Aus meinem Vorratsregal. Heute: Biber Salçası ~ Paprikamark

Ich hab Euch ja schon von meinen Plänen, den KuLa in den nächsten Wochen und Monaten umzugestalten, berichtet. Unter Anderem wird es ab sofort jede Woche eine Buchvorstellung geben und ich führe mit dem heutigen Tag eine weitere neue Rubrik ein. 
Jeweils mittwochs werde ich Euch zukünftig ein Produkt oder ein Küchengerät vorstellen, auf das ich nicht mehr verzichten möchte, das können Grundzutaten, Gewürze oder andere Lebensmittel sein, aber vielleicht auch mal das ein oder andere Gerät, das ich in meiner Küche verwende - da ich ja nur eine sehr kleine Küche mit nicht soooovielen Gerätschaften habe, wird das aber eine Ausnahme bleiben. 
Ab und zu stelle ich Euch vielleicht auch mal ein gesponsortes Produkt vor, das steht aber noch in den Sternen und wird sicher auch nur gelegentlich der Fall sein - bisher habe ich nämlich in den ganzen Jahren nur sehr wenige Angebote bekommen, die überhaupt in Frage gekommen wären. Ihr wisst ja, ich bin da n büschen eigen ;o) 

Starten möchte ich in diese neue Rubrik mit einem Produkt, das ich in diesem Jahr erst so richtig für mich entdeckt habe: Paprikamark. 
Früher habe ich es nur gelegentlich verwendet, seit Shakshouka & Co. aber eine immer größere Rolle auf unserem Speiseplan spielen und ich generell immer häufiger orientalisch koche, ist mein Verbrauch sprunghaft angestiegen. Ich habe jetzt grundsätzlich ein Glas im Gebrauch und noch eines im Vorratsregal stehen - eine Zutat also, die auf keinen Fall ausgehen darf. 

Besonders in der jetzt anstehenden kalten Jahreszeit, in der es keine hiesigen Paprika gibt, lässt sich mit Paprikamark eine Menge anstellen. 
Mein heißgeliebtes Paprikahuhn kann mit Biber salçası prima nachgebaut werden. Man lässt dann natürlich die Paprikaschoten weg, aber die Sauce kann so gut abgeschmeckt werden. 
Aus Frischkäse, etwas Biber Salçası und ein paar Gewürzen ist in Nullkommanix ein leckerer Brotaufstrich gemacht.

Da Biber Salçası, genau wie Tomatenmark, sehr konzentriert ist und nur noch wenig Feuchtigkeit enthält, verwässert es die Speisen nicht. Überhaupt kann man Tomatenmark in vielen Fällen durch Paprikamark ersetzen, besonders interessant, wenn man keine Tomaten verträgt oder nicht immer und überall den Tomatengeschmack mag.

Biber Salçası gibt es in zwei Varianten, der milden (tatli) und der scharfen (aci). Ich kaufe immer nur die milde Variante, da ich das Paprikamark oftmals sehr großzügig verwende - das scharfe Biber Salçası würde da zuviel Schärfe reinbringen. Wer es aber gerne etwas spicy mag, der sollte unbedingt auch mal die scharfe Variante versuchen.

Ihr bekommt Biber Salçası im türkischen Lebensmittelhandel, kostet nicht die Welt und ist auch im Anbruch ewig lange haltbar - Ihr könnt also gleich zum größeren Glas greifen ;o) 

Kommentare:

Susanne hat gesagt…

Davon habe ich auch immer mindestens eines im Vorrat...ohne geht gar nicht...

Anonym hat gesagt…

Huhu :)

kann man das auch selbst machen?
Was steht denn auf der Zutatenliste? ;)

LG Ines

Steph hat gesagt…

Das kannst Du, wie auch Tomatenmark, sicher selbst machen - der Energieverbrauch steht aber in keinem Verhältnis zum Resultat.

Ela hat gesagt…

Super Tipp, danke dir :) Werde ich mal nach Ausschau halten.. Bisher hab ich das (z.B. für Muhammara) selbst gemacht, aber das ist doch etwas mühsam.
LG
Ela

Steph hat gesagt…

Es wird auch nicht so konzentriert und fest wenn man es selbst macht.

Ich bin ja grundsätzlich auch immer dafür, soviel wie möglich selbst zu machen, wenn man aber nicht gerade in Süditalien, der Türkei oder einem anderen extrem sonnigen Land lebt, in dem man das Paprikamus in der Sonne trocknen kann, isses energietechnisch wirklich Wahnsinn, dieses Paprikamark selbst im Backofen zu machen.

Jules hat gesagt…

Hallo Steph! War heute extra beim türkischen Supermarkt, nachdem ich dein Ratatouille Rezept gelesen habe und habe 2 Gläser a 350g gekauft

Marienkäfer hat gesagt…

Hast du das Tomatenmark etwa für das Foto in ein anderes Glas umgefüllt? :-)
Danach werde ich aber auf jeden Fall das nächste Mal im orientalischen Lädchen Ausschau halten! Liebste Grüße

Steph hat gesagt…

Jules, super! Dann kann es ja jetzt richtig losgehen ;-)

@ Marienkäfer
Andersrum, ich hab das Bild gemacht, nachdem ich das Paprikamark aus Platzgründen in ein kleineres Glas umgefüllt hab

Britta hat gesagt…

Ich liebe Paparikamark! Habe es seit ca. einem Jahr immer im Schrank, seitdem ich es für Bulgursalat benötigt habe. Als ich im Sommerurlaub in der Türkei war, wollte ich mir am Liebsten eins der dort erhältlichen Kilogläser holen. :)

Die Mutter von einem Freund, welche Türkin ist, hat mir gerade ein Glas selbstgemachtes Paprikamark vorbei gebracht, ich freue mich schon sehr auf die Verwendung!

Und es ist echt ewig haltbar!

Zauberhaftes Küchenvergnügen hat gesagt…

Hallo Stephanie,

ich mag die Paprikapaste auch total gerne. Sie ist bei mir sogar schon im Hummus und Couscous Salat gelandet.

Brauche dringend wieder neue, mein Glas ist auch schon wieder leer!

Liebe Grüße, Froilein Pink

Jannagonewild hat gesagt…

Hi :)

Ich verfolge deinen Blog schon einen kleinen Moment und bin auf deine Umbauten tierisch gespannt!
Seit ich regelmäßig Couscous auf dem Speiseplan habe, ist Papprikamark ein MUSS zuhause ;) Und ich finde, dass man in diesem Falle auch nicht alles selbst herstellen muss...

Lieben Gruß
Janna

Anonym hat gesagt…

Ich habe deinen Blog bisher sehr gerne gelesen und auch schon einiges Leckeres nachgekocht. Die geplanten Umbauten finde ich sehr schade, Buch- und Gerätevorstellungen empfinde ich als Werbung, genauso wie Produktvorstellungen, das mag ich gar nicht und habe deswegen schon andere Blogabos gelöscht.
Bitte behalte doch deinen bisherigen Stil bei.
LG Leona

Steph hat gesagt…

Leona,
ich weiß natürlich nicht, inwiefern Du einen Einblick in die Arbeit und den Aufwand hast, der hinter einem Blog wie dem Kuriositätenladen steckt. Ich investiere in diesen Blog nicht nur einen großen Teil meiner Freizeit, sondern letztendlich auch einiges an Geld - das sind keine Unsummen, läppert sich mit der Zeit aber.
Dieser Blog ist bisher ein reines Hobby und letztendlich habe ich für die Zukunft zwei Möglichkeiten. Entweder, ich fahre den Aufwand, den ich für diesen Blog betreibe über kurz oder lang herunter, d.h., blogge seltener und auch sicher nicht mehr so aufwendig, wie ich es bisher gemacht habe, oder ich suche mir neue Aufgaben und Herausforderungen und versuche meinen Blog zu einem beruflichen Standbein auszubauen - genau das ist, was ich machen werde.

Ehrlich gesagt enttäuschen mich Kommentare wie der Deine sehr. Würdest Du auch auf die Idee kommen, dass Kochbuchautoren und Verlage ihre Bücher kostenlos verschenken? Erwartest Du von Freunden und Bekannten, dass sie auf eine berufliche Chance verzichten an der ihnen viel liegt, nur weil Dir der Betrieb nicht gefällt?
Oder anders gefragt, würdest Du als Leser alternativ gerne einen gewissen Betrag pro Rezept, bzw. Blogbeitrag bezahlen?

Ich hab's zwar schon häufiger geschrieben, aber ich werde keine großflächige Werbung schalten und auch keine Produkte oder Unternehmen bewerben, mit denen ich mich nicht identifizieren kann, sondern ich suche nach Mitteln und Wegen, die für mich vertretbar sind. Wem das zuviel ist, dem bietet die deutsche Foodbloglandschaft glücklicherweise eine riesengroße Auswahl anderer Foodblogs.
Ich bleibe mir, bzw. meinem Stil treu denn dazu zählt auch, dass ich meine Wünsche und Träume verwirkliche, bzw. es wenigstens versuche.

Anonym hat gesagt…

Ich habe mich über deine Antwort sehr gewundert.
Ich persönlich erwarte keine Geschenke von Verlagen und was dein Blog mit meinen Freunden und ihren beruflichen Chancen zu tun hat, erschließt sich mir auch nicht.

Ich mag deinen Blog, weil er so ist, wie ich mir einen guten Foodblog vorstelle. Wenn du ihn kommerzialisieren willst, ist das natürlich deine Entscheidung. Die Leser werden dann entscheiden, ob sie das nun toll finden oder nicht. Wie du selbst schreibst, die Auswahl in der Bloglandschaft ist groß und es gibt noch genug Blogs, dich nicht der Versuchung von Produktbesprechungen und -platzierungen erlegen, sondern einfach über Kochen, Backen und Rezepte berichten. Das interessiert mich und das will ich lesen. Für den Kauf eines Kochbuchs oder gar eines Küchengerätes halte ich einen Foodblog aus mehreren Gründen für die falsche Informationsquelle. Und mit firmengesponserten Produkttests stellt man sich als Foodblogger ein Armutszeugnis aus, das will ich auf keinen Fall lesen.

Alles Gute für den Blog!
VG Leona

 

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