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Roasted Apple Butter mit Cider & Thymian

Apple Butter klingt, wenn man diese Zubereitung noch nicht kennt, erstmal nach Butter mit Apfel, damit hat dieser Brotaufstrich tatsächlich aber gar nichts zu tun, denn Apple Butter im Prinzip eine Mischung aus Apfelmus und Apfelkraut. Es ist also ein seeeehr konzentriertes und stark eingekochtes Apfelmus. So konzentriert, dass aus einem Kilo Äpfel gerade mal 2 kleine Gläser übrig bleiben - die haben es aber in sich!
Gegessen wird die Apple Butter gerne als Brotaufstrich oder auch zu Pancakes oder Waffeln und sie ist natürlich ein tolles Weihnachtsgeschenk. Wenn Ihr dieses Rezept nachkocht, bekommt Ihr also ein Gläschen zum Verschenken und noch eins für Euch.

Roasted Apple Butter
Zutaten
1 kg Äpfel (bei mir Wellant)
300 ml Cider*
Schale einer halben unbehandelten Biozitrone
80 g Rohrohrzucker
1/2 TL Salz
5 Zweige frischer Thymian

Zubereitung
Die Äpfel waschen und grob in Stücke schneiden. Zusammen mit den anderen Zutaten (außer dem Essig) in einen Schmortopf geben und ca. 30 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, dabei regelmäßig umrühren, damit die Äpfel nicht am Topfboden ansetzen. 
Sobald der Cider komplett verkocht und die Äpfel zerfallen sind, das Apfelmus durch ein Sieb passieren und auf einem Backblech verstreichen. Je nach Konsistenz für 30-45 Minuten bei 180°C backen, dabei gelegentlich umrühren. Den Essig unterrühren, in ein Glas abfüllen und fest verschließen. 

Zum Haltbarmachen das Glas in einen Topf stellen und soviel Wasser angießen, dass das Glas zu mindestens 2/3 im Wasser steht. Für 30 Minuten bei 80°C einkochen, dann herausnehmen und abkühlen lassen.
Tipp
Zum einfachen Beschriften meiner Gläser verwende ich einen weißen Pump-Edding*, der lässt sich später einfach mit einer Edelstahl-Spirale* entfernen. Einen Überblick über mein Einkoch-Equipment bekommt Ihr hier.  
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Butter Dip Buttermilk Biscuits

Wenn Ihr sonntags mal wieder Appetit auf frisches Frühstücksgebäck habt, aber weder ewig lange in der Küche stehen, noch zum nächsten Bäcker laufen mögt, habe ich heute genau das Richtige für Euch, nämlich eine neu entdeckte, geradezu spektakuläre Buttermilk Biscuit-Variante, für die Ihr alle bisher bekannten Rezepte ad acta legt, versprochen!
Aufgefallen sind mir diese Biscuits neulich beim Stöbern auf Pinterest und sie sahen so wunderbar fluffig aus, dass mich nichts mehr auf dem Sofa gehalten hat - die MUSSTE ich sofort nachmachen!

Butter Dip Buttermilk Biscuits
Ich bin, was Frühstücksgebäck betrifft, eigentlich sehr genügsam und schon mit einem normalen knusprigen Brötchen zufrieden, Biscuits sind mir oft schon zu schwer und machen mich schnell platt, diese Butter Dip Biscuits sind aber eine ganz neue Liga. Solche Biscuits hab ich noch nicht gegessen und noch nie war ich auch nur annähernd so begeistert von einem Biscuit- oder Scones-Rezept.
Wirklich gute Biscuits und Scones sind gar nicht mal sooo ein Kinderspiel, denn sie sollten auf keinen Fall trocken oder gar platte Flundern sein, sondern müssen richtig schön dick, leicht blättrig, aber fluffig und außen schön knusprig sein - alles gleichzeitig!

Butter Dip Buttermilk Biscuits
Die Zubereitung dieser Butter Dip Buttermilk Biscuits unterscheidet sich wesentlich von der normaler Biscuits oder Scones, denn hier wird die Butter nicht kalt in Flocken unter den Teig geknetet, sondern separat geschmolzen und dann als Butterbad in die Backform gegeben, so dass sich der bis dahin noch butterfreie Teig so richtig schön vollsaugen kann. 
Das Ergebnis sind unglaublich fluffige Biscuits, die deutlich lockerer sind als die herkömmlich gebackenen und eine so knusprige Kruste haben, als wären sie frittiert. Ihr kennt das vielleicht, ab und zu gibt es so Rezepte, die einen richtig umhauen, diese Biscuits gehören für mich eindeutig dazu!

Ein paar wenige Biscuits habe ich übrigens eingefroren und am nächsten Tag auf dem Toaster aufgebacken. Auch hier war das Resultat besser als bei allen bisher ausprobierten Rezepten. Es sind halt DIE Biscuits schlechthin. Für mich zumindest ;o)

grob verrührter Biscuit-Teig
Damit die Biscuits besonders locker und blättrig werden, darf der Teig nicht zu sehr geknetet oder verrührt werden. Ihr seht auf dem Bild oben, dass die Zutaten recht grob miteinander vermengt wurden. Ich verrühre sie nur soweit, das die Flüssigkeit komplett aufgenommen wird. Das Mehl ist dann aber immer noch recht klumpig und das ist auch völlig ok, denn das bewirkt später die flockige Struktur, wie es auch bei den traditionellen Buttermilk Biscuits der Fall ist.
Wenn der Teig dann in die Form gedrückt wird, läuft automatisch die geschmolzene Butter über die Oberfläche und in die Sollbruchstellen, so dass sich die Biscuits rund-herum vollsaugen können und gleichmäßig knusprig werden.

Butter Dip Buttermilk Biscuits vor dem Backen
Zutaten
150 g Butter + Butter für die Form
400 g Mehl
2 EL Rohrohrzucker
1 TL Salz
2 EL Weinsteinbackpulver
450 g Buttermilch

Zubereitung
Die Butter in einem Topf schmelzen und leicht bräunen. Eine Auflaufform rundherum ausbuttern und die flüssige Butter hineingeben. 
Mehl, Zucker, Salz und Backpulver trocken in einer Schüssel miteinander vermischen, dann die Buttermilch dazugeben und grob zu einem Teig verkneten, bis die Flüssig-keit aufgenommen wurde. In die Backform geben und gleichmäßig verteilen. Je nach Backformgröße mit einem Messer oder einem Pfannenwender in ca. 8-10 Portionen teilen und im auf 230°C vorgeheizten Backofen für 20-25 Minuten backen. Herausnehmen, ca. 20 Minuten ruhen lassen und dann aus der Form nehmen. Je nach Geschmack warm oder abgekühlt servieren.
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Buttermilch Biscuits

Wenn es Sonntagmorgens mal schnell gehen muss oder Ihr Euch nicht aufraffen könnt zum nächsten Bäcker zu gehen, aber trotzdem etwas frisch Gebackenes auf Eurem Frühstückstisch haben möchtet, habe ich heute genau das richtige Rezept für Euch. Heute backen wir zusammen Buttermilch Biscuits und die sind ratzfatz gemacht!

Ich hab mich im Vorwege ein wenig schlau gemacht, weil diese Biscuits für mich eigentlich nicht anders aussehen als Scones und mir nicht klar war, was denn nun der entscheidende Unterschied zwischen Scones und Biscuits ist, bzw. ob es außer der regionalen Verbreitung noch einen allgemeingültigen gibt. 
Die einen sagen, dass Biscuits luftiger, blättriger und saftiger sind, mit einer Mischung aus Natron und Backpulver gebacken und rund ausgestochen werden, während Scones eine glattere Struktur haben, trockener sind und in Tortenform zugeschnitten werden. Zwei Häuser weiter sieht das dann aber schon wieder ganz anders aus und es wird das genaue Gegenteil behauptet. 

Ich nenne diese Biscuits deshalb Biscuits, weil ich schon ein paar Scones im Archiv habe und mir Biscuits noch fehlen - so einfach ist das manchmal :o) 

Buttermilch Bisquits mit Clotted Cream und Orangenmarmelade
Selbstverständlich schmecken diese Biscuits nicht nur zum Frühstück, sondern auch hervorragend zum Kaffee oder besser noch, Tee. 
Wie Scones schmecken sie großartig mit Clotted Cream* und Marmelade, am besten Orangen*- oder Erdbeermarmelade* und auch am nächsten Tag sind sie noch sehr lecker. Für mich ist dies das erste Biscuits-/Sconesrezept, das ich richtig gerne mag. Bisher waren mir die meisten Rezepte zu trocken und bröselig, diese hier sind perfekt. Knusprig, flockig, blättrig und trotzdem sehr saftig.

Buttermilch Bisquits
Damit die Biscuits auch perfekt gelingen, gibt es ein paar Tipps, die ich Euch gerne ausführlich bebildert zeigen möchte - am Ende des Beitrags gibt's das Rezept dann wie immer in Kurzform.

Trockene Biscuitzutaten
Eine Grundregel für Biscuits und Scones ist, den Teig so wenig wie möglich zu kneten, denn nur so gelingt diese ganz besondere blättrige Struktur. 
Die trockenen Zutaten werden dafür zunächst in einer Schüssel miteinander verrührt, bevor die sehr kalte, kleingeschnittene Butter dazu kommt. Hier ist es wirklich ganz wichtig, die Butter direkt aus dem Kühlschrank zu verarbeiten. Am Besten schneidet Ihr die Butter klein und kühlt sie dann noch einmal im Kühlschrank, dann wird's perfekt. 

kalte Butter im Biscuitteig
Der Teig für Biscuits wird am besten mit den Händen hergestellt, d.h., nicht mit der Küchenmaschine, dem Food Processor oder Mixer, denn nur so hat man die volle Kontrolle über die Konsistenz des Teiges. 
Ich habe mir vor einiger Zeit einen sog. Pastry Blender* angeschafft, der besonders für Mürbe-, Pasteten - und Biscuitteig empfohlen wird. Mürbe- und Pastetenteig gelingt meiner Meinung nach genauso gut im Food Processor* oder Thermomix, für Biscuitteig macht so ein Ding aber tatsächlich einen entscheidenden Unterschied.
Wenn die Butter mit der Hand eingearbeitet wird, erwärmt der Teig durch die Handwärme recht schnell, der Pastry Blender stellt aber sicher, dass sich die Butter nicht erwärmt und dadurch weich wird, sondern sie wird nur zerkleinert und kalt in das Mehl eingearbeitet, wodurch der Teig später deutlich besser aufblättert. 
Wenn Ihr also öfter mal Biscuits und Scones zubereitet, lohnt sich die Anschaffung auf jeden Fall. 

Biscuitteig vor dem Falten
Sobald die Butter und Buttermilch soweit in das Mehl eingearbeitet ist, dass ein bröseliger Teig entstanden ist, wird dieser Krümelkram auf die Arbeitsfläche gegeben und grob zusammengedrückt. Ich klappe den Teig dann ganz ähnlich wie bei einem Plunder- oder Blätterteig übereinander, d.h. er wird insgesamt 4x gefaltet, wodurch die blättrige Struktur noch verstärkt wird. 
Beim Ausrollen gehe ich sehr behutsam vor und drücke den Teig eigentlich fast eher in Form, als dass ich ihn rolle, denn so bleiben die Schichten besser erhalten und drücken nicht zu sehr zusammen. Ihr seht das hier unten recht gut. 

Fertiger Biscuitteig
Da ich es gar nicht mag, wenn Biscuits oder Scones dünn wie ne Flunder sind, rolle ich den Teig insgesamt gut 1,5 cm dick aus und steche dann mit einem klassischen runden Ausstecher* mit ca. 6 cm Durchmesser kleine Teiglinge aus. Nutzt den Teig wirklich optimal aus und setzt den Ausstecher so eng wie möglich nebeneinander, da der später noch einmal verknetete Restteig natürlich nicht mehr so optimal aufgeht, wie dieser. 
Ihr könnt die Biscuitteiglinge recht nah nebeneinander auf ein Backblech setzen, da sie hauptsächlich nach oben, aber nur wenig in die Breite gehen. 

Biscuitteiglinge
Wenn Ihr mögt, könnt ihr die Biscuits mit Milch, Ei oder auch Buttermilch bestreichen, ich lasse sie aber am liebsten einfach nackich, dann sehen sie noch etwas rustikaler aus. 
Die Backofentemperatur ist mit 220°C relativ hoch, aber auch das trägt dazu bei, dass die Biscuits in kurzer Zeit stark aufgehen, außen schön knusprig werden und innen saftig bleiben. 

So, wenn Ihr all diese Tipps durchgelesen habt und akkribisch befolgt ;o), werdet Ihr demnächst auch die wahrscheinlich besten Biscuits ever auf dem Frühstückstisch haben - probiert es unbedingt mal aus!


Schönen Sonntag!

Buttermilch Biscuits
Zutaten
150 g Mehl, Type 550
250 g Mehl, Type 405
2 TL Rohrohrzucker
4 TL Weinsteinbackpulver
1 TL Natron
1 TL Salz
200 g kalte Butter, in kleine Stücke geschnitten
150 g kalte Buttermilch

Zubereitung
Das Mehl mit dem Zucker, Salz, Backpulver und Natron in einer Schüssel vermischen. Die Butter aus dem Kühlschrank nehmen, in kleine Stücke schneiden und zur Mehlmischung geben. Die Butter mit einem Pastry Blender* (Teigmischer) oder alternativ den Händen in das Mehl einarbeiten, bis nur noch sehr feine Streusel übrig sind. Dabei möglichst zügig arbeiten, damit die Butter nicht weich wird. 
Die Buttermilch dazugeben und mit einem Löffel soweit einarbeiten, dass sie vollständig aufgenommen ist. Der Teig ist nach wie vor sehr krümelig. 
Die Teigbrösel auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und rechteckig in Form drücken. Den Teig von beiden Seiten überlappend in die Mitte klappen und wieder zu einem Rechteck flachdrücken. Erneut die kurzen Teigkanten zur Mitte hin einklappen und den Teig gut 1 1/2 cm dick ausrollen. Mit einem runden Ausstecher von ca. 6 cm Durchmesser ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. 
Im auf 220°C vorgeheizten Backofen für 15 Minuten backen, bis die Biscuits goldbraun sind, dann auf einem Kuchenrost auskühlen lassen.
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Shortbread

Die weihnachtliche Kekssaison hab ich ja leider komplett verpasst, also starte ich das neue Jahr gleich mal mit einem Keksrezept, einem Ganzjahreskeks, bzw. für uns DEM Ganzjahreskeks, denn Shortbread ist unser absolutes Lieblingsteegebäck, da sind sich mein Mann und ich ausnahmsweise mal einig ;o)
Im Prinzip ist Shortbread ein klassisches Mürbeteiggebäck, das aber durch einen Anteil Reismehl eine besonders feine Struktur bekommt. Man kann das Reismehl natürlich im Asiashop oder mittlerweile sicher auch in Bioläden oder Reformhäusern kaufen, seit ich aber die Getreidemühle* für meine Küchenmaschine* habe, mahle ich das Mehl lieber selbst, so kann ich immer nur die benötigte Menge mahlen und muss keine ganze Packung Reismehl im Regal lagern.

Shortbread
Damit das Mehl wirklich ganz fein wird, mahle ich den Reis nicht nur einmal, sondern 2-3 x durch, da er beim ersten Durchgang auch beim Mahlen auf feinster Stufe noch relativ schrotig bleibt. Spätestens nach dem dritten Durchgang ist das Reismehl aber wunderbar fein und bereit für den Einsatz.

Reismehl in the Making
Der Teig ruht, wie ein normaler Mürbeteig, mindestens eine Stunde, besser aber über Nacht im Kühlschrank und wird dann auf ca. 1 cm Dicke ausgerollt. Ich verwende dafür sog. Teigstäbe*, die es in verschiedenen Dicken zu kaufen gibt, man kann sich aber natürlich auch Leisten unterschiedlicher Stärke im Baumarkt kaufen und auf Länge schneiden lassen. Der Teig, bzw. die späteren Kekse werden so ganz wunderbar gleichmäßig, was für ein optimales Backergebnis natürlich auch ganz entscheidend ist.
Rollt den Teig auf keinen Fall zu dünn aus, Shortbread sollte schon eine Dicke von ungefähr einem cm haben.

ausgerollter Shortbreadteig
Klassisches Shortbread wird entweder als sog. Fingers gebacken oder auch gerne in Form von Kuchenstücken, wie ich es hier schon einmal gezeigt habe. In diesem Fall sticht man mit einer Gabel ein Muster in die Teiglinge, um später ein Aufgehen der Kekse zu verhindern. Ich hab diesmal meine noch reativ neue Motivrolle verwendet und dann später mit einem Sconesausstecher* kleine Kekse ausgestochen.
Diese Katzen-Motivrolle (und viele andere Designs), bekommt Ihr bei Dawanda. Die Qualität ist ganz ausgezeichnet und der Versand geht auch sehr fix.
Damit das Muster auch nach dem Backen noch gut sichtbar ist, müssen die Teiglinge vor dem Backen im Kühlschrank wieder richtig fest werden und wandern dann direkt in den vorgeheizten Backofen. Bei diesem Shortbread ist das Ergebnis noch nicht ganz so perfekt, aber ich suche noch nach dem idealen Keksrezept - da kommt sicher noch etwas ;o)
Shortbreadteiglinge
Zutaten 
200 g Butter 
100 g Rohrohrzucker, zu Puderzucker gemahlen (alternativ normaler Puderzucker)
1/4 TL Salz
200 g Mehl, Type 405
100 g Reismehl 

Zubereitung
Die Butter mit dem Zucker und dem Salz in der Küchenmaschine schaumig rühren. Das Mehl dazugeben und nur solange unterrühren, bis keine Mehlnester mehr sichtbar sind. Den Teig in Klarsichtfolie gewickelt, mindestens eine Stunde, besser über Nacht ruhen lassen. 
Rechtzeitig vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und einmal durchkneten, so dass er sich gut ausrollen lässt. 
Auf 1 cm Dicke ausrollen, Kekse ausstechen und auf einem Backblech in ausreichendem Abstand auslegen. Nochmals für ca. 1/2 Stunde im Kühlschrank kalt stellen, dann im auf 160°C vorgeheizten Backofen für ca. 18 Minuten backen, bis die Kekse nur ganz leicht gebräunt sind. Auf einem Kuchenrost vollständig auskühlen lassen und fest verschlossen in einer Keksdose aufbewahren. 
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Shortbread

Apple Crumble mit Vanillesauce

DER Vanillesauce! 
Diese Sauce hab ich schon zu vielen Gelegenheiten und auch bei meinen Kochtreffen und einigen Bloggertreffen serviert und immer wurde ich dringlichst gebeten, das Rezept auf der Stelle rauszurücken oder wenigstens so schnell wie möglich zu bloggen. So schnell wie möglich hat jetzt mal locker 5 Jahre und einige Anläufe gedauert, denn ich hab einfach kein anständiges Bild hingekriegt - irgendwas war immer falsch, doof und gefiel mir nicht.
Nachdem auch am letzten Samstag beim Bloggertreffen hier in Hamburg die Vanille- sauce der heimliche Star meiner vorbereiteten Verpflegung war und insgesamt 1 Liter dieser Sauce zu Buttermilchwaffeln und Roter Grütze verputzt wurde, hab ich es jetzt noch einmal versucht und siehe da, es hat geklappt - das Bild gefällt sogar mir :o)

Apple Crumble mit Vanillesauce
Die Vanillesauce ist eigentlich nix anderes als ein zu flüssiggeratener Vanillepudding oder eine Vanilleeismasse. Für einen Pudding braucht es noch 1-2 Eigelbe mehr (oder man hilft mit Maisstärke nach) und für die Eismasse genügen weniger - ansonsten ist da aber kein Unterschied. 
Das eigentliche Geheimnis dieser Sauce und auch vom Vanilleeis und -pudding ist aber nur eins, Zeit, denn davon braucht es etwas, damit die Sauce möglichst aromatisch wird. 
Damit die Vanille ihr Aroma optimal entfalten kann, sollte die Milch, bzw. Sahne schon am Vorabend mit der Vanille aufgekocht und dann beiseite gestellt werden, dann hat sie ausreichend Zeit zu Ziehen und schmeckt am nächsten Tag unvergleichlich aromatisch. 
Denkt unbedingt daran, dass der eigentliche Geschmack in der Vanille- schote und nicht im Mark steckt, also auf keinen Fall auskratzen und wegschmeißen, sondern die Schoten mitziehen lassen!
Für die Zubereitung gibt es zwei Möglichkeiten. Ihr könnt sie wie beim Vanilleeis beschrieben, über dem Wasserbad aufschlagen, oder direkt im Topf rühren, bis die Sauce eindickt. Über dem Wasserbad ist die Gefahr natürlich geringer, dass die Eier gerinnen, im Topf geht's dafür schneller. 
Ich bereite sie immer im Topf zu und sollte sie mir dann doch gerinnen (weil ich mal wieder vergesse die Sauce kaltzurühren), lässt sie sich sehr gut retten, indem man sie mit dem Zauberstab* nochmals kräftig aufmixt - am besten gelingt das mit der Schlagscheibe*.

Apple Crumble mit Vanillesauce
Apple Crumble

Zutaten 
800 g Äpfel (bei mir Topaz, Wellant oder Rubinette)
Saft einer halben Zitrone
250 g Mehl 
150 g Butter
100 g brauner Zucker 
100 g 5-Korn-Flocken

Zubereitung 
Die Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Die Viertel quer in ca. 1/2- 1 cm dicke Scheiben schneiden, in eine Auflaufform geben und mit Zitronen- saft beträufeln. Gut vermischen und beiseite stellen. 
Mehl, Butter  und Zucker in eine Rührschüssel geben und mit der Küchenmaschine möglichst zügig zu Streuseln verkneten. um Schluss die Flocken dazugeben und unterrühren. 

Die Streusel über die Apfelscheiben geben, gleichmäßig verteilen und für ca. 30 Minuten bei 180°C goldbraun backen. Der Crumble schmeckt lauwarm am besten und besonders gut mit einer leckeren Vanillesauce (s.u.) oder einer Kugel Vanilleeis.


Vanillesauce

Zutaten 
200 ml Milch 
100 ml Sahne 
2 Vanilleschoten
3 Eigelbe 
1 Prise Salz 
40 g Zucker 

Zubereitung
Die Vanilleschoten längs aufschneiden und mit dem Messerrücken auskratzen. Vanillemark und die ausgekratzten Schoten mit der Milch und Sahne in einem Topf zum Kochen bringen, dann beiseite stellen und bis zum nächsten Tag ziehen lassen. 
Am nächsten Tag die Vanillemilch durch ein Sieb gießen und die Eigelbe mit 3 EL kalter Vanillemilch und einer Prise Salz glattrühren. Die Vanillemilch  mit dem Zucker erneut erhitzen, dann die Eigelbe unter stetigem Rühren einrühren. Bei mittlerer Hitze so lange Rühren, bis die Sauce cremig eingedickt ist, dann unbedingt im kalten Wasserbad kaltrühren, sonst stockt das Eigelb und die Sauce gerinnt.
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Gebackene Bohnen ~ Baked Beans

Von diesen gebackenen Bohnen muss ich immer ein paar Gläser in meinem Vorratsregal haben, mein Mann ist nämlich ein riesengroßer Fan dieses Gerichts. 
Wenn ihn dann aus heiterem Himmel der Hunger überfällt, aber nichts Frisches im Haus ist oder ich partout keine Lust habe ausgiebig den Kochlöffel zu schwingen, geh ich nur kurz nach nebenan in meinen kleinen privaten Tante-Emma-Laden, "kaufe" bei mir selbst ein Glas gebackene Bohnen, toaste eine Scheibe Kartoffel- brot und brate - wenn der Appetit denn richtig groß ist - auch noch ein Spiegelei dazu. Wer möchte, kann natürlich auch noch Speck oder kleine Würstchen braten.
In gerade einmal 5 Minuten steht dann auch schon eine wunderbar leckere und sehr sättigende Mahlzeit auf dem Tisch, die ungleich besser als die Dosenvariante schmeckt - versteht sich aber sicher von selbst ;o)

Das Ausgangsrezept stammt aus dem wunderbaren, allerdings mittlerweile vergriffenen Kochbuch Eingemacht von Nick Sandler*, ich hab es aber kräftig auf den Kopf gestellt und stark abgewandelt - viel ist also nicht mehr davon übrig. 
Wenn Ihr Euch für das Thema Haltbarmachen von Lebensmitteln interessiert und dieses Buch zufällig mal irgendwo entdeckt, greift zu, das ist wirklich ein besonderes Schätzchen!

Gebackene Bohnen mit Spiegelei
Zutaten 
500 g Cannelini-Bohnen (oder andere kleine weiße Bohnen nach Geschmack)
150 g Zwiebeln, sehr fein gewürfelt 
4 confierte Knoblauchzehen 
Rapsöl zum Anschwitzen
2 Liter passierte Tomaten
500 ml Apfelsaft 
Gewürzsäckchen mit:
  • 3 Lorbeerblätter
  • 3 Pimentkörner
  • 3 Nelken
  • 1 Stück Macis 
1 TL Salz 
3 TL Rohrohrzucker
2 TL Delikatess-Paprikapulver
2 TL Senf, mittelscharf
1 TL Salz
1/2 TL Piment d'Espelette*
Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung 
Die Bohnen in einer Schüssel in kaltem Wasser über Nacht einweichen. Am nächsten Tag abgießen und in frischem Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Die Temperatur reduzieren und bei mittlerer Hitze je nach Alter der Bohnen ca. 20-60 Minuten gar kochen. Die Bohnen sollen nicht zu weich, aber vollständig durchgegart sein (ist wichtig für das spätere Einwecken). 

Für die Tomatensauce die Zwiebelwürfel mit dem Knoblauch in Rapsöl anschwitzen. Mit Apfelessig ablöschen und kurz einreduzieren lassen. Die Tomaten und den Apfel- saft dazugeben und zum Kochen bringen. Die restlichen Gewürze ebenfalls dazu- geben und alles ca. 1 1/2 Stunden bei mittlerer Hitze auf die Hälfte einkochen. 
Das Gewürzsäckchen entfernen. Mit Salz, Pfeffer und nach Geschmack etwas Piment d'Espelette abschmecken. 

Die gekochten Bohnen zur Sauce geben, zum Kochen bringen und etwas ziehen lassen. Mit einer Scheibe Toast und evtl. einer Scheibe kross gebratenem Speck servieren oder wie unten erläutert einkochen und auf diese Weise für einige Monate haltbar machen.

Einkochen
Die Gläser im Backofen sterilisieren. Dafür werden sie ohne Deckel in den Backofen gestellt und bei 150°C für 15 Minuten erhitzt. Die Deckel in einen Topf geben, mit Wasser und einem Schluck Essig bedecken und zum Kochen bringen. Für 5 Minuten kochen.  
Die Gläser herausnehmen und kurz etwas abkühlen lassen. Wenn die Gläser direkt mit der heißen Sauce befüllt werden, platzen sie leicht.

Die vorbereiteten Gläser bis knapp unter den Rand mit Bohnen auffüllen (ca. 1-2 cm frei lassen). Fest mit dem Deckel verschließen und in einen Weck- oder einen anderen Topf, der groß genug ist und sich verschließen lässt, stellen. Das Wasser sollte ungefähr die Temperatur der gebackenen Bohnen haben. Bei 100°C erhitzen und für 120 Minuten einkochen. 
Die Gläser herausnehmen und vollständig abkühlen lassen.
Wichtig! Wegen des erhöhten Botulismusrisikos müssen Bohnen, wie alle Hülsenfrüchte, zweimal im Abstand von 48 Stunden eingekocht werden. 
Tipp!
Zum einfachen Beschriften meiner Gläser verwende ich einen weißen Pump-Edding*, der lässt sich später einfach mit einer Edelstahl-Spirale* entfernen. Einen Überblick über mein Einkoch-Equipment bekommt Ihr hier.  
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Donutmuffins

Letzte Woche Donnerstag gab's etwas zu Feiern, denn letzte Woche war Bergfest, die Hälfte meiner Strahlentherapie hab ich schon geschafft!
Jetzt noch 12x und ich bin durch - nein, nicht gar, auch wenn ich mir auf dieser "Sonnenbank" manchmal wie ein Brathähnchen vorkomme, sondern fertig. 
  • OP, erledigt!
  • Chemo, erledigt!
  • Strahlentherapie, so gut wie erledigt!
Sieht gut aus, diese Liste ;o)
Für das Erreichen dieser Zwischenetappe hab ich mir eine kleine Belohnung verdient, oder? Ich find schon und daher gibt es heute für mich und natürlich auch für Euch die leckersten Muffins, die ich jemals gegessen habe. 
Nein, ich übertreibe nicht. NEHEIN, wirklich nicht! Diese Muffins sind zwar bannich süß, mordssüß sogar, aber die Kombination aus fluffig-weichen Muffins, Puderzucker-Mantel und nicht zu vergessen dem Muskatnuss-Aroma hat mich vom ersten Bissen süchtig gemacht. 

Seit einem Amerika-Schüleraustausch in den 90ern träume ich immer noch von Donut Holes, von denen ich damals sogar einen riesigen Karton mit in die Heimat genommen hab. Leider hat es nicht ein Kügelchen bis nach Hause geschafft, ich hab sie alle schon unterwegs im Flugzeug aufgefuttert ... Ja ok, ich geb's zu. Ich bin zuweilen maßlos ;o)
Dieses Rezept ändert die Situation natürlich vollkommen, jetzt kann ich mir bei einem akuten "Donut Hole-Jieper" einfach ein paar Donut Muffins backen und schon bin ich 3 Kilo schwerer glücklich und zufrieden. 

Zutaten
450 g Mehl
2 1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1/2 TL Salz
1/2 TL gemahlene Muskatnuss
150 g weiche Butter
150 g Zucker
150 g zimmertemperierte Milch
20 ml zimmertemperierte Buttermilch

2 große Eier

Außerdem
100 g geschmolzene Butter
100 g Puderzucker

Zubereitung 
Eine Muffinform ausbuttern und mehlieren. Überschüssiges Mehl ausklopfen. Das Mehl mit dem Backpulver, Natron, Salz und der geriebenen Muskatnuss in einer Schüssel verrühren. In einer zweiten Schüssel die Butter mit dem Zucker schaumig rühren. Nacheinander die Eier dazugeben und weiterhin aufschlagen. Die Milch und Buttermilch dazugeben und glatt rühren. Die Mehlmischung dazu geben und nur solange verrühren, bis alles vermischt ist.
Den Teig auf ca. 15 Muffinvertiefungen verteilen und im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 15-20 Minuten backen, dabei unbedingt eine Stäbchenprobe machen und die Muffins herausnehmen, sobald sie durchgebacken sind, da sie leicht trocken werden.
Etwas abkühlen lassen und in der Zwischenzeit Butter schmelzen.
Sobald sich die Muffins anfassen lassen, mit zerlassener Butter bestreichen und in Puderzucker wälzen.
Quelle: Orangette

Gibt Dir das Leben Zitronen, mach Lemon Squash draus!

Nachdem der/die/das Lemon Squash bei meiner kleinen Umfrage am Freitag ganz vorn mit dabei war, stocke ich das Angebot meiner Getränkeabteilung gleich mal auf - die Temperaturen sollen ja leider in den nächsten Tagen wieder steigen und da ist es immer gut, eine möglichst große Auswahl an Kaltgetränken parat zu haben - Vorbereitung ist schließlich alles! ;o)

Schon seit ich noch ganz klein war, war ich ein ganz großer Fan von allem was zitronig schmeckt, besonders Getränke mit Zitronengeschmack hatten es mir schon immer angetan. Angefangen hab ich ganz harmlos mit Vilsa Zitronensprudel, bis ich dann irgendwann eine Flasche Rose's Lemon Squash in die Finger bekam. Seitdem bin ich diesem Sirup völlig verfallen und liebe ihn heiß und innig. Wenn ich nicht grade schlichtes Mineralwasser oder einen meiner bisher gebloggten Sirupe/Sirups im Glas hab, dann unter Garantie Lemon Squash.
Als ich mir nun vor einer Weile das River Cottage Everyday "Preserves" bestellt und darin dieses Rezept entdeckt hab, war es natürlich eines der ersten Rezepte, die ausprobiert werden mussten. Was soll ich Euch sagen? Der/die/das selbstgemachte Squash schmeckt nochmal besser - ich hätt ja nicht gedacht, dass das geht, ist aber tatsächlich so. 
Natürlich hängt der Geschmack zum Großteil von der Qualität der Zitronen ab, besorgt Euch da also wirklich richtig gute und vor allem reife unbehandelte! Bio-Zitronen, dann kann eigentlich nix schiefgehen und das nächste Hochdruckgebiet kann ruhig kommen - wir sind ja jetzt gerüstet ;o)

Zutaten

7-10 unbehandelte Bio-Zitronen (kompletter Abrieb und 500 ml Saft)
650 g Zucker
500 ml Kochwasser

Zubereitung

Die Zitronen gründlich unter heißem, fließenden Wasser reinigen. Mit einem Sparschäler die Zitronen schälen, dabei darauf achten, dass die weiße Schicht nicht mit abgeschält wird, da der Sirup dadurch bitter wird.
In einem Topf Wasser zum Kochen bringen und die geschälten Zitronen darin 1 Minute blanchieren. Herausnehmen und den Topf mit dem Kochwasser beiseite stellen.
500 ml Kochwasser zusammen mit dem Zucker erhitzen, so dass der Zucker komplett aufgelöst wird. In der Zwischenzeit die Zitronen auspressen und 500 ml Saft, sowie die Zitronenschalen zu dem Zuckerwasser geben. Zum Kochen bringen und nur kurz köcheln lassen, durch ein feines Sieb oder noch besser durch ein Passiertuch gießen und dann in zuvor sterilisierte Flaschen füllen, fest verschließen und auf den Kopf stellen. Vollständig auskühlen lassen. 

Apple Shortcake

Apfelkuchen mag ich eigentlich in jeder Form, Apfelstrudel, gedeckter Apfelkuchen, Apple Crumble, Apfeltaschen oder eben ein Apple Shortcake - Hauptsache ohne Rosinen und natürlich vor allem ohne Zimt. Dazu noch ein klitzekleiner Klecks Vanillesahne, eine große Kanne Tee und dann nichts wie ab aufs Sofa und den ganzen Sonntagnachmittag nicht mehr aufstehen - so einfach ist das ...

Der Boden dieses Kuchens ist im Gegensatz zu einem Tarteboden aus Mürbeteig nicht wirklich stabil, d.h. ein Stückchen unfallfrei und im Ganzen aus der Form und auf den Teller zu bringen ist Glücksache. Ganz Ähnlich wie bei einer Pie sollte man daher einfach beherzt mit einem großem Löffel eine Portion abstechen - hier spielt das Äußere eindeutig eine untergeordnete Rolle, die inneren Werte zählen. 
Ach so, und macht nicht wie ich den Fehler eine Tarteform zu verwenden, eine Spring- oder Pieform mit einem glatten Rand ist sehr viel praktischer.

Zutaten
150 g weiche Butter
150 g Zucker
1 Ei
250 g Mehl
1 TL Backpulver

Füllung
1,2 kg Äpfel (Cox, Topaz, Boskoop)
50 g Butter
1 gehäufter EL Zucker
1 Vanilleschote

Außerdem
Milch zum Bestreichen
Zucker zum Bestreuen

Zubereitung
Die Butter zusammen mit dem Zucker in eine Schüssel geben und mit dem Mixer oder der Küchenmaschine schauming rühren. Das Ei dazugeben und gut verrühren. Nach und nach das Mehl und das Backpulver unterrühren.
Auf die sehr gut bemehlte Arbeitsfläche geben und mit ebenfalls gut bemehlten Händen einige Minuten kneten, bis weicher, glatter Teig entstanden ist.
Die Teigmenge halbieren und eine Hälfte kreisrund ausrollen und eine handelsübliche gefettete und gemehlte Spring- oder Pieform damit auslegen, den restlichen Teig in Frischhaltefolie wickeln. Sowohl die mit Teig ausgelegte Form, als auch den restlichen Teig in den Kühlschrank legen.
In der Zwischenzeit die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden.
In einer tiefen Pfanne die Butter erhitzen, den Zucker dazugeben und ganz leicht karamellisieren lassen. Die Vanilleschote längs aufschneiden, mit dem Messerrücken das Mark herauskratzen und zusammen mit der ausgekratzten Schote und den Apfelscheiben in die Pfanne geben. Durchschwenken und solange köcheln lassen, bis die Apfelscheiben etwas weich geworden sind, sie sollen nicht zerfallen.

Die mit Teig ausgelegte Backform aus dem Kühlschrank nehmen und die Oberkante des Teigrandes ganz leicht mit der warmen Apfelflüssigkeit der Füllung bestreichen. Die Apfelfüllung hineingeben, den restlichen Teig kreisrund ausrollen und vorsichtig als Deckel auf die Backform legen. Vorsichtig andrücken und besonders gut die Teigränder festdrücken.
Mit etwas Milch bestreichen und mit Zucker bestreuen.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen für ca. 40 Minuten backen, bis der Kuchen goldbraun  und knusprig ist.

Lauwarm mit Vanillesahne servieren. 

Schoko-Knusper-Granola

Frühstück gibt's bei mir eigentlich nur, wenn ich ausschlafen kann. Sobald dieser fiese kleine Wecker mich aus dem Schlaf reißt, vergeht mir quasi jeglicher Appetit und bekomm nichts runter - geht einfach nicht.
Wenn ich aber ausschlafen kann, jahaa, dann geht so Einiges, bevorzugt aber herzhafte Brotaufstriche, etc. Süßkram zum Frühstück ist eigentlich so gar nicht meins, dagegen hab ich kein Problem damit, den Tag mit nem Brados (kalt geräucherter Matjes), Würstchen, usw. zu beginnen - meist wird's aber doch ein Käsebrot.
Seit ich vor einer Weile dieses Schokomüsli in Nickys Buch gefunden habe, gibt's anstelle des Käsebrots auch sehr gern mal ein Schälchen davon und das, obwohl ich es mit Müsli eigentlich auch nicht so habe.  

Dieses Schokomüsli ist trotz der Schokolade nicht zu süß, dafür aber seeeehr schokoladig! Da im Originalrezept einige Zutaten enthalten sind, die bei uns nicht so gern gesehen sind, hab ich die Zusammenstellung entsprechend angepasst und das solltet Ihr auch unbedingt tun. 
Orientiert Euch an den im Rezept angegebenen Mengen und wählt dann die Zutaten, die Ihr gern mögt. Bei mir sind aus Mandelblättchen und Kokosraspeln Kornflakes und Dinkelpuffs geworden, anstelle des Z...., Z...., Zimts hab ich etwas gemahlene Vanille verwendet und die Haferflocken hab ich zur Hälfte durch 4-Korn-Flocken ersetzt - für mich ist es so perfekt.
Da ich das Müsli noch vor Beginn der Erdbeersaison fotografiert hab, seht Ihr kein Obst im Schälchen, das solltet Ihr aber unbedingt mal versuchen - Erdbeeren, Äpfel, Bananen oder auch getrocknete Früchte wie Cranberries peppen das Müsli nochmal zusätzlich auf und wenn Ihr eher der Joghurt-Typ seid, den aber ein klein wenig pimpen möchtet, dann streut Euch mal nen Esslöffel dieses Müslis über den Joghurt, das gibt den richtigen Crunch.
 
Zutaten
250 g zarte Haferflocken
250 g 4-Korn-Flockenmischung (Roggen, Gerste, Dinkel, Reis)
50 g Rice Krispies
50 Dinkelpuffs
100 g Cornflakes
3 EL Kakaopulver
125 g brauner Zucker
125 ml Wasser
50 ml neutrales Öl
100 g Schokolade (70%)
3 EL Ahornsirup
1/2 TL gemahlene Vanille
1 gute Prise Salz

Zubereitung
Haferflocken, Krispies, Dinkelpuffs und Cornflakes in eine Schüssel geben. Kakaopulver darübergeben und alles miteinander vermischen, so dass alle Cerealien mit Kakaopulver bedeckt sind.
Wasser und Zucker in einem Topf unter ständigem Rühren aufkochen, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat, dann vom Herd nehmen. Schokolade,Sirup, Vanillepulver und Salz dazugeben und unter Rühren auflösen.
Die Schokoladenmischung zu den Cerealien geben und alles miteinander vermengen, bis die Schokoladenmischung gleichmäßig verteilt ist.
Alles auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, großflächig ausbreiten und im auf 160°C vorgeheizten Backofen 30-40 Minuten backen, dabei das Blech alle 10 Minuten aus dem Backofen nehmen und die Granolamischung durchrühren, so dass sie gleichmäßig trocknet.
Sobald die Mischung knusprig ist, aus dem Backofen nehmen, komplett abkühlen lassen und in einem Weckglas aufbewahren.
Mit Milch oder Joghurt servieren - schmeckt besonders toll mit frischen Früchten wie beispielsweise Erd- oder Himbeeren. 

Triple chocolate Brownies oder die mit Abstand leckersten Brownies überhaupt!

Leserschaft, eine lange beschwerliche Suche hat ein Ende! 

Eine Suche, während der ich Unmengen Schokolade gehackt, geschmolzen und verbacken habe, mich so manches Mal opfern musste, ein neues Brownie-Rezept Probe zu essen und dann schließlich doch nach einigen Bissen die Segel gestreckt hab, weil mich plötzlich der hinterhältige Käsebrot-Jieper packte.
Aber sie hat sich gelohnt, diese aufopferungsvolle Suche, denn nun endlich kann ich sie Euch präsentieren, die mit Abstand schokoladigsten, saftigsten und perfektesten Brownies überhaupt!
Wenn man sich fragt, wie man möglichst viel Schokolade auf kleinstem Raum unterbringen kann, wäre die Antwort sicher diese Brownies, denn sie enthalten neben 70%iger Schokolade nicht nur Milch- und weiße Schokolade, sondern auch noch reichlich Kakaopulver - dafür aber nur ein Minimum an Mehl, irgendwo muss die Schokolade ja schließlich untergebracht werden. 

Die Zutatenliste liest sich natürlich sehr imposant, knappe 500 g Schokolade, 500 g Zucker, 370 g Butter und 6 Eier lassen jede Waage in die Knie gehen, vergesst aber nicht, dass man mit dieser Brownie-Menge auch ne halbe Kompanie satt bekommt. Die im Rezept angegebene Menge ergibt rund 30 Brownies und ich spreche aus Erfahrung, nach einem ist für jeden Normalsterblichen Schicht - da geht nix mehr!
Warum ich dann nicht gleich die Hälfte der Menge zubereite? Ganz einfach, das is alles ne Frage der richtigen Backform-Größe. Ich mag keine Brownies, die so dünn wie ne Schuhsohle sind, der perfekte Brownie ist für mich 2-3 cm hoch. Da ich aber nicht 1365 verschiedene Backformen hab, muss halt so manches Rezept entsprechend verdoppelt werden - mein Mitesser, bzw. seine Kollegen freuen sich ;o)

Zutaten
370 g Schokolade (70%)
370 g Butter
1 TL Vanilleextrakt
2 TL Espressopulver, Instant
6 große Eier
500 g Zucker
170 g Mehl
80 g Kakaopulver
100 g weiße Schokolade, grob gehackt
100 g Milchschokolade, grob gehackt

Zubereitung
Butter und Schokolade in einem Topf über dem Wasserbad unter ständigem Rühren schmelzen. Vom Feuer nehmen, das Espressopulver und den Vanilleextrakt einrühren. Beiseite stellen.
In der Zwischenzeit die Eier und den Zucker einige Minuten schaumig schlagen, bis sich das Volumen mind. vervierfacht hat und eine dicke, cremige Masse entstanden ist. Die geschmolzene Schokolade vorsichtig mit einem Kochlöffel unter die Eiercreme heben. Das Mehl und den Kakao darübersieben und ebenfalls sehr behutsam unterheben, dabei aufpassen, dass nicht zuviele Luftbläschen zerstört werden. Zum Schluss die gehackte Schokolade kurz unterheben.
Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Backform (38x25 cm) geben und verstreichen.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen für ca. 45 Minuten backen, bis der Teig auch in der Mitte gestockt ist. Komplett in der Form auskühlen lassen, dann in Quadrate schneiden.