Reineclauden-Prosecco-Granité

Seit Kurzem hat mich das Granité-Fieber gepackt! Ich hab zwar eine Eismaschine, so eine kleine, deren Gefrierbehälter man tagelang im Gefrierschrank vorfrieren muss, bevor man mal eine wönzige Portion Eis zubereiten kann, die ist aber bisher erst 2x zum Einsatz gekommen und auch das ist auch schon ewig her. 
Ich hab in meinem Gefrierschrank einfach keinen Platz für dieses Ungetüm, der Gefrierakku allein braucht ja schon fast eine halbe Schublade ... Eine Kompressormaschine ist für mich leider auch keine Alternative, da mir auch dafür der Platz fehlt - Ihr wisst schon, winzige Küche, winzige Wohnung, kein Stellplatz.

Für ein Granité muss ich den Behälter nicht schon nen Tag vorfrieren, sondern wenn überhaupt nur kurz kalt stellen. Das Granité selbst braucht dann zwar n büschen, für mich passt das aber schon. 
Durch den Prosecco und den Zwetschenbrand wird das Granité während des Gefrierens nicht knüppelhart, sondern bleibt recht weich und gut bearbeitbar, außerdem bringt der Prosecco natürlich eine Menge Geschmack mit und verleiht dem Granité eine sehr angenehm herbe Note.
In der nächsten Zeit wird's häufiger mal ein Granité geben, zwei hab ich schon in petto, ein weiteres ist in Planung - jedes Wochenende ein Granité, solange, bis mir entweder die Ideen ausgehen oder ich vom Granité-Fieber geheilt bin ;o)

Zutaten
150 g Zucker
200 ml Wasser
800 g Reineclauden
400 ml Rosé-Prosecco
2 EL Zwetschenwasser

Zubereitung
Den Zucker mit dem Wasser in einen Topf geben und einmal aufkochen lassen. Solange bei schwacher Hitze köcheln lassen, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat.
Inzwischen die Reineclauden waschen, entsteinen und vierteln.
Die Reineclaudenstücke zum Zuckersirup geben und einige Minuten köcheln lassen, bis sie weich sind. Reineclauden und Sud in ein hohes Gefäß füllen und mit dem Mixstab durchpürieren. Durch ein feines Sieb passieren und komplett abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit eine breite Schüssel mit Deckel im Gefrierschrank vorfrieren. Das erkaltete Reineclaudenpüree in die gefrostete Form gießen, den Prosecco und den Pflaumenbrand dazugeben und alles verrühren.
Im Gefrierschrank ca. 2 Stunden anfrieren, dann mit einer Gabel auflockern. Diesen Vorgang insg. 4x alle 60 Minuten wiederholen, dann mindestens 8 Stunden, besser aber über Nacht durchfrieren lassen.
Vor dem Servieren das Granité mit einer Gabel lösen und mit einem Schneebesen durchrühren (ein Kartoffelstampfer funktioniert auch sehr gut) und sofort servieren.

Kommentare:

Bestsmellers hat gesagt…

Sehr tolles Rezept! Granita oder Granité kann man notfalls sogar auch ohne Maschine herstellen - sofern man bereit ist, ab und an ein wenig zu rühren...:-)

Viele Grüsse,

Vanessa

Freundin des guten Geschmacks hat gesagt…

Den Platzmangel habe ich auch, auch die Eismaschine. Danke für den Tipp mit Alkohohl, das wußte ich nicht. Auf zur Granita, hört sich wirklich leicht an.

Paule hat gesagt…

Deine Reineclauden passen perfekt zu meinen Mirabellen von gestern ;-) LG

Steph hat gesagt…

@ Bestsmellers
Daher hab ich ja auch die Herstellung ohne Eismaschine erklärt ;o)

@ FdgG
Das ist wirklich ein Kinderspiel, man muss halt nur ab und zu mal nach dem rechten sehen, dann klappt das wie von selbst

@ Paule
Du hast Recht, als hätten wir uns abgesprochen ;o)

Bestsmellers hat gesagt…

Pardon, ich war wohl zu fixiert auf die Eismaschine, weil ich mir eben schon längst so ein Ding wünsche...;-)

Steph hat gesagt…

Gar kein Problem, Deinen Wunsch kann ich sehr gut nachvollziehen ;o)

gabs hat gesagt…

ich glaube, ich wage mich mal daran. geht das ganze auch alkoholfrei für meine kids? was sollte ich denn dann dazu tun?

Steph hat gesagt…

Der Alkohol lässt sich in diesem Fall nicht ersetzen, da er die Grundlage für die Konsistenz ist. Ohne den Alkohol wird das Granité ein großer Reineclauden-Eiswürfel ;o)

 

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