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Minzsirup

An Tagen wie gestern, wenn das Thermometer in meiner kleinen Düvelsköök mal wieder locker die 30°C-Marke knackt und eine Abkühlung noch in weiter Ferne ist, laufen nicht nur wir selbst, sondern auch unser heißgeliebter Wassersprudler heiß, ohne den mein armer Mitesser wahrscheinlich immer noch Kistenweise Mineralwasser die geschätzten 1365 Stufen hinauf in unsere Dachbutze schleppen müsste. 
Um ein klein wenig Abwechslung ins Glas zu bringen, nutze ich die Sommermonate und damit das wunderbare Angebot an Obst und Kräutern um leckeren Sirup zu kochen, der aber leider immer viel zu kurz hält. 
Nene, nicht falsch verstehen - der wird nicht schlecht, sondern ist nur schneller ausgetrunken als ich Nachschub kochen kann - schlimmer Teufelskreis ;o)

Neben einem grandiosen Lemonsquash, das ich auch ganz bald bloggen werde, hab ich jetzt diesen Minzsirup ausprobiert und bin sehr begeistert.
Nicht nur die Zubereitung macht mächtig Spaß, weil die ganze Wohnung nach Minze duftet, bei jedem Öffnen der Sirupflasche kommt einem auch ein regelrechter Duftschwall  entgegen. Wer den Sirup nicht pur mag, kann ihn prima zum Mixen verwenden oder gibt einfach nen Spritzer Zitrone dazu.

Zutaten
50 g frische Minzblätter, bzw. äußere Spitzen der Zweige
Saft einer Zitrone
250 g Zucker
1 gestrichener TL Salz
600 ml Wasser

Zubereitung
Die Minzblätter gründlich putzen, waschen und trocken schleudern.
Zusammen mit dem Zitronensaft, Zucker und Salz in einen Topf geben und mit einem Rundstößel oder dem Ende eines Nudelholzes gründlich zerdrücken, so dass die Struktur der Minze aufgebrochen wird und die ätherischen Öle austreten können.
Für 8-10 Stunden mazerieren lassen.

Das Wasser zum Kochen bringen und über die Minz-Mischung gießen. Weitere 12 Stunden stehen lassen.

Den Sirup durch ein sehr feines Sieb in einen Topf gießen, zum Kochen bringen und einige Minuten köcheln lassen. In zuvor sterilisierte Flaschen füllen, fest verschließen und auf den Kopf stellen. Vollständig auskühlen lassen. 

Ohne die geht im KuLa nix ...

Seit mein Mitesser und ich im Februar beschlossen haben, mich für jede überstandene Chemo mit einem Kochbuch zu belohnen und Ihr mir soooooviele unglaublich tolle Tipps, auf die ich im Leben nicht selbst gekommen wäre, gegeben habt, schwimme ich in Kochbüchern, zumindest für meine Verhältnisse. 
Langsam aber sicher verdrängen sie die Whiskysammlung meines Mitessers und nehmen immer mehr Platz ein - es ist also in den letzten Monaten noch enger in unserer ohnehin schon muckeligen Dachbutze geworden ...

Genau wie bei Lebensmitteln, achte ich beim Kauf eines Kochbuches auch auf die Qualität. Konnten mich früher die unzähligen Billig-Heftchen, die an jeder Ecke lauern noch locken, kaufe ich mir mittlerweile lieber ab und zu mal ein wirklich gutes Kochbuch, das dann halt auch entsprechend mehr kosten darf und verzichte dafür auf mehrere billige und die unzähligen Kochzeitschriften, die ich einmal durchblätter und dann nie wieder anschaue. 

Als nun Petra vor knappen zwei Wochen über ihre Top Ten der Kochbücher schrieb, begann es sofort in meinem Kopf zu rattern, denn diese Entscheidung ist verdammt schwer. Allein der Gedanke, sich von einem liebgewonnenen Kochbuch zu trennen ... Nee, ich mag gar nich dran denken ;o)
Nachdem ich nu immer wieder hin und her überlegt habe, hab ich mich für's Erste (morgen kännte diese Liste schon wieder etwas anders ausehen) für die unten aufgeführten entschieden, dabei ist die Reihenfolge nicht wertend zu verstehen, sondern rein zufällig. 

Meine komplette "Kochbuch-Bibliothek" findet Ihr bei Librarything, wo ich auch meine übrigen Kochbuch-Favoriten aufgeführt habe. 

Dieses Buch war und ist mein Standard-Nachschlagewerk, wenn ich mir nicht gerade ein chinesisches Rezept aus dem Internet suche.

Eindeutig DAS italienische Kochbuch für mich schlechthin, in dem man zwar vergeblich Bilder sucht, das dafür aber durch fantastische Rezepte bietet - ich sach nur Zitronenhuhn und Zwiebel-Thymian-Sauce ... 

Dieses Buch könnte ich von vorne bis hinten durchkochen - ich liebe, liebe, liebe es! Müsste ich mich für nur 3 Bücher entscheiden, dieses wäre unter Garantie dabei.

Nicht nur für Vegetarier eine unerschöpfliche Quelle fantastischer vegetarischer Rezepte.

Noch so ein Buch, das ich am liebsten von vorne bis hinten durchkochen würde und ja auch schon vieeele Rezepte hier vorgestellt habe. Einfache Rezepte, die durchweg schmecken und leicht umzusetzen sind. 

Besonders für Hobbyköche mit einer kleinen anglophilen Ader sehr zu empfehlen - tolle, traditionelle Rezepte von der Insel!

Ok, dieses Buch werd ich in meinem ganzen Leben nicht "durcharbeiten" können, da streiche ich schon jetzt die Segel. Nach Jahreszeiten und Zutaten sortiert, findet man hier ganz auf die Schnelle tolle, sehr einfache Rezepte.

  • Sushi - Hisayuki Takeuchi
Sushi ist zwar von Haus aus schon einmal ne Augenweide (vorausgesetzt, man hat den Dreh einigermaßen raus ;o) ), dieses Buch toppt aber alles und das Beste ist, es beinhaltet auch noch tolle Rezepte für tolle Sushi-Saucen, den perfekten Reis, usw. usf. 
Für Sushi-Fans ein eindeutiges Muss!

Die englische Ausgabe der Backbibel und ein absolutes Standardwerk für jeden Hobbybäcker, das auch für Anfänger bestens geeignet ist.

Nicht umsonst ist das von mir vor einer Weile gegründete Alles Hausgemacht!-Forum nach diesem Buch benannt, es beinhaltet eine breite Auswahl an Rezepten von süß bis herzhaft und ist auch für Einmach-Anfänger sehr gut geeignet, da hier alle angewendeten Methoden zur Haltbarmachung Schritt für Schritt und in vielen wunderschönen Bildern festgehalten sind - unbedingter Kauftipp! 

So, und nun seid Ihr dran! Welche 10 Bücher würdet Ihr auf die berühmte einsame Insel (die selbstredend mit einer perfekt ausgestatteten Küche ausgestattet ist, sonst wären die Bücher ja einigermaßen unsinnig) mitnehmen? ?

Wegen Urlaub geschlossen!

Naja, so ganz stimmt das nicht, denn ich fahre weder weg, noch plane ich für länger den Laden dicht zu machen - ich mach einfach ein paar Tage blau. 


Letzte Woche hatte ich meine letzte Chemo und wie es aussieht, wollten die behandelnden Ärzte nochmal einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen, mich hat's auf jeden Fall ziemlich dahingerafft. Vielleicht hätte ich meiner Ärztin beim letzten Mal auch nicht sagen sollen, dass sie vorige Chemo Kinderkram war - wahrscheinlich hattse diesmal bei der Dosierung der Giftmischung nochmal ordentlich einen drauf gelegt ... ;o)

Egal, in ca. 3 Wochen geht's munter mit der Strahlentherapie weiter und bis dahin ist wieder auf die Beine kommen angesagt, daher bleibt die Küche im KuLa in den nächsten Tagen also erstmal geschlossen. Vielleicht heize ich die Töpfe in ein paar Tagen schon wieder an, evtl. dauert's auch etwas länger - mal schaun, wie lange ich es ohne meinen kleinen Laden aushalte ;o)

Bis dahin
P.S.: Da mein Postfach seit ner ganzen Weile ziemlich überquillt und ich in der letzten Zeit nicht dazu gekommen bin, all die Mails "abzuarbeiten" werd ich diese kleine Auszeit auch dazu nutzen. Wer also noch auf eine Antwort von mir wartet, die ist quasi schon so gut wie eingetütet! 

Risotto di Patate

Bevor es jetzt endgültig wieder viel zu warm wird und die Risotto-Saison damit für mich bis zum erlösenden Herbst erstmal aussetzt, möchte ich noch schnell dieses Rezept unter die Leute Leserschaft bringen, denn es hat es auf keinen Fall verdient, noch so lange in der Warteschleife dahin zu dümpeln, das gehört auf Eure Teller und zwar schnell ;o)

Die Kombination Reis und Kartoffel war für mich eine ganze Zeit gewöhnungsbedürftig, glücklicherweise hatte ich das Rezept aber nicht vollständig verworfen und als neulich mal wieder ein Risotto auf dem Plan stand, hab ich es todesmutig einfach mal gewagt - ansonsten hätt's halt ein Bütterken gegeben ... 
Was soll ich sagen, das Brot kam natürlich nicht zum Einsatz, sondern das/der Risotto wurde bis zum letzten Korn, resp. Kartoffelwürfel aufgeputzt - richtig lecker!

Da wir ja das nicht zu unterschätzende Glück haben, zweimal die Woche auf unserem kleinen, aber feinen und grandios bestückten Bio-Wochenmarkt einkaufen zu können (der Isemarkt ist natürlich nicht minder schlecht, ganz im Gegenteil, für den wöchentlichen Einkauf aber einfach zuuu groß und überlaufen, da geh ich lieber auf den Biomarkt und nur, wenn ich mal was Besonderes von der Kräuterhexe usw. brauche, stürze ich mich ins Getümmel und boxe mich durch Tourimassen), auf dem auch jeden Samstag der Käsehändler unseres Vertrauens mit seinem Wagen steht und der unter Anderem ein fantastisches Angebot norddeutscher und ganz speziell schleswig-holsteinischer Käse hat, bemühen wir uns immer mehr, auf diese hiesigen Käse auszuweichen. 
Mein bevorzugter "Ersatz" für Parmesan ist beispielsweise der hier im Rezept angegebene Milbenkäse, der nichts anderes als ein 18 Monate gereifter Deichkäse ist, auf dem sich nach 18 Monaten die kleinen Krabbeltiere niederlassen und dafür sorgen, dass der Käse unvergleichlich würzig schmeckt. 
Keine Sorge, bevor der Käse in den Verkauf geht werden die Milben abgewaschen, es muss sich also Niemand davor ekeln, den Käse zu essen ;o)
Ich reibe den Käse inkl. Rinde, die gerade die besondere Würze bringt. Falls Ihr aber keinen Milbenkäse bekommt oder Euch nicht überwinden könnt (wirklich völlig zu Unrecht), weicht einfach auf Parmesan aus, der wird im auch im Originalrezept verwendet. Ich sag's Euch aber gleich, Ihr verpasst was!

Zutaten
120 g Pancetta oder Coppa, in feine Streifen geschnitten
1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 EL Rosmarin, sehr fein gehackt
Olivenöl zum Anbraten
300 g Kartoffeln, gewürfelt
ca. 1,5 l Geflügelfond
1 Glas Weißwein
400 g Risottoreis
Salz und Pfeffer
ein guter Stich Butter
100 g Milbenkäse, frisch gerieben
eine kleine Handvoll glatte Petersilie, fein gehackt

Zubereitung 

Die Pancetta zusammen mit den Zwiebelwürfeln und dem Rosmarin in Olivenöl andünsten, bis die Zwiebeln glasig und weich, aber nicht gebräunt sind.
Die Kartoffelwürfel und einen kleinen Schluck Geflügelfond dazugeben und ca. 5 Minuten garen, dann den Reis dazugeben und verrühren. Ebenfalls glasig andünsten. Mit Weißwein ablöschen und komplett einreduzieren lassen, dann unter häufigem Rühren nach und nach Geflügelbrühe angießen und immer wieder einreduzieren lassen.
Das Risotto auf diese Weise weiter garen, bis der Reis nach ca. 20 Minuten bissfest ist.
Von der Herdplatte ziehen und mit Salz und Pfeffer würzen, dabei mit dem Salz vorsichtig sein, da die Pancetta schon reichlich Salz mitbringt und der Käse ebenfalls sehr würzig ist. Käse und Butter zugeben, unterrühren und die Petersilie ebenfalls unterrühren. Abgedeckt ca. 3 Minuten ruhen lassen, dann sofort servieren.

  

Mascarpone, selbstgemacht

Heut ist es mal wieder Zeit für eine neue Ausgabe der KuLa-Hobbythek, denn heut machen wir unsere eigene Mascarpone
Die Herstellung von Mascarpone ist tatsächlich denkbar einfach und unkompliziert, benötigt man doch nur möglichst fette Sahne, eine Zitrone, nen Topf, ein Küchenthermometer, ein Passiertuch, eine Schüssel und ein Sieb. Ok, Herd und Kühlschrank hab ich jetzt unterschlagen, aber beides setze ich mal als vorhanden voraus, ansonsten bräuchte man ja auch keine Mascarpone ;o)

Ich liebe diese Rezepte - Grundzutaten, die wir eigentlich völlig selbstverständlich im Supermarkt kaufen, ohne professionelles Handwerkszeug oder Zutaten, die man nur über den Großhandel bekommt, nur mit der eigentlich in jeder Küche vorhandenen Ausstattung wie zu Ommas Zeiten selbst machen - da geht mein Herz auf! 
Ich werde zwar in Zukunft sicher nicht ständig meine Mascarpone selbst machen, dazu ist mein Kühlschrank zu klein und oftmals einfach zu voll, als dass dort noch eine Schüssel mit Sieb Platz finden würde, es ist aber ein geradezu befriedigendes Gefühl, dass man könnte, wenn man wollte - wenn Ihr versteht, was ich meine ;o) 
Außerdem gibt es sicher immer noch Gegenden in Deutschland und der großen weiten Welt, wo die Mascarpone nicht zum Standard-Sortiment der Supermarkt-Kühltheke gehört.
Sollte es jetzt mal zu einem akuten Mascarpone-Engpass kommen, schnappe ich mir einfach ganz entspannt eine Flasche Sahne und ne Zitrone und mach sie mir selbst - ätsch! 

Ganz wichtig für alle, die schon einmal Ricotta/Panīr gemacht haben, erwartet nicht die gleiche, geradezu spektakuläre Reaktion, wenn Ihr den Zitronensaft in die erhitzte Sahne einrührt. Sie wird nicht grisselig oder gar brüchig, sondern lediglich ein klitzekleines bißchen dicker. Achtet also genau drauf, wie die Konsistenz vor dem Hinzufügen des Zitronensaftes ist, damit Ihr diese Reaktion nicht verpasst - ich war mir mehr als unsicher, ob das "Experiment Mascarpone" nicht in die Hose gegangen ist und mächtig überrascht und beeindruckt, wie stark sie beim späteren Abkühlen eingedickt ist. 
Wie Ihr auf dem Foto seht, hat sie schon fast die Konsistenz von Clotted Cream, die durch diese Mascarpone übrigens sehr gut zu ersetzen ist. Für alle, die es lieber original haben, gibt's demnächst hoffentlich ein weiteres Rezept in meiner Grundrezept-Sammlung, denn das nächste Experiment heißt tatsächlich Clotted Cream... Drückt mir die Daumen, dass es klappt :o)
Und wer seine Mascarpone gern etwas cremiger hat, der lässt die Sahne einfach nicht so lange im Sieb abtropfen.  
In den meisten anderen Anleitungen wird die Erhitzung im Wasserbad empfohlen, bzw. praktiziert, ich hab damit auch angefangen, als sich aber irgendwie nichts tat (dachte ich zumindest), hab ich den Topf mit der Sahne einfach direkt auf die Platte gestellt. Wenn man behutsam vorgeht und die Temperatur kontrolliert, klappt das ganz genauso gut.

So, und jetzt nichts wie ran an die Mascarpone! :o)

Zutaten  
500 ml Sahne, mind. 32%, nicht ultrahocherhitzt 
1 EL Zitronensaft

Zubereitung
Die Sahne in einen Topf geben und unter gelegentlichem Rühren behutsam auf 85°C erhitzen. Den Zitronensaft zufügen und gründlich unterrühren. Die Temperatur haltend weitere 5 Minuten gelegentlich rühren, die Sahne dickt währenddessen ein wenig ein - nicht sehr kräftig, sie zieht nur ein wenig an, etwa wie eine Crème anglaise. 
Den Topf von der Herdplatte ziehen und die Sahne komplett abkühlen lassen. In der Zwischenzeit ein Sieb über eine Schüssel hängen und mit einem ausgekochten Passiertuch auslegen.  
Die kalte Sahnemischung in das Passiertuch gießen und über Nacht in den Kühlschrank stellen.  
Am nächsten Tag die abgetropfte Mascarpone aus dem Passiertuch nehmen und entweder in ein ausgekochtes, verschließbares Glas umfüllen oder nach Bedarf weiter verarbeiten.

Kartoffel-Dill-Waffeln mit Kräuterdipp und Räucherlachs

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt ...
Eigentlich wollte ich ja diese Waffeln backen und hatte sie mir daher auch sofort auf meine Pinterest-Pinnwand gepinnt (mordspraktische Angelegenheit übrigens und bereits nach erst wenigen Wochen für mich gar nicht mehr wegzudenken), als es dann aber ernst wurde und ich mir die Zutaten für den Einkauf notieren wollte, hab ich ganz schön in die Röhre geguckt - in dem Blogbeitrag ist ja gar kein Rezept aufgeführt! Schusselig wie ich bin ist mir das beim Stöbern mal wieder gar nicht aufgefallen. 

Ok, nu isses ja nicht sooo kompliziert, ein anständiges Waffelrezept aufzutreiben und so bin ich im GU Waffeln auch ganz schnell fündig geworden - Kartoffelwaffeln mit Dill, das klingt doch lecker und passt ganz ausgezeichnet zu dem eh eingeplanten Räucherlachs! Dazu noch ein fix zusammengerührter Schmanddip und ein paar Scheibchen Räucherlachs. Jupp, so wird's gemacht ...
Nur noch schnell die Zutatenliste überflogen und alles, was nicht im Haus war notiert und kurz darauf gings auch schon los. 

Zumindest irgendwie, nur nicht so, wie es eigentlich im Rezept angegeben war, denn für Zubereitungstexte gilt leider in meinem Fall das Gleiche wie für Betriebsanleitungen, ich les sie mir fast nie durch, sondern fang meist einfach an. In diesem Fall führte das dazu, dass ich aus den eigentlich gedachten rohen, geriebenen Kartoffeln, gekochte durchgedrückte gemacht hab. Dumm gelaufen? Ganz und gar nicht! 
Die Waffeln schmecken mit gekochten Kartoffeln ganz ausgezeichnet, gehen ein klein wenig in Richtung Potetkaker, sind aber knuspriger.  
Da ich etwas mehr Kartoffeln als eigentlich notwendig gekocht habe, hab ich das ganze Rezept entsprechend umgerechnet und etwas abgewandelt. 

Natürlich haben wir die Waffeln nicht komplett geschafft, aber wie die meisten Waffeln, schmecken auch diese aufgetoastet sehr lecker - sogar zum Frühstück ;o)

Als Beilage hab ich einfach einen Becher griechischen Joghurt mit etwas confiertem Knoblauch, Salz und Pfeffer glatt gerührt und reichlich fein gehackten Dill eingerührt. 

Zutaten
400 g gekochte Kartoffeln
130 g weiche Butter
5 Eier
Abrieb einer Bio-Zitrone
1 TL Zucker
1-2 TL Salz und reichlich Pfeffer
200 g Mehl
3/4 TL Backpulver
250 g Crème Fraîche

1 Bund Dill, fein gehackt

Zubereitung
Die Kartoffeln abgießen und wieder auf die ausgeschaltete Herdplatte stellen - gründlich ausdampfen und anschließend abkühlen lassen. Mit einer Gabel zerdrücken oder durch die Kartoffelpresse drücken.
Die Butter und die Eier in eine Schüssel geben und mit dem Mixer verrühren, die Crème Fraîche ebenfalls unterrühren. Die restlichen Zutaten, sowie die durchgedrückten Kartoffeln zufügen und alles vermixen.
Portionsweise in einem Waffeleisen ausbacken und mit Kräuterschmand und Räucherlachs servieren.