Blogroll

Lime Cheesecake

Der Weg von unserer Dachbutze zur UBahn ist für jeden Hobbykoch ein gefährlicher Parcours. Nicht nur, dass ich Mutti streife und direkt bei Violas vorbei muss, das nächste Hindernis ist gar nicht weit entfernt, die Buchauslage der örtlichen Buchhandlung. Dort stehen die Körbe mit reduzierten Kochbüchern grundsätzlich immer direkt an der Ecke, so dass ich gar nicht anders kann, ich werde quasi genötigt einen Blick rein zu werfen. Ok, ich könnte natürlich die Straßenseite wechseln, aber das muss ja nu auch nich sein ;o)

Die meisten dieser Kochbücher interessieren mich nicht die Bohne, da ich schon lange auch Kochbücher nach dem Grundsatz auswähle, lieber ein wirklich gutes Kochbuch als 5 billige, die zwar jedes für sich sehr günstig, trotzdem aber ihr Geld nicht wert sind. 
Manchmal hab ich aber Glück und ich finde in den Auslagen der Buchhandlung ein kleines Schätzchen, so auch vorletzte Woche. Natürlich haben meine trainierten Augen es sofort zwischen all den überflüssigen Koch- und Backbüchern entdeckt - GU Sommerküche
Kurz durchgeblättert und schon war klar, das muss mit und dass es sogar noch um mehr als die Hälfte reduziert war, hat mein für den Bruchteil einer Sekunde aufkeimendes schlechtes Gewissen sehr schnell zum Schweigen gebracht.
Mittlerweile hab ich schon einige Rezepte daraus gekocht und gebacken und kann nur sagen, das hat sich gelohnt, das Buch ist klasse!

Als Erstes möchte ich Euch einen Lime Cheesecake vorstellen, so zum Wochenende kommt ein Stückchen Kuchen ja gerade recht, oder?
Der Kuchen schmeckt nicht nur klasse und sieht toll aus, er ist auch noch unglaublich simpel zu machen - da muss nix gebacken werden, sondern alles, inkl. des Bodens wird einfach nur zusammengerührt und fertig. Ein richtiger Angeberkuchen also ;o)

Der Boden besteht, wie Ihr im Rezept nachlesen könnt, lediglich aus zerbröselten Butterkeksen und zerlassener Butter. Alles wird miteinander vermischt, kommt dann in eine mit Backpapier ausgelegte Springform und wird dort gleichmäßig verteilt. 
Damit der Boden möglichst gleichmäßig und fest wird, hab ich einen schweren Topf, der in die Springform passt, genommen und den Boden damit quasi "gestempelt". Immer schön im Kreis feste drücken und das Resultat ist ein perfekter, gleichmäßiger Kekskrümelboden. 
Apropos, dieser Boden ist am Tag der Herstellung noch sehr fest. Bereitet den Kuchen am Besten einen Tag vorher zu und lasst ihn im Kühlschrank durchziehen, dann hat der Boden eine sehr angenehme Konsistenz und der Limettengeschmack des Belages hat sich auch richtig gut entwickelt.
Gelatine ist für viele ja ein ähnlich rotes Tuch wie Hefeteig, dabei ist der Umgang mit beiden eigentlich pippieinfachleicht. Wie bei allen Dingen, gibt es auch im Umgang mit Gelatine einige Punkte zu beachten. 
  • Gelatine muss ca. 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Sie wird dann wabbelig, löst sich aber nicht auf.
  • Nach 5 Minuten wird sie mit der Hand gut ausgedrückt und dann tropfnass zusammen mit etwas Flüssigkeit (in diesem Fall Limettensaft) in einen Topf gegeben. 
  • Bei sehr! geringer Temperatur wird sie zum Schmelzen gebracht. Besonders wichtig ist, dass Gelatine nicht kochen darf, da sie dadurch ihre Gelierkraft verliert. 
  • Sobald sich die Gelatine aufgelöst hat, kommen nach und nach einige EL der zu gelierenden Masse unter Rühren dazu. Wieder wird alles verrührt. So wird verhindert, dass die Gelatine beim Einrühren in die zu gelierende Flüssigkeit Klumpen bildet.
  • Schließlich rührt man die Gelatinemischung unter die zu gelierende Masse und dann geht's ab in den Kühlschrank - das war's schon.
Ihr seht also, der Umgang mit Gelatine ist kein Hexenwerk, man muss nur die Reihenfolge der Verarbeitung beachten, darauf achten, dass sie nicht zu heiß wird und natürlich die richtige Menge verwenden. 

Zutaten
200 g Butterkekse
140 g Butter
Mark einer Vanilleschote

5 Blatt Gelatine
500 g Quark
250 g Mascarpone
100 g Puderzucker
4 Bio-Limetten
300 g Sahne

Zubereitung
Die Butterkekse in einem Blender zerkleinern, alternativ, die Butterkekse in einen Gefrierbeutel geben, gut verschließen und mit dem Nudelholz darüberrollen, bis die Kekse fein zerbröselt sind.
Die Butter in einem Topf zerlassen, zu den Butterkeksbröseln geben und alles gut vermischen.
Eine Springform mit Backpapier auslegen, dazu das Backpapier zwischen Boden und Rahmen einspannen. Die Keksbrösel darübergeben, mit einem Löffel verteilen und mit einem schweren Topf gleischmäßig festdrücken. Im Kühlschrank kalt stellen.

Die Gelatine in einer Schüssel mit kaltem Wasser einweichen. In der Zwischenzeit Quark, Mascarpone und Zucker in einer Schüssel verrrühren.
Die Limetten heiß abwaschen und mit dem Handballen mehrfach kräftig über die Arbeitsfläche rollen, so löst sich später der Saft besser.
Die Limettenschale fein abreiben und zu der Quarkmasse geben, dabei einen TL Limettenabrieb für die Deko zurückbehalten. Die Limetten halbieren und auspressen.

Die Gelatine gründlich ausdrücken und zusammen mit dem Limettensaft in einen kleinen Topf geben. Bei niedriger! Temperatur schmelzen, sobald die Gelatine beginnt zu schmelzen, die Platte ausstellen, die Gelatine soll nicht erwärmt werden. 3 EL Quarkmischung nach und nach unterrühren, dann die Gelatine gründlich unter die restliche Quarkcreme rühren.
Die Sahne steif schlagen und unter die Quarkmasse heben.
Die Masse auf dem Krümelboden verteilen und für mindestens 3 Stunden im Kühlschrank kalt stellen.

Vor dem Servieren den zurückbehaltenen Limettenabrieb über dem Kuchen verteilen und den Kuchen mit einer Himbeersauce servieren. 

Farfalle mit Zucchini-Dill-Sauce

Nachdem wir die Woche mit einem kalorienarmen Salat begonnen haben, wird es höchste Zeit, die eingesparten Kalorien wieder auf den Kopf zu hauen. Gar nicht lange ansammeln, schließlich ist eine ausgewogene Ernährung wichtig ;o)
Und weil wir ja nicht ständig stundenlang in der Küche stehen können und wollen, "verbraten" wir die Montag eingesparten Kalorien in Nullkommanix - heut gibt's schnelle, einfache Pasta-Küche.





Das Rezept stammt aus Sarah Raven's Garden Cookbook, einem meiner Lieblingskochbücher, mit dem allein ich wahrscheinlich die nächsten Monate/Jahre ausgesorgt hätte. 
Es ist zugegeben nicht ganz billig, dafür hat es aber auch eine ganze Menge zu bieten. Nach Monaten und Zutaten, also den benötigten Obst- und Gemüsesorten, ist dieses Buch quasi vollgestopft mit über 450, zumeist sehr simplen und trotzdem mächtig leckeren Rezepten. 
Wenn also die Obst- und Gemüseschwemme erstmal anfängt, genügt ein Blick in dieses Buch und man findet eine reiche Auswahl entsprechender Rezepte - besonders für alle, die darauf achten, saisonal einzukaufen und zu kochen ideal. 
Wer zu jedem Rezept ein Bild braucht, wird bei diesem Buch enttäuscht sein, denn damit wird zugegeben etwas gegeizt. Da hier aber keine Haute Cuisine, sondern einfache und trotzdem sehr leckere Rezepte ohne kilometerlange Zutatenlisten vorgestellt werden, reicht schon ein wenig Vorstellungskraft aus, sich das Endresultat vorzustellen.

Zutaten
3 kleine Zucchini (wenn möglich gelb und grün gemischt)
1 Zwiebel, fein gewürfelt
Olivenöl 
2 confierte Knoblauchzehen
250 ml Créme Fraîche
Salz und Pfeffer
1 Bund Dill, fein gehackt
reichlich Parmesan

350 g Farfalle

Zubereitung
Die Zucchini waschen, putzen und längs halbieren. In ca. 3-4 mm dicke Scheiben schneiden und in einen Durchschlag geben und leicht salzen. Gut durchmischen und ca. 15 Minuten stehen lassen, so tritt etwas Flüssigkeit aus, die anschließend mit einem Küchenkrepp abgetupft wird.
Die Zwiebel in Olivenöl glasig anschwitzen. Den Knoblauch dazugeben und mit einem Kochlöffel zerdrücken. Die Zucchinischeiben zufügen und ca. 5 Minuten mit garen, die Scheiben sollen aber keine Farbe annehmen. Zwischendurch immer wieder durchschwenken.
Die Créme Fraîche dazugeben und gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die in der Zwischenzeit al dente gekochten Farfalle tropfnass zusammen mit dem Dill und reichlich frisch geriebenen Parmesan zur Zucchinisauce geben und alles gut vermischen. Sofort servieren. 

Fenchel-Orangen-Salat mit geräuchertem Saibling

Eigentlich sollte es diesen Salat ja schon am Freitag geben, da die Blogspot-Welt von Donnerstag bis Freitag aber schwer erschüttert wurde und praktisch lahm lag, gibt's ihn halt erst heut...

Fenchel hat bei uns in den letzten Jahren eine ziemlich steile Karriere hingelegt. Vom geächteten Iiiihbäh-Gemüse zum absoluten Favoriten - mittlerweile könnte ich täglich Fenchel essen, bevorzugt roh oder halt nur kurz gebraten. Knackig muss er sein! 
Knackig ist der Fenchel in diesem Salat natürlich, mächtig knackig sogar. Knackig und fruchtig, dazu noch das raffinierte Dressing, das das Fenchelaroma zusätzlich unterstützt und als Krönung ein frisch geräucherter Saibling. 
Natürlich passt auch ein anderer Räucherfisch, wie beispielsweise eine schöne Bio- Forelle, kommt halt ganz drauf an, was Ihr lieber mögt und bei Eurem Fischhändler bekommt. 
Und wenn Ihr keinen Fisch mögt, dann lasst ihn einfach weg, der Salat schmeckt auch ohne klasse!

Zutaten
1 Zitrone
4 Orangen
2 rote Zwiebeln
2 Knollen Fenchel mit möglichst viel Grün
5 EL Olivenöl
2 EL Pastis
1 gute Prise Zucker
Salz und Pfeffer
1 geräucherter Saibling

Zubereitung
Die Zwiebeln schälen und in möglichst feine Scheiben schneiden oder besser noch hobeln. Den Fenchel putzen (dabei das Grün beiseite legen), vierteln, den Stunk  entfernen und quer ebenfalls in feine Streifen hobeln. Beides in eine Schüssel geben.
Die Zitrone und eine Orange auspressen und den Saft über die Gemüsestreifen geben. Alles ca. eine Stunde marinieren lassen.
Anschließend den Zitrussaft in eine kleine Schüssel abgießen und mit dem Olivenöl und Pastis verrühren. Mit Salz, Pfeffer und einer guten Prise Zucker abschmecken. Das Fenchelgrün fein hacken und mit den Gemüsestreifen vermischen. Die restlichen Orangen filetieren.
Die Gemüsestreifen auf einem Teller anrichten, darüber die Orangenfilets geben und den filetierten und in Stücke gebrochenen Saibling darüber verteilen. Mit dem Dressing beträufeln uns servieren. 

Ich packe meinen Koffer ...

... und ziehe um!

Seit einer Ewigkeit schon nervt mich die unendlich lange URL des KuLa, http://www.kuriositaetenladen.blogspot.com ist einfach viel zu lang, viel zu umständlich und überhaupt sieht das doof aus ;o)
Seit Freitag erreicht Ihr den KuLa daher am Besten unter meiner neuen Adresse www.kuriositaetenladen.com, die Blogspot-Adresse wird zwar auch weitergeleitet, wer auf Nummer Sicher gehen möchte, der sollte die URL aber besser aktualisieren. 

Durch den Umzug, bzw. im Zuge dessen, ist mir vorgestern meine komplette Blogroll abhanden gekommen, die war auf einmal futsch. Noch schlimmer war zwar, dass ich mir gegen 2.00 Uhr nachts das gesamte Layout zerschossen hab - mein altersschwaches Herz verträgt solche Schocks nicht mehr - aber das ließ sich glücklicherweise recht fix wieder beheben... 
Ich hab die mir bekannten deutschen Foodblogs zwar mittlerweile wieder zusammen-getragen (die englischsprachigen folgen nach und nach), falls mir aber doch einer durch die Lappen gegangen ist, der vorher auch in der Liste verlinkt wurde, einfach Bescheid sagen.
Ansonsten sind dort aktuell 180 200 207 213 deutschsprachige Foodblogs (ich wusste gar nicht, dass es soooo viele gibt) verlinkt, das sollte als Lesefutter also erstmal reichen ;o)

Ich werd jetzt mal schaun, dass ich mich in meinem neuen Eigenheim einlebe und dann gibt's morgen auch wieder was zu Essen, nachdem der Freitags-Beitrag wegen der Probleme bei Blogspot ausgefallen ist. 

Wir sehn uns!  

Triple chocolate Brownies oder die mit Abstand leckersten Brownies überhaupt!

Leserschaft, eine lange beschwerliche Suche hat ein Ende! 

Eine Suche, während der ich Unmengen Schokolade gehackt, geschmolzen und verbacken habe, mich so manches Mal opfern musste, ein neues Brownie-Rezept Probe zu essen und dann schließlich doch nach einigen Bissen die Segel gestreckt hab, weil mich plötzlich der hinterhältige Käsebrot-Jieper packte.
Aber sie hat sich gelohnt, diese aufopferungsvolle Suche, denn nun endlich kann ich sie Euch präsentieren, die mit Abstand schokoladigsten, saftigsten und perfektesten Brownies überhaupt!
Wenn man sich fragt, wie man möglichst viel Schokolade auf kleinstem Raum unterbringen kann, wäre die Antwort sicher diese Brownies, denn sie enthalten neben 70%iger Schokolade nicht nur Milch- und weiße Schokolade, sondern auch noch reichlich Kakaopulver - dafür aber nur ein Minimum an Mehl, irgendwo muss die Schokolade ja schließlich untergebracht werden. 

Die Zutatenliste liest sich natürlich sehr imposant, knappe 500 g Schokolade, 500 g Zucker, 370 g Butter und 6 Eier lassen jede Waage in die Knie gehen, vergesst aber nicht, dass man mit dieser Brownie-Menge auch ne halbe Kompanie satt bekommt. Die im Rezept angegebene Menge ergibt rund 30 Brownies und ich spreche aus Erfahrung, nach einem ist für jeden Normalsterblichen Schicht - da geht nix mehr!
Warum ich dann nicht gleich die Hälfte der Menge zubereite? Ganz einfach, das is alles ne Frage der richtigen Backform-Größe. Ich mag keine Brownies, die so dünn wie ne Schuhsohle sind, der perfekte Brownie ist für mich 2-3 cm hoch. Da ich aber nicht 1365 verschiedene Backformen hab, muss halt so manches Rezept entsprechend verdoppelt werden - mein Mitesser, bzw. seine Kollegen freuen sich ;o)

Zutaten
370 g Schokolade (70%)
370 g Butter
1 TL Vanilleextrakt
2 TL Espressopulver, Instant
6 große Eier
500 g Zucker
170 g Mehl
80 g Kakaopulver
100 g weiße Schokolade, grob gehackt
100 g Milchschokolade, grob gehackt

Zubereitung
Butter und Schokolade in einem Topf über dem Wasserbad unter ständigem Rühren schmelzen. Vom Feuer nehmen, das Espressopulver und den Vanilleextrakt einrühren. Beiseite stellen.
In der Zwischenzeit die Eier und den Zucker einige Minuten schaumig schlagen, bis sich das Volumen mind. vervierfacht hat und eine dicke, cremige Masse entstanden ist. Die geschmolzene Schokolade vorsichtig mit einem Kochlöffel unter die Eiercreme heben. Das Mehl und den Kakao darübersieben und ebenfalls sehr behutsam unterheben, dabei aufpassen, dass nicht zuviele Luftbläschen zerstört werden. Zum Schluss die gehackte Schokolade kurz unterheben.
Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Backform (38x25 cm) geben und verstreichen.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen für ca. 45 Minuten backen, bis der Teig auch in der Mitte gestockt ist. Komplett in der Form auskühlen lassen, dann in Quadrate schneiden.