Blogroll

Heut werden ordentlich Möbel gerückt, jawoll!

Der Sonntag ist doch der ideale Tag, um ein wenig aufzuräumen und die Möbel hin und her zu schieben, oder? Gesagt, getan!
Meine Blogroll/Lesefutter war ja schon immer einigermaßen lang, nachdem sie sich aber nach meinem Umzug ins Eigenheim selbstständig gemacht hat und ich alle Links mühsam wieder zusammen suchen musste, ist nun eine dermaßen lange Liste zusammen gekommen, dass ich eine kleine Außenstelle eingerichtet habe. 
Nach wie vor findet Ihr im Lesefutter die aktuellen Beiträge aus weit über 200 deutschsprachigen Foodblogs, zusätzlich hab ich aber oben in der Tableiste noch einen Reiter mit dem Titel LiebLinks eingefügt. Dort sind nun meine allerliebsten deutschen Foodblogs, die ich Euch besonders ans Herz legen möchte, aufgeführt und zusätzlich auch die internationalen, in denen ich besonders gerne stöbere - besonders bei den internationalen kommen sicher noch ein paar zusammen, denn mit der Wiederbeschaffung bin ich immer noch beschäftigt ;o)

Weichen musste für diesen Reiter der Link zu meiner Foto-Galerie, den Ihr nun rechts in der Sidebar direkt unter der Diashow findet. Hinter dem 4. Icon, dem kleinen bunten Rad, versteckt sich der Link zu meinen Picasa-Webalben. 

Falls Ihr den Link zu meiner Facebook-Gruppe vermisst, gibt's noch eine kleine Neuerung - die gibt's nämlich nicht mehr. Nachdem sich mein neues Baby, das Alles Hausgemacht!-Forum in den letzten 4 Wochen unerwartet gut entwickelt hat, hab ich mich entschlossen, die Facebook-Gruppe zu löschen und mich ganz auf meinen Blog, das Forum und nicht zuletzt das Rezeptebuch zu konzentrieren - mehr brauch ich nicht ;o)

Das war's eigentlich schon, nen schönen Sonntach noch! 

Zitrus-Minz-Sirup mit Kardamom

Spätestens jetzt erkläre ich diese Woche nachträglich zur "Sommerküche-Woche" - ich hab das Buch in so kurzer Zeit wirklich schon ganz erstaunlich gut ausgenutzt, und das ist erst der Anfang, so 2-3 Rezepte hab ich noch in petto und es warten auch noch eine Menge Klebezettel darauf, nach und nach abgearbeitet zu werden. Aber der Sommer hat ja noch gar nicht richtig angefangen ;o)

Bei diesem Sirup war ich anfangs etwas skeptisch, ich hab einfach bisher noch zu wenig Erfahrung mit Kardamom. Die Skepsis war aber absolut unbegründet, denn der Sirup schmeckt sogar ganz außergewöhnlich gut. Die Mischung aus Zitrusfrucht, Ingwer, Kardamom und Minze ist erfrischend und raffiniert - ganz toll!

Zutaten
5 Bio-Zitronen
4 Bio-Limetten
50 g Ingwer, in Scheiben geschnitten
7 grüne Kardamomkapseln
1 Bund Minze
500 g Zucker
500 g Wasser

Zubereitung
Die Zitrusfrüchte heiß abwaschen und die Schale dünn schälen, dabei darauf achten, dass möglichst wenig Weißes an der Schale ist, da der Sirup dadurch bitter wird.
Die Zitrusfrüchte auspressen und in einen Topf geben. Den Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden, die Kardamomkapseln im Mörser gut anquetschen, so dass sich die Körner aus den Schalen lösen.
Alle Zutaten (außer der Minze) zusammen in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Die Minze zuf kochenden Flüssigkeit geben, alles ca. eine Minute kochen, dann von der Platte ziehen und abgedeckt vollständig auskühlen lassen.
Durch ein feines Sieb gießen und erneut zum Kochen bringen. Für ca. 10 Minuten kochen lassen, dann in sterilisierte Flaschen füllen. Gut verschließen, auf den Kopf stellen und so auskühlen lassen.
Der Sirup hält sich so (theoretisch) einige Wochen - praktisch ist er aber ganz fix alle ;o)

Limetten-Saibling mit Zitronen-Limetten-Vinaigrette

Mich hat das Limettenfieber gepackt! 
Gemocht hab ich Limetten zwar schon immer, sie standen aber lange im Schatten ihrer gelben Verwandten, der Zitrone - das hat sich mittlerweile geändert. Nicht nur in Erfrischungsgetränken wie dem Green Day, Ipanema, Pretty in Pink oder als Ingwer-Basilikum-Sirup, sondern auch in KeksenGuacamole, Limetten-Parmesan-Butter oder Krabben-Lachstatar - Limetten sind einfach klasse.

Dem Saibling, der im Originalrezept eigentlich eine Dorade ist, verleihen die Limettenscheiben eine wunderbare Frische, dazu das Ofengemüse und der herrliche Sud, der sich in der Backform sammelt - einfacher und unkomplizierter kann man ein so leckeres Essen nicht zubereiten. 
Da ich bei solchen Gerichten grundsätzlich das Problem habe, dass das Gemüse nicht gar wird, wenn ich es zusammen mit dem Fisch in den Ofen schiebe, hab ich es diesmal gewürzt, in die Backform gegeben und dann allein 30 Minuten vorgebacken. Erst dann kam der Fisch dazu.  

Zutaten

2 Saiblinge
2 Bio-Limetten 
Olivenöl
Salz
Piment d'Espelette 
1 kleines Bund Petersilie 
1  Bio-Zitrone 
6 vorwiegend festkochende Kartoffeln (Belana)
2 rote Zwiebeln
1 Knolle Fenchel
3 EL Olivenöl
4 Knoblauchzehen 
einige Zweige Zitronenthymian
1 TL Fenchelsamen

Vinaigrette

5 EL Olivenöl
Saft von 1 Limette
Saft von 1 Zitrone
Salz Piment d'Espelette

Zubereitung

Das Gemüse waschen, die Kartoffeln und die Zwiebeln schälen und in dicke Scheiben schneiden. Die Fenchelknolle je nach Größe der Länge nach vierteln oder achteln. Die Knoblauchzehen ungeschält lassen, aber mit dem Messerrücken anquetschen.
Die Zitrone unter heißem, fließendem Wasser gründlich abspülen, in Spalten schneiden und zusammen mit den Gemüsen eine ofenfeste Backform geben. Mit den abgezupften Thymianblättchen und den Fenchelsamen bestreuen, mit Olivenöl beträufeln und im auf 200°C vorgeheizten Backofen ca. 20-30 Minuten garen. 

In der Zwischenzeit die  küchenfertigen Fische unter fließendem Wasser abspülen und mit Küchenpapier trocken tupfen.
Das Olivenöl mit Salz und etwas Piment d'Espelette mischen, die Fische außen und innen gründlich damit einreiben. 
Die Limetten unter heißem, fließendem Wasser gründlich abspülen und in dünne Scheiben schneiden. Die Saiblinge auf beiden Seiten mehrfach schräg einschneiden und in jeden Einschnitt eine Limettenscheibe schieben. Jeweils einige Kräuterstiele in die Bauchhöhle jedes Fisches geben. 

Nach ca. 30 Minuten Garzeit, das Gemüse aus dem Backofen nehmen, einmal wenden und die vorbereiteten Fische darauf legen. Je nach Größe der Fische, weitere 20-30 Minuten backen.

In der Zwischenzeit die lauwarem Vinaigrette zubereiten. Dazu das Olivenöl mit zwei EL Limetten- und einem EL Zitronensaft zu einer Emulsion verrühren. Mit Salz und Piment d'Espelette würzen und in einem kleinen Topf auf dem Herd sanft erwärmen.

Die Saiblinge aus dem Ofen nehmen, mit dem Gemüse anrichten und mit Vinaigrette beträufelt servieren.

Schoko-Knusper-Granola

Frühstück gibt's bei mir eigentlich nur, wenn ich ausschlafen kann. Sobald dieser fiese kleine Wecker mich aus dem Schlaf reißt, vergeht mir quasi jeglicher Appetit und bekomm nichts runter - geht einfach nicht.
Wenn ich aber ausschlafen kann, jahaa, dann geht so Einiges, bevorzugt aber herzhafte Brotaufstriche, etc. Süßkram zum Frühstück ist eigentlich so gar nicht meins, dagegen hab ich kein Problem damit, den Tag mit nem Brados (kalt geräucherter Matjes), Würstchen, usw. zu beginnen - meist wird's aber doch ein Käsebrot.
Seit ich vor einer Weile dieses Schokomüsli in Nickys Buch gefunden habe, gibt's anstelle des Käsebrots auch sehr gern mal ein Schälchen davon und das, obwohl ich es mit Müsli eigentlich auch nicht so habe.  

Dieses Schokomüsli ist trotz der Schokolade nicht zu süß, dafür aber seeeehr schokoladig! Da im Originalrezept einige Zutaten enthalten sind, die bei uns nicht so gern gesehen sind, hab ich die Zusammenstellung entsprechend angepasst und das solltet Ihr auch unbedingt tun. 
Orientiert Euch an den im Rezept angegebenen Mengen und wählt dann die Zutaten, die Ihr gern mögt. Bei mir sind aus Mandelblättchen und Kokosraspeln Kornflakes und Dinkelpuffs geworden, anstelle des Z...., Z...., Zimts hab ich etwas gemahlene Vanille verwendet und die Haferflocken hab ich zur Hälfte durch 4-Korn-Flocken ersetzt - für mich ist es so perfekt.
Da ich das Müsli noch vor Beginn der Erdbeersaison fotografiert hab, seht Ihr kein Obst im Schälchen, das solltet Ihr aber unbedingt mal versuchen - Erdbeeren, Äpfel, Bananen oder auch getrocknete Früchte wie Cranberries peppen das Müsli nochmal zusätzlich auf und wenn Ihr eher der Joghurt-Typ seid, den aber ein klein wenig pimpen möchtet, dann streut Euch mal nen Esslöffel dieses Müslis über den Joghurt, das gibt den richtigen Crunch.
 
Zutaten
250 g zarte Haferflocken
250 g 4-Korn-Flockenmischung (Roggen, Gerste, Dinkel, Reis)
50 g Rice Krispies
50 Dinkelpuffs
100 g Cornflakes
3 EL Kakaopulver
125 g brauner Zucker
125 ml Wasser
50 ml neutrales Öl
100 g Schokolade (70%)
3 EL Ahornsirup
1/2 TL gemahlene Vanille
1 gute Prise Salz

Zubereitung
Haferflocken, Krispies, Dinkelpuffs und Cornflakes in eine Schüssel geben. Kakaopulver darübergeben und alles miteinander vermischen, so dass alle Cerealien mit Kakaopulver bedeckt sind.
Wasser und Zucker in einem Topf unter ständigem Rühren aufkochen, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat, dann vom Herd nehmen. Schokolade,Sirup, Vanillepulver und Salz dazugeben und unter Rühren auflösen.
Die Schokoladenmischung zu den Cerealien geben und alles miteinander vermengen, bis die Schokoladenmischung gleichmäßig verteilt ist.
Alles auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, großflächig ausbreiten und im auf 160°C vorgeheizten Backofen 30-40 Minuten backen, dabei das Blech alle 10 Minuten aus dem Backofen nehmen und die Granolamischung durchrühren, so dass sie gleichmäßig trocknet.
Sobald die Mischung knusprig ist, aus dem Backofen nehmen, komplett abkühlen lassen und in einem Weckglas aufbewahren.
Mit Milch oder Joghurt servieren - schmeckt besonders toll mit frischen Früchten wie beispielsweise Erd- oder Himbeeren. 

Lime Cheesecake

Der Weg von unserer Dachbutze zur UBahn ist für jeden Hobbykoch ein gefährlicher Parcours. Nicht nur, dass ich Mutti streife und direkt bei Violas vorbei muss, das nächste Hindernis ist gar nicht weit entfernt, die Buchauslage der örtlichen Buchhandlung. Dort stehen die Körbe mit reduzierten Kochbüchern grundsätzlich immer direkt an der Ecke, so dass ich gar nicht anders kann, ich werde quasi genötigt einen Blick rein zu werfen. Ok, ich könnte natürlich die Straßenseite wechseln, aber das muss ja nu auch nich sein ;o)

Die meisten dieser Kochbücher interessieren mich nicht die Bohne, da ich schon lange auch Kochbücher nach dem Grundsatz auswähle, lieber ein wirklich gutes Kochbuch als 5 billige, die zwar jedes für sich sehr günstig, trotzdem aber ihr Geld nicht wert sind. 
Manchmal hab ich aber Glück und ich finde in den Auslagen der Buchhandlung ein kleines Schätzchen, so auch vorletzte Woche. Natürlich haben meine trainierten Augen es sofort zwischen all den überflüssigen Koch- und Backbüchern entdeckt - GU Sommerküche
Kurz durchgeblättert und schon war klar, das muss mit und dass es sogar noch um mehr als die Hälfte reduziert war, hat mein für den Bruchteil einer Sekunde aufkeimendes schlechtes Gewissen sehr schnell zum Schweigen gebracht.
Mittlerweile hab ich schon einige Rezepte daraus gekocht und gebacken und kann nur sagen, das hat sich gelohnt, das Buch ist klasse!

Als Erstes möchte ich Euch einen Lime Cheesecake vorstellen, so zum Wochenende kommt ein Stückchen Kuchen ja gerade recht, oder?
Der Kuchen schmeckt nicht nur klasse und sieht toll aus, er ist auch noch unglaublich simpel zu machen - da muss nix gebacken werden, sondern alles, inkl. des Bodens wird einfach nur zusammengerührt und fertig. Ein richtiger Angeberkuchen also ;o)

Der Boden besteht, wie Ihr im Rezept nachlesen könnt, lediglich aus zerbröselten Butterkeksen und zerlassener Butter. Alles wird miteinander vermischt, kommt dann in eine mit Backpapier ausgelegte Springform und wird dort gleichmäßig verteilt. 
Damit der Boden möglichst gleichmäßig und fest wird, hab ich einen schweren Topf, der in die Springform passt, genommen und den Boden damit quasi "gestempelt". Immer schön im Kreis feste drücken und das Resultat ist ein perfekter, gleichmäßiger Kekskrümelboden. 
Apropos, dieser Boden ist am Tag der Herstellung noch sehr fest. Bereitet den Kuchen am Besten einen Tag vorher zu und lasst ihn im Kühlschrank durchziehen, dann hat der Boden eine sehr angenehme Konsistenz und der Limettengeschmack des Belages hat sich auch richtig gut entwickelt.
Gelatine ist für viele ja ein ähnlich rotes Tuch wie Hefeteig, dabei ist der Umgang mit beiden eigentlich pippieinfachleicht. Wie bei allen Dingen, gibt es auch im Umgang mit Gelatine einige Punkte zu beachten. 
  • Gelatine muss ca. 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Sie wird dann wabbelig, löst sich aber nicht auf.
  • Nach 5 Minuten wird sie mit der Hand gut ausgedrückt und dann tropfnass zusammen mit etwas Flüssigkeit (in diesem Fall Limettensaft) in einen Topf gegeben. 
  • Bei sehr! geringer Temperatur wird sie zum Schmelzen gebracht. Besonders wichtig ist, dass Gelatine nicht kochen darf, da sie dadurch ihre Gelierkraft verliert. 
  • Sobald sich die Gelatine aufgelöst hat, kommen nach und nach einige EL der zu gelierenden Masse unter Rühren dazu. Wieder wird alles verrührt. So wird verhindert, dass die Gelatine beim Einrühren in die zu gelierende Flüssigkeit Klumpen bildet.
  • Schließlich rührt man die Gelatinemischung unter die zu gelierende Masse und dann geht's ab in den Kühlschrank - das war's schon.
Ihr seht also, der Umgang mit Gelatine ist kein Hexenwerk, man muss nur die Reihenfolge der Verarbeitung beachten, darauf achten, dass sie nicht zu heiß wird und natürlich die richtige Menge verwenden. 

Zutaten
200 g Butterkekse
140 g Butter
Mark einer Vanilleschote

5 Blatt Gelatine
500 g Quark
250 g Mascarpone
100 g Puderzucker
4 Bio-Limetten
300 g Sahne

Zubereitung
Die Butterkekse in einem Blender zerkleinern, alternativ, die Butterkekse in einen Gefrierbeutel geben, gut verschließen und mit dem Nudelholz darüberrollen, bis die Kekse fein zerbröselt sind.
Die Butter in einem Topf zerlassen, zu den Butterkeksbröseln geben und alles gut vermischen.
Eine Springform mit Backpapier auslegen, dazu das Backpapier zwischen Boden und Rahmen einspannen. Die Keksbrösel darübergeben, mit einem Löffel verteilen und mit einem schweren Topf gleischmäßig festdrücken. Im Kühlschrank kalt stellen.

Die Gelatine in einer Schüssel mit kaltem Wasser einweichen. In der Zwischenzeit Quark, Mascarpone und Zucker in einer Schüssel verrrühren.
Die Limetten heiß abwaschen und mit dem Handballen mehrfach kräftig über die Arbeitsfläche rollen, so löst sich später der Saft besser.
Die Limettenschale fein abreiben und zu der Quarkmasse geben, dabei einen TL Limettenabrieb für die Deko zurückbehalten. Die Limetten halbieren und auspressen.

Die Gelatine gründlich ausdrücken und zusammen mit dem Limettensaft in einen kleinen Topf geben. Bei niedriger! Temperatur schmelzen, sobald die Gelatine beginnt zu schmelzen, die Platte ausstellen, die Gelatine soll nicht erwärmt werden. 3 EL Quarkmischung nach und nach unterrühren, dann die Gelatine gründlich unter die restliche Quarkcreme rühren.
Die Sahne steif schlagen und unter die Quarkmasse heben.
Die Masse auf dem Krümelboden verteilen und für mindestens 3 Stunden im Kühlschrank kalt stellen.

Vor dem Servieren den zurückbehaltenen Limettenabrieb über dem Kuchen verteilen und den Kuchen mit einer Himbeersauce servieren.