am Schaalsee eine sehr gute Bezugsquelle habe und mich mehrfach im Jahr reichlich mit Fisch eindecke, sind wir in der Regel immer recht gut bevorratet.

Kräuterbarsch aus dem Ofen

Coq au Vin, das weltbeste

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Für dieses Coq au Vin habe ich mit drei sehr bekannten Fernsehköchen und Koch-buchautoren zusammengearbeitet, die alle etwas zu diesem Rezept beigesteuert haben - unwissentlich versteht sich, denn die Zusammenarbeit war zugegeben ein wenig einseitig. 
Das Grundrezept stammt aus dem großartigen Kochbuch Mastering the Art of French Cooking* der wunderbaren Julia Child, von Manu Feildel habe ich die Idee der Über-nachtmarinade aufgegriffen (das genaue Rezept findet Ihr in Manus French Bistro*) und von Alton Brown das sanfte Schmoren im Backofen, das er in seiner Fernseh-show Good Eats vorgestellt hat. Das Ergebnis ist nun die offizielle Kuriositätenladen-variante und damit auch gleichzeitig das beste Coq au Vin der Welt - klar, oder? ;o)

Coq au Vin, das weltbeste

Das große Rührei-Einmaleins

Eier sind zur Zeit in aller Munde - zumindest sprichwörtlich, denn aufgrund des Fibronil-Skandals ist sicher vielen von Euch der Appetit auf Eier erst einmal gründlich vergangen. Für mich sind Eier eines der mit Abstand wichtigsten Lebens-mittel, ich bin aber, da wir mitten in der Großstadt im 4. Stock wohnen und selbst natürlich keine Hühner halten können und auch keinen Bauern um die Ecke haben, darauf angewiesen, mir hier vor Ort anständige Bezugsquellen zu suchen. Die Demeter-Bruderhahn-Eier, die wir bereits seit einigen Jahren ausschließlich kaufen, sind vom aktuellen Lebensmittel-Skandal nicht betroffen, nichtsdestotrotz beschäftigt mich dieser Skandal selbstverständlich auch. 
Das heutige Rührei-Einmaleins habe ich schon eine ganze Weile angedacht, wollte es jetzt aber aufgrund der aktuellen Geschichte eigentlich erstmal auf Eis legen, denn wer von Euch will jetzt schon etwas von Eiern hören. Aber falsch, genau das Gegenteil ist der Fall! Ich denke, dass gerade jetzt der richtige Moment ist, über Eier und deren "Produktion" zu sprechen.

Das große Rührei-Einmaleins

Mousse au Chocolat

Es gibt Rezepte, die sind so gut, dass sie ruhig zweimal gebloggt werden können, finde ich. 
Wenn Ihr meinen Blog schon länger verfolgt, wisst Ihr sicher, dass besonders meine Fotos zu Beginn deutlich einfacher ausgefallen sind, als es heute der Fall ist. Das liegt nicht nur am Kameramodell, sondern auch an dem ganzen Geschirr und Küchen-Tüdelkram, der sich im Laufe der Jahre angesammelt hat und mittlerweile ein komplettes Zimmer einnimmt und natürlich nicht zuletzt an meinen persönlichen Ansprüchen. 
Ich hab nicht das Ziel, Magazin-Hochglanzfotos zu machen, aber meine Bilder müssen, bevor ich die Rezepte veröffentliche, mir gefallen und deshalb hab ich mir vorgenommen, alte Rezepte, die etwas Besseres (= schickere Fotos) verdient haben, bei passender Gelegenheit noch einmal zu überarbeiten und quasi neu einzukleiden.

Mousse au Chocolat
Diese Mousse au Chocolat gehört definitiv zu den Rezepten, die ich Euch immer mal wieder ins Gedächtnis rufen sollte, denn es ist tatsächlich die weltbeste Mousse au Chocolat. Dieses Urteil wurde übrigens von einer unabhängigen Jury, mit anderen Worten, meinem Mann, bestätigt. 
Das Originalrezept stammt von Julia Child und im Prinzip gibt's auch nichts daran zu rütteln, außer, dass ich es David Lebovitz gleich mache und noch einen kleinen Schluck Whisky dazugebe - kann ja nie schaden.
Ich gehe auch nicht hundertprozentig nach Julia Childs Arbeitsschritten vor, sondern geh da auf Nummer sicher, da mir schon ein paarmal die Schokolade geronnen ist - fragt nicht... 
Wie ich es unten beschrieben habe, ist die Vorgehensweise auf jeden Fall geling-sicher, Ihr bekommt die luftigste und cremigste Mousse, die Euch, da bin ich absolut Julia Childs Meinung, die Tränen in die Augen treiben wird - vor Freude versteht sich. Wenn Ihr gerne sehen möchtet, wie die Meisterin ihre Mousse macht, schaut Euch unbedingt das Video an, immer wieder ein Erlebnis!

Mousse au Chocolat
Da die Mousse enorm sättigt, fülle ich sie nicht mehr direkt in Portionsformen um, sondern in eine große Schüssel, aus der sich dann jeder die Menge nehmen kann, die er noch schafft. Ich liebe Mousse au Chocolat zwar, bin aber schon nach 2-3 Löffeln platt, und das auch ohne vorhergehendes Menü. 
Dazu reiche ich gerne ein wenig angeschlagene Sahne, die macht die Mousse nochmal "leichter". Ist natürlich Augenwischerei, aber es fühlt sich zumindest so an, denn sie schmeckt dadurch noch ein wenig frischer. Darauf kommen dann noch ein paar Kakao Nibs und das perfekte Dessert ist fertig. 

Ihr könnt die Mousse übrigens auch direkt nach dem Fertigstellen servieren, dann ist sie deutlich weicher und fließt vom Löffel oder stellt sie im Kühlschrank kühl, dann zieht die Schokolade an und sie wird fester. Ich mag sie immer, egal ob direkt aus der Rührschüssel oder dem Kühlschrank. 

Mousse au Chocolat
Zutaten 
170 g 75%ige Schokoladen Nibs*
170 g Butter
70 ml Espresso, frisch gebrüht
4 große sehr frische Eier
170 g Zucker + 1 TL Zucker
30 ml Whisky (bei mir Balvenie Doublewood* 12 Jahre)
1 Prise Salz 

Außerdem
angeschlagene Sahne
Kakao Nibs*

Zubereitung  
Butter in einem kleinen Topf schmelzen, von der Platte ziehen, die Schokoladen Nibs dazugeben und solange Rühren, bis sich die Schokolade komplett aufgelöst hat. Beiseite stellen. 
Die Eier trennen und die Eigelbe mit dem Espresso und Zucker über dem Wasserbad aufschlagen bis die Masse deutlich andickt, ähnlich einem Pudding. Die Eiercreme in eine Rührschüssel umfüllen und für ca. 5 Minuten bei mittlerer Geschwindigkeit aufschlagen, bis die Creme ihr Volumen fast verdoppelt hat und deutlich heller geworden ist. Sie sollte komplett abgekühlt sein. Die Schokoladenbutter dazugeben und behutsam unterheben, die Creme darf nicht zusammenfallen. 
Das Eiweiß mit einer Prise Salz und einem TL Zucker fast steif schlagen und ebenfalls vorsichtig unterheben. Nicht zu viel Rühren, da die Mousse sonst an Volumen verliert.
In eine große Schüssel oder Portionsschalen füllen und für mindestens 4 Stunden im Kühlschrank kalt stellen.
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Maronen-Schoko-Parfait mit Portweinfeigen

Wahnsinn, wie schnell die Woche schon wieder rumgegangen ist, oder? Eben hab ich Euch noch die Vorspeise meines Weihnachtsmenüs vorgestellt und nun sind wir schon beim krönenden Abschluss, dem Dessert, angekommen.
Desserts sind ja eigentlich so gar nicht mein Fachgebiet, diesmal wollte ich aber ausnahmsweise auch was Hübsches auf den Teller bringen und habe dafür sogar Schokodeko gebastelt. Ich bitte den mordsschicken Schoko-Tannebaum daher ausgiebig zu bewundern.
Falls Ihr die anderen Gänge verpasst habt, hier noch einmal der Überblick über mein komplettes Weihnachtsmenü 2016:

Montag ~ Aperitif
***
Dienstag ~ Vorspeise
***
Mittwoch ~ Zwischengang
***
Donnerstag ~ Hauptspeise
***
Freitag ~ Nachspeise

Maronen-Schoko-Parfait mit Portweinfeigen
Das kleine gräuliche Maronenparfait hinten auf dem Teller sieht zwar von außen unspektakulär aus, es hat aber ein ganz leckeres Geheimnis, eine Füllung aus Schoko-Whisky-Eis. Ich habe dafür meine kleinen Cannelés-Formen* mit dem Schokoeis gefüllt, später das Maroneneis in die großen Formen* gegeben und dann die bereits gefrorenen Miniparfaits in das Maroneneis gedrückt. Siehe da, Maronenparfait mit Schoko-Whisky-Füllung! Tataaa!
Ganz besonders empfehlen kann ich Euch auch die Portweinfeigen, die haben mich nämlich geradezu umgehauen. Ich liebe Portwein und diese Sauce ist so lecker, dass Ihr davon gar nicht genug bekommen werdet! Verwendet für die Sauce unbedingt einen Ruby-Portwein*, da nur diese Sorte den Geschmack und die Farbe mitbringt, den die Sauce braucht.

All I want for christmas... In 5 Gängen zum Weihnachtsmenü
Ich hoffe sehr, dass Euch unsere Weihnachtsmenü-Themenwoche genauso viel Freude bereitet hat wie uns und wünsche Euch ein letztes Mal ganz viel Spaß beim Stöbern in den Dessertrezepten meiner Mitköche. Es würde mich freuen, wenn Ihr bei mir oder den anderen Teilnehmern Anregungen für Euer eigenes Weihnachtsmenü gefunden habt und die vielleicht schon in diesem Jahr umsetzt!
Schoko-Whisky-Eis

Zutaten
2 Eigelbe 
50 g Rohrohrzucker
125 ml Milch 
125 ml Sahne 
50 g sehr gute 75%ige Schokolade oder Kuvertüre (bei mir Piura Porcelana*)
50 g sehr gutes Kakaopulver
½ TL Salz
5 EL Single Malt (bei mir Glenfarclas 8 Jahre*)

Zubereitung
Die Milch und die Sahne in einem Topf zum Kochen bringen, dann von der Platte ziehen und die Schokolade und den Kakao einrühren, bis die Schokolade aufgelöst und eine glatte Masse entstanden ist.
Die Eigelbe mit dem Zucker und Salz über dem Wasserbad sehr schaumig aufschlagen, dann die Schokomilch in einem dünnen Strahl unter ständigem Rühren unter die Eimasse rühren. Solange über dem Wasserbad rühren, bis die Masse deutlich andickt. 
Kaltes Wasser in die Spüle einlassen und die Schokoeismasse dort möglichst schnell runterkühlen. Komplett abkühlen lassen, dann in der Eismaschine* für ca. 45 Minuten gefrieren. Das fertige Eis in kleine Canneles-Formen* füllen und einfrieren. 

Zubereitung im Thermomix
Den Zucker in den Mixtopf geben, ein Küchenpapier auf die Öffnung im Mixbecher- deckel legen und den Messbecher aufsetzen. Für 10 Sekunden auf Stufe 10 pulverisieren. Den fertigen Puderzucker in eine Schüssel umfüllen. 
Milch, Sahne, Eigelbe und Salz in den Mixbecher geben, den Rühraufsatz einsetzen und 10 Sekunden auf Stufe 4 verrühren. Den Zucker dazugeben und 15 Minuten bei 90°C auf Stufe 2 aufschlagen. Die Schokoladenstückchen dazugeben und nochmals 3 Minuten bei 90°C auf Stufe 4 rühren, bis die Schokolade komplett geschmolzen ist. Danach wie oben beschrieben fortfahren. 

Maronenpüree

Zutaten
200 g Maronen, geschält
200 g Milch
¼ gestrichener TL Salz
70 g Rohrohrzucker

Zubereitung im Thermomix
Die Maronen in den Mixtopf geben und 5 Sekunden auf Stufe 5 zerkleinern. Milch, Zucker und Salz dazugeben und 15 Minuten bei 95°C auf Stufe 2 köcheln lassen. Nochmals für ca. 30 Sekunden auf Stufe 8 pürieren, bzw. bis eine komplett glatte Masse entstanden ist. 

Maronenparfait
Zutaten
250 g Maronenpüree
250 g Sahne
2 Eier
½ TL Salz

Zubereitung im Wasserbad
Die Sahne und Eier mit dem Salz über dem Wasserbad aufschlagen, bis die Masse leicht angedickt ist, dann das Maronenpüree dazugeben und unterheben. 
Kaltes Wasser in die Spüle einlaufen lassen, die Schüssel reinstellen und so auf Zimmertemperatur runterkühlen. Sobald die Eismasse auf Zimmertemperatur ist, in die Eismaschine* geben und für ca. 45 Minuten gefrieren, dann zu ⅔ in Canneles-Formen* füllen und jeweils einen bereits gefrorenen Schokokern hineindrücken.

Zubereitung im Thermomix
Alle Zutaten in den Mixbecher geben, den Rühraufsatz einsetzen und 10 Sekunden auf Stufe 4 verrühren. 15 Minuten bei 90°C auf Stufe 2 aufschlagen, dann so wie oben beschrieben weitermachen.  

Portweinfeigen

Zutaten
80 g Rohrohrzucker
300 ml Portwein Ruby*
Saft und Abrieb von 1/2 Orange 
Saft und Abrieb von 1/2 Zitrone
6 frische Feigen
1 gehäuften TL Maisstärke
3 EL Portwein

Zubereitung
Den Zucker in einem Topf bei mittlerer Hitze hellbraun karamellisieren lassen und unter Rühren mit dem Portwein ablöschen. Orangen- und Zitronenschale mit einem Sparschäler* abschälen und zusammen mit dem Saft dazugeben. Den Sud auf ca. die Hälfte einkochen lasen, dann die Schalen entfernen. Maisstärke mit etwas Portwein glattrühren und unter Rühren in die Reduktion einlaufen lassen. Einmal aufkochen lassen, dann beiseite stellen. 
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Ochsenschwanzconsommé mit Ravioli

Tag 3 meines exklusiven Weihnachtsmenüs, heute folgt der Zwischengang, der bei mit eine Suppe ist. Ich habe mich für eine ganz klassische Consommé entschieden, weil ich selbst meist kein so riesiger Fan von Cremesuppen bin und mich bergbach-klare Suppen grundsätzlich sowieso enorm faszinieren - außerdem haben wir ja nochn büschen was vor uns, wollen also nicht schon nach der Suppe die kneifende Hose zurechtzupfen, denn wer en groten Mors hett, mutt ok’n grote Büx hebben.

Das Spannende bei einer Consommé ist, dass man bis auf den Grund des Tellers schauen kann und diese Suppen trotzdem regelrechte Aromapakete sind, da ist jeder Löffel eine kleine Geschmacksexplosion auf der Zunge. Die Grundlage für meine Suppe ist mal wieder der von mir heißgeliebte Ochsenschwanz, den ich ja immer einmal pro Jahr im ganz großen Stil zum bekanntermaßen weltbesten Ochsen-schwanzragout verkoche, außerdem kommt auch noch reichlich Portwein und Sherry dazu. Ihr wisst ja, Schnapsdrosselmenü...

Mein Weihnachtsmenü 2016 sieht insgesamt folgendermaßen aus:

Montag ~ Aperitif
***
Dienstag ~ Vorspeise
***
Mittwoch ~ Zwischengang
***
Donnerstag ~ Hauptspeise
***
Freitag ~ Nachspeise

Ochsenschwanzconsomeé mit RavioliEine Consommé, und besonders eine aus Ochsenschwanz, ist zugegeben nicht ganz unaufwendig in der Zubereitung, der Aufwand lohnt sich aber!
Zuerst kocht Ihr die Suppe, dann wird das Fleisch entfernt und die Suppe geklärt und zum Schluss müsst Ihr nur noch die Ochsenschwänze abfriemeln und die Ravioli zubereiten.
Ok, es hört sich nach sehr viel an und dauert natürlich auch seine Zeit, die gute Nachricht ist aber, dass Ihr alle Komponenten vorbereiten könnt. Die Suppe könnt Ihr theoretisch schon morgen kochen und dann einfrieren oder auch einwecken und das ausgelöste Ochsenschwanzfleisch lässt sich ebenfalls sehr gut portioniert einfrieren - ich verwende dafür Eiswürfelformen. Da die Raviolifüllung vergleichsweise trocken ist, könnt Ihr auch die schon zubereiten und einfrieren oder wenn Ihr sie am Morgen des Menütages zubereitet, gut mit Grieß bestäubt und abgedeckt im Kühlschrank lagern.

Das ausgelöste Ochsenschwanzfleisch, das Ihr nicht für die Ravioli benötigt, könnt Ihr später noch für andere gefüllte Nudeln verwenden, oder auch einen leckeren Brotaufstrich daraus machen.

Ochsenschwanzconsomeée mit Ravioli
Damit die Consommé komplett klar ist und keine Trübstoffe mehr enthält, muss sie in den meisten Fällen geklärt werden. Das ist natürlich nur eine optisch Geschichte, wenn es Euch also nicht stört, dass man nicht ganz bis auf den Grund des Tellers schauen kann, könnt Ihr sie genauso gut ungeklärt servieren. Wer es aber lieber glasklar hat, der kommt ums Klären meist nicht drumrum. 

Das Klären einer Suppe kann entweder mit Hack-, bzw. Klärfleisch geschehen, oder Ihr gießt die Suppe durch einen Kaffeefilter.
Da ich kein Fleisch einfach nur zum Klären verwende, um es dann später wegzu-schmeißen, habe ich mich für den Kaffeefilter entschieden. Das dauert deutlich länger, aber wenn die Suppe endlich mal durch ist, ist sie genauso klar. 
Damit die Brühe zügig durch den Filter läuft, sollte sie auf jeden Fall heiß sein, sonst dickt das enthaltene Fett leicht ein und verstopft die Filterporen. Ich habe immer nur kleine Mengen in den Filter gegossen und wenn er dann dicht war, einen neuen genommen.

Ochsenschwanzconsomeée mit Ravioli
Wenn Euch meine Suppe zuviel Arbeit ist, Ihr gar keine Suppe mögt oder vielleicht lieber einen vegetarischen Zwischengang servieren möchtet, haben meine Mitköche natürlich auch wieder ganz tolle Rezepte vorbereitet. Klickt also direkt mal rüber und stöbert in der bunten Rezeptauswahl.

Die Zwischengänge unserer Weihnachtsmenü-Themenwoche 2016:

Sonntagsgeschirr
Ochsenschwanzconsommé 

Zutaten
150 g Zwiebeln
150 g Karotten
150 g Staudensellerie
Butterschmalz zum Anschwitzen, hausgemacht
1,5 kg Ochsenwanz, bereits zerteilt
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
150 ml Cream Sherry (bei mir Osborne Santa Maria Cream)
200 ml Portwein Ruby*
600 ml Rinderfond, hausgemacht
2 Liter Wasser
10 Wacholderbeeren*(angedrückt)
4 Nelken*
8 Pimentkörner* (angedrückt)

Zubereitung
Am Vortag die Zwiebeln und Karotten schälen und würfeln, den Sellerie Sellerie putzen und ebenfalls würfeln. 
2 EL Butterschmalz in einem Schmortopf erhitzen und die Ochsenschwanzstücke darin von allen Seiten goldbraun anbraten, je nach Größe des Topfes in zwei Etappen. Herausnehmen und beiseite stellen. 
Das Gemüse hineingeben und 10 Minuten anschwitzen, dann das Tomatenmark zufügen, verrühren und 30 Sekunden anrösten lassen. Mit Sherry und Portwein ablöschen und fast komplett einkochen lassen, dann den Rinderfond und das Wasser Wasser angießen, sowie das Bouquet garni hinzufügen. Bei mittlerer Hitze im geschlossenen für zwei Stunden schmoren lassen. 30 Minuten vor Ende der Garzeit die Wacholderbeeren, Piment und die Nelken dazugeben.

Den Ochsenschwanz herausnehmen und beiseite stellen. Komplett abkühlen lassen, dann das Fleisch abzupfen. 200 g abwiegen und abgedeckt in den Kühlschrank stellen, den Rest portioniert einfrieren. 

Ein wenig vom Rinderfett abschöpfen und ebenfalls im Kühlschrank aufbewahren, dann die Suppe durch ein feines Sieb oder ein Tuch passieren. Wer die Suppe komplett klären möchte, gießt sie heiß in kleinen Etappen durch einen Kaffeefilter. 
Die geklärte Suppe auf ca. 1,5 Liter einkochen lassen, evtl. nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann abkühlen lassen und bis zum Verzehr einfrieren oder über Nacht im Kühlschrank lagern. 

Ochsenschwanzravioli

Nudelteig
100 g grano duro rimacinata*
100 g Mehl, Type 405
2 Eier
1 TL Olivenöl*

Füllung
150 g ausgelöster Ochsenschwanz
25 g Suppe
25 g Suppenfett
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 TL glatte Petersilie

Zubereitung
Für den Nudelteig die Zutaten komplett in eine Schüssel geben. Mit der Küchen-maschine grob vermengen, so dass Brösel entstehen und anschließend mit der Hand verkneten, bis ein grober Teig entsteht. Der Teig muss (noch) nicht glatt und elastisch sein. In einen Gefrierbeutel geben und mind. ½ Stunde ruhen lassen.
Den Teig lässt sich nach der Ruhezeit deutlich einfacher bearbeiten und kneten. Jetzt solange kneten, bis  ein ganz glatter und elastischer Teig entstanden ist. Den Teig mit der Nudelmaschine auf hauchdünn ausrollen, die Füllung teelöffelweise darauf verteilen, mit einem weiteren Nudelblatt bedecken, gut fetdrücken und Ravioli ausstechen. 

Wasser in einem Topf zum Simmern bringen, kräftig salzen, dann die Ravioli portionsweise gar ziehen lassen, bis der Nudelteig al dente ist. Mit der erhitzten Ochsenschwanzconsommé servieren.
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Tomatentarte mit Ziegenkäse

Wir starten mit einem meiner aktuellen Lieblingsrezepte in die neue Woche, diese Tomatentarte könnte ich nämlich zur Zeit jeden zweiten Tag essen und damit Ihr die Tomatensaison genauso intensiv ausnutzen könnt wie ich, möchte ich das Rezept so schnell wie möglich unter die Leute, resp. Leser bringen.
Eigentlich ist diese Tarte gar nichts Besonderes, man benötigt nur wenige Zutaten und sie ist auch sehr schnell gemacht. Sie hat einen ganz simplen Mürbeteigboden, keinen super aufwendigen Eierguss, sondern der Boden wird nur mit Senf bestrichen und mit Tomatenscheiben und Ziegenkäsetalern belegt, doch die Kombination mit etwas Honig macht daraus eine der leckersten Tartes, die ich bisher gegessen habe. 

Tomatentarte mit Ziegenkäse
Tarteform mit Hebeboden*
Ich kenne diese Tarte schon ein paar Jahre, bzw. habe sie bereits oft in französischen Blogs gesehen, fand die Kombination aber bisher sehr gewöhnlich und dachte, dass sie enorm dröge sein muss. 
In diesem Jahr hab ich aber einen enormen Tomatenjieper und probiere daher gerne auch mal was Neues aus, außerdem hab ich mich mittlerweile von "Ich esse nur Mädchenkäse" zu "Der Käse darf gerne auch ein kleinwenig Wumms haben" entwickelt, so dass junger Ziegenkäse absolut ok ist.

Tomatentarte mit Ziegenkäse in der Vorbereitung
Winkelpalette*
Die Tartes, die ich Euch bisher vorgestellt habe, hatten ja alle einen Eierguss und sind deshalb auch entsprechend sättigender. Diese Tarte ist aber eine wunderbar leichte Sommertarte und sie schmeckt dazu auch großartig bei dem bevorstehenden Frühherbstwetter oder mit einem leckeren Salat als leichtes Abendessen.
Verwendet für die Tarte unbedingt eine möglichst aromatische Fleischtomate, die haben einen geringeren Wasseranteil und setzen die Tarte daher nicht unnötig unter Wasser. Ich nehme am liebsten Vierländer Platte, eine hiesige Fleischtomatensorte, aber natürlich eignen sich auch Ochsenherzen ganz wunderbar. Schaut Euch einfach mal bei Eurem Gemüsehändler oder auf dem Wochenmarkt um, was es dort so für Sorten gibt und macht diese Tarte nach, ganz bald!

Tomatentarte mit Ziegenkäse

Mürbeteig
250 g Mehl, Type 405
125 g kalte Butter
1 Eigelb
50 ml kaltes Wasser
1/2 TL Salz

Belag
grober Senf (bei mir Bockbiersenf)
2-3 Fleischtomaten (bei mir Vierländer Platte)
Olivenöl
5 Picandou (französische Ziegenkäsetaler)
frischer Thymian
grober schwarzer Pfeffer
Akazienhonig*

Zubereitung
Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und mit einen Pastry Blender* möglichst schnell zu einem Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und in einem Gefrierbeutel 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Ca. 15 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine Tarteform damit auslegen.
In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte darauf verteilen. 10 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken, dann herausnehmen, die Hülsenfrüchte und das Papier entfernen und etwas abkühlen lassen.


Den Tarteboden mit Senf bestreichen, dann leicht überlappend mit Tomatenscheiben belegen. Etwas Olivenöl darüberträufeln und mit grob gemahlenem Pfeffer bestreuen. Die Ziegenkäsetaler quer halbieren und die Scheiben auf den Tomaten verteilen. Mit etwas frischem Thymian bestreuen und bei 180°C für ca. 35 Minuten backen, bis der Käse leicht gebräunt ist. 
Herausnehmen und sofort mit etwas Honig beträufeln, dann servieren. 
Vierländer Platte
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Soufflé-Omelette mit Käse

Viele kennen mich ja unter anderem als diejenige, die ganz verrückt nach Speck ist. Je mehr ich mich aber mit meinen Sonntagsfrühstücken beschäftige, desto öfter stelle ich fest, dass Speck nur eine meiner Leidenschaften sind, Eier ist die andere. Ein Sonntagsfrühstück ohne Ei ist für mich quasi undenkbar, in irgendeiner Form schummelt sich immer mit ins Rezept und sei es nur in die Panade des French Toasts.
Eines der klassischsten Eierrezepte ist mit Sicherheit das Omelette, das ich Euch demnächst natürlich auch vorstellen möchte, heute geht es aber erstmal um eine puschelige Abwandlung des Omelettes, ich serviere Euch ein Soufflé-Omelette. Mit Käsefüllung!

Soufflé-Omelette mit Käse
Ihr kennt das sicher, es gibt 3 Arten von Rezepten. Die, von denen man sich zu viel erhofft und die die Erwartungen leider nicht erfüllen, die, die genau so gelingen und schmecken wie man es sich erhofft hat und dann noch die 3. Kategorie, nämlich die Rezepte, die viel besser schmecken, als man es sich im Vorwege vorgestellt oder erhofft hat. Dieses Soufflé-Omelette gehört für mich eindeutig in die 3. Kategorie. 
Ich hab es eigentlich nicht zubereitet, weil ich mir so wahnsinnig viel davon versprochen habe, sondern eher, weil meine Neugier mich dazu getrieben hat und ich ausprobieren wollte, was dahinter steckt.
Ich hab also das Omelette zubereitet, fotografiert und wollte es dann meinem Mann reichen, damit er es zum Frühstück verspeisen kann, schnappe mir schnell den Fotobissen, denn ich muss ja schließlich wissen, wovon ich später schreibe und... WOW! 
Im Leben hätte ich nicht damit gerechnet, dass dieses Omelette SO lecker ist, wirklich ein Erlebnis. 

Soufflé-Omelette mit Käse im Entstehen
Auf dieses großartige Soufflé aufmerksam geworden, bin ich durch ein Video auf bon appétit. Gesehen, neugierig geworden, nachgemacht, verliebt.
Da ich nicht wusste, wie sehr das Omelette in die Höhe schießt, hab ich als Deckel für die Pfanne ne Schüssel genommen, einen Deckel ab ich dafür nicht. Dass die Schüssel so enorm hoch ist, hat aber nichts damit zu tun, dass ich dachte, es würde SO SEHR in die Luft gehen, sondern ich hab keine andere Schüssel, die auf die Pfanne passt :o) Ihr könnt also auch einen normalen Deckel verwenden. 
Als Füllung hab ich ebenfalls einen wunderbar würzigen Cheddar verwendet, aber Ihr könnt natürlich jeden Käse wählen, der Euch schmeckt. Ich werd beim nächsten Mal auch noch ein wenig Schnittlauch mit reingeben - kann ja nicht schaden.
Apropos, und da schließt sich wieder der Kreis... Was natürlich auch nicht schaden kann, wären ein paar gebratene Scheiben leckerer Speck, denn Ihr wisst ja, mit Speck schmeckt alles besser!

Schönen Sonntag!

Soufflé-Omelette mit Käse
Zutaten
30 g Cheddar
3 Eier
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
Butter für die Pfanne

Zubereitung
Den Käse grob reiben und beiseite stellen. Die Eier trennen, das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Die Eigelbe mit Pfeffer würzen, dann die Hälfte des Ei- schnees unterrühren und den restlichen Eischnee sehr behutsam unterheben.
Etwas Butter in der Pfanne zerlassen, dann die Omelettemasse hineingeben, mit Cheddar bestreuen und abgedeckt bei mittlerer Hitze für 3-5 Minuten stocken lassen. 
Mit einem Spatel längs eine Nut in die Masse ziehen, dann das Omelette überklappen und falten. Kurz zusammenhalten, dann servieren.