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Apfeltaschen mit Eierlikör

Frauen wird ja gern ein ausgeprägter Schuhtick nachgesagt - hab ich nicht, interessiert mich nicht. Ich mag bequeme Schuhe wie Chucks, Camper, Docs, usw. ;o) 
Wenn man mir einen Tick nachsagen kann, dann isses wohl ein Taschentick - ich lieebe Taschen! Keine niedlichen kleinen glitzernden Handtaschen, sondern praktische, außergewöhnliche Taschen wie Canvasco, Bootsmann, Flio, Tausche Taschen, Tsunami, usw. usf. ...
Ich könnte diese Liste beliebig fortsetzen.
Ein wichtiges Kriterium für eine gute Tasche: Man muss mindestens seinen halben Hausstand und zusätzlich noch die Kamera drin verstauen können. Wenn sie dann noch einigermaßen schick aussieht, umso besser.
Da fällt mir ein, wir (damit mein ich jetzt die Foodblogger) bekommen doch ständig irgendwelche Angebote für merkwürdigen Krams Werbung zu machen - warum fragt mich nicht mal Jemand, ob ich seine Taschen bewerben möchte? ;o)
Spässken ...

So, und weil ich ja ein erklärter Taschen-Fan bin, wird's langsam mal Zeit, eine essbare Tasche zu bloggen, oder? Fangen wir also erstmal mit Apfeltaschen an - mal schaun, vielleicht folgen später noch weitere.
 
Wer auf den Eierlikör verzichten möchte oder muss, kann ihn einfach durch Milch und Vanille ersetzen. 

Runde Taschen sind übrigens auch sehr schick und können nach dem gleichen Prinzip gemacht werden. Dazu einfach eine kleine Schüssel nehmen und Kreise ausstechen.

Teig
150 g Magerquark
6 EL Milch
6 EL Rapsöl
50 g Zucker
Mark einer Vanilleschote
1 Prise Salz
300 g Mehl
1 Tütchen Backpulver

Belag

450 g säuerliche Äpfel, geputzt und gewürfelt (z.B. Boskop)
Zucker nach Geschmack, hängt vom Säuregrad des Apfels ab 
Abrieb einer halben Bio-Zitrone
100 ml Eierlikör
ausgekratzte Vanilleschote
2 EL Maisstärke + ein Schuss Milch zum Glattrühren

Zum Bestreichen
1 Eiweiß
1 Eigelb mit 1 EL Milch vermischt
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung
Die Apfelwürfel mit dem Eierlikör, Zitronenabrieb und der ausgekratzten Vanilleschote in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Je nachdem, wie sauer die Äpfel sind, evtl. noch Zucker zugeben.
Maisstärke mit einem kleinen Schuss kalter Milch glatt rühren und unter ständigem Rühren zum Apfelkompott geben. Etwa 2 Minuten köcheln lassen, bis der Kompott angedickt ist. Beiseite stellen.
Später die Vanilleschote herausnehmen.

Den Quark mit der Milch, Zucker, Vanillemark und einer Prise Salz in einer Schüssel verrühren. In einer zweiten Schüssel das Mehl mit dem Backpulver vermischen und zu der Quarkmasse geben, gründlich, aber zügig verkneten. Der Teig soll geschmeidig sein, aber nicht mehr kleben.
Den Teig rechteckig dünn ausrollen und in acht Rechtecke schneiden, die Teigränder mit Eiweiß bestreichen. Apfelkompott auf die eine Hälfte der Rechtecke geben, die andere Hälfte mehrfach einschneiden, darüber klappen und die Ränder andrücken.
Die Taschen mit Eigelb bestreichen.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 15 Minuten backen, bis die Apfeltaschen goldbraun sind. Auf einem Kuchenrost abkühlen lassen und anschließend mit Puderzucker bestreuen. 

Balsamico Zwiebel-Marmelade

Ihr wisst es vielleicht, unter der Woche bleibt die Küche des Kuriositätenladens meist kalt und es gibt lecker Käsebrot - noch bin ich ja von Montags bis Freitags Strohwitwe und weil mir Kochen für mich allein keinen Spaß macht,  schmier ich mir halt schnell eine Stulle.
Nun ist Käse allein ja auf die Dauer nicht so der Riesenkracher, also pimpe ich mein Käsebrot gern ein wenig - muss natürlich auch unkompliziert sein ;o)
Meist landet etwas Salat, ein paar Scheibchen Gurke oder Tomate oder auch gern etwas Senf auf dem Käse, seit ich aber diese Zwiebeln entdeckt habe, sind sie mein absoluter Favorit.

Natürlich schmecken sie nicht nur auf Käsebrot, das ist wohl eher eine eigenwillige Eigenkreation von mir, die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig - als Tartebelag, Beilage zu Kurzgebratenem, als Vorspeise auf Crostini, usw. usf.
Ich verwende sehr gern rote Zwiebeln, so ich sie denn mal in vernünftiger Qualität bekomme. Ist Euch schon mal aufgefallen, dass rote Zwiebeln in oftmals grauenhafter Qualität angeboten werden? Wie oft hab ich schon bei unserem Edeka-Markt unbedacht in das Fach mit den roten Zwiebeln gegriffen und es sofort bitter bereut. Sie sind oft einfach matschig und faulig... Kauft die außer mir niemand oder sind rote Zwiebeln so empfindliche Mimosen, die einfach unglaublich schnell verderben?
Naja, glücklicherweise haben wir ja Eddy, da passiert das nicht.
Worauf wollte ich eigentlich hinaus? Ach ja, wenn ich mal wieder keine roten Zwiebeln bekomme, tun es natürlich auch gewöhnliche braune Zwiebeln - ich bilde mir ein, dass rote Zwiebeln milder sind, braune schmecken so geschmort aber auch sehr lecker.

Zutaten
1 kg rote Zwiebeln
Butter
100 ml Balsamico
1 1/2 EL brauner Zucker
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
3 Zweige Thymian

Zubereitung
Die Zwiebeln in feine Streifen schneiden. Butter in einer großen Pfanne schmelzen lassen und die Zwiebeln, Salz, Pfeffer und Thymian zufügen. Für ca. 30 Minuten bei mittlerer Hitze dünsten - die Zwiebeln sollen glasig werden, aber nicht bräunen. Regelmäßig rühren.

Den Zucker und den Balsamico zufügen und weitere 30 Minuten bei kleiner Flamme köcheln lassen, bis die Zwiebeln mehr oder weniger trocken und der Balsamico verkocht ist. Je langsamer die Zwiebeln schmoren, desto besser schmecken sie. 
Den Thymian entfernen und die Zwiebeln in ausgekochte Twist off-Gläser einfüllen.
Gekühlt halten sie sich auf jeden Fall einen Monat, eher länger.


Kräuter-Feta-Muffins

Mal wieder ein "Alex-Rezept"!
Ich darf einfach nicht so oft bei Ihr stöbern, sonst komm ich mit dem Nachkochen/-backen bald wirklich nicht mehr nach :o)

Diese Muffins sind wunderschön und wirklich lecker, sie haben allerdings einen kleinen Nachteil, das Essen dieser kleinen Köstlichkeiten gestaltet sich ein wenig schwierig - findet zumindest mein Mitesser. 
Aber da muss er durch, das Leben ist ja schließlich kein Ponyhof ;o)
Eigentlich hätte ich sie ja gern noch auf Zorras Brunch-Buffet gestellt, aber dafür bin ich n büschen zu spät dran. 

Zutaten für 12 Muffins
250 g Mehl
2 TL Backpulver
2 Knoblauchzehen
2 Eier
250 g Joghurt
2 TL Salz
Pfeffer
70 ml Rapsöl
1 große Handvoll frisches Basilikum
200 g Feta
je 1 Kirschtomate pro Muffin

Zubereitung
Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Kräuter waschen, trockenschütteln und fein hacken. Ei, Joghurt, Öl, Salz, Pfeffer, Knoblauch und Kräuter verquirlen. Mehl und Backpulver unterrühren. Fetakäse kleinschneiden und unterheben. Den Teig in die Muffin-Papierförmchen verteilen und jeweils eine Kirschtomate in den Teig eindrücken. Im vorgeheizten Ofen bei 180°C ca. 25 Minuten backen. Lauwarm oder kalt servieren.

Mein perfekter Schokokuchen

Bereit für die nächste Schoko-Dosis? Nachdem ich letzte Woche gerade eine kleine Schokobombe gebloggt habe, folgt jetzt schon die nächste - mein Lieblings-Standard-Schokokuchen!

Das Rezept hab ich aus einigen Schokokuchen-Rezepten zusammengebastelt, mit dabei war sicher ein Dr. Oetker-Rezept und noch ein paar andere.
Dieser Schokokuchen ist sicher keine Sensation, trotzdem mag ich ihn ganz besonders gern. Er ist natürlich seeehr schokoladig, saftig, hat durch das Espressopulver eine leicht herbe Note und kleine Schokoinseln durch die Schokotropfen.
Hinzu kommt, dass ich die Zutaten eigentlich immer im Haus habe - ein sonntäglicher  Anfall von Schoko-Entzug kann also eigentlich immer mit diesem Kuchen "bekämpft" werden.
Eigentlich wollte ich das Rezept schon vor Ewigkeiten bloggen, aber ich bekomme einfach kein anständiges Bild zustande ... Da ich ja immer gegen das Licht auf meinem kleinen Hackbrettchen fotografieren muss, sieht dunkler Schokokuchen auf dunklem Brett eher ungünstig aus. Also gibt's nur ein Bild in der Form und Ihr müsst mir glauben, dass der Kuchen wirklich nicht sooo schlecht ist. 
Und nu ab in die Küche, Schokokuchen backen! ;o)

Zutaten
175 g Butter, zimmertemperiert
220 g Zucker
4 Eier, zimmertemperiert
100ml Sahne
2 Tütchen Instant-Espresso
1 EL Vanille-Extrakt
1 Prise Salz
100 g Kakaopulver
250g Mehl
2 TL Backpulver
100 g Schokotröpfchen

Zubereitung
Die Butter und den Zucker schaumig rühren. Die Eier hinzufügen und unterrühren. Sahne, Espressopulver, Vanille-Extrakt, Salz und Kakaopulver dazugeben und alles zu einer geschmeidigen Masse vermischen. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und unter den Teig rühren. Die Schokotröpfchen dazugeben und verrühren.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 60 Minuten backen - Stäbchenprobe machen.

蚂蚁上树 - Ma Yi Shang Shu

... oder Ameisen krabbeln auf den Baum

Die wöchentliche Rezeptwahl erstaunt mich immer wieder aufs Neue, bei diesem Rezept hätte ich beispielsweise darauf geschworen, dass es niemals gewählt wird - ein Grund, warum ich es zur Wahl gestellt hab, wollte ich doch auf diese Weise dafür sorgen, dass die Pici endlich mal gewinnen.
Naja, war wohl nix, die Pici sind auch bei der letzten Wahl weit abgeschlagen auf den hinteren Plätzen gelandet. Wahrscheinlich lag es hauptsächlich am Namen des Rezeptes, "Ameisen krabbeln auf den Baum" klingt halt sehr viel spannender als pfannengerührtes Hackfleisch mit Glasnudeln.
Der Name hat seinen Ursprung in der Optik dieses Gerichtes, das Hackfleisch wird so feinkrümelig gebraten, dass es aussieht, wie kleine Ameisen - zugegeben mit gaaaanz viel Phantasie ;o)

Leider hab ich mit den Glasnudeln Pech gehabt, sie sind ziemlich zerfallen. Ansonsten war es ganz lecker, allerdings nicht überwältigend, sprich, ich würde es nicht unbedingt noch einmal machen.
Weil das fertige Gericht etwas lasch war, hab ich es noch kräftig nachgewürzt - wer dieses Rezept nachkochen möchte, sollte das evtl. auch tun. 

Zutaten

200 g Schweine- oder Rinderhack
2 TL helle Sojasauce
2 TL Shaoxing Reiswein
2 TL dunkles Sesamöl
125 g Glasnudeln
neutrales Öl
2 Frühlingszwiebeln, fein gehackt
1 El Ingwer, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
2 Frühlingszwiebeln, der grüne Teil in Ringe geschnitten

Sauce

5 EL dunkle Sojasauce
4 El Shaoxing Reiswein
1 TL Salz
1 TL Zucker
1 TL dunkles Sesamöl
250 ml Hühnerbrühe

Zubereitung

Das Hackfleisch mit der Sojasauce, Reiswein und dem Sesamöl vermischen. Die Glasnudeln 10 Minuten in heißem Wasser einweichen, dann in einem Sieb gut abtropfen lassen. Alle Zutaten für die Sauce in einer Schüssel vermischen. 
Den Wok erhitzen und das Öl sehr heiß werden lassen. Dass Hackfleisch darin pfannenrühren, bis es bröselig wird, die evtl. austretende Flüssigkeit verdampft ist und das Hackfleisch beginnt zu bräunen. Hackfleisch an den Rand schieben und Knoblauch und Ingwer kurz pfannenrühren, dann die Frühlingszwiebeln hinzugeben. Ebenfalls pfannenrühren, bis sich das Aroma entfaltet.
Das Fleisch zurück in die Mitte schieben und die Sauce, sowie die Glasnudeln hinzufügen. Alles 8 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist.
Auf einer Platte mit Frühlingszwiebelringen dekoriert servieren.

Quelle: China kulinarisch entdecken (Afilliate-Link)