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Die 10 Minuten-Terrine ...

...von Steheph, ne tolle Idee! *träller
Ok Ok, so ganz stimmt das mal wieder nicht, die Idee stammt nämlich nicht von mir, sondern von meinem allerliebsten Lieblings-Kochbuchautoren, Hugh Fearnley-Whittingstall
Was anderen Jamie Oliver oder Tim Mälzer ist für mich eben dieser Hugh Fearnley-Whittingstall, der Mann mit dem unaussprechlichen Namen. Ich könnte mich von vielen Kochbüchern trennen, aber nicht von seinen, die geb ich nicht mehr her ;o) 

Diese 10 Minuten-Terrine beweist mal wieder eindrücklich, dass man eigentlich so ziemlich alles selbst machen kann - man muss halt nur erstmal auf die Idee kommen und dann noch wissen wie. 
Wenn Ihr also keine Lust auf das tägliche Käsebrot habt, macht Euch im Büro einfach eine leckere Gemüsesuppe mit Nudeln - alles was Ihr dafür braucht ist ein einfacher Wasserkocher und der steht heutzutage ja eigentlich in jedem Büro oder jeder Teeküche.

Das Wichtigste bei dieser Suppe ist die Vorbereitung, die Zutaten müssen nämlich alle sehr fein geschnitten oder noch besser, gehobelt werden, damit sie später auch gar werden. Welche Gemüsesorten Ihr verwendet, obliegt natürlich ganz Eurem persönlichen Geschmack, bzw. dem saisonalen Angebot - ich hab mich für Karotten, Kohlrabi, Wirsing, Frühlingszwiebeln, rote Zwiebel und Brokkoli entschieden. 
Für die Nudeleinlage eignen sich ganz besonders gut Quick Cooking Noodles aus dem Asiashop, herkömmliche Nudeln werden in der Kürze der Zeit nicht gar. 

Zutaten für ein großes Glas
1 Karotte
1/2 Kohlrabi
eine Handvoll Brokkoli-Röschen
einige Wirsingblätter
2 Frühlingszwiebeln
1/2 rote Zwiebel
1 TL frischer Ingwer, sehr fein gehackt

1 Nudelnest Quick Cooking Noodles 
Salz und Pfeffer
1 großzügige Prise brauner Zucker
1 EL Rapsöl
1 TL dunkles Sesamöl 
1 großzügiger Spritzer Limettensaft 
Sojasauce nach Geschmack

Zubereitung
Die Karotte und den Kohlrabi mit einer groben Reibe raffeln, die Brokkoliröschen so klein wie möglich vereinzeln. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und die rote Zwiebel, sowie den Wirsing in feine Streifen schneiden oder besser noch, hobeln. Den Ingwer schälen und mit dem Messer ganz fein hacken oder mit der Apfel- oder Ingwerreibe reiben.
Das Nudelnest mit der Hand zerbröseln und mit dem Gemüse vermengen. Alles in ein Bügelglas füllen und das Brühpulver, das Öl, die Sojasauce, sowie den Limettensaft dazugeben. Verschließen und bis zum nächsten Tag im Kühlschrank aufbewahren.
Im Büro dann nur noch nach Geschmack salzen und pfeffern, mit kochendem Wasser aufgießen, wieder verschließen und 10 Minuten ziehen lassen. Umrühren, essen!
Idee: River Cottage Everyday Veg

Warum es im KuLa derzeit so still ist ...

Ihr wundert Euch vielleicht, warum es im KuLa zur Zeit so ruhig ist - dafür gibt es natürlich einen guten Grund, den Ihr ganz oben rechts in der Navigationsleiste findet, unser "Alles Hausgemacht!-Forum". 
Seit das Forum und die Hüttenhilfe fusioniert haben, sind wir ganz fleißig am werkeln, denn iiiiirgendwann soll schließlich alles an seinem Platz sein, funktionieren und  für die Forenmitglieder und alle, die nur mal so reinschauen, logisch, nachvollziehbar und gut bedienbar sein. 
Seit heute morgen ist endlich der neue Header drin, den ich persönlich ja ganz mächtig schick finde und gestern Abend habe ich noch eine neue Kalendersparte eingebaut, in der wir in Zukunft alle aktuellen Blogevents sammeln und auflisten. In der allgemeinen Kalenderansicht findet Ihr interessante kulinarische Veranstaltungen aus ganz Deutschland und wenn möglich auch umzu (bremisch für "Umland ;o) ). 
Solltet Ihr noch weitere spannende Veranstaltungen kennen, die in diesem Kalender auf keinen Fall fehlen dürfen, würden wir uns sehr freuen, wenn Ihr uns eine kurze Nachricht schickt, das kann per Mail an mich oder die Hüttenhilfe sein, oder auch per PN im Forum direkt. Registrierte Forenmitglieder können die Termine auch sehr gerne direkt selbst eingeben, der Kalender steht nämlich jedem Mitglied offen. 
Ich würde mich sehr freuen, wenn wir so einen umfangreichen kulinarischen Kalender auf die Beine stellen, von dem wir alle gleichermaßen profitieren und natürlich freue ich mich ebenso (mindestens), wenn Ihr mal in unserem kleinen Forum, neben dem KuLa meinem zweiten Baby ;o) vorbeischaut - wir sind mittlerweile eine sehr schöne Truppe, die sich über jedes neue Mitglied freut. Bei uns 
  • darf getratscht werden, auch gern mal oT
  • wird niemand angemeckert, wenn eine Frage mehrfach gestellt wird
  • gibt es keine Regeln, dass ein Posting mit einer Begrüßung beginnen und einer Verabschiedungsfloskel enden muss (uns kommt's auf die Zeilen dazwischen an)
  • darf jeder Mitglied werden, egal ob Kochanfänger oder semiprofessioneller Hobbykoch
  • dürfen alle Fragen gestellt werden - es gibt keine dummen Fragen! 
  • geht's schlicht und einfach ums Kochen, Backen, Grillen, Einmachen, Zusammenrühren und alles, was damit zu tun hat - nicht mehr, aber auch nicht weniger ;o)
So, und wenn wir mit dem gröbsten durch sind und das neue Fremdkochen gestartet ist, gibt's hier auch wieder was zu essen. Ihr sollt ja schließlich nicht völlig vom Fleisch fallen ;O)
Ich würd mich sehr freuen, wenn wir uns "drüben" mal wiedersehen und dort mehr Gelegenheit zum Austausch haben!

Sushi-Kurs in der Kieler zenbar

Kochkurse. 
Eigentlich gar nicht so mein Ding, ich tüftel viel lieber so lange in meiner kleinen Düvelsköök vor mich bin, bis es einigermaßen klappt und investiere das gesparte Geld in Kochbücher, Küchenkrams und schickes Geschirr - meine ganz persönliche Form der Nachhaltigkeit ;o)
Zu dem Sushikurs in der zenbar bin ich ganz zufällig gekommen. Alle paar Wochen, muss ich in Kiel ein paar Stunden Zeit totschlagen überbrücken, während mein Mitesser in gemütlicher Runde in Martins Weindepot den ein oder anderen Whisky verkostet. Normalerweise geh ich dann ins Kino und mach mir ne schöne Zeit, diesmal gab's zum Auftakt noch nen weiteren Programmpunkt.
Ist ja nicht das erste Mal, dass ich Sushi mache, die ein oder andere Rolle hab ich während meiner Sushiorgien ja schon zusammengeklöppelt, trotzdem dachte ich mir, gibt's sicher noch ne ganze Menge dazu zu lernen, also hab ich die Gelegenheit genutzt und mir einen der begehrten Plätze gesichert - sprich, ich hab grad noch so den letzten Platz bekommen. 
Der Kurs dauert ca. 3 Stunden und findet direkt in der zenbar am laufenden Band statt, auf dem auch die einzelnen Zutaten, also die Füllungen und Toppings ihre Kreise ziehen. 
Christopher, der Besitzer und Koch gibt erstmal eine kurze Einführung und erklärt, was Sushi überhaupt ist, woher es kommt, wie man den Reis kocht und vor allem auch würzt und stellt die benötigten "Werkzeuge" vor. Dann wird die Gruppe zweigeteilt und während Christopher dem einen Teil zeigt, wie man einfache Makis rollt, erklärt uns seine Assistentin wie aus einem kleinen Haufen Reis hübsche Reisbällchen geformt werden, die anschließend nach Geschmack belegt werden können und somit in Nullkommanix zu Nigiri oder Gunkan Maki werden. Anschließend wird getauscht und wir können uns mit dem gerade erworbenen Wissen erstmal austoben.
Nachdem eine Makirolle nach dem anderen auf unserem Holzschiffchen landet, legt Christopher nochmal eine Schippe drauf und zeigt, wie Ura-Maki/Inside Out Rolls, auch bekannt als California Rolls gemacht werden - viel einfacher, als man es sich vielleicht vorher denkt und dazu machen diese Rollen auch noch mächtig was her.
Nach und nach wird unsere Sushisammlung immer größer und wir fragen uns so langsam, wann und wie wir das alles um Himmels Willen schaffen sollen, die Lösung dafür ist aber ganz einfach, denn zum Schluss werden reichlich Takeaway-Schalen bereit gestellt, in die wir unsere kleinen Kunstwerke verpacken können - so haben auch die Daheimgebliebenen, Nachbarn, Freunde und Familienmitglieder etwas von dem Kurs ;o)
Für uns war das besonders praktisch, denn so mussten wir gar nicht mehr essen gehen, sondern hatten reichlich Verpflegung über den Tag und waren auch für die nächtliche Heimfahrt im Zug noch bestens ausgerüstet. 
Den Abschluss bildete noch eine kurze Einführung in das Zuschneiden von Fischfilets und Thunfischstücken - für mich besonders interessant, da ich das so noch nicht im Detail gesehen habe und gerade dieses Thema in Büchern oft nicht so gut rüberkommen. 

Die Auswahl der Füllungen war natürlich noch viel größer, so zogen beispielsweise noch Lachs (geräuchert und roh), Thunfisch und Thunfischsalat, Garnelen, Unagi (Aal), Oktopus und Sepia ihre Bahnen. Da ich ja aber bei Fisch besonders darauf achte woher er kommt, bzw. wie er gefischt wurde, hab ich darauf verzichtet - das Sushi war auch so sehr lecker ;o)

So, und nu zum Resümee, toll war's! Ganz, ganz toll! 
Ich hab zwar keine grundlegend neuen Erkentnisse gewonnen (dafür hab ich aber auch schon zu oft Sushi gemacht und auch viel zuviel drüber gelesen), mir trotzdem aber noch so Einiges abschauen können. Es macht doch einen großen Unterschied, ob man sich sein Wissen ausschließlich anliest, oder auch mal einen Profi bei der Arbeit beobachten kann. 
Besonders gut hat mir gefallen, dass in der zenbar Zutaten verwendet werden, die man (zumindest hier in Norddeutschland) wirklich problemlos beim Fischhändler und im Asiashop bekommt und nicht propagiert wird, dass man für Sushi zwingend unglaublich exklusive japanische Zutaten und Gerätschaften braucht, sondern auch heimische Fische (Matjes, Räucherfisch, usw.) besonders gut in einer Reisrolle verpackt schmecken - und genau das war auch der Grund, warum ich bisher noch keinen Kurs hier in Hamburg gemacht habe ;o)

Wer gern Sushi isst und sich nicht immer nur bekochen lassen, sondern auch mal gern selbst Hand anlegen möchte, der ist hier genau richtig - plant aber für den Abend und den nächsten Tag kein Essen ein, Ihr werdet reichlich Sushi mit nach Hause nehmen ;o)
Ich hoffe sehr, dass Christopher neben diesem Einsteiger-Kurs auch noch einen für Fortgeschrittene anbieten wird, dann bin ich nämlich sofort wieder dabei.

zenbar
Schloßstraße 1-3
24103 Kiel

Tel.: 0431 / 99 69 936
E-Mail: info@zenbar.de
Web: www.zenbar.de

Da ich jetzt natürlich wieder so richtig auf den Geschmack gekommen bin und weil die gewonnenen Erkentnisse selbstverständlich auch so schnell wie möglich angwendet werden müssen (bevor sie noch in den unendlichen Weiten meines altersschwachen Gedächtnisses verschwinden), wird es demnächst auch hier im KuLa wieder eine kleine oder vielleicht auch eine große Sushiorgie geben - ich freu mich schon jetzt drauf! 

Tag der offenen Küche

Gestern noch sah meine Küche aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Ok, das allein ist an sich ja noch nix Besonderes, denn so sieht's hier eigentlich regelmäßig aus wenn ich am Wochenende mal wieder nen stundenlangen Kochmarathon hinter mich gebracht habe, diesmal kann ich aber gar nix dafür - die Handwerker sind Schuld!  
Wir haben in den letzten Tagen einen neuen Küchenfußboden bekommen und daher musste natürlich erstmal alles raus. Kühlschrank, Waschmaschine, meine Arbeitstische, das raumhohe Ikearegal und, und das war der Großteil der Arbeit, all die Dinge, die eine Hobbyköchin in den Regalen und natürlich auch den hintersten Ecken der Küche versteckt - u n g l a u b l i c h was so alles in diese wönzich kleine Düvelsköök passt, ein absolutes Raumwunder! Ich hab also einen Umzugskarton nach dem anderen gefüllt (die meisten waren schließlich so schwer, dass auch Mann sie nur noch schieben, aber nicht mehr anheben konnte), alles ins Arbeitszimmer geräumt und den Handwerkern das Feld überlassen.
Nachdem ich gestern Abend noch Klar Schiff gemacht und tüchtig den Staubwedel geschwungen habe, war heute das Wiedereinräumen angesagt und was soll ich Euch sagen - ich habe fertich, endlich!

Während ich vorhin andächtig meine Gewürze sortiert und hochgestapelt habe, ist mir eine Idee gekommen - ein Tag der offenen Küche, das wär's doch! 
Ich würde mich riesig freuen, wenn Ihr (also alle, die einen eigenen Blog betreiben oder in unserem Forum registriert sind und somit dort die Möglichkeit haben, darüber zu berichten) den Blog- und Forenlesern die Möglichkeit gebt, mal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Zeigt uns wo all die Köstlichkeiten entstehen, die Ihr in Euren Blogs präsentiert (oder eben nicht, weil Ihr noch keinen habt), worauf Ihr ganz besonders stolz seid und/oder welche Küchengerätschaften im wahrsten Sinne des Wortes ein Schattendasein führen und in die hinteren Gefilde der Schränke verbannt wurden.  
Da das Ganze nicht in einen hochoffiziellen Blogevent ausarten soll, gibt's auch kein Banner und es besteht natürlich keine Verlinkungspflicht. Wer mitmachen möchte, der/die schreibt und zeigt uns einfach das in dem entsprechenden Beitrag, was ihm/ihr besonders wichtig ist - Regeln gibt's da keine. Natürlich müsst Ihr keinen kompletten Seelen-, resp. Küchenstriptease hinlegen um mitzumachen, Ihr entscheidet höchstselbst, ob und was Ihr uns zeigt und wenn es halt "nur" Euer allerliebster Lieblingspfannenwender ist, dann ist auch der herzlich willkommen ;o) 
Um das Ganze zeitlich n büschen einzugrenzen, würd ich vorschlagen, dass Ihr die Beiträge bis Ende nächsten Monats, also dem 31.03.2012 veröffentlichen solltet und ich dann daraus eine Übersicht bastel, von der aus ich zu Euch verlinke. 
Ich selbst werd natürlich auch mit machen und in der nächsten Zeit einen Beitrag über meine Küche veröffentlichen, versteht sich ja von selbst :o)
Ich bin bannich gespannt auf Eure Küchen und würde mich sehr freuen, wenn ganz viele Beiträge über ebensoviele unterschiedliche Küchen zusammenkommen!

P.S.: Damit ich auch mitbekomme, dass Ihr ebenfalls Eure Küchen vorstellt und entsprechend auf Eure Beiträge verlinken kann, wäre es nett, wenn Ihr kurz unter diesem Beitrag kommentieren und einen Link zu Eurem Beitrag hinterlassen würdet. 

Pretty in Pink - Grapefruit-Sorbet

Meine Vorliebe für Sorbets und Granités kennt Ihr ja mittlerweile, für ein fruchtiges Granité mit der ein oder anderen Umdrehung lasse ich jedes Milcheis stehen. Bisher war mein Favorit das Reineclauden-Granité, nun wurde es durch diese Variante vom Spitzenplatz verdrängt. 
Jetzt mal abgesehen von der mordsschicken Farbe (jahaaa, tief in meinem Inneren bin ich auch n Mädchen und find pink halt ziemlich klasse), ist der Geschmack einfach grandios lecker. So lecker, dass ich die gesamte Portion quasi binnen kürzester Zeit mehr oder weniger alleine verputzt hatte. Mein Mitesser hat zwar ne Anstandsportion abbekommen, der Rest, der eigentlich noch für einige weitere Nachspeisen gereicht hätte, war aber schon am Folgetag auf wundersame Weise verschwunden ... Sehr mysteriös, das!
Wenn Ihr auch das ganze Jahr hindurch Eis essen könnt, macht Euch einfach ein paar warme Gedanken, ignoriert die Kälte draußen (obwohl hier oben isses ja schon einigermaßen kuschelig) und besorgt Euch wunderhübsche pink Grapefruits - ist es zu kalt, seid Ihr zu schwach ;o)
Dann wartet Ihr halt, bis es wieder wärmer ist, aber Ihr verpasst was, das garantier ich Euch!
 
Zutaten
700 ml Grapefruitsaft (ca. 4 Grapefruits)
220 g Zucker
400 ml Rosé Prosecco

Zubereitung 
Die Grapefruits halbieren und auspressen. 700 ml Saft mit dem Zucker in einen Topf geben und einmal aufkochen lassen. DieTemperatur reduzieren und den Zucker unter Rühren auflösen lassen. 
Sobald der Zucker komplett aufgelöst ist, den Topf von der Platte ziehen und die Flüssigkeit abkühlen lassen. 
In der Zwischenzeit eine breite Schüssel mit Deckel im Gefrierschrank vorfrieren.  Den Prosecco zum erkalteten Grapefruitsaft geben und beides miteinander verrühren. Die Flüssigkeit in die gefrostete Form gießen und im Gefrierschrank ca. 2 Stunden anfrieren, dann mit einer Gabel auflockern. Diesen Vorgang insg. 4x alle 30 Minuten wiederholen, dann mindestens 8 Stunden, besser aber über Nacht durchfrieren lassen.
Vor dem Servieren das Granité mit einer Gabel lösen und mit einem Schneebesen durchrühren und sofort servieren.

Zubereitung 
Die Grapefruits halbieren und auspressen. 700 ml Saft mit dem Zucker in den Mixtopf geben und 15 Minuten bei 100°C auf Stufe 2 aufkochen lassen. Den Messbecher nicht aufsetzen, sondern den Garkorb als Spritzschutz verwenden. Kaltes Wasser in die Spüle einlaufen lassen und den Mixbecher reinstellen. Den Sirup komplett abkühlen lassen.  
In der Zwischenzeit eine breite Schüssel mit Deckel im Gefrierschrank vorfrieren. Den Prosecco zum erkalteten Grapefruitsirup geben und beides miteinander verrühren. Die Flüssigkeit in die gefrostete Form gießen und im Gefrierschrank ca. 2 Stunden anfrieren, dann mit einer Gabel auflockern. Diesen Vorgang insgesamt 4x alle 30 Minuten wiederholen, dann mindestens 8 Stunden, besser aber über Nacht durchfrieren lassen. 

Der beste Schokokuchen überhaupt ...

So langsam könnte sollte ich mal wieder, oder? Die kleine Pause war ja eigentlich gar nicht geplant, da die Erkältung aber doch hartnäckiger ist als zunächst gedacht, häng ich immer noch n ziemlich durch und fühl mich einigermaßen kodderich - in meinem Alter steckt man sowas halt nicht mehr so leicht weg ;o)

Als kleine Entschuldigung und weil ne Fliederbeersuppe zwar bannich lecker und gesund ist, aber bei Weitem nicht den Glücklichmach-Faktor eines Schokokuchens (und schon gar nicht DIESES Kuchens) erreicht, gibt's als Einstand den wahrscheinlich, nein, den eindeutig leckersten Schokokuchen der Welt, das hat Alex schon 2009 festgestellt. 
Ich bin leider erst jetzt dazu gekommen den Kuchen nachzubacken - meine Nachback- und Kochliste ist einfach viel zu lang -  nachdem ich aber im letzten Jahr meine Vorliebe für die Kombination Schokolade/Salz entdeckt habe, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch dieser Kuchen dran war. 

Ja, Ihr seht richtig, die kleinen weißen Kristalle sind Salz, Fleur de Sel um genauer zu sein. Man kann bei der Verwendung von Fleur de Sel sicher unterschiedlicher Meinung sein, in diesem Fall würde ich aber dringend dazu raten, kein anderes Salz zu verwenden, normales grobes Meersalz ist einfach viel zu hart und grob und normales "rieselfähiges" Salz würde den kompletten Kuchen versalzen. 

Fleur de Sel hingegen sorgt dafür, dass in dem Kuchen kleine salzige Inseln entstehen, die in der Kombination mit der Schokolade eine kleine Geschmacksexplosion bewirken.  Der Kuchen schmeckt nicht unbedingt salzig, sondern der Schokogeschmack wird nochmal intensiviert - probiert das unbedingt mal aus!

Auf keinen Fall vergessen solltet Ihr natürlich ein großes Glas Milch, denn Schokokuchen ohne Milch - das geht ja schonmal gar nicht!

Der geringe Mehlgehalt dieses Kuchens bewirkt eine sehr schmelzige Struktur, so ein bißchen in Richtung kuchiger Praline. Nicht so extrem wie der Gâteau Victoire, dafür ist man nach nur einem Stückchen aber auch nicht komplett platt und kann tagelang nichts mehr zu sich nehmen - dieser Kuchen ist also auch für Einsteiger geeignet ;o)

Wenn Ihr der Kombination Schokokuchen und Fleur de Sel so ganz und gar nicht traut, backt den Kuchen einfach ohne nach, bzw. gebt wie gewohnt eine gute Prise Salz an den Kuchenteig und verzichtet auf das zusätzliche Salz, dieser Kuchen ist auch ohne Fleur de Sel grandios lecker, das Salz ist praktisch nur noch das i Tüpfelchen.

Mikrowellen-Tassenkuchen
Bei dieser Gelegenheit muss ich auch nochmal etwas zu dem oft erwähnten und vielfach nachgebackenen 5 Minuten-Mikrowellen-Schokokuchen loswerden. Um es ganz kurz zu sagen - der geht gar nicht! 
Ich konnte ja auch nicht widerstehen und hab ihn vor einer Weile mal ausprobiert, zu groß war der Reiz eines frisch gebackenen Schokokuchens in nur einigen wenigen Minuten. Nur selten ist aber auch ein Rezept so gnadenlos bei mir durchgefallen wie dieses. Kein flauschig schmelziger Kuchen, sondern ein unangenehm großporiger, sehr schnell aushärtender Schokoklops war das Resultat - nicht lecker, alles andere, aber nicht lecker! Es gibt einfach Dinge, die brauchen ihre Zeit und ein leckerer Schokokuchen ist so ein Fall.  
Für den Fall, dass der Schokojieper Euch ab und zu unangemeldet überkommt, backt anstelle eines großen Kuchens lieber mehrere kleine Küchlein und friert die dann ein. Sobald der kleine Hunger Schokojieper sich meldet, taut Ihr Euch einfach einen auf (einer der wenigen Fälle, in denen sich meine Mikrowelle bezahlt macht) und schon steht dem Schokokuchengenuss nichts mehr im Wege.
 
Für die kleinen Küchlein füllt Ihr den Teig in Muffin- oder Mini-Napfkuchenformen und backt die Küchlein dann nach Gefühl so ca. 20-30 Minuten (je nach Größe der Form). Der Stäbchentest verrät Euch, wie weit die Küchlein sind und sobald kein Teig mehr an dem Holzstäbchen klebt, sind sie auch schon fertig.  

Noch kurz zum Begriff Kuvertüre, damit ist nämlich nicht die im Supermarkt erhältliche Kuvertüre für 69 Cent gemeint, sondern eine richtig gute. Solltet Ihr keine gute Kuvertüre bekommen, nehmt einfach eine gute 70%ige Schokolade, das klappt ganz genauso gut.

Zutaten
300 g sehr gute Kuvertüre (70% Kakaoanteil)
200 g Zucker
120 g Butter
100 g Mehl
1 gestrichener TL Backpulver
5 Eier 
ca. 1 TL Fleur de Sel

Zubereitung
Die Kuvertüre zusammen mit der Butter unter stetigem Rühren behutsam im Wasserbad schmelzen. Sobald beides geschmolzen ist, von der Platte ziehen und beiseite stellen. 

Die Eier mit dem Zucker in einer Schüssel mit dem Mixer schaumig rühren, bis eine weißliche Creme entsteht. 
Die Schoko-Butter-Masse unterheben und gut vermengen. Das Mehl zusammen mit dem Backpulver dazugeben und alles miteinander verrühren. 
Eine Kastenform einfetten und mit Kakaopulver auspudern, überschüssiges Kakaopulver ausklopfen. Den Teig schichtweise einfüllen und über jede Schicht eine Prise Fleur de Sel verteilen. 
Im auf 160°C vorgeheizten Backofen ca. 70 Minuten backen - Stäbchentest machen!