Serviettenknödel

Das ist er nun, der versprochene Serviettenknödel :o)
Ich bin ja nun wirklich keine Serviettenknödel-Spezialistin - ist auch nicht gerade eine norddeutsche Spezialität und genau genommen erst mein zweiter (sowohl gegessen, als auch selbst zubereitet), aber dieses Rezept schmeckt uns ganz ausgezeichnet und ist nun ein fester Standard als Beilage für Schmorgerichte wie Gulasch oder Rouladen.
Ein absolutes Plus für diesen Knödel ist die simple Zubereitung. Im Prinzip kann da gar nichts schief gehen, dieser Knödel ist also quasi narrensicher.
Da meine Brötchen noch nicht so hart waren, wie für einen Serviettenknödel notwendig, (ich hab erst am Vortag dran gedacht, welche zu besorgen) hab ich sie einfach gewürfelt im Backofen kurz abgeröstet und dann weiterverwendet - klappte ganz klasse.
Verwegen wie ich bin, ist das nächste Mal ein Breznknödel dran! :o)



Zutaten
300 g gewürfelte altbackene Brötchen
1 fein gehackte Zwiebel
Butter zum Anbraten
3 Eier
250 ml Milch
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
frisch gemahlener Muskat
½ Bund fein gehackte Petersilie

Zubereitung
Die gewürfelte Zwiebel in Butter glasig dünsten und über die Brotwürfel gießen. Eier trennen. Eigelb, Milch, Petersilie und Gewürze verrühren und ebenfalls über die Semmelwürfel gießen, alles gut verrühren. Brötchenmasse mindestens 20 Minuten ruhen lassen.
Eiweiß mit dem Mixer steif schlagen und unter die Brötchenwürfelmasse heben. Alufolie mit Butter bestreichen und die Brotwürfelmasse darauf geben. Einrollen, die Enden zusammendrücken und zusätzlich in ein Geschirrtuch einrollen - die Enden gut zusammenbinden.
In einem großen Topf mit ausreichend Salzwasser ca. 30 Minuten köcheln lassen. Die Serviettenrolle aus dem heißen Wasser nehmen und mit kaltem Wasser abschrecken. Vorsichtig aus der Folie lösen. In 1 cm dicke Scheiben schneiden und anrichten.

Sehr gut schmeckt der Serviettenknödel auch, wenn die Scheiben in Butter knusprig gebraten werden.




Kommentare:

tobias kocht! hat gesagt…

Da erwachen in mir heimatliche Gefuehle. Servietenknoedel habe ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr gegessen. Danke fuer die Inspiration und das Rezept. Schmecken auch super geroestet...

Bolli's Kitchen hat gesagt…

wollte ich immer mal machen!

Meine Tante mcht die immer, köstlich!

sammelhamster hat gesagt…

Da bräuchte ich außer Soße gar nichts dazu :-D

Barbara hat gesagt…

Die sehen super aus! :-)

Ich esse sowas auch einfach so mit Sauce, ohne Fleisch.

Brezenknödel hatten wir kürzlich auch gemacht, nach einem Rezept von Rike. Echt lecker!

Sivie hat gesagt…

Sieht wirklich schön aus und hört sich gar nicht sooo schlimm an.

Anikó hat gesagt…

Hab ich auch schon mal gemacht, waren wirklich lecker, auch wenn wir keine Knödelfamilie sind, Norddeutschland halt ;-) Dein Monsterknödel sieht wirklich gut aus, werd ich auch mal wieder machen, wenn ich zurück bin :)

Steph hat gesagt…

@ tobias kocht
Sehr gern geschehen :o) Diesmal ist leider kein Rest übrig geblieben, aber beim nächsten Knödel werde ich etwas für den nächsten Tag retten, so dass ich die gebratene Variante probieren kann.

@ Bolli
Beim nächsten Schmorgericht wär der Zeitpunkt ideal :o)

@ Sammelhamster
Hätte ich auch nicht gebraucht, aber da das Gulasch nunmal da war ;o)

@ Barbara
Danke für das Rezept, dann kann ja beim nächsten Knödel nichts schiefgehen!

@ Sivie
Ich finde, so ein Serviettenknödel ist sehr viel einfacher und mit weniger Aufwand gemacht als Kartoffelklöße

@ Anikó
Stimmt, als Norddeutsche kommt bei uns eher selten so ein Klops auf den Tisch und schon gar nicht mit diesen monströsen Ausmaßen ;o)
Musst Du aber unbedingt mal wieder machen, für Deine ungarischen Suppen geradezu ideal!

Sabrina hat gesagt…

Hmm, sehr lecker. Ich ergänze gerne klein gehackte grüne Oliven, meine Mama Speck.
Die Serviette braucht man an sich nicht, klappt auch nur mit Alufolie :)

Steph hat gesagt…

@ Sabrina
Die Serviette, bzw. das Geschirrhandtuch wickel ich um den Knödel weil meine Knödel immer recht dick werden und die Alufolie nicht wirklich fest schließt. Mit dem Geschirrhandtuch kann ich den Knödel besser in Form halten.
Wenn man den Knödel länger und somit auch dünner wickeln kann, brauchts natürlich kein Handtuch - aber bei mir würde er dann nicht mehr in den Topf passen ;o)

mipi hat gesagt…

Hab gerade schon die nachgekochte Version bei der Hedonistin bewundert. Dein Original sieht aber auch sehr köstlich aus.

Puschelruebe hat gesagt…

Die absolut besten ("Semmel-")Knödel, die es gibt. Ich hab' sie jetzt zweimal gemacht und beide Male waren sie ein super Erfolg. Wir haben gestern zu Dritt den kompletten Knödel aus 300 g Semmeln zu Deinem Wiener Saftgulasch weggeputzt.

Und das Schönste an den Knödel: Sie sind auch "verspätungsresistent". Unser Gast kam eine geschlagene Stunde zu spät zum Essen und der Knödel war trotzdem noch einwandfrei. Ein normaler Semmelknödel wäre vermutlich nur noch Matsche gewesen.

Ich bin mir nicht sicher, ob's bei mir zukünftig noch "normale" Semmelknödel gibt, jetzt wo ich Deine Serviettenknödel kenne. :-)

Steph hat gesagt…

Ich muss zugeben, dass ich noch nie richtige Semmeknödel gegessen hab. Hier im hohen Norden sind solche Knödel ja gar nicht verbreitet und bisher hat mich immer abgeschreckt, dass die so direkt im Wasser gegart werden - ich stell mir das leicht matschig vor, daher fand ich diese Art der Zubereitung auch geradezu ideal.
Freut mich sehr, dass er Euch geschmeckt hat!

 

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