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Spargel-Orzotto

Risotto kennt Ihr sicher alle, oder? Pastasotto vielleicht auch, aber habt Ihr schon einmal Orzotto probiert?
Bei einem Orzotto wird eigentlich nur der Reis durch Graupen ersetzt, ansonsten bleibt alles beim Alten. Das Orzotto wird genauso schlotzig wie ein Risotto, nur das Eigenaroma der Graupen ist deutlich intensiver als das des Reises und der wohl auffälligste Unterschied ist das Mundgefühl. 
Die Graupen behalten mehr Biss als Reis und ploppen beim Draufbeißen ein wenig - das ist sehr interessant, man muss es aber mögen. 

Mir hat das Orzotto sehr gut gefallen, besonders das Aroma der Graupen mochte ich, ein Risotto übertrifft es aber natürlich nicht - nichts geht über ein leckeres Risotto!

Spargel-Orzotto
Zutaten
600 g grüner Spargel
1 Schalotte 
Rapsöl
300 g Gerstengraupen
200 ml Weißwein
ca. 1 Liter Gemüsebrühe (evtl. etwas mehr)
Salz und Pfeffer
30 g Nordländer oder ein anderer Hartkäse
1 EL Butter 
Abrieb einer halben Biozitrone

Zubereitung
Den Spargel waschen und die holzigen Enden abschneiden. Die Spargelspitzen ebenfalls abschneiden und beiseite stellen, den restlichen Spargel in ca. 1 cm lange Stücke schneiden. 
Die Schalotte schälen und in feine Würfel schneiden. In der Zwischenzeit die Gemüsebrühe in einem Stieltopf zum Kochen bringen. 
Die Schalottenwürfel in einem zweiten, größeren Topf in etwas Olivenöl anschwitzen. Die Gerstenpraupen dazugeben, mit Weißwein ablöschen und komplett einkochen lassen. Mit etwas Salz würzen und nach und nach kellenweise die heiße Brühe angießen und das Orzotto bei mittlerer Hitze garen.
5 Minuten vor Ende der Garzeit die in Stücke geschnittenen Spargelabschnitte zum Risotto geben und mitgaren. 
In der Zwischenzeit die Spargelspitzen in einer Pfanne in Rapsöl scharf anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen.
Den geriebenen Käse, den Zitronenabrieb und die Butter unterheben, mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen und das Orzotto für 3 Minuten ziehen lassen. 
Das Orzotto anrichten und mit den angebratenen Spargelspitzen und grob gemahlenem Pfeffer servieren.

Risotto al Radicchio Rosso di Treviso

Chicorée, Radicchio & Co gehören generell nicht gerade zu meinen Lieblingsgemüsen, im Risotto liebe ich besonders den Radicchio aber sehr. Die bittere Note des Radicchios in Kombination mit der Würze der Brühe und dem aromatischen Rotwein und Käse schmeckt einfach großartig und durch den Rotwein bekommt das Risotto außerdem noch eine ganz tolle Farbe. 
Probiert diese Kombination unbedingt einmal aus und gebt der Bitterkeit eine Chance!

Risotto al Radicchio Rosso di Treviso
Zutaten
2 Radicchio Rosso di Treviso-Köpfe
Olivenöl zum Anschwitzen
1 kleine Zwiebel oder Schalotte
3 confierte Knoblauchzehen 
300 g Risottoreis
150 ml Rotwein
ca. 750 ml Gemüsebrühe (evtl. mehr)
1 guter Stich Butter
50 g Nordländer oder Parmesan
Salz und frischgemahlener Pfeffer 

Zubereitung 
Den Treviso waschen und gründlich trocknen. Einen Treviso-Kopf klein schneiden, bei dem anderen nur den Ansatz entfernen, so dass die Stiele getrennt werden. 
Für das Risotto die Zwiebel in feine Würfel schneiden und in etwas Olivenöl glasig anschwitzen. Den Knoblauch dazugeben und etwas zerdrücken. Den in kleine Stücke geschnittenen Treviso ebenfalls einige Minuten mit anschwitzen. Den Reis dazugeben, umrühren, so dass die Reiskörner rundherum mit Öl bedeckt sind und ca. 2 Minuten mit anschwitzen.  Parallel die Gemüsebrühe in einem Topf erhitzen.

Mit dem Rotwein ablöschen und nahezu komplett einköcheln lassen, dann nach und nach die heiße Gemüsebrühe angießen und jeweils unter Rühren einkochen lassen. Mit etwas Salz würzen. Zwischendurch immer wieder rühren und darauf achten, dass das Risotto nicht ansetzt. 
In der Zwischenzeit Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die übrigen Radicchio- streifen darin anschwitzen.
Sobald der Reis fast gar ist, aber noch ein wenig Biss hat, die Butter und den frisch geriebenen Käse unterrühren und abgedeckt für ca. 3 Minuten ruhen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Auf Tellern anrichten und mit den angeschwitzten Radicchiostreifen servieren.
Radicchio Rosso di Treviso

Safranrisotto mit Steinpilzen

Es gibt Rezepte, von denen weiß man als Foodblogger schon vor der Veröffentlichung, dass sie viel Aufmerksamkeit und Resonanz bewirken (Schokolade! ;o) ) und natürlich auch solche, die eher ein Schattendasein führen und wenn überhaupt mal 1-2 Kommentare bekommen.
Risotto ist so ein Gericht, das scheinbar niemanden hinterm Ofen hervorlockt und dabei ist es so lecker, wie kaum etwas anderes. Also, gebt dem Risotto eine Chance - Ihr werdet es sicher nicht bereuen!

Safranrisotto mit Steinpilzen
Für mich und meinen Mann ist dieser spezielle Risotto auch deshalb großartig, weil ich so endlich mal wieder in den Genuss von Pilzen komme, er den Risotto aber einfach ohne essen kann - er mag ja keine Pilze.
Die  Pilze kommen ja erst zum Ende dazu, d.h., vorher nehme ich seine Portion einfach ab und gebe dann für mich die Pilze dazu - perfekt!

Das Rezept stammt wieder aus Italien vegetarisch*, ich koche mich gerade einmal quer durch das Buch und bereite die nächste Rezension vor. Nächsten Samstag erzähl ich Euch dann noch mehr zu diesem schönen Kochbuch.

Safranrisotto mit Steinpilzen
Zutaten 
1 Schalotte
2 confierte Knoblauchzehen
Olivenöl
300 g Risottoreis (bei mir Arborio)
100 ml trockener Weißwein
1 Liter Gemüsebrühe
1 Briefchen Safranfäden (ca. 0,1 g)
Meersalz
1 EL Butter 
50 g Nordländer oder Parmesan, frisch gerieben

Außerdem
400 g Steinpilze
Salz und schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen 
1 TL glatte Petersilie, fein gehackt

Zubereitung
Die Schalotte schälen und in feine Würfel schneiden. In der Zwischenzeit die Gemüsebrühe in einem Stieltopf zum Kochen bringen. 
Die Schalottenwürfel in einem zweiten, größeren Topf in etwas Olivenöl anschwitzen. Den Reis dazugeben und ebenfalls glasig anschwitzen. Mit Weißwein ablöschen und komplett einkochen lassen. Mit etwas Salz würzen und nach und nach kellenweise die heiße Brühe angießen und den Risotto bei mittlerer Hitze garen.
In der Zwischenzeit die Steinpilze mit einem feuchten Tuch putzen und in Scheiben schneiden, beiseite stellen.
Gegen Ende der Garzeit die Safranfäden in einer kleinen Tasse in etwas heißer Brühe einweichen und zum Risotto geben. In der Zwischenzeit die Pilze in etwas Olivenöl anbraten, bis sie goldbraun sind. Einige besonders schöne Scheiben zur Dekoration beiseite stellen, den Rest unter den Risotto heben.
Der Risotto ist fertig, wenn die Reiskörner noch einen leicht festen Kern haben. 
Den geriebenen Käse und die Butter unterheben, mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen und den Risotto für 3 Minuten ziehen lassen. 
Den Risotto anrichten und mit den beiseite gestellten Pilzscheiben, etwas fein gehackter Petersilie und grob gemahlenem Pfeffer servieren.
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Sellerierisotto mit Amarettinibröseln

Knollensellerie stand lange Zeit auf einem der vorderen Plätze meiner persönlichen schwarzen Liste, genauso wie Fenchel, den den mochte ich ähnlich gerne. Nicht.
Ich erinnere noch sehr gut, wie ich früher immer die Selleriewürfel aus der Gemüsesuppe gesucht und fein säuberlich in Reih und Glied auf dem Tellerrand postiert habe, heutzutage suche ich mir die Würfel sogar extra raus, weil ich sie so gerne mag - so sehr ändert sich der Geschmack im Laufe der Zeit, bzw. er erweitert sich. Man darf nur nicht aufhören neue und manchmal auch altbekannte Dinge, von denen man bisher angenommen hatte, sie nicht zu mögen, zu probieren. 
Mit kleinen Ausnahmen, Rosinen, Erbsen und Ihr-wisst-schon-was fallen natürlich nicht in diese Kategorie ;o)

Sellerierisotto mit AmarettinibröselnSeit wann ich Sellerie mag, kann ich gar nicht mehr genau sagen, irgendwann war es da, das Aha-Erlebnis und seitdem liebe ich diese Knolle, es gibt kaum ein Gemüse, das mehr Aroma und Geschmack hat als Sellerie. Egal ob als Suppe, Chips, Rohkost oder Püree, Sellerie ist einfach großartig. Wenn Ihr auch zu den Sellerskeptikern gehört, überwindet Euch unbedingt und gebt ihm noch eine Chance!

Dieses Risotto stammt aus einem meiner absoluten Kochbuchlieblinge, I ❤ NY* von Daniel Humm - hab ich Euch ja schon im letzten Jahr im Rahmen einer ausführlichen Rezension vorgestellt. Das Risotto ist unglaublich simpel und dazu auch noch ein regelrechtes Schnäppchen - eine Knolle Sellerie kostet ja schließlich nicht die Welt. 

Aus dem Rest könnt Ihr dann noch ein paar Chips machen, vielleicht eine Suppe für den nächsten Tag oder auch ein Sellerie-Kartoffelpüree? Ihr werdet so schnell kein normales Kartoffelpüree anrühren, ich versprech's Euch! ;o)

Risottoreis
Zutaten 
1 Schalotte, sehr fein gewürfelt
Butter
300 g Risottoreis
ca. 1 Liter Gemüsebrühe
350 g Knollensellerie, fein gewürfelt
150 ml Weißwein
30 g Nordländer oder ein anderer Hartkäse
Pfeffer und Salz 

Außerdem
Amarettini zum Bestreuen

Zubereitung 
Die Schalotte in sehr feine Würfel schneiden, den Sellerie putzen und ebenfalls in feine Würfel schneiden. Beides in etwas Butter glasig anschwitzen. Den Risottoreis dazugeben und ca. 2 Minuten mit anschwitzen. 
Parallel die Gemüsebrühe in einem Topf erhitzen.
Den Risottoansatz mit dem Weißwein ablöschen und nahezu komplett einreduzieren lassen, dann nach und nach die heiße Gemüsebrühe angießen und jeweils einkochen lassen. Mit etwas Salz würzen. Zwischendurch rühren und darauf achten, dass das Risotto nicht ansetzt. 
Sobald der Reis al dente ist, die Mascarpone und den frisch geriebenen Käse unterrühren und 2-3 Minuten ruhen lassen. In der Zwischenzeit die Amarettini zerbröseln. 
Das Risotto auf Tellern anrichten und mit Amarettinibröseln bestreut servieren. 
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Auberginenrisotto mit Zitrone

Ihr wolltet Risottorezepte? Ihr kriegt Risottorezepte!
Ich bezweifle zwar, dass Ihr Euch schon einmal quer durch meine Risottoabteilung gekocht habt, damit Euch aber das Arbeitsmaterial auf keinen Fall ausgeht, hier also der Nachschub, das ideale Sommerrisotto - besonders bei den aktuell etwas frischeren Temperaturen ;o)

Ich bin eigentlich kein so riesengroßer Auberginenfan, durch das ofengebackene Auberginenfleisch bekommt das Risotto aber ein wirklich angenehm kräftiges Auberginenaroma und der Zitronenabrieb/-saft bringt den nötigen Frischekick mit. Zusammen mit dem Basilikum und den angerösteten Auberginenwürfeln ergibt das ein ganz wunderbares Sommerrisotto. Nutzt die etwas kälteren Tage also unbedingt und kocht Euch ein Risotto, dann sieht die Welt das Wetter draußen gleich viel besser aus... 
Und wenn das kalte Wetter noch länger anhält, wird's vielleicht demnächst Zeit für ein leckeres Schmorgericht ;o)

Falls Euch das Rezept bekannt vorkommt, ist ja schon oft genug in anderen Foodblogs gebloggt worden - japp, das ist natürlich von Ottolenghi und zwar aus Genussvoll vegetarisch*. Falls Ihr das Buch noch nicht habt, schaut es Euch nochmal genau an - der Einband ist zwar wirklich gruselig (eignet sich aber prima als Sitzkissen), die Rezepte dafür aber umso grandioser!

Auberginenrisotto mit Zitrone
Zutaten 
2 Auberginen 
ca. 80 ml Olivenöl
1 Zwiebel 
200 g Risottoreis
120 ml Weißwein (weißer Burgunder, Diehl)
750 ml Gemüsebrühe 
Salz
Abrieb einer unbehandelten Bio-Zitrone 
2 TL Zitronensaft 
20 g Butter 
50 g Nordländer oder Parmesan 
Salz und Pfeffer
etwas frisch gezupftes Basilikum

Zubereitung
Eine Aubergine rundherum mit einer Gabel mehrfach einstechen und bei 200°C im Backofen für ca. 45-60 Minuten backen, bis das ganz weich ist. Die Aubergine längs aufschneiden, das Fruchtfleisch mit einem Löffel herausschaben und grob hacken. Beiseite stellen. 
Die zweite Aubergine in ca. 1,5 cm große Würfel schneiden und in Olivenöl rundherum goldbraun braten - je nach Pfannengröße in zwei Portionen braten. Die fertigen Auberginenwürfel in ein Sieb geben und ebenfalls beiseite stellen. 

Für das Risotto die Zwiebel in sehr feine Würfel schneiden und in etwas Olivenöl glasig anschwitzen. Den Knoblauch dazugeben und etwas zerdrücken. Den Reis ebenfalls dazugeben, umrühren, so dass die Reiskörner rundherum mit Öl bedeckt sind und ca. 2 Minuten mit anschwitzen. 
Parallel die Gemüsebrühe in einem Topf erhitzen.
Mit dem Weißwein ablöschen und nahezu komplett einköcheln lassen, dann nach und nach die heiße Gemüsebrühe angießen und jeweils einkochen lassen. Mit etwas Salz würzen. Zwischendurch rühren und darauf achten, dass das Risotto nicht ansetzt. 
Sobald der Reis fast gar ist, aber noch ein wenig Biss hat, das gehackte Auberginenfleisch, die Butter, den frisch geriebenen Käse, Zitronensaft und die Hälfte des Zitronenabriebs unterrühren und abgedeckt für ca. 3 Minuten ruhen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Auf Tellern anrichten und mit den gerösteten Auberginenwürfeln, dem restlichen Zitronenabrieb, frisch gezupftem Basilikum servieren. 
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Rote Beete Risotto

So, weiß dürfte draußen langsam aber sicher als vorherrschende Farbe abgelöst sein, bis es so richtig grünt und blüht, dauert es aber bestimmt noch n büschen - bringen wir also mal wieder ordentlich Farbe auf den Teller!
Ihr wisst vielleicht, dass Rote Beete nicht unbedingt mein favorisiertes Gemüse ist. Ausgepresst, als Eis oder in Chips-Form mag ich sie wirklich gerne, ansonsten würde ich aber nicht behaupten, dafür alles liegen und stehen zu lassen - dafür ist mein Mitesser zuständig, der mag Rote Beete dafür nämlich umso lieber und war von diesem Risotto daher auch besonders begeistert
 
Rote Beete Risotto
Ich habe dafür die Gelegenheit genutzt und mir mal wieder eines meiner Leibgerichte zubereitet, dem mein Mitesser dafür so gar nichts abgewinnen kann: Rahmspinat mit Kartoffelbrei und einem gekochten Ei - ich lieeebe das! 
Für meine Spezialmischung, die zugegeben wirklich kein Fest für die Augen ist, wird alles zusammen in einen tiefen Teller gegeben, das Ei doppelt durch die Eiharfe gedrückt (das muss möglichst gleichmäßig zerkleinert sein, damit jeder Bissen ein perfekter 3-Komponenten-Bissen ist), alles nochmal gesalzen und dann kräftig gerührt. Das Ergebnis sieht für Außenstehende, die nicht wissen wie lecker das eigentlich ist, natürlich nicht ganz so appetitlich aus. Meinen Mitesser, der Spinat meidet wie der Teufel das Weihwasser, könnte ich damit aber wahrscheinlich binnen kürzester Zeit vor die Tore der Stadt jagen...
Gibt's also entsprechend selten mal für mich und meist nur, wenn ich Strohwitwe bin oder mein Mitesser selbst etwas bekommt, was ich nicht so gerne mag - wie eben Rote Beete.

Ich bin in diesem Fall also keine Instanz, wenn es um den Geschmack dieses Risottos geht, mein Mitesser war aber komplett begeistert und hat noch einen Nachschlag genommen, und noch einen, und noch einen. Dann war der Topf leer und der Mitesser konnte noch gerade so mit letzter Kraft aufs Sofa rollen. 
Das muss jetzt mal als Kriterium reichen ;o) 

Rote Beete
Zutaten
1 kleine Zwiebel
Öl zum Anschwitzen
2 confierte Knoblauchzehen
300 g Risottoreis (Arborio)
200 ml Noilly Prat
500 ml Gemüsefond
500 ml Rote Beete Saft (frisch gepresst) 
Salz und Pfeffer 
Zitronenöl nach Geschmack
frischer Merrettich nach Geschmack
1 Rote Beete
Dill, fein gehackt (optional)

150 g Capros oder ein anderer Feta


Zubereitung
Die Rote Beete in einen Topf geben, mit Wasser bedecken und je nach Größe ca. 30-45 Minuten kochen. Die Rote Beete soll noch etwas Biss haben. Herausnehmen, unter kaltem Wasser abschrecken und in kleine Würfel schneiden. Beiseite stellen.
Die Brühe mit dem Rote Beete-Saft in einem Topf erhitzen. Die Zwiebel fein hacken und in Olivenöl anschwitzen, confierten Knoblauch und den Reis hinzufügen und kurz mitdünsten lassen. Mit Noilly Prat ablöschen und diesen einkochen lassen, nach und nach unter stetigem Rühren die Brühe angießen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Den Reis al dente garen. Evtl. nochmals nachwürzen und mit einem Schluck Zitronenöl und etwas frisch geriebenem Meerrettich abschmecken.
In der Zwischenzeit die Rote Beete-Würfel in etwas Öl anbraten, die Rote Beete soll aber nicht zu weich werden. Die leicht gebräunten Rote Beete-Würfel unter das Risotto heben. Nach Geschmack mit etwas frischem, fein gehackten Dill bestreut servieren.
Das fertige Risotto auf Teller geben, mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen und den zerbröckelten Feta darüberstreuen.

Kürbisrisotto mit ofengebackenem Kürbis und Kürbiskernkrokant

Und schon wieder ein Kürbisrisotto. Das ist jetzt schon das 3., das es in den KuLa schafft. Der besondere Clou bei dieser Version sind die unterschiedlichen Texturen. Das cremige Kürbispüree macht das Risotto besonders schlotzig, die gebratenen Kürbisstückchen bleiben ob der nur sehr kurzen Bratzeit noch schön knackig und als Krönung des Ganzen kommt noch eine gute Portion knuspriges Kürbiskernkrokant drüber. 
Krokant klingt vielleicht für viele etwas gewöhnungsbedürftig, da Kürbis ja aber eh eine ausgeprägt süße Note hat, passt das wirklich ganz wunderbar. Probiert es unbedingt mal aus und legt Euch bei dieser Gelegenheit gleich einen kleinen Vorrat Kürbispüree an - kann man immer gebrauchen! 

Zutaten 
2 Schalotten
2 confierte Knoblauchzehen

Rapsöl zum Anschwitzen
300 g Risottoreis
200 ml Weißwein 
ca. 1,5 l Gemüse- oder Geflügelfond
3 gute EL Kürbispüree
80 g frisch geriebener Nordländer oder Parmesan
Salz und Pfeffer

je nach Größe des Kürbisses 1/4 bis 1/2 Hokkaido-Kürbis

1 Handvoll Kürbiskerne
2 EL Rohrohrzucker 
Kürbiskernöl

Zubereitung
Die Zwiebel fein hacken und in Olivenöl anschwitzen, Reis hinzufügen und kurz mitdünsten lassen.

Mit Weißwein ablöschen und diesen einkochen lassen, jetzt das Kürbispüree dazugeben und etwas salzen. Nach und nach unter stetigem Rühren die Brühe angießen. Den Reis al dente garen. 
In der Zwischenzeit den Kürbis in Würfel schneiden und in etwas Öl anbraten, der Kürbis soll aber nicht zu weich werden. Die gebräunten Kürbiswürfel beiseite stellen. 
Für das Kürbiskernkrokant die Kürbiskerne in einer Pfanne OHNE Fett anrösten, dann den Zucker darüber streuen und schmelzen lassen. Verrühren, so dass die Kerne rundherum mit Zucker überzogen sind und zum Abkühlen auf ein Stückchen Backpapier geben. Sobald die Kerne und der Zucker abgekühlt sind, mit einem Messer grob hacken.   

Den fertigen Risotto mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen und den geriebenen Nordländer oder Parmesan unterrühren. Ein paar Minuten ruhen lassen, dann evtl. nochmals nachsalzen.
Einen Teil der angebratenen Kürbiswürfel unter den Risotto rühren, den Rest nach dem Anrichten auf dem Teller darüber geben. Kürbiskrokant darüberstreuen und mit Kürbiskernöl beträufelt servieren.

Erdbeerrisotto ~ Risotto alle fragole

Seid Ihr, wenn es um Erdbeeren geht, auch solche Sch..... Angsthasen wie ich? Noch vor zwei Jahren hätte ich mir im Leben nicht vorstellen können, diese leckeren kleinen Beeren in so merkwürdigen Kombinationen wie Pfeffer oder Balsamico-Essig oder womöglich noch Erdbeeren mit Pfeffer UND Balsamico-Essig zu zubereiten. Erdbeeren gehörten auf den Kuchen, als Beilage zu einem leckeren Eis oder auch gern einfach n büschen gezuckert aus der Schale direkt in den Mund - süß halt, aber bloß nicht herzhaft. Das kann ja gar nicht schmecken, dachte ich. Falsch gedacht, mal wieder.
Mein AHA-Erlebnis war sicher der legendäre Erdbeer-Gurkensalat, auf den ich immer wieder gerne und hartnäckig verweise und der seitdem den Saisonauftakt, sowie den Ausklang bildet (und zwischendrin gibt's den natürlich auch noch ab und zu). Und weil ich mir für diese Saison vorgenommen habe noch experimentierfreudiger zu sein, leg ich heute also noch eine Schippe drauf - heute gibt's ein Risotto mit Erdbeeren. Nein, keinen Erdbeer-Milchreis, sondern ein richtiges Risotto, mit Wein, Salz, Pfeffer, Brühe, Käse und allem Pipapo. 
Ihr denkt jetzt wahrscheinlich, das geht nu aber doch zu weit. Ich war auch skeptisch und hätte nicht gedacht, dass dieses Risotto so lecker sein würde, wie es tatsächlich war. Isses aber, bannich lecker sogar! Der Mitesser möchte es diese Saison sogar nochmal essen, wenn das nu keine Referenz ist ;o)

Gefunden hab ich das Rezept in einem meiner neuesten Kochbuch-Zugänge, Italien: Küche und Kultur, aus dem ich bereits vor einigen Wochen die Tagliatelle di cacao al gorgonzola vorgestellt habe. Ein mordsdicker Wälzer, der mir aber, wie auch schon einige andere Ausgaben aus der Küche und Kultur-Serie, richtig gut gefällt. Dass ich das Buch im Vorübergehen reduziert in der Buchhandlung um die Ecke gefunden habe, erzähl ich Euch lieber nicht, im Nachhinein hätte ich es mir aber sicher auch für den regulären Preis gekauft. 
Wenn Ihr die italienische Küche mögt und noch etwas Platz in Eurem Bücherregal habt, schaut es Euch unbedingt mal an, vielleicht gefällt es Euch ja auch. Ich hab auf jeden Fall noch soviele Klebezettel drin verteilt, dass ich sie im Leben nicht abarbeiten kann - der gute Wille ist aber da ;o)

Nachtrag
Ich hab das Rezept gerade in einem weiteren Buch aus der Küche und Kultur-Serie gefunden und zwar in Piemont und Ligurien: Küche & Kultur (dort ist unter Anderem auch das bereits oben verlinkte Tagliatelle-Rezept enthalten). Wie es aussieht, muss ich dringend mal wieder meine Kochbücher durchstöbern, so langsam verliere ich den Überblick ;o)
Ob der Einzelband komplett in der Italien-Ausgabe enthalten ist, kann ich nicht sagen, es ist aber zumindest ein Großteil der Rezepte übernommen + die Rezepte der anderen Regionen Italiens. 

Zutaten 
500 g reife, aromatische Erdbeeren
2 Schalotten 
Olivenöl zum Anschwitzen
400 g Risottoreis (Carnaroli)
100 ml Rotwein (Ihringer Spätburgunder)
ca. 1 1/2 l Gemüsebrühe (selbstgemacht) 
2 EL Butter 
4 EL frisch geriebener Nordländer (alternativ Parmesan oder Pecorino) + Extra-Käse zum Bestreuen
Salz und bunter Pfeffer (schwarz, grün, rot)
1 TL Rapshonig

Zubereitung 
Die Erdbeeren putzen und die Hälfte der Beeren fein würfeln. Die Schalotten schälen und fein würfeln.
Die Schalotten in Olivenöl glasig anschwitzen. Den Reis und die gewürfelten Erdbeeren dazugeben und ebenfalls 1-2 Minuten anschwitzen. Mit dem Rotwein ablöschen und komplett verkochen lassen. Nach und nach heiße Gemüsebrühe angießen und das Risotto unter häufigem Rühren al dente kochen, der Reis sollte nicht zu weich werden, sondern noch einen letzten Rest Biss behalten.  
In der Zwischenzeit die übrigen Erdbeeren ebenfalls würfeln und den Käse reiben. 
Die Butter, Honig und den Käse unter das fertige Risotto rühren und mit Salz und Pfeffer würzen. 2/3 der verbliebenen Erdbeerwürfel ebenfalls unterheben, den Rest über dem angerichteten Risotto verteilen.  
Anrichten und mit frisch gezupftem oder in feine Streifen geschnittenem Basilikum bestreut servieren.

Tomatenrisotto

Endlich mal wieder was Anständiges zu Essen! Nach dem ganzen Süßkram der letzten Tage auch dringend nötig, immer nur Torte, Dulce de Leche und Käsebrot is ja auf Dauer auch nix ... 

Risotto gibt's bei uns eigentlich eher in der kühleren Jahreszeit, wenn Robert aber schreibt, dass dieses Risotto das Beste seit langem war, bedeutet das für mich eigentlich nur noch, Einkaufsliste schreiben, einkaufen und los geht's! Zumal die Tomaten momentan aromatischer und reifer nicht sein könnten.

Anders als Robert, hab ich für dieses Risotto keine bunten Tomaten, sondern ausschließlich Vierländer Platte, eine sehr leckere hiesige Tomatensorte die im südlichsten Zipfel Hamburgs, nämlich in den Vierlanden,  angebaut wird, verwendet, natürlich könnt Ihr aber auch jede andere, aromatische Tomatensorte wählen. Da die Tomaten die Grundlage für den Geschmack bilden, müssen sie unbedingt richtig reif sein und ein volles Tomatenaroma haben, nutzt also die Saison aus und bereitet das Risotto jetzt zu, außerhalb der Saison wird das nix.
Um aus dem Risotto ein fast komplett norddeutsches Gericht zu machen (Reis und die paar anderen Kleinigkeiten werden hier oben leider noch nicht angebaut ;o) ), ist bei uns aus dem Parmesan Backensholzer Milbenkäse geworden, für mich der ideale Parmesan-Ersatz, der dazu noch komplett mit Rinde verwendet werden kann. 

Zutaten

für den Tomaten“fond“
800 g reife, sehr aromatische Tomaten
2 confierte Knoblauchzehen
1/2 kleine Zwiebel

Außerdem
1 kleine Zwiebel
1 EL Olivenöl
200 g Risottoreis
1 guter Schluck Noilly Prat
evtl. 1 TL Zucker
Salz, Pfeffer 

Piment d’Espelette
30 g frische Butter
30 g Backensholzer Milbenkäse, frisch gerieben
2 EL Basilikumblätter

Zubereitung
Die Tomaten samt Blattansatz in grobe Stücke schneiden, die Zwiebel schälen und ebenfalls grob würfeln. Zusammen mit der confierten Knoblauchzehe in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab fein pürieren. Den entstandenen Brei durch ein Sieb passieren.

Für das Risotto die Zwiebel schälen und sehr fein würfeln. In einem Topf in etwas Olivenöl glasig dünsten, den Reis dazugeben und unter Rühren anschwitzen. Mit einem Schluck Noilly Prat ablöschen und komplett einkochen lassen.
Die Hälfte des Tomatenbreies dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen. Je nachdem, wie säurebetont die Tomaten sind, kann ein TL Zucker noch etwas Aroma herauskitzeln.
Sobald die Flüssigkeit vom Reis aufgenommen wurde, den restlichen Tomatenbrei nach und nach dazugeben und das Risotto gelegentlich umrühren, damit es nicht ansetzt.
Sollte die komplette Flüssigkeit aufgenommen worden sein, bevor der Reis gar ist, noch etwas Wasser angießen. Das fertige Risotto soll weich fließend sein. Nach Geschmack mit Piment d'Espelette würzen, einen guten Stich Butter, sowie den frisch geriebenen Parmesan unter das fertige Risotto rühren und die in Streifen geschnittenen Basilikumblätter unterheben. Kurz ruhen lassen, dann servieren. 

Risotto di Patate

Bevor es jetzt endgültig wieder viel zu warm wird und die Risotto-Saison damit für mich bis zum erlösenden Herbst erstmal aussetzt, möchte ich noch schnell dieses Rezept unter die Leute Leserschaft bringen, denn es hat es auf keinen Fall verdient, noch so lange in der Warteschleife dahin zu dümpeln, das gehört auf Eure Teller und zwar schnell ;o)

Die Kombination Reis und Kartoffel war für mich eine ganze Zeit gewöhnungsbedürftig, glücklicherweise hatte ich das Rezept aber nicht vollständig verworfen und als neulich mal wieder ein Risotto auf dem Plan stand, hab ich es todesmutig einfach mal gewagt - ansonsten hätt's halt ein Bütterken gegeben ... 
Was soll ich sagen, das Brot kam natürlich nicht zum Einsatz, sondern das/der Risotto wurde bis zum letzten Korn, resp. Kartoffelwürfel aufgeputzt - richtig lecker!

Da wir ja das nicht zu unterschätzende Glück haben, zweimal die Woche auf unserem kleinen, aber feinen und grandios bestückten Bio-Wochenmarkt einkaufen zu können (der Isemarkt ist natürlich nicht minder schlecht, ganz im Gegenteil, für den wöchentlichen Einkauf aber einfach zuuu groß und überlaufen, da geh ich lieber auf den Biomarkt und nur, wenn ich mal was Besonderes von der Kräuterhexe usw. brauche, stürze ich mich ins Getümmel und boxe mich durch Tourimassen), auf dem auch jeden Samstag der Käsehändler unseres Vertrauens mit seinem Wagen steht und der unter Anderem ein fantastisches Angebot norddeutscher und ganz speziell schleswig-holsteinischer Käse hat, bemühen wir uns immer mehr, auf diese hiesigen Käse auszuweichen. 
Mein bevorzugter "Ersatz" für Parmesan ist beispielsweise der hier im Rezept angegebene Milbenkäse, der nichts anderes als ein 18 Monate gereifter Deichkäse ist, auf dem sich nach 18 Monaten die kleinen Krabbeltiere niederlassen und dafür sorgen, dass der Käse unvergleichlich würzig schmeckt. 
Keine Sorge, bevor der Käse in den Verkauf geht werden die Milben abgewaschen, es muss sich also Niemand davor ekeln, den Käse zu essen ;o)
Ich reibe den Käse inkl. Rinde, die gerade die besondere Würze bringt. Falls Ihr aber keinen Milbenkäse bekommt oder Euch nicht überwinden könnt (wirklich völlig zu Unrecht), weicht einfach auf Parmesan aus, der wird im auch im Originalrezept verwendet. Ich sag's Euch aber gleich, Ihr verpasst was!

Zutaten
120 g Pancetta oder Coppa, in feine Streifen geschnitten
1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 EL Rosmarin, sehr fein gehackt
Olivenöl zum Anbraten
300 g Kartoffeln, gewürfelt
ca. 1,5 l Geflügelfond
1 Glas Weißwein
400 g Risottoreis
Salz und Pfeffer
ein guter Stich Butter
100 g Milbenkäse, frisch gerieben
eine kleine Handvoll glatte Petersilie, fein gehackt

Zubereitung 

Die Pancetta zusammen mit den Zwiebelwürfeln und dem Rosmarin in Olivenöl andünsten, bis die Zwiebeln glasig und weich, aber nicht gebräunt sind.
Die Kartoffelwürfel und einen kleinen Schluck Geflügelfond dazugeben und ca. 5 Minuten garen, dann den Reis dazugeben und verrühren. Ebenfalls glasig andünsten. Mit Weißwein ablöschen und komplett einreduzieren lassen, dann unter häufigem Rühren nach und nach Geflügelbrühe angießen und immer wieder einreduzieren lassen.
Das Risotto auf diese Weise weiter garen, bis der Reis nach ca. 20 Minuten bissfest ist.
Von der Herdplatte ziehen und mit Salz und Pfeffer würzen, dabei mit dem Salz vorsichtig sein, da die Pancetta schon reichlich Salz mitbringt und der Käse ebenfalls sehr würzig ist. Käse und Butter zugeben, unterrühren und die Petersilie ebenfalls unterrühren. Abgedeckt ca. 3 Minuten ruhen lassen, dann sofort servieren.

  

Maronenrisotto

Maronenrisotto gibt es bei uns schon eine ganze Weile, diese Variante hab ich aber erst vor kurzem rausgetüftelt und was soll ich sagen? So isses perfekt, für uns zumindest ;o)
Die süßlichen Maronen, der kräftige, aber nicht scharfe Blauschimmelkäse von unserem Käsehändler, ein Schlückchen Weißwein, ein paar Blätter Salbei - ein Kracher, wirklich!
Perfekt ist das (jahaa, ich weiß, eigentlich der) Risotto natürlich, wenn es nen Ticken schlotziger, also cremiger ist. Was Ihr da unten auf dem Bild seht, ist aber der Kompromiss einer Foodbloggerin, die selbst auch mal ganz gern warm isst und daher den verbliebenen "Rest" fürs Foto angerichtet hat.

Zum Rösten der Maronen geht Ihr wie folgt vor: 
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Eine feuerfeste Form auf den Boden des Backofens stellen und mit kochendem Wasser befüllen.
Maronen auf der gewölbten Seite kreuzweise einschneiden und mit dem Einschnitt nach oben auf ein Backblech legen. Ca. 45 Minuten backen, bis die Schale der Maronen aufspringt und die Maronen gar sind. Abkühlen lassen und schälen. 
Wenn Ihr keine frischen Maronen bekommt, oder schlicht keine Lust habt, sie zu rösten und zu puhlen, kauft bereits vorgegarte, vakuumierte Maronen - schmeckt auch sehr gut.

Beim Käse achtet darauf, einen wirklich guten Blauschimmelkäse zu nehmen. Seit ich den Blauschimmelkäse unseres Käsehändlers kenne, bin sogar ich, als bisherige Stinkerkäse-Verweigerin bekehrt worden und zum absoluten Käse-Fan mutiert - so ein Stückchen Friesisch Blue muss mittlerweile neben einigen anderen Käsesorten immer im Haus sein, dann steht einem leckeren überbackenen Käsetoast auf die Schnelle oder der besten schnellen Käsesauce von Welt (Rezept kommt demnächst) nichts im Wege. 
Meinen Hamburger Lesern empfehle ich unbedingt mal einen Besuch unseres Käsehändlers auf dem Bio-Markt in Eppendorf oder in Winterhude - wir beschränken uns zwar meist auf die norddeutschen Käsesorten, aber auch das übrige Sortiment ist wirklich klasse. Als gelernter Koch hat Herr Eggers auch immer eine Idee, wie man den gekauften Käse "verbraten" kann und findet stets den richtigen Käse für ein Rezept.
  
Zutaten
200 g geröstete und geschälte Maronen
300 g Risottoreis
Olivenöl
1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
2 confierte Knoblauchzehen
1 Glas Weißwein
1 l Gemüsefond
Salz und Pfeffer
1 Stich Butter
100 g Friesisch blue oder ein anderer guter Blauschimmelkäse
ca. 4 Salbeiblätter, sehr fein geschnitten

Zubereitung
Frisch geröstete Maronen schälen und zerbröseln, bereits vorgegarte Maronen mit dem Messer kleinhacken.Die Zwiebel fein würfeln und den Knoblauch fein hacken.
Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl glasig dünsten. Risottoreis dazugeben und eine Minute unter ständigem Rühren mitdünsten.
Mit Weißwein ablöschen und vollständig einreduzieren lassen. Maronen und heißen Gemüsefond zufügen, alles verrühren und unter häufigem Rühren den Fond einköcheln lassen. Immer wieder Fond angießen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Ca. 20 Minuten bei mittlerer Hitze leise köcheln lassen, dabei immer wieder rühren.
Sobald der Reis al dente ist, gewürfelten Blauschimmelkäse und einen Stich Butter dazugeben und Rühren, so dass sich der Käse auflöst und das Risotto schön schlotzig wird.
Salbeiblätter in sehr feine Streifen schneiden, unterrühren, einige Minuten ruhen lassen und servieren.
 
Besonders lecker schmeckt das Risotto, wenn es noch mit frittierten Salbeiblättern bestreut wird.

Fenchelrisotto

Die gestrige spontane Umfrage in der Klönstuv hat ergeben, dass heut Fenchelrisotto auf den Tisch kommt - passt mir sehr gut, denn heut ist Freitag und der Freitag ist bei uns Risottotag. Das heißt jetzt nicht, dass es bei uns jeden Freitag Risotto gibt, aber wenn, dann halt sehr gern freitags. 

Risotto gehört für mich eindeutig in die Kategorie Soulfood und wann braucht man Soulfood am Nötigsten? Richtig, nach einer stressigen, viel zu langen Woche - Abschalten, Runterkommen, dazu ein wunderbar schlotziges Risotto und schon ist man mitten drin im Wochenende...

Die Idee für dieses Risotto hab ich von Jamie Oliver, allerdings war der Erstversuch nahezu ungenießbar, da ich dermaßen scharfe Chilis erwischt hab, dass wir schon nach der ersten Gabel Feuer gespuckt haben. 
Tapfer wie wir sind, haben wir natürlich nicht aufgegeben, aber ein Vergnügen war das nicht, das sach ich Euch! 
Versuch macht ja bekanntlich kluch, also würze ich das Risotto seitdem vorsichtig mit Chiliflocken oder Piment d'Espelette, kommt ganz drauf an, was gerade griffbereit ist - so eine leichte, hintergründige Schärfe passt aber sehr gut zum Fenchel.
Ich weiß, ich sag ganz oft über Rezepte, die ich hier vorstelle, dass es meine neuen Lieblingsrezepte sind, aber wenn's doch nunmal stimmt? ;o)

Zutaten
1 kleine Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe
1/2 TL Fenchelsamen, fein gemörsert
1 große Fenchelknolle, fein gehobelt mit möglichst viel Grün
250 g Risottoreis
Olivenöl
1 Glas Noilly Prat

ca. 1 l Gemüsebrühe

Salz und Pfeffer
milde Chiliflocken oder Piment d'Espelette nach Geschmack
Fenchelgrün
1 EL Ricotta
Abrieb einer halben Bio-Zitrone
Parmesan

Zubereitung
Die Zwiebel fein würfeln und den Knoblauch fein hacken. Fenchelsamen im Mörser fein mörsern.
Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl glasig dünsten, Fenchelsaat dazugeben und kurz unterrühren. Risottoreis und fein gehobelten Fenchel ebenfalls dazugeben und 1-2 Minuten unter ständigem Rühren mitdünsten.
Mit Noilly Prat ablöschen und vollständig einreduzieren lassen. Nach und nach heiße Gemüsebrühe angießen und immer wieder vollständig einkochen lassen. Ca. 20 Minuten bei mittlerer Hitze leise köcheln lassen, immer wieder rühren. Mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken nach Geschmack würzen.
Sobald der Reis al dente ist, Ricotta unterrühren und das Risotto kurz abgedeckt ruhen lassen. Gehacktes Fenchelgrün und Zitronenabrieb unterrühren und mit frisch geriebenem Parmesan und grob gemahlenem Pfeffer bestreut servieren. 

 

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