Krabben-Lachstatar mit Limetten-Joghurtsauce

Eigentlich ist Freitags ja immer Fischtag, aber ausnahmsweise gibt's den Fisch schon heute ;o)

Für dieses sehr einfache Rezept gilt mal wieder, dass die Qualität der Zutaten ganz besonders entscheidend für das Endresultat ist.
Unabhängig davon, dass man besonders beim Fischkauf natürlich generell darauf achten sollte, keinen Fisch oder Meeresfrüchte zu kaufen, deren Bestände gefährdet sind, bzw. bei deren Fang Methoden eingesetzt werden, die die Bestände und das Ökosystem nachhaltig schädigen, ist besonders beim Lachs der Unterschied zwischen einem konventionell gezüchteten und einem Bio-Wildlachs immens.
Während ein konventioneller Lachs fad und fettig schmeckt und kaum Eigengeschmack hat, besitzt ein Bio-Wildlachs noch das volle Aroma, dass ein Lachs haben sollte. Bei einer Zubereitung, bei der der Fisch roh serviert wird, ist das, neben der absoluten Frische des Produktes natürlich von besonderer Bedeutung.

Ganz besonders lecker wird dieses Tatar, wenn nicht nur der Lachs von allerbester Qualität ist, sondern die Krabben dazu noch frisch gepuhlt werden. Das ist zwar ein bisschen Arbeit, sie lohnt sich aber auf jeden Fall.
Nur aufgepasst, dass während des Puhlens keine kleine, gefräßige Katze daneben sitzt - die Ausbeute könnte dramatisch drunter leiden ;o)

Wir haben zu diesem Tatar kleine, knusprige Kartoffelrösti gegessen, es schmeckt aber auch sicher ein knuspriges, frisches Baguette dazu.



Zutaten
200 g Nordseekrabben, gepuhlt
200 g Bio-Wildlachsfilet
2 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
1 TL frischer Thymian
1 TL gemörste rote Pfefferbeeren
Fleur de Sel
1 Prise Zucker
1 TL Zitronensaft
mildes Olivenöl

125 g türkischer Joghurt (10%)
Fleur de Sel und Pfeffer
1 Prise Zucker
Abrieb und Saft einer Limette

Zubereitung
Die Haut des Wildlachsfilets entfernen und evtl. vorhandene gräuliche Fettschichten entfernen, da diese oftmals tranig schmecken.
Das Lachsfilet in feine Würfel schneiden und mit den Nordseekrabben in eine Schüssel geben. Die in Ringe geschnittene Frühlingszwiebel in etwas Olivenöl anschwitzen, abkühlen lassen und zu der Fischmasse geben. Alles mit Salz, Zucker, Pfefferbeeren, Thymian und Zitronensaft abschmecken und mindestens für 2 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.
In der Zwischenzeit den Joghurt würzen und den Saft und den Abrieb der Limette dazugeben und alles gut verrühren. Ebenfalls kalt stellen.
Portionsweise in Vorspeisenringen anrichten und mit der Limetten-Joghurtsauce servieren.

Quelle: NDR - Landfrauenküche

Kommentare:

nata hat gesagt…

Die Einkaufssituation wirft mich weit vor das zweite vatikanische Konzil zurück. Wirklich frischen und hochwertigen Fisch bekomme ich hier nur freitags. Und ungepuhlte Krabben? - Nö!

Andrea hat gesagt…

Klingt enorm lecker.
Sollte ich das logistische Problem lösen, 1. die erforderlichen Zutaten hier in der Pampa aufzutreiben und 2. selbige gegen DREI unglaublich gefräßige Katzen erfolgreich zu verteidigen, dann wird das Rezept sofort ausprobiert.

ostwestwind hat gesagt…

Frisch gepuhlte Krabben bringen zudem den Vorteil, dass Frau genau weiß, die wurden nicht quer durch Europa nach Marokko zum puhlen gebracht...

Claus hat gesagt…

Mit dem Lachs hast du voll und ganz recht.
Ach ja - Fischkauf ist schon ne komplizierte Nummer. Mir passiert oft, daß der Fisch X aus dem Fanggebiet Y, gefangen nach der Methode Z, der da so schön frisch in der Auslage liegt, mal wieder nicht im WWF Einkaufsratgeber steht...

Steph hat gesagt…

@ nata
Wenn das nicht ein Grund für einen Urlaub an der Küste ist?
So ein schönes Brötchen mit frisch gepuhlten Krabben - da geht nix drüber :o)

@ Andrea
Ich wollte es nicht so sagen, aber bei mir sind's auch drei und Krabben scheinen deren erklärte Lieblingsspeise zu sein, da verstehen die keinen Spaß ;o)

@ Ulrike
Da hast Du natürlich vollkommen Recht! Und zusätzlich tut man noch was für sein Essen und trainiert die Feinmotorik ;o)

@ Claus
Stimmt, viele Fischarten sind in dem Führer leider nicht aufgeführt.

Anonym hat gesagt…

Eines der Rezepte welches mich im Album anlachte. Da paßt es ganz gut das ich ab und zu mal an der belgischen Küste bin und die Zutaten in wirklich frischem und bestem Zustand bekomme.
Mein Hund mag Krabben übrigends auch gerne :-).
VG,
Claudi

Steph hat gesagt…

@ Claudi
Unsere Tiere sind halt die wahren Feinschmecker ;o)

Eline hat gesagt…

Ach, ich würde liebend gerne Krabben puhlen, wenn ich Zugang zu frischer Ware hätte! Das kann man ja mit einem Glas Köchinnenwein, Musik und Tratsch mit einem Mit-Puhler sehr angenehm gestalten. Ich beneide dich, Steph!

Koch-Banause Stefan hat gesagt…

Oh, sehr lecker. Sowas ähnliches haben wir und kürzlich in einem guten Restaurant kredenzen lassen.

Kleiner Nebenschauplatz:
Lachstartar ist eines von diesen Worten, die bei mir grundsätzlich dazu führen, dass ich im ersten Anlauf etwas falsches lese. Hier: "Lach-Starter".
Geht das nur mir so?

Steph hat gesagt…

@ Eline
Ich muss die Krabben zwar immer alleine puhlen (mein Mitesser weigert sich da standhaft), aber im Prinzip kann man daraus ein wirklich gemütliches Beisammensein machen. Und wenn ab und zu eine Krabbe direkt aus der Hand in den Mund wandert, macht es nochmal soviel Spaß ;o)

@ Stefan
Jetzt, wo Du es schreibst - Du hast vollkommen Recht ;o)

Milliways hat gesagt…

Wow, das muss unbedingt auf meine ToCook-Liste!

Federica hat gesagt…

wow fantastico piatto!

Schnick Schnack Schnuck hat gesagt…

Krabben soll man ja leider auch nur noch ganz frisch vom Kutter kaufen, da sie ansonsten zur weiteren Behandlung und Haltbarmachung um die ganze Welt verschickt werden, bevor sie dann z.B. doch wieder direkt in Husumer Fischläden landen. Auch wenn das eigene, ich mag das auch, Verpulen Frische vorgaukelt.

mipi hat gesagt…

So ein leckeres Lachstörtchen kann ich mir mit etwas Brot auch sehr gut als Vorspeise vorstellen.

Buntköchin hat gesagt…

Hab gerade überlegt wo ich diese köstliche Fischskulptur schon mal gesehen habe. Die kenne ich nämlich ganz sicher. ...dein Eintrag vom Rezeptebuch. Habe ewig gebraucht bis ich drauf gekommen bin.

Michael H. hat gesagt…

Ich denke, das Problem mit den Krabben läßt sich auch mit Bio-Garnelen (die von Aldi sind oberlecker)lösen. Werde dieses rezept auf alle Fälle dahingehend erproben.Immer kreativ sein...

Steph hat gesagt…

@ Michael
Natürlich kann man auch bei diesem Rezept seiner Fantasie und Kreativität freien Lauf lassen - es schmeckt dann halt nur anders als mit Nordseekrabben

 

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