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Besonders Lecker - Der Markt für Augen- und Gaumengenießer

Im wahrsten Sinne des Wortes Besonders Lecker ging es am Sonntag in Hamburg-Barmbek zu. Auf dem Gelände des Museums der Arbeit fand bereits im dritten Jahr die gleichnamige Genussmesse mit insg. 70, größtenteils regionalen Ausstellern statt.

Für mich war es der erste Besuch, leider. Diese Messe ist nämlich die schönste zum Thema Genuss, die ich bisher in Hamburg besucht habe. Im nächsten Jahr sind wir daher auf jeden Fall wieder dabei und falls Ihr in der Nähe wohnt, solltet Ihr im nächsten Jahr auch unbedingt vorbeischauen! 
Wir haben viel geschaut, gestaunt, probiert, uns gut unterhalten und zu guter Letzt natürlich auch ein paar Leckereien mit nach Hause genommen. 

3punktfMein persönliches Highlight war der Stand von 3punktf, ich mag diese Keramik ganz besonders gern und habe mir direkt mal den schönsten Becher der Welt mitgenommen - das kann und wird aber garantiert nicht der letzte bleiben. Demnächst werden wir  Melanie noch mal in ihrer Werkstatt in Bardowick besuchen und dann wird sicher noch der ein oder andere Becher oder auch eine der wunderhübschen Etageren bei uns einziehen.

Edelschaum
Direkt gegenüber am Stand von Edelschaum habe ich mir 2 Zuckerpeelings gegönnt, Pfirsich und Vanille-Zitrone - ein Traum!  Bei der Nusswerk GmbH gab's eine groooße Tüte mit verschiedenen Nüssen und Kernen (jetzt hab ich erstmal reichlich Knabberkram für die nächsten Monate, da der Mitesser ja keine Nüsse mag - mein Glück ;o) ), ganz tolle getrocknete Himbeeren in Joghurt-Schokolade am Stand von Feines Zeug, eine Zitronen-Basilikum-Marmelade bei MEINS fancy foods (die mag sogar ich und ich hab's ja gar nicht mit Marmelade), einen g-r-a-n-d-i-o-s-e-n gesalzenen Karamell-Aufstrich mit Rosmarin vom Kakaokontor und zum Abschluss noch eine bunte Bierauswahl für den Mitesser. 
Unser vorsorglich mitgebrachter Beutel war zum Schluss also sehr gut gefüllt :o)

Wer sonst noch alles dort war, könnt Ihr auf der Homepage von Besonders lecker nachlesen und wenn Ihr Lust auf noch mehr Bilder habt, empfehle ich Euch mein Webalbum mit vielen Bildern, die ich am Sonntag gemacht habe. 

Shakshouka | Shakshuka | Chakchouka

... nachfolgend Shakshouka genannt, ist neben dem Allround-Ratatouille von letztem Dienstag DIE Entdeckung der letzten Wochen. Ich hab unter anderem auch schon die Teilnehmer des Forentreffens damit angefixt, seitdem ist in unserem Forum eine kleine Shakshouka-Einweckorgie ausgebrochen. 
Ich selbst hab jetzt 12 Gläser im Vorratsregal und hoffe, damit einigermaßen über den Winter zu kommen.

Shakshouka stammt ursprünglich aus Nordafrika, ist aber mittlerweile auch in Israel ein sehr beliebtes Gericht. Ich bin auf der Suche nach Rezepten für meine Israel-Themenwoche darauf gestoßen und seitdem Shakshoukasüchtig ;o)
Dieses Rezept sollte wie gesagt eigentlich im Rahmen der Themenwoche gebloggt werden, da ich aber noch nicht für jeden Tag ein Rezept beisammen habe und die Paprikasaison soooo lange ja nun auch nicht mehr andauert, gibt's das Rezept schon jetzt. Ihr müsst nämlich unbedingt noch die Gelegenheit nutzen und eine ordentliche Portion einwecken, Shakshouka schmeckt immer und wenn Ihr es einweckt habt Ihr spontan eine leckere Mahlzeit parat, die schneller fertig ist als eine dieser unsäglichen 5 Minuten-Terrinen! 
Besonders lecker finde ich Shakshouka in Kombination mit Fladenbrotchips, die hab ich übrigens selbst erfunden :o) Wie die gemacht werden, zeige ich Euch hier. Heute gibt's nämlich ausnahmsweise mal zwei Rezepte, bzw. ein Rezept und ein Tipp zur Resteverwertung.  



Zutaten
1 rote Zwiebel
4 confierte Knoblauchzehen
2 rote Paprikaschoten
1 EL Biber salçası, mild
1 EL Ajvar
800 g gestückelte Tomaten
1 TL Cumin
1 TL Sumach
Salz
Piment d'Espelette

Außerdem
4 Eier
glatte Petersilie, grob gehackt
türkischer Süzme Joghurt oder Labneh

Zubereitung
Die Zwiebel fein würfeln und in Olivenöl glasig anschwitzen, die confierten Knoblauchzehen dazugeben und mit einer Gabel zerdrücken. Die Paprika putzen und ebenfalls in Würfel schneiden (ca. 0,5 cm groß). Zu den angeschwitzten Zwiebeln geben und einige Minuten mit schmoren. Biber salcasi und Ajvar dazugeben und kurz mit anschwitzen.
Die gestückelten Tomaten dazugeben und alles so lange köcheln lassen, bis die Paprikawürfel etwas weich geschmort sind und die Sauce deutlich eingedickt ist. Mit Cumin, Sumach, Salz und Piment d'Espelette würzen.
Mit einem Esslöffel vier Vertiefungen in die Sauce drücken und jeweils ein Ei hineinschlagen. Den Deckel auflegen und bei mittlerer Hitze garen, bis das Eiweiß fest, aber das Eigelb noch schön weich ist. 
Auf Tellern anrichten und mit etwas frisch gehackter Petersilie und einem Klecks türkischem Joghurt oder Labneh servieren. Dazu schmeckt Fladenbrot oder Fladenbrotchips. 

Shakshouka einwecken
Damit Ihr auch in der kalten, paprikalosen Zeit nicht auf leckeres Shakshouka verzichten müsst, solltet Ihr jetzt die Gelegenheit wahrnehmen und es einwecken, dann habt Ihr nicht nur jederzeit und in Nullkommanix eine leckere Mahlzeit parat, Ihr holt Euch damit auch beim größten Schneegestöber den Sommer zurück auf den Teller. 

Damit die Paprikastückchen durch das Einwecken nicht komplett verkochen, ändere ich hier ein wenig die Vorgehensweise und lasse die Paprikastückchen bei der Zubereitung der Sauce weg.  
Die Sauce wird also kräftig eingekocht und erst wenn sie fertig ist, schwitze ich in einer Pfanne die Paprikastücken kräftig an, die können ruhig etwas Farbe annehmen. Vor dem Einwecken gebe ich sie zu der Sauce und fahre dann wie folgt fort:

Einkochen
Die Gläser gründlich mit Wasser und Spülmittel reinigen, gut ausspülen. Bei 150°C im Backofen für ca. 15 Minuten sterilisieren, herausnehmen und kurz etwas abkühlen lassen. Wenn die Gläser direkt mit der heißen Flüssigkeit befüllt werden, platzen sie leicht.
Das Shakshouka einmal kräftig aufkochen, in der Zwischenzeit die Deckel der Gläser in einen Topf geben und mit Wasser auffüllen. Zum Kochen bringen und ca. 5 Minuten köcheln. Ich stelle den Trichter, mit dem ich die Gläser befülle, ebenfalls in den Topf, so wird der gleichzeitig sterilisiert. 
Das Shakshouka in die Gläser einfüllen und diese sofort fest verschließen. Die Gläser nicht bis zum Rand befüllen, sondern ca. 2 cm Rand lassen.
 

Im Backofen
Den Backofen auf 180°C Unterhitze aufheizen, eine Fettpfanne auf unterster Stufe einhängen und ca. 2 cm hoch mit kochendem Wasser befüllen. Die Gläser so nebeneinander in die Fettpfanne stellen, dass sie sich nicht berühren und alles 30 Minuten einkochen.
Die Gläser im Anschluss vorsichtig aus dem Backofen nehmen und komplett auskühlen lassen. 

Im Kochtopf 
Einen Kochtopf mit Küchenpapier auslegen, die Gläser nebeneinander in den Topf stellen und soviel Wasser angießen, dass die Gläser zu 2/3 im Wasser stehen. Das Wasser sollte ungefähr die Temperatur der Sauce haben.
Das Wasser zum Kochen bringen, den Topf mit einem Deckel verschließen und die Temperatur soweit reduzieren, dass das Wasser noch leicht kocht. Mit geschlossenem Deckel ca. 30 Minuten einkochen, dann die Gläser entnehmen und vollständig abkühlen lassen.


Haltbarkeit 
Mit Haltbarkeitsangaben bin ich ja grundsätzlich immer sehr zurückhaltend, da die Haltbarkeit der Endprodukte im Wesentlichen von zwei Faktoren abhängig ist, dem Zustand, bzw. der Frische der Zutaten und der Hygiene bei der Zubereitung - auf beides hat das Rezept selbst natürlich keinen Einfluss. 
Vorausgesetzt, Ihr habt wirklich sauber gearbeitet, ist das Shakshouka aber mindestens ein Jahr haltbar - theoretisch. Tatsächlich gibt es aber soviele Verwendungs- möglichkeiten, dass es sicher nicht alt wird ;o)
Wichtig ist, dass die Deckel beim Öffnen ploppen, wie Ihr es auch von gekauften Gläsern und Flaschen kennt. Wenn der Deckel sich leicht öffnen lässt oder sogar nur noch aufliegt, gehört der Inhalt des Glases in den Abfall - so leid es mir tut.
Die Deckel von Gläsern, deren Inhalt verdorben ist müssen ebenfalls entsorgt werden. Die Gläser selbst könnt Ihr natürlich wiederverwenden, nachdem Ihr sie ausgekocht habt.
Idee: Yotam Ottolenghi - Jerusalem (Affiliate-Link) 

Fladenbrotchips

Diese Fladenbrotchips sind seit Jahren eine sehr beliebte Knabberei bei uns. Wir haben öfter mal ein Fladenbrot übrig und lieben jede Art von Knabberkram, da liegt es nahe das altbackene Brot in etwas leckeres zu verwandeln.
Ursprünglich hab ich mit diesen Chips gerne Panzanella gemacht, da ich aufgeweichtes Brot überhaupt nicht mag. Mittlerweile bereite ich diese Chips aber immer zu, wenn es etwas zu Dippen gibt. 
Seit wir einen Kontaktgrill haben, mache ich die Chips immer darin, hat den Vorteil, dass die Brotscheiben auch noch Druck von oben bekommen und dadurch besonders knusprig werden, sie gelingen aber ebenso gut im Backofen. 

Bei den Gewürzen lasst Eurem persönlichen Geschmack freien Lauf, da geht alles, was Ihr mögt - auch etwas Käse schmeckt prima. Meine Lieblings-Gewürzkombination besteht aus Za'atar, Lemon Myrtle und etwas Piment d'Espelette. 

Zutaten 
1 altbackenes Fladenbrot
Olivenöl
Za'atar, Dukkah, Lemon Myrtle oder andere Gewürze nach Wahl 

Zubereitung 
Das Fladenbrot mit dem Brotmesser oder der Brotschneidemaschine in dünne Scheiben schneiden. Nebeneinander auf ein Backblech legen, mit etwas Olivenöl besprenkeln und mit Gewürzen nach Wahl bestreuen. 
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen backen, bis die Brotstreifen knusprig braun sind oder wenn vorhanden, im Kontaktgrill ausbacken.
Schmeckt auch prima mit etwas Käse bestreut.