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Crêpes mit Maronencremefüllung

Ich bin Euch noch das Rezept, bzw. die Anleitung/Anregung für die Crêpes, die wir mit dem Schokosirup von letzter Woche aufgepeppt haben, schuldig, schließlich sollt Ihr wissen, wofür Ihr den leckersten aller Schokosirups verwenden könnt - wenn Ihr ihn nicht grad mit nem großen Glas kalter Milch trinkt oder eine klitzekleine Portion Eis darunter versteckt.
Da ich die Maronencréme sehr frei Hand gemacht habt, gibt's dafür heut ausnahmsweise keine Mengenangaben, sondern Ihr müsst das halt frei Schnauze zusammenrühren - bei 3 Zutaten aber keine wirklich große Sache ;o)

Für die Maronencreme könnt Ihr es Euch einfach machen und im Supermarkt Maronencréme oder  -püree kaufen oder Ihr macht es kurzerhand und ohne großen Aufwand selber. Dazu braucht Ihr nur vorgegarte Maronen (falls Ihr frische verwendet, gart Ihr die so wie hier bereits beschrieben), die Ihr dann mit etwas Sahne oder Milch und Puderzucker nach Geschmack püriert. 
Herauskommen soll eine streichfähige Maronencreme, mit der dann die fertigen Crêpes bestrichen werden. Dann nur noch einrollen und grooooßzügig mit Schokosirup begießen und fertig ist eine unverschämt leckere Portion Hüftgold.
Gebt die Sahne oder Milch langsam nach und nach dazu, sonst wird die Créme schnell zu flüssig und das wollen wir ja nicht.
Wenn Ihr keinen Blender, bzw. Food Processor habt, versucht es mit einem Pürierstab, das müsste mit entsprechend viel Flüssigkeit auch gut funktionieren.
Wenn Ihr die pürierten Maronen nicht ausschließlich für diese Créme, sondern noch für andere Gelegenheiten nutzen möchtet, könnt Ihr sie auch mit etwas neutralem Öl (gerade soviel, dass sie sich pürieren lassen) aufmixen und dann in einem Glas im Kühlschrank aufbewahren. Auf diese Weise lassen sich aus dem neutralen Maronenpüree ganz schnell Pasta- und Keksfüllungen, Brotaufstriche oder eben auch eine süße Maronencréme herstellen.

Maronencréme
Zutaten 
vorgegarte, vakuumierte Maronen 
Sahne oder Milch 
Puderzucker nach Geschmack 

Zubereitung 
Die Maronen in einen Blender geben und nach und nach Sahne dazugeben, bis eine glatte Créme entstanden ist. Mit Puderzucker nach Geschmack süßen. 


Crêpes
Zutaten
50 g Butter, geschmolzen und leicht gebräunt
150 g Mehl
2 Eier
1 EL Öl
200 ml Milch
1 Prise Salz

Zubereitung
Die Butter in einem Topf schmelzen und leicht bräunen lassen - zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen.
Mehl in eine große Schüssel geben, eine Vertiefung in die Mitte drücken.
Eier, zerlassene Butter, Milch, Öl und Salz hinzufügen und alles zu einem gleichmäßigen Teig ohne Klümpchen verrühren. 2 Stunden im Kühlschrank stehen lassen.
 
Die Crêpes-Pfanne nur mit einem geölten Küchenpapier auswischen und erhitzen. Eine Kelle Crêpes-Teig in die Pfanne geben, mit dem Teigrechen (so heißt dieser kleine Holzklöppel zum Verteilen des Teiges) gleichmäßig in der Pfanne verteilen und so lange backen, bis sich der Teig von der Pfanne löst. Mit einem Spatel oder einer Palette lösen und umdrehen. Nach Geschmack mit der Maronencréme bestreichen, zusammenfalten und mit Schokosirup servieren.

Schoko-Sirup, aber nicht irgendeiner ...

... sondern der leckerste weit und breit, KuLa-Ehrenwort!

Heute gibt's mal wieder ein Rezept aus der Kategorie "Kann man natürlich auch fertig kaufen, schmeckt aber selbstgemacht vieeeel besser!". "und ist dazu noch in Nullkommanix und ohne großen Aufwand zusammengerührt", das hab ich ganz vergessen.

Ich hab zwar vor gut zwei Jahren schon einmal ein Schokosirup-Rezept gebloggt, dieses ist aber um Längen besser - der Kaffee und der braune Zucker machen den entscheidenden Unterschied. Dieser Sirup schmeckt viel runder und aromatischer, ein bißchen wie eine flüssige Praline.

Wir haben diesen Sirup erstmals zu gefüllten Crêpes gegessen, er schmeckt aber auch prima zu Eis, Früchten oder einfach in einen großen Becher Milch gerührt. Wenn er nach dem Abkühlen zu dick wird, vor der Verwendung einfach kurz in ein Gefäß mit heißen Wasser stellen, dann wird er wieder ganz schnell flüssig. 
Da der Sirup sowohl Kaffee, als auch (sofern er verwendet wird) hochprozentigen Vanilleextrakt enthält, ist er nicht unbedingt für Kinder geeignet, finde ich zumindest - aber das muss natürlich jeder selbst wissen. 

Zutaten 
300 g Rohrzucker
125 ml frisch gekochter Kaffee

50 ml Wasser
50 g Kakaopulver
25 g Milchschokolade
1/2 TL Salz
25 ml Vanille-Extrakt oder das Mark einer Vanilleschote

Zubereitung
Alle Zutaten in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. 
Den Sirup einmal aufkochen, dann in eine zuvor ausgekochte Flasche füllen und sofort verschließen (in dem Fall hält sich der Sirup einige Wochen im Kühlschrank) oder innerhalb einiger Tage verbrauchen.
Quelle: Brave Tart

Räuchersaiblings-Pâté

Klingt unglaublich exklusiv, oder? Tatsächlich isses aber nur ein anderer Name für eine Räuchersaiblings-Creme - einem kinderleicht und minutenschnell herzustellenden, grandios leckeren Brotaufstrich, der trotzdem etwas Besonderes ist.
Seit wir unseren Fischkonsum nicht nur eingeschränkt haben, sondern auch sehr darauf achten, welche Fischarten wir essen, ist der Saibling (und auch die Forelle) immer mehr zum Fisch unserer Wahl geworden. Nicht nur, dass er ganz ausgezeichnet schmeckt, wir haben auch das Glück, auf dem Isemarkt einen Fischstand zu haben, bei dem wir Bio-Saiblinge und -Forellen bekommen, die nicht mit Fischmehl gefüttert werden, das aus Beifang hergestellt wird, sondern aus Fischresten nachhaltiger Fischerei. Dieser Punkt wird immer wieder gern übersehen, denn man darf nicht vergessen, dass beispielsweise: 
  • für 1 Kilo konventionell gefischte Garnelen bis zu 9 Kilo! andere Meerestiere (sogenannter Beifang, der wieder über Bord geworfen wird und dort meist verendet) getötet werden oder
  • für ein Kilo konventionell gezüchteten Lachs oder andere Raubfische wie Forellen, Saiblinge, usw. 5 Kilo! in der Regel wildgefangene "Futterfische" in Form von Fischmehl verfüttert werden müssen.

Die konventionelle Fischzucht ist also auf Dauer keine Lösung, sondern sie verschärft das eigentliche Problem sogar noch. Die einzige Lösung ist, den Fischkonsum drastisch! zu reduzieren, nicht jeden Freitag Fischstäbchen, das obligatorische Schlemmerfilet, die Sushi-Box mit Thunfisch, Lachs und Garnelen, ne Tüte Fish'n'Chips in der Fußgängerzone oder das Fischbrötchen beim Marktbummel zu essen, sondern Fisch als das zu betrachten, was es mittlerweile ist - eine sehr exklusive Delikatesse, die man sich wirklich nur zu besonderen Anlässen gönnen sollte. 
Bei uns war Silvester eine solche Gelegenheit, daher gab es bei der Gelegenheit nicht nur die bereits letzte Woche gebloggte Krabben Bisque und einen leckeren Krabbencocktail (das Rezept kommt demnächst), den ich aus dem übrigen Krabbenfleisch hergestellt hab, sondern eben auch diese Saiblings-Pâté - ein wunderbare Creme, die auch ganz toll als Vorspeise passt.

Für alle Hamburger oder Niedersachsen aus der Lüneburger Heide hier noch die Adresse der Forellenzucht Benecke, die neben Bio-Saiblingen und -Forellen auch Räucherfisch, gebeizte Wacholder-Saiblinge und Saiblings-Pastete im Angebot hat. Auf dem Isemarkt ist der Stand ganz hinten (oder halt vorne, je nachdem, aus welcher Richtung man kommt ;o) ) an der Hoheluftchaussee zu finden.

Forellenzucht Benecke 
An den Fischteichen 1 
29585 Jelmstorf/Bruchtorf 
Tel.: 05823 / 1811

Zutaten
1 geräucherter Bio-Saibling
150 ml Crème fraîche (je nach Größe des Saiblings evtl. mehr)
1/4 TL Zitronenpulver oder der Abrieb einer unbehandelten Bio-Zitrone
1/2 Bund Dill
1 EL frisch geriebener Meerettich
2 EL körniger Dijonsenf
Salz und Pfeffer
Piment d'Espelette

Zubereitung 
Den Saibling häuten und entgräten und zusammen mit der sehr kalten Crème fraîche in einem Food processor pürieren. Den Dill fein hacken und zusammen mit dem Meerrettich, Senf und den Gewürzen nach Geschmack vermischen. 
Auf frischem Baguette oder Vollkornbrot genießen. 

Ja, ist denn heut schon wieder Weihnachten?

Kaum ist Weihnachten vorbei, die unpassenden Geschenke umgetauscht und Gutscheine und Geldgeschenke unter die Leute gebracht, da gibt's schon wieder Geschenke, diesmal von der Hüttenhilfe
Einige von Euch haben sich während meines Keksmarathons ja bereits gewundert, wieso ich solche Keksmassen produziert habe, nun wird das Geheimnis gelüftet - ich hatte einen Auftrag ;o) 
Alin und Selbastian hatten die, wie ich finde grandiose Idee, allen Lesern und Leserinnen der Hüttenhilfe ein PDF-Backbuch zum Thema "Plätzchen & Kekse" zu schenken. Also hab ich mich ans Werk gemacht und die gesamte Vorweihnachtszeit gebacken, gebacken und gebacken - ach so, fotografiert hab ich natürlich auch noch ;o)

Eigenlob stinkt natürlich, aber weil ich das Resultat mehr als gelungen finde und durchaus son lütt beten stolz auf unser Werk bin, möchte ich Euch unbedingt und ganz, ganz dringend empfehlen, mal einen Blick reinzuwerfen - es lohnt sich wirklich! Wir haben eine bunte Mischung verschiedenster Keksrezepte zusammengestellt, da ist garantiert für Jeden etwas dabei, egal ob Backanfänger oder Hobbybäcker.
Wir wünschen Euch ganz viel Freude mit dem Buch und hoffen, dass Ihr ganz viel daraus nachbacken werdet und das natürlich nicht erst zur Weihnachtszeit - Kekse schmecken schließlich das ganze Jahr hindurch! 


Nachtrag
So, den Fehlerteufel ham wir vor die Tür gesetzt, nun stimmt alles (zumindest kann ich nu wirklich nix mehr finden ;o) ) 
Viel Spaß beim Stöbern!

Backen mit Tina: Heute "Thurgauer Apfelkuchen"

Nene, Tina ist weder meine neue geheimnisvolle Co-Autorin, noch  kenn ich überhaupt eine Tina. "Backen mit Tina" ist, bzw. war die Zeitschrift, aus der die Originalversion dieses Rezeptes stammt. Vor mittlerweile so um und bei 15 Jahren hat meine Mama es in der Zeitschrift entdeckt und seitdem ist es neben dem Eierlikör- und meinem heißgeliebten Pflaumenkuchen (bei meiner Mama allerdings ohne Streusel) einer der von ihr am häufigsten gebackenen Kuchen.
Ich selbst mag ihn auch besonders gerne, hab ihn aber etwas modifiziert, indem ich die Teigmenge etwas erhöht habe und die Äpfel seit einiger Zeit nicht mehr geschält und hübsch geviertelt im Kreis auf dem Teig verteile, sondern einfach sehr rustikal mit Schale (natürlich nur, wenn Bio-Äpfel verwendet werden) in Stücke schneide, auf dem Teig verteile und dann reindrücke. So hat man nicht ein großes Stück Apfel, sondern auf jeder Gabel ein bißchen, der Kuchen ist noch saftiger und vieeel fruchtiger. 
Das Originalrezept, sogar inkl. des damals bei Tina veröffentlichten Rezept-Bildes, gibt's übrigens jetzt noch bei lecker.de.  

Zutaten für eine Springform
150 g Butter
5 Eier
225 g Zucker
Saft und Schale von 1 großen unbehandelten Bio-Zitrone
225 g Mehl
1/4 TL Salz 
1 TL Backpulver
1/2 TL Natron
4 große Äpfel (Boskoop, Wellant, Holsteiner Cox) 

Zutaten für ein Backblech mit ca. 40x40 cm
250 g Butter
8 Eier
375 g Zucker
Saft und Schale von 2 unbehandelten Bio-Zitronen
375 g Mehl
1/2 TL Salz 
2 TL Backpulver
1 TL Natron
1,3 kg Apfel (Boskoop, Wellant, Holsteiner Cox)

Zubereitung
Die Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze zerlassen, von der Platte ziehen und beiseite stellen - etwas abkühlen lassen. 

Die Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz zu Schnee schlagen. Die Eigelbe, Zucker und Salz mit dem Mixer schaumig rühren. Zitronenschale, –saft, sowie nach und nach die zerlassene Butter zufügen und alles nochmals gut schaumig schlagen. Mehl, Backpulver und Natron dazugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren. Das Eiweiß behutsam unter den Teig heben. 
Den Teig in die entsprechende (entweder gefettete und mehlierte oder mit Backpapier ausgelegte) Backform einfüllen und glattstreichen. 
Die Äpfel waschen, entkernen und in Stücke schneiden. Die Apfelstücke auf dem Teig verteilen und in den Teig reindrücken.
Den Kuchen im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten (bei einem Backblech ca. 60 Minuten, eher etwas länger) goldgelb backen - Stäbchenprobe machen! 

Wohin des Weges?

Dass Bloggen neben dem Kochen und Fotografieren eines meiner Lieblingshobbies ist, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben ;o) 
Wenn ein Blog einen so großen Stellenwert hat, macht man sich sicher automatisch Gedanken darum, wie es weitergehen soll, in welche Richtung sich der Blog entwickeln soll und gerade am Anfang eines Jahres, was man sich so alles über's Jahr "vornimmt". 
Ich hab mir bereits Ende letzten Jahres, als ich zugegeben recht oft Valrhona-Schokolade, Fleur de Sel und andere Spezialitäten verwendet hab, überlegt, dass ich es in diesem Jahr gern einfacher angehen lassen möchte. Natürlich sind diese Schokoladensorte, Fleur de Sel, usw. für viele keine Luxusprodukte und gerade auf Fleur de Sel, andere Gewürze, Essige und Öle werd ich in Zukunft sicher auch nicht verzichten, trotzdem möchte ich dieses Jahr gern unter das Motto der einfachen Küche stellen. 
Das heißt nicht, dass es ab jetzt nur noch Käsebrot und Wasser geben wird, sondern ich möchte mich in der Zukunft einfach vermehrt mit vermeintlich "einfachen" Zutaten und Lebensmitteln beschäftigen, die in der Vergangenheit für mein Empfinden zu kurz kamen. Kohl und Hülsenfrüchte sind nur einige Zutaten, mit denen ich in der nächsten Zeit gern viel mehr kochen möchte.
Schon immer habe ich ja sehr viele Grundrezepte ausprobiert, Mascarpone, Frischkäse, Crème fraîche, usw. usf. hergestellt, sicher werd ich nicht mehr soooviele interessante Grundrezepte auftun, trotzdem soll auch das in Zukunft einer meiner Schwerpunkte, bzw. Vorlieben bleiben. 
Ansonsten möchte ich in der nächsten Zeit meine Kochbücher endlich mal angemessen durcharbeiten. Im letzten Jahr hab ich ja als Belohnung für die jeweils durchgestandenen Chemos vieeeeeele Kochbücher dazu bekommen und die sind natürlich noch nicht annähernd durchgeackert. 
Die Blogfrequenz, also die Anzahl meiner Blogbeiträge wird sich in Zukunft sicher auch etwas reduzieren. Hab ich im letzten Jahr noch durchschnittlich 3 Rezepte pro Woche veröffentlicht, möchte ich es in diesem Jahr n büschen ruhiger angehen lassen und werd mich wohl so bei zwei Rezepten einpendeln. Meine Blogbeiträge sind ja in den meisten Fällen nicht ganz unaufwendig, d.h., sie bestehen oft aus mehreren Bildern und entsprechend viel Text, das braucht doch recht viel Zeit, wenngleich ich meist abends vor dem Zubettgehen noch blogge. Da ich aber auch nicht jünger werde *husthust und nicht immer erst um 3:00 Uhr ins Bett kann ;O), auf der anderen Seite aber auch nicht am Aufwand für meine Beiträge sparen und krampfhaft an der Menge meiner Beiträge festhalten möchte, gibt's in Zukunft einfach ein paar weniger. 

So, das ist also der Plan für 2012 - Ende des Jahres schaun wir mal, was ich davon umsetzen konnte ;o)