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Schoko-Espresso-Donuts - gebacken, nicht frittiert

Ich hab eine neue Backform, für Donuts. Ich weiß, Donuts werden eigentlich nicht gebacken, sondern frittiert, im Internet schwirren aber soviele Rezepte für gebackene Donuts herum, dass ich nicht widerstehen konnte und mir jetzt auch eine solche Backform zugelegt habe. 
Anfangs war ich etwas skeptisch, ob die fertigen Donuts auch wirklich so schön rund werden wie man sie kennt, bisher sind sie aber immer prima gelungen. 
Eigentlich sind diese Donuts Muffins in Donutform (man kann also den Teig austauschen), sie schmecken aber schon "donutiger" und überhaupt, sehen sie viel schicker aus - Donuts sind eindeutig die besseren Muffins!
Sie sind kleiner, man kann besser abbeißen und braucht kein lästiges Papierhütchen - nur drei von mindestens 1365 Gründen, weshalb Donuts so klasse sind ;o)

Backformen gibt es ja wie Sand am Meer, ich hab mich für eine Wilton-Form* entschieden, weil die in sehr vielen amerikanischen Blogs empfohlen wird und ich bisher auch nur Gutes von den Beschichtungen der Wilton-Formen gehört habe. 
Eine gute Beschichtung ist besonders wichtig, weil Donuts ja "nackig" in der Form gebacken werden und kein Hütchen drumherum haben, durch das sie sich leicht aus der Form lösen lassen. Aus dieser Form flutschen die Donuts wie geschmiert. 
Ich glaube, bis es bei uns mal wieder Muffins gibt, wird es sicher ne ganze Weile dauern. Mich hat erstmal das Donutfieber voll erwischt und meine Donut-Nachbackliste ist seeeehr lang... 

Noch ein Tipp, damit die Donuts möglichst gleichmäßig gelingen: Füllt den Teig erst in einen Spritzbeutel oder ersatzweise in einen Gefrierbeutel und spritzt ihn in die Form. Wenn man den Teig mit einem Löffel einfüllt, werden die Donuts nicht so schön gleichmäßig rund.  

Für dieses Rezept habe ich die Eierlikördonuts, die noch in der Warteschleife ihre Runden drehen, entsprechend abgewandelt. Da Ihr ja aber erstmal die Schokovariante eingefordert habt, bekommt Ihr die anderen demnächst. Irgendwann. Ihr wisst ja, die Warteschleife ist seeeehr lang ;o)

Zutaten
150 ml Schoko-Espresso-Sirup 
1 Ei
2 EL Rapsöl

1/4 TL Salz
1 TL Vanilleextrakt
150 g Mehl
1 TL Weinsteinbackpulver
1/4 TL frisch gemahlene Muskatnuss
 

100 g dunkle Schokolade 

Zubereitung
Den Sirup mit dem Ei, Öl, Salz, Vanilleextrakt und Muskatnuss cremig rühren. Das Mehl mit mit dem Weinsteinbackpulver in einer zweiten Schüssel vermischen und unter die Eimasse heben. 
Nicht zulange rühren, der Teig soll sich nur grade miteinander vermischen. 
Den Teig in einen Spritzbeutel füllen und in eine Donutform füllen. Imauf 180°C vorgeheizten Backofen für ca. 10 Minuten backen. 
Aus dem Backofen nehmen und kurz in der Form abkühlen lassen, dann die Donuts herauslösen. Komplett auf einem Kuchenrost abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit die Schokolade im Wasserbad behutsam schmelzen und die Donuts kopfüber eintunken. Herausnehmen und die Kuvertüre auf einem Kuchenrost abkühlen und festwerden lassen.
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☁☂ + ♨ = ☀, in Worten: Sommereintopf

Üüüüüberraschung!
Es ist zwar Samstag und wie es sich für einen anständigen Kuriositätenladen gehört, damit Wochenende und eigentlich geschlossen, ich muss aber schnell und außer der Reihe ein Rezept loswerden.
Nicht, weil dieses Rezept so unglaublich spektakulär ist, dass ich es keinen weiteren Tag zurückhalten kann, sondern wegen meines altbekannten Problems, meinem Rezeptstau. Ich weiß, Luxusprobleme... ;o)
Damit nicht immer die Hälfte meiner Rezepte auf Nimmerwiedersehen in der Versenkung verschwindet, werd ich wahrscheinlich in Zukunft einfach ab und zu ein schnelles Zwischendurchrezept bloggen, ohne ellenlange einleitende Texte. Vielleicht kann ich meinen Butter Rezeptberg dann im Laufe der Zeit ein wenig abarbeiten.

Sommereintopf
Heut gibt's also einen ganz einfachen, dafür aber trotzdem sehr leckeren sommerlichen Eintopf, wie früher bei Omma - da das Wetter ja noch nicht wirklich besser geworden ist, wunderbar zum Aufwärmen. Das Originalrezept stammt aus der essen&trinken, bzw. von deren Homepage, ich hab es allerdings etwas abgewandelt und unter anderem eine kräftige Brühe anstatt Wasser verwendet. 

Apropos Brühe, gerade bei einer so einfachen Suppe sind die Zutaten, bzw. deren Qualität mal wieder besonders wichtig. Bereitet die Gemüsebrühe unbedingt selbst zu, dass das kein Hexenwerk ist, hab ich ja vor einer Weile schon gezeigt und kauft unbedingt ein "gutes" Stück Fleisch. In diesem Fall ist damit nicht nur die Herkunft gemeint (dass das Fleisch nicht aus Massentierhaltung stammen soll, versteht sich von selbst), sondern es muss auch wirklich gut marmoriert sein. 
Nehmt kein mageres Schnitzel, so wie auf dem Bild unten sollte das Fleisch aussehen: wunderbar marmorierter Schweinenacken, hier vom Angler Sattelschwein. Wenn das Fleisch zu mager ist und keine Fetteinschlüsse hat, bleiben nach der Kochzeit nur fürchterlich trockene Fleischwürfel übrig - etwas Fett muss also auf jeden Fall sein.
 Schweinenacken vom Angler Sattelschwein
Zutaten 
400 g Schweinenacken (Angler Sattelschwein)
Rapsöl zum Anbraten
2 Fenchelknollen
4 mittelgroße, festkochende Kartoffeln
4 Karotten
2 Liter Gemüsebrühe
Salz und Pfeffer
2 Lorbeerblätter
3 festfleischige, aromatische Tomaten (Vierländer Platte)

Zubereitung
Die Kartoffeln schälen, ebenfalls grob in Würfel schneiden. Den Fenchel putzen, halbieren und den Strunk herausschneiden, in 1 cm breite Streifen schneiden. Die Karotten schälen und in dicke Scheiben schneiden. 
Das Schweinefleisch in 3 cm große Stücke schneiden und in Rapsöl rundherum anbraten. Den Fenchel dazugeben und kurz mitbraten, dann die Kartoffeln und Karotten ebenfalls dazugeben. Mit Gemüsebrühe auffüllen, mit Salz und Pfeffer würzen und die Lorbeerblätter dazugeben. 
Einmal aufkochen lassen, dann bei niedriger Hitze ca. 20 Minuten simmern lassen. In der Zwischenzeit die Tomaten schälen (entweder mit dem Sparschäler oder wenn möglich die Haut mit einem Messer abziehen), den Strunk entfernen und die Tomaten je nach Größe vierteln oder achteln. Nach einer Viertelstunde zur Suppe dazugeben und noch kurz mitgaren lassen. 
Evtl. nochmals abschmecken mit gehacktem Fenchelgrün bestreuen und servieren.

Auberginenrisotto mit Zitrone

Ihr wolltet Risottorezepte? Ihr kriegt Risottorezepte!
Ich bezweifle zwar, dass Ihr Euch schon einmal quer durch meine Risottoabteilung gekocht habt, damit Euch aber das Arbeitsmaterial auf keinen Fall ausgeht, hier also der Nachschub, das ideale Sommerrisotto - besonders bei den aktuell etwas frischeren Temperaturen ;o)

Ich bin eigentlich kein so riesengroßer Auberginenfan, durch das ofengebackene Auberginenfleisch bekommt das Risotto aber ein wirklich angenehm kräftiges Auberginenaroma und der Zitronenabrieb/-saft bringt den nötigen Frischekick mit. Zusammen mit dem Basilikum und den angerösteten Auberginenwürfeln ergibt das ein ganz wunderbares Sommerrisotto. Nutzt die etwas kälteren Tage also unbedingt und kocht Euch ein Risotto, dann sieht die Welt das Wetter draußen gleich viel besser aus... 
Und wenn das kalte Wetter noch länger anhält, wird's vielleicht demnächst Zeit für ein leckeres Schmorgericht ;o)

Falls Euch das Rezept bekannt vorkommt, ist ja schon oft genug in anderen Foodblogs gebloggt worden - japp, das ist natürlich von Ottolenghi und zwar aus Genussvoll vegetarisch*. Falls Ihr das Buch noch nicht habt, schaut es Euch nochmal genau an - der Einband ist zwar wirklich gruselig (eignet sich aber prima als Sitzkissen), die Rezepte dafür aber umso grandioser!

Auberginenrisotto mit Zitrone
Zutaten 
2 Auberginen 
ca. 80 ml Olivenöl
1 Zwiebel 
200 g Risottoreis
120 ml Weißwein (weißer Burgunder, Diehl)
750 ml Gemüsebrühe 
Salz
Abrieb einer unbehandelten Bio-Zitrone 
2 TL Zitronensaft 
20 g Butter 
50 g Nordländer oder Parmesan 
Salz und Pfeffer
etwas frisch gezupftes Basilikum

Zubereitung
Eine Aubergine rundherum mit einer Gabel mehrfach einstechen und bei 200°C im Backofen für ca. 45-60 Minuten backen, bis das ganz weich ist. Die Aubergine längs aufschneiden, das Fruchtfleisch mit einem Löffel herausschaben und grob hacken. Beiseite stellen. 
Die zweite Aubergine in ca. 1,5 cm große Würfel schneiden und in Olivenöl rundherum goldbraun braten - je nach Pfannengröße in zwei Portionen braten. Die fertigen Auberginenwürfel in ein Sieb geben und ebenfalls beiseite stellen. 

Für das Risotto die Zwiebel in sehr feine Würfel schneiden und in etwas Olivenöl glasig anschwitzen. Den Knoblauch dazugeben und etwas zerdrücken. Den Reis ebenfalls dazugeben, umrühren, so dass die Reiskörner rundherum mit Öl bedeckt sind und ca. 2 Minuten mit anschwitzen. 
Parallel die Gemüsebrühe in einem Topf erhitzen.
Mit dem Weißwein ablöschen und nahezu komplett einköcheln lassen, dann nach und nach die heiße Gemüsebrühe angießen und jeweils einkochen lassen. Mit etwas Salz würzen. Zwischendurch rühren und darauf achten, dass das Risotto nicht ansetzt. 
Sobald der Reis fast gar ist, aber noch ein wenig Biss hat, das gehackte Auberginenfleisch, die Butter, den frisch geriebenen Käse, Zitronensaft und die Hälfte des Zitronenabriebs unterrühren und abgedeckt für ca. 3 Minuten ruhen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Auf Tellern anrichten und mit den gerösteten Auberginenwürfeln, dem restlichen Zitronenabrieb, frisch gezupftem Basilikum servieren. 
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