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Ich hab da mal was vorbereitet :o)

Nachdem ich vorgestern erst großspurig angekündigt hab, dass ich hinter den Kulissen mächtig am werkeln bin, kann ich heute schon verkünden: Ich bin fertich!

Zu Beginn meiner Umbaumaßnahmen hatte ich mir eigentlich einen großzügigen Zeitplan von ca. 4 Wochen gesteckt, aber irgendwann musste sich ja mal der lästige Kurs im Maschineschreiben (jepp, Schreibmaschine, diese riesigen Klapperkästen, die mindestens 5x so groß wie ein Laptop waren und außer grundsätzlich klemmender Typenhebel nix zu bieten hatten - kein Internet, keine Bildbearbeitungsprogramme, nix, was man heute so braucht ;o) ) bezahlt machen, den ich vor einer halben Ewigkeit belegen musste. Das Tippen ging also schneller als gedacht und so hab ich nicht 4 Wochen, sondern nur 4 Tage gebraucht - ziemlich guter Schnitt, oder?

Ihr fragt Euch jetzt vielleicht, was sich denn hier nun getan hat, sieht ja eigentlich alles so aus wie immer. Auf den ersten Blick isses das auch, meine Bauarbeiten haben sich ja nur auf einen ganz kleinen Bereich beschränkt. Also, nu mal Butter bei die Fische, ich will Euch ja nu nich ewig auf die Folter spannen. 
Schon ne ganze Weile hab ich ja meine Rezepte alphabetisch sortiert und später dann auch noch eine Kategorienunterteilung eingebaut und genau daran hab ich die letzten Tage gearbeitet. Bisher waren die Kategorien einfach untereinander aufgeführt, nun sind sie in sone Art privates kurioses Rezeptebuch/Foodgawker/Tastespotting-Dingens eingebunden, aber schaut's Euch am Besten selbst mal an. 
Auf der Startseite seht Ihr chronologisch die letzten Rezeptbeiträge, die ich im KuLa veröffentlicht habe und auf der rechten Seite die Rezeptkategorien. Wenn Ihr jetzt eine Kategorie anklickt, landet Ihr nicht direkt im KuLa, sondern bekommt eine bebilderte Auflistung aller in dieser Kategorie veröffentlichten Rezepte. Durch das Anklicken eines Bildes landet Ihr dann in einer vergrößerten Bildansicht und direkt unter dem Bild findet Ihr den Link zum Rezept. 
Schön wäre sicher gewesen, wenn man durch das Anklicken des Galeriebildes direkt im Rezept gelandet wäre, das hab ich aber nicht hingekriegt.
Ach so, ganz unten hab ich die Kategorien nochmal als Tagcloud eingebunden, ist aber eigentlich nur ne andere Ansicht, ansonsten das Gleiche in grün. 
Dauerhaft findet Ihr dieses Register oben in der Reiterleiste unter "Augenschmaus", also eigentlich alles wie gehabt, nur ein büschen aufgehübscht und wie ich hoffe, für Euch, wie aber auch für mich noch etwas komfortabler. 

So, mehr war's gar nicht - ich hoffe, ich hab Euch nicht zuviel versprochen ;o)

Ich arbeite für Euch!


In den nächsten Tagen wird es im KuLa etwas ruhiger, das bedeutet aber nicht, dass ich mich auf die faule Haut lege - ganz im Gegenteil, ich bin sogar ganz mächtig fleißig :O)

Am Wochenende hatte ich eine ziemlich gute Idee (find ich jetzt zumindest), wie ich den KuLa noch n büschen aufpimpen, bzw. komfortabler machen kann und diese Idee setze ich gerade mit meinen bescheidenen Mitteln hinter den Kulissen in die Tat um.
Leider ist dieses Projekt, wie eigentlich immer, wenn ich mir mal was in den Kopf gesetzt habe, nicht ganz unaufwendig, daher werd ich den KuLa in den nächsten Tagen auf Sparflamme laufen lassen, Euch evtl. mit dem ein oder anderen Foto nerven und fleißig weiterbasteln. 

Sobald ich fertich bin, werd ich es Euch selbstverständlich wissen lassen - hach, ich freu mich schon drauf, das wird glaube ich ziemlich schön :o)
 

Dat wohr besonners good - September

Da hab ich mir ganz schön was eingebrockt, mit dieser monatlichen Auswahl - ich hab doch schon ein Problem damit, mich alle paar Tage für ein Rezept zu entscheiden und dann noch die besten Rezepte des Monats wählen... Puuuh!
Aber auch diesmal ist nach stuuuundenlangem hin und her überlegen eine kleine, aber feine Auswahl übrig geblieben - auch wenn es eigentlich noch mindestens 5 weitere verdient gehabt hätten ;o)

Zu diesem Kuchen muss ich sicher keine großen Worte mehr finden, einfach nur grandios lecker!
Bereits seit Jahren fest in unserem Programm, diesmal in der überarbeiteten Version.
War klar, dass diese Stangen einen Platz in der Monatsauswahl bekommen, geschmorten Zwiebeln kann ich einfach nicht widerstehen. 
Nicht nur eine Augenweide, sondern auch richtig lecker!

Himbeer-Granité

Teil III meines Esst-mehr-Granités-Feldzuges. Ich geb nicht auf, Euch davon zu überzeugen, dass Granités vieeeeel besser schmecken als son olles Milcheis. Jahaaa, das schmeckt natürlich auch nicht schlecht, ein fruchtig-leichtes Granité mit ner klitzekleinen Umdrehung ist aber wirklich auch was ganz feines, das müsst Ihr doch endlich mal einsehen! ;o)
Noch ein Pluspunkt, man braucht keine Eismaschine. Für Bewohner winzig kleiner Dachwohnungen, wie ich es bin, ein nicht ganz unwichtiges Argument...

Also, da Ihr ja jetzt schon die Reineclauden- und Nektarinen-Saison verpasst habt, versucht wenigstens mal dieses Rezept. TK-Himbeeren gibt's an jeder Ecke, Prosecco und Himbeerbrand sind auch keine Bückware, Ihr habt also keine Ausrede mehr! ;o)

Himbeer-Granité
Wenn Ihr, so wie ich, keine Metallschüssel und sowieso chronisch wenig Platz im Gefrierschrank habt, friert die Granité-Masse einfach in einer Kastenkuchen-Form ein, die nimmt weit weniger Platz als eine runde Schüssel ein, leitet die Kälte aber sehr viel besser als eine Plastikschüssel. 

Himbeer-Granité
Zutaten
500 g Himbeeren (TK)
100 g Puderzucker
300 ml Prosecco (Petit Bulle rosé)
2 EL Himbeerbrand (Ziegler)

Zubereitung
Die Himbeeren auftauen lassen und durch ein feines Sieb passieren. Passiertes Himbeermark mit dem Pudezucker und dem Himbeerbrand verrühren, dann den Prosecco zufügen. Alles miteinander verrühren und in eine breite (am besten metallene) Form gießen. Im Gefrierschrank für 2 Stunden anfrieren lassen, dann mit einem Schneebesen durchrühren.
Diesen Vorgang insg. 4x alle 30 Minuten wiederholen, dann mindestens 8 Stunden, besser aber über Nacht durchfrieren lassen.
Vor dem Servieren das Granite mit einer Gabel lösen und mit einem Schneebesen durchrühren und sofort servieren.

Zubereitung im Thermomix
Eine flache Schüssel mit Deckel im Gefrierschrank vorfrieren. Den Zucker in den Mixtopf geben und 10 Sekunden auf Stufe 10 pulverisieren. Die Himbeeren dazugeben und 40 Sekunden auf Stufe 8 pürieren, dann durch ein sehr feines Sieb passieren. Passiertes Himbeermark mit dem Himbeerbrand verrühren, dann den Sekt zufügen und alles miteinander verrühren. 
Die Flüssigkeit in die gefrostete Form gießen und im Gefrierschrank ca. 2 Stunden anfrieren, dann mit einer Gabel auflockern. Diesen Vorgang insgesamt 4x alle 30 Minuten wiederholen, dann mindestens 8 Stunden, besser aber über Nacht durchfrieren lassen. 

Vor dem Servieren das Granité mit einer Gabel lösen und mit einem Schneebesen durchrühren und sofort servieren.

Tomatentartelettes mit Ziegenkäse-Basilikum-Creme

Bevor die Tomatensaison so langsam ausklingt und "mein Tomatenmann" sich komplett seinem Riesenkürbis und damit der anstehenden Meisterschaft im Kürbiswiegen widmet, musste noch ganz schnell eine Tomatentarte gebacken werden, die stand nämlich schon die ganze Saison auf meinem Zettel. 
Ideen für eine solche Tarte hatte ich viele, endgültig geklaut hab ich dann aber bei Birgit von Cosycooking, ihre Tomatentarte sah so verlockend aus, die musste fremdgekocht, bzw. -gebacken werden. Mit der ein oder anderen klitzekleinen Änderung ;o)

Die wichtigsten Änderungen: Ich mag weder Blätterteig noch Koriander, also wurde aus dem Blätterteig mein ganz normaler Standard-Mürbeteig und aus dem Koriander Basilikum, denn Koriander steht hier ganz weit oben auf der schwarzen Liste - knapp hinter, na Ihr wisst schon ;o)
Da Basilikum und Tomaten ja eh so >Platzhalter für gekreuzte Finger< sind, war das keine ganz so schlechte Entscheidung. 

Eine ganze Tarte ist für uns beide meist zuviel, die Reste gibt's also dann am nächsten Tag oder sie werden eingefroren. Wenn es sich anbietet, d.h., wenn die Füllung reinpasst, backe ich seit einiger Zeit daher lieber 4-6 Tartelettes und friere die übrig gebliebenen dann im Ganzen ein.
Um aus diesen Tartelettes Fast Food im besten Sinne zu machen, kann man die Böden bereits am Vortag oder sogar einige Tage vorher backen und luftdicht in einer Keksdose aufbewahren, oder aber, sofern Ihr mehr Platz im Gefrierschrank habt als ich, einfrieren. 
Die Creme ist in nicht mal 5 Minuten zusammengerührt und schon 20 Minuten später stehen 6 wunderbar duftende Tartelettes auf dem Tisch - schneller ist ne TK-Pizza auch nicht fertig.
Eine solche Auswahl an bunten Tomaten gibt's natürlich nicht im Supermarkt, falls Ihr aber einen Wochenmarkt in der Nähe habt, schaut dort mal nach bunten Tomaten und probiert Euch unbedingt einmal quer durchs Sortiment - bannich lecker! 
Vor zwei Jahren fand ich die bunten Tomaten noch verzichtbar, mittlerweile gibt es aber so tolle Sorten, die nicht nur mordsschick aussehen, sondern auch noch grandios schmecken, dass ich ein ganz großer Bunte-Tomaten-Fan geworden bin. Besonders die kleinen birnenförmigen Cherry-Tomaten haben es mir angetan. Die schmecken so aromatisch süß, dass man sie auch prima anstelle von Obst wegfuttern kann. 
So, und um nun endlich zum Wesentlichen (mal vom Rezept abgesehen) zu kommen, sind diese Tartelettes natürlich ein weiterer Beitrag zum aktuellen Fremdkochen der Hüttenhilfe und gleichzeitig, d.h., sofern sie Franzi und Anna als herbstlich durchgehen lassen, mein erster Beitrag zum Herbst-Kochevent des Gemüseregals - ich verspreche auch hoch und heilig, dass ich mir noch einen weiteren, dann aber wirklich mordsherbstlichen Beitrag überlegen werde, hab da schon was im Hinterkopf ;o)
Schaut unbedingt mal bei Franzi und Anna vorbei und nehmt zahlreich an ihrem Event teil. Auch Nicht-Blogger sind herzlich willkommen mitzumachen, ein Besuch des Gemüseregals lohnt sich auch für Eigentlich-Fleisch-Esser und als wäre das noch nicht genug, gibt es als Krönung bei den Beiden sogar noch etwas zu gewinnen!

Zutaten 

Mürbeteig 
250 g Mehl 
125 g kleingeschnittene weiche Butter
1 Eigelb

50 ml Wasser 


Belag
 
200 g Ziegenfrischkäse
1 Bund Basilikum
Salz & Pfeffer 
Piment d'Espelette
je nach Größe ca. 4 bunte Tomaten nach Wahl 

Zubereitung

Mürbeteig
Alle Zutaten miteinander vermengen und zu einem Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Ca. 15 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und 6 Tarteletteformen damit auslegen.

In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Die Formen aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 15 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen. 


Belag
 
Das Basilikum waschen, gründlich trockenschleudern und die einzelnen Blätter verlesen. Zusammen mit den Ziegenkäse, den Knoblauchzehen und den Gewürzen in einen Mixer geben und alles zu einer gleichmäßigen Creme pürieren. Evtl. noch etwas abschmecken. 
Die Creme auf die Tartelettes verteilen und glatt streichen. Tomaten in Scheiben schneiden und pro Tartelette 3-4 Scheiben fächerförmig verteilen. Mit frisch gemahlenem Pfeffer und etwas Fleur de Sel bestreuen.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen, bis die Creme leicht gebräunt und die Tomaten weich geworden sind. Aus dem Backofen nehmen, etwas abkühlen lassen und mit einem grünen Salat servieren.

Schoko-Espresso-Kuchen, mehr geht nicht!

Schokokuchen gehören, wie übrigens auch Käsekuchen, eindeutig zu der Kategorie Kuchen, von denen man gar nicht genug Rezepte haben kann, am Besten für jede nur erdenkliche Situation eines - logisch also, dass ich bei jedem Schokokuchen, der in der Nachbarschaft gebloggt wird, sehr hellhörig werde ... 

Bei diesem Schokoladenkuchen war es natürlich nicht nur das Rezept allein, das mich sofort "angefixt" hat, sondern auch die wunderschönen Fotos, die schöner und fantasievoller sind, als alles, was ich bisher in meinen Backbüchern gefunden habe - absolut verständlich also, dass Photisserie für den Brigitte Award nominiert ist ;o)
Schaut Euch nur einmal dieses, dieses, dieses und dann auch noch unbedingt dieses Bild an - ach was, lest Euch am Besten einmal von vorne bis hinten durch den gesamten Blog, es lohnt sich!

Und wenn Ihr dann schon einmal dabei seid, notiert Euch gleich noch die Zutaten für diesen Kuchen, damit Ihr ihn bei nächster Gelegenheit (und die sollte in möglichst naher Zukunft liegen) nachbacken könnt - den müsst Ihr einfach ausprobieren!
Keine Sorge wegen des Muskats, wie schon bei meinen heißgeliebten Donutmuffins, passt der auch hier ganz ausgezeichnet.

Entgegen dem Originalrezept, hab ich die Glasurmenge hier im Rezept halbiert. Ich hab wirklich mein Bestes gegeben, aber mehr als die Hälfte der im Originalrezept angegebenen Menge passte einfach nicht auf den Kuchen ;o)
Für den Fall, dass Ihr eine besonders ausgeprägte Glasur-Vorliebe habt, solltet Ihr sie vor dem Verstreichen auf dem Kuchen gut abkühlen lassen. Sie zieht dann an und verläuft nicht mehr so leicht. 

Zutaten (für eine Springform mit 18-20 cm Durchmesser)
250 ml frisch gebrühter, heißer Espresso
100 g Kakaopulver
2 Eier 
150 ml Sonnenblumenöl
200 g Mehl
200 g brauner Zucker 
5 g Backpulver
5 g Natron 
5 g Salz 
1 Prise Muskat, frisch gerieben

Glasur 
100 ml Sahne 
25 g Butter 
1 g Fleur de Sel
75 g Vollmilchschokolade
15 g Kakaopulver

Zubereitung
200 ml des noch heißen Espressos mit dem Kakaopulver verrühren, die restlichen 50 ml beiseite stellen.
Die Eier und das Öl mit dem Mixer verrühren, bis eine mayonnaiseähnliche Konsistenz erreicht ist. 
Mehl, Zucker, Salz, Backpulver, Natron und Muskat in einer Schüssel trocken miteinander vermischen. Die Espresso-Kakao-, sowie die Eier-Ölmischung dazu geben und mit einem Holzlöffel unterheben. 
Eine Springform gleichmäßig buttern und mit Kakaopulver ausstäuben, den Teig einfüllen und im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten backen (Stäbchenprobe machen). 
In der Zwischenzeit die Milchschokolade grob hacken. Die Sahne mit dem Kakaopulver zum Kochen bringen, von der Herdplatte ziehen und die Schokolade einrühren. Solange Rühren, bis sich die Schokolade komplett aufgelöst hat, dann die Butter und das Salz ebenfalls zugeben und verrühren.
Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und ca. 15 Minuten abkühlen lassen, dann vorsichtig den Ring der Springform lösen und den Kuchen stürzen oder den Kuchen mit einem Holzbrett beschweren, so dass die Oberseite grade wird. Mit dem restlichen Espresso beträufeln und den Kuchen komplett auskühlen lassen. 

Die Schokoladenglasur auf dem Kuchen verteilen.