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[Teetied] Detox-Tee

Das schöne Frühlingswetter schwächelt gerade ein wenig, der ideale Zeitpunkt also, um mal wieder ein Teerezept zu bloggen. 
Neben den klassischen Kräutertees wie beispielsweise meinem Blümchentee, mag ich Gewürztees sehr gerne. Geschmacklich musste ich mich erstmal ein wenig dran gewöhnen, weil sie auf den ersten Schluck schon sehr "gesund" schmecken, sie tun mir aber so gut, dass sie sehr schnell einen wichtigen Platz in meinem Teeregal eingenommen haben. 
Das Schöne an diesen Gewürztees ist auch, dass man als Hobbykoch die meisten Zutaten eh im Gewürzregal hat - ich musste mir nur die Süßholzwurzel* besorgen, den Rest habe ich immer vorrätig.

Detox-Tee
Preislich ist das Selbstmischen natürlich deutlich günstiger, als wenn man fertige Teemischungen oder gar Beutel kauft. Ich habe mich bei den Zutaten für diesen Tee an einem Beuteltee orientiert, der pro 100 g Tee bei über 9 € liegt und zahle für meine eigene Mischung mal gerade etwas über 3 € - wenn das kein Anreiz ist, selbst mit dem Mischen anzufangen, weiß ich auch nicht ;o)
Wenn Ihr einen Mörser* habt, könnt Ihr die Zutaten natürlich darin mörsern, schneller geht es aber in einer Gewürz-, bzw. Kaffeemühle* oder dem einem Zerhacker. 

Gewürztee nach dem Mörsern
Zutaten 
30 g Anissaat
15 g Fenchelsaat
12 g Kardamomsaat (ohne Kapsel)
5 g Süßholzwurzel, geschnitten
1 g Koriandersaat
1 g Selleriesaat

Zubereitung
Die Kardamomkapseln in einem Mörser anknacken und die Kapseln entfernen. Die Saat mit den restlichen Zutaten in eine Gewürzmühle geben und grob mahlen. Pro Tasse einen TL (ich verwende für eine kleine Teekanne einen gut gehäuften TL) mit kochendem Wasser überbrühen und 5 Minuten ziehen lassen.
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[Teetied] Blümchentee

Ich glaube ja ehrlich gesagt nicht, dass jemand von Euch etwas mit diesem Teerezept anfangen kann, da mein Blog ja aber nicht nur als Rezeptquelle für Euch, sondern auch als Rezeptarchiv für mich gedacht ist, gibt es das Rezept für diesen 17-Komponententee heute trotzdem - sonst verlier ich den Schmierzettel demnächst noch und dann steh ich da. Ohne Rezept für meinen Lieblingstee. Das geht natürlich nicht!
Und wer weiß, vielleicht hat ja doch jemand zufällig alle Zutaten parat und kann sich spontan einen leckeren Blümchentee mischen - wer weiß das schon :o)

Je nachdem, ob ich immer alle Zutaten parat habe, ändere ich die Zutatenliste auch ab und zu, ich mag diesen Tee aber nicht nur des Geschmacks wegen, sondern auch, weil er so wunderschön bunt ist. Da macht das Mischen und Aufbrühen gleich nochmal soviel Spaß. 

Die Zutaten für meine Tees besorge ich mir über verschiedene Quellen. Den Großteil beziehe ich über das Kräuterhaus in St. Georg, kaufe aber auch gerne beim Aromagarten und der Kräuterhexe auf dem Isemarkt (ca. auf Höhe Hausnummer 9), ab und zu bei Amazon* oder - wenn ich die Zutaten sonst nirgends bekomme - auch in der Apotheke ein.
Früchte dörre ich seit einiger Zeit selbst und mische die dann auch gerne in Tees, Äpfel schmecken beispielsweise ganz großartig im Tee und geben den Mischungen eine wunderbar frische Note. Aber zum Thema Dörren erzähl ich Euch nächste Woche noch einiges, wenn ich Euch mein noch relativ neues Dörrgerät ausführlich vorstelle.

Blümchentee
Zutaten 
20 g Zitronen-Verbene 
15 g Zitronenmelisse
20 g Himbeerblätter
15 g Erdbeerblätter
10 g Brombeerblätter
10 g Ringelblumen
3 g Rote Kornblumenblüten
3 g Blaue Kornblumenblüten
3 g kleine blaue Malvenblüten
5 g Sonnenblumenblüten
5 g Gänseblümchen
10 g Katzenpfötchen
10 g Rosenblütenblätter
5 g Holunderblüten
8 g Königskerzen
10 g Orangenblüten
20 g Fenchel
15 g Anis

Zubereitung 
Je nach Vorliebe die Verbenenblätter etwas zerbröseln, so vermischt sie sich beim Portionieren gleichmäßiger mit den restlichen Zutaten. Zusammen mit den anderen Zutaten in einer großen Schüssel gleichmäßig vermischen und in einer fest schließenden Teedose luft- und lichtgeschützt lagern. 
Pro Tasse einen TL Teemischung in einen Teefilter geben und mit kochendem Wasser aufgießen. Abhängig vom persönlichen Geschmack für 5-10 Minuten ziehen lassen, dann genießen.
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Crema di Limoncello ~ Zitronen-Sahnelikör

Ich verrate Euch was, der Limoncello gestern ist zwar wirklich extrem lecker, mir persönlich aber etwas zu stark, ich mag die heutige "Mädchenvariante" deutlich lieber. Der Crema di Limoncello ist so süffig und cremig, dass man kaum merkt, wieviel Prozent er hat - gefährlich, aber auch mordslecker!

Wie ich gestern schon geschrieben habe, hab ich letzte Woche bereits eine zweite Ladung Zitronenlikör angesetzt (die seht Ihr unten auf dem zweiten Bild) und werde den sicher hauptsächlich zu Crema di Limoncello verarbeiten. Eisgekühlt im Sommer gibt's kaum was Leckereres.

Crema di Limoncello ~ Zitronen-Sahnelikör
Crema di Limoncello wird ganz ähnlich hergestellt wie Limoncello, nur dass man kein Wasser zum Verdünnen des 96%igen Alkohols verwendet, sondern Milch und einen ganz kleinen Schluck Sahne ;o).
Solang Ihr nur die Zitronenschalen eingelegt habt, könnt Ihr Euch also frei entscheiden, was Ihr draus macht, deshalb lasse ich den Ansatz auch solange stehen, bis ich wieder "neuen Stoff" brauche und fülle mir dann etwas ab - je länger er steht, desto besser. 

Der originale Limoncello wird übrigens noch mit einer Vanilleschote aromatisiert. Mir ist das zuviel, da ich nicht überall den Vanillegeschmack mag, daher hab ich sie weggelassen. Wenn Ihr aber gern eine Vanillenote am Crema di Limoncello habt, kocht einfach eine Vanilleschote in der Sahnemilch mit aus und entfernt sie dann wieder. 

So ganz durch bin ich mit meinen Limoncellorezepten übrigens noch nicht, am Freitag wird es noch ein leckeres Lemon Curd-Limoncello-Eis geben. Stay tuned!

Limoncello-Ansatz
Zutaten
500 ml 96%iger Alkohol (Strong Alcohol oder Primasprit*)
Schalen von 5 großen unbehandelten Amalfi-Zitronen

500 ml Milch
250 ml Sahne 
400 g Zucker 

Zubereitung
Die Zitronen gründlich mit warmem Wasser waschen und mit einem Sparschäler* möglichst dünn schälen. Dabei aufpassn, dass so wenig Weißes an den Schalen verbleibt wie möglich, da die weiße Schicht bitter ist. 
Die Schalen in ein großes Flas oder eine Flasche füllen und mit dem Alkohol übergießen. Für mindestens 4 Wochen bei Zimmertemperatur ziehen lassen. 

Nach 4 Wochen ein Stückchen der Zitronenschale herausnehmen und biegen. Zerbricht das Stückchen, ist der Ansatz fertig und kann weiterverarbeitet werden. Ist es immer noch biegsam, muss der Ansatz für weitere 1-2 Wochen ziehen. 

Zur Weiterverarbeitung die Milch mit der Sahne und dem Zucker aufkochen und komplett abkühlen lassen. In der Zwischenzeit den Alkohol durch ein feines Sieb gießen und mit der abgekühlten Milch-Sahne vermischen. In saubere Flaschen umfüllen und im Kühlschrank lagern.
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Limoncello ~ italienischer Zitronenlikör

Auf dieses Rezept warten einige von Euch schon sehr gespannt, die bei Facebook mitbekommen haben, dass ich Limoncello angesetzt habe, aber wie immer gilt auch hier: Gut Ding will Weile haben. Bis der Limoncello ausreichend gezogen hat, dauert es halt seine Zeit. 
Eigentlich könnte der Liköransatz sogar noch länger ziehen, Euch zuliebe hab ich aber schon einmal eine Ladung fertig gemacht, mittlerweile aber auch schon wieder neuen angesetzt, den ich jetzt so lange ziehen lasse, bis dieser hier alle ist. So kann ich auch spontan entscheiden, ob ich Limoncello oder Crema die Limoncello zubereiten möchte.

Limoncello ~ italienischer Zitronenlikör
Das Wichtigste beim Ansetzen von Limoncello sind natürlich die Zitronen, aber auch die Wahl des richtigen Alkohols. 
Setzt den Limoncello auf keinen Fall mit Wodka oder noch schlimmer, Korn an, sondern verwendet ausschließlich 96%igen Neutralalkohol*, weil nur der das Maximum an Geschmack und Aroma aus den Zitronenschalen herausholt. Die Ergebnisse sind nicht annähernd miteinander zu vergleichen. 

Die Zitronen für den Limoncello sollten - wenn möglich - von der Amalfiküste stammen, Ihr könnt aber natürlich auch andere richtig reife und selbstverständlich unbehandelte Zitronen verwenden. Egal welche Ihr verwendet, achtet immer darauf, dass die Zitronen nicht behandelt sind, da ja ausschließlich die Schalen verwendet werden und mit dem extrahierten Aroma auch Pestizide, Fungizide & Co. in den Likör gelangen würden.

Limoncelloansatz
Wie Ihr auf dem Bild ganz oben seht, ist mein Limoncello trüb und nicht so glasklar, wie Ihr das vielleicht von gekauftem Limoncello oder dem mit Wodka angesetztem gewohnt seid. Die Ursache liegt im sog. Louche-Effekt, den einige sicher vom Absinth oder Ouzo kennen.
Die Trübung entsteht durch das Vermischen des mit den ätherischen Ölen der Zitronenschale durchsetzten Alkohols mit Wasser und bedeutet nichts anderes, als dass Ihr alles richtig gemacht habt :o)
Euer Limoncello steckt randvoll mit Aroma und das werdet Ihr schon beim ersten Schluck schmecken. 
Für den ganzen Zitronensaft, der bei der Herstellung von Limoncello entsteht, hab ich natürlich auch ein paar Rezepte auf Lager. Ihr solltet unbedingt Lemon Curd, Apple Lemon Curd, Tarte au Citron, Zitronensorbet, Lemon Squash oder Basilikum-Zitronen-Sorbet ausprobieren und dafür braucht Ihr eine ganze Menge Zitronen, also ran an den Limoncello :o)

Lagert den Limoncello am Besten direkt im Gefrierschrank, so könnt Ihr ihn immer eiskalt genießen, denn so schmeckt er am besten!

Cin Cin! 

Limoncelloansatz
Zutaten 
500 ml 96%iger Alkohol (Strong Alcohol oder Primasprit*)
Schalen von 5 großen unbehandelten Amalfi-Zitronen

550 ml Wasser
200 g Zucker 

Zubereitung
Die Zitronen gründlich waschen und mit einem Sparschäler* möglichst dünn schälen. Es soll so wenig Weißes an den Schalen verbleiben wie möglich. 
Die Schalen in ein durchsichtiges, fest verschließbares Gefäß füllen und mit dem Alkohol übergießen. Mindestens 4 Wochen bei Zimmertemperatur ziehen lassen. 

Nach 4 Wochen ein Stückchen Zitronenschale herausnehmen und biegen. Zerbricht das Stückchen, kann der Limoncelloansatz weiterverarbeitet werden. Ist es immer noch flexibel, muss der Ansatz noch 1-2 Wochen weiterziehen.

Das Wasser mit dem Zucker aufkochen und vollständig abkühlen lassen, dann zu dem Alkohol geben und nochmals 1 Woche ziehen lassen. Den Limoncello durch ein sehr feines Sieb gießen (nicht durch einen Kaffeefilter!) und in Flaschen umfüllen. Im Gefrierschrank aufbewahren und eiskalt genießen.
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[Teetied] kunterbunter Kräutertee

Ich bin ein absoluter Tee-Junkie. Grüner & weißer Tee, Oolong, schwarzer Tee, Kräuter Tee, ich trinke fast alles - mit kleinen Ausnahmen bei Rooibos, Mate und Yogi Tee. Pro Tag kommt da schon der ein oder andere Liter zusammen, kein Wunder, dass mein Magen da jetzt irgendwann schlapp gemacht hat und ich gerade bei schwarzem und grünen Tee einen Gang zurückschalten muss. 
Also gibt es vermehrt Kräutertees und weil ich ja gerne soviel wie möglich selbst mache, ist es nur konsequent, mich auch im Mischen meiner eigenen Teesorten zu versuchen - so schwierig kann das schließlich gar nicht sein :o)

In Zukunft möchte ich Euch daher ab und zu an meiner Teeleidenschaft teilhaben lassen und meine "Kreationen" mit Euch teilen. Im Winter gibt's wärmende Kräutertees und ab und zu auch mal Mischungen mit Grün- und Schwarztees und im Sommer reichlich erfrischende Eisteerezepte. 
Ich weiß natürlich, dass das kein Thema für die große Masse ist, aber irgendwo muss ich meine Rezepte ja niederschreiben, sonst vergess ich wieder die Hälfte und weiß beim nächsten Mal nicht mehr, was ich vor ein paar Wochen zusammen- gemischt habe. Also erweitere ich das Sortiment des Kuriositätenladens ab sofort um die Abteilung Teetied (plattdeutsch für Teezeit) und zeige Euch, was bei mir immer so in die Tasse kommt - vielleicht bekehre ich ja auf diese Weise ein paar von Euch zum Teetrinken, schmeckt eh viel besser als Kaffee ;o)

kunterbunter Kräutertee
Zutaten
20 g Zitronenmelisse
10 g Verbene
10 g Kamillenblütten
15 g Lemongras
20 g Hagebutten
6 g Ingwer
5 g Rosenblüten
10 g Hibiskusblüten

Zubereitung 
Die Hibiskusblüten mit einem Messer etwas zerkleinern, die Verbene mit den Händen zerbröseln, so dass sich beides in der Gesamtmischung besser verteilt. Zusammen mit den anderen Zutaten in einer großen Schüssel gleichmäßig vermischen und in einer fest schließenden Teedose luft- und lichtgeschützt lagern. 
Pro Tasse einen TL Teemischung in einen Teebeutel geben und mit kochendem Wasser aufgießen. Je nach Vorliebe für 5-10 Minuten ziehen lassen, genießen. 

Wassermelonen-Milchshake

So, jetzt isses soweit, heute habe ich mein liebstes Sommerrezept 2014 für Euch. Ok, "Rezept" ist angesichts von zwei Zutaten, die nur mal eben aufgemixt werden, ein klein wenig übertrieben, das Resultat ist aber absolut großartig.   
Ich kann ohne Übertreibung sagen, dass ich süchtig nach diesem Shake bin und mich grün ärgere, dass ich das nicht schon vorher ausprobiert habe. So abwegig isses schließlich nicht, Wassermelone mit nem Schluck Milch aufzumixen. 

Wassermelonen-Milchshake
Um die original "Rosa Wolke" hinzukriegen, braucht Ihr wieder mal einen leistungsstarken Blender*, der auf jeden Fall soviel Kraft haben muss, dass er auch zum Eiswürfelcrushen geeignet ist. Nur dann könnt Ihr die gefrorenen Melonenwürfel mit der Milch so weit atomisieren, dass ein wunderbarer Melonenschaum entsteht. 

Wenn Ihr aber keinen so kräftigen Blender habt, lasst die Melonenwürfel in der Milch etwas antauen oder mixt die frische (nicht gefrorene) Melone mit eiskalter Milch auf. Schmeckt natürlich auch ganz klasse, hat dann nur nicht diese sagenhafte Konsistenz.  

Wassermelone im Querschnitt
Ich bin von diesem Shake mittlerweile so abhängig, dass ich mir zum Ende der Melonensaison kleine Melonenpakete schnüren und dann einfrieren werde. So kann ich die Melonen-Milchshake-Saison wenigstens verlängern.

Der große Gefrierbehälter unten ist für die Melonenwürfel übrigens nicht wirklich optimal, da man immer mit nem Messer Melonenbrocken lösen muss und der Rest dann wieder eingefroren wird. Friert die Melone lieber in kleinen Portionen ein, dann müsst Ihr Euch nicht mit nem Eispickel an die Arbeit machen.

gefrorene Wassermelonenwürfel
Zutaten
200 g Wassermelone, gewürfelt und eingefroren
ca. 300-350 g kalte Milch

Zubereitung
Die Wassermelone entkernen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden und über Nacht einfrieren.
Am nächsten Tag die gefrorene Wassermelone und Milch in einen Blender geben und solange pürieren, bis ein glattes Shake entstanden ist. Sofort genießen.
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Pimm's No. 1 Cup

MannMannMann, das war ja was... 
Da setz ich mich gestern Abend hin und will den heutigen Beitrag schreiben, mach mir ausnahmsweise mal für nebenher den Fußball-Livestream und nicht wie sonst ein Hörbuch an und dann sowas. Das Ende vom Lied, ich hab Fußball geguckt, aber nix geschrieben.

Der heutige Beitrag passt aber sehr gut, ich hab Euch heute nämlich nix Gegrilltes und auch keine Beilage mitgebracht, sondern etwas zu trinken, einen Cocktail, mit dem wir jetzt prima auf den Sieg der deutschen Mannschaft anstoßen können. Als Durstlöscher eignet er sich nicht, sonst liegt Ihr ganz schnell unterm Grill Tisch, aber ein Gläschen zur Feier des Tages darf es schon einmal sein.

Pimm's No. 1 Cup

Während der Rest der Nation im letzten Jahr Hugo und in diesem Jahr Lillet trinkt, haben mein Mann und ich Pimm's für uns entdeckt. 
Pimm's ist ein englischer Kräuterlikör, der gerne mit Ginger Ale, Gurkenscheiben oder während der Saison auch gerne mit Erdbeeren oder Orangen getrunken wird. Außerdem kann man noch Borretsch oder auch Minze dazugeben.
In Großbritannien ist der Pimm's No 1 Cup sehr beliebt, klar, dass wir ihn auch ausprobieren mussten. Mittlerweile hat er sich zum absoluten Lieblingscocktail meines Mannes entwickelt und ich trinke auch gerne mal ein Schlückchen davon. Nicht viel, weil ich Alkohol absolut nicht vertrage und dieses Zeug so hinterhältig wie süffig ist, aber ein wönziges Schlückchen kann ja nicht schaden ;o)

Pimm's No. 1 Cup mit Erdbeeren und Orangen
Pimm's No. 1 Cup

Zutaten 
50 ml Pimm's No. 1
20 ml frisch gepresster Zitronensaft 
10 ml Gurkensirup (s.u.)
120 ml Ginger Ale

Optional 
je nach Saison und Geschmack Erdbeer- und Orangenscheiben 
Minze oder Borretsch
Eiswürfel 

Zubereitung 
Pimm's, Zitronensaft und Gurkensirup in einem Glas verrühren. Eiswürfel dazugeben und mit Ginger Ale auffüllen. 

GurkensirupGurkensirup, das klingt sicher erstmal sehr abenteuerlich. Sirup macht man ja normalerweise aus Früchten und Beeren, oder auch mal aus Schokolade oder ähnlichem, aber Gurke? 
Schmeckt klasse, das verspreche ich Euch. Nicht unbedingt pur nur mit Wasser verdünnt, aber mit etwas Zitrone oder Limette, Minze und evtl. einer guten Limonade gepimpt ein großartiges Erfrischungsgetränk, gerade im Sommer. Man muss aber natürlich Gurken mögen - ich liebe Gurken :o)
Für Pimm's No. 1 Cup kann man natürlich auch ein paar Scheiben Gurke in den Cocktail geben, der Sirup verstärkt das Gurkenaroma aber noch, sehr lecker!

geraspelte Gurken
Vierländer Minigurken
Achtet darauf, dass Ihr für diesen Sirup möglichst aromatische Gurken verwendet, damit der Sirup auch einen kräftigen Geschmack bekommt und es keine wässrige Plörre wird. Daher unbedingt die Kerne entfernen, das verwässert den Sirup nur unnötig, die Schale solltet Ihr aber dran lassen, die gibt Aroma und auch Farbe. Kauft also am besten Bioware.
Ich verwende gerne Vierländer Minigurken, die haben nur wenig Kerne, sind im Ganzen recht fest und im Gegensatz zu normalgroßen Schlangengurken regelrechte Geschmacksbomben

Gurkensirup nach dem Abseihen
Gurkensirup

Zutaten
250 g Minigurken
150 g Wasser
130 g Zucker

Zubereitung
Die Gurken waschen, längs halbieren und mit einem Löffel das Kerngehäuse ausschaben. Mit der Reibe raspeln.  
Das Wasser mit dem Zucker in einem Topf zum Kochen bringen und rühren, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat. Von der Platte ziehen, die geraspelte Gurke zufügen und abgedeckt für ca. 30 Minuten ziehen lassen. 
Durch ein feines Sieb gießen, in eine Flasche abfüllen und gut verschließen.
Hält sich verschlossen im Kühlschrank gelagert einige Wochen. Nach dem Anbruch sollte er aber innerhalb einiger Tage verbraucht werden. 

Lemon Squash für Eilige, aka Rosi Brause

Ein Rezept für Lemon Squash habe ich bereits vor einigen Jahren gebloggt, damals mit frisch gepresstem Zitronensaft und im Prinzip ist die Basis meines Zitronensorbets auch nichts anderes als ein simpler Zitronensirup, den ich nicht nur gerne in kugelform löffle, sondern auch sehr gerne trinke. 
Heute möchte ich Euch die schnelle und auch um einiges günstigere Variante vorstellen, von der ich mir immer gleich ein paar Liter koche, heiß in sterilisierte Flaschen abfülle und dann anstatt des nicht gerade günstigen Rose's Lemon Squash trinke.  Daher auch der Name, Rosi Brause :o)
Für diesen Sirup kaufe ich mir 1-Liter-Flaschen Zitronensaft (gibt's in jedem Supermarkt, konventionell und auch Bio) und verbrauche die komplett für den Sirup. Das ergibt dann ein paar Flaschen Sirup und ich hab erstmal wieder "Stoff" für die nächsten Monate.

Ein weiterer Vorteil des Zitronensaftes (neben dem Preis) ist, dass der Sirup dadurch länger haltbar ist. Mir ist von diesem Sirup noch nie eine Flasche verdorben, wohingegen der Sirup aus frischen Zitronen nicht ganz so lange hält. 
Morgen zeig ich Euch dann, wie man aus diesem und jedem anderen Zitronensirup in Nullkommanix eine sehr farbenfrohe Zitronensorbetvariante macht. 

Lemon Squash aka Rosi Brause
Zutaten 
1,3 kg Zucker
1,3 Liter Wasser
1 Liter Zitronensaft

Zubereitung 
Alle Zutaten in einem großen Topf zum Kochen bringen und ca. 15 Minuten köcheln lassen. 
In der Zwischenzeit die Flaschen vorbereiten. Gründlich ausspülen und bei 150°C ca. 15 Minuten im Backofen sterilisieren. Die Deckel in einen Topf geben, mit Wasser auffüllen und ca. 5 Minuten auskochen. 
Die Flaschen aus dem Backofen nehmen, etwas abkühlen lassen, dann den Zitronensirup einfüllen und verschließen. 

Hält sich ungeöffnet mindestens ein Jahr - theoretisch...

Falls Ihr zufällig eine oder mehrere Biozitronen rumliegen habt, könnt Ihr die Schale natürlich auch mit auskochen, das gibt noch das "gewisse Etwas"

Kakaomischung im Glas

Langsam wird's n büschen eng, oder? Habt Ihr schon alle Weihnachtsgeschenke beisammen oder fehlt noch eine Kleinigkeit? Ja? Dann hab ich heute wieder etwas für Euch. Entweder zum Verschenken oder als Belohnung für Euch, eine Kakaomischung, je nach Mischung für zuhause oder auch fürs Büro, die ganz schnell, unkompliziert und günstig gemacht ist.

Wenn Ihr den Kakao zuhause zubereiten möchtet, lasst das Milchpulver einfach weg, daheim könnt Ihr ja richtige Milch verwenden. Falls Ihr Euch aber auch im Büro ab und zu einen leckeren Kakao gönnen möchtet, ist die milchpulverhaltige Variante ideal, da Ihr dann nur einen Wasserkocher braucht und in Nullkommanix einen leckeren Kakao parat habt. 

Kakaomischung im GlasWas Ihr alles in Eure ganz persönliche Kakaomischung gebt, hängt mal wieder von Eurem Geschmack ab. Ich empfehle ganz dringend eine großzügige Prise frisch gemahlene Muskatnuss, wie ich es schon bei meinem Lieblingskakao vorgestellt habe. Aber auch eine gute Prise frisch gemahlener Kardamom oder Orangenpulver schmecken sehr lecker - Ihr könnt sogar Kuhbonschen, andere Karamellen oder Pralinen kleinhacken und dazugeben. 

Valrhona-Kuvertüre und -Kakaopulver
Zutaten (für ein 600 ml-Glas)
100 g Bio-Milchpulver
100 g gutes Kakaopulver
1 EL gemahlene Vanille
1/4 frisch gemahlene Muskatnuss
100 g Rohrohrzucker 

Zusätzlich 
50 g Schokotropfen
Mini-Marshmallows
2 zerstoßene Candy Canes

Zubereitung
Erst das Milchpulver vorsichtig löffelweise in ein Glas füllen, darauf den Kakao, die gemahlene Vanille und die frisch geriebene Muskatnuss verteilen. Den Zucker einfüllen, darüber nach Geschmack Schokotropfen und/oder zerstoßene Candy Canes geben und zum Abschluss mit Mini-Marshmallows auffüllen. 

Vor der Zubereitung alles in eine große Schüssel umfüllen, umrühren und zurück ins Glas geben. Jeweils ca. 2 EL Kakaomischung in eine Tasse geben und mit kochendem Wasser auffüllen, umrühren und genießen. 

Whiskylikör, hausgemacht

24. Dezember 2013, 14:00 Uhr 
Die Geschäfte sind geschlossen, der Weihnachtsbesuch steht schon so gut wie vor der Tür und was fehlt? Das passende Geschenk natürlich. Das kommt davon, wenn man nicht beizeiten... Aber wem erzähl ich das ;o)

Ich hab heute ein Rezept für Euch, das Ihr innerhalb einer halben Stunde fertigstellen könnt und für das die Chancen, dass Ihr alle Zutaten im Haus habt, ziemlich gut stehen - vorausgesetzt, Ihr habt den Schoko-Espresso-Sirup und Vanilleextrakt parat, aber das setze ich jetzt mal voraus, schließlich handelt es sich da um den leckersten Schoko-Sirup der Welt und der Vanilleextrakt ist ja auch nicht ganz so übel. 

Das Besondere an diesem Likör ist übrigens, dass er schon direkt nach dem Zusammenmischen "einsatzfähig" ist. Er muss also nicht erst wochenlang ziehen, sondern kann direkt genossen, bzw. verschenkt werden. 

hausgemachter WhiskylikörIn vielen Rezepten für hausgemachten Whiskylikör wird Kondensmilch und Sahne verwendet. Hab ich ausprobiert, ich finde die Nur-Sahne-Variante aber eindeutig leckerer. Ich frag mich auch, weshalb überhaupt ein Teil Kondensmilch verwendet wird - des Fettgehalts und/oder der Kalorien wegen? Ich glaube, beides spielt bei einem Likör nicht unbedingt die größte Rolle...
Falls Ihr aber lieber die Sahne-Kondensmilch-Variante ausprobieren möchtet, ersetzt einfach die Hälfte der Sahne durch Kondensmilch. Ich wüsste aber immer noch nicht, warum... 

Bei der Menge des Whiskys müsst Ihr Euch selbst rantasten, da die natürlich vom Whisky selbst und den Umdrehungen desselben abhängt. Der Glenlivet, den ich verwendet habe, hat 40%, wenn Ihr den Likör beispielsweise mit einer Fassstärke ansetzt, muss davon natürlich entsprechend weniger rein. Ein kleines Probeschlückchen während des Mischvorgangs kann also nicht schaden ;o)

Den Invertzuckersirup könnt Ihr natürlich auch durch Zucker ersetzen, dann würde ich diesen mit der Sahne zusammen aufkochen, er löst sich so leichter auf. 

Und wenn Ihr mein Rezept komplett auf den Kopf stellen wollt, könnt Ihr den Likör auch mit löslichem Kaffee- und Kakaopulver ansetzen, da ich aber den (ich wiederhol mich ja ungern, aber man kann es gar nicht oft genug sagen, resp. schreiben) weltbesten Schoko-Espresso-Sirup im Sortiment habe, schlag ich damit zwei Fliegen mit einer Klappe.

Slàinte!
Springbank Single Malt - nicht im Whiskylikör drin, aber die Flasche ist schick ;o)
Zutaten 
500 ml Sahne 
1 EL Schoko-Espressosirup
1 EL Vanilleextrakt 
ca. 3 EL Invertzuckersirup
170-200 ml Whisky (Glenlivet)

Zubereitung 
Die Sahne in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Ca. 2-3 Minuten köcheln lassen, dann von der Herdplatte ziehen und komplett abkühlen lassen. 
Alle Zutaten in einen Blender geben, gründlich verrühren und in eine oder mehrere saubere Flasche füllen. 
Der Whiskylikör ist mindestens 6 Wochen haltbar. 

Mango Lassi

Mit exotischem Obst wie Ananas, Papaya und Mangos ist das so eine Sache. Normalerweise kaufen wir es nicht, sondern bleiben bei saisonalem und regionalem Obst. Zur Zeit gibt's ja aber leider nicht sehr viel mehr als Lageräpfel und auch die sind nicht mehr wirklich knackig - wir haben daher neulich unserer Inkonsequenz freien Lauf gelassen und es so richtig krachen lassen. Wir haben eine Mango gekauft!
So pur finde ich Mango gar nicht so besonders lecker, daher ist sie zusammen mit etwas Joghurt, Milch und ein paar Gewürzen in den Blender gewandert - mein Mitesser war begeistert und ich fand es auch ganz lecker. Mein Lieblingsobst wird Mango aber nicht und das ist ja auch ganz gut so ;o)

Da ich nur Mango, Joghurt und Zucker n büschen langweilig finde, hab ich das Lassi noch mit etwas Kardamom, gemahlenem Ingwer und Safran aufgepeppt - nicht nur zum Entschärfen von indischem Essen eine ganz leckere Geschichte!

Mang Lassi
Zutaten
1 sehr reife Mango 
500 ml Joghurt (0,1%)
50-100 ml Milch (je nach Vorliebe und Größe der Mango)
1 Messerspitze Ingwerpulver
4 Kardamomkapseln
einige Fäden Safran
2 EL heißes Wasser 
Zucker oder Invertzuckersirup nach Geschmack

Zubereitung
Die Kardamomkapseln in einen Mörser geben und kurz anknacken, so dass die Samen herausfallen. Die Schalen entfernen. Den Safran und einen TL Zucker dazugeben und sehr fein mahlen. Das heiße Wasser dazugeben und kurz ziehen lassen.
Das Fruchtfleisch der Mango abschneiden, und zusammen mit den restlichen Zutaten in einen Blender geben und fein pürieren. Gut gekühlt servieren. 

Haselnuss-Sirup und Haselnuss-Krokant

Ich hatte es Euch ja schon angedroht versprochen, die Vorweihnachtszeit wird im KuLa n büschen verlängert und geht in eine zweite Runde, zumindest was die Geschenke aus der Küche betrifft. 
Da ich vor Weihnachten ziemlich lange außer Gefecht gesetzt war und mich daher in der Küche und in meinem *hüstel, Fotostudio nicht so austoben konnte, wie ich das gerne getan hätte, gibt's die ganzen kulinarischen Leckereien erst jetzt. Weihnachten steht ja schon wieder so gut wie vor der Tür und vorher gibt es sicher noch genügend Anlässe, zu denen sich kleine kulinarische Mitbringsel anbieten.

Dieser Sirup hat natürlich nicht so eine intensive Haselnussnote wie die gekauften Varianten, denen Aromen zugesetzt sind, dafür ist hier aber auch kein Schweinkram drin ;o) Besonders lecker schmeckt dieser Sirup in Kombination mit Kaffee oder auch als Sauce über ein leckeres Eis. 
Ganz besonders begeistert hat mich an diesem Rezept, dass man neben dem eigentlichen Resultat, also dem Sirup, noch einen knusprigen Haselnusskrokant erhält. Perfekt zum Aufpeppen von Müslis, als Crunch über einen Joghurt gestreut, aber auch für Kuchen, Torten und Desserts. Hier wird also nichts weggeschmissen - von den Nusschalen mal abgesehen, aber dafür fällt mir nu wirklich keine Verwendungsmöglichkeit mehr ein ;o)

Zutaten 
300 g Haselnüsse 
500 g Rohrohrzucker 
600 ml Wasser 
1 Msp. Natron 
1 Msp. Zitronensäure

Zubereitung 
Die Haselnüsse auf ein Backblech geben und bei 160°C ca. 15 Minuten rösten, dabei immer ein Auge darauf haben, damit die Nüsse nicht zu braun werden. 
Die Haselnüsse herausnehmen, auf ein Küchentuch geben und die Häute abrubbeln. Die geschälten Nüsse zurück auf das Blech geben und nochmals für 5 Minuten rösten, so dass sie schön braun sind. Herausnehmen und mit einem Messer fein hacken, alternativ in einen Beutel geben und mit einem Fleischklopfer oder Nudelholz zerbröseln.  Darauf achten, dass die Nüsse nicht zu fein gehackt und so zu Haselnussgriess verarbeitet werden werden.
Den Zucker in einem großen Topf karamellisieren. Dabei darauf achten, dass er nicht zu dunkel wird, da er sonst bitter schmeckt. 
Mit dem Wasser ablöschen und aufkochen lassen, bis sich der erstarrte Zucker wieder vollkommen aufgelöst hat. Natron und Zitronensäure dazugeben und Rühren, bis auch das aufgelöst ist. 
Die gehackten Haselnüsse dazugeben und alles für ca. 60 Minuten bei niedriger Temperatur köcheln lassen, bis ein sämiger Sirup entstanden ist. 
Den Sirup durch ein sehr feines Sieb gießen und in einer zuvor sterilisierten Flasche aufbewahren. 

Haselnusskrokant
Den ausgedrückten Haselnussbruch auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten und bei 100°C für ca. 2 Stunden im Backofen trocknen. Die Tür ab und zu öffnen, so dass die Feuchtigkeit entweichen kann. 
Den knusprigen Krokant aus dem Backofen nehmen, komplett auf dem Blech auskühlen lassen und in einem fest verschließbaren Glas aufbewahren.
Quelle: Five €uro Food

Rheiderländer Hoppelpoppel Eppendorfer Art

Ein Frohes Neues! Seid Ihr gut reingekommen? Die ganze Schlemmerei und wilde Silvesterpartys ohne fiese Nachwirkungen überstanden?
Wir haben, wie die meisten Tierhalter, Silvester mal wieder zuhause im Kreise unserer vierbeinigen Mitbewohner verbracht - die verziehen sich zwar nicht direkt beim ersten Knall unter dem Sofa, wären aber wenig begeistert, wenn sie die Knallerei allein über sich ergehen lassen müssten.
Da wir auch keine großen Silvesterfans sind und im Gegenteil sogar eine ausgeprägte Abneigung gegen diese überflüssige Ballerei haben, ist uns das auch ganz recht so ;o)
Silvester ist bei uns also eigentlich ein Tag wie jeder andere auch, mit dem Unterschied, dass ich in regelmäßigen Abständen grummelnd am Fenster stehe und mich immer wieder über das Geknalle aufrege. Darin bin ich wirklich richtig gut... 

Kulinarisch ging es bei uns in diesem Jahr auch ganz unspektakulär zu - früher gab es traditionell eine uuuuunglaublich leckere Fischsuppe, in diesem Jahr aber nur ein paar leckere Fischbrote. "Nur" ist vielleicht etwas tiefgestapelt, denn ich hab da schon ein paar wirklich leckere Spezialitäten beim Fischhändler unseres Vertrauens besorgt, viel Zeit hab ich aber nicht in der Küche verbracht. 

Ansonsten standen bei uns nur ein paar Folgen Downton Abbey und leckere Berliner auf dem Programm. Hoffnungslose Partymuffel also ;o)   

Als Einstand ins neue Jahr gibt's mal wieder eine norddeutsche Spezialität, einen Rheiderländer Hoppelpoppel
Im Berliner Raum ist Hoppelpoppel ein Restesessen aus Bratkartoffeln, also quasi ein Bauernfrühstück, in Ostfriesland dagegen ein Heißgetränk mit Schuss. Ihr kennt das vielleicht vom Pharisäer, die Norddeutschen verstecken gerne den ein oder anderen Schluck Alkohol unter dem Sahnehäubchen. 
Wenn man es genau nimmt, ist ein Hoppelpoppel eine Vanillesauce mit Schuss unter die das steifgeschlagene Eiweiß gehoben wird mit Sahnehäubchen. Traditionell besteht der "Schuss" aus Rum, da wir aber keine großen Rum-Fans sind, verwenden wir anstelle dessen einen großzügigen Schluck Whisky aus der Sammlung meines Mitessers.

Zutaten
1 Vanilleschote
500 ml Milch 
2-3 EL Rohrohrzucker
5 g Maisstärke 
3 Eigelbe
ca. 5 EL Whisky, Rum oder Cognac (bei uns Balvenie Double Wood Single Malt 12 Years)
1 Prise Salz

125 ml Sahne 
Vanillezucker nach Geschmack
frisch geriebene Muskatnuss 

Zubereitung
Die Vanilleschote mit einem Messer auskratzen und zusammen mit der Milch und dem Zucker in einem Topf zum Kochen bringen. Sobald die Milch kocht und sich der Zucker komplett aufgelöst hat, von der Platte ziehen und ca. eine Stunde ziehen lassen, damit sich das Vanillearoma entwickeln kann
2-3 EL der erkalteten Milch in einer Tasse mit der Maisstärke glattrühren, die restliche Milch erneut zum Kochen bringen. Die Maisstärke in einem dünnen Strahl unter stetigem Rühren einlaufen lassen und nochmals aufkochen lassen. 
Die Eier trennen und die Eigelbe glatt rühren. In einem dünnen Strahl unter die angedickte Milch rühren. Whisky und eine großzügige Prise Muskatnuss dazugeben und alles miteinander verrühren. Unter stetigem Rühren bei mittlerer Hitze ca. 3 Minuten köcheln lassen - dabei aber aufpassen, dass die Eigelbe nicht stocken.
Das Eiwemit einer Prise Salz steif schlagen und unter die angedickte Vanillemilch heben. 
Die Sahne mit etwas Vanillezucker steif schlagen
Den Hoppelpoppel in Gläsern verteilen, jeweils einen Klecks Sahne darauf verteilen und mit frisch geriebener Muskatnuss bestreut servieren.
Quelle: ndr.de 
 

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