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Der beste Schokokuchen überhaupt ...

So langsam könnte sollte ich mal wieder, oder? Die kleine Pause war ja eigentlich gar nicht geplant, da die Erkältung aber doch hartnäckiger ist als zunächst gedacht, häng ich immer noch n ziemlich durch und fühl mich einigermaßen kodderich - in meinem Alter steckt man sowas halt nicht mehr so leicht weg ;o)

Als kleine Entschuldigung und weil ne Fliederbeersuppe zwar bannich lecker und gesund ist, aber bei Weitem nicht den Glücklichmach-Faktor eines Schokokuchens (und schon gar nicht DIESES Kuchens) erreicht, gibt's als Einstand den wahrscheinlich, nein, den eindeutig leckersten Schokokuchen der Welt, das hat Alex schon 2009 festgestellt. 
Ich bin leider erst jetzt dazu gekommen den Kuchen nachzubacken - meine Nachback- und Kochliste ist einfach viel zu lang -  nachdem ich aber im letzten Jahr meine Vorliebe für die Kombination Schokolade/Salz entdeckt habe, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch dieser Kuchen dran war. 

Ja, Ihr seht richtig, die kleinen weißen Kristalle sind Salz, Fleur de Sel um genauer zu sein. Man kann bei der Verwendung von Fleur de Sel sicher unterschiedlicher Meinung sein, in diesem Fall würde ich aber dringend dazu raten, kein anderes Salz zu verwenden, normales grobes Meersalz ist einfach viel zu hart und grob und normales "rieselfähiges" Salz würde den kompletten Kuchen versalzen. 

Fleur de Sel hingegen sorgt dafür, dass in dem Kuchen kleine salzige Inseln entstehen, die in der Kombination mit der Schokolade eine kleine Geschmacksexplosion bewirken.  Der Kuchen schmeckt nicht unbedingt salzig, sondern der Schokogeschmack wird nochmal intensiviert - probiert das unbedingt mal aus!

Auf keinen Fall vergessen solltet Ihr natürlich ein großes Glas Milch, denn Schokokuchen ohne Milch - das geht ja schonmal gar nicht!

Der geringe Mehlgehalt dieses Kuchens bewirkt eine sehr schmelzige Struktur, so ein bißchen in Richtung kuchiger Praline. Nicht so extrem wie der Gâteau Victoire, dafür ist man nach nur einem Stückchen aber auch nicht komplett platt und kann tagelang nichts mehr zu sich nehmen - dieser Kuchen ist also auch für Einsteiger geeignet ;o)

Wenn Ihr der Kombination Schokokuchen und Fleur de Sel so ganz und gar nicht traut, backt den Kuchen einfach ohne nach, bzw. gebt wie gewohnt eine gute Prise Salz an den Kuchenteig und verzichtet auf das zusätzliche Salz, dieser Kuchen ist auch ohne Fleur de Sel grandios lecker, das Salz ist praktisch nur noch das i Tüpfelchen.

Mikrowellen-Tassenkuchen
Bei dieser Gelegenheit muss ich auch nochmal etwas zu dem oft erwähnten und vielfach nachgebackenen 5 Minuten-Mikrowellen-Schokokuchen loswerden. Um es ganz kurz zu sagen - der geht gar nicht! 
Ich konnte ja auch nicht widerstehen und hab ihn vor einer Weile mal ausprobiert, zu groß war der Reiz eines frisch gebackenen Schokokuchens in nur einigen wenigen Minuten. Nur selten ist aber auch ein Rezept so gnadenlos bei mir durchgefallen wie dieses. Kein flauschig schmelziger Kuchen, sondern ein unangenehm großporiger, sehr schnell aushärtender Schokoklops war das Resultat - nicht lecker, alles andere, aber nicht lecker! Es gibt einfach Dinge, die brauchen ihre Zeit und ein leckerer Schokokuchen ist so ein Fall.  
Für den Fall, dass der Schokojieper Euch ab und zu unangemeldet überkommt, backt anstelle eines großen Kuchens lieber mehrere kleine Küchlein und friert die dann ein. Sobald der kleine Hunger Schokojieper sich meldet, taut Ihr Euch einfach einen auf (einer der wenigen Fälle, in denen sich meine Mikrowelle bezahlt macht) und schon steht dem Schokokuchengenuss nichts mehr im Wege.
 
Für die kleinen Küchlein füllt Ihr den Teig in Muffin- oder Mini-Napfkuchenformen und backt die Küchlein dann nach Gefühl so ca. 20-30 Minuten (je nach Größe der Form). Der Stäbchentest verrät Euch, wie weit die Küchlein sind und sobald kein Teig mehr an dem Holzstäbchen klebt, sind sie auch schon fertig.  

Noch kurz zum Begriff Kuvertüre, damit ist nämlich nicht die im Supermarkt erhältliche Kuvertüre für 69 Cent gemeint, sondern eine richtig gute. Solltet Ihr keine gute Kuvertüre bekommen, nehmt einfach eine gute 70%ige Schokolade, das klappt ganz genauso gut.

Zutaten
300 g sehr gute Kuvertüre (70% Kakaoanteil)
200 g Zucker
120 g Butter
100 g Mehl
1 gestrichener TL Backpulver
5 Eier 
ca. 1 TL Fleur de Sel

Zubereitung
Die Kuvertüre zusammen mit der Butter unter stetigem Rühren behutsam im Wasserbad schmelzen. Sobald beides geschmolzen ist, von der Platte ziehen und beiseite stellen. 

Die Eier mit dem Zucker in einer Schüssel mit dem Mixer schaumig rühren, bis eine weißliche Creme entsteht. 
Die Schoko-Butter-Masse unterheben und gut vermengen. Das Mehl zusammen mit dem Backpulver dazugeben und alles miteinander verrühren. 
Eine Kastenform einfetten und mit Kakaopulver auspudern, überschüssiges Kakaopulver ausklopfen. Den Teig schichtweise einfüllen und über jede Schicht eine Prise Fleur de Sel verteilen. 
Im auf 160°C vorgeheizten Backofen ca. 70 Minuten backen - Stäbchentest machen!

Fliederbeersuppe mit Grießklößchen

So, das Schlimmste haben wir hinter erstmal uns. Ich schreibe "uns", weil die fiese Erkältung zwischenzeitlich natürlich auch meinen Mitesser erwischt hat - meine Revanche fürs letzte Jahr, als mein Mitesser direkt nach meiner ersten Chemo (mein Immunsystem hatte zu diesem Zeitpunkt ne kleine Pause eingelegt) eine mordshinterlistige Erkältung mit nach Haus gebracht und mich damit natürlich komplett danieder gestreckt hat. Dagegen war das büschen Husten, Schnupfen, etc. der letzten Tage geradezu ein Spaziergang ;o)

Fliederbeersuppe mit Grießklößchen
Da Medikamente bei einer Erkältung ja eh nix bringen (von Kinder Em Eukal-Bonbons mal abgesehen, aber die helfen ja gegen so gut wie alles), ist es oftmals effektiver und in diesem Fall auch viel leckerer, wenn man auf erprobte Hausmittel zurückgreift, auch wenn eine Fliederbeersuppe eher prophylaktisch wirkt und bei einer bereits wütenden Erkältung auch nicht mehr viel ausrichten kann. 
Wenn es Euch also (noch) nicht erwischt hat, nutzt die Gelegenheit, kocht Euch ein leckeres Süppchen und schützt Euch so vor der fiesen Erkältungswelle - viel effektiver als Umckadingsbums und die ganzen anderen Mittelchen aus der Apotheke und um Längen leckerer als in eine rohe Zwiebel zu beißen, wie es mir meine wie immer rührend um mich besorgte Mutter vorgeschlagen hat *grummel ...    
Fliederbeersuppe mit Grießklößchen
Fliederbeersuppe ist eine norddeutsche Spezialität, die im Herbst aus frischen Fliederbeeren, im Winter meist aus eingemachtem Fliederbeersaft hergestellt wird. Durch den hohen Vitamin C-Gehalt ist diese Suppe ideal, um Erkältungen vorzubeugen und mit Apfelspalten und fluffigen Grießklößchen (alternativ kann man auch Mehlknödel zubereiten) nicht nur gesund, sondern sehr lecker! 
Im Original wird die Fliederbeersuppe nicht mit Tonkabohne, sondern einer Zimtstange gekocht - aber Ihr wisst ja, ich und Zimt ... ein Kapitel für sich ;o)

Zutaten 
700 ml Fliederbeersaft ohne Zusätze
300 ml Apfelsaft 
Saft und Schale einer unbehandelten Bio-Zitrone 
1 Tonkabohne  (oder eine Zimtstange)
30 g Tapiokastärke (alternativ Maisstärke, keine Kartoffelstärke!)
100 g Zucker 
2 Äpfel (Boskoop oder Wellant)

Grießklößchen 
125 ml Milch 
1 EL Butter 
1 großzügige Prise Salz 
1 1/2 EL Zucker 
1 Vanilleschote
50 g Grieß 
1 Ei

Zubereitung 
Die Stärke mit etwas kaltem Apfelsaft in einer kleinen Schüssel glatt rühren, die Zitrone mit einem Sparschäler schälen, es soll so wenig Weißes wie möglich an der Schale verbleiben. Die geschälte Zitrone auspressen. 
Den Fliederbeer- und Apfelsaft mit dem Zitronensaft und der -schale, Tonkabohne und Zucker zum Kochen bringen, die Stärke einrühren und alles ca. 15 Minute bei mittlerer Hitze köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in Spalten schneiden. Die Apfelspalten zur Suppe geben und darin gar ziehen lassen. 

Für die Klößchen die Vanilleschote längs ausschneiden, das Mark mit dem Messerrücken herausschaben. Milch mit der Butter, Salz, Zucker und Vanillemark und ausgekratzte -schote zum Kochen bringen, den Grieß einrühren und solange mit einem Holzlöffel rühren, bis sich die Masse wie ein Brandteig vom Topfboden löst und relativ trocken ist. 
Von der Platte ziehen und das Ei einrühren - etwas abkühlen lassen. Separat Salzwasser in einem Topf zum Sieden bringen. 
Die Grießmasse in einen Spritzbeutel füllen, etwas Grießmasse herausdrücken und mit einer Küchenschere jeweils kleine Nocken abschneiden und ins siedende Wasser plumpsen lassen - das Wasser soll nicht kochen, sonst zerfallen die Klößchen. 
Sobald die Nocken gar sind, steigen an die Oberfläche und können mit einer Schaumkelle entnommen werden. 

Die Fliederbeersuppe mit den Apfelspalten auf Tellern anrichten und die Grießklößchen darüber verteilen. 

Bayrischer Krautsalat und der ultimative Bratwursttest

Zu ungewohnter Zeit, direkt vom Krankenbett gibt's das heutige Rezept - mich hat's nämlich völlig dahingerafft. Husten, Schnupfen, Heiserkeit und dazu noch eine gehörige Portion Quengelich- und Unzufriedenheit. Mein mich rührend pflegender Mitesser hat ne ganze Menge auszuhalten, denn nicht umsonst sagt man, dass medizinisches Personal die schlimmsten Patienten sind. Ich bin zwar schon ne ganze Weile nicht mehr in dieser Branche tätig, weiß aber selbstverständlich immer noch alles besser und lass nur sehr ungern einen "Kollegen" ran ;o)
Trotzdem hält sich mein Mitesser äußerst tapfer, versorgt mich mit Bronchialtee und Kinder Em-Eukal-Bonbons - ganz wie früher zuhaus bei Mama ;o)

Zu Essen gibt's bei uns heut nicht so wirklich viel - ein paar Milchhörnchen, Tee und nachher noch die ein oder andere Mandarine müssen reichen, für Euch hab ich aber einen leckeren und vor allem mordsgesunden Salat, damit die fiese Erkältungswelle Euch erst gar nicht erwischt. 
Neben den ganzen Südfrüchten, die ganzjährig bei uns angeboten werden, vergessen wir ja gerne mal, dass hiesige Gemüsesorten so reich an Vitaminen und Mineralstoffen sind, dass sone olle schrumpelige Apfelsine dagegen ziemlich alt aussieht und genau deshalb gibt's heute keinen Obst-, sondern einen knackigen Weißkohlsalat - mindestens genauso lecker!
Da wir ja von der Waterkant und nicht aus den Bergen kommen und mein Mitesser sonst wahrscheinlich in den Hungerstreik getreten wäre, hab ich auf den Kümmel verzichtet - wenn Ihr kein "Kümmelproblem" habt, gebt einfach die angegebene Menge dazu. 

Damit aus dem Salat auch ne anständige Mahlzeit wird, haben wir parallel noch den ultimativen Bratwursttest veranstaltet, also die Bratwurst unseres Haus- und Hofschlachters mit einer neu entdeckten Bratwurst vom Isemarkt, genauer gesagt von Entenhoff, verglichen. 
Den Entenhoff-Stand hab ich vor einigen Wochen entdeckt und bin seitdem hellauf begeistert von den Produkten. Der Hof ist zwar nicht biozertifiziert (zumindest konnte ich das nirgends nachlesen), die Tiere leben dort aber besser, als auf so manchem Bio-Hof und die Produkte schmecken so unglaublich gut, dass wir binnen kürzester Zeit zu Stammkunden geworden sind. 
Bisher haben wir die Mettwurst, die Leberwurst, den Speck und eben die Bratwurst getestet und waren jedes Mal begeistert. Die Bratwürste sind sogar neben unseren heißgeliebten Wildschweinbratwürsten zu unseren neuen Lieblingsbratwürsten aufgestiegen und das will was heißen, denn wir sind die wahrscheinlich größten Bratwurst-Fans überhaupt!
Es folgt also nun neben dem Krautsalat-Rezept ein sehr heißer Tipp für alle Hamburger: stattet dem Entenhoff-Stand auf dem Isemarkt unbedingt mal einen Besuch ab und sofern Herr Ermisch Bratwürste vorrätig hat (hängt immer davon ab, wie lang der letzte Schlachttag zurück liegt), nehmt Euch auf jeden Fall welche mit, zusätzlich zur Mettwurst, denn die müsst Ihr auf jeden Fall auch probieren!
Alle, die aus der Nähe von Kirchlinteln kommen, können dem Hof auch direkt einen Besuch abstatten:

Entenhoff
Obere Straße 5
27308 Kirchlinteln


Homepage: www.entenhoff.de
E-Mail:Info@entenhoff.de 
Telefon: 04236-247

So, und ich werd mich nun wieder ins Bettchen verkriechen und meinen Mitesser n büschen hin- und herscheuchen - bis die Tage! :o)

Zutaten 
1 Weißkohl (ca. 1 kg)
1 TL Salz 
1 gelbe Zwiebel 
150 g durchwachsener Speck 
3 EL Apfelessig 
3 EL Rapsöl 
Salz und Pfeffer 
(1 TL Kümmelsaat)
1 Bund Schnittlauch 

Zubereitung 
Die äußeren, nicht mehr so schönen Blätter des Weißkohls entfernen. Den Kohl vierteln und den Strunk herausschneiden. 
Den Kohl mit einem Gemüsehobel in feine Streifen schneiden (Börner-Hobel Stufe 2) und in eine Schüssel geben. Einen TL Salz darüber geben, vermischen und den Kohl ca. 1 Minute mit den Händen kräftig durchkneten, bis er merklich weicher wird. Eine halbe Stunde Saft ziehen lassen. 
In der Zwischenzeit den die Schwarte vom Speck abschneiden und in einer Pfanne bei mittlerer Hitze langsam auslassen. Den Speck erst quer in dünne Scheiben, dann erneut in feine Streifen schneiden, die Zwiebel fein würfeln. 
Beides zur ausgelassenen Schwarte in die Pfanne geben und goldbraun anschwitzen, dabei darauf achten, dass der Speck nicht zu dunkel wird, da er sonst hart wird. Den Apfelessig und das Öl dazugeben, mit Pfeffer und nach Geschmack mit Kümmel würzen. Von der Platte ziehen und etwas abkühlen lassen. 
Die abgekühlte Zwiebel-Speck-Mischung zum Weißkohl geben und alles miteinander verrühren. Ca. 30 Minuten ziehen lassen, dann evtl. nochmals nachwürzen. 

Idee: Tanja Dusy - Winterküche

Crêpes mit Maronencremefüllung

Ich bin Euch noch das Rezept, bzw. die Anleitung/Anregung für die Crêpes, die wir mit dem Schokosirup von letzter Woche aufgepeppt haben, schuldig, schließlich sollt Ihr wissen, wofür Ihr den leckersten aller Schokosirups verwenden könnt - wenn Ihr ihn nicht grad mit nem großen Glas kalter Milch trinkt oder eine klitzekleine Portion Eis darunter versteckt.
Da ich die Maronencréme sehr frei Hand gemacht habt, gibt's dafür heut ausnahmsweise keine Mengenangaben, sondern Ihr müsst das halt frei Schnauze zusammenrühren - bei 3 Zutaten aber keine wirklich große Sache ;o)

Für die Maronencreme könnt Ihr es Euch einfach machen und im Supermarkt Maronencréme oder  -püree kaufen oder Ihr macht es kurzerhand und ohne großen Aufwand selber. Dazu braucht Ihr nur vorgegarte Maronen (falls Ihr frische verwendet, gart Ihr die so wie hier bereits beschrieben), die Ihr dann mit etwas Sahne oder Milch und Puderzucker nach Geschmack püriert. 
Herauskommen soll eine streichfähige Maronencreme, mit der dann die fertigen Crêpes bestrichen werden. Dann nur noch einrollen und grooooßzügig mit Schokosirup begießen und fertig ist eine unverschämt leckere Portion Hüftgold.
Gebt die Sahne oder Milch langsam nach und nach dazu, sonst wird die Créme schnell zu flüssig und das wollen wir ja nicht.
Wenn Ihr keinen Blender, bzw. Food Processor habt, versucht es mit einem Pürierstab, das müsste mit entsprechend viel Flüssigkeit auch gut funktionieren.
Wenn Ihr die pürierten Maronen nicht ausschließlich für diese Créme, sondern noch für andere Gelegenheiten nutzen möchtet, könnt Ihr sie auch mit etwas neutralem Öl (gerade soviel, dass sie sich pürieren lassen) aufmixen und dann in einem Glas im Kühlschrank aufbewahren. Auf diese Weise lassen sich aus dem neutralen Maronenpüree ganz schnell Pasta- und Keksfüllungen, Brotaufstriche oder eben auch eine süße Maronencréme herstellen.

Maronencréme
Zutaten 
vorgegarte, vakuumierte Maronen 
Sahne oder Milch 
Puderzucker nach Geschmack 

Zubereitung 
Die Maronen in einen Blender geben und nach und nach Sahne dazugeben, bis eine glatte Créme entstanden ist. Mit Puderzucker nach Geschmack süßen. 


Crêpes
Zutaten
50 g Butter, geschmolzen und leicht gebräunt
150 g Mehl
2 Eier
1 EL Öl
200 ml Milch
1 Prise Salz

Zubereitung
Die Butter in einem Topf schmelzen und leicht bräunen lassen - zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen.
Mehl in eine große Schüssel geben, eine Vertiefung in die Mitte drücken.
Eier, zerlassene Butter, Milch, Öl und Salz hinzufügen und alles zu einem gleichmäßigen Teig ohne Klümpchen verrühren. 2 Stunden im Kühlschrank stehen lassen.
 
Die Crêpes-Pfanne nur mit einem geölten Küchenpapier auswischen und erhitzen. Eine Kelle Crêpes-Teig in die Pfanne geben, mit dem Teigrechen (so heißt dieser kleine Holzklöppel zum Verteilen des Teiges) gleichmäßig in der Pfanne verteilen und so lange backen, bis sich der Teig von der Pfanne löst. Mit einem Spatel oder einer Palette lösen und umdrehen. Nach Geschmack mit der Maronencréme bestreichen, zusammenfalten und mit Schokosirup servieren.

Schoko-Sirup, aber nicht irgendeiner ...

... sondern der leckerste weit und breit, KuLa-Ehrenwort!

Heute gibt's mal wieder ein Rezept aus der Kategorie "Kann man natürlich auch fertig kaufen, schmeckt aber selbstgemacht vieeeel besser!". "und ist dazu noch in Nullkommanix und ohne großen Aufwand zusammengerührt", das hab ich ganz vergessen.

Ich hab zwar vor gut zwei Jahren schon einmal ein Schokosirup-Rezept gebloggt, dieses ist aber um Längen besser - der Kaffee und der braune Zucker machen den entscheidenden Unterschied. Dieser Sirup schmeckt viel runder und aromatischer, ein bißchen wie eine flüssige Praline.

Wir haben diesen Sirup erstmals zu gefüllten Crêpes gegessen, er schmeckt aber auch prima zu Eis, Früchten oder einfach in einen großen Becher Milch gerührt. Wenn er nach dem Abkühlen zu dick wird, vor der Verwendung einfach kurz in ein Gefäß mit heißen Wasser stellen, dann wird er wieder ganz schnell flüssig. 
Da der Sirup sowohl Kaffee, als auch (sofern er verwendet wird) hochprozentigen Vanilleextrakt enthält, ist er nicht unbedingt für Kinder geeignet, finde ich zumindest - aber das muss natürlich jeder selbst wissen. 

Zutaten 
300 g Rohrzucker
125 ml frisch gekochter Kaffee

50 ml Wasser
50 g Kakaopulver
25 g Milchschokolade
1/2 TL Salz
25 ml Vanille-Extrakt oder das Mark einer Vanilleschote

Zubereitung
Alle Zutaten in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. 
Den Sirup einmal aufkochen, dann in eine zuvor ausgekochte Flasche füllen und sofort verschließen (in dem Fall hält sich der Sirup einige Wochen im Kühlschrank) oder innerhalb einiger Tage verbrauchen.
Quelle: Brave Tart

Räuchersaiblings-Pâté

Klingt unglaublich exklusiv, oder? Tatsächlich isses aber nur ein anderer Name für eine Räuchersaiblings-Creme - einem kinderleicht und minutenschnell herzustellenden, grandios leckeren Brotaufstrich, der trotzdem etwas Besonderes ist.
Seit wir unseren Fischkonsum nicht nur eingeschränkt haben, sondern auch sehr darauf achten, welche Fischarten wir essen, ist der Saibling (und auch die Forelle) immer mehr zum Fisch unserer Wahl geworden. Nicht nur, dass er ganz ausgezeichnet schmeckt, wir haben auch das Glück, auf dem Isemarkt einen Fischstand zu haben, bei dem wir Bio-Saiblinge und -Forellen bekommen, die nicht mit Fischmehl gefüttert werden, das aus Beifang hergestellt wird, sondern aus Fischresten nachhaltiger Fischerei. Dieser Punkt wird immer wieder gern übersehen, denn man darf nicht vergessen, dass beispielsweise: 
  • für 1 Kilo konventionell gefischte Garnelen bis zu 9 Kilo! andere Meerestiere (sogenannter Beifang, der wieder über Bord geworfen wird und dort meist verendet) getötet werden oder
  • für ein Kilo konventionell gezüchteten Lachs oder andere Raubfische wie Forellen, Saiblinge, usw. 5 Kilo! in der Regel wildgefangene "Futterfische" in Form von Fischmehl verfüttert werden müssen.

Die konventionelle Fischzucht ist also auf Dauer keine Lösung, sondern sie verschärft das eigentliche Problem sogar noch. Die einzige Lösung ist, den Fischkonsum drastisch! zu reduzieren, nicht jeden Freitag Fischstäbchen, das obligatorische Schlemmerfilet, die Sushi-Box mit Thunfisch, Lachs und Garnelen, ne Tüte Fish'n'Chips in der Fußgängerzone oder das Fischbrötchen beim Marktbummel zu essen, sondern Fisch als das zu betrachten, was es mittlerweile ist - eine sehr exklusive Delikatesse, die man sich wirklich nur zu besonderen Anlässen gönnen sollte. 
Bei uns war Silvester eine solche Gelegenheit, daher gab es bei der Gelegenheit nicht nur die bereits letzte Woche gebloggte Krabben Bisque und einen leckeren Krabbencocktail (das Rezept kommt demnächst), den ich aus dem übrigen Krabbenfleisch hergestellt hab, sondern eben auch diese Saiblings-Pâté - ein wunderbare Creme, die auch ganz toll als Vorspeise passt.

Für alle Hamburger oder Niedersachsen aus der Lüneburger Heide hier noch die Adresse der Forellenzucht Benecke, die neben Bio-Saiblingen und -Forellen auch Räucherfisch, gebeizte Wacholder-Saiblinge und Saiblings-Pastete im Angebot hat. Auf dem Isemarkt ist der Stand ganz hinten (oder halt vorne, je nachdem, aus welcher Richtung man kommt ;o) ) an der Hoheluftchaussee zu finden.

Forellenzucht Benecke 
An den Fischteichen 1 
29585 Jelmstorf/Bruchtorf 
Tel.: 05823 / 1811

Zutaten
1 geräucherter Bio-Saibling
150 ml Crème fraîche (je nach Größe des Saiblings evtl. mehr)
1/4 TL Zitronenpulver oder der Abrieb einer unbehandelten Bio-Zitrone
1/2 Bund Dill
1 EL frisch geriebener Meerettich
2 EL körniger Dijonsenf
Salz und Pfeffer
Piment d'Espelette

Zubereitung 
Den Saibling häuten und entgräten und zusammen mit der sehr kalten Crème fraîche in einem Food processor pürieren. Den Dill fein hacken und zusammen mit dem Meerrettich, Senf und den Gewürzen nach Geschmack vermischen. 
Auf frischem Baguette oder Vollkornbrot genießen.