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Cappelletti mit Ricotta-Käse-Füllung und Thymian-Zitronen-Butter

Momentan liegen zwischen dem, was ich Euch hier im KuLa präsentiere und meinem tatsächlichen Speisezettel Welten. Während es hier Risotto, Pasta und Mousse au Chocolat gibt, ernähr ich mich selbst eher von Weißbrot, Kartoffelbrei mit Wasser angemacht, warmem Wasser, usw. usf. - keine wirklichen kulinarischen Ergüsse, durch meine erste Chemo am letzten Mittwoch aber leider notwendig. 
Ich hoffe, dass sich mein Magen in den nächsten Tagen endlich ein wenig beruhigt und ich vielleicht sogar mal wieder ein wenig kochen oder backen kann (schließlich hab ich eine ganze Reihe sehr genialer Rezepte auf meiner Warteliste), bis wird aber erstmal weiterhin die Warteschleife abgearbeitet und weil Pasta eigentlich eines meiner liebsten Soulfoods ist, gibts heut genau das - eine große Portion Pasta!

Diese Pastafüllung ist sehr simpel & schnell gemacht und besonders gut abzuwandeln. Für mich gehören diese Cappelletti zu meinen absoluten Favoriten und gehen eigentlich immer (wenn ich's nicht grad mitm Magen hab ;o) )
Ich hab einen 18monate gereiften Deichkäse von meinem Käsehändler verwendet, aber natürlich könnt Ihr auch sehr gut einen Bergkäse, Gruyère, Parmesan oder etwas in der Art nehmen, da sind Eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt. 
Um das Aroma des leckeren Käses nicht unnötig zu überdecken, hab ich auf allerlei Gewürze verzichtet und nur Pfeffer und etwas Salz dazugegeben, wenn Ihr es etwas kräftiger mögt, gebt einfach noch das ein oder andere leckere Kraut dazu.

Um gefüllte Pasta herzustellen, braucht man eigentlich keine besonderen Gerätschaften, im Prinzip reicht ein Messer oder auch ein Glas oder Schüsselchen um die Teigplatten entsprechend zu zuschneiden. Als Hobbyköchin mit ausgeprägtem Faible für allerlei Küchenkram und absolutem Pasta-Junkie hab ich aber natürlich mittlerweile eine stattliche Auswahl an Ausstechern und Raviolibrettern angesammelt, die Ihr sehr schön im Pastakolleg Teil 1 sehen könnt. 
Alle 3 Arten von Ausstechern, die Ihr dort sehen könnt, kann ich ausnahmslos empfehlen. 
  • Raviolibretter sind ideal, wenn man schnell eine große Menge Ravioli herstellen möchte
  • die runden und eckigen Ausstecher kosten nur 3-4 € und sind in allen erdenklichen Größen zu bekommen. Meine haben beide einen Durchmesser von ca. 8 cm, sind also perfekt für besonders große Ravioli
  • der Klappformer ist nicht nur klasse zur Herstellung von gefüllter Pasta, sondern man kann ihn auch sehr gut für Empanadas, Salteñas & Co verwenden. Wenn Ihr Euch einen solchen Klappformer zulegt, achtet darauf, nicht die billige Plastikversion zu nehmen. Die gibt es oftmals im 3er-Pack, sind aber gerade für festere Pastateige nicht wirklich ideal und haben daher oft nur eine sehr begrenzte Lebensdauer. Die metallene Version hält für die Ewigkeit.
Das Formen der Teigtaschen ist absolut simpel. Mit der Rückseite stecht Ihr die  kreisrunden Teigplatten aus. Den Klappformer bemehlt Ihr ganz leicht.

Dann einfach nur eine Teigplatte auf den Former legen, einen guten TL Füllung drauf geben und zusammenklappen - feste drücken! Fertig ist die Teigtasche. 
Bis alle Teigtaschen geformt sind, legt Ihr die Teigtaschen auf ein bemehltes Backblech, ich verwende auch hierfür am liebsten gemahlenen Hartweizengrieß (semola di grano duro rimacinata).
Viele Hobbynudler befeuchten die Kanten der Teigplatte mit Eiweiß, ich finde das unnötig, da mir noch keine Teigtasche aufgegangen ist. Wenn Ihr Euch aber unsicher seid, einfach ein ganz wenig Eiweiß darauf verstreichen und dann zuklappen. 

Zutaten

Nudelteig
300 g Mehl
3 Eier
1 TL Salz
3 EL Olivenöl

Füllung
250 g Ricotta
250 g Deichkäse, fein gerieben
1 Ei
Salz und Pfeffer

Außerdem
Abrieb einer Bio-Zitrone
abgezupfte Thymian-Blättchen
Butter

Zubereitung
Aus Mehl, Salz, Olivenöl und Eiern einen Nudelteig kneten, in Frischhaltefolie wickeln und mind. 30 Minuten ruhen lassen.

Für die Füllung den Ricotta mit dem frisch geriebenen Käse, Ei, Salz und Pfeffer verrühren.

Den Nudelteig ausrollen und mit einem Ausstecher nach Wahl Quadrate oder Kreise ausstechen. Jeweils eine kleine Menge Füllung in die Mitte geben und die Teigplatte umklappen. Die Luft herausstreichen und die Kanten gut festdrücken.

Die Butter in einem kleinen Pfännchen erhitzen und etwas bräunen lassen, Thymianblättchen und Zitronenabrieb dazugeben.

Die Ravioli in reichlich gesalzenem Wasser einige Minuten als dente sieden (nicht sprudelnd kochen!), abtropfen lassen und sofort mit der ausgelassenen Zitronen-Thymian-Butter servieren. 

Maronenrisotto

Maronenrisotto gibt es bei uns schon eine ganze Weile, diese Variante hab ich aber erst vor kurzem rausgetüftelt und was soll ich sagen? So isses perfekt, für uns zumindest ;o)
Die süßlichen Maronen, der kräftige, aber nicht scharfe Blauschimmelkäse von unserem Käsehändler, ein Schlückchen Weißwein, ein paar Blätter Salbei - ein Kracher, wirklich!
Perfekt ist das (jahaa, ich weiß, eigentlich der) Risotto natürlich, wenn es nen Ticken schlotziger, also cremiger ist. Was Ihr da unten auf dem Bild seht, ist aber der Kompromiss einer Foodbloggerin, die selbst auch mal ganz gern warm isst und daher den verbliebenen "Rest" fürs Foto angerichtet hat.

Zum Rösten der Maronen geht Ihr wie folgt vor: 
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Eine feuerfeste Form auf den Boden des Backofens stellen und mit kochendem Wasser befüllen.
Maronen auf der gewölbten Seite kreuzweise einschneiden und mit dem Einschnitt nach oben auf ein Backblech legen. Ca. 45 Minuten backen, bis die Schale der Maronen aufspringt und die Maronen gar sind. Abkühlen lassen und schälen. 
Wenn Ihr keine frischen Maronen bekommt, oder schlicht keine Lust habt, sie zu rösten und zu puhlen, kauft bereits vorgegarte, vakuumierte Maronen - schmeckt auch sehr gut.

Beim Käse achtet darauf, einen wirklich guten Blauschimmelkäse zu nehmen. Seit ich den Blauschimmelkäse unseres Käsehändlers kenne, bin sogar ich, als bisherige Stinkerkäse-Verweigerin bekehrt worden und zum absoluten Käse-Fan mutiert - so ein Stückchen Friesisch Blue muss mittlerweile neben einigen anderen Käsesorten immer im Haus sein, dann steht einem leckeren überbackenen Käsetoast auf die Schnelle oder der besten schnellen Käsesauce von Welt (Rezept kommt demnächst) nichts im Wege. 
Meinen Hamburger Lesern empfehle ich unbedingt mal einen Besuch unseres Käsehändlers auf dem Bio-Markt in Eppendorf oder in Winterhude - wir beschränken uns zwar meist auf die norddeutschen Käsesorten, aber auch das übrige Sortiment ist wirklich klasse. Als gelernter Koch hat Herr Eggers auch immer eine Idee, wie man den gekauften Käse "verbraten" kann und findet stets den richtigen Käse für ein Rezept.
  
Zutaten
200 g geröstete und geschälte Maronen
300 g Risottoreis
Olivenöl
1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
2 confierte Knoblauchzehen
1 Glas Weißwein
1 l Gemüsefond
Salz und Pfeffer
1 Stich Butter
100 g Friesisch blue oder ein anderer guter Blauschimmelkäse
ca. 4 Salbeiblätter, sehr fein geschnitten

Zubereitung
Frisch geröstete Maronen schälen und zerbröseln, bereits vorgegarte Maronen mit dem Messer kleinhacken.Die Zwiebel fein würfeln und den Knoblauch fein hacken.
Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl glasig dünsten. Risottoreis dazugeben und eine Minute unter ständigem Rühren mitdünsten.
Mit Weißwein ablöschen und vollständig einreduzieren lassen. Maronen und heißen Gemüsefond zufügen, alles verrühren und unter häufigem Rühren den Fond einköcheln lassen. Immer wieder Fond angießen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Ca. 20 Minuten bei mittlerer Hitze leise köcheln lassen, dabei immer wieder rühren.
Sobald der Reis al dente ist, gewürfelten Blauschimmelkäse und einen Stich Butter dazugeben und Rühren, so dass sich der Käse auflöst und das Risotto schön schlotzig wird.
Salbeiblätter in sehr feine Streifen schneiden, unterrühren, einige Minuten ruhen lassen und servieren.
 
Besonders lecker schmeckt das Risotto, wenn es noch mit frittierten Salbeiblättern bestreut wird.

Crostini mit Guacamole

Heut bleibt die Küche kalt, ich lade Euch dafür an unseren Frühstückstisch ein und zeige Euch, womit mein Tag perfekt beginnt, wenn es nicht gerade mal wieder Mohnbrötchen mit Käse gibt.
Eins vorweg, eigentlich ist die Bezeichnung "Früh"stück schonmal grundlegend falsch, früh morgens krieg ich nämlich absolut gar nix runter, da geht noch nichtmal ne trockene Scheibe Brot. Der perfekte Start in den Tag beginnt spät, so um 9:00 h - frühestens. 
Neben frischen Mohnbrötchen und Baguette müssen unbedingt Tomaten und Gurken auf dem Tisch stehen - dazu ein leckeres Tässchen Tee für mich und natürlich ne Kanne Kaffee für meinen Mitesser und fertig ist das fast perfekte Frühstück, so richtig vollkommen ganz und gar perfekt wird es erst mit Avocado. 
Natürlich nicht mit diesen flummiartigen Gummigeschossen, die im Discounter in den Regalen liegen, sondern mit ner buttrigen, aromatischen Hass-Avocado. Die Gummigeschosse können gern im Regal liegen bleiben, zum Verzehr sind sie auf jeden Fall nicht geeignet. 
Bei einer wirklich reifen Hass-Avocado reicht es völlig aus, sie mit der Gabel zu zerdrücken, sie ist so cremig, dass in Nullkommanix eine leckere Creme entsteht.
 
Guacamole-Rezepte gibt es wie Sand am Meer, mit Tomatenwürfeln, frischem Koriander, Knoblauch, Jalapenos, Zwiebel, usw. usf. 
Über ne Spur Knoblauch (confierten versteht sich) könnte man tatsächlich nochmal reden, alles andere finde ich überflüssig. Ich möchte schließlich, dass das Aroma der mordsleckeren Avocado besonders gut zur Geltung kommt. In meine Guacamole kommt daher nur ein Spritzer Limette, bzw. bei einer Bio-Limette auch gern etwas Abrieb, Pfeffer, eine Spur Salz und eine Prise Piment d'Espelette. Der "Kick" kommt dann später auf dem Brot, nämlich das Hibiskussalz - für mich die ultimative Kombination.
Wenn ich die Guacamole als Dipp zubereite, gebe ich das Hibiskussalz gleich in die Creme und lasse das Meersalz weg. 

Zutaten
1 frische Hass-Avocado
1 Spritzer Limettensaft
Meersalz
frisch gemahlener Pfeffer
Piment d'Espelette

Hibiskussalz zum Bestreuen

Zubereitung
Avocado in eine Schüssel geben, mit einem Spritzer Limettensaft (oder Limettenabrieb) etwas Salz, Pfeffer und Piment d'Espelette würzen und mit einer Gabel zerdrücken, bis sie eine cremige Konsistenz hat.
Auf krossem Baguette mit etwas Hibiskussalz bestreut servieren.


Räucherforellentarte mit Mangold

Gibt's zu ner Tarte noch viel zu sagen/schreiben? Nicht wirklich. Im Gefrierschrank warteten einige geräucherte Forellenfilets darauf, dringend verarbeitet zu werden und auf dem Wochenmarkt kam ich am Mangold mal wieder nicht vorbei, das Resultat?  
Ne Tarte, mal wieder.

Am Besten schmeckt diese Tarte (und wie ich finde, die meisten Tartes) lauwarm, dann kommt der Geschmack und das Aroma des Räucherfisches am Besten heraus, aber auch kalt ist sie wirklich lecker.
Anstelle des Mangolds kann man auch prima Spinat verwenden, leider darf ich den aber nicht verarbeiten, da mein Mitesser sonst in den Hungerstreik tritt - Männer! ;o)

Und wenn wider Erwarten etwas übrig bleibt, gilt wie immer einfrieren und fertig ist eine schnelle Mahlzeit für den nächsten Abend, an dem es mehr als ein Käsebrot sein soll, aber einfach keine Zeit ist, stundenlang am Herd zu stehen - Tartes sind super!

Zutaten für eine 28 cm Quiche-Form

Mürbeteig

250 g Mehl
125 g kleingeschnittene weiche Butter
1 Eigelb
50 ml Wasser

Belag
1 große rote Zwiebel
300 g Mangold (Stiele und Grün)
Olivenöl
Salz und Pfeffer
300 g geräucherte Forellenfilets
4 Eier
300 ml Sahne
Salz, Pfeffer

Zubereitung

Mürbeteig
Alle Zutaten miteinander vermengen und zu einem Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Ca. 15 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine hohe Quicheform damit auslegen.
In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 10 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen.

Belag
Die Zwiebel putzen und in Streifen schneiden. Mangold ebenfalls putzen, das Grün in Streifen und die Stiele in Rauten schneiden.
Zwiebelstreifen in Olivenöl anschwitzen. Die Mangoldstiele dazugeben und ebenfalls mit anschwitzen. Mangoldblätter dazugeben und zusammenfallen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen, beiseite stellen.
Aus den Eiern, der Sahne und den Gewürzen einen Guss herstellen.
Die Hälfte der Mangoldmischung auf den Tarteboden geben und gleichmäßig verteilen. Forellenfilets zerzupfen und darübergeben, mit dem Rest der Mangoldmischung bedecken. Eier-Mich-Guss darübergeben. 
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten backen. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen, die Tarte verfestigt sich dann noch.
Mit einem knackigen Salat servieren. 

Kartoffel-Bandnudeln mit Wildschweinsugo

Da meint man ein Kochbuch in und auswendig zu kennen und findet beim gefühlten 100dsten Durchblättern doch noch ein Rezept, dass bisher völlig unter gegangen ist - ich könnte schwören, dass dieses Rezept vor dem letzten Durchlesen nicht im Buch war, aber das glaubt mir ja eh keiner ;o)

Pasta ist für uns ein absolutes Grundnahrungsmittel, wenn nicht ein gewisser Vorrat (und der muss groß sein, so richtig groß ;o) ) an sehr guter Fertig-Pasta im Haus ist, werd ich hibbelich, schließlich muss ich für den akuten Pasta-Jieper gerüstet sein und das geht nur, wenn mindestens 5 verschiedene Sorten zur Auswahl stehen - Nudeln für Salat (Orecchiette, Orzo, Penne, usw.), Tagliatelle, Pappardelle, Fettucchine und mindestens eine Pastasorte, in der sich die Sauce ideal fängt. Ghiottole, Fusilli, Ferrazzuoli, Strozzapreti, Capricci, usw. sind meine bisherigen Favoriten. 

Wenn es mal nicht schnell gehen muss, mach ich den Nudelteig natürlich sehr gern selber, das hat sich sicher mittlerweile herumgesprochen - dieser Kartoffelnudelteig ist mir bisher aber noch nicht untergekommen. Da half nur eins, schleunigst ausprobieren!

Im Rezept ist angegeben, dass die Kartoffeln als Pellkartoffeln gekocht werden sollen, noch intensiver wird das Kartoffelaroma aber, wenn man sie in einem Kartoffeltopf oder in Alufolie gewickelt im Backofen gart. Die Kartoffeln bekommen dadurch einen Geschmack, der denen von im offenen Feuer gegarten Kartoffeln ähnelt - kräftig, aromatisch und mit einer leicht süßlichen Note. 

Natürlich ist die Auswahl der Kartoffelsorte ebenfalls entscheidend, ich bevorzuge Belana, Laura, Gunda oder Linda von unserem Wochenmarkt-Stand, dort sind die Kartoffeln zwar ungewaschen und man bekommt sowohl große, als auch ganz winzige, hat aber als Verbraucher auch gleichzeitig die Gewissheit, dass sie nicht nur nach Bio-Richtlinien angebaut, sondern auch sehr gründlich geerntet werden, d.h., es bleibt nicht die halbe Ernte auf dem Feld liegen und gammelt dort vor sich hin, weil die Kartoffeln nicht dem Ideal des Verbrauchers entsprechen - eine wirklich perverse Entwicklung ...

Die Kombination dieser Kartoffelnudeln mit dem kräftigen Wildschweinsugo war wirklich klasse und stand nicht zum letzten Mal bei uns auf dem Tisch, zumal wir uns vorgenommen haben, vermehrt Wild zu essen. Also nicht mehr Fleisch im Allgemeinen, sondern von dem wenigen Fleisch, das wir sowieso nur noch essen, den Anteil des Wildes zu erhöhen, aber dazu und zu unserer Wildfleischquelle ein andernmal mehr. 

Kartoffel-Nudelteig

Zutaten
100 g gekochte Kartoffeln, gepresst
300 g Mehl
2 Eier
1 gestrichener TL Salz

Zubereitung
Kartoffeln schälen und gar kochen. Abgießen und auf der ausgeschalteten Platte gründlich ausdampfen lassen. Noch heiß durch eine Kartoffelpresse drücken. Komplett auskühlen lassen.
Kartoffeln, Mehl, Eier und Salz in eine Schüssel geben und mit dem Mixer gut verrmischen. Auf der Arbeitsfläche mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig kneten - in Frischhaltefolie wickeln und ca. 30 Minuten ruhen lassen.
Nochmals gut durchkneten und in 3 Portionen teilen. Den Teig mit einem Nudelholz oder einer Nudelmaschine (Stufe 5 von 6) ausrollen und Nudeln gewünschter Breite schneiden.

Im Gegensatz zu Nudeln aus Hartweizen, habe ich diesen Nudelteig nicht max. dünn ausgerollt, sondern nur bis zu Stufe 5. 
Diese Pastasorte schmeckt besonders gut zu kräftigen Fleischsugi, daher ist es nicht verkehrt, wenn sie nicht ganz so dünn sind. 

Wildschweinsugo

Zutaten
1 kg Wildschweingulasch, 1 cm große Würfel
2 Zwiebeln, fein gewürfelt
2 Möhren, fein gewürfelt
1 dünne Scheibe Sellerie, fein gewürfelt
1 Stange Lauch (das Weiße), fein gewürfelt
2 confierte Knoblauchzehen
1/2 Bio-Zitrone, die Schale, fein gehackt
400 ml Weißwein (Chardonnay)
1 kleine Dose Pelati (425 g)
je 1 Zweig Rosmarin und Salbei
Salz und Pfeffer
Olivenöl

Zubereitung
Fleisch trocken tupfen und in Olivenöl von allen Seiten scharf anbraten. Gemüsewürfel, Knoblauch und Zitronenschale dazugeben und kurz mit anschwitzen. Rosmarin und Salbei zufügen und mit Weißwein ablöschen. Tomaten dazugeben und alles ca. 1 1/2 Stunden bei milder Hitze schmoren lassen, bis das Fleisch zart ist. Mit Salz und Pfeffer würzen und vor dem Servieren etwas frisch abgeriebene Zitronenschale unterrühren.
Mit Kartoffel-Bandnudeln servieren. 
 

Quelle: Cornelia Schinharl - Toskana, Umbrien und die Marken, Küche und Kultur 
 

Orientalischer Marmorbohnensalat

Wie versprochen, gibt's heut zum Wochenausklang etwas leichtes, gut für die Hüften und das Gewissen, nach dem fiesen Hüftgold am Mittwoch ;o)
Den Salat hab ich auf mafaldas Wunsch ganz weit unten aus meiner Warteschleife ausgegraben, entsprechend lange ist es her, dass es ihn bei uns gab, nämlich im Sommer letzten Jahres. 
Es ist deshalb ein Marmorbohnensalat geworden, weil mich diese Bohnen im Supermarkt dermaßen verlockend angelacht haben, dass ich ihnen einfach nicht widerstehen konnte - bannig hübsch die kleinen. Leider verlieren sie beim Kochen ne Menge ihrer Optik/Farbe, will sagen, nach dem Kochen sind sie nur noch durchschnittlich hübsch - Bohnen halt ;o) Wenn Ihr also keine Marmorbohnen zur Verfügung habt, nehmt halt andere, darauf kommt's nicht an. 

 Zutaten

Für das Dressing
4 EL Olivenöl
3 EL Rotweinessig
2 confierte Knoblauchzehen
1/2 TL getrocknete Chiliflocken ohne Saat
1/2 TL Cumin, gemahlen
1/2 TL Koriander, gemahlen
Salz und Pfeffer

250 g getrocknete Marmorbohnen (alternativ andere Bohnen)
6 mittelgroße Tomaten
1 rote Zwiebel, fein gewürfelt
1 EL Limettensaft
2 EL Olivenöl
1 Bund glatte Petersilie, grob gehackt
Sal und Pfeffer

Feta, zerkrümelt

Zubereitung
Die Bohnen am Vorabend in eine Schüssel geben, mit kaltem Wasser bedecken und bis zum nächsten Tag quellen lassen, das Wasser währenddessen einmal wechseln. Bohnen unter Wasser abbrausen und mit frischem Wasser bedeckt zum Kochen bringen, die Temperatur  etwas reduzieren und die Bohnen in 45-60 Minuten gar kochen. 

Wenn zuviel Wasser verdampft, so dass die Bohnen nicht mehr vollständig bedeckt sind, noch etwas heißes Wasser dazugeben.

In der Zwischenzeit die Zutaten für das Dressing miteinander verrühren, dazu die confierten Knoblauchzehen zerdrücken und mit den restlichen Zutaten vermischen.
Die gekochten Bohnen abgießen und gut abtropfen lassen. In eine Schüssel geben, das Dressing darübergeben und alles vorsichtig miteinander vermischen. Ca. 30 Minuten marinieren und abkühlen lassen.

Die Tomaten vierteln, das Kerngehäuse entfernen und die Tomate in Würfel schneiden. Mit den Zwiebelwürfeln und der Petersilie vermischen und Olivenöl, Limettensaft und Gewürze dazugeben.

Sobald die Bohnen abgekühlt sind, mit der Tomatenmischung vermischen und lauwarm mit zerbröckeltem Feta servieren.