Grünkohlchips | Kale Chips

Grünkohl-, bzw. Kale Chips waren vor ungefähr 2-3 Jahren so richtig "hipp", damals ist der Trend nämlich aus USA zu uns rübergeschwappt und plötzlich gab es überall Kale Chips. Ich hab mich damals standhaft gegen diese Chips gewehrt, denn als anständige Bremerin isst man seinen Grünkohl nur komplett totgekocht und außerdem bin ich einiges, aber ganz sicher nicht hipp ;o)
Im letzten Jahr hab ich mich dann doch mal überwunden, mein Dörrgerät* angeworfen und darin Kale Chips zubereitet. Nicht meine beste Idee, denn gedörrt schmecken diese Chips grauenhaft. Die anständige Bremerin in mir hat sich also nur bestätigt gefühlt.

Die Amerikaner sind allerdings sehr hartnäckig und da ich nach wie vor überall Kale Chips sehe, mir ja vorgenommen habe, immer offen zu sein und Neuem eine Chance zu geben, habe ich dem Kale Chip an sich jetzt eine zweite Chance gegeben - ich bin ja nicht so.

Den wunderschönen bunten Sazawi Wildkohl habe ich bei meinem Gemüsehändler bekommen und dann nur eine ganz einfache Marinade zusammengerührt. Zubereitet habe ich die Chips diesmal im Backofen, ein HIMMELWEITER Unterschied. Vergesst die Zubereitung im Dörrgerät, hier hat der Backofen eindeutig die Nase vorn.

Um es gleich vorweg zu schicken, Kale Chips werden sicher nicht zu meinen Lieblingschips. Wenn neben der Schüssel Kartoffelchips zufällig eine mit Kale Chips steht, werde ich trotzdem weiterhin in die Kartoffelchips-Schüssel greifen und mich nur ab und zu in die mit den Kale Chips verirren, trotzdem üben diese Dinger eine merkwürdige Faszination aus. 
Geschmacklich sind sie ganz lecker, diese zarte, unglaublich knusprige Struktur und das damit verbundene Mundgefühl ist aber das eigentlich spannende - zumindest für mich. Kaum hat man so ein dünnes Blatt im Mund, bricht es auch schon in sich zusammen und zerfällt in 1000 Stücke. Faszinierend! 

Als Nächstes probiere ich Rosenkohlchips aus. Eigentlich hasse ich Rosenkohl inbrünstig, aber Ihr wisst ja: Immer offen bleiben für Neues - außer für Zimt** :o) 

So, und weil wir uns in diesem Jahr nicht mehr lesen werden, wünsche ich Euch jetzt schon einen Guten Rutsch.

Kommt gut rein!

Zutaten
250 g Grünkohl (bei mir Sazawi Wildkohl)
4 EL Olivenöl
2 confierte Knoblauchzehen 
1/4 TL Piment d'Espelette
Abrieb einer Bio-Zitrone 
Fleur de Sel (oder bei mir Murray River Salt)

Zubereitung
Den Kohl waschen, trocknen und putzen, d.h die groben Strünke entfernen und den Kohl in mundgerechte Stücke zupfen. Olivenöl und Knoblauchzehen in ein Gefäß geben und mit einem Pürierstab glatt mixen. Piment d'Espelette und Zitronenabrieb dazugeben und alles in eine Schüssel geben. Kohl dazugeben, mit Salz bestreuen und mit den Händen vermischen, so dass der Kohl gleichmäßig benetzt ist.
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und im auf 150°C vorgeheizten Backofen für 30 Minuten backen, bis der Kohl knusprig ist. 
Herausnehmen, abkühlen lassen und knabbern!
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** und Rosinen, Datteln, Leber und Orangeat 

Kommentare:

Lisa hat gesagt…

Super, dass muss ich jetzt endlich auch probieren. Leider ist das in Österreich gar nicht so einfach an Grünkohl zu kommen .

Sabrina hat gesagt…

Ich suche schon lange nach einem gutem Rezept, denn die Chips zu kaufen geht ganz schön ins Geld. Wird auf jeden Fall ausprobiert.
Liebe Grüße Sabrina

Katha hat gesagt…

Bessere Hälfte murrt gerade, dass ich seinem Grünkohl doch nie so etwas antun würde, oder? ;) Aber mal schauen, ich denke die werde ich im nächsten Jahr auf jeden Fall mal ausprobieren!

Danke für deinen mutigen Schritt vorweg ;)

Liebe Grüße,
Katha

Netzchen hat gesagt…

hi, noch nie probiert aber dein Rezept wird gerade gedruckt und ich bin gespannt,
bist jetzt hab ich mich nur an Kartoffel, Kürbis und Zucchini herangetraut beim Trocknen.

Danke für dein Inspiration!

lg netzchen

Steph hat gesagt…

Lisa, Du kannst das auch mit anderen Kohlsorten ausprobieren!

Katha, ich war ähnlich skeptisch wie Dein Mann :o)

 

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