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Bratkartoffeltarte

Tartes und Quiches sind was ganz Wunderbares! Sie sind deshalb so toll, weil man für eine leckere Tarte keine besonders exklusiven Zutaten benötigt, sie prima vorzubereiten sind und man mit einer Tarte auch für Gäste ein leckeres und unkompliziert vorzubereitendes Essen servieren kann, das zusammen mit einem leckeren Salat auch noch optisch was hermacht. Außerdem sind sie perfekt für Picknicks, Partys & Co. - ein tolles kulinarisches Mitbringsel. Ideal also für alle, die nicht bis zur letzten Minute in der Küche stehen wollen, sondern ohne viel Streß eine leckere Mahlzeit auf den Tisch bringen wollen.
Meine Vorliebe für Tartes hat inzwischen dermaßen Blüten getrieben, dass ich wahrscheinlich die größte Tarteform-Sammlung ganz Hamburgs habe - ok, Cucinaria und das Handelshaus Laegel dürften noch n paar mehr in ihren Regalen stehen haben, meine Sammlung ist aber auch recht stattlich. Groß, klein, hoher Rand, flacher Rand, rund, quadratisch, rechteckig, beschichtet oder nicht, aus Alu, Stahl und Porzellan - man kann einfach nicht genug Tarteformen haben ;o)
Für diese Tarte habe ich eine Form mit einem hohen Rand verwendet, also quasi eine Quiche-Form. Die nehme ich immer, wenn die Füllung sehr voluminös ist, dann läuft die Tarte nicht so leicht über. 
Das Rezept stammt aus dem Das Kochbuch* und ist von mir nur entsprechend der verwendeten Form und meinem persönlichen Geschnack abgewandelt.

Zutaten 
125 ml Wasser 
1/2 Tütchen Trockenhefe 
1 TL Honig
1/2 TL Salz 
250 g Mehl 

Belag
600 g Kartoffeln 
2 rote Zwiebeln 
200 g durchwachsener Speck 
1 EL körniger Senf

Guss
200 ml saure Sahne
100 ml Sahne 
4 Eier 
Salz und Pfeffer
frisch gemahlene Muskatnuss 
1 Bund Schnittlauch 

Zubereitung
Die Trockenhefe mit dem Wasser und dem Honig in ein Gefäß geben und einige Minuten stehen lassen, bis sich die Hefe und der Honig komplett aufgelöst haben.
Mit dem Mehl und dem Salz in eine Schüssel geben und alles sehr gründlich zu einem elastischen Hefeteig verkneten. Abgedeckt stehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat. 
In der Zwischenzeit die Zwiebeln und Kartoffeln schälen, die Zwiebeln in Würfel schneiden und die Kartoffeln in dünne Scheiben schneiden oder noch besser, hobeln. 
Den Speck von der Schwarte befreien und diese in einer Pfanne auslassen. Den Speck in feine Würfel schneiden. 
Zwiebeln, Kartoffelscheiben und Speckwürfel in die Pfanne geben und ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze braten, bis die Kartoffeln etwas gebräunt sind. Mit Salz und Pfeffer würzen und beiseite stellen. 

Den Hefeteig abschlagen und rund ausrollen. Eine Tarteform damit auslegen und den Teig mit einer Gabel mehrfach einstechen - so wird verhindert, dass der Teig beim Backen Blasen wirft. 
Den Teigboden mit dem Senf bestreichen, dann darauf die Kartoffelmischung verteilen. 
Einen Guss aus saurer Sahne, Sahne, Eiern, Gewürzen und Schnittlauch herstellen und darübergießen.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten backen, bis die Tarte komplett gestockt und goldbraun ist, dann herausholen und vor dem Servieren etwas abkühlen lassen. 
Schmeckt am Besten mit einem knackigen grünen Salat.
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Erdbeer- und Pfirsichbalsam

Dass mich das Essigfieber gepackt hat, hab ich Euch ja schon erzählt. So langsam sind nun die ersten Ansätze soweit, dass sie entweder abgeseiht und verwendet, oder zu Balsam weiterverarbeitet werden können. Mit Balsam ist natürlich kein Aceto Balsamico gemeint, den kann ich in meiner kleinen Dachbutze nicht herstellen - ich kann ja schließlich auch nicht hexen ;o)
Ein Balsam ist vielmehr eine Mischung aus dem Fruchtessig, Fruchtmark und Zucker nach Geschmack, bzw. Reifegrad und Aroma der verwendeten Früchte. Also im Prinzip eine Essig-Fruchtsauce, die phantastisch in Kombination mit Eis, Panna Cotta oder anderen Desserts, aber auch als Kick in einem Glas Sekt oder Prosecco schmeckt - mir schmecken diese Saucen so lecker, dass ich sie auch einfach so weglöffeln kann.
Auf diese Idee und den Geschmack bin ich bei der Verkostung verschiedener Essige auf der diesjährigen Bio-Messe in Berlin gekommen, der dort vorgestellte Erdbeer-Balsam war einfach so grandios lecker, dass ich das u n b e d i n g t nachmachen musste. Glücklicherweise sind die Zutaten auf der Rückseite aufgelistet, so dass dem nichts im Wege stand. Neben den bereits erwähnten Zutaten sind in dem gekauften Erdbeerbalsam noch Wasser und Granatapfelextrakt aufgeführt - hab ich natürlich weggelassen.

Neben den heute vorgestellten Essigsorten hab ich in diesem Jahr folgende Essigsorten angesetzt, bzw. bereits fertig abgefüllt:
  • Holunderblütenessig
  • Estragonessig
  • Brombeerbalsamico
  • Kräuteressig (Pimpinelle, Dill, Borretsch, Kappuzinerkresse, Petersilie, Thymian, Schnittlauch, Zitronenmelisse, Sauerampfer)
  • Tomatenessig
  • Cantaloupemelonen-Essig
  • Zwetschen-Rotweinessig 
  • Mirabellenessig
Aus dem Mirabellen- und Zwetschenessig werd ich ebenfalls noch Balsam machen und dazu jetzt schonmal ein paar Früchte zu Fruchtmark verarbeiten und einfrieren, da die Saison ja schon vorbei ist, wenn der Essig abgeseiht wird. 

Wie der Frucht-, Gemüse- oder Kräuteressig angesetzt wird, hab ich ja schon beim Erdbeer-, Himbeer- und Granatapfelessig erklärt, das Prinzip ist immer das gleiche: Weißwein-, Rotwein- oder Balsamicoessig in ein verschließbares Gefäß geben, Früchte, Gemüse oder Kräuter dazu und für die nächsten Wochen ab auf die Fensterbank. Ab und zu etwas schütteln, so dass alles gleichmäßig im Essig ziehen kann und nach ein paar Wochen abseihen - fertig. Einige kochen den Essig nochmal auf, darauf verzichte ich aber zugunsten des Geschmackes.

Diese hergestellten Essige sind nicht nur lecker, sondern auch ein ganz tolles Geschenk, Weihnachten steht ja quasi schon so gut wie vor der Tür ;o) 

Erdbeerbalsam

Zutaten 
200 g Erdbeerpüree
80 g Rohrzucker
150 ml Erdbeeressig 

Zubereitung 
Die Erdbeeren waschen und putzen und in ein hohes Gefäß geben. Mit dem Pürierstab pürieren, bis ein glattes Fruchtmus entstanden ist. Das Erdbeerpüree durch ein sehr feines Sieb passieren. 
Das Erdbeerpüree zusammen mit dem Zucker leicht erwärmen und Rühren bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Den Essig einrühren und in zuvor sterilisierte Flaschen füllen.  


Weinbergpfirsich-Balsam

Zutaten 
250 ml Weinbergpfirsich-Essig
200 ml Weinbergpfirsichmark
ca. 30 g Rohrohrzucker


Zubereitung
Pfirsiche in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen. Einige Minuten ziehen lassen, dann mit kaltem Wasser abschrecken. Die Pfirsiche häuten und das Pfirsichfleisch mit dem Stabmixer pürieren und durch ein sehr feines Sieb passieren.

Das Pfirsichmark zusammen mit dem Zucker leicht erwärmen und Rühren bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Den Essig einrühren und in zuvor sterilisierte Flaschen füllen.

Zitronen-Ziegenkäse-Ravioli

Ja ich weiß, ich vernachlässige den KuLa mal wieder sträflich - irgendwie hänge ich noch im Spät-Sommerloch fest... Um den Rezeptstau in meiner Warteschleife aber so langsam aber sicher etwas abzuarbeiten, gibt's heute ein Rezept das schon seit über einem Jahr in meiner Warteschleife vor sich hin dümpelt, es aber mangels gescheitem Foto bisher nicht in den Blog geschafft hat - völlig zu Unrecht, denn diese Ravioli sind zwar sehr simpel in der Zubereitung, schmecken dafür umso besser. Die Kombination aus Ziegenkäse, rosa Pfefferbeeren, frischem Estragon und Camelinaöl schmeckt einfach unglaublich gut.
Das Camelinaöl könnt Ihr natürlich durch ein Öl Eurer Wahl austauschen, es sollte aber ein wirklich sehr gutes Öl sein, da das Öl in diesem Fall quasi die Sauce ersetzt. Ich verwende sehr gerne das Camelinaöl von Fandler oder, weil ich ja ein ganz großer Rapsöl-Fan bin, das Rügener Rapsöl* aus Rothenkirchen. 


Zutaten

Nudelteig
300 g Mehl (Typ 405)
3 Eier
ein Schluck Olivenöl
eine gute Prise Kurkuma
Abrieb einer Bio-Zitrone
etwas Salz

Füllung
300 g Ziegenfrischkäse
Fleur de Sel
Piment d'Espelette
schwarzer Pfeffer
evtl. Eiweiß zum Bestreichen

Zum Servieren
2 TL rosa Pfefferbeeren, angemörsert
2 TL gehackter frischer Estragon
Abrieb einer Bio-Zitrone
sehr gutes Raps- oder Camelinaöl

Zubereitung
Aus Mehl, Salz, Olivenöl, Kurkuma, Zitronenabrieb und Eiern einen Nudelteig kneten, in Frischhaltefolie wickeln und mind. 30 Minuten ruhen lassen.

Den Ziegenkäse verrühren und mit Salz, Piment d'Espelette und Pfeffer würzen.

Den Nudelteig ausrollen und kleine Mengen der Füllung in ausreichendem Abstand darauf verteilen. Eine zweite Teigplatte darüber legen, die Luft herausstreichen und die Kanten gut festdrücken. Mit einem Ausstecher nach Wahl Quadrate oder Kreise ausstechen.
Die fertigen Ravioli bis zuer weiteren Verwendung auf ein mit gemahlenem Hartweizengries bestreutes Backblech legen.

In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen, die Ravioli hineingeben und die Temperatur soweit reduzieren, dass das Wasser nur noch simmert. Die Ravioli al dente kochen, auf einem Teller anrichten und mit etwas sehr gutem Rapsöl beträufeln. Mit Zitronenabrieb, gemörserten roten Pfefferbeeren, Estragon und Fleur de Sel bestreuen und sofort servieren.  
Quelle: Ottholenghi - Genussvoll vegetarisch*

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Aus zwei mach eins: Taboulé + Kisir = Tabousir

Ein Rezept für Taboulé gibt's zwar schon im Archiv, seit ich das Rezept vor zwei Jahren gebloggt habe, hat sich an unserer Lieblingsrezeptur aber soviel getan, dass eine Neuauflage dringend notwendig ist - heute gibt's also Taboulé Vol. 2. 
Ob meine Version nun wirklich Taboulé, Kisir oder ne Mischung aus beiden ist, das überlass ich Euch - schmecken tut diese Version aber garantiert ;o)

Gerade jetzt ist die perfekte Zeit für Taboulé, Tomaten und Gurken haben Hochsaison und falls die große Hitze tatsächlich nochmal ähnlich erbarmungslos zuschlagen sollte wie am letzten Wochenende, gibt's eh nix besseres als einen leckeren Salat. Taboulé ist eine prima Beilage, schmeckt aber auch klasse als Hauptmahlzeit - bei uns gibt's eigentlich nie etwas dazu, sondern nur eine groooooße Portion Taboulé.   

Den besonderen Pfiff bekommt meine Taboulé-Variante durch das dunkle Sesamöl, das eigentlich weder in Taboulé noch in Kisir etwas zu suchen hat, dem Salat aber noch n büschen mehr Tiefe gibt - ich liebe dunkles Sesamöl! In vielen Rezepten steht ja oft etwas von "ein paar Tropfen dunklem Sesamöl". Jetzt mal ehrlich, da schmeckt man doch gar nix davon. Ein guter Schuss muss schon sein - meine Meinung ;o) 
Um dann als Gegenpart wieder die nötige Frische reinzubringen, verwende ich gerne Limettensaft. Zitrone ist natürlich auch lecker, ich finde Limette in diesem Fall aber raffinierter.
 
So, und zum Abschluss gibt's heut mal wieder eine Premiere. Meine Damen und Herren, Obacht, es folgt eine Getränkeempfehlung! Ne Weinempfehlung kann ja jeder (jetzt mal von mir abgesehen, denn ich hab ja bekanntlich Null Ahnung von Wein), also bekommt Ihr von mir eine etwas andere Getränke- bzw. Produktempfehlung. 

Ihr kennt sicher Cidre oder Cider - sehr lecker und besonders im Sommer eines meiner Lieblingsgetränke. Bis vor Kurzem haben wir den Cidre immer bei unserem Weinhändler gekauft, das hat sich jetzt aber geändert,  denn seit einigen Monaten gibt es Elbler und den gibt's sogar bei EDEKA (zumindest in Hamburch). 
Elbler wird im Alten Land produziert, ist Bio und der mit Abstand leckerste Cider, den ich bisher getrunken hab - und das schreib ich nicht, weil ich ob der Herkunft voreingenommen bin, sondern weil der tatsächlich grandios lecker ist. Es gibt ihn in zwei Varianten, Ebbe mit 2,5 und Flut mit 5% - wir haben bisher aber immer die gehaltvollere Variante getrunken. Wenn schon, denn schon...
Für den Fall, dass Euch beim Einkauf also zufällig eine Elbler-Flasche über den Weg laufen sollte, greift zu! Wir haben mittlerweile sogar aufgerüstet und uns nen ganzen Kasten/Karton besorgt. Ich mag den einfach so gerne, dass ich davon immer nen kleinen Vorrat zuhause haben muss ;o)
Bei der Gelegenheit, falls mal einer der Elbler-Vertreiber einen Blick in meinen Blog wirft - bitte schafft anständige Kästen an! Diese Pappkartons sind wirklich gruselig. Danke!

Zutaten 
300 g Bulgur (mittlere Körnung)
2 EL Tomatenmark 
2 EL Ajvar (mild)
1 TL Cumin
1/2 TL Sumach 
Salz und Piment d'Espelette nach Geschmack 
kochendes Wasser
1 großes Bund glatte Petersilie 
1 Bund Minze
1 Bund Frühlingszwiebeln
6 Tomaten
1 Salatgurke 
Saft von 2-3 Limetten
3 EL Olivenöl
3 EL dunkles Sesamöl 

Zubereitung 
Den Bulgur mit dem Tomatenmark, Ajvar und den Gewürzen in eine große Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen, so dass der Bulgur bedeckt ist. Verrühren, so dass sich Tomatenmark und Ajvar auflösen und die Gewürze gut verteilt sind. Den Bulgur quellen und komplett abkühlen lassen. 
In der Zwischenzeit die Tomaten vierteln, die Kerne entfernen und das verbliebene Tomatenfleisch in Würfel schneiden. Die Gurke längs halbieren, die Kerne mit einem Löffel herausschaben und die Gurke ebenfalls in Würfel schneiden. 
Die Petersilie komplett MIT den Stielen und die Minze mit den dünnen oberen Stielen in feine Streifen schneiden und unter den Salat heben. Limettensaft und Öl dazugeben und verrühren und evtl. nochmals abschmecken. Etwas durchziehen lassen. 

Das neueste Kapitel des Abmahnwahnsinns...

Man könnte meinen, die Temperaturen der letzten Tage sind einigen Menschen n büschen zu Kopf gestiegen - anders kann ich mir das neueste Kapitel des Abmahnwahnsinns wirklich nicht erklären. Der aktuelle Fall:
Eine Münchner Großbäckerei hat sich den Begriff Sonne markenrechtlich schützen lassen und verschickt wohl (oder lässt verschicken) fleißig Abmahnungen an Shopbetreiber und Bäckereien, die Produkte mit eben diesem Namen vertreiben. Blogger sind noch nicht betroffen, da sich "der Markenschutz aber auch auf Rezepte, Anleitungen und Bücher ausdehnt" (Wortlaut Pöt), besteht keine Gewähr, dass demnächst nicht vielleicht auch noch in der Bloggerszene die Abmahnungen in die Briefkästen flattern. 
Ich selbst gehöre ja nicht zu den Hobbybäckern und Brotback-Bloggern und stecke daher selbst zu wenig in der Thematik drin, als dass ich noch detaillierter auf diesen Fall eingehen kann/möchte, deshalb verweise ich gerne auf einen Beitrag im Sauerteigforum, indem dieser Fall ausführlich thematisiert wird.

Linsenschaumsüppchen

Schon als ich klein war, war Mamas Linsensuppe meine allerliebste Lieblingssuppe - leicht säuerlich abgeschmeckt (aber wirklich nur son büschen) und dazu als Einlage eine knackige Bockwurst, oder auch zwei. Da wolln wir mal nich kleinlich sein. Manchmal gab's auch etwas Suppenfleisch dazu, das war aber eher die Ausnahme. 
Diese Suppe war eines meiner absoluten Lieblingsessen, neben Rouladen, Spinat mit Kartoffelbrei und nem gekochten Ei und Fischstäbchen, auch mit Kartoffelbrei und, ganz besonders wichtig, Hela Gewürzketchup - ohne den schmecken Fischstäbchen nämlich nicht.
Linsensuppe ist also eine Mamasuppe,  d.h. sie schmeckt am Besten von UND bei Mama. Selbstgekocht hab ich sie bisher nur einmal, Anfang dieses Jahres, nachdem ich mir ihr Gemecker nicht mehr anhören konnte: "Jetzt mach doch mal. Haste immer noch nicht? Ist doch nicht so schwierig. Das Rezept hab ich doch sogar schon aufgeschrieben" usw. usf. ... Kann man sich ja nicht ewig anhören ;o)
Nu isses nicht so, dass meine Version der Mama-Linsensuppe nicht geschmeckt hätte, aber zuhause schmeckt sie halt doch besser - es bleibt also dabei, Mamas Linsensuppe gibt's weiterhin nur auf Heimaturlaub und die, die ich Euch heute hier vorstelle, die ist nun meine Linsensuppe. Anders als zuhause und somit außer Konkurrenz und trotzdem seeehr lecker. Selbst mein Mitesser mochte diese Suppe ausgesprochen gerne und dabei behauptet er seit Jahren, dass er Linsen nicht mögen würde - Männer halt...
Gefunden hab ich dieses Linsenschaumsüppchen in einem noch relativ neuen Kochbuch, genauer gesagt in dem Das Kochbuch - mal wieder angeschafft, weil moey in den höchsten Tönen davon schwärmte. Recht hat sie, das Buch ist nämlich wirklich richtig toll. 
Ein ordentlich dicker Schinken mit vielen sehr interessanten Rezepte, die aber allesamt nicht kompliziert in der Zubereitung sind - auch ein sehr schönes Kochbuch für Kochanfänger. 
Wie immer ist das Rezept etwas abgewandelt, aber das versteht sich ja schon fast von selbst. 

Zutaten 
1 Schalotte 
1 Karotte
Rapsöl zum Anschwitzen
200 g Berglinsen 
750 ml Gemüsebrühe (selbstgemacht), evtl. etwas mehr
100 ml Weißwein (Grauburgunder von Diehl)
250 ml Sahne 
Salz und Pfeffer
Schwarzessig und Schnittlauchröllchen zum Servieren 

nach Geschmack Grissini und Schinken (hauchdünn geschnittener Holsteiner Katenschinken) als Beilage

Zubereitung
Die Schalotte und die Karotte fein würfeln und beides mit dem confierten Knoblauch in Rapsöl glasig anschwitzen. Die Berglinsen dazugeben und kurz mit anschwitzen. Mit Gemüsebrühe ablöschen und bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Linsen gar sind. Einige EL Linsen in einer Schüssel beiseite stellen, den Rest mit der Suppe pürieren, bis eine sämige Cremesuppe entstanden ist. Den Weißwein und die Sahne dazugeben und nochmals etwas einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen. Nochmals mit dem Stabmixer schaumig aufmixen, dann sofort servieren.
Jeweils in die Mitte des Tellers einen großzügigen Klecks der beiseite gestellten Linsen geben und vorsichtig mit der Suppe auffüllen. Etwas Schwarzessig oder alternativ Balsamico darüber geben und mit Schnittlauch bestreuen. Dazu schmecken mit Schinken umwickelte Grissini.