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Spargeltarte mit Ziegenfrischkäse und Kräutern

Als ich mir Gedanken um das Hauptgericht für meine regionale Woche gemacht habe, lag natürlich die Verwendung von grünem Spargel sehr schnell nah, denn wir befinden uns ja gerade mitten in der Saison und die ist bekanntlich so kurz, dass wir sie unbedingt in vollen Zügen auskosten sollten.
Weißen Spargel mag ich nicht so gern, bzw. wenn, dann am liebsten eingeweckt und auf meinem Lieblingsbaguette, grünen dafür aber umso lieber. Eine Tarte hat zudem den Vorteil, dass ich die Reste einfrieren kann, denn bei uns zuhause bin ich die einzige Spargelesserin. Mein Mann verweigert die Aufnahme von Spargel strikt, da versteht er keinen Spaß. Ich hab jetzt also einen kleinen Vorrat eingefroren - für den akuten Spargeljieper. 

Spargeltarte mit Ziegenfrischkäse und Kräutern
Diese Spargeltarte steckt im wahrsten Sinne des Wortes randvoll mit Spargel und schmeckt nicht nur frisch gebacken wunderbar, sondern auch kalt auf einem Buffet oder Picknick und natürlich auch aufgewärmt. 
Ihr könnt sie auch ganz nach Belieben abwandeln und beispielsweise die Schalotten, sofern Ihr keine regionalen bekommt, durch Frühlingszwiebeln oder auch geachtelte rote Zwiebeln ersetzen oder einen Teil des Spargels durch anderes Gemüse austauschen.
Wenn Ihr eine Abneigung gegen Ziegenfrischkäse habt, dann verwendet einfach ganz normalen Frischkäse aus Kuhmilch, das schmeckt zwar nicht ganz so besonders, aber natürlich immer noch sehr lecker!

Für diese Tarte benötigt Ihr eine Tarte-,  bzw. Quicheform mit hohem Rand*, sonst kriegt Ihr den ganzen Spargel und die Schalotten nicht alle unter, eine normale Tarteform mit niedrigem Rand hat nicht das notwendige Fassungs- vermögen. Ihr könnt aber beispielsweise auch eine herkömmliche Spring- form verwenden.

Spargeltartezutaten
Zutaten (für eine normale runde Tarteform)

Mürbeteig 
250 g Mehl 
125 g kleingeschnittene weiche Butter
1 Eigelb
50 ml kaltes Wasser

Belag 
500 g grüner Spargel 
6 Schalotten (ansonsten Frühlingszwiebeln)
Rapsöl
Salz und Pfeffer
300 g Ziegenfrischkäse 
150 g saure Sahne
3 Eier
3 EL frischgehackte Kräuter (bei mir Petersilie, Schnittlauch, Kerbel)
1/2 TL Rapshonig

Zubereitung
Für den Mürbeteig alle Zutaten miteinander vermengen und möglichst zügig zu einem Teig verkneten. Den Teig in einen Gefrierbeutel geben, dünn ausrollen und für mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen, alternativ am Vorabend zubereiten. Der Teig lässt sich sogar einfrieren. 
Ca. 15 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen und Zimmer- temperatur annehmen lassen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine Tarteform damit auslegen. Den überstehenden Teig einfrieren.
Den Teigboden in regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen, mit Back- papier bedecken und getrocknete Bohnen oder Blindbackkugeln* daraufgeben. 15 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen, dann aus dem Backofen nehmen und beiseite stellen. (Der Boden kann auch schon am Vortag vorgebacken werden, wenn notwendig.)

Während der Tarteboden backt, den Spargel putzen und die holzigen Enden abschneiden, bzw. abbrechen. Die Stiele in ca. 1 cm lange Stücke schneiden, die Spargelspitzen auf ca. 4 cm Länge scheiden und auf ein Backblech geben. Die Schalotten schälen und längs halbieren, bzw. je nach Größe evtl. auch vierteln. Zu den Spargelspitzen auf das Backblech  geben und mit etwas Öl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. 
Bei 180°C im Backofen für ca. 15 Minuten backen, bis der Spargel und die Schalotten schön gebräunt sind. Die in Stücke geschnittene Spargelstiele in einer Pfanne in Rapsöl anbraten und ebenfalls mit Salz und Pfeffer würzen. 

Den Ziegenkäse mit der sauren Sahne, den Eiern und feingehackten Kräutern verrühren und mit Salz, Pfeffer und etwas Honig abschmecken. 

Die in der Pfanne angebratenen Spargelstiele auf dem Tarteboden verteilen und den Guss darübergeben. Die Spargelspitzen und die Schalotten dekorativ darauf anrichten. 
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten backen, bis der Guss vollständig durchgegart und leicht gebräunt ist. Die fertige Tarte herausnehmen und vor dem Servieren etwas abkühlen lassen.
Spargeltarte mit Ziegenfrischkäse und Kräutern

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Lachs-Kartoffel-Tarte

Manche Rezepte verbringen ja viele Wochen, wenn nicht sogar Monate oder auch mal ein Jahr in meiner Warteschleife. Ein ganzes Jahr ist natürlich die absolute Ausnahme und kommt immer nur dann vor, wenn ich es entweder nicht mehr schaffe ein Rezept noch in der jeweiligen Saison zu bloggen oder wenn mir das Foto absolut nicht gefällt und ich da noch einmal nachlegen muss. 
Dieses Rezept ist ausnahmsweise mal fast direkt aus der Küche in den Blog gewandert, die Tarte stand nämlich erst gestern bei uns auf dem Tisch - sie dampft also fast noch ;o)

Lachs-Kartoffel-Tarte
Das Rezept für diese Tarte stammt von zwei meiner Lieblingsfernsehköche. Ihr wisst vielleicht, mein absoluter Lieblings-Fernsehkoch und Kochbuchautor ist und bleibt für alle Zeit Hugh Fearnley-Whittingstall, den zweiten Platz teilen sich aber schon seit geraumer Zeit Dave Myers und Si King, besser bekannt als die Hairy Bikers
Die Hairy Bikers sind in Großbritannien vor allem für die Fernsehsendung Mum Knows Best bekannt, einem Format, in dem es darum geht, alte Familienrezepte zusammenzutragen und mit anderen Hobbyköchen auf einer Art "Rezepte-Kirmes" zu teilen und so für kommende Generationen zu bewahren. Ein absolut großartiges Format, das ich sehr liebe.
An dieser Stelle ein Aufruf an all diejenigen, die für den Mist verantwortlich sind, der den ganzen Tag im Fernsehen läuft und damit meine ich auch diese vielen überflüssigen sog. "Kochsendungen" wie Das Perfekte Dinner, Küchenschlacht, Topfgeldjäger, usw. usf. 
DAS wäre mal ein wirklich tolles Format, das sich garantiert auch wunderbar in Deutschland umsetzen ließe. 

BITTE HOLT MUM KNOWS BEST NACH DEUTSCHLAND!  

Nen Versuch war es wert ;o)
Dieses heutige Rezept stammt, sonst hätte ich Euch jetzt nicht ne halbe Stunde von den Hairy Bikers erzählt, aus einem Kochbuch der beiden - habt Ihr jetzt sicher schon vermutet, oder? Hairy Bikers' Perfect Pies* bietet nicht nur klassische Tartes, sondern auch Pies, Pasties, Samosas, Gözleme, Pots, Börek, Rols, Salate, usw. usf. 
Halt alles, was irgendwie mit dem Thema Tarte & Pie zu tun hat oder was man dazu essen kann. Ich mag das Buch sehr, wenn Ihr kein Problem mit englischen Kochbüchern habt, werft unbedingt mal einen Blick rein. 

Lachs-Kartoffel-Tarte Making-Of
Zutaten  
(für eine normale runde Tarteform)

Mürbeteig 
250 g Mehl 
125 g kleingeschnittene weiche Butter
1 Eigelb
50 ml Wasser 

Belag
200 g möglichst kleine junge Kartoffeln
300 g Lachsfilet ohne Haut 
100 g Räucherlachs 
2 Frühlingszwiebeln 
200 ml saure Sahne 
2 Eier 
Salz und frisch gemahlener Pfeffer 
1/4 Bund Dill 

Zubereitung
Für den Mürbeteig alle Zutaten miteinander vermengen und zu einem Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Ca. 15 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine Tarteform damit auslegen. Den restlichen Teig einfrieren.
In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 15 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen. Aus dem Backofen nehmen. 

Während der Tarteboden backt, die Kartoffeln waschen und schrubben. In Salzwasser fast gar kochen. Abgießen und auf der abgestellten Herdplatte ausdampfen lassen. 

Kartoffeln auf dem vorgebackenen Tarteboden verteilen. Falls sie zu groß sind, einfach halbieren oder vierteln. Das Lachsfilet in Würfel oder Streifen schneiden und dazwischen verteilen, Räucherlachs ebenfalls verteilen. Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und darüber streuen.

Die Eier mit der sauren Sahne verquirlen und mit Salz und Pfeffer würzen. Dill fein hacken, dazugeben und unterrühren. 
Den Guss über den Kartoffeln und dem Lachs verteilen, etwas Rütteln, damit er sich gut verteilt. 
Die Tarte im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 30-40 Minuten backen, bis sie schön gebräunt und der Guss auch in der Mitte gestockt ist. 
Die Tarte aus dem Backofen nehmen und etwas stehen lassen, damit sich der Guss setzt. Die Tarte schmeckt am besten lauwarm mit einem Salat als Beilage. 
Lachs-Kartoffel-Tarte

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Bratkartoffeltarte

Tartes und Quiches sind was ganz Wunderbares! Sie sind deshalb so toll, weil man für eine leckere Tarte keine besonders exklusiven Zutaten benötigt, sie prima vorzubereiten sind und man mit einer Tarte auch für Gäste ein leckeres und unkompliziert vorzubereitendes Essen servieren kann, das zusammen mit einem leckeren Salat auch noch optisch was hermacht. Außerdem sind sie perfekt für Picknicks, Partys & Co. - ein tolles kulinarisches Mitbringsel. Ideal also für alle, die nicht bis zur letzten Minute in der Küche stehen wollen, sondern ohne viel Streß eine leckere Mahlzeit auf den Tisch bringen wollen.
Meine Vorliebe für Tartes hat inzwischen dermaßen Blüten getrieben, dass ich wahrscheinlich die größte Tarteform-Sammlung ganz Hamburgs habe - ok, Cucinaria und das Handelshaus Laegel dürften noch n paar mehr in ihren Regalen stehen haben, meine Sammlung ist aber auch recht stattlich. Groß, klein, hoher Rand, flacher Rand, rund, quadratisch, rechteckig, beschichtet oder nicht, aus Alu, Stahl und Porzellan - man kann einfach nicht genug Tarteformen haben ;o)
Für diese Tarte habe ich eine Form mit einem hohen Rand verwendet, also quasi eine Quiche-Form. Die nehme ich immer, wenn die Füllung sehr voluminös ist, dann läuft die Tarte nicht so leicht über. 
Das Rezept stammt aus dem Das Kochbuch* und ist von mir nur entsprechend der verwendeten Form und meinem persönlichen Geschnack abgewandelt.

Zutaten 
125 ml Wasser 
1/2 Tütchen Trockenhefe 
1 TL Honig
1/2 TL Salz 
250 g Mehl 

Belag
600 g Kartoffeln 
2 rote Zwiebeln 
200 g durchwachsener Speck 
1 EL körniger Senf

Guss
200 ml saure Sahne
100 ml Sahne 
4 Eier 
Salz und Pfeffer
frisch gemahlene Muskatnuss 
1 Bund Schnittlauch 

Zubereitung
Die Trockenhefe mit dem Wasser und dem Honig in ein Gefäß geben und einige Minuten stehen lassen, bis sich die Hefe und der Honig komplett aufgelöst haben.
Mit dem Mehl und dem Salz in eine Schüssel geben und alles sehr gründlich zu einem elastischen Hefeteig verkneten. Abgedeckt stehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat. 
In der Zwischenzeit die Zwiebeln und Kartoffeln schälen, die Zwiebeln in Würfel schneiden und die Kartoffeln in dünne Scheiben schneiden oder noch besser, hobeln. 
Den Speck von der Schwarte befreien und diese in einer Pfanne auslassen. Den Speck in feine Würfel schneiden. 
Zwiebeln, Kartoffelscheiben und Speckwürfel in die Pfanne geben und ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze braten, bis die Kartoffeln etwas gebräunt sind. Mit Salz und Pfeffer würzen und beiseite stellen. 

Den Hefeteig abschlagen und rund ausrollen. Eine Tarteform damit auslegen und den Teig mit einer Gabel mehrfach einstechen - so wird verhindert, dass der Teig beim Backen Blasen wirft. 
Den Teigboden mit dem Senf bestreichen, dann darauf die Kartoffelmischung verteilen. 
Einen Guss aus saurer Sahne, Sahne, Eiern, Gewürzen und Schnittlauch herstellen und darübergießen.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten backen, bis die Tarte komplett gestockt und goldbraun ist, dann herausholen und vor dem Servieren etwas abkühlen lassen. 
Schmeckt am Besten mit einem knackigen grünen Salat.
* = Affiliate-Link

Ziegenkäsetarte mit karamellisierten Zwiebeln

Ist Euch schon aufgefallen, dass ich Euch seit einer gefühlten Ewigkeit keine Tarte mehr serviert hab? Geht ja gar nicht, schließlich hab ich vor ein paar Monaten DIE ultimative Tarteform, nach der ich schon seit Langem gesucht habe, bekommen und hab sie natürlich auch direkt ausprobiert - seitdem wartet die heutige Tarte also schon geduldig auf ihren großen Auftritt und genau den hattse heute. 
Also, Vorhang auf für meine nicht mehr ganz so neue allerliebste Tarteform und eine wirklich leckere und auch nicht ganz hässliche Tarte...


Zutaten für zwei Tartes (35x11 cm) oder eine normale runde Tarteform

Mürbeteig 
250 g Mehl 
125 g kleingeschnittene weiche Butter
1 Eigelb
50 ml Wasser 

Belag
ca. 6 mittelgroße rote Zwiebeln
Olivenöl
200 g Ziegenkäse (Capros)
Balsamico und Honig 1:1 zum Bestreichen 
frischer Thymian
4 Eier 
Salz und Pfeffer 

Zubereitung 

Mürbeteig
Alle Zutaten miteinander vermengen und zu einem Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Ca. 15 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine hohe Quicheform damit auslegen. 
In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. 
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 15 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen. Aus dem Backofen nehmen und komplett abkühlen lassen. 

Belag 
Die Zwiebeln schälen und in knapp 1 cm dicke Scheiben schneiden. Vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, so dass die Scheiben nicht auseinanderfallen. Mit Olivenöl bestreichen und bei 180°C im Backofen garen, bis die Scheiben ganz leicht gebräunt sind.
Balsamico und Honig miteinander verrühren. Den Ziegenkäse zerbröseln und auf dem vorbereiteten Tarteboden verteilen. Die Zwiebelscheiben darauflegen und mit der Balsamico/Honig-Mischung bestreichen. Die Eier mit der Sahne vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Vorsichtig in die Zwischenräume laufen lassen. 

Frischen Thymian abzupfen und über der Tarte verteilen. 

Im auf 180°C vorgeheizten Backofen für 30-45 Minuten backen, bis die Eier-Sahnemischung gestockt und die Tarte goldbraun gebacken ist.
Abgewandelt nach einem Rezept von: gomakeme.com

Spitzkohl-Quiche

Einer meiner "guten Kochvorsätze" für die Zukunft ist es, öfter Kohl zu verarbeiten, denn obwohl ich Kohl wirklich gerne mag, landet er viel zu selten auf unseren Tellern - vom alljährlichen Grünkohlessen mal abgesehen ;o)
Kaum zu glauben, aber ich hab beispielsweise noch nie Kohlrouladen gegessen, zumindest kann ich mich nicht wirklich dran erinnern. Irgendwann im Kindergarten gab's die wohl mal und anscheinend hat mich das derart negativ beeindruckt, dass ich seitdem steif und fest behaupte, keine Kohlrouladen zu mögen. Aber auch das soll sich diese Saison ändern, ich hab nämlich schon ein schönes Rezept im Visier...

Das erste Kohlgericht in diesem Jahr war diese Quiche, die ich eigentlich noch beim letzten Fremdkochen einreichen wollte, dann aber doch nicht mehr geschafft hab - egal, gibt's die halt jetzt. 
Ich hatte Kohl, wunderschönen Speck und ich wollte eine Tarte backen, also kurz die Suchmaschine angeworfen und schon hatte ich gefunden was ich gesucht hab - die Pointed Cappage Quiche von Chriesi.

Da ich mir vor einiger Zeit zwei kleine Quicheformen zugelegt hab, musste ich das Rezept natürlich entsprechend anpassen und hochrechnen, Chriesis Quiches waren ja doch n ganzes Eck kleiner. Ihr bekommt aber die Mengenangaben für eine handelsübliche Quicheform, also eine Tarteform mit hohem Rand. Falls Ihr keine solche Form habt, nehmt einfach eine Springform oder etwas weniger Füllung und Guss, dann passt der Belag auch in eine Tarteform. 
Die kleinen Quicheformen hab ich mir zugelegt, weil eine ganze Quiche für uns beide natürlich zuviel ist und immer etwas übrig bleibt. Normalerweise essen wir die Reste dann am nächsten Tag oder frieren sie ein, nun bereite ich aber gleich zwei kleine Quiches zu und friere dann eine komplette Quiche ein. Wenn die aufgetaut und dann nochmal im Backofen aufgebacken wird, schmeckt sie tatsächlich genauso gut wie frisch gebacken und im Nu ist eine tolle Mahlzeit auf den Tisch gezaubert.

Auf der Collage oben seht Ihr, dass das Geheimnis meiner gleichmäßigen Tarte- und Quicheböden wirklich ausschließlich die Formen sind. 
Ist die Form einmal mit dem Teig ausgelegt, macht sich der Rest quasi von selbst, einfach den Rand abknipsen und fertig ist der Boden. Wenn man ihn dann noch blindbackt, kann da gar nix mehr schief gehen.
 
Zutaten 

Mürbeteig
250 g Mehl
125 g kleingeschnittene weiche Butter
1 Eigelb
50 ml Wasser 

Belag 
400 g Spitzkohl 
2 Stangen Lauch 
200 g durchwachsener Speck 
4 Eier 
Salz und Pfeffer
frisch geriebener Muskat
200 g Deichkäse gold (alternativ ein kräftiger Gruyére oder ein anderer Bergkäse) 

Zubereitung 

Mürbeteig
Alle Zutaten miteinander vermengen und zu einem Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Ca. 15 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine hohe Quicheform damit auslegen.

In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 15 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen.  Aus dem Backofen nehmen und komplett abkühlen lassen.

Belag 
Den Spitzkohl halbieren, gründlich waschen und in feine Streifen schneiden - den Strunk dabei entfernen. Den Lauch längs einschneiden und unter fließendem Wasser gründlich waschen, ebenfalls in feine Streifen schneiden. 
Die Schwarte vom Speck entfernen (beiseite legen) und den Speck erst in Scheiben, dann in Streifen schneiden.
Die Schwarte in der heißen Pfanne auslassen, dann den Speck dazu geben und einige Minuten anschwitzen - er soll nicht zu kräftig angebraten werden, da er sonst hart wird. Den Lauch und den Spitzkohl dazugeben, alles miteinander verrühren und bei mittlerer Hitze weitere 5-10 Minuten anschwitzen. Die Schwarte entfernen, die Kohl-Mischung mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und beiseite stellen. 
Die Eier und die Crème fraîche in einem Becher miteinander verquirlen und ebenfalls mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. 
Die Füllung auf dem Tarteboden verteilen, den Eierguss darüber geben und mit dem geriebenen Käse bestreuen. 
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten backen, bis der Eierguss gestockt und die Quiche goldbraun überbacken ist.

Birnentarte mit Camembert

Fremdkochen Tartes Mein vorletzter Beitrag zum Fremdkochen, diesmal wieder herzhaft und eigentlich eher was für meinen Mitesser, denn für mich. Ich bin zwar, wie ich Euch ja schon berichtet habe, in den letzten Monaten sehr viel mutiger und experimentierfreudiger geworden, was Käse für Fortgeschrittene betrifft, dieser sehr! reife und aromatische Bio-Bauerncamembert, den "mein Käsemann" für diese Tarte ausgesucht hat, war dann aber doch ne Spur zu heftig für mich - nach einem kleinen Stückchen hab ich bereits die Segel gestrichen und die restliche Tarte meinem Mitesser überlassen.
Kein Problem, das hatte ich mir ja schon vorher gedacht, dafür konnte mein Mitesser diesmal so richtig in Käsetarte schwelgen - für ihn war diese Tarte eine absolute Entdeckung!

Wie immer, wenn die Zutatenliste eines Rezeptes besonders kurz ist, ist die Qualität der einzelnen Zutaten umso wichtiger. 
Bei einem Gericht mit 1365 Gewürzen kann man ja recht leicht vertuschen, wenn die Hauptzutaten nicht so dolle sind, je überschaubarer die Zutatenliste aber ist, desto schwieriger wird das - logisch eigentlich. 
Der Hauptgeschmacksgeber ist bei dieser Tarte der Käse, bei uns ein französischer Bio-Bauerncamembert, der aus der Milch von Jersey-Rindern hergestellt wird. Leider hab ich kein Bild von dem Käse am Stück gemacht, aber auf dem Bild der mit Käse belegten Tarte könnt Ihr ihn sehen. In Natura war er noch gelber, fast wie ein Stück Butter und ganz ähnlich cremig. 
Für Käse-Liebhaber wie meinen Mitesser ist dieser Käse sicher eine absolute Delikatesse - ich zieh da dann doch eher ein Stückchen cremigen Mädchenkäse Butterkäse vor ;o)

Für die Birnen bin ich extra den kompletten Isemarkt (immerhin so um die 800 m ;o) ) auf und ab und nochmal hin und zum Schluss wieder zurück gelaufen - keine roten Birnen, absolut ganz und gar keine - überall nur grüne oder gelbliche und dabei wollte ich doch so gerne rote Birnen für die Tarte verwenden. Schlussendlich hab ich dann halt grummelnd 3 langweilig grüne gekauft, wirklich zufrieden war ich damit aber nicht. 
Als ich mich ein paar Tage später ans Werk machen wollte, kamen mir 3 aber doch ein büschen wenig vor, also musste mein Mitesser nochmal einen Nachschlag von unserem Haus- und Hof-Gemüsehändler mitbringen. 
Und siehe da, was bringt er mir mit? Wunderschöne rote Williams-Birnen! Saftig, perfekt gereift - die schönsten Birnen, die ich je gesehen hab und dabei war ich eigentlich davon ausgegangen, dass unser Obst- und Gemüsehändler eh nur eine Sorte hat - falsch gedacht... 3 Sorten "normale" Birnen und dazu sogar noch Vierländer Kochbirnen!

Wenn Ihr diese Tarte nachbacken möchtet, verwendet einen guten, schön gereiften Camembert oder Brie, nicht dieses harte Gummizeugs vom Discounter. Es muss natürlich kein französischer Bauerncamembert sein (ich hätte auch eher was regionales ausgewählt, wenn mein Käsehändler nicht eindringlich für diesen plädiert hätte), aber halt schon was Vernünftiges. 

Der Birnenbrand gibt der Tarte nochmal einen besonderen Kick, er passt ganz hervorragend zum Käse und unterstützt das Birnenaroma ganz ausgezeichnet. Falls Kinder mitessen sollten (was bei dieser Tarte aber sicher eher unwahrscheinlich ist), kann er natürlich auch weggelassen werden.

Es gibt ja heutzutage unglaublich viel unnötigen SchnickSchnack für die Küche, eine der unsinnigsten Erfindungen sind aber sicher diese kleinen, unverschämt teuren Tonkügelchen zum Blindbacken. Bei Cucinaria kostet eine Packung, mit der man mal grad eine herkömmliche Tarte (wohlgemerkt keine Quiche, dafür reicht die Menge nicht) blindbacken kann 22 € - absoluter Irsinn!
Ich benutze seit einigen Jahren die immer gleichen Kichererbsen, die ich in einem Glas aufbewahre und die zwar mit den Jahren immer kleiner, aber keinesfalls schlechter werden. Theoretisch kann man die ein ganzes Leben lang verwenden.
Natürlich müssen es keine Kichererbsen sein, ich hatte damals halt nix anderes im Haus, sondern man kann alle getrockneten Hülsenfrüchte zum Blindbacken verwenden.

Zutaten 

Mürbeteig

250 g Mehl

125 g kleingeschnittene weiche Butter
1 Eigelb
50 ml Wasser 

Belag 
300 g sehr guter und gut gereifter Camembert oder Brie
4 reife, aromatische Birnen
ca. 1 TL brauner Zucker
2 El Birnenbrand 
Fleur de Sel

Zubereitung 

Mürbeteig
Alle Zutaten miteinander vermengen und zu einem Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Ca. 15 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine hohe Quicheform damit auslegen.

In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 15 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen. 
Aus dem Backofen nehmen und komplett abkühlen lassen.

Belag 
Den Käse in dünne Scheiben schneiden und auf dem Tarteboden verteilen. Die Birnen ebenfalls ins sehr dünne Scheiben schneiden und wie auf dem Bild zu sehen, erst einen äußeren Kreis damit auslegen, dann die Mitte rosenförmig ebenfalls mit Birnenscheiben auslegen. Gleichmäßig mit Birnenbrand beträufeln, braunen Zucker gleichmäßig darüber verteilen und mit etwas Fleur de Sel bestreuen. 
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten backen, bis die Birnen karamellisiert und der Käse schön goldbraun sind. 
Aus dem Backofen nehmen, etwas ruhen lassen und dann servieren. 

Tomatentartelettes mit Ziegenkäse-Basilikum-Creme

Bevor die Tomatensaison so langsam ausklingt und "mein Tomatenmann" sich komplett seinem Riesenkürbis und damit der anstehenden Meisterschaft im Kürbiswiegen widmet, musste noch ganz schnell eine Tomatentarte gebacken werden, die stand nämlich schon die ganze Saison auf meinem Zettel. 
Ideen für eine solche Tarte hatte ich viele, endgültig geklaut hab ich dann aber bei Birgit von Cosycooking, ihre Tomatentarte sah so verlockend aus, die musste fremdgekocht, bzw. -gebacken werden. Mit der ein oder anderen klitzekleinen Änderung ;o)

Die wichtigsten Änderungen: Ich mag weder Blätterteig noch Koriander, also wurde aus dem Blätterteig mein ganz normaler Standard-Mürbeteig und aus dem Koriander Basilikum, denn Koriander steht hier ganz weit oben auf der schwarzen Liste - knapp hinter, na Ihr wisst schon ;o)
Da Basilikum und Tomaten ja eh so >Platzhalter für gekreuzte Finger< sind, war das keine ganz so schlechte Entscheidung. 

Eine ganze Tarte ist für uns beide meist zuviel, die Reste gibt's also dann am nächsten Tag oder sie werden eingefroren. Wenn es sich anbietet, d.h., wenn die Füllung reinpasst, backe ich seit einiger Zeit daher lieber 4-6 Tartelettes und friere die übrig gebliebenen dann im Ganzen ein.
Um aus diesen Tartelettes Fast Food im besten Sinne zu machen, kann man die Böden bereits am Vortag oder sogar einige Tage vorher backen und luftdicht in einer Keksdose aufbewahren, oder aber, sofern Ihr mehr Platz im Gefrierschrank habt als ich, einfrieren. 
Die Creme ist in nicht mal 5 Minuten zusammengerührt und schon 20 Minuten später stehen 6 wunderbar duftende Tartelettes auf dem Tisch - schneller ist ne TK-Pizza auch nicht fertig.
Eine solche Auswahl an bunten Tomaten gibt's natürlich nicht im Supermarkt, falls Ihr aber einen Wochenmarkt in der Nähe habt, schaut dort mal nach bunten Tomaten und probiert Euch unbedingt einmal quer durchs Sortiment - bannich lecker! 
Vor zwei Jahren fand ich die bunten Tomaten noch verzichtbar, mittlerweile gibt es aber so tolle Sorten, die nicht nur mordsschick aussehen, sondern auch noch grandios schmecken, dass ich ein ganz großer Bunte-Tomaten-Fan geworden bin. Besonders die kleinen birnenförmigen Cherry-Tomaten haben es mir angetan. Die schmecken so aromatisch süß, dass man sie auch prima anstelle von Obst wegfuttern kann. 
So, und um nun endlich zum Wesentlichen (mal vom Rezept abgesehen) zu kommen, sind diese Tartelettes natürlich ein weiterer Beitrag zum aktuellen Fremdkochen der Hüttenhilfe und gleichzeitig, d.h., sofern sie Franzi und Anna als herbstlich durchgehen lassen, mein erster Beitrag zum Herbst-Kochevent des Gemüseregals - ich verspreche auch hoch und heilig, dass ich mir noch einen weiteren, dann aber wirklich mordsherbstlichen Beitrag überlegen werde, hab da schon was im Hinterkopf ;o)
Schaut unbedingt mal bei Franzi und Anna vorbei und nehmt zahlreich an ihrem Event teil. Auch Nicht-Blogger sind herzlich willkommen mitzumachen, ein Besuch des Gemüseregals lohnt sich auch für Eigentlich-Fleisch-Esser und als wäre das noch nicht genug, gibt es als Krönung bei den Beiden sogar noch etwas zu gewinnen!

Zutaten 

Mürbeteig 
250 g Mehl 
125 g kleingeschnittene weiche Butter
1 Eigelb

50 ml Wasser 


Belag
 
200 g Ziegenfrischkäse
1 Bund Basilikum
Salz & Pfeffer 
Piment d'Espelette
je nach Größe ca. 4 bunte Tomaten nach Wahl 

Zubereitung

Mürbeteig
Alle Zutaten miteinander vermengen und zu einem Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Ca. 15 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und 6 Tarteletteformen damit auslegen.

In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Die Formen aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 15 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen. 


Belag
 
Das Basilikum waschen, gründlich trockenschleudern und die einzelnen Blätter verlesen. Zusammen mit den Ziegenkäse, den Knoblauchzehen und den Gewürzen in einen Mixer geben und alles zu einer gleichmäßigen Creme pürieren. Evtl. noch etwas abschmecken. 
Die Creme auf die Tartelettes verteilen und glatt streichen. Tomaten in Scheiben schneiden und pro Tartelette 3-4 Scheiben fächerförmig verteilen. Mit frisch gemahlenem Pfeffer und etwas Fleur de Sel bestreuen.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen, bis die Creme leicht gebräunt und die Tomaten weich geworden sind. Aus dem Backofen nehmen, etwas abkühlen lassen und mit einem grünen Salat servieren.

Tarte mit karamellisiertem Balsamico-Knoblauch

Fremdkochen Tartes Als ich vor knapp 3 Jahren meinen kleinen Laden aufgemacht habe, bin ich sehr schnell auf die Hüttenhilfe gestoßen, die damals jeden Monat das sog. Fremdkochen veranstaltete. 
Das Fremdkochen ist kein normaler Blog-Event, bei dem vom Organisator ein Thema vorgegeben wird und jeder Teilnehmer in seiner Kochbuchsammlung nach einem passenden Rezept sucht, sondern das Ziel des Fremdkochens ist es, in der Blogger-Nachbarschaft zu stöbern, sich dort ein interessantes Rezept herauszupicken und es dann mit oder ohne Abwandlungen nachzukochen. 
Ein Link zum Originalrezept/Foodblog sollte sich von selbst verstehen versteht sich von selbst, wodurch dann auch automatisch die Vernetzung der Foodblogs untereinander verstärkt wird, sowohl Teilnehmer, als auch Blog-Leser die Möglichkeit haben, neue Blogs kennen zu lernen und die teilnehmenden Foodblogs, durch die am Ende des Fremdkochens in der Hüttenhilfe veröffentlichte Zusammenfassung und das PDF-Kochbuch (zu besonderen Gelegenheiten wird es sogar wieder ein gedrucktes Fremdkochen-Buch geben) ihren Blog einem größeren Publikum vorstellen können. 

Seit Anfang August unterstütze ich Alin und Sebastian bei der Hüttenhilfe und bin in Zukunft unter Anderem auch für die Organisation der Fremdkoch-Events, die "Betreuung" ;O) der Teilnehmer, die Rezeptdatenbank, usw. zuständig - es ist also nur selbstverständlich, dass ich die neue Fremdkoch-Saison mit dem Thema "Tartes" eröffne und Euch heute meine erste fremdgekochte fremdgebackene Tarte serviere.

Ich hab lange überlegt, welche Tarte ich als Erstes fremdbacke und bin schlussendlich mal wieder bei Mestolo gelandet, einem wunderschönen vegetarischen Foodblog, auf dem Päm beinahe täglich spannende und abwechslungsreiche Rezepte präsentiert, die sie zu allem Überfluss auch noch wunderschön in Szene setzt ;o)
Bei Ihr kommt auch der eingefleischteste Carnivore voll auf seine Kosten und würde gar nicht auf die Idee kommen, die Bratwurst oder das Steak auf dem Teller zu vermissen. Ich bin zwar selbst keine Vegetarierin mehr, wie Ihr aber vielleicht wisst, achten wir sehr darauf, woher unser Fleisch und Fisch kommt und halten den Fleisch- und Fischkonsum in einem sehr überschaubaren Rahmen - Flexitarier nennt man das wohl heutzutage ...

Diese Tarte war mir schon in Yotam Ottolenghis "Genussvoll Vegetarisch" aufgefallen, da ich aber exakt das gleiche Problem mit diesem Buch wie Robert habe, steht es seit dem ersten Durchblättern quasi ungenutzt im Regal und ich hatte bisher erst ein einziges Rezept daraus ausprobiert.
Das Buch fühlt sich an wie mein erstes quietschegelbes Baby-Fotoalbum aus den 70ern, aber nicht wie ein Kochbuch, mit dem ich es mir abends auf dem Sofa gemütlich mache um darin zu stöbern - wahrscheinlich wäre es aber ein prima Sitzkissen ;O)
Umso glücklicher der Zufall, dass Päm genau dieses Rezept in ihrem Blog präsentiert und gerade erst kürzlich noch einmal "aufgewärmt" hat, so konnte ich das Buch auch diesmal im Regal lassen.
Natürlich hab ich mal wieder ein paar kleine Modifizierungen am Rezept vorgenommen, so ist beispielsweise aus dem Blätterteig ein Mürbeteig geworden - Blätterteig ist einfach nicht mein Ding. Außerdem hab ich den Rosmarin weggelassen, dafür mehr Thymian verwendet, die Balsamicomenge erhöht und ausschließlich Créme Fraîche verwendet, sonst ist aber alles streng nach Rezept!

Ja, Ihr seht richtig, diese Tarte besteht quasi zu 50% aus Knoblauch, Ihr solltet also schon einigermaßen Knoblauchbegeistert sein und den Zeitpunkt sehr sorgfältig wählen, wenn Ihr Euch entschließt, diese Tarte nachzubacken. Ideal ist ein Freitag, vorausgesetzt, Ihr habt alles für's Wochenende eingekauft und müsst die nächsten zwei Tage nicht mehr vor die Tür, bzw. unter Menschen. 
Mein Mitesser und ich hatten am nächsten Tag nicht nur das Gefühl, 10 Meilen gegen den Wind nach Knoblauch zu stinken (war garantiert auch nicht nur so ein Gefühl, sondern ne Tatsache ;o) ), sondern bis zum Mittag auch noch einen sehr kräftigen Knoblauchnachgeschmack - bis zum Mittagessen war der dann aber glücklicherweise weg, denn das hätte nicht so optimal gepasst. 
Also, wenn Ihr Knoblauch so richtig gerne mögt, noch das richtige Essen für einen Vampirfilm-Videoabend sucht und nichts dagegen habt, mal ein Wochenende daheim zu verbringen, ist diese Tarte genau das Richtige für Euch - die ist nämlich wirklich lecker! 

Und nun seid Ihr dran. Schaut Euch bei den Damen und Herren Kollegen um, sucht Euch eine schöne Tarte, Quiche oder Galette aus (egal ob herzhaft oder süß) und dann nix wie los! 

Zutaten 

Mürbeteig
250 g Mehl 
125 g kleingeschnittene weiche Butter 
1 Eigelb 
50 ml Wasser 

Belag
3 Knollen junger französischer Knoblauch (Ail Rose de Lautrec)
1 EL Olivenöl 
3 EL Balsamicoessig 
220 ml Wasser
1 TL Zucker 
2 TL frischer Thymian, fein gehackt 
Salz & Pfeffer
120 g Ziegenweichkäse
120 g Ziegenhartkäse 
2 Eier 

Zubereitung 

Mürbeteig 
Alle Zutaten miteinander vermengen und zu einem Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Ca. 15 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine hohe Quicheform damit auslegen. 
In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. 
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 15 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen. 

Belag 
Die Knoblauchzehen vereinzeln, schälen und die holzige Seite abschneiden. In einen Topf geben, mit Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Ca. 3 Minuten köcheln, dann in ein Sieb abgießen und gut abtropfen lassen. Den Topf zurück auf die Platte stellenund ausdampfen lassen. 
Die abgetropften Knoblauchzehen in den Topf geben, Olivenöl hinzufügen und die Knoblauchzehen bei starker Hitze ca. 2 Minuten anbraten. Mit Balsamicoessig und Wasser ablöschen und 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. 
Den Zucker, Thymian uns eine großzügige Prise Salz zufügen und weitere 10 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast komplett verdampft ist und die Knoblauchzehen von einem dunkelbraunen Karamellsirup überzogen sind. Beiseite stellen. Beide Käsesorten in Würfel schneiden und auf den vorgebackenen Tarteboden streuen. Die Knoblauchzehen gleichmäßig darüber verteilen. 
In einem Gefäß die Eier mit der Sahne verquirlen und mit Salz und Pfeffer würzen. Über der Tartefüllung verteilen und die Tarte im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 30-40 Minuten backen, bis die Füllung komplett gestockt und goldbraun gebacken ist. 
Etwas abkühlen lassen und warm mit einem Salat servieren. 

Ricotta-Kräuter-Tarte

Kaum ist meine kleine Schreibblockade vergessen, da macht sich auch schon das nächste Übel breit, wahrscheinlich eine typische "Foodbloggerkrankheit", der Rezeptestau ... 
Damit ist jetzt nicht gemeint, dass meine sog. Nachkochliste immer länger wird und ich wahscheinlich noch mit 90 damit beschäftigt bin, die Rezepte, die ich jetzt abgespeichert hab, nachzukochen, sondern, dass ich in der letzten Zeit n büschen faul war und zwar fleißig gekocht und geknipst, aber keine Rezepte dazu aufgeschrieben hab. Die fliegen entweder auf kleinen Kärtchen durch die Wohnung oder sind noch gar nicht aufgeschrieben, sondern existieren nur in meinem Kopf - könnte fatal enden, so schusselig wie ich bin ;o)
Bis ich meinen kleinen Butterberg Rezeptberg nun endlich mal abgearbeitet hab, gibt's also keins von den neuen Rezepten, sondern ich muss erstmal ein paar alte abarbeiten - die wollen ja schließlich auch irgendwann mal zu ihrem Recht kommen ...

Heut beginnen wir die Woche mit einer sehr leckeren Ricotta-Kräuter-Tarte, die gerade bei den aktuellen Temperaturen zusammen mit einem leckeren Salat ein ideales Abendessen oder auch perfekt für ein Picknick ist.
Durch den Ricotta wird die Tarte wunderbar locker und saftig, die Kräuter, die natürlich auch nach Lust und Laune abgewandelt werden können, bringen eine Menge Aroma mit und wenn es dann noch nen Salat als Beilage gibt, fehlt eigentlich nur noch ein guter Schluck im Glas und ein gemütliches Plätzchen auf dem Balkon oder der Terasse, aber dafür seid Ihr selbst verantwortlich ;o) ...  
 
Zutaten

Mürbeteig
250 g Mehl
125 g kleingeschnittene weiche Butter
1 Eigelb
50 ml Wasser

Belag
1 Zwiebel, fein gewürfelt
Olivenöl
1 kleines Bund frischer Majoran
einige Zweige Zitronenthymian
500 g Ricotta
4 Eier
Salz und Pfeffer
Piment d'Espelette 

Zubereitung 

Mürbeteig
Alle Zutaten miteinander vermengen und zu einem Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Ca. 15 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine hohe Quicheform damit auslegen.
In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 10 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen.

Belag
Die Zwiebelwürfel in etwas Olivenöl glasig anschwitzen, die confierten Knoblauchzehen dazugeben, etwas zerdrücken und mit den Zwiebelwürfeln vermischen. In der Zwischenzeit die Kräuter fein hacken. Sobald die Zwiebelwürfel glasig sind, von der Platte ziehen und die Kräuter unterrühren.
Den Ricotta in eine Schüssel geben. Ein Ei trennen, das Eigelb, sowie die anderen 3 Eier zum Ricotta geben, das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen.
Den Ricotta und die Eier mit einem Mixer vermixen, die Zwiebelwürfel dazugeben, großzügig mit Salz, Pfeffer und Piment d'Espelette würzen und alles verrühren. Behutsam das steif geschlagene Eiweiß unterheben und die Masse auf den Tarteboden geben.
Im auf 180°C Vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten backen, bis die Masse durchgehend gestockt und die Tarte goldbraun ist.
Am Besten etwas abkühlen lassen und lauwarm mit einem knackigen Salat servieren.
 

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