Blogroll

Hamburger Salatdressing

Seit Jahren begegnet mir im Internet immer wieder ein "legendäres" Salatdressing, das unter dem Namen der Deutschen liebster (deutscher) Insel vertrieben wird - warum auch immer es so benannt wurde, hergestellt wird es nämlich vor den Toren Hamburgs. 
Dieses Salatdressing findet man hier in Norddeutschland mittlerweile in fast jedem Supermarkt. Mir wäre es wahrscheinlich nie aufgefallen, wenn ich nicht immer wieder in verschiedenen Internetforen auf Rezeptanfragen nach eben diesem sagenumwobenen Dressing gestoßen wäre. 
Neugierig wie ich bin, hab ich mir kürzlich doch mal eine Flasche gekauft - nicht, weil ich es tatsächlich essen wollte, sondern direkt mit dem Vorsatz, dieses Dressing nachzubauen. 
Das Fazit der gemeinschaftlichen Dressingverkostung mit meinem Mitesser war einigermaßen ernüchternd. Keine Ahnung, was man daran mögen kann, aber ich finde dieses Dressing nur gruselig. Unharmonisch, merkwürdige Textur, überflüssige, bzw. gesundheitlich sogar bedenkliche Inhaltsstoffe wie Carrageen. Mit anderen Worten nicht lecker, ganz und gar nicht lecker.
Trotzdem war ich angefixt und wollte dieses Dressing nachbauen, mit ordentlichen Zutaten, ohne Verdickungsmittel und was für mich leider auch nicht ganz unwichtig ist, laktosefrei.

Hamburger Salatdressing
Ich hab mich ganz bewusst für eine eifreie Mayonnaise als Basis entschieden und das Dressing nicht mit Tapioka- oder einer anderen Stärke angedickt, da ich die Konsistenz mit Stärke nicht so gerne mag, erinnert mich immer an eine billige Tütensauce. Mit Mayo wird es cremiger, glatter und die Haltbarkeit kommt aufs Gleiche raus, da ja kein Ei enthalten ist. 
Herausgekommen ist dieses Dressing, mit Hamburger Zutaten und hergestellt mitten in Hamburg, also Hamburger Salatdressing - ich hätte es natürlich auch Neuwerker Salatbrise nennen können, aber das wär wohl n büschen albern :o) 
Demnächst werde ich noch ein paar andere Geschmacksvarianten ausprobieren, dieses Dressing schreit geradezu nach einer ganzen Kollektion...  

Hamburger SalatdressingZutaten 
50 ml Milch
100 ml Rapsöl
2 TL grober Senf
1 TL Rapshonig
200 ml saure Sahne
5 EL Holzapfelessig (oder ein anderer guter Apfelessig) 
2-3 TL frisch gepresster Zitronensaft
ca. 150 ml Milch
Salz und Pfeffer 
1 EL frischer Dill, sehr fein gehackt (oder andere Kräuter nach Geschmack)

Zubereitung
Rapsöl, Milch und Senf in ein Gefäß geben und mit einem Pürierstab zu einer Mayonnaise aufmixen. Rapshonig, saure Sahne, Holzapfelessig und Zitronensaft dazugeben und alles verrühren. 
Soviel Milch dazugeben, bis die gewünschte Konsistenz entstanden ist (ca. 150 ml) und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. 
Fein gehackten Dill oder andere Kräuter der Wahl dazugeben und in eine Flasche umfüllen.

Flammkuchen, fast klassisch

... wenn man mal von den roten Zwiebeln absieht ;o)

Pizza ist zugegeben eine wirklich leckere Angelegenheit und gehört auch in so ziemlich jeder Ausführung zu meinen absoluten Lieblingsgerichten, es gibt aber noch eine Steigerung, die locker jede Pizza auf die hinteren Ränge verdrängt - Ihr ahnt es sicher schon - Flammkuchen :o)
Der erste Biss in einen knusprig krossen, gerade aus dem Backofen kommenden Flammkuchen, das ist der Himmel auf Erden, da hat auch ein großes Stück Schokotorte keine Chance...

Flammkuchen
Ich habe dieses Jahr zum offiziellen Jahr des Flammkuchens ernannt und starte deshalb auch sehr zeitig in die Saison. Es gibt zwar noch keinen Federweißen, aber darauf konnte ich in diesem Jahr nicht warten, der Flammkuchenjieper hatte mich gepackt. Und wenn der Flammkuchenjieper einmal zugeschlagen hat, dann muss frau dem auch nachgeben. Zeitnah. Am besten sofort.
Damit ein Flammkuchen zu einem kulinarischen Hochgenuss wird, braucht man gute Zutaten, denn bei mal grad 4 Grundbestandteilen kann man nicht viel vertuschen, bzw. hinter 1365 Gewürzen verstecken.

durchwachsener Speck vom Angler Sattelschwein
Ihr braucht also zu allererst mal einen richtig guten Speck, nicht dieses eingeschweißte Zeug aus dem Discounter, sondern ein Stückchen vom Schlachter d.V..
Da der Fettgehalt des Specks bei meinem Schlachter (also nicht bei meinem Schlachter selbst, sondern halt am Schweinespeck, nicht, dass da Missverständnisse aufkommen) oft sehr schwankt, schlage ich immer im großen Stil zu, wenn ich ein richtig tolles, verhältnismäßig mageres Stück entdecke. 
Ich kaufe dann also ein großes Stück und hänge das wie früher bei Omma an einem Bindfaden in der Küche auf - hält sich ewig und ich habe so immer ein gutes Stück Speck daheim. 
Wenn ich, so wie bei diesem Flammkuchen, die Schwarte nicht brauche, schneide ich sie ab und bewahre sie im Kühlschrank auf um sie bei nächster Gelegenheit auszulassen - auch die Schwarte eines so tollen Specks ist nämlich viel zu schade zum wegschmeißen. 

Rote Zwiebeln
Die zweite, ganz wichtige Zutat sind natürlich die Zwiebeln. Ich verwende sehr gerne rote Zwiebeln, weil die ein feineres Aroma haben und schon eine schöne süße Note mitbringen. Zusammen mit der leichten Säure der sauren Sahne und dem kräftigen Speckaroma ist das wirklich eine Offenbahrung. 
Die Zwiebeln hobel ich auf dünnster Stufe mit meinem Gemüsehobel* und gebe sie roh auf den Flammkuchen, ruhig reichlich, das kann der Flammkuchen schon ab. 
Bei den unten angegebenen Mengen und der Größe der Teiglinge rechne ich immer eine rote Zwiebel pro Flammkuchen.
Das Hobeln der Zwiebeln ist wichtig, weil sie wirklich richtig dünn geschnitten sein müssen, sonst garen sie in der Kürze der Zeit, die der Flammkuchen im Backofen verbringt, nicht durch.

Komponente 3, der Teig. Spätestens hier scheiden sich die Geister und die Flammkuchen- anhängerschaft teilt sich in 2 Gruppen. Gruppe 1 gibt Hefe in den Teig, Gruppe 2 nicht. Ich gehöre zur 2. Gruppe. 
Flammkuchen soll ja von Haus aus schon mal hauchdünn sein und nicht zur Deep Dish Pizza mutieren - wofür braucht man also Hefe? 
Ich verwende für den Teig 550er Mehl, Wasser, Salz und etwas Öl, mehr nicht. Der Teig wird dann so hauchdünn ausgerollt, dass er knapp am Strudelteig vorbeischrammt, belegt und wandert in den vorgeheizten Backofen. 
Wenn Ihr keinen Pizzastein habt (hab ich auch nicht), könnt Ihr euch behelfen, indem Ihr das Backblech direkt auf den Boden des Backofens legt und auf höchster Stufe (also ruhig 260°C) bei Unterhitze (wichtig, das Backblech soll ja so heiß wie möglich werden) vorheizt.
Den Flammkuchen schiebt Ihr dann auf einem Stück Backpapier auf das Blech, lasst ihn ca. 2 Minuten backen, bis das Backpapier langsam schwarz wird und zieht das Papier dann unter dem Flammkuchen heraus. Der Flammkuchen braucht dann je nach Backofen noch so 2-3 Minuten und ist schon fertig. 
Wenn das Blech richtig heiß war, bekommt Euer Flammkuchen genauso schöne Blasen wie der oben auf dem Foto - ganz ohne Hefe. Außerdem ist er natürlich mordsknusprig, versteht sich von selbst. 

So, das ist jetzt also der Beginn einer wunderbaren Flammkuchensaison, ich hab das im Gefühl! Der nächste wird eine norddeutsche Variante - ich freu mich jetzt schon! 

Zutaten für 10 kleine Flammkuchen
500 g Mehl (550er)
12 g Salz
ca. 300 g Wasser
4 EL Rapsöl

400 g saure Sahne
Salz & Pfeffer

10 rote Zwiebeln
300 g möglichst magerer Speck (Gewicht inkl. Schwarte)
1 Bund Schnittlauch


Zubereitung
Aus Mehl, Salz, Wasser und Öl einen glatten Teig kneten und abgedeckt beiseite stellen. Den Backofen auf maximaler Stufe bei Unterhitze vorheizen, das Backblech direkt auf den Boden legen.

In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen und in sehr dünne Scheiben hobeln. Die Schwarte des Specks entfernen und den Speck ebenfalls in dünne Streifen schneiden. Die saure Sahne mit Salz und Pfeffer würzen und glatt rühren. Den Schnittlauch in Röllchen schneiden.

Den Teig in 10 Portionen à ca. 80 g teilen, rund wirken und abgedeckt beiseite legen und den Teig etwas entspannen lassen, er lässt sich dann leichter ausrollen. Jeden Teigling sehr dünn ausrollen und auf einen Streifen Backpapier legen. 2 EL saure Sahne darauf geben, verteilen und mit roten Zwiebeln belegen. Speckstreifen darüber verteilen und mit etwas grob gemahlenem Peffer bestreuen.

Im vorgeheizten Backofen ca. 2 Minuten backen, dann das Backpapier unter dem Flammkuchen herausziehen und den Flammkuchen noch 2-3 Minuten weiterbacken bis er knusprig ist und der Teig schöne Blasen geworfen hat.
Rausnehmen, mit Schnittlauchröllchen bestreuen, zerteilen und sofort essen. 

*=Affiliate-Link

Gaufres de Liège 2.0 ~ Lütticher Waffeln

Ein Waffeleisen sollte meiner Meinung nach in keinem Haushalt fehlen. Nicht nur, dass man damit sehr schnell eine leckere Süßspeise, ein Dessert oder auch spontan Gebäck für die Kaffeetafel zubereiten kann, auch herzhafte Snacks sind damit in Nullkommanix gemacht. Eine herzhafte Waffel mit einem leckeren Aufstrich oder Salat sind eine ganz wunderbare Alternative zum üblichen Butterbrot.
Als riesengroßer Waffelfan, hab ich natürlich nicht nur ein Waffeleisen, sondern mittlerweile sogar schon drei, ein normales für Herzchenwaffeln, das aber kaum Tageslicht sieht, eines für Krüllkoken und eines für Belgische Waffeln, das ich heiß & innig liebe.

Gaufres de Liège 2.0 ~ Lütticher Waffeln Ich liebe diese dicken Waffeln, egal ob fluffig oder die festeren Lütticher Waffeln - die Lütticher Variante ist für mich aber die Königin der Waffeln. Ich mag die festere Struktur, die kleinen karamellisierten Zuckerinseln und die knusprige Kruste.

Nicht zu verachten ist auch, dass man diese Waffeln wunderbar einfrieren und bei "Bedarf" schnell auftoasten kann - sie schmecken dann wie frisch gebacken. Aber auch normal aufgetaut sind sie immer noch grandios lecker.

Die bereits 2011 gebloggte Version der Lütticher Waffeln habe ich jetzt nochmal überarbeitet, unter anderem verwende ich jetzt gebräunte Butter, die verleiht den Waffeln noch mehr Aroma.

links Perlzucker, rechts HagelzuckerUm wirklich originale Lütticher Waffeln zu backen, braucht Ihr sog. Perlzucker*. Oben seht Ihr den Unterschied zwischen Perl- und normalem Hagelzucker, der Unterschied ist wirklich enorm. Natürlich funktioniert das Rezept auch mit Hagelzucker, die kleinen karamellisierten Zuckerinseln entstehen aber nur durch den Perlzucker.

Da ich jetzt schon mehrfach nach meinem Waffeleisen gefragt wurde, hier noch einmal der Link zu meinem Modell. Ich habe seit 3 1/2 Jahren einen Waffelautomat Cloer 1445* und bin damit sehr zufrieden.

Gaufres de Liège 2.0 ~ Lütticher Waffeln Zutaten
150 g Butter
1 Tütchen Trockenhefe
3 EL Milch
1 Prise Zucker
400 g Mehl
140 ml kalte Milch
2 Eier
25 g Rohrohrzucker
1 Prise Salz
150 g Perlzucker*

Zubereitung
Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen und solange köcheln, bis sie leicht gebräunt ist. Von der Platte nehmen und vollständig abkühlen lassen.
Die Trockenhefe mit der Milch und dem Zucker in ein Gefäß geben, verrühren und einige Minuten stehen lassen, bis sich die Trockenhefe vollständig aufgelöst hat.
Mehl, Eier, Vanilleextrakt, abgekühlte Butter, Salz und Hefemilch in eine Schüssel geben uns mit dem Mixer zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Ca. 1/2 Stunde abgedeckt ruhen lassen.
Vor dem Ausbacken, den Perlzucker in den Teig kneten und im vorgeheizten Waffeleisen bei mittlerer Hitze kleine Teigportionen ausbacken.
*Affiliate-Link

Schoko-Popcorn mit Fleur de Sel

Es gibt viele Gründe dafür, 3 Kreuze zu machen, dass die große Hitze dieses Sommers nun endlich vorbei ist.
Die geringere Belastung meines leidgeplagten Gefrierschranks beispielsweise, dessen Innenleben sich durch das ständige Tür auf - Kühlelement raus - Tür zu - wieder die Tür auf - ein Eis kann auch nicht schaden - Tür zu - schon wieder ein Kühlelement weggeschmolzen - und nochmal die Tür auf... usw. usf. mittlerweile in eine imposante Eislandschaft verwandelt hat, oder generell die Tatsache, dass Kochen bei über 30°C in der Küche (und das bedeutet in unserer Dachbutze natürlich auch über 30° in den anderen Zimmern, einschließlich des Schlafzimmers) einfach nicht ganz so viel Spaß macht, wie bei 10 Grad weniger und last but not least, dass jetzt so langsam aber sicher wieder die Schokoladensaison beginnt. 
      
Ja, nicht nur diese kleinen Kirsch-Schnapps-Pralinen machen Sommerpause, Schokolade spielt bei mir während der ganz heißen Phase auch keine große Rolle. 1. schmeckt mir Schokolade besser wenn es nicht ganz so warm ist und 2. macht die Verarbeitung von Schokolade auch mehr Spaß, wenn die Kuvertüre nicht schon vor dem Wasserbad zerfließt.
Um uns so langsam wieder an den regelmäßigen Schokoladenkonsum zu gewöhnen, ist dieses Popcorn ganz ideal. Sehr schnell und ohne großen Aufwand gemacht, nicht zu süß und trotzdem wunderbar schokoladig - die leckere Salznote natürlich nicht zu vergessen, denn das gibt noch den besonderen Kick. 
Und wenn Ihr ein kleines Popcorn-Buffet machen wollt, dann teilt das gepoppte Popcorn in Portionen auf und macht zusätzlich noch Karamellpopcorn und Rosmarin-Popcorn oder einfach Spicy Popcorn. Merkt man, dass ich ein ganz großer Popcorn-Fan bin? ;o)

Zutaten 
150 g Popcorn-Mais
100 g Schokotropfen oder fein gehackte Schokolade 
Fleur de Sel oder Murray River Salt nach Geschmack 
neutrales Öl

Zubereitung 
Den Popcornmais zusammen mit dem Öl in einen großen Topf geben und bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel zum Poppen bringen. Sobald der Mais beginnt zu poppen, die Platte ausstellen und den Topf gelegentlich schwenken.

Wenn die Maiskörner komplett gepoppt sind, das fertige Popcorn auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und die Schokotropfen darüber streuen. Mit zwei Pfannenwendern oder Kochlöffeln  vermischen, bis die Schokolade geschmolzen und das Popcorn gleichmäßig mit Schokolade überzogen ist. Mit etwas Fleur de Sel oder Murray River Salt bestreuen und nochmals gut vermischen. 

Poulet Vallée d’Auge - Hühnchen mit Cidre und Apfelbrand

Es ist mal wieder Zeit für ein Lieblingsessen
Wer meinen Kuriositätenladen kennt, wird jetzt wahrscheinlich denken, dass so ziemlich jedes Hühnchenrezept zu meinen Lieblingsrezepten gehört, aber das ist so nicht ganz richtig. Ich liebe Hähnchen - mit Ausnahme von Frikassee in eigentlich jeder Form - habe aber bisher zwei absolute Lieblingsrezepte, mein "spanisches" Paprikahuhn und das sagenumwobene Zitronenhuhn, in dieser Reihenfolge. Seit ca. 2 Monaten haben diese beiden Lieblingshühnchen aber eine ernstzunehmende Konkurrenz, das Cidrehähnchen.
  
Poulet Vallée d’Auge - Hühnchen mit Cidre und Apfelbrand
Das Poulet Vallée d’Auge stammt ursprünglich aus der Normandie, ich hab es aber komplett eingedeutscht, mein Cidrehähnchen ist norddeutsch, aber sowas von!
Die Hähnchenschenkel kommen vom Demeterschlachter aus Schleswig-Holstein und die restlichen Zutaten aus Hamburg oder ebenfalls dem Hamburger Umland. Über den Elbler hab ich euch ja schon häufiger vorgeschwärmt, der Apfelbrand aus dem Alten Land ist aber auch grandios. Er ist sortenrein (Finkenwerder Herbstprinz) und wird 3-5 Jahre fassgelagert, dagegen hat auch ein französischer Calvados keine Chance ;o) 
Erhältlich ist er unter anderem auf dem Isemarkt am Stand des Obsthofs Eckhoff. Ich schau beim nächsten Besuch auf dem Isemarkt, auf welcher Höhe der Stand steht und trag das dann hier nach.
Fast vergessen, auch das Baguette, das wir dazu gegessen haben, stammt natürlich aus Hamburg, vom Bio-Bäcker Springer - das beste Baguette weit und breit! Es hält sich problemlos 2-3 Tage und schmeckt aufgebacken wie frisch.

Poulet Vallée d’Auge - Hühnchen mit Cidre und Apfelbrand
Brust oder Keule? Für mich eindeutig die Keule, mit Hähnchenbrust kann man mich jagen, bzw. ich würde immer die Keule bevorzugen.
Dieses Gericht ist daher nicht nur geschmacklich für mich perfekt sondern auch, weil es sich perfekt mit Hähnchenschenkeln zubereitet lässt, das ist beim Zitronenhähnchen ja leider nicht möglich. 

Welches sind denn Eure Hähnchenfavoriten? Habt Ihr noch Rezepte in petto, die Ihr mir empfehlen könnt? Das Paprika-, Zitronen- und Cidrehuhn führen zwar meine persönliche Bestenliste in der Hähnchen-Hall-of-Fame an, gute Hähnchenrezepte kann man aber ja gar nicht genug haben und wenn wir mal Fleisch essen, dann am liebsten Hühnchen :o) 

Hähnchenschenkel
Zutaten 
2-4 aromatische Äpfel (Topaz, Wellant, etc.) 
4 Bio-Hähnchenschenkel 
Salz und Pfeffer
Mehl zum Bestäuben
Butterschmalz
2 Zwiebeln
50 ml Apfelbrand 
300 ml Cidre (Elbler Flut)
einige Zweige frischer Thymian
100 ml Sahne 

frisches Baguette

Zubereitung
Die Äpfel vierteln, das Kerngehäuse entfernen und die Äpfel in Spalten schneiden. In einem Bratentopf in etwas Butterschmalz von beiden Seiten anbraten und einige Minuten schmoren lassen, bis die Apfelspalten etwas weich geschmort sind, aber noch Biss haben. Auf einen Teller geben und beiseite stellen. 
Die Hähnchenschenkel am Gelenk mit einem scharfen Messer teilen, salzen und pfeffern und anschließend in Mehl wenden, überschüssiges Mehl abklopfen. In Butterschmalz von allen Seiten goldbraun braten. 
In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen und in Streifen schneiden. Die Hähnchen- schenkel herausnehmen und beiseite stellen. 
Die Zwiebelstreifen in Butterschmalz ebenfalls goldbraun braten. Mit Apfelbrand ablöschen und fast komplett einkochen lassen, dann den Cidre dazugeben. Die Hähnchenschenkel in den Sud einlegen Thymianzweige dazugeben und alles zum Kochen bringen. Bei mittlerer Hitze ca. 20-30 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln lassen, dann die Sahne dazugeben und evtl. nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. 
Vor dem Servieren die Apfelspalten dazugeben und erwärmen. 
Mit einem frischen Baguette servieren.
Poulet Vallée d’Auge - Hühnchen mit Cidre und Apfelbrand