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Eierlikörnapfkuchen

Gute Dinge können oder sollten sogar mehrfach gebloggt werden, damit sie auch ja jeder mitbekommt, daher nehm ich mir heute einfach ein Beispiel am Fernseh-programm und bringe eine Wiederholung
Dieser, mein mit großem Abstand allerliebster Lieblings-Napfkuchen, schmeckt zwar das ganze Jahr hindurch unschlagbar gut, der Eierlikör und die zwei bis drei oder auch vier bis fünf Eier machen ihn aber geradezu perfekt für die österliche Kaffee-tafel - ein sehr guter Zeitpunkt also für eine Neuauflage.  

Das Rezept hab ich vor mittlerweile über 10 Jahren von einer damaligen Mitschülerin bekommen und es ist seitdem eines meiner heißgeliebten Standard-rezepte. Besonders gerne backe ich ihn wenn mein Mitesser am nächsten Tag einen Kuchen mit zur Arbeit nehmen möchte, denn am nächsten Tag schmeckt er sogar noch besser und ist so saftig, dass er sich problemlos einige Tage frisch hält. 
Theoretisch ;o)
Soweit kommt es aber gar nicht, denn dieser Kuchen ist nicht nur unglaublich saftig, sondern auch so wahnsinnig lecker, dass er den Tag eh nicht übersteht ;o)

Eierlikörnapfkuchen
Seit ich dieses Rezept vor gut zwei Jahren das erste Mal gebloggt habe, hab ich es insofern abgewandelt, als dass ich den Kuchen jetzt nicht mehr bei Umluft, sondern mit Ober- und Unterhitze backe. 
Ich hab das Gefühl, dass er so kontrollierter aufgeht und noch feiner in der Struktur wird - auf die Saftigkeit hat die Wahl des Backprogramms keine Auswirkung, weil saftiger geht's sowieso nicht ;o)
Wenn Ihr also noch einen Kuchen für Eure Kaffeetafel sucht, aber keine Lust und/oder Zeit habt, am gleichen Tag einen zu backen, dieser hier ist genau der richtige.

Eierlikörnapfkuchen in der Form
Zutaten
250 g Puderzucker
5 Eier
1 EL Vanilleextrakt
125 g Mehl
125 g Speisestärke
1 Tütchen Backpulver
250 ml Eierlikör
250 ml Rapsöl

Zubereitung
Den Puderzucker durchsieben und zusammen mit den Eiern einige Minuten sehr schaumig rühren. Vanilleextrakt, Eierlikör und Öl hinzufügen und alles verrühren.
Das Mehl, die Speisestärke und das Backpulver mischen und zu der Eiermasse geben, vorsichtig unterrühren.

Eine Napfkuchenform fetten und gründlich mehlieren. Den Teig hineingießen und im auf 160°C (Ober- und Unterhitze) vorgeheizten Backofen ca. 60-70 Minuten backen - Stäbchenprobe machen!
Komplett abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreut servieren.

Asiatischer Krautsalat

So, das Schietwetter hat uns eingeholt, höchste Zeit, endlich mal wieder ein deftiges Kohlgericht auf den Tisch zu bringen!
Spässchen ;o)
Dass Kohl nicht nur im Winter, sondern auch im Frühling und sogar im Sommer - ach, was sag ich da, das ganze Jahr hindurch schmeckt, beweise ich Euch heute mit diesem Krautsalat - meinem Lieblingskrautsalat von meinem Lieblingskochbuchautoren aus meinem aktuellen Lieblingskochbuch. Der muss doch lecker sein, oder? Der "bayrische" Krautsalat neulich war ja schon wirklich lecker, dieser hier toppt ihn aber nochmal um Längen. Der leckerste Krautsalat, den ich bisher gegessen habe. 
Wenn ich es mir richtig überlege, sollte ich dieses Wochenende dringend auch mal wieder nen Krautsalat machen, also ganz schnell aufschreiben: Weißkohl, Karotten, Frühlingszwiebeln...

Zutaten
1 kleiner Weißkohl 
4 Karotten 
1 Bund Frühlingszwiebeln

2 EL Sojasauce 
1 El Honig 
2 EL sehr fein gehackter oder geriebener Ingwer
2 EL Reisessig 
2 EL dunkles Sesamöl 
2 EL Rapsöl 
1 Spritzer frisch gepresster Limettensaft

Eine Handvoll Cashewkerne 
frischer Koriander (optional)

Zubereitung 
Die äußeren Blätter des Weißkohls entfernen. Den Kohl vierteln und den Strunk herausschneiden. Auf der Mandoline oder dem Hobel in sehr feine Streifen hobeln. Die Karotten putzen und in mittelfeine Streifen raspeln. Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. 

Alle Zutaten für das Dressing in ein Schraubglas geben, die Knoblauchzehen etwas mit der Gabel zerdrücken, dann das Glas gut verschließen und schütteln, bis ein sämiges Dressing entstanden ist. 
Das Dressing über dem Gemüse verteilen, alles vermischen und 10-20 Minuten ziehen lassen. In der Zwischenzeit die Cashewkerne in einer Pfanne bei mittlerer Hitze vorsichtig anrösten, dabei aufpassen, dass sie nicht verbrennen. Aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen. 
Nach Geschmack etwas Koriander grob zerzupfen und zusammen mit den Cashewkernen über den Salat geben und servieren.

Mokka-Cassis-Konfekt

Vor einigen Wochen machte der Link zu einer sehr günstigen Bestellmöglichkeit für Valrhona-Kuvertüre in unserem Alles Hausgemacht!-Forum die Runde - die Preise lagen bei ungefähr der Hälfte dessen, was ich hier in Hamburg für meine heißgeliebte 70%ige Guanaja-Kuvertüre zahle, also musste ich einfach zuschlagen, da führte kein Weg dran vorbei. Schließlich herrschte in meiner Schoki-Ecke schon länger gähnende Leere, höchste Zeit also, wieder für Nachschub zu sorgen.
Natürlich werd ich demnächst auch auf jeden Fall wieder eine große Ladung der nicht nur wahrscheinlich (sondern sogar garantiert) leckersten Schokokekse der Welt backen, erstmal mussten es aber diese Pralinen sein. 
 
Mokka-Cassis-KonfektIch hab diese Pralinen bereits vor einigen Wochen ausprobiert, damals wie im Rezept angegeben mit Vollmilchkuvertüre, da ich ja aber eher der Dunkle-Schokoladen-Typ bin, mussten die ersten 250 g meiner Schokilieferung unbedingt in diese sündhaft leckeren Pralinen verwandelt werden. 
Die Schokolade, resp. Kuvertüre selbst ist ja schon eine Sünde wert, in Kombination mit dem Cassispulver (schwarze Johannisbeere) aber wirklich zum Niederknien. Für den Fall, dass Ihr noch eine Kleinigkeit fürs Osternest braucht, wären diese Pralinen sicher nicht die verkehrteste Wahl.

Valrhona Guanaja-Kuvertüre 70%
Natürlich müsst Ihr nicht zwingend Guanaja-Kuvertüre verwenden, das ist nur meine ganz persönliche Leidenschaft - es tut aber auch jede andere (in diesem Fall aber auch wirklich sehr gute) Schokolade oder Kuvertüre. 
Schaut Euch einfach um und wählt die Schokolade Eures Geschmacks, evtl. müsst Ihr dann halt noch die Zuckermenge etwas anpassen.
Seit ich im letzten Jahr die Erdbeer-Pistazien-Schokoriegel gemacht habe, bin ich ja fasziniert von gefriergetrockneten Erd- und Himbeeren, egal ob in Scheiben, Stückchen oder als Pulver. Die Möglichkeiten, die diese Produkte bieten sind wirklich grandios. 
Ich hab mir mittlerweile neben den Erd- und Himbeerstückchen auch noch Himbeer- und Blaubeerpulver besorgt und nun anlässlich der ersten Pralinenproduktion vor einigen Wochen auch noch dieses Cassispulver entdeckt. 
Solltet Ihr kein Cassispulver bekommen, könnt Ihr es auch sehr gut durch Himbeerpulver oder Himbeerstückchen ersetzen. 
Für alle Hamburger hier noch ein paar Bezugsquellen für die gefriergetrockneten Beeren und das entsprechende Pulver: 

Gefriergetrocknete Erdbeerstückchen, Himbeer- und Blaubeerpulver
Kräuterhexe (Dienstags und Freitags auf dem Isemarkt, Höhe Isestr. 9)

Gefriergetrocknete Erd- und Himbeerstückchen
Philips Aromagarten (Dienstags und Freitags auf dem Isemarkt, Höhe Isestr. 45)

Cassispulver 

Wenn Ihr nicht in Hamburg und umzu wohnt, könnt Ihr beim Aromagarten und Viola auch online bestellen oder Ihr schaut Euch einfach im Netz um, da gibt es diverse Bezugsquellen.
CassispulverVollmilchvariante

Zutaten
100 ml Sahne
2 TL Instant-Espressopulver
2 EL Zucker
250 g sehr gute Vollmilchkuvertüre oder -Schokolade (40 %)
15 g Cassispulver
Kakaopulver zum Wälzen

Dunkle Variante

Zutaten
100 ml Sahne
2 TL Instant-Espressopulver
4 EL Zucker
250 g sehr gute dunkle Kuvertüre oder Schokolade (70 %)
15 g Cassispulver
Kakaopulver zum Wälzen

Zubereitung
Die Sahne mit dem Espressopulver und dem Zucker zum Kochen bringen. Von der Platte ziehen und die gehackte Schokolade nach und nach einrühren und schmelzen lassen. Komplett abkühlen lassen und im Kühlschrank für ca. 2 Stunden durchkühlen lassen. 
Die durchgekühlte Schokoladenmasse mit dem Mixer ca. 5 Minuten schaumig rühren, dann das Cassispulver einrühren. 
Erneut im Kühlschrank etwas fest werden lassen, so dass die Masse formbar wird, dann jeweils kleine Kugeln formen und diese mit den Händen nachformen, so dass eine Kaffeebohne entsteht. Mit einem Messerrücken eine Kerbe hineindrücken und in Kakaopulver wälzen. 
Das Konfekt hält sich am Besten wenn es im Kühlschrank aufbewahrt und ca. 30 Minuten vor dem Verzehr herausgenommen wird.
Quelle: Der süße Lafer - Der Feinschmecker Bookazine Nr. 26

Vanillekranz mit Rosmarin

Ganz merkwürdig, noch Ende letzten Jahres gehörte Bloggen für mich zum festen Tagesablauf, dann hab ich Anfang dieses Jahres mein Pensum gesenkt und schwubbs war ich ganz draußen. Aus dem Bloggeralltag. 
Noch vor 3 Monaten hätte ich es mir gar nicht vorstellen können, mal eben so zwei, drei Wochen nicht zu bloggen. Jetzt hat es sich einfach ergeben, denn eigentlich hatte ich gar keinen triftigen Grund weshalb der KuLa so lange dicht war - ich hatte schlicht keine Lust. So, jetzt isses raus ;o)
Im Prinzip war es eine Mischung aus Koch- und Blogunlust, aber die is nu vorbei, jetzt geht's endgültig wieder richtig los. Draußen beginnt gerade meine liebste Jahreszeit, die Sonne scheint, überall zwitschern die Vögel und die Knospen springen auf, da muss man, resp. ich ja wieder Lust bekommen den KuLa wieder aufzumachen. 
Bleibt eigentlich nur noch eine Frage zu klären - womit fang ich an? So eine Warteschleife ist ja ganz schön und gut, für Jemanden wie mich, die an chronischer Unentschlossenheit leidet, ist aber gerade die Entscheidung für das nächste Rezept schon fast aufwendiger als das Schreiben des Beitrages - paradox, ich weiß ;o)
Diesmal wurde mir die Entscheidung glücklicherweise in unserem Forum abgenommen, wo die Reaktionen für den Kranz eindeutig am positivsten ausfielen - es folgt also wie bestellt das Rezept für den erst gestern gebackenen Vanillekranz mit Rosmarin.

Vanillekranz mit Rosmarin
Zutaten 
150 ml Milch 
2 Vanilleschoten 
2 Zweige Rosmarin
1 Tütchen Trockenhefe 
25 ml Milch 
500 g Mehl
100 g Zucker
100 g weiche Butter 
1 großzügige Prise Salz 
2 Eier 

Zum Bestreichen 
1 Eigelb 
2 EL Milch 

Für den Guss
100 g Puderzucker 
Saft einer halben Zitrone 

Zubereitung   
Die Vanilleschoten längs aufschneiden, das Mark mit dem Messer herauskratzen und zusammen mit der Milch und den Rosmarinzweigen in einen Topf geben. Zum Kochen bringen und ca. 5 Minuten leicht köcheln lassen. Von der Herdplatte ziehen und komplett abkühlen lassen. Die ausgekratzte Vanilleschoten und den Rosmarin herausnehmen.
Die Trockenhefe mit 25 ml Milch in ein Gefäß geben und stehen lassen bis sich die Hefe aufgelöst hat. 
Das Mehl mit dem Zucker und Salz in einer Schüssel vermischen, die Hefe, Eier, Butter und die abgekühlte Vanillemilch dazugeben und alles gründlich zu einem elastischen verkneten. Abgedeckt gehen lassen bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.
Den Teig in zwei Portionen teilen, rund wirken und abgedeckt nochmals ca. 15 Minuten entspannen lassen. Aus beiden Teigportionen ca. 50 cm lange Stänge formen und diese spiralförmig miteinander verdrehen. Die Enden gut miteinander verbinden und den Kranz auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Abgedeckt nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen. 
Den Backofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen und den Kranz mit der verquirlten Eiermilch bestreichen. Den Vanillekranz ca. 35 Minuten backen, bis er goldbraun ist. Herausnehmen und vollständig abkühlen lassen. 
Puderzucker mit etwas Zitronensaft glatt rühren und den Vanillekranz damit verzieren. Nach Belieben mit Rosmarinnadeln bestreuen.
Abgewandelt nach einem Rezept aus: Meine Landküche März/April 2012

Tag der offenen Küche im KuLa

Wer einen Aufruf startet und darum bittet, einen oder auch gern zwei oder drei Blicke in fremde Küchen werfen zu dürfen, der muss natürlich auch irgendwann selbst ran, also gibt's heute den mordsexklusiven Blick hinter die Kulissen des Kuriositätenladens - aber Vorsicht, dieser Beitrag ist lang, seeehr lang! :o)

Wenn Ihr den KuLa schon länger verfolgt, konntet Ihr bereits Anfang 2009 in meiner Küche stöbern, da in den letzten Wochen aber ein neuer Fußboden verlegt wurde, ich daher gründlich Klar Schiff gemacht hab und sich auch ein paar für Euch vielleicht interessante Neuerungen ergeben haben, gibt's heute den Tag der offenen Küche 2.0.

Damit auch Jeder gleich weiß, was sich hinter der nicht existierenden Küchentür befindet (die wurde vor unserem Einzug kurzerhand von den Handwerkern ausgebaut und verschwand auf Nimmerwiedersehen), hab ich es nochmal in großen Buchstaben über die Tür geschrieben - für alle Nicht-Plattsnacker, der Düvel ist der Teufel und die Köök die Küche. De Düvelsköök ist also die Teufelsküche - wer mich kennt, weiß, dass es diese Bezeichnung ziemlich gut trifft ;o)

Auf der linken Küchenseite befindet sich die Einbauküche - wir hatten damals die Wahl, entweder eine Geschirrspülmaschine oder die Waschmaschine. Ich hab mich spontan für die Waschmaschine entschieden - für jede Wäscheladung aus dem 4. Stock in den Keller, wirklich nicht ;o)
Abwaschen ist bei uns also noch Handarbeit, nach Küchenorgien am Wochenende sicher einigermaßen nervig, da ich aber noch nie eine Geschirrspülmaschine hatte, vermisse ich sie nicht wirklich - ganz nach dem Motto "Man kann nur etwas vermissen, was man kennt".

Aur der anderen Seite steht das fast raumhohe IKEA-Regal, das sich mittlerweile schon bedrohlich in den Raum biegt (fällt so auf dem Bild nicht auf, ich war aber einigermaßen erschrocken, als ich neulich das Regal ausgeräumt hab). Zur Sicherheit hab ich es mehrfach an der Wand befestigt, mein Vater wäre stolz auf mich ;o)
In dem Regal lagert ein Großteil meiner Vorräte, ganz unten Getränke, darüber Backzutaten, dann kommt das Tee- und Kaffeeregal und darüber meine Essig-, Öl- und Saucensammlung. Direkt darüber liegt das Pasta- und Hülsenfrüchtelager und unmittelbar unter der Zimmerdecke lagern meine Backformen - dieses Regal muss also wirklich eine Menge aushalten ;o)
Hinter dem Regal steht gleich mein Arbeitstisch und dahinter unser wönziger Kühlschrank - wenigstens passt aber ein Backblech rein, für die Keksbackerei absolut perfekt.

Unscheinbar, aber der wichtigste Platz in der Küche, die Tee-Ecke. 
Da ich pro Tag mehrere Liter Tee trinke, läuft der Wasserkocher auch im übertragenen Sinne ständig heiß. Ein Tag ohne Wasserkocher? Absolut undenkbar!

Selbst ist die Frau. Ich hatte eine nicht mehr benötigte Gardinenstange und unheimlich viel Küchenkrams, der nicht mehr in die Schubladen und Schränke passte - also wurde die Gardinenstange kurzerhand an die Wand geschraubt und schon hatte ich eine prima Verstaumöglichkeit für Knethaken, Schneebesen & Co.
 
Frische Kräuter gibt es bei uns leider nicht aus dem Garten oder vom Balkon, sondern nur von der Fensterbank - Liesbeth hat aber natürlich immer ein Auge drauf.
  
Eines meiner vielen Küchenmaskottchen, ein Bremer Schwarzbrotschwein, das es nur in einer kleinen Konditorei im Bremer Schnoor gibt.

Der einzige Mann, den ich während meiner Kochorgien in meiner Küche dulde, Barbapapa. Er lächelt mir aufmunternd zu, wenn der Berg Abwasch mal wieder größer zu werden scheint, anstatt abzunehmen und erträgt auch mein Schimpfen und Meckern, wenn etwas nicht so klappt, wie ich es mir gedacht habe. 
 
Ich sammel sie nicht direkt, im Lauf der Zeit haben aber schon ein paar von ihnen ein neues Zuhause bei uns bekommen - Engel.
Nehee, keine mordshässlichen güldenen Porzellanputten, sondern hübsche Engel - richtig hübsche Engel ;o)

Wenn ich einen Hund hätte, es wäre entweder ein Mischling oder ein Mops - ich liebe Möpse! Schon klar, die kleinen Kerle sind fürchterlich überzüchtet, aber niedlich sindse trotzdem ;o)
Die Uhr hab ich mir selbstgemacht, dazu hab ich einfach ein Loch in einen Plastikteller mit Mopsdekor gebohrt und dann ein Uhrwerk dran befestigt - fertig.

Wie gesagt, wir wohnen im 4. Stock, Getränkekisten schleppen artet daher in eine wirkliche Strafarbeit aus, also haben wir uns einen Sodastreamer angeschafft - natürlich mit Glasflaschen. Gekauftes Wasser kommt uns seitdem nicht mehr in die Wohnung, das Gerät arbeitet seit nun auch schon fast 3 Jahren einwandfrei und ist aus unserer Küche nicht mehr wegzudenken. 
Um die Flaschen anständig zu reinigen (Ihr erinnert Euch, wir haben keinen Geschirrspüler), gebe ich regelmäßig 1-2 Gebissreinigertabletten in die Flaschen, fülle mit heißem Wasser auf und lasse die Flaschen über Nacht stehen. Dann nur noch mit einer Flaschenbürste bearbeiten und schon strahlen die Flaschen wieder wie neu.    
  
Dass Platz bei mir Mangelware ist, habt Ihr ja schon gesehen, also muss jede Möglichkeit Stauraum zu schaffen, ausgenutzt werden. An der Seite des IKEA-Regals hab ich mir daher mit Hasendraht noch eine weitere Möglichkeit gebastelt, Küchenutensilien aufzuhängen. 
Das künstlerisch höchstanspruchsvolle Kunstwerk im Hintergrund, von der Künstlerin (also mir *räusper) auch Pfannenbaum genannt, ist aus der Not gebohren. Meine Idee, das Espressopulver nicht in den dafür vorgesehenen Behälter der Bialetti zu geben, sondern direkt zum Wasser in den Tank, hatte vor ein paar Jahren ziemlich explosive Konsequenzen. Um es kurz zu machen, die Maschine ist uns quasi um die Ohren geflogen und hat das Kaffeepulver auch noch in den hintersten Ecken der Küche verteilt. 
Da ich nix anderes da hatte als weißen Binder und blaue Abtönfarbe, hab ich die eine Seite der Küche kurzerhand in einem gruseligen mediterranen hellblau gestrichen und weil ich grad so in Fahrt war, die schlimmsten Flecken, die die Farbe nicht überdeckt hat, mit einer wunderschönen Höhlen Wandmalerei überdeckt. Mittlerweile hab ich mich dran gewöhnt, bis zur nächsten Kaffeeexplosion darf die Farbe also an der Wand bleiben ;o)

Alles, was keinen Platz in, auf oder unter meinen Schränken hat, wird in meiner Küche mit Haken an der Wand oder dem Regal befestigt.

Essig, Öl, asiatische Würzsaucen, Salz und Pfeffer - selbstverständlich nur das Nötigste ;o) 
 
Alles, was man zum Tee- und Kaffeekochen oder für einen leckeren Kakao braucht, gibt's in diesem Regal. Natürlich ist auch hier der Platz knapp und ich muss daher mächtig hochstapeln - kann ich übrigens sehr gut ;o)

Auch hier wird hochgestapelt. Ich präsentiere mein Gewürzvorrat, bzw. einen Teil davon, links und rechts vom Bild geht's nämlich noch weiter ;o)
Den Tipp mit den Dosen hab ich von Nicky, die sie vor fast zwei Jahren in ihrem Blog vorgestellt hat. Da bei mir ständig neue Gewürze dazu kommen, siegt bei der Etikettierung mal wieder meine Faulheit. Ich bedrucke einfach buntes Papier mit den Namen, schneide die Namen dann aus und klebe sie auf die Dosen - so ein schickes Design wie Nicky gibt's daher bei mir nicht.
Die Dosen bekommt Ihr hier, ich empfehle besonders die 100, 75 und 50 ml Dosen, die 125 ml Dosen sind für meinen Geschmack zu breit, bzw. zu flach. Achtet beim Aussuchen der richtigen Dosen auf den Durchmesser und wählt die Dosen mit dem kleinsten Durchmesser.  

Farblich sind sie in Pfeffer und Chili (rot), getrocknete Kräuter und Sologewürze (grün), Gewürzmischungen (gelb) und süße Backzutaten (blau) und Salze (weiß) unterteilt, das erleichtert das Finden der entsprechenden Gewürze ein wenig.

Dass mein Mitesser passionierter Whiskytrinker und -sammler ist, habt Ihr vielleicht schon an anderer Stelle mitbekommen. Da ich selbst ja kaum Alkohol trinke und schon gar keinen hochprozentigen (ich hab in meiner Schulzeit 1-2 recht eindrückliche Erfahrungen mit Alkohol gesammelt, die dafür gesorgt haben, dass mir auch jetzt noch speiübel wird, wenn ich nur dran denke, hochprozentigen Alkohol zu trinken), kümmere ich mich lieber um die Wiederverwertung der Verpackungen. Die Tuben der 500 ml-Flaschen eignen sich nämlich hervorragend als Spaghetti-, bzw. Nudeldosen. 
Kleine 200 ml Whiskyflaschen landen natürlich auch nicht auf dem Müll, sondern ich nutze sie weiterhin und verwende sie für Vanilleextrakt, Sirup & Co. 
Irgendwann beschrifte ich die Dosen und Flaschen auch noch, dann findet sich vielleicht auch mein Mitesser in der Küche zurecht ;o)  
  
Und zu guter Letzt noch mein heißgeliebtes Küchenradio, ohne das in meiner kleinen Düvelsköök gar nix gehen würde - ich muss nämlich schon fast zwanghaft mitträllern, sobald ich den Kochlöffel schwinge, so haben dann auch die Nachbarn etwas davon. Es soll ja Menschen geben, die behaupten, dass das ein ziemlich zweifelhaftes Vergnügen wäre. Selbstverständlich alles Verleumdungen ;o) 
Der Sender ist immer gleich eingestellt, nämlich auf delta radio. Seit sich der NDR immer mehr zum Hausfrauensender entwickelt hat und ausschließlich nervige Musikkonserven runterdudelt (davon natürlich mindestens 10 Mal pro Tag James Blunt, Sankt Xaver und diesen unheimlichen gruseligen Deichgrafen), ist delta der wirklich einzige Musiksender, der noch anständige Musik spielt.

So, das war er, der Tag der offenen Küche im KuLa. Wie Ihr gesehen habt, hab ich weder viel Platz, noch eine unglaublich toll ausgestattete Küche, dafür aber bannich viel Krimskrams, den ich versuche, so gut es geht in der Küche unterzubringen. 
Natürlich hat eine so offene Küche (mal abgesehen vom fehlenden Platz) auch noch den Nachteil, dass man quasi alle zwei Tage Staub wischen kann, darüber hab ich aber gelernt hinwegzusehen, denn sonst würd ich aus der Küche gar nicht mehr rauskommen.

Ich brauch weder superexklusive Töpfe, noch Messer für ein paar hundert Euro, sondern investiere mein Geld lieber in spezielle Gerätschaften, schickes Geschirr und natürlich in erster Linie in gute Lebensmittel, denn ein Kotelett aus Massentierhaltung wird auch nicht dadurch besser, dass es in einer exklusiven WMF-Pfanne gebraten wurde. Ein anständiges Stück Fleisch (also aus vertretbarer Tierhaltung) schmeckt aber auch aus einer günstigen Pfanne - meine Meinung ;o)
Meine ganz persönliche Abneigung ist Euch vielleicht aufgefallen - ich mag kein Plastik. Egal, ob es sich um diese quietschbunten und völlig überteuerten Plastikschüsseln eines amerikanischen Plastikgeschirrherstellers oder anderen Plastikkram handelt - mir stellen sich schon beim Gedanken daran die Nackenhaare auf. Mal abgesehen von den gesundheitlichen Risiken, die dieser Plastiksch... in sich birgt, schön is das doch nu wirklich nich, oder? Für meinen Geschmack sieht dieser ganze Plastikkrams immer nach Campinggeschirr aus und das mag ich nicht in meiner Küche und schon gar nicht auf dem Tisch haben. 
Ein paar Plastikartikel gibt's bei mir natürlich leider auch noch. Ich brauche beispielweise noch nen adäquaten Ersatz für meine Rührschüsseln und hab ein Sieb aus Plastik - das war's dann aber auch im Großen & Ganzen. 
Die Materialien meiner Wahl sind Glas, Keramik, Holz und Metall. Flaschen, Gläser und Dosen werden wiederverwertet und auch gern zweckentfremdet - Plastik fliegt raus ;o)

Nun seid Ihr dran! Ich würde mich riesig freuen, wenn auch Ihr am Tag der offenen Küche teilnehmt und uns einen kleinen (muss ja nicht so ausführlich sein wie meiner) Blick in Euer Reich gewährt. Blogger können natürlich in ihrem Blog darüber berichten, wenn Ihr aber keinen Blog habt, könnt Ihr Euch gern bei uns im Forum Alles Hausgemacht! anmelden und uns dann dort Eure Küche zeigen - wir würden uns sehr freuen! 

Nachtrag
Wenn Ihr auch am Tag der offenen Küche teilnehmen möchtet, habt Ihr noch bis zum 31.03.2012 Gelegenheit dazu, bitte gebt dann im Ursprungsbeitrag einen Kommentar ab, so dass ich auch später keinen Beitrag übersehe. 
Im Anschluss daran werd ich eine schicke Zusammenfassung basteln und alle Beiträge darin verlinken, so dass ein sicher spannender Rundgang durch viele unterschiedliche Küchen entsteht.