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Spargeltarte mit Ziegenfrischkäse und Kräutern

Als ich mir Gedanken um das Hauptgericht für meine regionale Woche gemacht habe, lag natürlich die Verwendung von grünem Spargel sehr schnell nah, denn wir befinden uns ja gerade mitten in der Saison und die ist bekanntlich so kurz, dass wir sie unbedingt in vollen Zügen auskosten sollten.
Weißen Spargel mag ich nicht so gern, bzw. wenn, dann am liebsten eingeweckt und auf meinem Lieblingsbaguette, grünen dafür aber umso lieber. Eine Tarte hat zudem den Vorteil, dass ich die Reste einfrieren kann, denn bei uns zuhause bin ich die einzige Spargelesserin. Mein Mann verweigert die Aufnahme von Spargel strikt, da versteht er keinen Spaß. Ich hab jetzt also einen kleinen Vorrat eingefroren - für den akuten Spargeljieper. 

Spargeltarte mit Ziegenfrischkäse und Kräutern
Diese Spargeltarte steckt im wahrsten Sinne des Wortes randvoll mit Spargel und schmeckt nicht nur frisch gebacken wunderbar, sondern auch kalt auf einem Buffet oder Picknick und natürlich auch aufgewärmt. 
Ihr könnt sie auch ganz nach Belieben abwandeln und beispielsweise die Schalotten, sofern Ihr keine regionalen bekommt, durch Frühlingszwiebeln oder auch geachtelte rote Zwiebeln ersetzen oder einen Teil des Spargels durch anderes Gemüse austauschen.
Wenn Ihr eine Abneigung gegen Ziegenfrischkäse habt, dann verwendet einfach ganz normalen Frischkäse aus Kuhmilch, das schmeckt zwar nicht ganz so besonders, aber natürlich immer noch sehr lecker!

Für diese Tarte benötigt Ihr eine Tarte-,  bzw. Quicheform mit hohem Rand*, sonst kriegt Ihr den ganzen Spargel und die Schalotten nicht alle unter, eine normale Tarteform mit niedrigem Rand hat nicht das notwendige Fassungs- vermögen. Ihr könnt aber beispielsweise auch eine herkömmliche Spring- form verwenden.

Spargeltartezutaten
Zutaten (für eine normale runde Tarteform)

Mürbeteig 
250 g Mehl 
125 g kleingeschnittene weiche Butter
1 Eigelb
50 ml kaltes Wasser

Belag 
500 g grüner Spargel 
6 Schalotten (ansonsten Frühlingszwiebeln)
Rapsöl
Salz und Pfeffer
300 g Ziegenfrischkäse 
150 g saure Sahne
3 Eier
3 EL frischgehackte Kräuter (bei mir Petersilie, Schnittlauch, Kerbel)
1/2 TL Rapshonig

Zubereitung
Für den Mürbeteig alle Zutaten miteinander vermengen und möglichst zügig zu einem Teig verkneten. Den Teig in einen Gefrierbeutel geben, dünn ausrollen und für mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen, alternativ am Vorabend zubereiten. Der Teig lässt sich sogar einfrieren. 
Ca. 15 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen und Zimmer- temperatur annehmen lassen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine Tarteform damit auslegen. Den überstehenden Teig einfrieren.
Den Teigboden in regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen, mit Back- papier bedecken und getrocknete Bohnen oder Blindbackkugeln* daraufgeben. 15 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen, dann aus dem Backofen nehmen und beiseite stellen. (Der Boden kann auch schon am Vortag vorgebacken werden, wenn notwendig.)

Während der Tarteboden backt, den Spargel putzen und die holzigen Enden abschneiden, bzw. abbrechen. Die Stiele in ca. 1 cm lange Stücke schneiden, die Spargelspitzen auf ca. 4 cm Länge scheiden und auf ein Backblech geben. Die Schalotten schälen und längs halbieren, bzw. je nach Größe evtl. auch vierteln. Zu den Spargelspitzen auf das Backblech  geben und mit etwas Öl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. 
Bei 180°C im Backofen für ca. 15 Minuten backen, bis der Spargel und die Schalotten schön gebräunt sind. Die in Stücke geschnittene Spargelstiele in einer Pfanne in Rapsöl anbraten und ebenfalls mit Salz und Pfeffer würzen. 

Den Ziegenkäse mit der sauren Sahne, den Eiern und feingehackten Kräutern verrühren und mit Salz, Pfeffer und etwas Honig abschmecken. 

Die in der Pfanne angebratenen Spargelstiele auf dem Tarteboden verteilen und den Guss darübergeben. Die Spargelspitzen und die Schalotten dekorativ darauf anrichten. 
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten backen, bis der Guss vollständig durchgegart und leicht gebräunt ist. Die fertige Tarte herausnehmen und vor dem Servieren etwas abkühlen lassen.
Spargeltarte mit Ziegenfrischkäse und Kräutern

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Abgewandelt nach einem Rezept von epicurious.com

Lachs-Kartoffel-Tarte

Manche Rezepte verbringen ja viele Wochen, wenn nicht sogar Monate oder auch mal ein Jahr in meiner Warteschleife. Ein ganzes Jahr ist natürlich die absolute Ausnahme und kommt immer nur dann vor, wenn ich es entweder nicht mehr schaffe ein Rezept noch in der jeweiligen Saison zu bloggen oder wenn mir das Foto absolut nicht gefällt und ich da noch einmal nachlegen muss. 
Dieses Rezept ist ausnahmsweise mal fast direkt aus der Küche in den Blog gewandert, die Tarte stand nämlich erst gestern bei uns auf dem Tisch - sie dampft also fast noch ;o)

Lachs-Kartoffel-Tarte
Das Rezept für diese Tarte stammt von zwei meiner Lieblingsfernsehköche. Ihr wisst vielleicht, mein absoluter Lieblings-Fernsehkoch und Kochbuchautor ist und bleibt für alle Zeit Hugh Fearnley-Whittingstall, den zweiten Platz teilen sich aber schon seit geraumer Zeit Dave Myers und Si King, besser bekannt als die Hairy Bikers
Die Hairy Bikers sind in Großbritannien vor allem für die Fernsehsendung Mum Knows Best bekannt, einem Format, in dem es darum geht, alte Familienrezepte zusammenzutragen und mit anderen Hobbyköchen auf einer Art "Rezepte-Kirmes" zu teilen und so für kommende Generationen zu bewahren. Ein absolut großartiges Format, das ich sehr liebe.
An dieser Stelle ein Aufruf an all diejenigen, die für den Mist verantwortlich sind, der den ganzen Tag im Fernsehen läuft und damit meine ich auch diese vielen überflüssigen sog. "Kochsendungen" wie Das Perfekte Dinner, Küchenschlacht, Topfgeldjäger, usw. usf. 
DAS wäre mal ein wirklich tolles Format, das sich garantiert auch wunderbar in Deutschland umsetzen ließe. 

BITTE HOLT MUM KNOWS BEST NACH DEUTSCHLAND!  

Nen Versuch war es wert ;o)
Dieses heutige Rezept stammt, sonst hätte ich Euch jetzt nicht ne halbe Stunde von den Hairy Bikers erzählt, aus einem Kochbuch der beiden - habt Ihr jetzt sicher schon vermutet, oder? Hairy Bikers' Perfect Pies* bietet nicht nur klassische Tartes, sondern auch Pies, Pasties, Samosas, Gözleme, Pots, Börek, Rols, Salate, usw. usf. 
Halt alles, was irgendwie mit dem Thema Tarte & Pie zu tun hat oder was man dazu essen kann. Ich mag das Buch sehr, wenn Ihr kein Problem mit englischen Kochbüchern habt, werft unbedingt mal einen Blick rein. 

Lachs-Kartoffel-Tarte Making-Of
Zutaten  
(für eine normale runde Tarteform)

Mürbeteig 
250 g Mehl 
125 g kleingeschnittene weiche Butter
1 Eigelb
50 ml Wasser 

Belag
200 g möglichst kleine junge Kartoffeln
300 g Lachsfilet ohne Haut 
100 g Räucherlachs 
2 Frühlingszwiebeln 
200 ml saure Sahne 
2 Eier 
Salz und frisch gemahlener Pfeffer 
1/4 Bund Dill 

Zubereitung
Für den Mürbeteig alle Zutaten miteinander vermengen und zu einem Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Ca. 15 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine Tarteform damit auslegen. Den restlichen Teig einfrieren.
In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 15 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen. Aus dem Backofen nehmen. 

Während der Tarteboden backt, die Kartoffeln waschen und schrubben. In Salzwasser fast gar kochen. Abgießen und auf der abgestellten Herdplatte ausdampfen lassen. 

Kartoffeln auf dem vorgebackenen Tarteboden verteilen. Falls sie zu groß sind, einfach halbieren oder vierteln. Das Lachsfilet in Würfel oder Streifen schneiden und dazwischen verteilen, Räucherlachs ebenfalls verteilen. Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und darüber streuen.

Die Eier mit der sauren Sahne verquirlen und mit Salz und Pfeffer würzen. Dill fein hacken, dazugeben und unterrühren. 
Den Guss über den Kartoffeln und dem Lachs verteilen, etwas Rütteln, damit er sich gut verteilt. 
Die Tarte im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 30-40 Minuten backen, bis sie schön gebräunt und der Guss auch in der Mitte gestockt ist. 
Die Tarte aus dem Backofen nehmen und etwas stehen lassen, damit sich der Guss setzt. Die Tarte schmeckt am besten lauwarm mit einem Salat als Beilage. 
Lachs-Kartoffel-Tarte

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Tarte au Citron

So, nachdem es in der letzten Woche nur Lesefutter gab, die KuLa-Küche aber ansonsten kalt geblieben ist, wird es höchste Zeit, endlich mal wieder etwas leckeres auf den Tisch zu bringen! Und weil die Zeit seit dem letzten Rezept schon n büschen her ist, gibt's heute direkt etwas Süßes - als kleine Wiedergutmachung.
Ich hatte Euch ja beim Zitronenextrakt bereits versprochen, zu zeigen, was ich mit dem ganzen Zitronensaft gemacht habe. Heute kommt also die Auflösung, eine Tarte au Citron, bzw. DIE Tarte au Citron, es war nämlich die beste Tarte au Citron, die ich bisher gegessen habe. 
Ich habe ja bereits vor 3 Jahren eine Tarte au Citron gebloggt, diese hier ist aber viel besser - mit ganz, ganz großem Abstand. 

Tarte au CitronDas Rezept stammt mal wieder von David Lebovitz, einer meiner ersten Anlaufstellen, wenn es um Desserts, Kuchen und natürlich Eis geht, denn David Lebovitz hat auch das meiner Meinung nach beste Eisbuch überhaupt geschrieben - womit wir schon wieder beim Thema Kochbücher wären ;o)
Wenn Ihr kein Problem damit habt, dass die Bücher von David Lebovitz nur in englisch erhältlich sind, schaut Euch Ready for Dessert* und The Perfect Scoop* unbedingt mal genauer an - beide Bücher gehören zu meinen absoluten Favoriten und sind aus meinem Bücherregal nicht mehr wegzudenken, genauso wie der Blog von David Lebovitz aus meiner Favoritenliste. 

Tarte au Citron
Eine Tarte au Citron ist kinderleicht zubereitet und perfekt zur Verwertung größerer Mengen Zitronensaft. Da ich sehr gerne und viel Zitronenabrieb verwende, Zitronensaft dagegen aber nicht so oft, für mich die ideale Möglichkeit, gleich einen ganzen Schwung aufzubrauchen.
Falls Euch der Zitronencreme-Jieper überkommt und Ihr Euch nicht mehr zurückhalten könnt, esst die Creme einfach ohne Boden, die schmeckt nämlich auch als Pudding köstlich.
Solang die Erdbeersaison noch läuft, schmeckt eine Zitronentarte natürlich besonders gut, wenn sie mit einigen Erdbeeren serviert wird, aber auch ohne oder in Kombination mit anderen Beeren schmeckt sie einfach toll. 

Tarte au Citron
Backt die Tarte unbedingt am Vortag, lasst sie dann im Kühlschrank über Nacht richtig durchkühlen und serviert sie gut gekühlt, dann schmeckt sie eindeutig am besten. 
Beim Boden hab ich nicht das Rezept von David Lebovitz, sondern mein bewährtes Tarteboden-Rezept verwendet, weil das so herrlich "keksig" ist. 

Amalfi-Zitronen
Zutaten für eine normalgroße runde oder eckige Tarteform

Sandteig
250 g Mehl Typ 405
125 g weiche Butter
125 g Puderzucker
1 Ei

Füllung 
125 ml frisch gepresster Zitronensaft
Abrieb von einer unbehandelten Bio-Zitrone
100 g Zucker
85 g Butter 
2 große Eier 
2 Eigelbe 

Außerdem
Puderzucker zum Karamellisieren

Zubereitung

Sandteig

Alle Zutaten in einer Schüssel vermengen, nur solange kneten, bis sich alles zu einem Teig verbunden hat.

Den Teig zu einer Kugel formen, in Klarsichtfolie wickeln und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen, besser aber über Nacht.
Den Teig ca. 30 Minuten vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und auf der gut bemehlten Arbeitsfläche dünn mit dem Nudelholz ausrollen. Auf das Nudelholz aufrollen und über der Tarteform wieder abrollen. Die Tarteform mit dem Teig auslegen und den überschüssigen Teig am Rand abschneiden. In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 10 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen.

Zitronen-Füllung 
Zitronensaft
Die Zitrone gründlich unter fließendem heißen Wasser reinigen und mit einem Sparschäler so dünn wie möglich die Schale abschälen, es soll so wenig Weißes wie möglich an der Schale verbleiben. 
Den Zitronensaft mit dem Zucker, Butter und dem Zitronenabrieb in einem Topf  erhitzen. Beiseite stellen und ca. eine Stunde ziehen lassen. 

Die Eier mit den Eigelben verkleppern. Die Schale aus dem Zitronensaft entfernen und den Zitronensaft erneut erhitzen. 3 EL des erhitzen Zitronensaftes zu den Eiern geben und alles miteinander verrühren. Die Eier in einem dünnen Strahl unter stetigem Rühren in den Zitronensaft einlaufen lassen, dann die Masse erneut bei mittlerer Hitze erwärmen, währenddessen komstant rühren, damit die Eier nicht ausflocken oder ansetzen. 
Sobald die Masse deutlich eingedickt ist und am Rand leicht anfängt zu blubbern, von der Platte ziehen und auf dem vorgebackenen Tarteboden verteilen. 
Glattstreichen und im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 5-10 Minuten backen, der Lemoncurd soll sich nur etwas setzen. 

Die Tarte aus dem Backofen nehmen, komplett abkühlen lassen und über Nacht im Kühlschrank durchkühlen lassen. 
Vor dem Servieren die Tarte mit Puderzucker bestreuen und mit einem Bunsenbrenner karamellisieren. Nach Geschmack mit Erdbeeren, anderem Beerenobst, oder auch pur servieren.
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Erdbeeren

Eierlikörtartelettes

So sieht das aus, wenn ein Küchenexperiment so richtig in die Hose geht:

Eierlikörtartelettes
Ok, so ganz stimmt das natürlich nicht, die Tartelettes sind schon gelungen und haben auch lecker geschmeckt - es hätten eigentlich nur eigentlich gar keine Tartelettes, sondern Eierlikörpralinen werden sollen. Was ist schief gelaufen? 
Ich hab mir mal wieder eingebildet, ich könnte zaubern, bzw. aus einer Pralinenfüllung eine feste Praline machen. Is natürlich Unsinn, ohne Hohlkörper kann das nichts werden... 
Also, was macht man mit ner ganzen Schüssel voll Eierlikörganache? Teure Hohlkörper kaufen? Kekse füllen? Nein, vieeeeel besser: Ganz fix nen Mürbeteig zusammenkneten, und am nächsten Tag eine ganze Fuhre wönzich kleine Tartelettes backen. 

Tartelettes in normaler Größe, also so beispielsweise die Brombeertartelettes, wären mit dieser Füllung ne Spur zu mächtig, also hab ich mein Muffinblech kurzerhand zweckentfremdet und darin klitzekleine Tarteletteböden gebacken. Das geht nicht nur sehr einfach, sondern man kann auf diese Art und Weise auch gleich einen ganzen Schwung auf einmal backen und für alle, die keine Tarteletteförmchen haben, ist das die perfekte Alternative.   

Natürlich könnt Ihr die Menge auch halbieren, ich hab halt soviele Tartelettes backen müssen, weil die Ganache "vernichtet" werden musste ;o)
Wenn Ihr noch Teig übrig habt, könnt Ihr den auch einfach einfrieren und ein anderes Mal verwenden oder Ihr backt die Böden und friert die dann ein, klappt ebenfalls wunderbar. In einer Keksdose halten sich die Böden aber auch bis zu 14 Tage.

So, und nun wünsche ich Euch ein schönes Osterfest! Malt die Eier schön bunt an, sonst findet Ihr sie nicht in dem ganzen Schnee, der immer noch rum liegt... 

Zutaten

Sandteig
250 g Mehl Typ 405
125 g weiche Butter
125 g Puderzucker
1 Ei

Eierlikörganache
200 g weiße Kuvertüre 
70 ml Sahne 
40 g weiche Butter 
160 ml Eierlikör

Außerdem
geraspelte Kuvertüre zum Bestreuen

Zubereitung 

Eierlikörganache
Die Kuvertüre hacken. Die Sahne in einem Topf aufkochen, von der Platte ziehen und die Kuvertüre unter stetigem Rühren darin schmelzen. Erst die Butter, dann den Eierlikör dazugeben und unterrühren. 
In eine Schüssel umfüllen, vollständig abkühlen lassen, dann über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen. 

Tarteletteböden
Alle Zutaten in einer Schüssel vermengen, nur solange kneten, bis sich alles zu einem Teig verbunden hat.
Den Teig in einem Gefrierbeutel dünn ausrollen und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen, besser aber über Nacht.
Den Teig ca. 30 Minuten vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und auf der gut bemehlten Arbeitsfläche dünn mit dem Nudelholz ausrollen. 
Zwei Muffinbleche einfetten und mehlieren (oder nacheinander arbeiten). Mit einem Glas 24 Teigkreise ausstechen und die Muffinmulden damit auslegen. Mit Backpapier auskleiden und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 10-15 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen, kurz in der Form abkühlen lassen, dann die Tarteletteböden herausnehmen und auf einem Kuchenrost komplett auskühlen lassen.  
Die Ganache aus dem Kühlschrank nehmen, eine Stunde auf Zimmertemperatur bringen und mit dem Mixer cremig aufschlagen. Jeweils einen guten TL Ganache auf den Tarteletteböden verteilen und mit etwas geraspelter Schokolade bestreuen.

Bratkartoffeltarte

Tartes und Quiches sind was ganz Wunderbares! Sie sind deshalb so toll, weil man für eine leckere Tarte keine besonders exklusiven Zutaten benötigt, sie prima vorzubereiten sind und man mit einer Tarte auch für Gäste ein leckeres und unkompliziert vorzubereitendes Essen servieren kann, das zusammen mit einem leckeren Salat auch noch optisch was hermacht. Außerdem sind sie perfekt für Picknicks, Partys & Co. - ein tolles kulinarisches Mitbringsel. Ideal also für alle, die nicht bis zur letzten Minute in der Küche stehen wollen, sondern ohne viel Streß eine leckere Mahlzeit auf den Tisch bringen wollen.
Meine Vorliebe für Tartes hat inzwischen dermaßen Blüten getrieben, dass ich wahrscheinlich die größte Tarteform-Sammlung ganz Hamburgs habe - ok, Cucinaria und das Handelshaus Laegel dürften noch n paar mehr in ihren Regalen stehen haben, meine Sammlung ist aber auch recht stattlich. Groß, klein, hoher Rand, flacher Rand, rund, quadratisch, rechteckig, beschichtet oder nicht, aus Alu, Stahl und Porzellan - man kann einfach nicht genug Tarteformen haben ;o)
Für diese Tarte habe ich eine Form mit einem hohen Rand verwendet, also quasi eine Quiche-Form. Die nehme ich immer, wenn die Füllung sehr voluminös ist, dann läuft die Tarte nicht so leicht über. 
Das Rezept stammt aus dem Das Kochbuch* und ist von mir nur entsprechend der verwendeten Form und meinem persönlichen Geschnack abgewandelt.

Zutaten 
125 ml Wasser 
1/2 Tütchen Trockenhefe 
1 TL Honig
1/2 TL Salz 
250 g Mehl 

Belag
600 g Kartoffeln 
2 rote Zwiebeln 
200 g durchwachsener Speck 
1 EL körniger Senf

Guss
200 ml saure Sahne
100 ml Sahne 
4 Eier 
Salz und Pfeffer
frisch gemahlene Muskatnuss 
1 Bund Schnittlauch 

Zubereitung
Die Trockenhefe mit dem Wasser und dem Honig in ein Gefäß geben und einige Minuten stehen lassen, bis sich die Hefe und der Honig komplett aufgelöst haben.
Mit dem Mehl und dem Salz in eine Schüssel geben und alles sehr gründlich zu einem elastischen Hefeteig verkneten. Abgedeckt stehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat. 
In der Zwischenzeit die Zwiebeln und Kartoffeln schälen, die Zwiebeln in Würfel schneiden und die Kartoffeln in dünne Scheiben schneiden oder noch besser, hobeln. 
Den Speck von der Schwarte befreien und diese in einer Pfanne auslassen. Den Speck in feine Würfel schneiden. 
Zwiebeln, Kartoffelscheiben und Speckwürfel in die Pfanne geben und ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze braten, bis die Kartoffeln etwas gebräunt sind. Mit Salz und Pfeffer würzen und beiseite stellen. 

Den Hefeteig abschlagen und rund ausrollen. Eine Tarteform damit auslegen und den Teig mit einer Gabel mehrfach einstechen - so wird verhindert, dass der Teig beim Backen Blasen wirft. 
Den Teigboden mit dem Senf bestreichen, dann darauf die Kartoffelmischung verteilen. 
Einen Guss aus saurer Sahne, Sahne, Eiern, Gewürzen und Schnittlauch herstellen und darübergießen.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten backen, bis die Tarte komplett gestockt und goldbraun ist, dann herausholen und vor dem Servieren etwas abkühlen lassen. 
Schmeckt am Besten mit einem knackigen grünen Salat.
* = Affiliate-Link

Ziegenkäsetarte mit karamellisierten Zwiebeln

Ist Euch schon aufgefallen, dass ich Euch seit einer gefühlten Ewigkeit keine Tarte mehr serviert hab? Geht ja gar nicht, schließlich hab ich vor ein paar Monaten DIE ultimative Tarteform, nach der ich schon seit Langem gesucht habe, bekommen und hab sie natürlich auch direkt ausprobiert - seitdem wartet die heutige Tarte also schon geduldig auf ihren großen Auftritt und genau den hattse heute. 
Also, Vorhang auf für meine nicht mehr ganz so neue allerliebste Tarteform und eine wirklich leckere und auch nicht ganz hässliche Tarte...


Zutaten für zwei Tartes (35x11 cm) oder eine normale runde Tarteform

Mürbeteig 
250 g Mehl 
125 g kleingeschnittene weiche Butter
1 Eigelb
50 ml Wasser 

Belag
ca. 6 mittelgroße rote Zwiebeln
Olivenöl
200 g Ziegenkäse (Capros)
Balsamico und Honig 1:1 zum Bestreichen 
frischer Thymian
4 Eier 
Salz und Pfeffer 

Zubereitung 

Mürbeteig
Alle Zutaten miteinander vermengen und zu einem Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Ca. 15 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine hohe Quicheform damit auslegen. 
In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. 
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 15 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen. Aus dem Backofen nehmen und komplett abkühlen lassen. 

Belag 
Die Zwiebeln schälen und in knapp 1 cm dicke Scheiben schneiden. Vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, so dass die Scheiben nicht auseinanderfallen. Mit Olivenöl bestreichen und bei 180°C im Backofen garen, bis die Scheiben ganz leicht gebräunt sind.
Balsamico und Honig miteinander verrühren. Den Ziegenkäse zerbröseln und auf dem vorbereiteten Tarteboden verteilen. Die Zwiebelscheiben darauflegen und mit der Balsamico/Honig-Mischung bestreichen. Die Eier mit der Sahne vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Vorsichtig in die Zwischenräume laufen lassen. 

Frischen Thymian abzupfen und über der Tarte verteilen. 

Im auf 180°C vorgeheizten Backofen für 30-45 Minuten backen, bis die Eier-Sahnemischung gestockt und die Tarte goldbraun gebacken ist.
Abgewandelt nach einem Rezept von: gomakeme.com

Rhabarbertarte

Bis die Erdbeersaison endlich auch mal hier im hohen Norden angekommen ist, dauert's wohl noch etwas. Dort, wo während der Saison immer unser Erdbeerstand steht, ist jetzt noch gähnende Leere und auch ein Blick auf die Saisonsübersicht des Erdbeerhofs zeigt, dass wir noch ein, zwei, vielleicht sogar noch drei Wochen warten müssen, bis es endlich Erdbeeren aus der Region gibt. 
Um uns so ganz langsam mal auf Touren zu bringen und angemessen auf die wahrscheinlich schönste Zeit des Jahres einzustimmen, nutze ich die Saison des besten Freundes der Erdbeere, des Rhabarbers jetzt schon einmal in vollen Zügen.

Wenn's nach meinem Magen ginge, stünde Rhabarber wohl eindeutig auf der schwarzen Liste, ich muss dieses Gemüse nämlich eigentlich nur mal kurz aus dem Augenwinkel anschauen und schon fängt mein Magen an zu rebellieren und spuckt Gift und Galle. 
Egal, da muss er und somit auch ich, durch - ich schluck ja eh reichlich Säurehemmer, da kommt's auf die paar mehr auch nicht mehr an, außerdem ist die Rhabarbersaison kurz genug, da kann man sich schon mal n büschen zusammenreißen ;o)

Wenn Ihr die Kombination von süßem Eierguss und sauerherbem Rhabarber mögt, dann ist diese Tarte genau die richtige für Euch. Wir mögen sie am liebsten gekühlt am nächsten Tag, wenn sie etwas Zeit zum Durchziehen hatte und nicht wie auf dem Bild unmittelbar nach dem Backen, wenn sie eigentlich noch n büschen zu weich zum Anschneiden ist.

Zutaten

Sandteig
250 g Mehl Typ 405
125 g weiche Butter
125 g Puderzucker
1 Ei

Belag 
750 g Himbeer-Rhabarber
150 g Zucker 
3 Eier 
1 EL Maisstärke 
1 EL Mehl 
 
Zubereitung 

Sandteig
Alle Zutaten in einer Schüssel vermengen, nur solange kneten, bis sich alles zu einem Teig verbunden hat. 
Den Teig flach ausrollen, in Klarsichtfolie wickeln und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen, besser aber über Nacht. 
Den Teig ca. 30 vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und auf der gut bemehlten Arbeitsfläche dünn mit dem Nudelholz ausrollen. Auf dem Nudelholz aufrollen und über der Tarteform wieder abrollen. Die Tarteform mit dem Teig auslegen und den überschüssigen Teig am Rand abschneiden. In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 15 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5-10 Minuten backen. Aus dem Backofen nehmen und vollständig abkühlen lassen.

Belag
Den Rhabarber waschen und schräg in ca. 2 cm große Stücke schneiden, mit 50 g Zucker bestreuen und beiseite stellen. 
In einer Schüssel die Eier mit dem Zucker verrühren. Mehl, Speisestärke und zum Schluss die Crème fraîche einrühren. 
Den Rhabarber auf dem vorgebackenen Tarteboden verteilen und den Guss darüber geben. 
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 30-45 Minuten backen. Auskühlen lassen und mit Puderzucker bestreut servieren.

Spitzkohl-Quiche

Einer meiner "guten Kochvorsätze" für die Zukunft ist es, öfter Kohl zu verarbeiten, denn obwohl ich Kohl wirklich gerne mag, landet er viel zu selten auf unseren Tellern - vom alljährlichen Grünkohlessen mal abgesehen ;o)
Kaum zu glauben, aber ich hab beispielsweise noch nie Kohlrouladen gegessen, zumindest kann ich mich nicht wirklich dran erinnern. Irgendwann im Kindergarten gab's die wohl mal und anscheinend hat mich das derart negativ beeindruckt, dass ich seitdem steif und fest behaupte, keine Kohlrouladen zu mögen. Aber auch das soll sich diese Saison ändern, ich hab nämlich schon ein schönes Rezept im Visier...

Das erste Kohlgericht in diesem Jahr war diese Quiche, die ich eigentlich noch beim letzten Fremdkochen einreichen wollte, dann aber doch nicht mehr geschafft hab - egal, gibt's die halt jetzt. 
Ich hatte Kohl, wunderschönen Speck und ich wollte eine Tarte backen, also kurz die Suchmaschine angeworfen und schon hatte ich gefunden was ich gesucht hab - die Pointed Cappage Quiche von Chriesi.

Da ich mir vor einiger Zeit zwei kleine Quicheformen zugelegt hab, musste ich das Rezept natürlich entsprechend anpassen und hochrechnen, Chriesis Quiches waren ja doch n ganzes Eck kleiner. Ihr bekommt aber die Mengenangaben für eine handelsübliche Quicheform, also eine Tarteform mit hohem Rand. Falls Ihr keine solche Form habt, nehmt einfach eine Springform oder etwas weniger Füllung und Guss, dann passt der Belag auch in eine Tarteform. 
Die kleinen Quicheformen hab ich mir zugelegt, weil eine ganze Quiche für uns beide natürlich zuviel ist und immer etwas übrig bleibt. Normalerweise essen wir die Reste dann am nächsten Tag oder frieren sie ein, nun bereite ich aber gleich zwei kleine Quiches zu und friere dann eine komplette Quiche ein. Wenn die aufgetaut und dann nochmal im Backofen aufgebacken wird, schmeckt sie tatsächlich genauso gut wie frisch gebacken und im Nu ist eine tolle Mahlzeit auf den Tisch gezaubert.

Auf der Collage oben seht Ihr, dass das Geheimnis meiner gleichmäßigen Tarte- und Quicheböden wirklich ausschließlich die Formen sind. 
Ist die Form einmal mit dem Teig ausgelegt, macht sich der Rest quasi von selbst, einfach den Rand abknipsen und fertig ist der Boden. Wenn man ihn dann noch blindbackt, kann da gar nix mehr schief gehen.
 
Zutaten 

Mürbeteig
250 g Mehl
125 g kleingeschnittene weiche Butter
1 Eigelb
50 ml Wasser 

Belag 
400 g Spitzkohl 
2 Stangen Lauch 
200 g durchwachsener Speck 
4 Eier 
Salz und Pfeffer
frisch geriebener Muskat
200 g Deichkäse gold (alternativ ein kräftiger Gruyére oder ein anderer Bergkäse) 

Zubereitung 

Mürbeteig
Alle Zutaten miteinander vermengen und zu einem Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Ca. 15 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine hohe Quicheform damit auslegen.

In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 15 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen.  Aus dem Backofen nehmen und komplett abkühlen lassen.

Belag 
Den Spitzkohl halbieren, gründlich waschen und in feine Streifen schneiden - den Strunk dabei entfernen. Den Lauch längs einschneiden und unter fließendem Wasser gründlich waschen, ebenfalls in feine Streifen schneiden. 
Die Schwarte vom Speck entfernen (beiseite legen) und den Speck erst in Scheiben, dann in Streifen schneiden.
Die Schwarte in der heißen Pfanne auslassen, dann den Speck dazu geben und einige Minuten anschwitzen - er soll nicht zu kräftig angebraten werden, da er sonst hart wird. Den Lauch und den Spitzkohl dazugeben, alles miteinander verrühren und bei mittlerer Hitze weitere 5-10 Minuten anschwitzen. Die Schwarte entfernen, die Kohl-Mischung mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und beiseite stellen. 
Die Eier und die Crème fraîche in einem Becher miteinander verquirlen und ebenfalls mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. 
Die Füllung auf dem Tarteboden verteilen, den Eierguss darüber geben und mit dem geriebenen Käse bestreuen. 
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten backen, bis der Eierguss gestockt und die Quiche goldbraun überbacken ist.

Birnentarte mit Camembert

Fremdkochen Tartes Mein vorletzter Beitrag zum Fremdkochen, diesmal wieder herzhaft und eigentlich eher was für meinen Mitesser, denn für mich. Ich bin zwar, wie ich Euch ja schon berichtet habe, in den letzten Monaten sehr viel mutiger und experimentierfreudiger geworden, was Käse für Fortgeschrittene betrifft, dieser sehr! reife und aromatische Bio-Bauerncamembert, den "mein Käsemann" für diese Tarte ausgesucht hat, war dann aber doch ne Spur zu heftig für mich - nach einem kleinen Stückchen hab ich bereits die Segel gestrichen und die restliche Tarte meinem Mitesser überlassen.
Kein Problem, das hatte ich mir ja schon vorher gedacht, dafür konnte mein Mitesser diesmal so richtig in Käsetarte schwelgen - für ihn war diese Tarte eine absolute Entdeckung!

Wie immer, wenn die Zutatenliste eines Rezeptes besonders kurz ist, ist die Qualität der einzelnen Zutaten umso wichtiger. 
Bei einem Gericht mit 1365 Gewürzen kann man ja recht leicht vertuschen, wenn die Hauptzutaten nicht so dolle sind, je überschaubarer die Zutatenliste aber ist, desto schwieriger wird das - logisch eigentlich. 
Der Hauptgeschmacksgeber ist bei dieser Tarte der Käse, bei uns ein französischer Bio-Bauerncamembert, der aus der Milch von Jersey-Rindern hergestellt wird. Leider hab ich kein Bild von dem Käse am Stück gemacht, aber auf dem Bild der mit Käse belegten Tarte könnt Ihr ihn sehen. In Natura war er noch gelber, fast wie ein Stück Butter und ganz ähnlich cremig. 
Für Käse-Liebhaber wie meinen Mitesser ist dieser Käse sicher eine absolute Delikatesse - ich zieh da dann doch eher ein Stückchen cremigen Mädchenkäse Butterkäse vor ;o)

Für die Birnen bin ich extra den kompletten Isemarkt (immerhin so um die 800 m ;o) ) auf und ab und nochmal hin und zum Schluss wieder zurück gelaufen - keine roten Birnen, absolut ganz und gar keine - überall nur grüne oder gelbliche und dabei wollte ich doch so gerne rote Birnen für die Tarte verwenden. Schlussendlich hab ich dann halt grummelnd 3 langweilig grüne gekauft, wirklich zufrieden war ich damit aber nicht. 
Als ich mich ein paar Tage später ans Werk machen wollte, kamen mir 3 aber doch ein büschen wenig vor, also musste mein Mitesser nochmal einen Nachschlag von unserem Haus- und Hof-Gemüsehändler mitbringen. 
Und siehe da, was bringt er mir mit? Wunderschöne rote Williams-Birnen! Saftig, perfekt gereift - die schönsten Birnen, die ich je gesehen hab und dabei war ich eigentlich davon ausgegangen, dass unser Obst- und Gemüsehändler eh nur eine Sorte hat - falsch gedacht... 3 Sorten "normale" Birnen und dazu sogar noch Vierländer Kochbirnen!

Wenn Ihr diese Tarte nachbacken möchtet, verwendet einen guten, schön gereiften Camembert oder Brie, nicht dieses harte Gummizeugs vom Discounter. Es muss natürlich kein französischer Bauerncamembert sein (ich hätte auch eher was regionales ausgewählt, wenn mein Käsehändler nicht eindringlich für diesen plädiert hätte), aber halt schon was Vernünftiges. 

Der Birnenbrand gibt der Tarte nochmal einen besonderen Kick, er passt ganz hervorragend zum Käse und unterstützt das Birnenaroma ganz ausgezeichnet. Falls Kinder mitessen sollten (was bei dieser Tarte aber sicher eher unwahrscheinlich ist), kann er natürlich auch weggelassen werden.

Es gibt ja heutzutage unglaublich viel unnötigen SchnickSchnack für die Küche, eine der unsinnigsten Erfindungen sind aber sicher diese kleinen, unverschämt teuren Tonkügelchen zum Blindbacken. Bei Cucinaria kostet eine Packung, mit der man mal grad eine herkömmliche Tarte (wohlgemerkt keine Quiche, dafür reicht die Menge nicht) blindbacken kann 22 € - absoluter Irsinn!
Ich benutze seit einigen Jahren die immer gleichen Kichererbsen, die ich in einem Glas aufbewahre und die zwar mit den Jahren immer kleiner, aber keinesfalls schlechter werden. Theoretisch kann man die ein ganzes Leben lang verwenden.
Natürlich müssen es keine Kichererbsen sein, ich hatte damals halt nix anderes im Haus, sondern man kann alle getrockneten Hülsenfrüchte zum Blindbacken verwenden.

Zutaten 

Mürbeteig

250 g Mehl

125 g kleingeschnittene weiche Butter
1 Eigelb
50 ml Wasser 

Belag 
300 g sehr guter und gut gereifter Camembert oder Brie
4 reife, aromatische Birnen
ca. 1 TL brauner Zucker
2 El Birnenbrand 
Fleur de Sel

Zubereitung 

Mürbeteig
Alle Zutaten miteinander vermengen und zu einem Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Ca. 15 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine hohe Quicheform damit auslegen.

In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 15 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen. 
Aus dem Backofen nehmen und komplett abkühlen lassen.

Belag 
Den Käse in dünne Scheiben schneiden und auf dem Tarteboden verteilen. Die Birnen ebenfalls ins sehr dünne Scheiben schneiden und wie auf dem Bild zu sehen, erst einen äußeren Kreis damit auslegen, dann die Mitte rosenförmig ebenfalls mit Birnenscheiben auslegen. Gleichmäßig mit Birnenbrand beträufeln, braunen Zucker gleichmäßig darüber verteilen und mit etwas Fleur de Sel bestreuen. 
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten backen, bis die Birnen karamellisiert und der Käse schön goldbraun sind. 
Aus dem Backofen nehmen, etwas ruhen lassen und dann servieren. 
 

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