Gemüsebrühe/Gemüsefond

Das zweite Kapitel zum Thema Fond und Brühe. Heute geht's um den Fond, den ich mit Abstand am häufigsten brauche, Gemüsefond. Kann man natürlich auch immer frisch zubereiten, da Gemüsefond ja bei Weitem nicht so lange braucht wie beispielsweise Rinder- oder Geflügelfond, wenn es aber mal schnell gehen soll, schadet es nicht ein paar Gläser auf Vorrat zu haben. Außerdem hat man so nur einmal die Arbeit und muss den Aufwand nicht jedes Mal aufs Neue betreiben, also Gemüse putzen, auskochen, durchpassieren, usw. usf. 
Ich hab den Gemüsefond auch schon oft heiß in Gläser eingefüllt und aufbewahrt, ohne sie im Backofen oder Topf richtig einzukochen. Aufgegangen und verdorben ist da bisher nichts. Wenn Ihr aber auf Nummer sicher gehen wollt, kocht die Gläser nach dem Befüllen nochmals ein, dann könnt Ihr den Fond mindestens ein Jahr lagern. 
Die Gemüsesorten könnt Ihr natürlich auch je nach Geschmack und Verwendungszweck variieren, im Sommer verwende ich beispielsweise auch sehr gerne Tomaten. Champignons geben dem Fond ebenfalls einen ganz tollen Geschmack - dann würde ich aber auf den Fenchel verzichten, die Kombination finde ich nicht ganz so optimal.

Zutaten
1 Stange Lauch
400 g Knollensellerie (gerne mit dem Selleriegrün, sofern vorhanden)
4 Karotten
2 Petersilienwurzeln
2 gelbe Zwiebeln
1 Fenchelknolle
Rapsöl zum Anschwitzen
2 Lorbeerblätter
1 TL schwarze Pfefferkörner
1 EL grobes Meersalz
1/2 TL gelbe Senfsaat
4 Pimentkörner
1 Bund Petersilie
ca. 2,5 l Wasser (evtl. mehr)

Zubereitung
Das Gemüse waschen und gründlich putzen. In Würfel schneiden und die Zwiebeln quer halbieren, aber nicht schälen. Das Gemüse in einem großen Topf in Rapsöl mehrere Minuten fablos andünsten. Die Gewürze und die Petersilie dazugeben und mit kaltem Wasser auffüllen.
Alles zum Kochen bringen, einmal aufwallen lassen, dann die Temperatur reduzieren und bei niedriger Temperatur mit geschlossenem Deckel für ca. 1 Stunde bei niedriger Hitze leicht köcheln lassen. Das Gemüse mit einer Siebkelle entnehmen, dann die Brühe durch ein mit einem Mulltuch ausgelegtes Sieb passieren.

Haltbarmachen
Die Gläser und/oder Flaschen gründlich mit Wasser und Spülmittel reinigen, gut ausspülen. Bei 150°C im Backofen für ca. 15 Minuten sterilisieren, herausnehmen und kurz etwas abkühlen lassen. Wenn die Gläser direkt mit dem heißen Fond befüllt werden, platzen sie leicht.
Den Fond ca. 5 Minuten sprudelnd aufkochen, in der Zwischenzeit die Deckel der Gläser und Flaschen in einen Topf geben und mit Wasser auffüllen. Zum Kochen bringen und ebenfalls ca. 5 Minuten köcheln. Ich stelle den Trichter, mit dem ich die Gläser und Flaschen befülle, ebenfalls in den Topf, so wird der gleichzeitig sterilisiert.
Den Fond in die Gläser und Flaschen einfüllen und sofort fest verschließen. Die Gläser nicht bis zum Rand befüllen, sondern ca. 2 cm Rand lassen. Die Flaschen und Gläser auf den Kopf stellen und ca. 15 Minuten so stehen lassen. Wieder richtig herumdrehen und die Gläser komplett abkühlen lassen.

Kommentare:

lieberlecker hat gesagt…

in etwa so hätte mein Fond gestern auch aussehen sollen, aber ach ... !
Deiner hat eine super tolle Farbe.
Liebe Grüsse aus Zürich,
Andy

zumbackenverfuehrt hat gesagt…

hab vielen Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast und sowas "banales" wie einen Gemüsefond zusammen geschrieben hast.
Das ist so großartig, gestern erst stand ich da, brauchte 700 ml Gemüsebrühe und dachte "ach verdammt, hättest du das mal vorher selber gemacht" da kommt mir ein Rezept zum einkochen und aufbewahren gerade recht.
Dann gibt es dieses Jahr nur noch frische Gemüsebrühe, ha!
Liebe Grüße
Aylin

Steph hat gesagt…

@ Andy
Die Farbe bekommt der Fond durch die Zwiebelschale, die wirkt Wunder ;-)

@ Aylin
Hab ich sehr gerne gemacht! Als nächstes kommt dann Gemüsebrühpulver und danach geht's mit den anderen Fondsorten weiter.

SeifenRuehrer hat gesagt…

Oh vielen Dank für das Rezept. Darauf habe ich mich schon lange gefreut und werde es in den nächsten Tagen auf jedenfall probieren selber zu machen.
lg. Sylvie

Tina´s PicStory hat gesagt…

hört sich gut an :)

llewella hat gesagt…

Das mußte ich doch gleich ausprobieren. Bin gespannt, ob meiner auch so schön gelb wird!

hellfrozeover hat gesagt…

verrätst du mir, woher du die flaschen hast?
lg

Steph hat gesagt…

@ hellfrozeover
Aber natürlich verrate ich Dir das ;o)
In den Flaschen waren ursprünglich passierte Tomaten. Ich besorge mir dann immer frische Deckel und verwende die Flaschen zum Einwecken von Fond oder Pastasaucen.
Man kann die Flaschen aber auch bei Flaschen-Bauer, flaschenland.de, usw. bestellen. Dort bestelle ich auch oft Gläser und Flaschen.

Culinaria Ungaria hat gesagt…

Dank deines Rezept´s habe ich wieder mal selbtgekochte Brühe (Gemüse und Hühner) gekocht und sie ist super lecker geworden!! Ich weiss gar nicht, warum man das nicht immer so macht??!? So einfach, und soooo lecker! Ab 2013 kommt bei mir keine fertige Würfelbrühe mehr zur Einsatz! Tausend Dank und liebe Grüße! Krisz! :-)

arina90 hat gesagt…

heute gemacht, danke fürs rezept. hab gerade mal gegoogelt und geschaut, was man aus den resten machen könnte.
werde mal versuchen, bratlinge herzustellen. mal schauen, ob das was leckeres wird mit nem gescheiten dip dazu :)
lg, arina

Netzchen hat gesagt…

hi steph,

kurze Frage, wie lange hält der Fond? Ich habe gestern den Fond hergestellt, tolles Rezept! Aber ich habe nirgends gelesen wie lange er hält.

LG Netzchen

Steph hat gesagt…

@Netzchen
Das kommt ganz drauf an, ob Du ihn eingeweckt hast oder nicht. Eingeweckt hält er, wie ich im Beitrag geschrieben habe, auf jeden Fall mehr als ein Jahr, ohne ihn haltbar zu machen vielleicht ne Woche im Kühlschrank.

Mimi hat gesagt…

Hallo Steph! Weisst du noch ungefähr wie viel Flüssigkeit am Ende übrigbleibt? Und: Wie konzentriert ist der Fond? Benutzt du in direkt so oder fügst du jeweils noch Wasser zu? Sorry für die Anfängerinnnenfragen!

 

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