Schoko-Waffelschälchen und Eiswaffeln

Ich bin mit diesem Beitrag n büschen spät dran, ich weiß. Eigentlich sollte er, wie bei Facebook bereits großspurig angekündigt, ja schon gestern pünktlich zum Eisfreitag online gehen, aber wie das manchmal so ist, ich hatte viel zu tun und bereite außerdem gerade die nächste Themenwoche, die - wenn alles so klappt, wie ich mir das vorstelle - übernächste Woche stattfindet und dann sogar über zwei Wochen geht. 
Diesmal wird sich alles ums Grillen drehen, ein Thema, das in meinem kleinen Laden leider bisher sträflich vernachlässigt wurde. Aber das ändert sich ja bald :o)

Schoko-WaffelschälchenBis es aber soweit ist, hab ich heute erstmal ein neues/altes Rezept für Euch. Das Rezept selbst ist alt, die Aufmachung ist aber eine neue, quasi Knetwaffeln 2.0 und sogar 3.0. Während ich nämlich die Waffelschälchen für das Rezept gebacken und den letzten kleinen Rest Teig auch noch zusammengekratzt und fix ausgebacken hab, hab ich durch Zufall entdeckt, dass das Waffeleisen ja auch diese hübschen "Rundwaffeln" kann, die man in trocken und nicht so besonders lecker aus der Eisdiele kennt. 
Aber der Reihe nach, erstmal geht's um die Waffelschälchen, die mag ich nämlich besonders gerne. 

Eiswaffeln
Auf die Idee für diese Schälchen bin ich gekommen, als ich in den Vorbereitungen für mein letztes Kochtreffen steckte. In der Eventküche, in der ich diese Kochtreffen veranstalte, gibt's leider nicht so wahnsinnig viel Geschirr, so dass ich mir mit diesen Waffelschälchen beholfen habe. Spart Geschirr, Abwasch, sieht hübsch aus und schmeckt auch noch gut - dagegen sieht ein Überraschungsei ziemlich blass aus ;o)

Waffel"straße"
Wenn ich Krüllkoken oder Knetwaffeln backe, dann baue ich mir immer eine kleine Waffel"straße" auf. Ganz links seht Ihr meinen heißgeliebten Hörnchenautomat von Cloer*, der sich eben nicht nur für normale Neujahrskuchen, bzw. Krüllkoken eignet, sondern mit dem man auch diese Knetwaffeln oder wenn es denn unbedingt sein muss, Zimtwaffeln backen kann. 
Für mich ist dieses Waffeleisen eines der wichtigsten Küchengeräte, die Knetwaffeln sind nämlich des Gatten liebstes Teegebäck - ich steh also regelmäßig am Herd am Waffeleisen. 
Vor dem Waffeleisen steht das Kuchengitter, auf dem ich die Waffeln forme und auskühlen lasse. Für die Waffelschälchen nehme ich eine kleine Schüssel, auf die ich die fertige Waffel lege und darauf stülpe ich eine etwas größere Schüssel, das ist auf der Collage unten gut zu erkennen. 

Waffelschälchen - Making-of
Die Knetwaffeln sind aufgrund ihrer Dicke recht empfindlich, mit dieser "2-Schüssel-Technik" klappt das Formen aber sehr gut. Die Waffeln fangen zwischen den beiden Schüsseln etwas an zu schwitzen und brechen dadurch nicht so leicht. Sobald die nächste Waffel fertig ist, kommt die vorherige raus und ist dann schon stabil und hält die Form. Wenn die Waffel seitlich an der Knickstelle einreißt, bzw. bricht, ist das nicht schlimm. Die Bruchstelle wird später mit Schokolade ausgestrichen und verschlossen - außerdem wird die Waffel durch den Schoko- überzug auch noch wasser-, bzw. eisfest. 
Natürlich könnt Ihr die Waffeln aber auch ohne Schokoglasur zubereiten und essen - schmeckt mindestens genauso gut und hält einer normalen Eisportion auf jeden Fall auch stand. 

Schokoüberzug
Zum Portionieren des Teiges verwende ich immer einen Eiskugelportionierer*, damit lässt sich die Teigmenge nicht nur recht exakt bestimmen, sondern das Waffeleisen auch noch sauber und problemlos befüllen. Wie Ihr auf dem ersten Bild in der Collage seht, ist der Eiskugelformer nicht komplett befüllt, sondern ungefähr zu 5/6 - so um und bei. Außerdem streiche ich den Eiskugelformer immer am Schüsselrand ab. So klappt's dann auch mit der Waffelgröße :o)

Und wenn Ihr weder die Original Knetwaffeln, noch Waffelschälchen oder Spitztüten (die könnt Ihr mit einem Waffelhorn* natürlich auch ganz leicht formen) machen möchtet, dann sind vielleicht diese kleineren Rundwaffeln etwas für Euch. Dafür habe ich Teigportionen à ca. 15-16 g abgewogen, kurz rundgerollt und dann wie gehabt ausgebacken. Das Resultat sind diese hübschen runden Waffeln, sie sich nicht nur toll im Eisbecker machen, sondern auch die ideale Knabbergröße haben - die normalen Knetwaffeln sind ja ob der Größe schon immer recht mächtig. 

EiswaffelnZutaten für ca. 27 Waffelschälchen oder 80 Rundwaffeln
250 g Butter, ausgelassen und gebräunt
Mark einer Vanilleschote, 1 TL Anis, 10 g grüne Kardamomkapseln, frisch gemörsert oder Zimt nach Geschmack 
4 Eier 
250 g Rohrohrzucker 
1/4 TL Salz 
500 g Mehl (je nach Größe der Eier evtl. etwas mehr)

Zubereitung
Die Butter in einem Topf zerlassen und bei mittlerer Hitze leicht bräunen, beiseite stellen und etwas abkühlen lassen. 
Die Eier mit dem Zucker, Salz und Vanillemark (bzw. je nach Vorliebe mit einem der anderen oben genannten Gewürze) schaumig schlagen, nach und nach die etwas abgekühlte gebräunte Butter in einem feinen Strahl einlaufen lassen. Das Mehl ebenfalls dazugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren.
Den Teig für 30 Minuten oder besser über Nacht ruhen lassen (in dem Fall in den Kühlschrank stellen), dann kann sich das Aroma voll entfalten.
Am nächsten Tag den Teig erneut Zimmertemperatur annehmen lassen, mit einem Eiskugelformer ca. walnussgroße Kugeln aus dem Teig formen und in einem Hörncheneisen ausbacken.

Die fertigen Waffeln auf eine kleine Schüssel legen und eine etwas größere darüberstülpen. Warten, bis die nächste Waffel fertig ist, dann die fertig geformte Waffel auf einem Kuchenrost vollständig auskühlen lassen. 
Die kalten Waffeln je nach Vorliebe mit geschmolzener Schokolade ausstreichen.

Für die Rundwaffeln Teigportionen à ca. 15-16 g abwiegen und ebenfalls goldbraun ausbacken.
 *Affilatelink

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Huhu Steph!
Wie immer eine tolle Idee - die wird sofort übernommen - und einfach wunderschöne Fotos. Da bekommt man sofort Lust auf's Nachmachen...

Eine Frage hätt' ich noch: Deine Kuchengitter/Auskühlgitter sehen aus, als wären sie stabiler als die üblichen. Darf ich mal fragen, welche das sind und wo man die käuflich erwerben kann?

Danke schön & ein kuschliges Wochenende!
Grüße von der Ostseeküste,
Verena

Amy hat gesagt…

Toll, so ein festes Waffelrezept kannte ich noch gar nicht. Ich habe bisher nur die Neujahrskuchen gemacht, deren Teig ist ja wesentlich flüssiger.
Und was hast Du denn gegen Zimtwaffeln? Einen besseren durch die Wohnung strömenden Geruch kann ich mir gar nicht vorstellen ;-)

schokohimmel hat gesagt…

Ui, lecker. Mit Schoko ausgepinselte Eiswaffeln - heeeer damit! :-)

Kiki hat gesagt…

was für hübsche, süße, schnuckelige Waffelschalen! So eine süße Idee :) und deine Fotos sind wunderschön geworden! Ach, und dein Waffeleisen sieht grandios aus... so ein schönes Muster :) und jetzt habe ich Hunger :D Liebste Grüße, Kiki

ThePelikan hat gesagt…

Bin in das Hörncheneisen verliebt. Deswegen steht das auch schon in der Anschaffungspipeline.

Anonym hat gesagt…

Super, die Waffeln werden ausprobiert.

Kannst Du mir noch sagen ob sie ein paar Tage haltbar sind oder doch frisch zubereitet werden müssen?

Danke, Kristin

Oslo hat gesagt…

Hi Steph,
die kleinen Rundlinge stehen am Wochenende bei mir auf dem Programm..... die reizen mich ja, seit ich sie bei dir auf FB gesehen habe..... ich könnte ja sogar gleichzeitig in 2 Waffeleisen backen.... :D Meine Mutter hat mir ihr Hörncheneisen jetzt offiziell hinterlassen, und ich hab ja nun auch ein eigenes...., also doppelt hält besser... hihi
Liebe Grüße,
Christiane

Frau Jot hat gesagt…

Hallo Steph!
Ich bin gerade zufällig in deinem Blog gelandet und finde ihn WUNDERBAR!!!! Egal ob die Rezepte oder die Fotos, beides ist ganz mein Geschmack! Ich freue mich, in Zukunft bei dir mitlesen zu können (zu dürfen) und werde bestimmt das eine oder andere nachkochen!!! lg Frau Jot

Tonkabohne Sabine hat gesagt…

Liebe Steph,
Grandiose Idee mit den Waffelkörbchen :-)
Ich kannte so festen Waffelteig gar nicht...
Jetzt steht dem Eissommer nichts mehr im Wege.
Herzliche Grüsse,
Sabine

Anonym hat gesagt…

Hallo Steph,
die waffeln sehen wirklich lecker aus. Auch ich möchte wissen, wie kann ich sie aufbewahren, in Blechdose oder eher Plastik? Oder eher garnicht?
Liebe Grüße
Itzi

Marubis Chan hat gesagt…

Hallo Steph,
ich habe eine Frage bezüglich der Mengenangabe.
Du schreibst 10g gemörserter grüner Kardamomkapseln.
Bedeutet das du wiegst 10g Kapsel ab und entnimmst daraus die Kern und mörserst diese.
Oder sind das 10g der Kerne an sich.
Oder mörserst du die gesamte Kapsel(das hab ich noch nie getan).
Ich finde deine Rezepte, Ideen und Vorschläge wirklich sehr gut und habe schon viel nachgekocht/-gebacken und auch dieses Rezept soll bald dran glauben.
LG Maru

Katja hat gesagt…

Einen guten Rutsch und ein frohes, gesundes 2015 wünsche ich dir liebe Steph.
Heute Abend gibt es als Dessert einen großen Eisbecher mit selbstgemachtes Eis und dazu diese Rundwaffeln.
Gerade ist das Hörncheneisen angekommen und der Teig (schon gestern gemacht) duftet verführerisch. Freue mich darauf, gleich die erste Waffel probieren zu können.

Mach weiter so mit deinem Blog!

LG Katja

 

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