No Knead Bread

JaJa, ich weiß, ich komm mit meinem Blogbeitrag zum Thema No Knead Bread ungefähr 8 Jahre zu spät. So lang ist es nämlich her, dass Jim Lahey's Rezept in der NY Times veröffentlicht wurde und seine erste Runde durch das Internet und die damals existierenden Blogs gedreht hat.
Seitdem hat es schon einige Revivals gefeiert, die von mir aber alle geflissentlich ignoriert wurden. Nicht, weil mich das Rezept nicht interessiert hätte, dieses Rezept stand sogar schon auf meiner NBL (Nachbackliste) bevor es den KuLa überhaupt gab. Nein, ich hatte einfach nicht den richtigen Topf dafür - aber dieses Kapitel hat sich ja seit einigen Wochen erledigt, wie Ihr seit gestern wisst ;o) 

No Knead Bread
Seit ich meinen neuen Wundertopf habe, tüftel ich an der idealen Rezeptur, sprich der optimalen Mehlmenge für meine Topfgröße.
Das Originalrezept war für meine 26 cm-Cocotte etwas zu gering bemessen, denn da der Teig des No Knead Breads sehr weich ist, läuft er, sofern er nicht durch die Topfwände in Schach gehalten wird, etwas in die Breite. Das Brot wird dann also entsprechend flach. Gefiel mir nicht so gut, daher hab ich die Mehlmenge peu a peu angepasst und mich so von 430 g Mehl auf 600 hochgearbeitet. Jetzt passt es perfekt, die Salzmenge, Backzeit und Temperatur stimmt auch - das ist jetzt also "mein" No Knead Bread.
Ich hab eine ganze Reihe Schritt-für-Schritt-Bilder gemacht, zusätzlich könnt Ihr Euch aber auch das Video von Jim Lahey anschauen, in dem er recht anschaulich zeigt, wie das Brot gebacken wird. 

Brotteig, Making-Of
Wie der Name schon sagt, wird der Teig für das No Knead Bread nicht mit dem Mixer oder der Küchenmaschine geknetet, bis ein glatter, elastischer Brotteig entstanden ist, sondern die Teigzutaten werden in einer Schüssel nur ganz kurz miteinander vermengt und blubbern dann abgedeckt über Nacht bei Raumtemperatur vor sich hin. Viele machen das einfach mit der Hand, ich nehme das Ende eines Kochlöffels, dann muss man nicht die Hälfte des Teiges von der Hand friemeln ;o)
Auf die Schüssel stelle ich einfach einen großen (Kuchen-)Teller, man kann sie aber auch in einen (selbstverständlich unbenutzten) Müllbeutel stellen und diesen zuknoten, das mache ich bei normalen Hefeteigen gerne. 
Ich stelle die Schüssel dafür in den Beutel, puste einmal rein, damit er sich aufbläht und so nicht mit dem aufgehenden Teig in Berührung kommt und verknote ihn. Ein Teller funktioniert aber genauso gut. 
Am nächsten Morgen sieht der Teig dann etwa so aus:

Brotteig nach 18 Stunden
Kräftig am Blubbern, oder? 
Der Teig ist wie gesagt recht weich, daher ist es besonders wichtig, die Arbeitsfläche gut zu mehlen, sonst klebt er fest und nichts geht mehr. Der Teig wird dann mit einem Spatel aus der Schüssel geholt und vorsichtig auf die Arbeitsplatte gelegt. Dort falte ich ihn 4x, schlage also die Außenkanten nach innen, eine Teigkarte eignet sich dafür besonders gut, ich mache das aber einfach mit den Händen. Erst oben und unten, dann links und rechts - oder umgekehrt.

Brotteig nach dem Falten
Ich bemehle den Teigschluss (also die gefaltete Oberfläche) und lasse ihn, mit einem Küchentuch bedeckt, für ca. 15 Minuten ruhen. 
Jim Lahey formt jetzt einen runden Brotlaib aus dem Teig, das könnt Ihr aber gleich mal wieder vergessen, der Teig ist viel zu weich und klebt fürchterlich. Der Versuch, daraus einen runden Teigling zu formen, endet unweigerlich in einem klebrigen Desaster. 
Ich lasse den Teig lieber in einem Gärkörbchen (24 cm ) gehen, dadurch bekommt das Brot ein hübsches Muster und der Teig läuft nicht auseinander. Ihr könnt aber genauso gut eine mit einem stark mehlierten Küchentuch ausgelegte Schüssel verwenden.

Das Gärkörbchen muss besonders gründlich mehliert werden, ich drücke das Mehl dafür in jede Ritze und achte darauf, dass es nicht wieder rausfällt. 
Der Brotteig wird nun kopfüber, also mit dem Schluss nach unten, in das Körbchen, bzw. die Schüssel gelegt und wieder mit einem Küchentuch abgedeckt. Nun muss es 2 Stunden gehen. Viel Zeit, um die Küche zu putzen, denn durch das ganze Mehl, sieht es sicher aus wie in der Backstube ;o)

Brotteig im Gärkörbchen
Wenn der Teig 90 Minuten gegangen ist, kommt der Gusstopf zum Einsatz, der wandert jetzt nämlich auf dem zweiten Einschub von unten in den Backofen. Den Backofen stellt Ihr auf "volle Pulle", der muss jetzt richtig arbeiten. Mein Backofen heizt offiziell bis 260°C und mit dieser Temperatur habe ich auch die besten Erfahrungen gemacht. Also voll aufdrehen, bei Ober- und Unterhitze.   
Legt Euch auch schon einmal die Topflappen parat und prägt Euch folgendes Mantra ein: 
Ich fasse weder den Topfdeckel, noch den Topf selbst ohne Topflappen an, ich fasse den aufgeheizten Topf nicht ohne Topflappen an! Niemals!!!

Ich hab mich neulich natürlich nicht dran gehalten, sondern den Topfdeckel beherzt hochgehoben, nachdem ich den Brotteig reingeschubst hatte. Keine gute Idee. Ich hatte also nicht nur Verbrennungen an einem Finger, sondern direkt am Mittel- und Ringfinger und außerdem noch am Daumen und in der Handinnenfläche. Wenn schon, denn schon ;o)
Also, immer schön das Mantra üben... 

Apropos Brot in den Topf schubsen. Wenn der Topf eine halbe Stunde aufgeheizt ist, holt Ihr ihn aus dem Backofen und schubst das Brot beherzt kopfüber in den Topf - der Teigschluss ist jetzt wieder oben und sorgt dafür, dass das Brot an der Oberseite hübsch aufreißt. Wenn das Brot nicht exakt in der Mitte landet, einfach zurecht zupfen, das sieht man nachher nicht mehr. 
Jetzt nur noch den Deckel aufsetzen (Topflappen!) und dann für 45 Minuten ab in den Backofen, nach wie vor auf 260°C. Die ersten 30 Minuten lasst Ihr den Topf zu, nicht schummeln und reingucken! Dann könnt Ihr einen Blick riskieren und je nachdem, wie dunkel die Kruste bereits ist, backt Ihr das Brot nun mit oder ohne Deckel zu Ende, das hängt wesentlich von Eurem Backofen, bzw. der erreichten Temperatur ab. 

Bei meinem Backofen weiß ich, dass ich das Brot 45 Minuten mit geschlossenem Deckel backen kann, das Brot ist dann nicht zu dunkel, sondern genau richtig. Ich spare mir also den Blick in den Topf, sondern backe das Brot in einem Rutsch fertig. 

Nach 45 Minuten holt Ihr den Topf aus dem Backofen (Ihr wisst schon, Topflappen!), nehmt das Brot aus dem Topf und lasst es auf einem Kuchenrost vollständig abkühlen. Wenn es so schön dunkel und kross wie auf dem Bild unten ist, fängt es nach kurzer Zeit an zu knistern - so ein schönes Geräusch! 

Schneidet das Brot wirklich erst an wenn es komplett ausgekühlt ist, dann hat sich das Brot "gesetzt" und Krume und Kruste haben sich optimal entwickelt.

Wichtig! 
Stellt vor der Verwendung Eures Gusstopfes sicher, dass er komplett backofentauglich ist, sich also keine Silikon- oder Plastikteile am Deckel oder den Griffen befinden!

No Knead Bread, Anschnitt
Wie Euer Brot schlussendlich aussieht, hängt ganz wesentlich von der Temperatur Eures Backofens ab. Wenn es also beim ersten Mal noch nicht ganz 100%ig ist, gebt nicht direkt auf, sondern probiert es noch einmal. 
Ich habe zwischendurch einmal ein Brot bei 230°C gebacken und das Ergebnis sah im Vergleich zu den hier abgebildeten Broten eher aus wie einer Wasserleiche. Die Kruste war nicht wirklich kross und die Krume viel zu feucht.  
Jetzt ist die Kruste so kross, dass ich die Krümel nach dem Anschneiden aus der hintersten Küchenecke suchen kann, weil sie in alle Richtungen springen und die Krume ist ebenfalls perfekt. 
Im Gegensatz zu anderen, normal gebackenen Broten, ist die Krume vergleichsweise feucht. Wenn man das Brot zusammendrückt, macht es ein Geräusch, das an einen zusammengedrückten Schwamm erinnert. Es ist aber nicht matschig oder wabbelig, sondern einfach nur angenehm saftig.

No Knead Bread mit 450 g Mehl
Für uns ist das No Knead Brot mittlerweile ein Wochenendklassiker. Ich setze den Teig Freitag- nachmittag an, backe es am Samstag und wir haben dann am Wochenende ein tolles selbstgebackenes Brot, das wunderbar zum Frühstück, aber auch ideal als Beilage zu Schmorgerichten oder Suppen und Eintöpfen schmeckt. Als Alltagsbrot ist es uns zu grobporig, aber dafür ist es ja auch nicht gedacht. 
Wenn das Brot am zweiten Tag etwas trocken geworden ist, schmeckt es übrigens auch getoastet fantastisch.

No Knead Bread
So, und jetzt noch einmal in Kurzform!

Zutaten
600 g Mehl, Type 550
13 g Salz
1/4 TL (gut gehäuft, d.h. ca. 1,5 g) Trockenhefe
470 g kaltes Wasser

Zubereitung
16:00 Uhr Das Mehl mit dem Salz trocken in einer Schüssel vermengen. Die Trockenhefe im kalten Wasser auflösen. Das Hefewasser zum Mehl geben und mit den Fingern oder dem hinteren Ende eines Kochlöffels verrühren. Der Endergebnis soll kein glatter Teig sein, sondern Mehl und Wasser werden nur grob verrührt werden, kleine Teignester sind nicht schlimm, die verbinden sich im Laufe der Gehzeit von allein. Den Teig bei Zimmertemperatur abgedeckt für 18 Stunden gehen lassen.  
10:00 Uhr am Folgetag Den Teig mit der Teigkarte aus der Schüssel lösen und auf die sehr gut bemehlte Arbeitsfläche geben. Den Teig 4x nach innen falten und den Schluss wiederum bemehlen. Mit einem Küchentuch bedeckt ca. 15 Minuten ruhen lassen. 
In der Zwischenzeit ein Gärkörbchen sehr gründlich mehlieren, alternativ eine Schüssel mit einem ebenfalls sehr gut gemehlten Küchentuch auslegen. 
10:15 Uhr Den Brotteig mit dem Schluss nach unten in das Gärkörbchen legen und wieder mit dem Küchentuch bedecken. Für 2 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen. 
11:45 Uhr Nach 1 1/2 Stunden den Gusstopf bei 260°C (Ober- und Unterhitze) auf zweiter Schiene von unten für 30 Minuten aufheizen. 
12:15 Uhr Den Topf aus dem Backofen nehmen, den Deckel abheben und den Brotteig direkt aus dem Gärkörbchen in den Topf schubsen. Der Teigschluss ist jetzt wieder oben. 
Den Deckel auflegen und den Topf wieder in den Backofen stellen. 30 Minuten backen. 
12:45 Uhr Den Deckel anheben und je nach Bräune des Brotes, das Brot die restlichen 15 Minuten ohne Deckel zu Ende backen oder den Deckel wieder aufsetzen.
13:00 Uhr Fertig! Den Topf aus dem Backofen nehmen, das Brot herausnehmen und auf einem Kuchenrost vollständig auskühlen lassen. 
15:00 Uhr Anschneiden, genießen!

Kommentare:

Katja hat gesagt…

Hallo,
Dein Brot sieht, im wahrsten Sinne des Wortes, zum Anbeißen lecker aus!
Nach meinem ersten Versuch im letzten Jahr, habe ich mir kurzentschlossen das Buch gekauft. Leider sind bis jetzt keine weiteren Brote daraus gebacken worden.
Wahrscheinlich auch mangels passendem Topf.
Da ich aber mittlerweile auch einen emaillierten Topf (andere Firma) besitze, sollte ich mich auch mal wieder dran versuchen.
Vielen Dank für diesen tollen Beitrag und die tollen Fotos.
Dein Topflappenmantra muss ich übrigens jedes mal meinem Mann vorbeten, da er sich auch immer wundert, das er sich die Hände an den heißen Gegenständen aus dem Ofen verbrennt ;-)
Ich hoffe, deiner Hand geht es wieder besser!
LG Katja

Fräulein Sachertorte hat gesagt…

Hallo!

Kenne dieses Brot schon länger, backe es auch regelmäßig! Besonders mag ich die Kombi aus Roggenmehl und Bier (statt Wasser)!

LG
Viktoria

Astrid // MONAQO hat gesagt…

Liebe Steph, dieses Brot sieht einfach so fantastisch aus, dass ich am liebsten sofort meinen - auch niegelnagelneuen - Schmortopf von LeCreuset genau dafür benutzen würden. Ich hoffe, ich schaff's am Wochenende und wenn dann die Krumenkrümel wirklich springen ... Brot-Himmel!
Der Tipp mit dem Müllbeutel (unbenutzt ;o)) ist Gold wert. Ich frag mich oft, wo/wie ich Teige über Nacht verstaue.
1000 Dank für Deine immer so akribisch durchgetesteten Rezepte.

Bengelchen hat gesagt…

Das Brot sieht toll und so lecker aus!

Ich habe mich am WE auch an das Brot gewagt, aber die 400 g Mehl waren sogar für meine kleine Cocotte mit 22 cm Durchmesser viel zu wenig.

Aber Übung macht den Meister ;-)

Anonym hat gesagt…

Das No-Knead-Bread ist wirklich super! Aber wie schon beschrieben: man muss zeitig mit der Vorbereitung anfangen, so dass es sich leider für "spontanen" Bedarf nicht eignet. Schön, dass es hier einmal wieder vorgestellt wird - und mit der Anleitung kann wirklich nichts schief gehen. Ich backe meines sonst immer in einem Alu-Guss-Bräter mit Glasdeckel, so erhält es "Ciabatta"-Form.
Gruß – Hollie

Dirk B. hat gesagt…

Hallo, ich lese deinen Blog erst seit kurzem aber dafür jetzt immer! ;-)
Ich muss sagen dieses Rezept ist so unglaublich gut beschrieben. Toll der Zeitplan! Dank deiner detaillierten Anleitung fühle ich mich jetzt in der Lage mein erstes Brot zu backen. :-) Das ist so gut beschrieben, vor allem mit deinen kleinen Tricks und Tipps bestehend aus deinen eigenen Fehlversuchen. Ich bin dann mal backen. Tchööööö

Julia hat gesagt…

Das sieht herrlich aus. Ich habe einen ähnlichen Topf von Le Creuset. Es muss kein Gusseisen sein, oder? Dann probiere ich endlich auch mal das berühmte Topfbrot aus!

Irene Thut-Bangerter hat gesagt…

Liebe Steph
deines sieht ja herrlich und vorallem sehr luftig aus. Ich habe nun das Gegenteil gemacht und den Top *verkleinert* weil uns das Brot sonst zu gross war, heute im Widmatt Blog ergänzt :)
Liebs Grüessli in den Norden
Irene

Sandra / from-snuggs-kitchen hat gesagt…

Wunderschön geworden! Und ich liebe diese großen Löcher in der Krume :D

Kirsten Fats hat gesagt…

Hallo Steph,
welchen Durchmesser hat dein Garkörbchen?
Liebe Grüße aus Köln, Kissi

Steph hat gesagt…

Katja, es ist aber auch wirklich n büschen viel verlangt, im Eifer des Gefechts auch noch daran zu denken, dass der Deckel heiß ist, resp. glüht ;o)
Ich weiß jetzt immerhin, wie sich ein Pferd fühlt, wenn es ein Brandzeichen bekommt...

Viktoria, Bier ist eine großartige Idee! Das wird ausprobiert :o)

Astrid, ich drücke ganz doll die Daumen, dass Du nach dem Anschnitt erstmal gründlich saugen musst ;o)

Bengelchen, die 22 cm-Cocotte, ist die größenmäßig gut für Gemüse und Co geeignet? Die Größe wäre für mich nämlich auch sehr interessant.

Dirk, Wow, Dein Kommentar freut mich wirklich riesig! Ich drücke Dir alle verfügbaren Daumen, dass Du auch ganz bald Dein erstes selbstgebackenes Brot anschneiden kannst :o)

Julia, Le Creuset-Töpfe sind doch auch aus Gusseisen, oder? Ist halt nur emailliert, so wie die Staubtöpfe auch.
Auf jeden Fall klappt es mit einem Le Creuset-Topf natürlich ganz genauso gut. Viel Erfolg und guten Appetit!

Irene, ich hab lieber die Teigmenge vergrößert, weil mir der Energieaufwand für ein so winziges Brot auch etwas zu groß war - nun passt's ;o)

Sandra, ich liebe diese Löcher auch! Für uns kommt die (späte) Entdeckung des NKBs gerade Recht. Unser Haus- und Hof-Ciabatta gibt's leider nirgends mehr und die Alternativen schmecken nicht. Jetzt backe ich halt das No Knead Bread, schmeckt eh noch besser ;o)

Deine Rezepte werden in den nächsten Wochen übrigens noch alle getestet!

Kirsten, das Körbchen hat einen Durchmesser von 24 cm - ich hab es auch noch im Beitrag eingefügt.

Anonym hat gesagt…

Hallo Steph,

ich schleiche um dieses Brotrezept auch schon eine ganze Weile herum, leider habe ich nicht solch wunderbaren Topf und bei den Preisen, wird sich das leider so schnell nicht ändern.
Warum klappt das mit "normalen" Töpfen nicht? Darf man die nicht so erhitzen?
Aber Dein Topf sieht toll aus.
Jetzt fällt mir ein, dass wir noch einen gusseisernen "Erb"topf haben, der ist jedoch nicht emailliert und ich denke auch viel zu groß, leider daher für das Brot nicht geeignet.
Viele Grüße Rike

Steph hat gesagt…

Ich bin ja keine Brotbackexpertin, vermute aber, dass die Eignung eines Topfes von mehreren Faktoren abhängt.
1. Der Topf, inkl. Deckel muss natürlich die wirklich extrem hohen Temperaturen über ca. eine Stunde aushalten
2. Gusseiserne Töpfe haben eine besonders gute Wärmeleitung, d.h., sie speichern die Hitze und geben sie gleichmäßig wieder ab.
3. Durch den schweren Deckel kann keine Feuchtigkeit, also kein Dampf entweichen. Der Topf ist also so eine Art Mini-Backofen.

Vielleicht gibt's noch andere Gründe, aber diese fallen mir ad hoc ein :o)

Manu hat gesagt…

Lecker sieht das Brot aus. Eigentlich habe ich ja ein Problem mit diesen Hefebroten. Also nicht nur ich, sondern auch mein Magen. Aber vielleicht wage ich es doch mal.

LG

Antje Radcke hat gesagt…

Weil ich ein Riesenfan von No-knead-Broten bin, gebe ich gern meinen Senf hier auch noch dazu ;-)
Ich verwende einen emaillierten Keramiktopf von Emile Henry (und zwar den Risottotopf 2,6 l) für eine Mehlmenge von 420 g. Ich backe ausschließlich Brote mit Vollkornmehl (ganz unterschiedliche Sorten) - auch die sind so lecker, dass ich inzwischen "Auftragsbrote" backe (als Freundschaftsdienst, versteht sich - es ist also weder ein Fall für die Lebensmittelaufsicht noch fürs Finanzamt ;-)

Anonym hat gesagt…

Ich danke für Deine rasche Antwort. Gruß Rike

Steph hat gesagt…

Rike, es gibt diese Töpfe (jetzt nicht von Staub, aber das ist ja auch kein Muss) auch bei IKEA und ab und zu hat Aldi auch welche im Angebot.
Besonders die von IKEA sollen auch wirklich gut sein und kosten nur einen Bruchteil dessen, was man für Markentöpfe ausgeben muss. Evtl. wäre das vielleicht mal etwas für Dich?

http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/90232840/

http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/50232842/

maja || moey`s kitchen hat gesagt…

Hach wie schön! Das Brot sieht toll aus!
Ich habe das No Knead Bread auch schon vor ein paar Jahren gebacken und fand es genial. Muss ich unbedingt mal wieder machen.
Besonders gut gefällt mir aber dein Zeitplan zum Rezept - das ist echt genial! So muss ich das auch mal angehen und kann sicher viel besser planen.

Viele Grüße,
Maja

Anonym hat gesagt…

Das backe ich auch gerne, und Deins schaut super aus.
Ich habe irgendwann mal vergessen den Topf mit vorzuheizen. Das Brot ist trotzdem gewohnt gut geworden, seitdem spare ich mir den 'brandgefährlichen' Vorgang ;o).
VG,
Claudi

Yushka Brand hat gesagt…

Sieht herrlich aus! Man sieht förmlich, wie es kracht und splittert beim Anschneiden! Ich hab vor einiger Zeit auch eine Versuchsreihe zum No Knead Brot veranstaltet und rausgefunden, daß man es auch in den kalten Topf geben kann. Der Topf muss also nicht zwangsweise so gefährlich glühen... ;) Und ich nehme keinen Topf, sondern eine hitzebeständige Glasform mit Deckel. Hat den Vorteil, dass man dem Brot beim Werden zuschauen kann!
Liebe Grüsse! Yushka

hoppsala hat gesagt…

Dass die Töpfe der Reihe "Senior" von IKEA hervorragend fürs Topfbrot geeignet sind, kann ich bestätigen. Ich backe meins immer in einem der Töpfe. Sind auch gusseisern und emailiert. Und eigenen sich auch für Induktionsherde.

Birgit hat gesagt…

Ich habe seit Jahren eine IKEA-Bräter, und ich liebe dieses Teil. Schmorgerichte und Eintöpfe mache ich nur noch darin. Demnächst dann auch dieses Brot. Ich bin schon lange neugierig drauf.

maluskoestlichkeiten hat gesagt…

Ein tolles Brot, Steph! Und eine super Anleitung. Im Juni fahren wir nach Turckheim zum Factory Outlet von Staub. Was glaubst du was ich da wohl kaufe!!!
Liebe Grüße MaLu

Melanie hat gesagt…

Ich habe auch seit Weihnachten endlich einen Bräter, daher kommt dein Rezept nicht viel zu spät, sondern genau zur richtigen Zeit ;-) Liebe Grüße Melanie

Ellie hat gesagt…

Hallo!
Mangels Gusseisernem Bräter hab ich es einfach in meinem TMC Braten Billig Topf gebacken - der hat die Backprozedur auch gut überstanden.
Die Kruste war vielleicht nicht ganz so schön knusprig wie bei deinem Brot, aber ich fand sie schon gut und lecker war es auch.
Einen schönen Tag noch
Ellie

katha hat gesagt…

lustig, ich hab' meines wegen eines 26er-topfes auch erhöht.

ad zeitplan, vielleicht ist meiner mit unterschiedlichen beginn- bzw. wunschanschnittzeiten auch für deine leser/innen hilfreich:

http://www.esskultur.at/index.php/2009/05/11/das-brot-teil-4/

Christine hat gesagt…

Ach, so ein Brot steht auch schon seit Jahren auf meiner to-bake-Liste...Ist ja auch wirklich verlockend den Teig nicht mehr kneten zu müssen.
Wobei ich verquererweise zugeben muss, dass ich Hefeteig irgendwie gerne knete. Ich mag die Haptik und die weiche, federnde Konsistenzen Hefeteig.

Das wird mich selbstverständlicherweise nicht davon abhalten, doch noch eines Tages das no knead bread zu testen.
Viele Grüße
Christine

BirgitSo... ich habe eben mein Brot aus dem IKEA-Topf geholt! Es sieht phantastisch aus, riecht genauso gut wie es aussieht und knistert vor sich hin. Ich kann kaum erwarten, es anzuschneiden! hat gesagt…

So... ich habe eben mein Brot aus dem IKEA-Topf geholt! Es sieht phantastisch aus, riecht genauso gut wie es aussieht und knistert vor sich hin. Ich kann kaum erwarten, es anzuschneiden!

hoppsala hat gesagt…

Ich habe das NKB nun auch schon drei Mal gebacken. Allerdings ist der Topf so megaheiß, dass meine Topfhandschuhe das nicht aushalten und der Stoff sofort anfängt zu verbrennen. Hat jemand Tipps für wirklich hitzebeständige Handschuhe? Steph? Welche Handschuhe nimmst du?

Birgit hat gesagt…

Das Brot ist wirklich unglaublich lecker meine Familie ist auch begeistert. Ich werde es demnächst auch noch mit anderen Mehlsorten ausprobieren. :-)

Louisa hat gesagt…

Hallo Steph, danke für's Wiederhochholen des Rezepts. Ich habe auch schon seit einer Ewigkeit damit geliebäugelt und diese Woche kam dein Eintrag passend, um es mir wieder in Erinnerung zu rufen und die Zeit war auch da. Habe es gestern gleich nachgebacken und es ist großartig geworden. Deine Mengenangaben passen auch für einen 24er-Topf wunderbar. Nur untendrunter ist es an manchen Stellen ein bisschen angebrannt. Hast du eine Idee, wie ich das umgehen kann? Danke und liebe Grüße, Louisa

Anonym hat gesagt…

Hach Steph,
vielen lieben Dank!! Nicht nur das Du uns immer diese tollen Rezepte bietest, nein Du suchst mir auch noch Seiten mit so ähnlichen Töpfen raus und zu guter Letzt gibt es auch noch Feedback Deiner Leser, welche mitteilen, dass die Töpfe gut sind.
Ich freue mich wirklich sehr.
Liebe Grüße Rike



Julia hat gesagt…

Nicht Du warst die Letzte, sondern ich :) Hab's am Wochenende zum ersten Mal ausprobiert und bin total angefixt. Deine Warnung bezüglich des Anfassens hatte ich dabei immer im Kopf. Hat also schon mal gewirkt!

Anonym hat gesagt…

Einfach perfekt! Genau richtig für meinen 4 l-Bräter. Eine Staub-Cocotte ist es leider noch nicht geworden. Trotzdem ist das Brot fantastisch und der Gatte + ich sind happy.

Liebe Grüsse, Tina

Astrid // MONAQO hat gesagt…

Liebe Steph ... ich hab's getan! Ich hab gestern endlich geschafft, den Teig anzusetzen und vor einer Stunde ein zum Niederknien leckeres Brot aus dem Ofen geholt! Ich hab fast vergessen, dass ein warmes Butterbrot mit Salz so glücklich machen kann ;o) Danke für die wie immer perfekte Anleitung! Heute Abend werden wir beim Brot zu Flädle-Suppe nochmal eine Gedenkminute für Dich einlegen!

Anonym hat gesagt…

Moin Steph,

vielen Dank für dieses wunderbare Rezept. Ich habe es inzwischen mehrfach gebacken und bin sehr sehr begeistert!!!

Beim Lesen deines Rezeptes mußte ich so über dein Mantra schmunzeln. Du schreibst wirklich witzig! Unabhängig von den tollen Rezepten, macht dein Blog auch viel Spaß zu lesen!

Heute morgen kann ich dir aus unmittelbarer eigener Erfahrung (ich tippe gerade mit 9 Fingern!) ein weiteres Mantra zu diesem Brot formulieren.
Ein kurzer Rückblick ... was ist passiert? Meine Mutter (die auch total begeistert vom Brot ist!) setzte gestern morgen sehr früh den Teig an. Sie berichtet mir davon und ich lachte herzlich, muß sie das Brot dann ja gegen ca. 3 Uhr in der Nacht abbacken. Außerdem mußte sie heute morgen früh zu einem Termin raus. O.k., ich will ja mal nicht so sein, bin natürlich eine gute Tochter *grins* und biete ihr an, das Brot für sie abzubacken. Gegen 6 Uhr früh drückt meine Blase und ich entschließe mich, das Brot direkt nach dem Toilettengang (natürlich mit gewaschenen Fingerchen *grins*) zu falten. Zwischen dem Falten und dem Abbacken schlafe ich tatsächlich noch einmal ein und werde vom Wecker aus dem Schlaf gerissen. Nun folgt das zweite wichtige Mantra zu diesem Brotrezept =

"Ich schubse den Teig niemals im Halbschlaf in den brüllend heißen Topf! NIEMALS !!!!!!! Ansonsten kann es passieren, daß DEIN MANTRA in Vergessenheit gerät. AUA !!!"

Ich kühle jetzt seit einer Stunde und es schmerzt höllisch. Hoffentlich macht mich die Erfahrung wenigstens ein für alle Male klug *lächel*.
Liebe Grüße
Ella

P.S. Das Brot ist übrigens wieder wunderbar geworden.

dahi. hat gesagt…

vielen dank für die detaillierte beschreibung. ich habe schon oft brot gebacken und fand es auch nie richtig schwer. dieses brot wird DEFINITIV nachgebacken. das klingt ja kinderleicht und absolut delikat.

lg
dahi

Hans-Peter Loehr hat gesagt…

bin ursprünglich über die Sueddeutsche Zeitung auf diese Backtechnik gestoßen... da ich noch eine Päckchen Trockenhefe hatte hab ich es gleich ausprobiert und bin echt überrascht über das Ergebnis. So liebe ich das Brot. Hätte gerne ein Photo vom ersten Versuch gepostet, kann man nur empfehlen. Als nächstes probiere ich die Variante mit Roggenmehl und Bier. Danke für die ausführliche Anleitung!

kathisbackstube hat gesagt…

Hi Steph,
ich habe eine Frage zu den emaillierten Töpfen und hoffe, dass du mir weiterhelfen kannst.
Du schreibst ja in deinem Rezept von Vorheizen des Topfes bei 250/260 Grad.
Da ich mir den Staub Topf, sorry viel zu banal bei dem hübschen Ding ;.)), die Staub Cocette nicht leisten möchte, suche ich nach einer günstigeren Alternative.
Allerdings sehe ich da immer wieder Höchstwerte von 200 Grad und den Tip :niemals leer erhitzen (wegen der Emaillierung).. dies habe ich übrigens auch bei den Staub Cocetten im www. irgendwo gelesen.
Kann man das getrost vergessen ? Hab mir aus Unentschlossenheit bereits 2 Töpfe zugelegt ( no name, hübsch in blau, von TK MAxx mit ca 3,3 l) und den Ikea Senior ( mit 5 l, da dieser grösser ist und auch eher an deine Rezeptangaben rankommt, allerdings oval)..hab aber beide noch nicht verwendet, da ich noch auf einen weiteren Input von dir hoffe ;.)
Wir kochen nicht soviel Eintöpfe ( Kinder mögen das leider nicht) somit wäre der große von Ikea nur wg dem Brot so groß)))
Bütte. Bütte :-)) Help
Ich danke dir schon mal im Voraus, vlg aus deiner Nähe, dem Rothenbaum , Katrin

Susi hat gesagt…

Habe dein Brot 2 Mal gebacken, aber es war innen immer klitschig. Vieleicht weißt du, was ich anders machen kann?

Liebe Grüße

Susi

Anonym hat gesagt…

Hallo Steph,
Heute habe ich 2 Rezepte vom KuLa gekocht und beide waren ein Erfolg. Dieses Brotrezept ist super und so unkompliziert, die Kruste so knusprig und das Aussehen, der Geschmack, toll!
Dazu hatten wir dein spanisches Paprika Hähnchen,auch da ein Erfolg.
Morgen sind die Triple Chocolate Brownies dran.
Alles um Dir zu sagen, dass ich deinen Blog und deine Rezepte toll finde.
Vielen Dank
Marie

Helmut G hat gesagt…

Servus,

das Rezept sieht gut aus, nur dass das Brot aus reinem Weizenmehl ist sieht man ihm auch an. Gerade bei Brot mag ich Mischvarianten oder gar noch lieber reines Roggenmehl.
Geht das Rezept 1:1 auch mit Roggen- statt Weizenmehl? Oder muss es dann irgendwelche Anpassungen geben?

Danke schon mal und ich freue mich auf weitere Rezepte im Blog, den ich gerade entdeckt habe.

Anna hat gesagt…

Hallo!

Ich backe das Brot auch regelmäßig, es gelingt immer. Ich verwende aber auch schon mal 1/3 Roggenmehl, das funktioniert einwandfrei. Mehr Roggenmehl habe ich noch nicht probiert.

 

Nachbarschaft

Auswärts

Nach oben