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Thermomix TM5 ~ Mein Fazit

So, fertig. War das eine Woche! 
Bella und ich haben Euch diese Woche viele Thermomix-Rezepte vorgestellt, eine Menge zum Gerät selbst und seinen Funktionen geschrieben und konnten hoffent- lich mit dem ein oder anderen Vorurteil, aber auch Mythos rund um den Thermomix aufräumen. Es würde mich sehr freuen, wenn wir deutlich machen konnten, wann der Betrieb dieser Küchenmaschine unserer Meinung nach sinnvoll erscheint und auch wann nicht. 
Sicher habt Ihr die Woche über aus meinen Beiträgen und der bereits mehrfach verlinkten Tabelle herauslesen können, dass der Thermomix mittlerweile zu einem ganz wichtigen Bestandteil meiner Küchenausstattung geworden und neben meiner Küchenmaschine sicher das wichtigste Elektrogerät ist. Ich mag ihn auf keinen Fall mehr mehr missen, kann, möchte und werde aber nach wie vor auch noch ohne schnibbeln, rühren und kochen. Bei mir kocht also nach wie vor nicht der Thermomix (so wie einige sog. "Heavy User" das gerne formulieren), sondern dafür bin immer noch ich zuständig und der Thermomix darf mir dabei gerne helfen, unliebsame Arbeiten abnehmen und meine Kochresultate verbessern, wenn möglich. 
Der Thermomix ist eine Küchenmaschine wie andere auch, er deckt lediglich ein anderes Aufgabenspektrum ab als beispielsweise meine KitchenAid. 

Ich hab es ja bereits in meinem Eingangsbeitrag geschrieben, es täte dem Thermo- mix sehr gut, wenn man sowohl seine Fähigkeiten, als auch die selbstverständlich vorhandenen Defizite realistisch einschätzte und ihn weder als Wundermaschine verehrt, noch als das personifizierte Böse verteufelt. Der Thermomix ist eine ausgesprochen gute Küchenmaschine, von der gerade auch ambitionierte Hobbyköche profitieren können, die nicht sklavisch nach Rezept, sondern frei und kreativ kochen. Er erzielt teilweise hervorragende Ergebnisse, eine eierlegende Wollmilch- sau ist er aber nicht und wer daran interessiert ist, ein möglichst großes Funktions- spektrum abzudecken, der kommt an einer zusätzlichen normalen Küchenmaschine mit dem entsprechenden Zubehör nicht vorbei. 
Sicher KANN man mit dem Thermomix so ziemlich alles machen, aber perfekte Ergebnisse wird man dann nicht durch die Bank weg erhalten.

Thermomix TM5
Der Thermomix ist natürlich immer nur so gut, wie der der ihn bedient - das gilt ja genauso für jedes andere Küchengerät. Wer nicht mit einem scharfen Messer umgehen kann, der wird auch keine anständigen Würfel hinbekommen und wer mit dem Thermomix nur mittelmäßige, bzw. wenig anspruchsvolle Rezepte streng nach Anleitung zubereitet, oder seine Fähigkeiten im Allgemeinen überbewertet, der darf auch keine Wunder erwarten. 

Ich sehe für den Thermomix zwei Haupt-Zielgruppen. Einerseits die Thermomix- nutzer, die hauptsächlich einfache Alltagsrezepte zubereiten, bzw. für die Kochen keine Leidenschaft und Hobby, sondern eine notwendige Tätigkeit ist, die der Thermomix erledigt und die das Einsatzspektrum des Thermomix' sicher maximal ausnutzen, aber auch durchaus ambitionierte Hobby- und Profiköche (denn der Thermomix steht ja nicht umsonst in vielen Profiküchen und übernimmt dort die Zubereitung von Saucen, Cremes, Eismassen, bestimmten Teigen, usw.), die auf einzelnen Gebieten das Optimum aus dem Gerät herausholen und so fantastische Ergebnisse erzielen. Letztere haben neben dem Thermomix aber mit Sicherheit auch noch andere Küchengeräte, bzw. eine herkömmliche Küchenmaschine. 

Ich habe beispielsweise noch nie so cremige Suppen, Hollandaise und Zabaglione zubereitet, weil mir schlicht das dafür notwendige Equipment fehlte. Mein Stand- mixer war zwar gut, aber so gut dann doch nicht und wenn man bedenkt, dass man für einen vergleichbar guten Hochleistungsmixer auch schon ein paar hundert Euro ausgeben muss, der dann aber dann außer Mixen nichts kann, bietet der Thermomix ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.

Müsste ich meine Küche mit meinem aktuellen Wissenstand noch einmal komplett neu ausstatten, ich würde mich für die Kombination aus Küchenmaschine (inkl. Nudelvorsatz, Getreidemühle, Gemüseschneider und Fleischwolf), Thermomix und Pürierstab entscheiden. Der Foodprocessor ist für mich tatsächlich nahezu komplett überflüssig, bzw. verzichtbar geworden, da die meisten Funktionen genauso gut oder besser durch die Küchenmaschine und den Thermomix erledigt werden können und er in puncto Reinigung eindeutig den Kürzeren zieht.

Mein endgültiges Fazit fällt sehr eindeutig aus. Wenn Ihr leidenschaftlich gern und gut kocht, aber nicht immer alles auf dem Herd machen, sondern einige Arbeits- schritte auch mal delegieren und die gewonnene Zeit für ein Gläschen Prosecco nutzen möchtet und - ganz wichtig - Ihr bereits eine normale Küchenmaschine habt (denn die stünde bei mir immer an 1. Stelle der notwendigen Anschaffungen), dann ist der Thermomix in Nullkommanix einer Eurer besten Freunde. Er ersetzt leiden- schaftlichen Hobbyköchen nicht, wie oben bereits erwähnt, andere Küchengeräte, gute Messer, Töpfe & Co. und Ihr werdet die Zwiebeln sicher auch weiterhin mit dem Messer in Würfel schneiden und nicht mit dem Thermomix zerfetzen, aber er ist eine extrem gute Küchenmaschine, die in vielen Bereichen Spitzenergebnisse erzielt. 
Ob einem der Thermomix den relativ hohen Anschaffungspreis wert ist, muss natürlich jeder selbst entscheiden, darauf möchte ich gar nicht weiter eingehen, da dieser Punkt sehr subjektiv ist. Das muss jeder für sich selbst entscheiden und lohnt der Diskussion nicht. 

Wer sich noch einmal durch alle Beiträge dieser Themenwoche durchlesen möchte, der kann das hier gerne tun:
Montag: Thermomixvorstellung
Dienstag: Zerkleinern ~ Bockbiersenf

Mittwoch: 
Wasserbad ~Fior-di-Latte-Eiscreme mit Portweinswirl
Donnerstag: 
Dämpfen ~ asiatische Suppe mit Hähnchen-Wan-Tan
Freitag: Kneten ~ Eclairs mit Schoko-Whiskycreme
 

Samstag: Getränke ~ Frozen Strawberry Rhubarb Daiquiri

Sonntag: Frühstück ~ Pumpernickelwaffeln mit Kräuterfrischkäse

So, das soll es nun gewesen sein. Ich hoffe, Euch hat unsere Themenwoche gefallen und wir konnten Euch einen Einblick in unsere Arbeit mit dem Gerät vermitteln. Wenn Ihr noch Fragen dazu habe, immer zu, ansonsten geht's hier morgen mit einem ganz normalen Rezept weiter. 

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit www.thermomix.vorwerk.de* zustande gekommen, die Bedingungen und Voraussetzungen für eine Kooperation können hier nachgelesen werden.

*Alle entsprechend gekennzeichnten Links sind Affiliate- oder Kooperationslinks

Thermomix© TM5 - Vorstellung [Reklame]

Keinem anderen Küchengerät stand ich in den letzten Jahren so skeptisch gegen- über und habe soviel Schlechtes darüber gesagt und geschrieben, wie dem Thermo- mix von Vorwerk*. 
Bereits bevor ich den Kuriositätenladen 2008 gegründet und noch in einem großen deutschen Kochforum unterwegs war, habe ich dort viele sehr leidenschaftlich geführte Pro&Contra-Diskussionen verfolgt, die fast immer darin endeten, dass die zuständigen Administratoren einschreiten mussten. Augenscheinlich reiben sich die Hobbykoch-Gemüter besonders stark an diesem, eigentlich doch recht unscheinbaren Küchengerät. 
Die teilweise enorm ablehnende Haltung einiger Hobbyköche liegt sicher auch in der auf der anderen Seiten manchmal schon sektenhaft anmutenden Verehrung des Geräts begründet und der teilweise recht skurrilen Art & Weise, wie dieser Verehrung durch viele Nutzer Ausdruck verliehen wird. Für viele Thermomixnutzer ist der "Thermi" der heilige Gral der Küchengeräte, bzw. DIE eierlegende Wollmilch- sau schlechthin. Bis auf Wäsche waschen kann er alles, es werden ganze Thermi- menüs gekocht und der Herd wahrscheinlich nur noch einmal im Monat angestellt. Wie so oft, liegt die tatsächliche Wahrheit aber irgendwo in der Mitte. 

Natürlich ist der Thermomix nicht DIE perfekte Küchenmaschine, die alles 100%ig kann und sowohl die Knetmaschine, als auch den Food Processor, das Kochtopfset und die scharfen Messer ersetzt. Er ist aber auch nicht das personifizierte Böse und der Untergang der Kochkultur, sondern eine verdammt gute Küchenmaschine mit einigen Funktionen, die wirklich perfekte Ergebnisse liefern, und anderen, die absolut ok und für den Durchschnittshaushalt ausreichend sind, bzw. auch manchmal eben auch nicht ganz so dolle - das muss man auch als überzeugter Thermomixnutzer schon mal so direkt aus-, bzw. ansprechen.

Thermomix TM5 von Vorwerk, inkl. Rezeptchip
Ich habe den Thermomix nun seit ca. einem halben Jahr in Betrieb und möchte Euch die Einsatzgebiete des Geräts in meiner Küche möglichst detailliert, authentisch und vor allem ehrlich vorstellen, deshalb habe ich mir mit Bella von Bella kocht überlegt, eine Thermomix-Themenwoche zu veranstalten, in der wir Euch nicht nur das Gerät selbst, sondern auch 6 Einsatzbereiche, also Funktionen, die wir besonders an dem Gerät schätzen, vorstellen möchten. 
Bis einschießlich Sonntag wird jeder Tag unter einem bestimmten Grundthema stehen, zu dem wir beide uns jeweils unterschiedliche Rezepte überlegt haben. Ihr profitiert also quasi gleich doppelt davon, denn Ihr könnt nicht nur unsere manchmal sicher nicht immer 100%ig übereinstimmenden Erfahrungen verfolgen, sondern erhaltet hoffentlich viele Anregungen und Tipps für den eigenen Umgang mit dem Gerät. 
Darüberhinaus werde ich auch bei jedem Rezept erwähnen und erklären, weshalb ich einige Schritte bewusst nicht im Thermomix durchführe, so dass Ihr am Ende der Woche hoffentlich einen guten Überblick über das Leistungsvermögen des Thermo- mixes bekommen habt. 
Im Detail wird diese Woche folgendermaßen aussehen:

Montag: Thermomixvorstellung
Dienstag: Zerkleinern ~ Bockbiersenf
Mittwoch: Wasserbad & Aufschlagen ~ Fior-di-Latte-Eiscreme mit Port- weinswirl
Donnerstag: Dämpfen ~ asiatische Suppe mit Hähnchen-Wan-Tan
Freitag: Kneten ~ Eclairs mit Schoko-Whiskycreme 
Samstag: Getränke ~ Frozen Strawberry Rhubarb Daiquiri
Sonntag: Frühstück ~ Pumpernickelwaffeln mit Kräuterfrischkäse
Sonntagabend: Mein Fazit
Bei Bella geht es heute natürlich auch um das Gerät an sich und morgen erwartet Euch eine hausgemachte Harissapaste, Mittwoch hat sie eine leckere Erdnuss-Kokos-Mayonnaise für Euch, Donnerstag gedämpfte Markklößchen, am Freitag eine Erdbeertarte mit Vanillecreme, Samstag einen Möhrenkuchen-Smoothie und am Sonntag beschließt sie die Themenwoche mit einem wunderbaren Beeren-Frischkornbrei.  

Thermomix TM5 ohne Mixtopf
Damit wir morgen mit dem ersten Rezept beginnen können, möchte ich Euch heute erst einmal detailliert das Gerät mit allem Drum & Dran vorstellen, so dass alle Leser, die keinen Thermomix besitzen, wissen, wovon Bella und ich eigentlich schreiben.

Der Thermomix besteht aus folgenden Komponenten, bzw. wird mit diesem Zubehör geliefert:
  • Grundgerät mit Digitaldisplay, Drehregler und Dockingstation für Rezeptchips
  • Mixtopf mit Deckel und Messbecher
  • Rühreinsatz (Schmetterling), Spatel und Gareinsatz
  • Varoma mit Einlegeboden und Deckel
  • "Das Kochbuch", inkl. Rezeptchip
Touchdisplay des Thermomix TM5
Der TM5 ist wahrlich keine Schönheit, dafür aber sehr übersichtlich aufgebaut, intuitiv zu bedienen, einfach zu reinigen und qualitativ ausgesprochen gut verarbeitet. Im Wesentlichen gibt es zwei Bedienelemente, nämlich das große Touch-Display und den Wähler rechts daneben. 
Im Display wird nicht nur die Zubereitungszeit, Temperatur und Geschwindigkeit, bzw. das Programm und die integrierte Waage angewählt, sondern es kann auch auf den jeweiligen Rezeptchip zugegriffen und so die darauf vorhandenen Rezepte auf- gerufen und abgespielt werden. Auf diese sog. "Guided cooking"-Funktion gehe ich aber später noch detaillierter ein.

Mixtopf mit Deckel und Messbecher
Der Mixtopf besteht aus drei Teilen, nämlich dem Behälter, Fuß und Messer. Alle drei Teile sind in Nullkommanix auseinander- und wieder zusammengesetzt und lassen sich hervorragend reinigen (theoretisch auch in der Spülmaschine, aber sowas hab ich in meiner Miniküche nicht, hier wird der Mixtopf noch per Hand gespült) - da bleibt nichts in irgendeiner unerreichbaren Ecke hängen. 
Komplettiert wird der Mixtopf durch den Deckel und den Messbecher, mit dem auch das Loch im Deckel verschlossen wird. Als Messbecher nutze ich den tatsächlich überhaupt nicht.

Im Uhrzeigersinn: Spatel, Gareinsatz und Rühraufatz (Schmetterling)
Anders als beispielsweise bei meiner KitchenAid-Küchenmaschine und dem Food Processor, für die ich mehr als einen Meter Zubehör im Regal stehen hab, hält sich das Zubehör für den Thermomix sehr im Rahmen.
Der große Spatel links dient natürlich zum Umrühren und Auskratzen des Mixtopfes, man kann damit aber auch während des Betriebes im Mixtopf rumrühren und so die Verteilung der Lebensmittel beschleunigen und verbessern. Die Manschette auf Hälfte des Griffs verhindert, dass der Spatel zu tief in den Behälter gehalten wird und ins laufende Messer greift. 
Die kleine Aussparung am Ende des Spatels dient zum Herausheben des Gareinsatzes. Er wird wie bei einem Frittierkorb eingehakt und schon lässt sich der Gareinsatz aus dem Mixtopf heben und man verbrennt sich nicht die Finger.  
Im Gareinsatz lassen sich beispielsweise kleine Mengen Gemüse dämpfen, Fleisch poschieren und Eier kochen/garen. Auch Reis kann darin zubereitet werden, das mache ich aber nicht, weil das Ergebnis Welten von einem "richtig" gekochten Reis entfernt ist.
Der Rühraufsatz (Schmetterling) dient zum Aufschlagen von Cremes, Sahne, Ei- schnee, Eisgrundmassen, Mayonnaise, Cocktails, Hollandaise, usw. Er darf bis maximal Geschwindigkeitsstufe 4 verwendet werden, sonst hebt der Thermomix ab.

Varoma mit Einlegeboden und Deckel
Eine der für mich praktischsten Garmethoden mit dem Thermomix ist das Dämpfen im Varoma. Man kann darin nicht nur schonend Gemüse und Fisch und Fleisch garen, sondern auch Brezenknödel, Teigtaschen, usw. Der große asiatische Dämpftopf, den ich mir vor einiger Zeit angeschafft habe, kommt nur noch zum Einsatz, wenn ich wirklich sehr große Mengen dämpfen muss oder für Fotos darauf achte, dass das Dämpfgut nicht aneinanderklebt. Ansonsten erledige ich das im Thermomix, da ich hier die Temperatur auch deutlich besser regulieren kann.

Asiasuppe mit Hähnchen-Wan-Tan
Ich bin absolut kein Fan des mehrstufigen Garens im Thermomix, denn die Koch- ergebnisse sind, wenn man beispielsweise ganz oben im Varoma den Fisch, darunter das Gemüse, im Gareinsatz Kartoffeln oder Reis und ganz unten im Mixtopf die Sauce gart, einfach nicht optimal - das kann man so machen, dann schmeckt es meistens aber - Ihr wisst schon... 
Der Fisch ist dann zwei Tode gestorben, das Gemüse mehr schlecht als recht gegart und der Reis verkocht. Das einzige, was wirklich ok ist, ist die Sauce ;o)
Geschuldet sind diese, in vielen Fällen sehr durchschnittlichen, Garergebnisse natürlich den unterschiedlichen Garpunkten und Koch- zeiten der Zutaten und dem Stapelaufbau der einzelnen Kocheinheiten, durch den man den exakten Garpunkt nur schwer oder gar nicht verfolgen kann.
Mehrkomponentengerichte koche ich nach wie vor lieber auf dem Herd, in der Pfanne oder Topf und beschränke mich bei der Nutzung des Thermomix' auf die Funktion, die er am besten kann, d.h., er kocht dann für mich die Sauce, dämpft die Knödel oder das Gemüse, usw. 

Eines der wenigen Gerichte, bei dem dieses mehrstufige Garen tatsächlich perfekt gelingt und das mich absolut überzeugt hat, stelle ich Euch diese Woche vor, nämlich die Asiasuppe mit Hähnchen-Wan-Tan (s.o.). Hierbei wird aber auch kein empfindlicher Fisch zubereitet, der auf den Punkt gegart werden sollte, sondern eine Suppe mit Einlage. Ein anderes Gericht, bei dem das wirklich optimal funktioniert, ist mir bisher noch nicht untergekommen und ich hab in den letzten Monaten wirklich Akkord "gethermomixt".
Sicher gibt es viele Thermomix-Nutzer, denen diese so zubereiteten Komplett- gerichte schmecken, sie sind aber in der Regel weit von einem wirklich perfekten Garergebnis entfernt und kommen daher nicht für mich in Frage.

Die große Neuerung des TM5 im Vergleich zu den Vorgängermodellen ist die sog. Guided cooking-Funktion. Hierfür wurden Rezeptchips entwickelt, auf denen die Thermomix-Kochbücher digital verfügbar sind. Durch das Einsetzen eines solchen Chips in die Dockingstation an der Seite des Thermomix können die darauf gespeicherten Rezepte auf dem Touchdisplay des Gerätes angewählt und live nach Anweisung gekocht werden. Der Thermomixnutzer muss also nur noch den Anweisungen auf dem Display folgen, kann das Hirn vollständig ausschalten und hat dann irgendwann das fertige Gericht auf dem Tisch stehen. 
Tm5 Rezeptchips
Ich stehe dieser Funktion sehr skeptisch gegenüber, da ich ja sehr frei, kreativ  und vor allem leidenschaftlich gern koche, selbst Rezepte entwickle und schon meinen eigenen Rezepten nicht folgen kann, sondern bereits beim zweiten Kochen wieder was verändern muss. Natürlich koche auch ich mal nach Rezept, bzw. folge bestimmten Anweisungen, in der Regel halte ich aber nicht bis zum Ende eines Rezeptes durch und MUSS irgendwann irgendwas verändern - an meinen jeweiligen Geschmack und meine Laune anpassen. 
Trotzdem hab auch ich anfangs die Chips genutzt, weil es einfach schneller ist, kurz dort nachzuschauen, auf welcher Stufe der Eischnee am besten gelingt, als den weeeiten Weg bis ins Wohnzimmer zu laufen und das Kochbuch herzuholen. Mittlerweile liegen die Chips aber in der Ecke, bzw. der grüne steckt halt im Gerät, weil es sonst doof aussieht.
Für leidenschaftliche Hobbyköche wie mich sind diese Chips also komplett über- flüssig und doch denke ich, dass sie ein breites Publikum ansprechen. Die Beurteilung, ob sie ein Fluch oder Segen sind, überlasse ich gerne anderen, mich interessieren sie schlicht nicht.

TM5 einsatzbereit
So, jetzt hab ich Euch eigentlich alle grundlegenden Funktionen aufgezeigt und möchte Euch noch ein wenig erzählen, wofür ich den TM5 verwende und wo meiner Meinung nach seine Grenzen erreicht sind, denn wie bereits erwähnt, ist er für mich keine eierlegende Wollmilchsau, sondern das, was er halt ist, eine Küchenmaschine, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten teilweise unglaublich gute Ergebnisse erzielt, aber eben auch ein paar Schwächen hat.

Ihr wisst ja vielleicht, dass ich einen recht umfangreichen Fuhrpark habe. Ich hab eine KitchenAid*-Küchenmaschine mit allem Drum & Dran, einen KA-Blender*, einen großen Food Processor*, einen Pürierstab*, usw. usf. (Alle Geräte mit denen ich arbeite/koche, könnt Ihr Euch in dieser Übersicht anschauen). Also tatsächlich eine Highend-Komplettausstattung, die kaum noch einen Wunsch offen lässt. Trotzdem bin ich seit dem Einzug des Thermomix sehr begeistert von ihm und möchte ihn auf keinen Fall mehr missen. Ok, er ist nicht der Schönste, aber schicker als mein Kleinröschen geht's auch nicht. Beim Thermomix kommt es offensichtlich auf die inneren Werte an.
Die Thermomixberaterin, die Bella und mir im letzten Jahr das Gerät vorgeführt hat, hat mir damals prophezeit, dass ich all meine Küchengeräte rausschmeißen werde, sobald ich einmal mit dem Thermomix warm geworden bin. Stimmt natürlich nicht, aber sie hatte insofern Recht, als dass ich meinen Fuhrpark zumindest theoretisch tatsächlich etwas verkleinern könnte. 

Ich habe Euch der Übersicht halber mal eine sehr ausführliche Tabelle zusammen- gestellt, in der ich genau aufgeführt habe, was ich in welchem Küchengerät zubereite oder auch mit dem Messer, einer Handreibe, usw. Das spart eine ganze Menge Schreibkram und Ihr könnt so bequem auf diese Übersicht zurückgreifen. Meinen Blender habe ich dort gar nicht mehr aufgeführt, da der durch den Thermomix wirklich komplett überflüssig geworden ist. Der Thermomix arbeitet da einfach besser.



Natürlich ist diese Tabelle absolut subjektiv und auf meine vorhandenen Küchen- geräte abgestimmt (so wie dieser gesamte Bericht und die noch folgenden). Wer beispielsweise keinen Thermomix hat, der kann sehr Vieles von dem, was ich mittlerweile darin mache, auch im Food Processor oder Blender zubereiten. Wie gut das jeweilige Ergebnis wird, hängt von der Kraft und Qualität des Gerätes ab. Ich mache die Entscheidung, welches Küchengerät ich verwende, immer vom Ergebnis und vom Reinigungsaufwand abhängig und da hat der Thermomix einfach oft die Nase vorn.

So, das soll es fürs Erste über das Gerät selbst gewesen sein. Ich hoffe, Euch hat mein Bericht gefallen und Ihr könnt ein wenig damit anfangen. Schaut unbedingt auch noch bei Bella rein, die wird Euch ebenfalls noch einiges dazu erzählen und wahrscheinlich alles widerlegen, was ich hier behauptet habe ;o)
In den nächsten Tagen werden wir Euch dann verschiedene Rezepte und Gar- techniken vorstellen und davon unabhängig hab ich ja auch bereits eine Rezept- kategorie eingerichtet, in der Ihr alle von mir gebloggten und für den Thermomix formulierten Thermomix-Rezepte abrufen könnt und für alle Pinterestnutzer ein Board, auf dem ich die Thermomixrezepte pinne. Sobald ich es zeitlich schaffe, baue ich oben in der Navigation auch noch ein Klappmenü ein und liste dort ein detailliertes Thermomix-Rezeptregister auf. 

Wir sehen uns morgen zum gemeinsamen Senfen wieder und bis dahin könnt Ihr Euch noch die Zeit mit meinem allerliebsten Thermomix-Video vertreiben :o)

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit www.thermomix.vorwerk.de* zustande gekommen, die Bedingungen und Voraussetzungen für eine Kooperation können hier nachgelesen werden.

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KitchenAid Artisan Multicooker [Reklame]

Herzlich willkommen in 2016! Seid Ihr gut reingekommen? 
Wir beginnen das neue Jahr mit der Vorstellung eines meiner noch relativ neuen Küchengeräte, dem KitchenAid Artisan Multicooker*. Dieser neue Schatz in meinem Fuhrpark ist mir von Bleywaren* zur Verfügung gestellt worden und ich habe ihn in den letzten Monaten auf Herz und Nieren geprüft, so dass ich Euch jetzt einen ausführlichen Erfahrungsbericht, sowie in den nächsten Tagen und Wochen einige interessante Rezepte liefern kann. Los geht's!

KitchenAid Artisan Multicooker
Der Multicooker ist, wie der Name schon vermuten lässt, eigentlich mehrere Geräte in einem.
Die sicher naheliegendste Funktion ist der Slowcooker, d.h., im Multicooker können Schmorgerichte, Suppen, usw. bei sehr geringer Temperatur (75-90°C) und Energie- aufwand über einen verhältnismäßig langen Zeitraum gegart werden und gelingen so superzart und sehr aromatisch. Darüberhinaus kann man bei diesen niedrigen Temperaturen auch noch viele andere Gerichte zubereiten und unter anderem sogar backen, das sind aber wahrscheinlich eher Einsatzbereiche für Slowcooker-Enthusiasten und für mich nicht interessant. 
Da der Multicooker einen deutlich größeren Gradbereich abdeckt als ein klassischer Slowcooker, nämlich 75-230°C, einen beschichteten Metalltopf beinhaltet, in dem man unter anderem auch Anschwitzen und -braten kann, und die Zubereitungszeit von bis zu 12 Stunden wählen kann, bietet dieses Gerät eine Bandbreite, die weit über die Möglichkeiten eines konventionellen Slowcookers hinausgehen. 
Insgesamt bietet der Multicooker folgende Funktionen:
  • den manuellen Modus, in dem man die Temperatur in 5-Grad-Schritten von 75 bis zu 230°C, sowie die Zubereitungszeit (in Abhängigkeit von der vorher gewählten Temperatur) in 5-Minuten-Schritten bis zu 12 Stunden wählen kann. Im Anschluss an die Zubereitung schaltet der Multicooker automatisch für maximal 24 Stunden auf die Warmhaltestufe von 75°C - das Essen bleibt also auch warm, wenn Ihr Euch mal ein wenig verspätet
  • feste Programme für Suppe, Risotto, Pilaw, Porridge, Reis (weißer, brauner und Sushi-Reis) und Backen. Hier sind bereits die einzelnen Zubereitungsschritte und teilweise auch die Zeiten vorprogrammiert
  • Temperaturvorwahlen zum Warmhalten (75°C), Schongaren (90°C) Köcheln (95°C), Kochen (100°C), Backen/Sautieren (175°C) und Anbraten (230°C)
  • ein Joghurtprogramm mit einer Temperatur von 35°C
  • zusätzlich wird ein Dampfgareinsatz mitgeliefert, auf dem Gemüse, Fisch, Knödel, Dim Sum, etc. dampfgegart werden kann 
  • Optional ist außerdem ein Rührturm* erhältlich, der das Umrühren und Wenden des Gargutes übernimmt. Ich halte dieses Gerät aber für einigermaßen überflüssig.
Man kann also Fisch, Fleisch, Gemüse und Desserts schongaren, konventionell kochen, dampfgaren, "backen" und frittieren; Suppen, Beilagen und Heißgetränke zubereiten und warmhalten und außerdem noch Joghurt und Crème fraîche selbstmachen.
KitchenAid Artisan Multicooker Bedienfeld & Display
Die Bedienung des Multicookers empfinde ich als kinderleicht. An der Vorderseite des Geräts ist die Bedienfläche angebracht, hier wird es an- und ausgeschaltet, die Modi ausgewählt, sowie die Temperatur und Zeit eingestellt. 
Ich gehöre ja zu den hoffnungslosen Fällen, die grundsätzlich keine Bedienungs- anleitungen lesen und dann im Nachhinein gerne kräftig meckern wenn etwas schief geht, den Multicooker habe ich aber sofort intuitiv bedienen können. 

Im Display wird immer das angewählte Programm eingeblendet und sobald man dieses Programm startet, die Temperatur oder sofern eine Zubereitungszeit eingestellt wurde, die verbleibende Kochzeit. 

Der beschichtete Zubereitungstopf steht einfach locker im Gerät und lässt sich, wie auch der Glasdeckel, im Geschirrspüler reinigen. 

Butterschmalz aus dem Multicooker
Mich interessiert bei diesem Gerät, neben der Slowcookfunktion, besonders die exakte Temperaturwahl, durch die ein sehr punktgenaues Garen möglich ist. So kann ich im Multicooker beispielsweise zukünftig wunderbar mein heißgeliebtes Knoblauchconfit herstellen und muss nicht mehr ständig auf das Thermometer gucken. Beim Multicooker gebe ich die 80°C und die Zubereitungszeit ein und kann mich dann erstmal um andere Dinge kümmern. 
Butterschmalz aus dem Multicooker
Genausogut gelingt auch Butterschmalz, das im Multicooker bei geringer Temperatur über lange Zeit vor sich hinköchelt. Ich habe letzte Woche beispielsweise aktiv den Butterberg bekämpft und insgesamt 2,75 kg Butter zu wunderbarstem Butterschmalz verarbeitet. So gut ist mir das Schmalz noch nie gelungen. Nun ist das Vorratsregal erstmal wieder aufgefüllt und ich kann in den nächsten Monaten nach Herzenslust braten.

Etwas skeptisch war ich zunächst was die Zubereitung von Reis betrifft, denn das hab ich für Schnickschnack gehalten. Bisher habe ich Reis immer im normalen Kochtopf gekocht, dann von der Platte gezogen und dort bei geschlossenem Deckel vor sich hinquellen lassen. Das hat sehr gut funktioniert, der Reis war aber recht fest und ist beim Auflockern auch leicht zerbrochen. 
Im Multicooker gelingt mir der Reis so gut wie noch nie und wird so locker, dass er wie in der Werbung regelrecht von der Gabel hüpft. Das Gleiche gilt für Sushireis, auch hier bekommt der Reis eine wunderbare Konsistenz. Reis wird von nun an also nur noch im Multicooker zubereitet!

Reis aus dem Multicooker
Natürlich ist aber auch der Multicooker nicht perfekt, sondern hat ein paar Schwachstellen. 
  • Die Anbratfunktion ist nicht uneingeschränkt zu empfehlen. Zwiebeln, Gemüse, usw. schafft der Multicooker in angemessenen Mengen sehr gut, mit Fleisch ist das Gerät aber überfordert. Damit das Fleisch wirklich rundherum kräftig anbrät und nicht innerhalb kürzester Zeit der Fleischsaft austritt und es anfängt zu kochen, können nur sehr kleine Mengen auf einmal verarbeitet werden. 
Ich hab beispielsweise in Vorbereitung eines Gulaschs 1,5 kg Fleisch und 750 g Zwiebelwürfel angebraten und um und bei eine Stunde gebraucht. Das funktioniert in einem Schmortopf natürlich deutlich schneller und das Ergebnis ist auch sehr viel besser. Ich brate Fleisch für Gulasch und Ragouts deshalb wie gehabt vorher in meiner Cocotte an und gebe es erst dann in den Multicooker. Wenn man aber Gemüsewürfel für eine Suppe, etc. anschwitzt, ist diese Funktion auf jeden Fall ausreichend.
  • Die Form des Multicookers ist, zumindest für meine Bedürfnisse, nicht unbedingt ideal. Ich würde mir eher ein ovales Gerät wünschen, indem auch Braten zubereitet werden können. Der Topf des Multicookers hat einen relativ geringen Durchmesser, ist dafür aber recht hoch. Für Ragouts, Suppen, etc. ist das egal, die Zubereitung von Braten, die über eine Zwei-Personen-Menge hinausgehen, aber so nicht möglich. 
Mit Sicherheit wurde die Form des Multicookers deshalb so gewählt, weil nur so der Rührturm angesetzt und optimal genutzt werden kann. Schade eigentlich.

Biergulasch aus dem MulticookerTrotz der oben angesprochenen Minuspunkte möchte ich den Multicooker nicht mehr missen. Für mich ist er nicht nur als Slowcooker interessant, sondern ich nutze auch die gradgenaue Temperatureinstellung häufig. Ein weiterer Pluspunkt ist die Unabhängigkeit vom Kochfeld, d.h., man kann den Multicooker überall dort benutzen, wo eine Steckdose zur Verfügung steht. In meiner kleinen Küche bedeutet das, dass ich das Gerät auch auf meinem Arbeitstisch betreiben, oder sogar ins Arbeitszimmer stellen und dort langsam vor sich hinköcheln lassen kann. Darüberhinaus nehme ich es auch gerne zu meinen Kochtreffen mit
 
 Pro & Contra
Pro
  • gute Verarbeitung
  • schickes Design
  • beschichteter Metalltopf
  • vielfältige Einsatzmöglichkeiten durch großen Temperaturwahlbereich
  • Unabhängigkeit vom Kochfeld
Contra
  • runde Form
  • Größe des Gesamtgerätes im Verhältnis zum Volumen des Kochtopfes
  • hoher Preis im Vergleich zu konventionellen Slowcookern  
Wenn Ihr hauptsächlich auf der Suche nach einem Slowcooker seid, kommt der Multicooker sicher nicht für Euch in Frage, denn dafür ist er einfach zu teuer. Solltet Ihr aber wie ich ein KitchenAid-Junkie und die Vielzahl der Funktionen außerdem ebenfalls interessant für Euch sein, dann ist der KitchenAid Multicooker eindeutig das Gerät der Wahl und Ihr solltet Ihn Euch auf jeden Fall einmal genauer anschauen.
Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit www.bleywaren.de* zustande gekommen, die Bedingungen und Voraussetzungen für eine Kooperation können hier nachgelesen werden.

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KitchenAid Artisan Food Processor [Reklame]

Wie bereits am Montag angekündigt, möchte ich Euch heute eines meiner wichtigsten Küchengeräte vorstellen, meinen Food Processor von KitchenAid*. 
Einen Food Processor habe ich ja bereits seit drei Jahren, deutlich länger schon, als meine Küchenmaschine. Ich hab mir damals einen FP angeschafft, weil ich noch der festen Überzeugung war, keine Küchenmaschine zu brauchen - das hat sich mittlerweile bekanntlich geändert, denn jetzt möchte ich keines der beiden Geräte mehr missen. 

Arbeitstisch mit Foodprocessor und KüchenmaschineMein damaliger Food Processor war ein Modell von Kenwood, das ich anfangs heiß und innig geliebt habe, vielleicht erinnert Ihr Euch noch an die damalige Vorstellung des Gerätes. Leider haben sich relativ schnell einige Gerätemängel bemerkbar gemacht, so dass ich mich vor einer Weile endgültig nach einer Alternative umgeschaut habe. Klar, dass der Food Processor von KitchenAid sehr schnell ganz oben auf meiner HabenWollen!-Liste stand.
Damit ich Euch nicht wieder von einem Gerät vorschwärme und kurz danach fest- stellen muss, dass es doch nicht so optimal ist wie zunächst gedacht, habe ich den KitchenAid Food Processor in den letzten Monaten wirklich auf Herz und Nieren geprüft, alle Funktionen ausprobiert und kann Euch jetzt einen ausführlichen Erfahrungsbericht liefern.

KitchenAid Artisan Foodprocessor
Natürlich ist der KitchenAid Food Processor schon optisch eine Augenweide und ich gebe gerne zu, das ich für das Artisan-Design von KitchenAid ausgesprochen empfänglich bin. Ich liebe, liebe, liebe dieses Design und freue mich nach wie vor täglich an den wunderschönen Produkten - der Optik, der Haptik und auch dem Klang. Aber nicht nur das Design selbst gefällt mir sehr gut, sondern auch die hochwertige Verarbeitung, das Metallgehäuse und natürlich auch die Farbauswahl.
Da es den Food Processor leider aber nicht in meinem geliebten rosa gibt, hab ich mich, wie auch bereits beim Waffeleisen, für creme entschieden. Ich finde, das passt am besten zum Gerät und der bereits vorhandenen rosa Küchenmaschine, sowie dem Blender. 

Wie Ihr oben seht, ist der Food Processor im Vergleich zur Küchenmaschine ein recht kapitaler Bursche, man braucht also schon eine Menge Platz dafür. Zu Beginn hatte er seinen Platz in meinem Arbeitszimmer und ich hab ihn nur bei Bedarf in die Küche geholt. Relativ schnell hab ich ihm aber doch einen dauerhaften Stellplatz in der Küche freigeräumt, da ich ihn sehr regelmäßig gebrauche und das Ding einfach verdammt schwer ist - ich will mir ja nicht irgendwann nen Bruch heben ;o)

KitchenAid Artisan Foodprocessor ZubehörkastenNeben dem Gerät selbst, ist außerdem ein sogar noch größerer Zubehörkasten und eine Zitruspresse eingezogen. Alles in allem nimmt der Food Processor also fast soviel Platz ein wie ein weiterer Mitbewohner ;o)
Der Zubehörkasten ist ausgesprochen gut verarbeitet und sehr gut durchdacht aufgebaut, bis auf die Zitruspresse (s.u. links) findet wirklich das komplette Zubehör darin Platz. 

Foodprocessor Zubehör im Detail
Das Zubehör besteht aus folgenden Komponenten: 
  • Drei Schneidscheiben, mit denen man Obst und Gemüse, Hartkäse und Eis und sogar Pommes raspeln und schneiden kann.
  • Einer höhenverstellbaren Schneidscheibe, mit der sich Gemüse und Obst in Scheiben von 1-6 mm Dicke schneiden lassen und einem Würfelgitter, für Gemüsewürfel mit einer Kantenlänge von 8 mm.
  • 4 verschiedenen Messern: einem großen Schlagmesser für den 4 Liter-Behälter, einem für die 1 Liter-Schüssel, einem Teigmesser für Mürbeteig und einem Schneebesen für Sahne, Crèmes und Eischnee, sowie
  • einer Zitruspresse für Orangen, Grapefruits, etc.
Das Gerät selbst besteht aus dem massiven Metall-Spritzguss-Motorteil, der in zwei Geschwindigkeitsstufen betrieben werden kann und drei Arbeitsschüsseln, die ineinanderfassend auf dem Motorteil aufgesetzt werden. 
Die große 4-Liter-Schüssel kann mit dem Schlag- und Teigmesser, sowie mit dem Schneebesen und allen Reibe- und Schneidscheiben betrieben werden und ist damit die Standard-Arbeitsschüssel. 
Für die 2,4-Liter-Vorbereitungsschüssel sind keine Messer vorgesehen, sie kann ausschließlich mit den Reibe- und Schneidscheiben, sowie mit dem Würfel-Einsatz verwendet werden - prima geeignet für kleine Mengen Salat, Käse, etc.
Die kleine 1-Liter-Schüssel wird mit dem kleinen Schneidmesser betrieben, die Schneid- und Reibescheiben funktionieren hier nicht. 

Ein ganz großer Unterschied zu meinem Vorgänger-Modell wird hier schon deutlich. Wenn ich bei dem Kenwood Food Processor, der ebenfalls mit drei unterschiedlich großen Schüsseln geliefert wird, die kleinen verwendet habe, war danach grund- sätzlich auch der Rest dreckig, da das Gerät innen nicht komplett dicht ist. Ich konnte also statt einer, immer gleich drei Schüsseln saubermachen und habe deshalb im Endeffekt nur die große Schüssel genutzt - schließlich hab ich keine Spülmaschine und muss alles mit der Hand spülen.
Der KitchenAid Food Processor ist dagegen wirklich komplett dicht, da geht nichts durch. Wenn ich hier die kleine Schüssel verwende, bleibt der Rest absolut sauber.

4-Liter-ArbeitsschüsselAm häufigsten verwende ich die große 4-Liter-Schüssel zum Pürieren von Pferdefleisch. Ja, Ihr habt richtig gelesen ;o)
Ich habe ja drei mittlerweile in die Jahre gekommene Katzen und zwei davon sind chronisch krank und vertragen leider nur noch diese eine Fleischsorte. Also importiere ich von einem Bremer Pferdeschlachter Pferdefleisch in Dosen und püriere das für meine zahnlosen Ommas kräftig durch. Danach wird es in Portionen verpackt eingefroren und lässt sich so zu den Mahlzeiten prima portionieren.
Als ich das erste Mal mit dem KitchenAid Food Processor püriert habe, habe ich das Fleisch komplett atomisiert, weil er deutlich schneller fertig ist, als mein altes Gerät. Er zieht den Inhalt sehr viel schneller ein, ist kräftiger und das Resultat ist insgesamt viel feiner und gleichmäßiger. 
Außerdem steht der Food Processor auch bei größeren Mengen bombenfest auf der Arbeitsplatte. Mein altes Gerät hat sich besonders im voll beladenen Zustand leicht aufgeschaukelt und ist dann regelrecht über die Arbeitsplatte getanzt. Das passiert Euch mit dem KitchenAid-Gerät nicht, den bringt so schnell nichts aus der Ruhe.
1-Liter-Arbeitsschüssel
Die kleine 1-Liter-Schüssel verwende ich gerne für Hummus und andere Crèmes und Aufstriche. Auch hier ist der Inhalt ruckzuck püriert und man erhält ein wunder- bar glattes Ergebnis. Kann man natürlich auch im Blender machen, aber ein wenig Struktur möchte ich gerade im Hummus schon haben - ich mag keine komplett glatten Massen.
Beide Arbeitsschüsseln, also die große 4-Liter- und diese kleine 1-Liter-Schüssel ziehen die Lebensmittel beim Pürieren sehr gut ein. Bei Pesto, etc. muss man nicht literweise Öl dazugeben, sondern kommt mit recht wenig aus. Besonders bei kleineren Mengen erhalte ich in der kleinen Schüssel deutlich bessere Ergebnisse als beispielsweise in meinem Blender. 

höhenverstellbare Schneidscheibe
Meine zweitliebste Funktion ist die höhenverstellbare Schneidscheibe, mit der ich beispielsweise den Kohl für Krautsalat und Sauerkraut in Sekundenschnelle kleinmache, aber auch dicke Kartoffelscheiben für Backofen-Bratkartoffeln, Kartoffelsalat, usw. Ich kann zwar sehr schnell mit einem Messer schneiden, so schnell bin ich aber auch nicht und gerade beim Kohl fliegt dann immer eine Menge durch die Küche. 
Diese Funktion macht einen Gemüsehobel, bzw. eine Mandoline eigentlich komplett überflüssig und man raspelt sich nicht ständig die Fingerkuppen weg ;o)

Kartoffeln mit der höhenverstellbaren Schneidscheibe geschnitten
Natürlich ist aber auch der KitchenAid Food Processor nicht perfekt und zu einer Schwachstelle kommen wir jetzt. 
Die Würfelscheibe war zwar einer der Hauptgründe, weshalb ich mich ursprünglich für das KitchenAid-Modell entschieden habe, leider hat sich aber diese Funktion für mich zu einem Reinfall entwickelt. 
Wie Ihr unten an dem gewürfelten Kohlrabi seht, ist das Ergebnis, also die Würfelgröße, sehr ungleichmäßig und die Kanten sind teilweise ausgefranst. Das Ergebnis hängt natürlich immer vom Gemüse ab (je fester, desto präziser sind auch die Schnittflächen), aber da diese Würfelscheibe außerdem noch recht verletzungs- trächtig und schwer zu montieren und reinigen ist, schneide ich die Würfel jetzt doch lieber wieder selbst. Da kann ich nicht nur die Größe selbst bestimmen, sondern bin auch deutlich schneller, da ich anschließend nur ein Messer und ein Brett reinigen muss. 

Foodprocesser Würfelscheibe
So ungern ich die Würfelscheibe mag, umso mehr liebe ich aber die Zitruspresse.
Seit einer OP vor ein paar Jahren kann ich ja leider meinen rechten Arm nur noch sehr eingeschränkt belasten und bin daher froh, dass mir der Food Processor beim Auspressen von Orangen und Grapefruits den Großteil der Arbeit abnimmt. Die Zitrusfrüchte werden in Nullkommanix regelrecht ausgeschabt und mein Arm hat dabei nicht mehr zu tun, als die Zitrushälften zu halten und ein wenig auf die Presse zu drücken.

Foodprocesser ZitruspresseAußer den oben bereits vorgestellten Funktionen umfasst das Zubehör auch noch ein Teigmesser zur Herstellung von Mürbeteig, sowie einen Schneebesen
Das Teigmesser nutze ich zwar nicht für Mürbeteige, die knete ich ausschließlich mit der Hand oder ab und zu auch mit dem Mixer, es ist aber außerdem auch sehr gut zum Kuttern von Fleischbrät geeignet, also zum Wursten oder für Fleischkäse

Fazit
Ob man einen so umfangreichen Food Processor wirklich braucht, oder evtl. auch ein kleineres Modell* ausreicht, hängt natürlich ganz von den persönlichen Koch- gewohnheiten ab. Wer sich zwischen einer herkömmlichen Küchenmaschine und einem Food Processor entscheiden muss, der sollte die Entscheidung davon abhängig machen, welche Funktionen er im Alltag wirklich nutzt. Für die Küchen- maschine gibt es ja eine ganze Menge Zubehör, wie eine Getreidemühle, Pasta- vorsätze, einen Gemüseschneider oder den Fleischwolf, dieses Zubehör muss aber zur Grundmaschine noch dazu gekauft werden, während der KitchenAid Food Processor ja all inclusive geliefert wird. 
Überlegt Euch daher, wann Ihr das Gerät einsetzen wollt und bei welchen Tätigkeiten es Euch unter die Arme greifen soll. Gehört Ihr eher der backenden Fraktion an, ist eine herkömmliche Küchenmaschine, die Ihr nachträglich noch aufstocken könnt, sicher besser geeignet. Steht Ihr aber lieber am Herd und braucht jemanden, der Euch das Raspeln, Pürieren, Schnippeln und Würfeln abnimmt, dann ist der Food Processor eindeutig die richtige Wahl. Qualitativ macht Ihr auf keinen Fall etwas falsch, wenn Ihr Euch für den KitchenAid Food Processor entscheidet, ich gebe meinen NIE wieder her!
 
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