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Kartoffeltoastbrot

Wir essen sonntags am liebsten Brötchen, aber ab und zu muss es auch mal ein knuspriges Toast sein - als Beilage zu Rührei ist es sowieso unverzichtbar und Sandwiches ohne Toastbrot gehen auch gar nicht. Ich esse schon immer ausgesprochen gerne Toastbrot, also ist es langsam mal an der Zeit, eine kleine, aber feine Toastbrotabteilung im Kuriositätenladen einzurichten.
Vielleicht denkt Ihr jetzt, dass Toastbrot kein allzu ergiebiges Gebiet ist, denn Toastbrot ist halt Toastbrot, aber so einfach ist das nicht. Es gibt normales Toast-brot, Buttertoast, Dinkeltoastbrot, Vollkorntoast, Körnertoast, usw., usf. Ihr seht schon, dieses Thema hat eine Menge Potential!

Kartoffeltoastbrot

Bärlauchfocaccia mit Bärlauchquark

Eigentlich wollte ich Euch heute ein Bärlauchsenfrezept vorstellen, aber ich komme einfach nicht dazu, den anzusetzen. Der Grund dafür, dass ich zur Zeit selten in meiner Küche bin, wird Euch auch interessieren, denn es betrifft den KuLa. Keine Sorge, is nix Schlimmes ;o)

Vor ziemlich genau 4 Jahren habe ich meinem Blog das aktuelle Design verpassen lassen, war damit aber nie so richtig zufrieden. Da ich leider kein großes Glück mit der Designerin hatte, war ich nach den 9 Monaten, die es gedauert hat, bis sie mir endlich das Design abgeliefert hatte (ja, richtig, 9 Monate hat das gedauert), einfach nur froh, es endlich hinter mir zu haben und hab das Thema, obwohl ich nicht 100% zufrieden war und auch einige Fehler im Detail steckten, erstmal ad acta gelegt. 

Jetzt, nachdem Jankes Blog in neuem Glanz erstrahlt, hab ich auch wieder Blut geleckt und mir jemanden gesucht, der sich mit sowas auskennt und der, bzw. die mir ein neues Design baut. Aus diesem Grund bin ich gerade dabei, eben diese Grundsanierung vorzubereiten, denn auch wenn sich grundlegend nicht so viel ändern wird (die klassische Grundform bleibt also erhalten), hab ich mir ein paar kleine Details überlegt, die meinen Blog endlich zu dem machen, was er sein soll - nämlich mein Online-Kochbuch. Was das genau ist, verrate ich natürlich erst, wenn es so weit ist, aber Ihr sollt schon einmal wissen, dass es der Werkelei im Hintergrund geschuldet ist, dass der Bärlauchsenf wahrscheinlich erst im nächsten Jahr dran ist. Auch wenn ich Bärlauch sehr liebe, gibt es gerade Wichtigeres!

Bärlauchfocaccia

Bärlauch-Pestobrot im Glas

Ich setze mir mit meinem Blog immer mal wieder kleine Ziele. So wollte ich vor einigen Jahren beispielsweise eine komplette Fondabteilung haben, also alle Fond-rezepte bloggen, die ich selbst auch verwende (= Check ✓). Ähnlich ist es mit Teigen, da möchte ich auch irgendwann alle Grundteige detailliert vorstellen. Beim Bärlauch hab ich mir ebenfalls ein Ziel gesetzt, ich möchte nämlich alle Grund-rezepte in meinem Archiv haben, die es so gibt. 
Der Anfang ist bereits gemacht, denn ich hab bereits Bärlauchpaste, -essig & -öl, -risotto, einen Aufstrich, -waffeln, -risotto und Bärlauchbutter in meinem Sortiment. Es fehlen aber noch ein paar Rezepte, so zum Beispiel auch ein Pesto.
Deshalb ist natürlich klar, dass mein Monatspesto für den April ein Bärlauchpesto geworden ist und damit es nicht so langweilig wird, hab ich daraus ein Pestobrot im Glas gebacken. Vielleicht passt das sogar noch auf Euren Osterfrühstückstisch, es ist ja sehr fix gemacht.  

Bärlauch-Pestobrot im Glas

Osterlamm aus Hefeteig

Für den Fall, dass Ihr zu Ostern Brot oder Brötchen backen möchtet, aber keines meiner bereits gebloggten Rezepte so richtig passt, habe ich jetzt eine neue Variante des Hefezopfes gebacken um das Ihr nicht herumkommen werdet. Diesmal in Form eines kleinen, ziemlich untersetzten Osterlamms - übrigens das einzige Lamm, das bei uns zuhause auf den Tisch kommt ;o)
Hefeteig ist ja einer meiner erklärten Lieblingsteige, dieses figürliche Backen liegt mir aber nicht so besonders, daher hab ich dieses Osterlamm, das auch schon eine ganze Weile auf meiner ToDo-Liste stand, auch immer wieder aufs nächste Jahr verschoben. In diesem Jahr war es aber endlich dran und wie so oft frage ich mich nun im Nachhinein, weshalb ich das nicht schon viel früher mal ausprobiert habe. 

Dolly, das Osterlamm aus Hefeteig
Da ich gestalterisch keine große Leuchte bin, hatte ich vor dem Zusammenbau ein kleinwenig Muffensausen. Für meinen ersten Versuch finde ich "Dolly" aber schon recht gut gelungen. Sie sieht freundlich aus, ist puschelig und auch die inneren Werte stimmen - was will man da mehr?
Das Grundrezept ist wieder das, das ich auch bereits für meinen Hefezopf verwendet habe. Für mich das perfekte Rezept, denn der Teig lässt sich sehr gut verarbeiten, ist wunderbar flaumig und der fertige Hefezopf herrlich locker. 

Mein Rezept ergibt zwei recht stattliche Osterlämmer, es bleibt also vielleicht sogar noch eines für Ostermontag übrig. 

Dolly, das Osterlamm aus Hefeteig
Die anderen Teilnehmer des Osterbrunchs haben sich natürlich auch heute wieder leckere Rezepte überlegt, es gibt knusprige Brötchen und Croissants, Hefegebäck und Brot. 
Morgen geht es dann mit den passenden Brotaufstrichen weiter, denn nur trocken Brot schmeckt ja zu Ostern auch nicht. 

Viel Spaß beim Stöbern und Nachbacken!

SweetPie ~ Quark Dinkelbrötchen
Jankes*Soulfood ~ Herzhafte Bärlauch-Brioches
Gaumenpoesie ~ Steirisches Osterbrot
Cuisine Violette ~ Butter Croissants
Kleines Kulinarium ~ knusprige Brötchen mit Übernachtgare
lecker macht laune ~ Gefüllter Osterkranz
Was du nicht kennst... ~ Haselnussbrot

Dolly, das Osterlamm aus Hefeteig vor dem Backen
Zutaten
500 g Mehl, Typ 405
250 g kalte Milch
1 TL Honig
50 g Zucker
1 Würfel Frischhefe
75 g zimmertemperierte Butter
1 TL Salz
1 Ei
1 TL Zitronenextrakt, hausgemacht

Außerdem 
Milch zum Bestreichen
Hagelzucker
Puderzucker

Zubereitung
Das Mehl in eine Schüssel geben und mit einem Löffel in der Mitte eine Mulde hineindrücken. Die Frischhefe zerbröseln und in die Mulde geben. Den Honig dazugeben und die Mulde mit Milch auffüllen. 
Eine Viertelstunde stehen lassen, bis die Hefe anfängt zu "arbeiten", es steigen dann kleine Bläschen auf. 
Die restliche Milch, den Zucker, Butter, Ei, Salz und den Zitronenextrakt dazugeben und alles sehr gründlich mit der Küchenmaschine zu einem glatten, elastischen Teig verkneten.
Abgedeckt in der Schüssel gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat, das kann je nach Zimmertemperatur bis zu 2 Stunden dauern, aber auch erheblich schneller gehen. Man kann den Teig auch am Vorabend zubereiten und bis zum nächsten Tag abgedeckt im Kühlschrank gehen lassen.
Ca. 1 Stunde vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und Zimmer- temperatur annehmen lassen.
Den Teig erneut durchkneten und halbieren. Zuerst den Kopf formen, dafür eine kleine Menge Teig erst rund schleifen und dann länglich, hochkant hinlegen. Drei sehr kleine Kugeln formen und nebeneinander oben auf den Kopf setzen, dann zwei etwas größere Portionen zu einer dünnen Rolle formen und als Ohren neben den Kopf legen. Vier Teigportionen länglich zu Beinen formen, den Rest zu Kugeln und daraus den Körper formen. Eine kleine Kugel als Schwanz hinten dransetzen, dann die Beine unter den Körper schieben. 
Eine Schokolinse als Auge in den Kopf drücken, dann das Schaf abgedeckt ca. 20 Minuten gehen lassen.
Das Schaf mit Milch bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen, dann ca. 30 Minuten im auf 180°C vorgeheizten Backofen backen, bis die Schafe goldbraun sind.
Je nach Vorliebe so servieren oder zusätzlich mit Puderzucker bestreuen. 

Focaccia mit Lecsó

Ich hab ein neues Brotbackbuch, nämlich Breaking Breads* von Uri Scheft. In Breaking Breads geht es nicht um Brotbacken an sich, es werden also keine Grund-lagenkenntnisse vermittelt, sondern wie der Untertitel "A new World of Israeli Baking" bereits vermuten lässt, dreht sich hier alles um israelische Brotrezepte, also reichlich Challah-, Babka- und Fladenbrotrezepte, dazu noch einige süße Gebäcke, Knabberkram und auch einige Beilagen. 
Da ich ja nicht so die große Brotbäckerin bin, sondern gerne besondere Gebäcke ausprobiere und eine große Vorliebe für die israelische Küche habe, kommt mir das sehr entgegen. Ich bin absolut begeistert von dem Buch!

Focaccia mit Lecsó
Das erste Rezept, das ich aus dem Buch ausprobiert habe, war direkt ein Volltreffer - wenngleich gerade dieses Brot gar keine israelische Spezialität ist, sondern Uri Schefts Variante der italienischen Focaccia. 

Ich hab in den letzten Jahren bereits einige Focacce gebacken und auch zwei Rezepte gebloggt (eine schlichte Focaccia und eine Schiaccata mit roten Zwiebeln), aber keines kam auch nur annähernd an dieses ran, denn es ist ebenso lecker wie simpel in der Zubereitung. 

Der Teig wird, ähnlich wie das No Knead Bread, mehr oder weniger zusammen-gerührt, entweder wie Uri Scheft es vorschlägt mit einem Holzlöffel oder kurz mit der Küchenmaschine, wie ich es mache. Ich hab beide Versionen ausprobiert und keinen Unterschied bemerkt. Es kommt vielmehr darauf an, den Teig wirklich nur kurz zu verrühren und nach dem ersten Gehen vorsichtig zu falten - dadurch kommt ordentlich Luft in den Teig, bzw. es bilden sich diese enormen Luftblasen.

Das Olivenöl wird hier nicht sofort unter den Teig geknetet, sondern kommt erst nach dem ersten Gehen dazu, nämlich wenn der Teig gefaltet wird. Eine genaue Menge kann ich nur schlecht angeben, lasst die Flasche einfach einmal um den Teig kreisen und das Öl in einem sehr dünnen Strahl an den Rand der Schüssel laufen. Der Teig lässt sich so sehr leicht aus der Schüssel lösen und falten wie im Rezept unten beschrieben.

Focaccia mit Lecsó
Eine Focaccia kann ganz schlicht, einfach nur mit etwas Olivenöl beträufelt und grobem Meersalz bestreut, gebacken, oder auch ähnlich wie eine Pizza belegt werden, da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. 
Ich hab mich, weil mein Vorratsregal immer noch reichlich gefüllt ist, für ein Glas eingewecktes Lecsó entschieden. Bevor ich dieses Rezept für mich entdeckt hab, standen noch fast 20 Gläser Lecsó im Regal, mittlerweile sind es noch ca. 12 - alles komplett in die Foccaciabäckerei gewandert. Ihr könnt Euch also vielleicht vorstellen, wie begeistert wir von dem Rezept sind. Außer Lecsó hab ich auch schon Shakshouka und Ajvar drauf geschmiert und demnächst folgt auf jeden Fall noch Variante mit Spinat und Feta. 

Diese Focaccia wird, wenn Ihr sie so wie unten beschrieben backt, MINDESTENS genauso lecker, luftig und knusprig wie aus der Bäckerei und schmeckt sowohl warm, als auch kalt. Wir essen sie auch gerne am nächsten Tag und wärmen sie dann nur kurz auf.
Tipp
Im Rezept ist in halber Würfel Hefe angegeben, Ihr könnt aber auch einen ganzen nehmen, wenn es mal schnell gehen muss. Das macht geschmacklich  in diesem Fall keinen Unterschied. 
Focaccia mit Lecsó
Zutaten für 2 Focacce
500 g Mehl, Type 550
½ Würfel Hefe
400 g kaltes Wasser
1 TL Rapshonig
12 g Salz
Olivenöl*

Außerdem
ca. 500 g Lecsó, hausgemacht
1 Mozzarella
etwas Olivenöl
zwei Zweige Basilikum
grobes Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung
Das Mehl in eine Schüssel geben und mit einem Löffel eine Mulde hineindrücken. Die Hefe hineinbröseln und mit Wasser auffüllen. Den Honig zufügen und ca. 15 Minuten stehen lassen, bis die Hefe anfängt zu arbeiten. 
Das restliche Wasser und Salz zufügen und alles grob zu einem Teig verkneten. Der Teig soll nur kurz durchgerührt werden und muss nicht glatt sein. Abgedeckt gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Etwas Olivenöl in einem sehr dünnen Strahl am Schüsselrand einlaufen lassen (ca. 2-3 EL) und den Teig vorsichtig mit einem Silikonspatel von der Schüssel lösen. Den Teig mit beiden Händen an der vom Körper abgewandten Seite anheben (soweit hochziehen, dass er sich gerade nicht komplett aus der Schüssel löst) und nach vorne umschlagen. Die Schüssel um 90° drehen und genauso verfahren. Den Teig auf diese Weise insgesamt 4x falten, dann mit dem Schluss nach unten drehen und abgedeckt weitere 20 Minuten gehen lassen. 
Erneut etwas Olivenöl am Schüsselrand entlang träufeln, dann den Teig wie oben beschrieben 4x falten und nochmals 20 Minuten gehen lassen.
Die Arbeitsfläche gründlich bemehlen, dann den Teig vorsichtig darauf gleiten lassen. Vorsichtig etwas rechteckig auseinanderziehen und mit einem Messer oder einer Teigkarte einmal in der Mitte teilen. 
Jeweils eine Teigportion mit der Schnittfläche nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und wieder ein wenig auseinanderziehen. Dabei darauf achten, dass die Luftblasen nicht zerdrückt werden. 

Die Hälfte des Lecsó auf dem Teigling verteilen, dann eine halbe Mozzarellakugel zerzupfen und gleichmäßig darübergeben. Mit etwas grobem Meersalz und Pfeffer würzen, nochmals ein wenig Olivenöl darüberträufeln und einige Basilikumblätter darauf verteilen. 

Das Backblech direkt auf den Backofenboden legen und den Backofen auf höchster Stufe (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die vorbereitete Focaccia inkl. Backpapier darauflegen und im aufgeheizten Backofen für 5-10 Minuten backen, bis der Focacciaboden kräftig gebräunt ist. Zwischendurch bereits das Backpapier unter der Focaccia rausziehen, da es sonst verbrennt. 
Sobald die Unterseite kräftig gebräunt ist, das Backblech in eine der oberen Backofenschienen unter den Grill schieben und solange backen, bis auch die Oberseite gut gebräunt ist. 
Die Focaccia herausnehmen und abkühlen lassen. Mit der zweiten Focaccia genauso verfahren. 
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Pretzel Bites mit Käsedip

Heute ist im Land der ehemalig unbegrenzten Möglichkeiten Super Bowl Finale. Nicht, dass ich was mit diesem Sport am Hut hätte, ich musste sogar überlegen, was denn da genau gespielt wird. In amerikanischen Blogs wimmelt es gerade aber wieder vor Snackrezepten zum Sportevent des Jahres und ganz weit vorn mit dabei sind auch diese Pretzel Bites mit Käsesauce, also kleine Laugengebäckhappen mit einem käsigen Dip. 
Der Gatte ist ja bekanntlich der weltgrößte Laugengebäckfan, daher habe ich ihn letzte Woche mit diesen kleinen Teilchen überrascht. Ihr glaubt nicht, wie schnell die weg waren...

Pretzel Bites mit Käsedipp
Pretzel Bites sind recht schnell und unkompliziert hergestellt, denn es braucht nur einen etwas reichhaltigeren Hefeteig, ein Natronbad und Salz. 
Ich hab ja mittlerweile einige Laugenrezepte im Archiv, am besten gefallen hat mir aber die Rezeptur der Laugenstangen, die ich für meine Hotdogs mit Bockbier-Sauerkraut verwendet habe, daher kam das Rezept direkt wieder zum Einsatz. 
Achtet beim Natronbad darauf, dass die Wassertemperatur so um und bei 80°C liegt, damit habe ich gute Erfahrungen gemacht. Ich klicke dazu einfach mein Zucker-thermometer* an den Topfrand und habe die Temperatur immer gut im Blick.

Die Käsesauce hab ich für die Chili Cheese Fries aus dem Waffeleisen (aus meinem Waffelbuch Herzhafte Waffeln*) zusammengebastelt, hier passt sie mindestens genauso gut.


Pretzel Bites vor dem WasserbadDie Herstellung der einzelnen Bites ähnelt der von Gnocchi, man muss den Teig einfach nur in kleine Portionen teilen, lange Rollen formen und dann mit einem Messer oder einer Teigkarte in kleine Stücke schneiden. Dabei kommt's nicht auf Genauigkeit an, sondern Ihr könnt sehr rustikal zu Werke gehen. 
Im Anschluss wandern die Stückchen ins Natronbad, schwimmen dort für 20 Sekunden eine Runde und schon geht's ab in den Backofen. Da die Stückchen so klein sind, ist das Wasserbad deutlich einfacher zu handhaben, als beispielsweise bei den Laugenstangen, da muss man schon aufpassen, dass sie sich beim Herausheben nicht in ihre Einzelteile zerlegen. 

Pretzel Bites im NatronbadDie Sauce solltet Ihr auf jeden Fall schon zubereiten, während der Teig geht, dann kann sie abkühlen und dickt kräftig ein. Ihr könnt sie aber auch schon am Vorabend kochen und abgedeckt im Kühlschrank lagern. 
Wenn Ihr dann später die Pretzel Bites dippt, hat die Sauce eine wunderbar cremige Konsistenz und eignet sich nicht nur zum Dippen der Pretzel Bites, sondern auch für Cracker, Gemüsesticks, Nachos, usw. Wenn Ihr nicht gerade Schokostückchen dippt, passt fast alles. 

Pretzel Bites mit Käsedipp
Pretzel Bites 
Zutaten
500 g Mehl, Type 550
½ Würfel frische Hefe
40 g Rapshonig 
100 ml kalte Milch
150 ml kaltes Wasser
11 g Salz
40 g weiche Butter
1 Ei

Außerdem
3 EL Natron*
Wasser
grobes Meersalz oder heller Sesam

Zubereitung
Das Mehl in eine Schüssel geben und mit einem Löffel in der Mitte eine Mulde hineindrücken. Die Frischhefe zerbröseln und zusammen mit dem Honig in die Mulde geben. Die Mulde mit kaltem Wasser und Milch auffüllen. Eine Viertelstunde stehen lassen, bis die Hefe anfängt zu "arbeiten", es steigen dann kleine Bläschen auf.
Das Salz, Butter und das Ei dazugeben und alles sehr gründlich zu einem glatten, elastischen Teig verkneten - entweder mit der Küchenmaschine oder mit dem Mixer.
Abgedeckt ca. 1 Stunde ruhen lassen, bis sich das Volumen des Teiges verdoppelt hat - je nach Umgebungstemperatur kann das auch länger dauern.
Den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und in 8 Portionen teilen. Jede Teigportion zu einer langen dünnen Rolle formen und mit einem Messer Stückchen von ca. 2x2 cm abstechen. 

Wasser mit dem Natron in einem Topf auf 80°C erhitzen. Die Teiglinge nacheinander hineingeben und 20 Sekunden darin schwimmen lassen - zwischendurch mit einem Schaumlöffel bewegen, so dass sie rundherum mit der Lauge in Berührung kommen. 
Mit einer Schaumkelle herausnehmen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit grobem Meersalz (ich verwende Fleur de Sel, da mir grobes Meersalz zu grob ist) oder Sesam bestreuen und 10-15 Minuten bei 180°C im Backofen backen, bis die Bites rundherum gebräunt sind. 
Herausnehmen und mit dem Rest des Teiges ebenso verfahren. 


Käsesauce
Zutaten
150 g Cheddar
15 g Butter
15 g Mehl
200 ml kalte Milch
1 TL Pimenton de la vera dulce*
¼ - ½ TL Cayennepfeffer*
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung im Thermomix
Die Rinde des Käses entfernen und grob in Stücke schneiden. In den Mixtopf geben und 20 Sekunden auf Stufe 10 zerkleinern. Den Käse in eine Schüssel umfüllen und beiseite stellen.
Die Butter in den Mixtopf geben und 3 Minuten bei 100°C auf Stufe 1 erhitzen. Das Mehl dazugeben und weitere 3 Minuten bei 100°C auf Stufe 1 anschwitzen. Milch zufügen und 7 Minuten bei 90°C auf Stufe 4 garen, der Mehlgeschmack ist dadurch nicht mehr so prominent. Den Käse zur Sauce geben und 4 Minuten bei 90°C auf Stufe 3 schmelzen lassen, dann die Sauce mit Salz (sparsam, da der Käse ebenfalls Salz mitbringt), Pfeffer, Pimenton de la vera dulce und etwas Cayennepfeffer würzen. In eine Schüssel umfüllen und abkühlen lassen. 

Zubereitung ohne Thermomix
Butter in einem Topf zerlassen. Das Mehl dazugeben und mit einem Schneebesen verrühren, so dass keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Die kalte Milch dazugeben und kräftig Rühren, damit keine Klümpchen entstehen. Unter gelegentlichem Rühren bei mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit den Käse reiben. 
Den Käse zu der Béchamel geben und verrühren bis eine cremige Sauce entstanden ist. Mit Salz, Pfeffer, Pimenton de la vera dulce und Cayennepfeffer würzen. 
In eine Schüssel umfüllen und abkühlen lassen. 
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Tannenbaum-Partybrot

Weihnachten besteht nicht nur aus vielen Geschenken, festlichen Menüs und Unmengen an Süßkram, sondern bei all der Futterei sollten wir eine ganz wichtige Mahlzeit nicht aus den Augen verlieren, das Frühstück!
Sicherlich haben einige von Euch auch schon zum Frühstück Besuch oder wollen es sich einfach richtig gut gehen lassen und schon am Morgen das Verwöhnprogramm beginnen, dann hab ich heute genau das Richtige für Euch. Ich habe Euch ein Party-brot gebacken, aber nicht als langweiliges Rad oder Sonne, sondern bei mir gibt es Tannenbäume. Und falls Ihr Frühstücksmuffel seid und außer einer Tasse Tee am Morgen noch nichts runterbekommt, gönnt Euch das Brot einfach zum Abendbrot.

Tannenbaum-Partybrot
Das Rezept habe ich so bemessen, dass Ihr ein großes Tannenbaumbrot für Euren Frühstückstisch und dann noch ein kleines zum Verschenken herausbekommt, denn damit werdet Ihr sicher noch ganz viel Freude verbreiten können. 
Was Ihr obendruff macht, das hängt natürlich ganz davon ab, was Ihr gerade zuhause habt, achtet nur darauf, dass Ihr helle und dunkle Saaten im Wechsel darauf verteilt, so kommt ein schönes Farbspiel zustande. 
Wenn Ihr das Brot morgens zum Frühstück servieren oder verschenken möchtet, aber nicht extra früher aufstehen wollt, könnt Ihr den Teig auch mit einem Viertel der angegebenen Hefemenge ansetzen und dann abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag müsst Ihr ihn nur eine halbe Stunde Zimmertemperatur annehmen lassen und schon könnt Ihr mit dem Formen der Brötchen weitermachen. 

Tannenbaum-Partybrot vor dem Backen
Zutaten für ein großes und ein kleines Brot
800 g Mehl, Type 550
1 Würfel Frischhefe
1 TL Rapshonig
450 g kaltes Wasser
1 Ei
60 g weiche Butter
16 g Salz

Außerdem
Mohn, heller und schwarzer Sesam, Sonnenblumenkerne, usw. 

Zubereitung
Das Mehl in eine Schüssel geben und mit einem Löffel in der Mitte eine Mulde hineindrücken. Die Frischhefe zerbröseln und in die Mulde geben. Einen TL Honig zu der Hefe geben und die Mulde mit Wasser auffüllen. Einige Minuten ruhen lassen, dann die weiche Butter, das Ei und Salz dazugeben und alles mit der Küchen-maschine 5 Minuten zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig abgedeckt gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Für das große Tannenbraumbrot 23 Teigportionen à ca. 45 g abwiegen und rund wirken. Zuerst aus zwei Teiglingen einen Baumstamm bilden und dann darüber eine Reihe von 6 Teiglingen aneinanderlegen. Pyramidenförmig die weiteren Teiglinge ansetzen. Je nach Geschmack, die Teiglinge erst etwas  befeuchten (ich drücke die Teiglinge auf ein befeuchtetes Küchenpapier) und dann in verschiedene Saaten drücken. Das Brot anschließend nochmals ca. 30 Minuten ruhen lassen.

Für das kleine Tannenbaumbrot 17 Teigportionen à 20 g abwiegen und wie oben vorgehen, nur anstelle der 6 Teiglinge in der untersten Reihe, 5 anlegen. 

Das große Tannenbaumbrot im auf 180°C vorgeheizten Backofen (Ober- und Unter-hitze) ca. 40 Minuten hellbraun backen, das kleine 30 Minuten. Brot herausnehmen und warm oder komplett abgekühlt servieren.
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Milchbrot, DAS Milchbrot!

Ich hab schon länger kein Brot- oder Brötchenrezept mehr gebloggt, aber das soll sich in Zukunft ändern, denn ich möchte wieder öfter mal Brot backen. 
Tatsächlich hat mich das oft beschriebene Brotbackvirus ja nie richtig gepackt, denn bereits beim zweiten Backdurchgang fange ich an mich zu langweilen. Für mich ist der besondere Reiz am Kochen und Backen das Ausprobieren und -tüfteln und beides fehlt, wenn ich regelmäßig die gleichen Brote backen soll. 
Meine Mama hat mich aber in der letzten Zeit mit soviel interessanten Rezepten versorgt, dass ich unbedingt mal wieder ein wenig rumprobieren möchte. Macht Euch also darauf gefasst, hier zukünftig wieder ab und zu ein Brotrezept zu finden. 

Milchbrot
Dieses heutige Rezept, bzw. das Ausgangsrezept, aus dem dieses geworden ist, ist bei mir leider nichts geworden. Das liegt wahrscheinlich an den doofen Cups, denn damit kann ich nicht arbeiten. Entweder ich koche und backe völlig frei oder ich wiege ab, dieses Cup-Gemauschel dazwischen mag ich gar nicht. 
Was bleibt einem aber übrig, wenn man merkt, dass ein Rezept ein enormes Potential hat, so aber noch nicht hinhaut? Da muss man halt ran und solange tüfteln, bis die Rezeptur endgültig stimmt. Genau an diesem Punkt bin ich jetzt mit diesem wahrscheinlich leckersten Milchbrot ever, also ist es hohe Zeit, Euch mein aktuelles Lieblingsrezept vorzustellen.

Milchbrot
Klassische Hefezöpfe sind nicht unbedingt meine Sache, denn ich mag es ja nicht so gerne süß, dieses Milchbrot ist aber so gut, dass ich mich immer wieder dabei erwische, doch noch ein Scheibchen zu naschen - kein Wunder, obendrauf sind ja auch viele leckere Maldon Sea Salt-Kristalle und bekanntlich liebe ich Salz.
Die Konsistenz dieses Brotes liegt irgendwo zwischen Brioche und Hefezopf, es ist aber nicht so mächtig und buttrig wie ein Brioche und auch nicht so "langweilig" wie ein Hefezopf. Ihr wisst ja, die Lösung liegt immer in der Mitte.

Wie fast jedes außergewöhnlich gute Rezept, hat auch dieses eine "Geheimzutat", in diesem Fall Milchpulver*, das ich in der Bioversion im Bioladen kaufe. 
Ich hab das Brot bereits ohne Milchpulver gebacken (ein unfreiwilliges Experiment, weil ich das Pulver vergessen hatte) und das Ergebnis war sehr enttäuschend. Ein normales weiches Brot, aber diese besondere Fluffigkeit, die das Brot genauso weich wie ein dickes Daunenkissen macht, die hat gefehlt.

Ihr könnt das Brot natürlich ganz klassisch in einer Kastenform backen, ich mach es aber gerne so wie im Originalrezept und forme drei Teiglinge, die ich dann in eine runde Form lege. Das Brot lässt sich so später einfach auseinanderbrechen und entweder bei Tisch zerzupfen oder in handliche Scheiben schneiden.

Übrigens hält sich dieses Brot durch das Kochstück (was das ist, erläutere ich im Rezept unten) problemlos auch bis zum nächsten Tag und ist dann immernoch sehr saftig und fluffig.

Milchbrot
Zutaten

Kochstück
30 g Weizenmehl, Type 550 (bei mir Gelbweizenmehl)
150 g kaltes Wasser

Hauptteig
500 g Weizenmehl, Type 550 (bei mir Gelbweizenmehl)
100 g kalte Milch
50 g kalte Sahne
50 g Akazienhonig*
20 g Bio-Milchpulver*
1/2 Würfel Frischhefe
11 g Salz
1 Ei
40 g zimmertemperierte Butter

Außerdem
Maldon Sea Salt Flocken*
1 Ei und 3 EL kaltes Wasser zum Bestreichen

Zubereitung
Für das Kochstück das Mehl und das kalte Wasser in einen Topf geben und mit einem Schneebesen verrühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Zum Kochen bringen und Rühren, bis die Masse kräftig andickt und in etwa die Konsistenz eines Puddings hat. Von der Platte ziehen und abkühlen lassen. 
In der Zwischenzeit das Mehl in eine Schüssel geben und mit einem Löffel in der Mitte eine Mulde hineindrücken. Die Frischhefe zerbröseln und in die Mulde geben. Honig dazugeben und die Mulde mit Milch und Sahne auffüllen. Eine Viertelstunde stehen lassen, bis die Hefe anfängt zu "arbeiten", es steigen dann kleine Bläschen auf.
Die Butter, Ei, Salz, Milchpulver und das Kochstück dazugeben und alles sehr gründlich mit der Küchenmaschine zu einem glatten, elastischen Teig verkneten. Für ca. 60 Minuten abgedeckt gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat. 

Den Teig in drei Portionen teilen und rund wirken. In eine gefettete Backform legen und nochmals abgedeckt eine halbe Stunde gehen lassen. Das Ei mit dem Wasser verkleppern und die Oberfläche des Teiglings damit bestreichen, dann mit Salzflocken bestreuen. 
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen für ca. 55 Minuten backen, bis das Brot goldbraun ist. Herausnehmen und auf einem Kuchenrost auskühlen lassen.
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Butter Dip Buttermilk Biscuits

Wenn Ihr sonntags mal wieder Appetit auf frisches Frühstücksgebäck habt, aber weder ewig lange in der Küche stehen, noch zum nächsten Bäcker laufen mögt, habe ich heute genau das Richtige für Euch, nämlich eine neu entdeckte, geradezu spektakuläre Buttermilk Biscuit-Variante, für die Ihr alle bisher bekannten Rezepte ad acta legt, versprochen!
Aufgefallen sind mir diese Biscuits neulich beim Stöbern auf Pinterest und sie sahen so wunderbar fluffig aus, dass mich nichts mehr auf dem Sofa gehalten hat - die MUSSTE ich sofort nachmachen!

Butter Dip Buttermilk Biscuits
Ich bin, was Frühstücksgebäck betrifft, eigentlich sehr genügsam und schon mit einem normalen knusprigen Brötchen zufrieden, Biscuits sind mir oft schon zu schwer und machen mich schnell platt, diese Butter Dip Biscuits sind aber eine ganz neue Liga. Solche Biscuits hab ich noch nicht gegessen und noch nie war ich auch nur annähernd so begeistert von einem Biscuit- oder Scones-Rezept.
Wirklich gute Biscuits und Scones sind gar nicht mal sooo ein Kinderspiel, denn sie sollten auf keinen Fall trocken oder gar platte Flundern sein, sondern müssen richtig schön dick, leicht blättrig, aber fluffig und außen schön knusprig sein - alles gleichzeitig!

Butter Dip Buttermilk Biscuits
Die Zubereitung dieser Butter Dip Buttermilk Biscuits unterscheidet sich wesentlich von der normaler Biscuits oder Scones, denn hier wird die Butter nicht kalt in Flocken unter den Teig geknetet, sondern separat geschmolzen und dann als Butterbad in die Backform gegeben, so dass sich der bis dahin noch butterfreie Teig so richtig schön vollsaugen kann. 
Das Ergebnis sind unglaublich fluffige Biscuits, die deutlich lockerer sind als die herkömmlich gebackenen und eine so knusprige Kruste haben, als wären sie frittiert. Ihr kennt das vielleicht, ab und zu gibt es so Rezepte, die einen richtig umhauen, diese Biscuits gehören für mich eindeutig dazu!

Ein paar wenige Biscuits habe ich übrigens eingefroren und am nächsten Tag auf dem Toaster aufgebacken. Auch hier war das Resultat besser als bei allen bisher ausprobierten Rezepten. Es sind halt DIE Biscuits schlechthin. Für mich zumindest ;o)

grob verrührter Biscuit-Teig
Damit die Biscuits besonders locker und blättrig werden, darf der Teig nicht zu sehr geknetet oder verrührt werden. Ihr seht auf dem Bild oben, dass die Zutaten recht grob miteinander vermengt wurden. Ich verrühre sie nur soweit, das die Flüssigkeit komplett aufgenommen wird. Das Mehl ist dann aber immer noch recht klumpig und das ist auch völlig ok, denn das bewirkt später die flockige Struktur, wie es auch bei den traditionellen Buttermilk Biscuits der Fall ist.
Wenn der Teig dann in die Form gedrückt wird, läuft automatisch die geschmolzene Butter über die Oberfläche und in die Sollbruchstellen, so dass sich die Biscuits rund-herum vollsaugen können und gleichmäßig knusprig werden.

Butter Dip Buttermilk Biscuits vor dem Backen
Zutaten
150 g Butter + Butter für die Form
400 g Mehl
2 EL Rohrohrzucker
1 TL Salz
2 EL Weinsteinbackpulver
450 g Buttermilch

Zubereitung
Die Butter in einem Topf schmelzen und leicht bräunen. Eine Auflaufform rundherum ausbuttern und die flüssige Butter hineingeben. 
Mehl, Zucker, Salz und Backpulver trocken in einer Schüssel miteinander vermischen, dann die Buttermilch dazugeben und grob zu einem Teig verkneten, bis die Flüssig-keit aufgenommen wurde. In die Backform geben und gleichmäßig verteilen. Je nach Backformgröße mit einem Messer oder einem Pfannenwender in ca. 8-10 Portionen teilen und im auf 230°C vorgeheizten Backofen für 20-25 Minuten backen. Herausnehmen, ca. 20 Minuten ruhen lassen und dann aus der Form nehmen. Je nach Geschmack warm oder abgekühlt servieren.
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Kräuterbutter-Zupfbrötchen

Typisch, dass ich mir gerade dieses Jahr überlegt habe, Beilagenbrote und Brötchen zum Grillen zu bloggen, wenn der Sommer bis auf wenige Ausnahmen mehr oder weniger ins Wasser fällt. Aber ich lasse mich davon nicht beirren und backe und blogge einfach weiter. Schließlich kann man auch bei 15 Grad und Regen grillen, man braucht nur anständige Kleidung, große Schirme oder nen gemütlichen Pavillon. Wir sind ja schließlich nicht aus Zucker, oder?

Kräuterbutter-Zupfbrötchen

Nach meinen Kräuterbutter- und Spezialbaguette, den Imbissbrötchen und meinem Pizza Monkey Bread habe ich heute Kräuterbutter-Zupfbrötchen nach einer Idee von Jamie Oliver für Euch. Ich glaube, das ist sogar das erste Rezept hier im Blog, das auf einem von Jamie Oliver basiert - hat ja auch nur um und bei 8 1/2 Jahre gebraucht ;o)
Für dieses Rezept hab ich mein Standard-Brötchenrezept und meine Kräuterbutter verwendet, die aber noch mit reichlich Knoblauch gepimpt. Ab und zu darf das schon einmal sein. Ihr könnt aber natürlich jede Kräuterbutter verarbeiten, die Ihr mögt.

Kräuterbutter-Zupfbrötchen

Da ich seit einiger Zeit gerne auf meinen nicht mehr ganz so neuen Ikea-Blechen backe, hab ich die Teigmenge so angepasst, dass die Brötchen perfekt dort drauf-passen. Wie Ihr seht, bleibt da kein Millimeter mehr frei und wenn Ihr mögt, könnt Ihr die Brötchen auch stürzen und dann so am Stück auf den Tisch stellen. 
Im Vergleich zu Standard-Beckblechen, sind diese nicht ganz so tief/breit, d.h., wenn Ihr die Brötchen auf einem normalen Backblech backt, hocken sie wahr-scheinlich nicht ganz so dicht aufeinander.

Knusperbodenvorbereitung
Backblech: Ikea
Das Besondere an dieser Zupfbrotvariante ist übrigens nicht die reichliche Menge Kräuterbutter, sondern der Panko-Knusperboden. Von oben sehen sie zwar ganz normal aus, unten sitzt aber der ganze Knusper drunter. 
Ich verwende dafür sehr gerne Panko, also japanisches Paniermehl, das eine gröbere Struktur hat und für das keine Rinde verwendet wird, Ihr könnt aber natürlich auch handelsübliche oder noch besser, selbstgemachte Semmelbrösel verwenden.

Kräuterbutter-Zupfbrötchen vor dem Backen

Zutaten
750 g Mehl, Type 550
1 Würfel Frischhefe
1 TL Rapshonig
450 g kaltes Wasser
2 EL Rapsöl
15 g Salz

Außerdem

100 g Panko
500 g Knoblauch-Kräuterbutter (siehe unten)

Zubereitung
Das Mehl in eine Schüssel geben und mit einem Löffel in der Mitte eine Mulde hineindrücken. Die Frischhefe zerbröseln und in die Mulde geben. Einen TL Honig zu der Hefe geben und die Mulde mit Wasser auffüllen. Einige Minuten ruhen lassen, dann das Öl und Salz dazugeben und alles mit der Küchenmaschine 5 Minuten zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig abgedeckt gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. 
In der Zwischenzeit die Kräuterbutter zubereiten, siehe unten.
Den Teig in Portionen à ca. 50 g abwiegen und die Teigportionen rund wirken. Das Backblech mit einem Drittel der Kräuterbutter bestreichen, dann gleichmäßig mit Panko ausstreuen. Die Teiglinge darauf verteilen und abgedeckt nochmals ca. 30 Minuten ruhen lassen. Das zweite Drittel Kräuterbutter vorsichtig mit zwei Teelöffeln auf den Teiglingen verteilen und 180°C vorgeheizten Backofen (Ober- und Unterhitze) ca. 15 Minuten hellbraun backen. Die letzte Kräuterbutter darüber verteilen und weitere 5 Minuten backen. Brötchen herausnehmen und warm oder komplett abgekühlt servieren.

Knoblauch-Kräuterbutter

Zutaten
300 g weiche Butter
8 confierte Knoblauchzehen
2/3 Bund Grüne-Sauce-Kräuter, ca. 120 g (Petersilie, Schnittlauch, Sauerampfer, Pimpernelle, Borretsch, Kresse und Kerbel)
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1/4 TL Piment d'Espelette*
1/2 TL Lemon Myrtle*
1/2 Schalotte

Zubereitung
Die Butter mit den Knoblauchzehen in einen Standmixer geben und solange aufmixen, bis der Knoblauch vollständig mit der Butter vermengt und diese cremig aufgemixt ist. Die Kräuter dazugeben und solange mixen, bis sie die gewünschte Konsistenz haben, dann mit den Gewürzen abschmecken, die Schalotte schälen, in sehr feine Würfel schneiden und unterheben.
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Pizza Monkey Bread ~ Pizza-Zupfbrot

Ich bin der Meinung, dass die sog. Beilagen beim Grillen mindestens genauso wichtig sind wie das, was auf dem Grill landet, leider aber viel zu oft vernach-lässigt werden.
Ein leckerer Salat, Dipps oder Kräuterbutter oder orientalische Mezze sind eine wunderbare Ergänzung zum Steak, der Bratwurst oder dem Schaschlik. Was ebenfalls auf keiner Grillparty fehlen sollte, ist natürlich Brot. Kräuterbutterbaguettes, Imbissbrötchen oder eine Foccacia passen eigentlich immer und für alle, die mein Brotsortiment schon durchprobiert haben, habe ich heute etwas Neues mitgebracht - bzw. eine Neuinterpretation eines Brotes, das ich Euch bereits vor 7 Jahren vorgestellt habe. Damals habe ich es Pizza-Bollerbrot genannt, heute weiß ich, dass es dafür einen viel "hipperen" Namen gibt. Es ist ein Pizza Monkey-Bread!

Pizza Monkey Bread ~ Pizza-Zupfbrot

Dieses herzhafte Zupfbrot lässt sich natürlich ganz nach Eurem Geschmack abwandeln. Ich hab mich diesmal für eine zweifarbige Variante entschieden, den Teig halbiert und eine Hälfte mit Paprikamark eingefärbt. Tomatenmark funktioniert natürlich genauso, schmeckt mir persönlich nur nicht so gut.
Der Teig wird dann in kleinen Portionen rundgeformt. Ich hab jeweils Portionen à 30 g abgewogen, wenn Eure Bällchen aber später kleiner werden sollten, wiegt immer ca. 20 g ab, dann bekommt Ihr deutlich mehr und kleinere Zupfportionen. 

Pizza Monkey Bread ~ Pizza-Zupfbrot

Wenn Ihr das Zupfbrot wie ich hier in einer Napfkuchenform* backen möchtet, sollte die unbedingt beschichtet sein, denn sonst backt Euch das Zupfbrot durch den enthaltenen Käse gnadenlos fest. Selbst in meiner beschichteten Form blieb es ein wenig hängen, ließ sich aber mit einem Löffel sehr einfach lösen.
Ihr könnt aber natürlich jede Form verwenden, die groß genug ist, egal ob Napf-kuchen-, Spring- oder Pieform - selbst eine Kastenform sieht sicher sehr schick aus.

Bereitet als Ergänzung noch einen leckeren Dipp zu und schon wird das Kotelett auf dem Grill ganz schnell vom Haupt- zum Nebendarsteller degradiert und alles scharrt sich um das Brot.

Pizza Monkey Bread ~ Pizza-Zupfbrot

Heller Teig
250 g Mehl, Type 550
10 g Frischhefe
5 g Salz
1/2 TL Rapshonig
150 ml kaltes Wasser
1 EL Olivenöl

Roter Teig
250 g Mehl, Type 550
10 g Frischhefe
5 g Salz
1/2 TL Rapshonig
100 ml kaltes Wasser
60 g Paprika-oder Tomatenmark

Füllung 
50 g Basilikumblätter (ca. 1 Topf)
40 g Olivenöl
150 g Nordländer, frisch gerieben (alternativ Parmesan oder ein anderer Hartkäse)
2 Frühlingszwiebeln

Zubereitung
Das Mehl in eine Schüssel geben und mit einem Löffel in der Mitte eine Mulde hineindrücken. Die Frischhefe zerbröseln und in die Mulde geben. Honig zu der Hefe geben und die Mulde mit Wasser auffüllen. Einige Minuten ruhen lassen, dann das Öl (bzw. beim roten Teig das Paprikamark) und Salz dazugeben und alles mit der Küchenmaschine 5 Minuten zu einem glatten Teig verkneten.
Abgedeckt ca. 1 Stunde ruhen lassen, bis sich das Volumen des Teiges verdoppelt hat - je nach Umgebungstemperatur kann das auch länger dauern.


In der Zwischenzeit das Basilikum mit dem Olivenöl in einem hohen Gefäß mit dem Stabmixer* fein aufmixen, den Käse reiben und die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Alles in eine Schüssel, geben und vermischen.

Beide Teige in Portionen à 20-30 g teilen und jeweils rund wirken. Die Teigbällchen zu den übrigen Zutaten in die Schüssel geben und gut, aber vorsichtig miteinander vermischen, 
so dass die Teigbällchen rundherum mit Käse und Pesto bedeckt sind.

Eine beschichtete Napfkuchenform einfetten und die Teigbällchen mit Pesto, Käse und Frühlingszwiebeln hineingeben. Nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen, dann bei 180°C 35-45 Minuten im vorgeheizten Backofen goldbraun backen. Das Zupfbrot herausnehmen, 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und vollständig auf einem Kuchenrost abkühlen lassen. 
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