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Brezenknödel, gedämpft

Knödel gehören für mich als Fischkopp nicht gerade zu den üblichen Beilagen. In meiner Kindheit gab es ab und zu mal Kartoffelknödel, meist hat meine Mama aber Salzkartoffeln, Kartoffelpüree, Bratkartoffeln oder etwas in der Art als Beilage zubereitet. Zu meiner ersten Begegnung mit einem Knödel, der nicht aus Kartoffeln bestand, kam es erst sehr viel später, als ich meinen ersten Serviettenknödel ausprobiert habe. 
Nach wie vor mag ich Serviettenknödel recht gerne, aufgrund meiner Kartoffel- prägung bleibe ich aber wohl auf ewig auf die Kartoffel fixiert. 
Brezenknödel habe ich erst vor Kurzem ausprobiert, mag sie aber sogar noch lieber als die Serviettenvariante. An erster Stelle kommen also nach wie vor Kartoffeln, dann diese Brezenknödel, Serviettenknödel und danach der Rest :o)

Brezenknödel, gedämpft
asiatischer Dämpfkochtopf
Was ich wirklich ganz und gar nicht mag, sind gekochte Brezen- oder Semmelknödel, zumindest habe ich noch keine gegessen, die mir geschmeckt haben. Die Konsistenz war immer fester und trotzdem wabbeliger durch das Wasser. Gefällt mir nicht, also dämpfe ich die Knödel, dann werden sie lockerfluffig. 
Bevor ich den Thermomix bekommen habe, hat das Dämpfen mein wunderschöner asiatischer  Dämpftopf übernommen, jetzt mache ich es mir einfach und schmeiß den Thermomaten an. Natürlich hab ich aber auch die Zubereitung im Dämpftopf beschrieben. Wenn Ihr einen richtigen Dampfgarer habt, also so einen Backofendampfgarer, folgt einfach den Anweisungen Eures Gerätes.

Brezenknödel im Thermomix

Zutaten 
300 g altbackenes Laugengebäck
150 g heiße Milch 
2 Eier 
1 rote Zwiebel
50 g gewürfelter Speck 
(200 g Pfifferlinge)
2 EL Schittlauchröllchen 
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung 
Laugengebäck in Würfel schneiden und in eine Schüssel geben, die Milch erhitzen und darübergeben. Ca. eine halbe Stunde ziehen lassen, währenddessen einmal wenden. 
Inder Zwischenzeit die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Speckwürfel in einer Pfanne auslassen, die Zwiebelwürfel dazugeben und beides glasig andünsten. Beiseite stellen und etwas abkühlen lassen. 
Für die Pilzvariante die Pilze putzen, in feine Würfel schneiden und zusammen mit den Zwiebel- und Speckwürfeln anbraten. 
Eier und Speck/Zwiebelmasse zu den eingeweichten Brotwürfeln geben, mit Salz und Pfeffer würzen und alles gründlich vermengen. Zum Schluss die Schnittlauchröllchen unterheben. 
Mit einem Eiskugelportionierer gleichmäßige Portionen abteilen und mit feuchten Händen zu Kugeln formen. Die Semelknödel entweder im siedenden Wasser garziehen lassen (die Garzeit hängt von der Größe ab) oder in einem Dämpftopf für eine halbe Stunde dämpfen)

Dämpfen im Thermomix 
Varoma dünn mit Butter ausfetten, die Semmelknödel mit etwas Abstand einsetzen und den Deckel aufsetzen. 
500 ml Wasser in den Mixtopf füllen, den Deckel und Varoma aufsetzen und für 35 Minuten/Varoma/Stufe 1 garen. 

Dämpfen im Bambusdämpfer/Dämpftopf
Backpapier etwas kleiner als den Durchmesser des Dämpfeinsatzes, bzw. Damptopfes zuschneiden und mehrfach mit einem Messer einschlitzen, so dass der Dampf zirkulieren kann. 
Wasser in den Wok oder das Unterteil des Dämpftopfes füllen, Backpapier in den Dämpfer einlegen und die Brezenknödel auf das Backpapier setzen. Wasser zum Kochen bringen und die Knödel für ca. 35 Minuten garen.

Matcha Latte

Wenn ich es sonntags auf dem Frühstückstisch schonmal so richtig krachen lasse, sollten im Idealfall nicht nur die Lieblingseier auf dem Teller sein, sondern auch das Getränk muss natürlich stimmen, also gibt es für mich einen großen Matcha Latte mit besonders viel Milchschaum.

Nen guten, richtig schaumigen Matcha Latte, kann ich erst seit Kurzem selbst zubereiten, weil ich erst neulich ausprobiert habe Milchschaum im Thermomix herzustellen (andere Gerätschaften, die nen anständigen Milchschaum hinkriegen, hab ich als ausschließliche Teetrinkerin ja nicht). Glücklicherweise hat das direkt wunderbar funktioniert, so dass ich mir sonntags jetzt immer meinen Matcha und dem Gatten einen Càffe Latte machen kann. Perfekter kann der Sonntag nicht beginnen!

Matcha Latte
Zutaten
1/2 TL hochwertiges Matchapulver
50 ml heißes Wasser (80°C)
Matchasirup, Honig oder Zucker nach Geschmack 
250 ml eiskalte H-Milch (1,5%)

Zubereitung 

Milchschaum im Thermomix
Schmetterling in den Mixtopf einsetzen. Milch aus dem Kühlschrank oder Gefrierfach nehmen und im Thermomix 3 Minuten auf Stufe 3,5 aufschlagen lassen, dann 2 Minuten bei 90°C auf Stufe 2 erhitzen.

Weiter geht's
In der Zwischenzeit das Wasser in einem Wasserkocher zum Kochen bringen (oder wenn möglich, direkt 80°C einstellen) und danach kurz abkühlen lassen. 
Matchapulver und Wasser in einer Schüssel mit einem Chasen* oder alternativ einem Schneebesen aufschlagen, dann in ein hohes Glas umfüllen, mit dem Milchschaum bedecken, süßen und sofort servieren.
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Rinderrouladen, fast wie bei Mama

Rouladen gehören zu meinen absolut ganz und gar allerliebsten Lieblingsessen, schon immer und am liebsten mit gaaaanz viel Sauce - denn die Sauce ist das Beste dran. Ich verzichte notfalls gerne auf die Roulade selbst, wenn man mir dafür ne Extraportion Sauce überlässt
Bei uns zuhause, also bei meiner Mama, gab es Rouladen immer mit Salzkartoffeln und dann wurde ordentlich gematscht und zerdrückt, damit die Kartoffeln sich perfekt mit der Sauce verbinden. Keine schöne, dafür aber eine besonders leckere Angelegenheit. Mein Rouladenteller sah immer ungefähr so aus wie mein Spinat- teller. Nur, damit Ihr eine ungefähre Idee bekommt, wie leidenschaftlich ich an ein Rouladenessen rangehe.

Rinderrouladen, fast wie bei Mama
Damit Ihr demnächst auch so leckere Rouladen auf den Tisch zaubern könnt (falls Ihr nicht eh Euer eigenes Familienrezept habt), würde ich Euch heute gerne zeigen, wie ich Rouladen zubereite. Das ist kinderleicht und wahrlich kein Hexenwerk trotzdem gibt es sicher genug (angehende) Hobbyköche, die sich noch nicht an dieses wunderbare Gericht getraut haben. 
Also Obacht, jetzt wird erstmal ausführlich gerollt und zum Schluss gibt's das Rezept dann wie gewohnt in Kurzform. 

gewürzte Rinderrouladen
Die Grundlage sind natürlich qualitativ hochwertige Rinderrouladen vom Schlachter. Achtet hier wirklich auf eine gute Qualität, da ihr sonst im Endeffekt nur winzige und mordstrockene Vorspeisenportionen aus Eurem Schmortopf holt, die nach Nichts mehr schmecken. 
Ich bereite immer, auch wenn wir nur zu zweit sind, vier Rouladen zu und friere dann zwei ein, so haben wir gleich nochmal eine weitere Portion und es bleibt evtl. noch Sauce für eine dritte Mahlzeit übrig.

Die Rouladen werden zuerst trockengetupft und dann einseitig mit Senf bestrichen. Ich verwende am liebsten einen mittelscharfen, oder wie in diesem Fall einen Einbecker Kräutersenf. Anschließend wird die Roulade gesalzen, gepfeffert und mit Delikatess-Paprika gewürzt.

Rinderrouladen, mit Coppa belegt
Als Nächstes folgt der Speck, oder wie ich es gerne mag, Coppa. Coppa ist eine italienische Spezialität, die aus gepökeltem und anschließend luftgetrocknetem Schweinenacken besteht. Genausogut schmeckt aber auch ein leckerer Speck, der hat sogar noch mehr Aroma und verleiht der Roulade und Sauce mehr Wumms.
Ich lasse Coppa oder Speck immer dünn aufschneiden und belege die Roulade damit auf ganzer Länge, andere schneiden Speck in Stifte und füllen damit nur den Kern. Mir gefällt es mit den dünnen Scheiben besser, weil die Roulade so insgesamt saftiger bleibt und sie durch Coppa oder Speck mehr Geschmack bekommt. 

Rinderrouladen, mit Zwiebelstreifen und Gurkenstiften belegt
Das Ende das später als Erstes aufgerollt wird, belege ich mit sehr dünn geschnittenen Zwiebelstreifen (bei mir immer aus roten Zwiebeln) und dazu kommen pro Roulade noch 3 Stifte Gewürzgurken, also ungefähr eine Scheibe, die ich dreimal längs in Stifte schneide. 
Als Nächstes wird gerollt. Ich rolle die Roulade immer vom schmalen Ende zum breiteren, sonst sehen sie später aus wie Rouladencroissants. 
Damit die Rouladen zusammenhalten, muss man sie natürlich fixieren, dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann sie mit Rouladenringen* zusammenhalten, davon halte ich aber gar nichts. Ich mag die Dinger einfach nicht, weil man die Rouladen dann nicht mehr so schön rundherum anbraten kann. Außerdem kann man die Kante mit einer Rouladennadel* fixieren oder die Roulade ganz einfach ordentlich mit Küchengarn* festzurren, so mache ich es immer. 

aufgerollte Rinderrouladen
Angebraten werden die Rouladen in meinem Schmortopf, indem ich etwas Butterschmalz erhitze. Die Rouladen werden rundherum kräftig angebraten und dann mit Rinderfond abgelöscht - hier bitte wieder ganz besonders auf die Qualität achten, denn wenn der Fond nicht stimmt, wird's auch nichts mit der Sauce. Eine gute Gelegenheit also, den Fond selbst zu kochen!
Anschließend wandert der Topf für 1 - 1 1/2 Stunden (hängt von der Größe der Rouladen ab) in den Backofen und ich kann mich um die Beilagen kümmern. 
Wir essen dazu meist einfache Salzkartoffeln, diesmal gab es aber Brezenknödel. Das Rezept dafür bekommt Ihr natürlich demnächst auch noch. 
Wenn die Rouladen fertig sind, werden sie aus dem Topf gefischt und die Sauce noch einmal mit Senf, Paprikapulver, Salz und Pfeffer abgeschmeckt und anschließend mit ein wenig Mehl gebunden. 
Ja, Mehl. Ich weiß, dass Mehl als Bindemittel für Saucen ganz mächtig aus der Mode gekommen ist, aber ich werde nen Teufel tun und meine Rouladensauce mit kalter Butter montieren. Das gehört sich einfach nicht und ob die Sauce später die Konsistenz eines Puddings hat, liegt ja nicht an dem Mehl selbst, sondern an der verwendeten Menge. So, wollte ich mal gesagt haben ;o)

Als Beilage (die hier leider nicht mit auf dem Bild ist, aber ich hab sie glücklicher- weise neulich erst gebloggt), gibt's bei uns gerne noch Rotkohl oder auch mal gedämpften Brokkoli. Mehr brauchen und wollen wir gar nicht dazu. Wie gesagt, die Sauce ist eh das Beste!

Ihr seht, Rouladen zuzubereiten ist wirklich nicht schwer, sondern sogar sehr entspannt und sie eignen sich auch hervorragend als Gästeessen, da man sie prima vorbereiten kann.
 
Rinderrouladen, fast wie bei Mama
Zutaten
4 Rinderrouladen
mittelscharfer Senf
Salz
Pfeffer
Delikatess Paprikapulver*
12 dünne Scheiben Speck oder Coppa 
2 Gewürzgurken
(in Stifte geschnitten)
1 rote Zwiebel, in feine Streifen geschnitten
ca. 700 ml Rinderfond 
2 Lorbeerblätter
2 TL Mehl + etwas kaltes Wasser zum Anrühren

Zubereitung 
Die Rouladen trockentupfen und einseitig mit Senf bestreichen, dann mit Salz, Pfeffer und Delikatess Paprikapulver bestreuen. Die Rouladen auf ganzer Länge mit Speck oder Coppa auslegen und am schmaleren Ende mit Zwiebelstreifen und Gurkenstiften belegen. Die Roulade aufrollen und mit Küchengarn fixieren. 
Butterschmalz in einem Schmortopf erhitzen und die Rouladen darin rundherum kräftig anbraten. Mit Rinderfond ablöschen und die Lorbeerblätter dazugeben. 
Den Topf mit geschlossenem Deckel in den auf 180°C vorgeheizten Backofen stellen und die Rouladen 1 - 1 1/2 Stunden darin schmoren. In der Zwischenzeit die Beilagen zubereiten. 
Die fertigen Rouladen herausnehmen, das Garn entfernen und die Rouladen abgedeckt warm stellen. 
Die Sauce je nach Vorliebe durch ein feines Sieb in einen kleinen Topf passieren evtl. nochmals mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Senf abschmecken und nochmals aufkochen. Mehl mit kaltem Wasser verrühren, so dass keine Klümpchen vorhanden sind und in einem dünnen Strahl unter stetigem Rühren in die Sauce einlaufen lassen. Ca. 5 Minuten köcheln lassen, dann mit den Rouladen und Beilagen servieren.
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Portweinsalz, hausgemacht

Rot-, bzw- Portweinsalz kann man fertig kaufen und ne ganze Menge Geld dafür ausgeben, oder man macht es selbst. Die Zutaten hat man in den meisten Fällen zuhaus, denn man braucht nur grobes Meersalz und Portwein, oder wenn der grad nicht verfügbar ist, alternativ einen kräftigen Rotwein. Ich hab ja eine ausgeprägte Schwäche für Portwein, daher hab ich natürlich auch ein Portweinsalz gemacht.

Die Herstellung ist denkbar einfach, man braucht keine besonderen Hilfsmittel, sondern nur einen Topf, nen Löffel und einen Backofen oder Dörrautomat und schnell gemacht ist es außerdem.  
Portweinsalz eignet sich also auch hervorragend als Last-Minute-Geschenk - zumindest, wenn einem morgens noch rechtzeitig einfällt, dass man abends ne Kleinigkeit mitnehmen möchte. 

Portweinsalz
Portweinsalz schmeckt wunderbar zu kurzgebratenem, oder auch geschmortem Fleisch, aber auch zu Gemüsegerichten. Ich verwende dafür ein grobes, ungewaschenes und nichtraffiniertes Meersalz* und belasse es ansonsten pur, füge also keine Kräuter dazu, denn ich bin mit einigen wenigen Ausnahmen kein großer Freund von Gewürzmischungen, sondern würze lieber spontan, je nach Lust und Laune. 
Wenn Ihr möchtet, könnt Ihr aber auch frischen Rosmarin oder Thymian zum Salz in den Backofen, bzw. das Dörrgerät legen und anschließend in das Salz bröseln oder grob gemahlenen schwarzen Pfeffer zufügen. 
Wenn Euch dieses Salz gefällt, schaut Euch auch unbedingt einmal mein Himbeer-, Hibiskus-, Zitrus- oder Balsamicosalz an! 
PortweinsalzZutaten
200 g Portwein*
350 g grobes Meersalz

Zubereitung 
Portwein in einen Topf geben und bei starker Hitze auf ca. 40 g einkochen lassen. In eine Schüssel umfüllen und mit dem Salz vermischen, so dass die Portwein- reduktion gleichmäßig verteilt ist. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und das Salz darauf ausbreiten. 
Bei 50°C für 4 Stunden im Dörrgerät oder Backofen trocknen, dann in ein Glas umfüllen.
Portweinsalz

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Gebackene Eier in der Avocado

Moin! Jetzt aber mal ganz schnell aus den Federn, sonst verschlaft Ihr noch den halben Sonntag und dann ist auch schon wieder Montag und der Arbeitsalltag geht los - wär doch schade um das schöne Wochenende. 
Zur Feier des Sonntags hab ich Euch heute wieder ein besonders leckeres Sonntags- frühstück mitgebracht und wie es sich gehört, damit ich so richtig glücklich bin, gehört da unbedingt Avocado und Ei dazu! 
Das leckerste Sonntagsfrühstück der Welt, nämlich pochierte Eier mit Avocado, hab ich Euch ja bereits vorgestellt, heute serviere ich Euch die Eier nicht auf den Avocadoscheiben, sondern direkt IN der Avocado :o)

Gebackene Eier in der Avocado
Die Eier werden in diesem Fall in der halbierten Avocado gebacken und dann mit einer Scheibe Brot serviert - so mag ich es zumindest am liebsten. Wenn Ihr das Eigelb ein wenig runterdrückt, so dass es vollständig vom Eiweiß bedeckt ist, bleibt es länger weich und gart nicht so schnell durch. Dann könnt Ihr das Brot wunderbar reindippen. 

Als besonderen Kick gibt's bei mir noch etwas Rhabarbersalz* obendrauf, das gibt dem Ganzen ein wunderbar frisches Aroma. 
Wenn Ihr so wie ich Salz-Junkies seid, kann ich Euch dieses Salz wirklich empfehlen, mir gefällt es mindestens so gut wie mein heißgeliebtes Himbeer- und Hibiskus- salz. Wenn die Rhabarbersaison losgeht, werd ich mal schauen ob und wie ich das nachbauen kann.

Schönen Sonntag!

Gebackene Eier in der Avocado
Zutaten
2 reife Hass-Avocados
4 Eier
1/2 rote Chilischote
Za'atar nach Geschmack 
frischer Basilikum
1 Tomate
Rhabarbersalz

Zubereitung
Die Avocados halbieren und den Kern entfernen. Die Vertiefung mit einem Esslöffel noch ein wenig vergrößern, dann die Avocado ein wenig würzen. 
Die Avocados in eine Auflaufform setzen und die Eier vorsichtig reingleiten lassen. Nochmals würzen, und mit in Streifen geschnittener Chili bestreuen. Bei 180°C für ca. 10-15 Minuten garen und nach Geschmack mit etwas gewürfelter Tomate und frisch geschnittenem Basilikum servieren. Vor dem Essen mit Rhabarbersalz bestreuen. 
Rhabarbersalz

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übern Tellerrand, heute: Jankes Soulfood

Es wird hohe Zeit, meine Gastbeitragskategorie übern Tellerrand mal wieder mit neuem Leben zu füllen und Euch ab und an Foodblogger und ihre Blogs vorzustellen, die ich selbst sehr gerne mag und Euch daher besonders ans kulinarische Herz legen möchte.
Die meisten dieser Blogs kennt Ihr sicher, wenn Ihr gelegentlich einen Blick in meine Blogroll werft (dort werdet Ihr natürlich auch über die neuesten Blogbeiträge meiner Lieblingsblogs auf dem Laufenden gehalten), trotzdem kann so ein ausführliches Blogportrait aber sicher nicht schaden, denn auch ich lerne so immer wieder Details über die Blogger und Blogs, die ich vorher nicht wusste - so auch über Janke, die mit ihrem Blog Jankes*Soulfood heute bei mir zu Gast ist. 
Janke und ich haben eine Gemeinsamkeit, wir beide haben über einige Jahre vegetarisch gelebt, sind dann aber sprichwörtlich an der Wurst gescheitert. Bei ihr war es die Mettwurst, mir wurde die gute Leberwurst im Golddarm zum Verhängnis :o)

Wie Janke zum Bloggen gekommen ist und was sie in ihrem Blog so alles treibt, das erzählt sie Euch in diesem wirklich toll gelungenen Gastbeitrag selbst. Ich wünsche Euch ganz viel Spaß beim Lesen - wenn Ihr meinen Blog mögt, werdet Ihr Euch garantiert auch bei Janke wohlfühlen.

***
Hallo liebe KuLa-Leser,
mein Name ist Janke und ich freue mich riesig, dass ich heute hier sein und Euch ein bisschen was aus meiner Soulfood-Küche zeigen darf.
Diese Küche befindet sich im wunderschönen Mittelhessen an der Lahn, wo ich zusammen mit meiner Familie und einer kleinen Hundedame lebe.
Seit knapp zwei Jahren blogge ich nun auf Jankes*Soulfood und was als eine Art Beschäftigungstherapie angefangen hat, ist inzwischen ein Hobby geworden in das ich all mein Herzblut stecke.
Als Steph mich in ihren Kuriositätenladen eingeladen hat, musste ich natürlich nicht lange überlegen und habe sofort zugesagt. Hier bin ich nun, etwas aufgeregt und mit jeder Menge Bilder im Gepäck, die ich Euch gern zeigen möchte.

Da ich kein Profi bin, findet Ihr bei mir süße und herzhafte Gerichte aus der Alltagsküche, viele traditionelle Familienrezepte aber natürlich auch Neuinter- pretationen. Am liebsten koche und backe ich mit frischen, saisonalen Lebens- mitteln.
Meine Großeltern hatten eine Gärtnerei, deshalb bin ich mit Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten groß geworden. Diesen Garten bewirtschaften wir in Teilen noch heute und ich liebe es, im Sommer warme Tomaten vom Strauch zu pflücken oder den Salat kurz vor dem Servieren frisch aus dem Beet zu ernten.
Mit Ende der Erntezeit stapelten sich in unserem Keller die Gläser mit sauren Gurken, Apfelmus, Zwetschenhonig (Pflaumenmus), Bohnen, Roter Bete und ein- gekochtem Obst. Auch heute wecken wir noch fleißig ein und einige Rezepte zu diesem Thema findet ihr natürlich auch auf meinem Blog.

übern Tellerrand, heute: Jankes Soulfood
Wenn man mich fragt, ob ich lieber backe oder koche, antworte ich meistens: “Herzhaft backen.” Wobei ich mich da eigentlich gar nicht festlegen mag.
Ich bin in einem Mehrgenerationenhaus aufgewachsen und meine beiden Omas waren, jede auf ihre Art, begnadete Bäckerinnen. Die eine etwas rustikaler, ging wöchentlich ins Backhaus und hat die besten Hefekuchen und Sauerteigbrote aus dem Ofen geholt, die andere mit einer Vorliebe für Torten und Rührkuchen.
Das Torten-Gen habe ich sehr wahrscheinlich nicht geerbt, denn die gehen mir nicht ganz so leicht von der Hand, Rühr- und Hefekuchen gibt es allerdings ziemlich viele in meinem Archiv.

übern Tellerrand, heute: Jankes Soulfood
Wie oben bereits erwähnt, mag ich es unwahrscheinlich gerne, herzhaft zu backen. Dazu gehören Gemüsekuchen, Quiches, aber auch Flammkuchen und Pizza. Mein absoluter Liebling in dieser Kategorie ist und bleibt der Zwiebelkuchen.
So ein Stück Zwiebelkuchen mit einem Glas Federweißer – das ist Soulfood für mich. Hier habe ich Euch außerdem noch 8 weitere Leckereien zu diesem Thema mit- gebracht:

übern Tellerrand, heute: Jankes Soulfood
Von den herzhaften Kuchen lässt es sich nun leicht überleiten zum Kochen. Bei mir gibt es sowohl Hauptgerichte mit Fleisch, Geflügel, Wild und Fisch, aber auch vegetarische und vegane Rezepte.
Ich habe 7 Jahre vollkommen vegetarisch gelebt, bis mich eine hausgemachte Mett- wurst wieder zum Fleischesser werden ließ. Trotzdem liegt mir nach wie vor am Herzen woher das Fleisch kommt, das ich esse. Wir haben wenige, aber erstklassige Bezugsquellen für Rindfleisch und Wild, weshalb ich diese zwei Sorten wirklich mit Genuss esse. Auch Fisch gibt es regelmäßig und ich habe eine große Schwäche für Hackfleisch. Mein aktuelles Leib- und Seelgericht aus dieser Kategorie: Hähnchen-Pilaw mit getrockneten Aprikosen.

übern Tellerrand, heute: Jankes Soulfood
Bei meinen vegetarischen Gerichten verzichte ich auf Fleischersatzprodukte und experimentiere lieber mit Polenta, Bulgur, Hülsenfrüchten und jeder Menge frischem Gemüse. Im Sommer gibt es vieles mit Zucchini, Paprika und Tomate, im Winter koche ich mich systematisch durch die verschiedenen Kohlsorten.

übern Tellerrand, heute: Jankes Soulfood
Auch bei den Salaten finden sich viele vegetarische und auch vegane Rezepte:

übern Tellerrand, heute: Jankes Soulfood
Und damit sind wir auch schon fast bei meiner allerliebsten Kategorie angekommen. Wir bewegen uns schon mal zurück Richtung Backstube und ich zeige Euch vorher noch etwas, das ich seit Beginn meines Bloggerdaseins neu für mich entdeckt habe: hausgemachtes Brot. Mit Hefe oder Sauerteig, ich lerne und probiere und es macht riesig viel Spaß. Der Duft und die erste Scheibe, noch warm mit etwas Butter und Salz. Herrlich!

Und nun sind wir auch schon am Ende meiner kleinen Präsentation. Meine große Leidenschaft habe ich mir natürlich bis zum Schluss aufgehoben.
Ich liiiiiebe es, Snacks und Fingerfood zu machen. Schon immer! Ein runder Geburtstag oder ein Auftrag für „ein paar Kleinigkeiten auf die Hand“ lässt mein Häppchenherz schneller schlagen. Dann plane und kalkuliere, schneide, schnippel und dekoriere ich und kann glücklicher nicht sein. In meinem nächsten Leben werde ich Partyservice.
Meistens bin ich zwar völlig im Eimer, nachdem ich meine Platten auf den Tischen verteilt habe, aber wenn sich die Gäste dann über die Schnittchen und das Finger- food hermachen und zufrieden lächeln – bin ich happy.
Zu Fingerfood gehören für mich auch Muffins, Minigugel und kleine Törtchen, deshalb kommt hier zuerst die süße Collage:

übern Tellerrand, heute: Jankes Soulfood
Und zum Abschluss noch die herzhaften Häppchen:

übern Tellerrand, heute: Jankes Soulfood
Ihr Lieben, ich hoffe, Ihr hattet Spaß bei Eurem Blick in die Soulfood-Küche. Ihr seid natürlich jederzeit herzlich willkommen, Euch hemmungslos durch mein Archiv zu stöbern und mir ein Feedback zu hinterlassen. Auch auf Facebook, Instagram und Pinterest findet ihr Jankes*Soulfood und ich würde mich sehr freuen, Euch dort als neue Leser zu begrüßen.

Liebe Steph, 
hab vielen Dank für die offene Tür in den KuLa und Deine stets offenen Ohren. Es ist wirklich eine große Freude heute hier zu sein. Hätte mir vor zwei Jahren zu Beginn meines Bloggerdaseins jemand prophezeit, dass ich hier eines Tages mit meinen Bildern und Rezepten Platz finde, ich hätte laut gelacht. Es ist immer eine Bereicherung, sich mit Dir auszutauschen und zu kabbeln.
In diesem Sinne, eine Umarmung ohne Heititei an Dich und Dir und allen Lesern einen lieben Gruß.

Janke