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Linsenschaumsüppchen

Schon als ich klein war, war Mamas Linsensuppe meine allerliebste Lieblingssuppe - leicht säuerlich abgeschmeckt (aber wirklich nur son büschen) und dazu als Einlage eine knackige Bockwurst, oder auch zwei. Da wolln wir mal nich kleinlich sein. Manchmal gab's auch etwas Suppenfleisch dazu, das war aber eher die Ausnahme. 
Diese Suppe war eines meiner absoluten Lieblingsessen, neben Rouladen, Spinat mit Kartoffelbrei und nem gekochten Ei und Fischstäbchen, auch mit Kartoffelbrei und, ganz besonders wichtig, Hela Gewürzketchup - ohne den schmecken Fischstäbchen nämlich nicht.
Linsensuppe ist also eine Mamasuppe,  d.h. sie schmeckt am Besten von UND bei Mama. Selbstgekocht hab ich sie bisher nur einmal, Anfang dieses Jahres, nachdem ich mir ihr Gemecker nicht mehr anhören konnte: "Jetzt mach doch mal. Haste immer noch nicht? Ist doch nicht so schwierig. Das Rezept hab ich doch sogar schon aufgeschrieben" usw. usf. ... Kann man sich ja nicht ewig anhören ;o)
Nu isses nicht so, dass meine Version der Mama-Linsensuppe nicht geschmeckt hätte, aber zuhause schmeckt sie halt doch besser - es bleibt also dabei, Mamas Linsensuppe gibt's weiterhin nur auf Heimaturlaub und die, die ich Euch heute hier vorstelle, die ist nun meine Linsensuppe. Anders als zuhause und somit außer Konkurrenz und trotzdem seeehr lecker. Selbst mein Mitesser mochte diese Suppe ausgesprochen gerne und dabei behauptet er seit Jahren, dass er Linsen nicht mögen würde - Männer halt...
Gefunden hab ich dieses Linsenschaumsüppchen in einem noch relativ neuen Kochbuch, genauer gesagt in dem Das Kochbuch - mal wieder angeschafft, weil moey in den höchsten Tönen davon schwärmte. Recht hat sie, das Buch ist nämlich wirklich richtig toll. 
Ein ordentlich dicker Schinken mit vielen sehr interessanten Rezepte, die aber allesamt nicht kompliziert in der Zubereitung sind - auch ein sehr schönes Kochbuch für Kochanfänger. 
Wie immer ist das Rezept etwas abgewandelt, aber das versteht sich ja schon fast von selbst. 

Zutaten 
1 Schalotte 
1 Karotte
Rapsöl zum Anschwitzen
200 g Berglinsen 
750 ml Gemüsebrühe (selbstgemacht), evtl. etwas mehr
100 ml Weißwein (Grauburgunder von Diehl)
250 ml Sahne 
Salz und Pfeffer
Schwarzessig und Schnittlauchröllchen zum Servieren 

nach Geschmack Grissini und Schinken (hauchdünn geschnittener Holsteiner Katenschinken) als Beilage

Zubereitung
Die Schalotte und die Karotte fein würfeln und beides mit dem confierten Knoblauch in Rapsöl glasig anschwitzen. Die Berglinsen dazugeben und kurz mit anschwitzen. Mit Gemüsebrühe ablöschen und bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Linsen gar sind. Einige EL Linsen in einer Schüssel beiseite stellen, den Rest mit der Suppe pürieren, bis eine sämige Cremesuppe entstanden ist. Den Weißwein und die Sahne dazugeben und nochmals etwas einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen. Nochmals mit dem Stabmixer schaumig aufmixen, dann sofort servieren.
Jeweils in die Mitte des Tellers einen großzügigen Klecks der beiseite gestellten Linsen geben und vorsichtig mit der Suppe auffüllen. Etwas Schwarzessig oder alternativ Balsamico darüber geben und mit Schnittlauch bestreuen. Dazu schmecken mit Schinken umwickelte Grissini.

An alle Hobbyfotografen da draußen!

Heute gibt's ausnahmsweise mal nix von mir, sondern ich brauche Eure Hilfe - keine Sorge, kein Spendenaufruf oder son Krams ;o)
Wie Ihr vielleicht schon bemerkt hab, fotografiere ich ab und zu ganz gerne. Ist natürlich gnadenlos untertrieben, ich hab erst gestern wieder festgestellt, dass die Fotografie mir mittlerweile sogar mehr Spaß macht als das Kochen und das will schon was heißen ;o)
Tatsächlich hab ich von der Fotografie aber in Etwa soviel Ahnung wie vom Aufbau eines Automotors - ok, schlechter Vergleich, weil ich noch nichtmal nen Führerschein habe, aber auf jeden Fall ist die technische Seite der Fotografie bisher ein Buch mit 7 Siegeln für mich. 
Alles, was ich weiß ist, wie ich meine Kameras einigermaßen bedienen muss und wie ich im Anschluss ans Knipsen mit Lightroom noch n büschen was aus ihnen rausholen kann. Richtige Hobby- oder sogar Profifotografen werden sicher nur müde drüber lächeln, aber genau deshalb schreibe ich diesen Beitrag - ein Hilferuf sozusagen, denn ich möchte mich sehr gerne verbessern und dazulernen. 
Ich suche zwei Dinge, zum Einen einen oder mehrere Fotografiekurse in und um Hamburg, bei dem es hauptsächlich im Natur-, Achitektur- und Foodfotografie geht und dann noch eine Empfehlung für ein richtig gutes Tele-Objektiv für die Naturfotografie, denn dort sind meine Möglichkeiten mit meinem kleinen Standard-Objektiv leider mehr als begrenzt. 
Kameratechnisch bin ich ja komplett auf Nikon eingestellt, d.h., ich hab ne Nikon D90 und dazu noch seit einiger Zeit eine kleine 3200er, als Zweitkamera, damit ich nicht ständig das Objektiv wechseln muss, wenn ich unterwegs bin. Das Objektiv sollte also mit der D90 kompatibel sein. 

Ich wäre Euch wirklich sehr dankbar, wenn Ihr mir ein paar Tipps geben könntet, sowohl für den/die Fotokurs(e), als auch für ein gutes Teleobjektiv, auf das es sich lohnt, in den nächsten 5 Jahren zu sparen (ich weiß, die Dinger sind verdammt teuer ;o) ) 

Alles Essig!

Na, sind Eure Küchenkräuter auch schon von der Küchenfensterbank in andere Zimmer umgezogen, weil sich in der Küche langsam aber sicher die Essigflaschen und -gläser breit machen? Gerade jetzt ist die Zeit, die unterschiedlichsten Essigvarianten anzusetzen. Beerenessig, Essig mit Kräutern, es gibt soviele spannende Möglichkeiten. 
Nachdem ich in den letzten Jahren Himbeer- und Granatapfelessig angesetzt habe, stehen in diesem Jahr bisher der bereits vor einigen Wochen gebloggte Erdbeer-Essig, sowie Holunderblüten-Essig, Brombeer-Balsamico und Estragon-Essig auf der Küchen-Fensterbank. Noch ist sie noch nicht ganz voll und unsere kleinen vierbeinigen Mitbewohner haben immer noch reichlich Platz um dort ihren Ausguck zu beziehen und den Vögeln im Vorbeiflug nachzustellen - da geht also noch was!
Auf jeden Fall noch auf meiner ToDo-Liste steht aromatisierter Essig mit: 
  • Tomate
  • Cantaloupe-Melone 
  • Weinbergpfirsich
  • Quitte (das dauert aber natürlich noch n büschen)
Ich wäre aber auch noch offen für andere Ideen ;o)
Was für Essigvarianten bereitet Ihr in diesem Jahr zu? Welches sind Eure Lieblingssorten? Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr Eure Lieblingssorten und -rezepte mit uns teilen würdet!
Falls Ihr selbst einen Blog betreibt und dort schon das Essigrezept gebloggt habt oder ein Rezept von einer nichtkommerziellen Website empfehlen möchtet, führe ich die Rezepte sehr gerne hier aufgelistet untereinander auf!

Matcha-Eis

Mögt Ihr Matcha-Pulver? Ich liebe Matcha, ich mag grünen Tee aber sowieso sehr gerne. Leider rebelliert mein Magen sehr schnell, wenn ich mir mal n Tässchen grünen Tee gönne, sonst würde es den viel öfter geben. 
Mein Mitesser hat's dagegen so gar nicht mit diesem Pulver, daher hab ich Kekse, Sirup oder in diesem Fall das Eis immer für mich allein - ganz allein nur für mich *träller :o)

Wenn Ihr dieses Eis nach-,  was sagt man da eigentlich, -rührt? -einfriert? Also nachmacht, Ihr wisst, was ich meine. Wenn Ihr dieses Eis, das man übrigens auch prima als Parfait ohne Maschine zubereiten kann, nachmachen wollt, dann achtet unbedingt auf die Qualität des Matchapulvers. Kauft nicht irgendein billiges Pulver aus dem Asiashop, das ist meist sehr bitter und geschmacklich sehr weit von dem entfernt, was ein gutes Matchapulver an Aromen mitbringt. 
Wenn Euer Teehändler vor Ort kein Matcha-Pulver führt, schaut mal im Internet nach, da gibt's eine ganze Reihe verschiedener Anbieter, die wirklich gutes Matchapulver führen. 

Zutaten
250 ml Milch 
100 g Zucker 
1 Prise Salz 
500 ml Sahne 
4 TL Matcha
6 große Eigelbe

Zubereitung 
Die Milch mit dem Zucker, Inverzuckersirup und dem Salz in einem Topf erwärmen. Die Sahne in eine große Schüssel geben und mit dem Matchapulver verrühren - evtl. zurückbleibende Klümpchen lösen sich später noch auf.  In einer zweiten Schüssel die Eigelbe verrühren. 
Eine kleine Tasse der heißen Milch in einem dünnen Strahl unter stetigem Rühren in die Eier einrühren, dabei aufpassen, dass die Eier nicht gerinnen. Eine zweite Tasse heiße Milch einrühren, dann die Eiermilch ebenfalls in einem dünnen Strahl in die heißé Milch einrühren. 
Den Topf wieder auf die Herdplatte stellen und die Masse bei mittlerer Hitze solange Rühren, bis die Masse deutlich eingedickt ist und ungefähr die Konsistenz eines Puddings hat, dann in die Sahne einrühren und solange Rühren, bis sich die evtl. noch zurückgebliebenen Matchaklümpchen aufgelöst haben. 
Die Eisbasis komplett abkühlen lassen, dann über Nacht im Kühlschrank runterkühlen. Am nächsten Tag nach Herstelleranweisung in der Eismaschine* für ca. 40 Minuten gefrieren. In der Zwischenzeit eine Metallschüssel im Gefrierschrank vorfrieren und die fertige Eismasse umfüllen. In der Metallschüssel nochmals 2-3 Stunden im Gefrierschrank einfrieren, bis das Eis die richtige Konsistenz hat.
Abgewandelt nach einem Rezept von David Lebovitz - Perfect Scoop (Affiliate-Link)

Russischer Zupfkuchen

Kleine Kuchen - Back-Event bei Low Budget CookingFür den letzten Russischen Zupfkuchen, den ich vor mittlerweile bestimmt um und bei 15 Jahren gebacken habe, musste ich nur ne Packung aufreißen und das Pulver mit Quark verrühren? So genau weiß ich das gar nicht mehr. Auf jeden Fall war's ne Backmischung, wie wohl damals bei den meisten, die nen Russischen Zupfkuchen gebacken haben. Insgesamt war der Kuchen zwar ganz lecker, soooo dolle schmeckte er aber nu auch wieder nicht - sieht man auch daran, dass wir ihn nie wieder gebacken haben ;o)
Als ich letztes Wochenende im Kühlschrank ein Glas Quark fand, das dringend weg musste, kam mir, aus welchem Grund auch immer, wieder dieser Kuchen in den Sinn - wahrscheinlich war mein Schokopegel so niedrig, dass ein normaler Käsekuchen mit nem hellen Mürbeteig schon aus Prinzip nicht in Frage gekommen wäre.   
Also fix nach Russischer Zupfkuchen gegoogelt und ganz schnell am Rezept vom Bäcker Süpke hängengeblieben. Ich hätte natürlich auch ein Rezept aus den diversen Foren, die in der Suche erscheinen, nehmen können, wenn aber Tina, zorra UND Eva in den höchsten Tönen von eben ganz genau diesem Rezept schwärmen, ja da kann frau ja gar nicht mehr anders, oder?

Da ich nur ein 400 g-Glas Quark hatte, eine normalgroße Form also nicht in Frage kam, hab ich das Rezept umgerechnet und einen kleinen Kuchen draus gemacht - sehr praktisch, denn so musste mein Mitesser nicht wieder mehr als die Hälfte mit ins Büro nehmen, sondern es blieben grad noch so zwei Stückchen fürs Bürofrühstück übrig, den Rest haben wir direkt aufgefuttert. 
Wie bei zorra, ist auch mein Zupfkuchen eher zu nem Streuselkuchen mutiert - finde ich aber hübscher und so hat man auch bei jedem Bissen ne ordentliche Portion Schokostreusel dabei. Wenn Ihr lieber große Streusel mögt, dann knetet halt solange, bis die Streusel n büschen größer werden.
Tipp: Wenn Ihr, wie ich, im Matheunterricht grundsätzlich geistig abwesend wart und das Umrechnen der Mengen daher nicht auf Anhieb klappt, schaut unbedingt mal bei Alex rein, der hat nämlich einen ganz tollen Kuchenform-Umrechner gebastelt, der Euch die Kopfarbeit abnimmt. 
 Zutaten (für eine Form mit 18 cm ∅)

Schokoteig
50 g Zucker
50 g Butter 
1 Eigelb
100 g Mehl 
20 g Kakao
5 g Backpulver

Quarkmasse
2 Eier
1/2 TL Salz
300 g Quark
40 g Zucker
20 g Maisstärke
70 ml Rapsöl
Mark einer halben Vanilleschote
Abrieb einer halben unbehandelten Bio-Zitrone

Zubereitung
Alle Zutaten für die Streusel in eine Schüssel geben und möglichst schnell zu Streuseln verarbeiten. 2/3 in eine gebutterte und mit Kakaopulver ausgestäubte Form geben und gut festdrücken. 
Die Eier trennen und das Eiweiß mit dem Salz schaumig, aber nicht komplett steif schlagen. 
Alle anderen Zutaten in eine Schüssel geben und zu einer cremigen Masse verrühren, das cremige Eiweiß behutsam unterheben. Die Quarkfüllung auf den Schokoboden geben und glatt verstreichen. Die Streusel darüber verteilen und den Kuchen im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 30-45 Minuten backen.