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Käse-Franzbrötchen

Gestern hab ich Euch das Grundrezept für den Plunderteig vorgestellt, heute gibt's noch die Anleitung für die leckersten Käse-Franzbrötchen überhaupt. Diese Käsecroissants sind auch der Grund, weshalb ich überhaupt den Plunderteig gemacht habe, es gab früher am Bremer Hauptbahnhof nämlich ganz wunderbare Käse- croissants, von denen ich mir jedesmal eines gegönnt habe, wenn ich dort war. Mittlerweile hat diese Kette zwar immer noch Käsecroissants, sie schmecken aber nicht mehr - wahrscheinlich wurde mal wieder die Rezeptur "verbessert"... 
Also half hier wie so oft nur das Selbermachen und weil ich Plunderteig viel lieber mag als Blätterteig, hab ich sie damit gemacht. Nichtsdestotrotz werde ich Euch demnächst auch noch ein Rezept und eine ausführliche Anleitung für Blätterteig vorstellen - gehört einfach in ein anständiges Rezeptarchiv. 

Die Käsecroissants schmecken übrigens auch ganz großartig, wenn man den geriebenen Käse mit frisch gehackten Kräutern mischt, die hab ich hier nur mal wieder vergessen ;o)

Käse-Franzbrötchen

Zutaten für 9 Käse-Franzbrötchen
1 Portion herzhafter Plunderteig 
250 g Cheddar
evtl. Kräuter nach Geschmack 

Zubereitung
Den Plunderteig rechteckig ca. einen knappen cm dick ausrollen. Den Käse reiben und darauf verteilen. Den Plunderteig von der langen Seite her aufrollen und die Rolle in 9 Teile schneiden. 
Die einzelnen Rollenabschnitte etwas flach drücken, dann mit einem mehlierten Kochlöffel mittig eindrücken. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 20-30 Minuten backen, bis die Franzbrötchen knusprig braun sind. 
Herausnehmen und auf einem Kuchenrost komplett auskühlen lassen.
Die Grundlage für die Käse-Franzbrötchen bildet natürlich neben dem Plunderteig ein sehr guter Käse. Ich verwende für diesen Zweck am liebsten einen milden, aber trotzdem sehr aromatischen Cheddar von "meinem" Käsemann.

Der frisch geriebene Käse wird auf dem ausgerollten Teig verteilt und der Plunderteig dann von der Längsseite aufgerollt. 

Aufgerollter Plunderteig
Mit einem sehr scharfen Messer wird die Teigrolle in insgesamt 9 Stück geteilt.  

Holzstiel zum Eindrücken des Franzbrötchenknicks
Jedes Teigstück wird mit dem Handballen etwas flachgedrückt und bekommt dann durch einen das Eindrücken eines mehlierten Kochlöffelstiels den typischen Franzbrötchenknick

Die Teiglinge auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. 

Käse-Franzbrötchen
Die fertigen Franzbrötchen auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech auskühlen lassen. 

Plunderteig - MakingOf

Es ist schon so lange her, dass ich Euch mal ein MakingOf, bzw. ein Grundrezept vorstellen konnte, dass ich mich heute umso mehr freue, endlich mal wieder ein neues zu meinem Archiv zufügen zu können. 

Plunderteig ähnelt grundsätzlich einem Blätterteig, unterscheidet sich aber dadurch, dass es sich hierbei um einen Hefeteig handelt, der später mit reichlich Butter getourt wird, also gefaltet, ausgerollt, gefaltet, ausgerollt, usw. usf. 

Ich mag Plunderteig lieber als Blätterteig, weil er noch lockerer ist und durch die Hefe natürlich auch nochmal kräftiger aufgeht. 

In der Regel wird der Teig zweimal touriert, erst eine einfache Tour und darauf folgt noch eine doppelte. Ich mag es aber gerne kräftiger geblättert und toure den Teig daher insgesamt 3x doppelt. Mein Plunder hat also 64 statt 12 Schichten und ist so zart, dass er auf der Zunge zergeht. 

Der Plunder wird hauptsächlich für süßes Kleingebäck wie Teilchen, Croissants, etc. verwendet, ich habe daraus aber wunderbare Käse-Franzbrötchen gemacht. Das Rezept dafür gibt es der Übersichtlichkeit wegen morgen, dieses Rezept ist so schon lang genug - Ihr werdet es gleich sehen ;o) 

Zutaten
500 g Mehl
1 Würfel Frischhefe (Ihr könnt natürlich auch weniger nehmen und den Tig evtl. über Nacht im Kühlschrank gehen lassen)
200 g kalte Milch
30 g Rohrohrzucker (für die herzhafte Variante 10 g Salz)

1/4 TL Salz (für die herzhafte Variante 1 TL Honig)
30 g weiche Butter 
2 Eier
 

Außerdem
300 g Butter

Zubereitung
Für den Hefeteig das Mehl in eine Schüssel geben. Eine Kuhle in die Mitte drücken und die Hefe hineinbröckeln, sowie den Zucker (Honig) dazugeben. Die Milch darübergeben und einen Moment stehen lassen, damit sich die Hefe auflöst. Salz, weiche Butter und die Eier ebenfalls dazugeben und gründlich auf niedriger Stufe mit der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verkneten. 
Den Teig abgedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. 

In der Zwischenzeit die 300 g Butter in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und auf einem Stück Frischhaltefolie zu einer Butterplatte auslegen. In die Frischhaltefolie einschlagen und mit dem Rollholz ausrollen - für ca. 30 Minuten im Kühlschrank kalt stellen, dann wieder rausnehmen und zur Seite legen. 
  1. Den Hefeteig auf ungefähr die doppelte Größe der Butterplatte ausrollen, dann die Butterplatte darauflegen und die Enden des Teigs wie einen Briefumschlag darumschlagen. Die Teigränder gründlich zusammendrücken, dann umdrehen und mit den Rändern zu einer ca. 1 cm dicken Teigplatte ausrollen. Die beiden kurzen Enden in die Mitte klappen und dann noch ein weiteres Mal umklappen. Leicht flach rollen, in Klarsichtfolie einschlagen und für 30 Minuten im Kühlschrank kalt stellen. 
  2. Den Teig herausnehmen, die Folie entfernen, wenn nötig den Teig ganz leicht mehlieren und nochmals wie oben beschrieben ausrollen und dreimal einschlagen. Dann wieder verpacken und nochmals für 30 Minuten kalt stellen. 
  3. Den oben beschriebenen Vorgang nochmals wiederholen und den Teig erneut für 30 Minuten kalt stellen. Der Teig ist jetzt ausreichend getourt und kann zu Plunderteilchen oder Croissants weiterverarbeitet werden.  
Und weil Bilder mehr sagen als 1000 Worte jetzt noch einmal eine ausführlich bebilderte Anleitung. 

Den Hefeteig nach Anleitung zubereiten und abgedeckt für ca. eine Stunde gehen lassen
Den Hefeteig nach Anleitung zubereiten und abgedeckt für ca. eine Stunde gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.
Kalte Butter auf einem Stück Frischhaltefolie zu einer Butterplatte zusammenlegen.

In Frischhaltefolie einschlagen und mit dem Rollholz glattrollen
Die Butterplatte in Frischhaltefolie einschlagen und mit dem Rollholz glatt rollen. Für 30 Minuten im Kühlschrank kalt stellen, dann herausnehmen und bis zur Weiterverarbeitung beiseite stellen.

Den Hefeteig auf die doppelte Größe der Butterplatte ausrollen
Den Hefeteig auf der bemehlten Arbeitsfläche auf die doppelte Größe der Butterplatte ausrollen.

Die Butterplatte in die Mitte legen
Die Butterplatte in die Mitte des ausgerollten Hefeteiges legen.

Die Kanten des Teiges wie einen Briefumschlag um die Butterplatte schlagen
Die Kanten des Teiges wie einen Briefumschlag um die Butterplatte schlagen.

Die Teigränder zusammenkneifen und so gut verschließen.
Die Teigränder zusammenkneifen und so gut verschließen. 
Den Teigblock mit den Teigrändern nach unten auf die Arbeitsplatte legen und zu einer langen Teigbahn ausrollen
Den Teigblock mit den Teigrändern nach unten auf die Arbeitsplatte legen und zu einer langen Teigbahn ausrollen.

Die beiden kurzen Kanten zur Mitte hin einschlagen
Die beiden kurzen Kanten des Teiges zur Mitte hin einschlagen.

Noch einmal in der Mitte umklappen
Noch einmal in der Mitte umklappen.

etwas flach rollen und in Klarsichtfolie einschlagen, für 30 Minuten im Kühlschrank kalt stellen.
Den Teigblock etwas flach rollen und in Klarsichtfolie einschlagen, für 30 Minuten im Kühlschrank kalt stellen.

Das Touren  und anschließende Kaltstellen noch zweimal wiederholen, dann ist der Teig fertig und kann weiterverarbeitet werden.

Kartoffelbrötchen

Normalerweise bin ich ja die Königin der spontanen Koch- und Blogplanänderungen, da kann ich einen noch so ausgetüftelten Plan haben, im Endeffekt mach ich doch meist alles anders. Diese Woche bin ich aber nicht für die Änderungen meines eigentlich vorgesehenen Programms verantwortlich, sondern meine reizende vierbeinige Mitbewohnerin Emma, die es letzte Woche mit minimalem Aufwand geschafft hat, meinen Laptop in die ewigen Jagdgründe zu befördern. Ich komm zwar noch an meine Daten ran, die Tastatur ist aber komplett im Eimer und aufgrund des Alters und Allgemeinzustandes lohnt sich eine Reparatur leider auch nicht mehr. Also muss ein neuer her und bis der ankommt, behelfe ich mir mit dem Laptop meines Mannes - ist natürlich nicht so komfortabel, aber irgendwie geht das schon.
Anstelle der eigentlich für heute vorgesehenen Vorstellung der KitchenAid-Getreidemühle* gibt's also eine Art Notprogramm, ich hab Euch ein paar Brötchen gebacken, diesmal gibt es knusprige Kartoffelbrötchen.

Kartoffelbrötchen
Diese Kartoffelbrötchen sind eine Abwandlung des Kartoffelbrotes aus dem Topf, ich hab nur ein wenig an den Mengen gedreht, damit sich der Teig leichter formen lässt und auch besser die Form behält. Er ist aber trotzdem etwas weicher und klebriger als ein normaler Brötchenteig und sollte daher immer gut bemehlt werden.
Natürlich könnt Ihr die Brötchen auch anders formen, also rund oder länglich wirken und nen schicken Schnitt rein machen. Ich finde aber diese Form ganz besonders bequem, weil sie sehr schnell und ohne großen Aufwand zu formen sind und auch locker bleiben, da wenig Luftbläschen zerstört werden. Eine ausführlichere Bildanleitung gibt's bei den Guten-Morgen-Dinkelbrötchen
Wie auch schon das Kartoffelbrot, bleiben auch diese Brötchen sehr lange saftig. Selbst am zweiten Tag kann man sie noch wunderbar auftoasten, sie schmecken dann fast wie frisch gebacken.

KartoffelbrötchenWenn Ihr nicht soviel Zeit habt, bzw. vergessen habt, die Kartoffeln am Vortag zu kochen, könnt Ihr die Zubereitung auch beschleunigen, bzw. straffen, indem Ihr den gesamten Teig am Backtag zubereitet. 
Kocht dafür die Kartoffeln, lasst sie ausdampfen & abkühlen und drückt sie dann durch die Kartoffelpresse.Den Vorteig lasst Ihr weg, sondern gebt alle Zutaten in eine Schüssel, erhöht die Gesamthefemenge auf einen Würfel Frischhefe und dann habt Ihr die Brötchen auch in wenigen Stunden gebacken. 

Kartoffelbrötchen
Vorteig
200 g Mehl 1050
175 g Wasser
3 g Frischhefe

Hauptteig
Vorteig
400 g Mehl 550
20 g Frischhefe
1 TL Rapshonig  
18 g Salz
1 TL Backmalz
500 g Kartoffeln
 
Zubereitung

Vorabend
Für den Kartoffel-Vorteig die Kartoffeln kochen, etwas abkühlen lassen, durch eine Presse drücken und bei Zimmertemperatur bis zum nächsten Tag stehen lassen.
Für den Vorteig die Zutaten grob miteinander vermengen und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. 

Backtag 
Den Vorteig zusammen mit den durchgedrückten Kartoffeln, Mehl, der restlichen Hefe, Backmalz Honig und Salz zu einem glatten, aber leicht klebrigen Teig verkneten. Die Teigschüssel abdecken und den Teig bei Zimmertemperatur gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat. 
Am Backtag den Teig auf die gut bemehlte Arbeitsfläche geben und mehrfach falten, dann mindestens 15 Minuten entspannen lassen. Den Teig etwas flach drücken und rechteckig ausrollen - dabei behutsam vorgehen, um nicht unnötig viele Bläschen zu zerstören.
Den Teig in 8-10 rechteckige Portionen teilen und diese von der schmalen Seite aufrollen und festdrücken. Leicht in Mehl wälzen und mit dem Schluss nach unten abgedeckt für ca. 30-45 Minuten gehen lassen.
Den Backofen auf 240°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen, eine feuerfeste Schale auf den Backofenboden stellen und mit einer halben Tasse kochendem Wasser füllen. Die Brötchen nun mit dem Schluss nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und für ca. 10 Minuten backen. Den Backofen einmal öffnen, so dass die Feuchtigkeit entweichen kann, dann wieder schließen und die Brötchen weitere 5-10 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.
Herausnehmen und auf einem Kuchenrost komplett abkühlen lassen.
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Guten-Morgen-Dinkelbrötchen

Und täglich grüßt der Hefeteig
Stefanie vom wunderschönen Blog Schön & Fein veranstaltet zur Zeit einen Blogevent, bei dem es um Hefeteig geht. 
Ein wirklich tolles Eventthema, denn es gibt immer noch viel zuviele Backanfänger und auch gestandene Hobbybäcker_innen, die völlig unbegründet einen Mordsrespekt vor Hefeteig haben. Dabei gibt es kaum einen Teig, der unkomplizierter ist als eben Hefeteig. Natürlich kann man auch eine komplizierte Wissenschaft draus machen, im Allgemeinen ist die Zubereitung von Hefeteig aber kinderleicht. 
Aus allen Rezepteinsendungen wird Stefanie ein kleines PDF-Büchlein basteln, dass sich dann alle Interessierten herunterladen und auch ausdrucken können. Eine wirklich schöne Idee, die ich gerne mit meinem neuesten Brötchenrezept unterstützen möchte.

Guten-Morgen-DinkelbrötchenIhr wundert Euch vielleicht, dass ich in letzter Zeit so oft Brot und Brötchen backe, Kleinröschen und die (Wieder)entdeckung der Übernachtgare sind schuld. 
Kleinröschen, weil sie mir die Arbeit abnimmt und die Übernachtgare, weil sie dafür sorgt, dass wir auch am Sonntagmorgen in Nullkommanix frische Brötchen auf dem Frühstückstisch haben, ohne dass wir uns erst noch Aufraffen und zum Bäcker gehen müssten.

KitchenAid GetreidemühleNachdem ich neulich bereits meine ersten Guten-Morgen-Brötchen gebloggt habe, gibt's heute ein neues, das ich unserem persönlichen Geschmack entsprechend zusammengeschustert habe. Jetzt passt wirklich alles genauso, wie wir es mögen. Die Kruste wird richtig schön kross und knusprig, die Krume locker aber nicht zu luftig und der Geschmack ist ebenfalls ganz großartig. Meine neuen Lieblings- brötchen also! 

Making-Of BrötchenIch habe für die Brötchen dieses Mal das Roggenmehl selbst gemahlen. Mein Roggenmehlvorrat war alle und alles was ich noch hatte, waren Roggenkörner. Glücklicherweise hab ich seit einiger Zeit eine Getreidemühle* für meine KitchenAid*, da ist das natürlich schnell gemacht. 
Das Ergebnis ist aber natürlich nicht mit normalem Roggenmehl zu vergleichen, da es sich um Vollkornmehl handelt. Bei der kleinen Menge spielt das aber keine Rolle, die Brötchen funktionieren mit herkömmlichem gekauften Roggenmehl ganz genauso gut.

Guten-Morgen-Dinkelbrötchen mit Tomate-Mozzarella

Zutaten
500 g Dinkelmehl, Type 630
50 g Roggenmehl Type 1150
340 g Wasser
11 g Salz 
1 TL Rapshonig
8 g Frischhefe
1 TL Backmalz
1 EL Rapsöl

Zubereitung 
Das Mehl in einer Schüssel trocken miteinander vermischen. Eine Kuhle in die Mitte drücken und die Hefe hineinbröckeln. Etwas Wasser dazugeben und einen Moment stehen lassen, damit sich die Hefe auflöst. Die reslichen Zutaten dazugeben und ca. 10 Minuten auf niedrigster Stufe mit der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verkneten. 
Abgedeckt über Nacht (für ca. 12 Stunden) im Kühlschrank kalt stellen. 
Am nächsten Tag den Teig herausnehmen, auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und vorsichtig etwas flach drücken - dabei behutsam vorgehen, um nicht unnötig viele Bläschen zu zerstören. 
Den Teig in 8-10 rechteckige Portionen teilen und diese von der schmalen Seite aufrollen und festdrücken. Leicht in Roggenmehl wälzen und mit dem Schluss nach unten abgedeckt für ca. 30-45 Minuten gehen lassen. 
Den Backofen auf 240°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen, eine feuerfeste Schale auf den Backofenboden stellen und mit einer halben Tasse kochendem Wasser füllen. Die Brötchen nun mit dem Schluss nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und für ca. 10 Minuten backen. Den Backofen einmal öffnen, so dass die Feuchtigkeit entweichen kann, dann wieder schließen und die Brötchen weitere 5-10 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. 
Herausnehmen und auf einem Kuchenrost komplett abkühlen lassen.
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Guten-Morgen-Brötchen

Ich hab mal wieder etwas gebacken, genauer gesagt, hab ich gerade eine kleine Backphase. Nichts spektakuläres, aber im Moment macht Brot- und Brötchenbacken Spaß. Sicher auch, weil ich nicht mehr alles mit dem Mixer machen muss, sondern mit Kleinröschen eine tatkräftige Assistentin habe, die mir den größten Teil der Arbeit abnimmt. 
Den Auftakt zu meiner kleinen Brotbackorgie haben diese (Guten)-Morgen-Brötchen gebildet, mit denen Friesi von Friesi kocht, backt & schnackt mir den Mund wässrig gemacht hat. Und wenn erst einmal Begehrlichkeiten geweckt sind, muss ich das, bzw. in diesem Fall diese Brötchen auch möglichst sofort haben - also wurden sie schleunigst nachgebacken, sogar gleich zweimal innerhalb von drei Tagen. So lecker sind diese Brötchen. 

Guten-Morgen-Brötchen
Das Besondere an diesen Brötchen ist die sog. Übernachtgare, d.h., der Teig wird am Vorabend vorbereitet und dann für ca. 12 Stunden (da kommt es nicht auf die Minute an) im Kühlschrank kalt gestellt. 
Brotteig nach der Teigruhe am nächsten Morgen
Am nächsten Tag werden die Brötchen nur noch geformt, gehen dann für 30-45 Minuten und wandern dann auch schon in den Backofen. Perfekt für ein spätes Sonntagsfrühstück. 
Das Formen dieser Brötchen ist auch für Anfänger sehr leicht umzusetzen,  da muss nichts gezupft oder geschnitten werden, sondern der Teig wird im Prinzip einfach nur aufgerollt und zwischendrin etwas festgedrückt werden. Irina von Lecker macht Laune hat das kürzlich sehr schön in einem Video gezeigt. Einfacher kann man Brötchen kaum formen. 

Guten-Morgen-Brötchen
Wie Ihr auf dem ersten und zweiten Bild seht, sind die ersten Brötchen sehr viel heller als die auf dem zweiten Bild - dazwischen liegen ungefähr 5 Minuten Backzeit, der erste Versuch war mir persönlich nämlich noch etwas zu hell und zu wenig kross. 
Brotteig in der Maschine
Je nach Backofen und persönlicher Vorliebe müsst Ihr die Backzeit auch einfach nur noch etwas verlängern. Die Backzeit im Rezept unten entspricht in etwa dem Bräunungsgrad der Brötchen auf dem ersten Bild.
Wahrscheinlich werde ich beim nächsten Mal 6 anstatt der im Rezept angegebenen 8 Brötchen formen, dann haben sie in etwa die Größe der hier erhältlichen Baguettebrötchen und sind perfekt für ein Tomate-Mozzarella-Baguette. Für das gemütliche Sonntags- frühstück sind aber die 8 etwas kleineren Brötchen mit ca. 70 g Gewicht die bessere Wahl, dann ist man nicht schon direkt nach einem Brötchen pappsatt.  
Wenn wider Erwarten ein Brötchen übrig bleibt, könnt Ihr das auch sehr gut einfrieren und später auftauen oder direkt auf dem Toaster aufbacken, dann wird es wieder schön knusprig und schmeckt (fast) wie frisch gebacken.

So, und wer jetzt noch diesen komischen Knack & Back-Kram kauft, der hat's auch nicht besser verdient ;o)

Guten-Morgen-Brötchen
Zutaten
180 g Mehl, Type  550
100 g gemahlener Hartweizengrieß (semola di grano duro rimacinata)
110 g Roggenmehl Type 1150
150 g kaltes Wasser
150 g kalte Milch
4 g Frischhefe (alternativ 1,5 g Trockenhefe)
8 g Salz
8 g Rapsöl


Zubereitung 
Das Mehl in einer Schüssel trocken miteinander vermischen. Eine Kuhle in die Mitte drücken und die Hefe hineinbröckeln. Etwas Wasser dazugeben und einen Moment stehen lassen, damit sich die Hefe auflöst. Die reslichen Zutaten dazugeben und ca. 10 Minuten auf niedrigster Stufe mit der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verkneten. 
Abgedeckt über Nacht (für ca. 12 Stunden) im Kühlschrank kalt stellen. 
Am nächsten Tag den Teig herausnehmen, auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und vorsichtig etwas flach drücken - dabei behutsam vorgehen, um nicht unnötig viele Bläschen zu zerstören. 
Den Teig in 8 rechteckige Portionen teilen und diese von der schmalen Seite aufrollen und festdrücken. Leicht in Roggenmehl wälzen und mit dem Schluss nach unten abgedeckt für ca. 30-45 Minuten gehen lassen. 
Den Backofen auf 240°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen, eine feuerfeste Schale auf den Backofenboden stellen und mit einer halben Tasse kochendem Wasser füllen. Die Brötchen nun mit dem Schluss nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und für ca. 10 Minuten backen. Den Backofen einmal öffnen, so dass die Feuchtigkeit entweichen kann, dann wieder schließen und die Brötchen weitere 5-10 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. 
Herausnehmen und auf einem Kuchenrost komplett abkühlen lassen.

Eggs Benedict und Eggs Florentine

Kennt Ihr den Film Die Braut, die sich nicht traut? In dieser herrlich ziemlich schnulzigen Liebeskomödie versucht Julia Roberts herauszufinden, was sie vom Leben erwartet und wen sie schlussendlich heiraten will. Ohne jetzt viel vorwegnehmen zu wollen: Richard Gere, versteht sich von selbst. Der hatte ja eigentlich schon in Pretty Woman alles klar gemacht :o)
Wie macht man das aber am besten? Also herauszufinden, was man vom Leben erwartet, was man wirklich will? Richtig, man bereitet sich Eier zu, in allen nur erdenklichen Formen. Gebraten, gekocht, gerührt und natürlich pochiert.
Schon Mutter Beimer wusste um den beruhigenden Einfluss einer Pfanne voll Spiegeleier. Bei einem Hollywood Film wie "Die Braut, die sich nicht traut", reichen ein paar Spiegeleier natürlich nicht aus, da muss es schon n büschen mehr sein.  
Ok klar, da steckt natürlich noch etwas mehr dahinter, aber wenn Ihr die genauen Hintergründe wissen möchtet, müsst Ihr Euch halt den Film anschauen, wenn Ihr ihn denn noch nicht kennt. Und so schlecht ist der wirklich nicht. Vorausgesetzt, Ihr mögt schnulzige Liebesgeschichten :o)
Wichtig ist für uns hier und jetzt nur, dass Julia Robert aka Maggie Carpenter schlussendlich herausfindet, wie sie ihre Eier am liebsten mag und zwar als Eggs Benedict.

Eggs FlorentineEggs Benedict, bzw. Eggs Florentine sind kleine Kunstwerke und für mich die mit Abstand leckerste Art ein Ei zuzubereiten. Leider auch nicht gerade unaufwendig. Ihr braucht dafür ein paar englische Muffins/Toasties, eine leckere Sauce Hollandaise und je nachdem, ob Ihr Eggs Benedict oder Eggs Florentine bevorzugt, ein paar Scheiben kross gebratenen Speck oder sautierten Spinat und eine Scheibe Lachs. Und ein pochiertes Ei, denn darum dreht sich ja alles. 

Ich bevorzuge Eggs Florentine, ziere mich aber auch nicht, wenn man mir Eggs Benedict vor die Nase hält. Ach was, ich nehm das pochierte Ei auch ohne alles mit einer Prise Murray River Salt und einer Scheibe Toast zum Dippen ;o)
Wenn Ihr dann alle Komponenten übereinandergestapelt habt, das pochierte Ei anstecht und Ihr den ersten Bissen nehmt, ohne Worte. Das ist so unglaublich lecker, mehr geht nicht. 

Eggs BenedictPochierte Eier

Zutaten 
4 möglichst frische Eier 
2 Liter Wasser 
4 EL Apfelessig
1 TL Salz

Zubereitung
Wasser mit dem Essig und Salz in einem Topf zum Sieden bringen. 1 Ei für 10 Sekunden in das Wasser geben, dann wieder herausnehmen. Mit einem Kochlöffel einen Strudel im Wasser erzeugen. Die Eischale vorsichtig aufschlagen und das Ei in den Strudel gleiten lassen. 
5 Minuten ziehen lassen, dann mit einem Schaumlöffel herausnehmen und sofort anrichten.

frischer Spinat
Eggs Florentine mit Räucherlachs

Zutaten für 4 Portionen
1 Schalotte
2 Handvoll junger Spinat
Salz und Pfeffer
Butter
4 pochierte Eier 
4 Scheiben Räucherlachs

Außerdem
Kresse oder Schnittlauch

Zubereitung
Den Spinat waschen und putzen. Salzwasser in einem Topf zum Kochen bringen und den Spinat hineingeben. Ca. 30 Sekunden blanchieren, dann mit einer Schöpfkelle herausnehmen und in Eiswasser abschrecken. Den Spinat kräftig ausdrücken und mit einem Messer grob hacken. 
Einen Stich Butter in einer Pfanne zerlassen und die feingewürfelte Schalotte darin glasig andünsten. Den Spinat dazugeben und durchschwenken. Mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss würzen. Warm stellen. 
  1. Die Hollandaise nach Anleitung zubereiten. In eine Schüssel umfüllen und neben die Herdplatte stellen, so bleibt sie leicht warm. 
  2. Die Eier pochieren. Während die Eier ziehen, die Frühstücksmuffins aufschneiden und im Toaster aufbacken. 
  3. Die Muffins auf Tellern anrichten und leicht buttern. Etwas Spinat daraufgeben und eine Scheibe Räucherlachs darauf anrichten. Ein pochiertes Ei daraufsetzen und mit einem Klecks Sauce Hollandaise und Dill bestreut servieren. 
durchwachsener Speck
Eggs Benedict

Zutaten für 4 Portionen
4 Scheiben durchwachsener Speck
Butter
4 pochierte Eier 

Außerdem
Kresse oder Schnittlauch

Zubereitung
  1. Den Speck in einer Pfanne bei mittlerer Hitze kross braten - nicht zu lange braten, er soll nur knusprig, aber nicht hart werden. Auf einem Küchenpapier abtupfen, dann warm stellen.
  2. Als Nächstes die Hollandaise nach Anleitung zubereiten. In eine Schüssel umfüllen und neben die Herdplatte stellen, so bleibt sie leicht warm. 
  3. Die Eier pochieren. Während die Eier ziehen, die Frühstücksmuffins aufschneiden und im Toaster aufbacken. 
  4. Die Muffins auf Tellern anrichten und leicht buttern. Jeweils 1-2 Scheiben krossen Speck darauflegen und ein pochiertes Ei darauf anrichten. Einen Klecks Sauce Hollandaise darübergeben und mit etwas Kresse oder Schnittlauch bestreut servieren.

Cornish Cream Tea

Tatatataaa, Tatatataaa, Tatatatatatatatatataaaa... 

Heut issas soweit, der große Tag, auf den wir seit Monaten gewartet haben - William und Kate heiraten!

Ihr denkt jetzt wahrscheinlich "Nu hattse endgültig n Rad ab, wen interessiert denn son Kram?" Mich! :O)
Nicht etwa, weil mein heimlicher Berufswunsch Prinzessin ist und ich in unbeobachteten Momenten mit Tüllröckchen und Plastikkrone vor dem Spiegel posiere, sondern weil ich seit der Hochzeit von Charles & Diana (deren Kleid, meiner Meinung nach übrigens das wahrscheinlich hässlichste Hochzeitskleid der Geschichte war) schlicht und einfach alle Hochzeiten des britischen Königshauses gesehen habe und das halt einfach dazu gehört - Basta! ;o)

Eigentlich wollte ich dieses kulturelle Hochereignis viel ausführlicher zelebrieren, die ganze Woche sollte unter dem Eindruck der Hochzeit stehen, der KuLa sollte entsprechend geschmückt werden und ich wollte gaaanz viele britische Rezepte vorstellen. Aber wie so oft, hab ich das mal wieder nicht rechtzeitig geschafft - erst kam mir letztes Wochenende das tolle Wetter dazwischen, dann mein Geburtstag und schlussendlich mein neues Projekt, das KuLa-Forum (das hoffentlich bald nen anständigen Namen bekommt). 
Glücklicherweise hat die Zeit aber für ein, bzw. genauer gesagt sogar zwei Rezepte gereicht und so gibt es heut anlässlich der Hochzeit wenigstens ne anständige TeaTime, ist ja immerhin auch was ... 

Das Rezept für die Scones hab ich mir bei Rebecca gemobst und das Rezept für den/die/das Apple Lemon Curd stammt mal wieder - ich mag es schon gar nicht mehr schreiben - von Hugh Fearnly-Whittingstall, diesmal aus seinem Buch "Preserves" - just love it! ;o)
Der/Die/Das Curd schmeckt mir noch besser als die pure Zitronenvariante, quasi son büschen wie cremiger, buttriger Apfelmus mit ner leckeren Zitronennote. Dazu frisch gebackene Scones, ein Traum und diesem königlichen Ereignisses absolut würdig!

Scones

Zutaten
500 g Mehl Typ 405
1 1/2 Tütchen Backpulver
125 g Butter
1/2 TL Salz
knapp 200 ml Milch

Zubereitung
Das Mehl abwiegen und trocken mit dem Backpulver und Salz vermischen. Die Butter in kleinen Stücken mit den Fingern gut einarbeiten, bis ein krümeliger Teig entstanden ist.
Die Milch nach und nach zugeben und mit den Händen zu einem weichen Teig verkneten. Er sollte nicht klebrig sein und sich in etwa anfühlen wie ein Hefeteig.
Cen Teig au der bemehlten Arbeitsfläche ca. 2 cm dich ausrollen und Kreise ( ca. 6 cm ) ausstechen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im auf 200°C vorgeheizten Backofen ca. 15-20 Minuten backen, bis die Scones gut aufgegangen und leicht gebräunt sind.
Mit Clotted Cream und Marmelade oder Lemon Curd servieren.

Apple Lemon Curd

Zutaten
450 g Äpfel, bereits geschält und entkernt
100 ml Wasser
Abrieb und Saft von zwei Zitronen (200 ml Zitronensaft)
125 g Butter
450 g Zucker
4-5 Eier (200 g)

Zubereitung
Die Äpfel in Stücke schneiden und zusammen mit dem Wasser in einem Topf bei mittlerer Temperatur weich köcheln. Mit einem Zauberstab pürieren.
Das Apfelpüree zusammen mit den anderen Zutaten, außer den Eiern vermischen und im Wasserbad erhitzen. Sobald die Butter geschmolzen ist, die Eier unter ständigem Rühren zufügen, dabei darauf achten, dass die Temperatur der Masse nicht zu hoch ist, da die Eier sonst sofort stocken - die Temperatur sollte nicht über 60°C liegen.
Mit dem Schneebesen oder dem Mixer solange rühren, bis die Masse andickt und schaumig wird, das dauert auch mit dem Mixer durchaus 10-15 Minuten. Mit dem Schneebesen entsprechend länger. Die Temperatur sollte schlussendlich bei ca. 82°C liegen. 
Sofort in sterilisierte Gläser füllen und gut verschließen. Im Kühlschrank aufbewahrt hält sich das Apple Lemon Curd ca. 4 Wochen. 

Auf ausdrücklichen Wunsch: Brioche

So, jetzt aber ...
Nachdem ich in den letzten Tagen eindringlich ;o) darauf aufmerksam gemacht wurde, dass das Brioche-Rezept, das seit Monaten in der Warteschleife vor sich hin dümpelt, noch aussteht, hab ich mich gestern nochmal rangemacht und diesmal keine Brioche-Brötchen, sondern zwei Brote gebacken. 
Das letzte Mal hab ich das Rezept mehr oder weniger spontan aus diversen anderen Rezepten zusammengeschustert, den Zettel mit dem notierten Rezept aber mal wieder verschusselt und weil es ja schon n büschen her ist, dass ich die letzten Brioches gebacken hab und ich nu auch nicht mehr die Jüngste bin, war ich mir nicht mehr sicher, ob das Rezept auch wirklich so funktioniert, wie ich mir das dachte - also nochmal ran, aber nicht an die Buletten, sondern an die Brioche ...

Jaja ich weiß, selber Schuld, wenn man das Rezept nicht sofort vernünftig aufschreibt, aber manchmal notier ich mir die einzelnen Zutaten direkt in der Küche auf kleinen Kärtchen, die dann meistens einmal in der Wohnung umherwandern. Erst liegen sie auf dem Esstisch, dann wandern sie ins Wohnzimmer und wenn ich nicht direkt dazu komme die Rezepte einzutippen, liegen sie auch schonmal ne Weile auf dem immer größer werdenden Kartenstapel ...  
Und dann sindse plötzlich irgendwann futsch, entweder, weil meine kleinen vierbeinigen, aber mächtig hinterhältigen Mitbewohner sie irgendwo auf den Boden schubsen oder ich sie beim Aufräumen versehentlich in den Rundordner sortiere.

Sicher kennt Ihr die klassischen Brioches, die in diesen kleinen, wunderschönen Förmchen mit dem gewellten Rand gebacken werden. Im Prinzip sind sie aufgebaut wie ein kleiner Schneemann, eine große Kugel zu unterst und darauf wird eine kleine Kugel, die leicht "angespitzt" wird, damit sie besser auf der unteren hält, gesetzt. Diese Formen sind wunderschön, ich hab aber keine. Lohnt sich einfach nicht, da ich sehr selten mal Brioches backe, also kommt bei mir das gute alte Muffinblech zum Einsatz und weil die Brioche dann eh nicht mehr original aussehen, kann man sie auch gleich ganz anders formen, oder?

Natürlich kann man auch Muffinhütchen verwenden oder die Form selbst gut fetten, so dass man auf die Papierform ganz verzichten kann, ich mag aber die etwas rustikale Optik des Backpapiers sehr gerne, daher reiß ich mir das in die passende Größe und backe die Brioches darin. Gestapelt in einem Brotkorb sieht das besonders hübsch aus.

Zum Gehen stelle ich sowohl die Teigschüssel, als auch später die fertig geformten Teiglinge auf dem Backblech oder in der entsprechenden Backform in einen Müllbeutel, den ich dann verknote. So kann keine Feuchtigkeit entweichen, die Teigoberfläche trocknet nicht aus und der Hefeteig kann an einem warmen Plätzchen in aller Ruhe vor sich hingehen.
Wenn ich dran denke, bereite ich Hefeteige auch sehr gern am Abend vorher zu, lasse sie eine Stunde bei Zimmertemperatur gehen und stelle sie dann bis zum nächsten Tag abgedeckt in den Kühlschrank. Am nächsten Morgen nehme ich die Schüsseln heraus, lasse den Teig wieder ca. 1 Stunde Zimmertemperatur annehmen und forme dann die Teiglinge. 
Im Fall der Brioches lässt sich der Teig im kalten Zustand sogar besser formen, da er recht weich und fettig ist. Daher verzichte ich in diesem Fall darauf, den Teig Zimmertemperatur annehmen zu lassen, sondern forme die Teiglinge quasi direkt aus dem Kühlschrank und lasse sie danach erst gehen. 

Zutaten
500 g Mehl
1 Tütchen Trockenhefe
40 g Zucker
5 Eier
50 ml Milch, zimmertemperiert
13 g Salz
230 g Butter, weich

1 Eigelb und ein Schluck Milch verkleppert zum Glasieren

Zubereitung
Die Trockenhefe zusammen mit der Milch und einem TL Zucker in ein Gefäß geben, verrühren und einige Minuten stehen lassen, so dass sich die Hefe komplett auflöst.
Das Mehl, restlichen Zucker und Salz vermischen. Die Hefemilch, Butter und die Eier hinzufügen und alles mit dem Mixer oder der Küchenmaschine zu einem elastischen Teig verkneten. Der Teig ist recht weich, wird jedoch durch das Kneten griffiger, je nach Eiergröße kann aber noch etwas zusätzliches Mehl notwendig sein.
Den Teig in eine Schüssel legen und abgedeckt solange gehen lasssen, bis er sein Volumen verdoppelt hat. Das kann je nach Raumtemperatur 1 Stunde, aber auch weit länger dauern.

Den Teig abschlagen und 10 Minuten ruhen lassen.

Für kleine Briochebrötchen/-muffins
Den Teig in 12 gleichgroße Portionen teilen, diese wiederum dritteln und daraus Kugeln formen. Auf kleine Vierecke Backpapier oder Muffinhütchen geben und in die Muffinformen legen. Abgedeckt gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat. Mit Eiermilch bestreichen und im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen, bis die Brioche goldbraun sind. Auf einem Kuchenrost auskühlen lassen.

Für 2 Brote
Teig in 8 gleichgroße Portionen teilen, rund wirken und jeweils 4 Teiglinge hintereinander in eine Kastenform legen.  Mit Eiermilch bestreichen und im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten backen, dann aus der Form nehmen und weitere 15 Minuten backen, bis die Brioche goldbraun sind. Auf einem Kuchenrost auskühlen lassen.
 

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