Taboulé

Eigentlich braucht es für Taboulé kein Rezept, Taboulé ist der ideale Salat, um nach Gutdünken die Zutaten zu variieren. Für alle, die aber gern mal meine Version ausprobieren möchten, hab ich hier die Mengenangaben zusammengefasst, wie sie sich im Laufe der Jahre im KuLa eingebürgert haben. 

Bulgur gibt es in der Regel in 3 unterschiedlichen "Körnungsgraden" von sehr fein bis recht grob. Ich verwende am liebsten den mittleren, den groben mag ich ganz und gar nicht und der feine ist mir halt zu fein - die Mitte ist hier ideal ;o)
Wenn es keine guten Tomaten gibt (momentan haben wir die Probleme ja glücklicherweise nicht und die Marktstände biegen sich unter der Last wunderbar aromatischer Tomaten), nehme ich sehr gern getrocknete Tomaten, dann hält sich der Salat auch länger als mit frischen. 
Mit frischen Tomaten zubereitet, schmeckt der Salat am Zubereitungstag am Besten, am nächsten Tag haben die Tomaten (kommt natürlich auch auf die Sorte an) zuviel Saft abgegeben, der Salat wird matschig und die Tomaten labberig. 
Wer den Salat für den nächsten Tag, also evtl. für's Büro, zubereiten möchte, dem empfehle ich also eindeutig die Verwendung von getrockneten Tomaten.  

Zutaten
200 g Bulgur (mittlere Körnung)
3 Tl geröstetes Suppengewürz
300 ml kochendes Wasser
4 Tomaten

1 Gurke 

1 Bund Frühlingszwiebeln

1 großes Bund glatte Petersilie 
1 Bund Minze
1 Zitrone
5 EL Olivenöl 

Salz und Pfeffer

Zubereitung
Den Bulgur in eine Schüssel geben, und mit soviel kochendem Wasser begießen, dass er komplett bedeckt ist. Das Wasser wird komplett aufgesogen und es ist kein Abgießen notwendig. Solange stehen lassen, bis der Bulgur komplett gequollen und abgekühlt ist. dabei 1x mit einer Gabel auflockern.
Tomaten vierteln und die Kerne entfernen - in Würfel schneiden. Die Gurke längs halbieren und mit einem EL das Kerngehäuse entfernen - ebenfalls in Würfel schneiden. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.
Petersilie und Minze grob hacken.
Alles in eine große Schüssel geben und alles reichlich mit Salz und Pfeffer würzen, Zitronensaft und Olivenöl dazugeben und miteinander vermengen.


Kommentare:

Arthurs Tochter hat gesagt…

Nach dem Entfernen der Kerne und des schlabbrigen Innenlebens der Tomaten "trockne" ich die Viertel immer mühsam mit Küchenkrepp ab. Ist 'ne Heidenarbeit, aber ich bilde mir ein, den Salat so noch einen Tag länger gemiessen zu können.

Sollte noch welcher überbleiben... Ich lebe in einer Familie von Taboulé-Junkies ;0)

Barbara hat gesagt…

Taboulé finde ich vor allem im Sommer genial. Und auch aus mittlerem Bulgur. :-)

Man kann die Tomaten auch super antrocknen, im Backofen oder Dörrer, dann hat man so ein Zwischendings, weniger labbrig.

kochessenz hat gesagt…

Ist ja interessant. Ich nehm immer Couscous für diesen Salat. Bulgur mach ich vor allem warm, zu kurzgebratenem Lamm, mit Tomaten und Paprika und viel Olivenöl...

Mir war nicht bewusst, dass es bei Bulgur unterschiedliche Körnungen -oder besser gesagt Schnitte- gibt.

Anonym hat gesagt…

eine Variation die meiner Meinung nach mehr Tomatengeschmack bringt: die Zubereitung mit Wasser weglassen und stattdessen saftige Tomaten und Gurken mit dem Couscous mehrere Stunden ziehen lassen. Der Saft der Tomaten durchzieht so den Salat.

Grüße und danke für den tollen Blog!
Markus

Steph hat gesagt…

@ Astrid
Da haste aber wirklich gut zu tun ;o)
Werd ich das nächste Mal ausprobieren - danke für den Tipp!

@ Barbara
Stimmt, dass ich da noch nicht drauf gekommen bin! Angetrocknete Tomaten schmecken ja auch nochmal aromatischer - wird ebenfalls ausprobiert! In der nächsten Zeit gibt's wohl wieder verstärkt Taboulé ;o)

@ Martin
Ich mache/kenne ihn mit Bulgur, Couscous mag ich aber auch nicht besonders, daher ist Bulgur für mich ideal.

Die verschiedenen "Körnungen" gibt's vorwiegend in türkischen Geschäften.

@ Markus
Ich mag besonders gern die gemüsige Note meines Gemüsebrühpulvers am Taboulé, wer es aber tomatiger mag, für den ist Deine Variante sicher perfekt.
Freut mich, dass Dir der KuLa gefällt :o)

George hat gesagt…

Dieser Salat war mein erster Kontakt zur libanesischen Küche und fand selbstvertsändlich wo statt? In Berlin, richtig. :)
Ich mochte ihn vom ersten Tag an sehr gern, da die Petersilie und die Tomaten eine wunderbare Frische geben. Und da ich zu Salaten gern etwas Warmes mag, esse ich seit ich ihn damals in Berlin so serviert bekam bis heute gern goldgelb gebratenen Haloumi dazu.

Steph hat gesagt…

@ George
Gebratenem Halloumi wollte ich eh nochmal ne Chance geben, bis dato mochte ich ihn nämlich nicht so gerne - beim nächsten Taboulé ist der aber nochmal dran, eine gute Idee!

Chaosqueen hat gesagt…

Ich mag Taboulé auch sehr gerne, ebenfalls mit dem mittleren Bulgur, allerdings mit nicht ganz so viel Minze.

Die halbgetrockneten Tomaten sind eine schöne Idee, besonders für die Zeit, in der sie nicht so aromatisch sind wie jetzt.

Candy and Milk hat gesagt…

Ich werd verrückt!!!!

Heute beim Kennelernessen bei meiner Schwiegermutter in spe habe ich zum allerersten Mal von Taboulé gehört und es gegessen.
Und war begeistert!
Und kaum komme ich Abends heim und an den Rechner gibt es hier das passende Rezept dazu......gutes Timing!

Übrigens war das heutige mit einer GANZEN MENGE frischer Minze angereichert, das war sehr lecker und verdamt erfrischend.

 

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