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Ofenkartoffeln mit Senfkruste

Mit meinem Traum vom eigenen Café/Bistro/Deli/Restaurant bin ich sicher nicht alleine, der schlummert sicher gar nicht mal so tief in vielen Hobbyköchen. Wenn ich mir aber mal meine bisherige Rezeptsammlung anschaue, zweifle ich, ob nicht ein anderes Konzept viel passender für mich wäre, nämlich eine schnuckelige kleine Imbissbude, mit einer kleinen Ecke für meine Nudelmaschine und integriertem Pizzaofen. 
Diese Imbissbude sollte natürlich an prominenter Stelle irgendwo hier in Hamburg stehen, ähnlich wie die Wurstbraterei in Köln (die aus mir völlig unverständlichen Gründen dieses Jahr keinen Stellplatz vor dem Kölner Schokoladenmuseum bekommen haben - Skandal!)
Wenn also Jemand eine schicke einsatzfähige Imbissbude (natürlich nicht so ein 08/15-Modell) inkl. Gerätschaften zu verschenken hat, bitte bei mir melden ;o)
Ich hab mittlerweile so eine stattliche Auswahl an Fritten aus Kartoffeln, Süßkartoffeln und Kichererbsen, Wedges, frittierten Kartoffelkäsebällchen und Ketchup, dazu eine abwechslungsreiche Pizzaauswahl und natürlich eine Vielzahl an Pastarezepten, da sollte sich doch ein nettes Konzept entwickeln lassen...

Ok, genug geträumt - zum Wesentlichen!
Ich mag Senf. Nein, ich liebe Senf! Eine leckere Bratwurst (Ja, ich liebe auch Bratwürste) wird erst mit einem guten Senf perfekt. 
Ein Käsebrot schmeckt mit Senf auch gleich um Klassen besser. 
Klar, es gibt auch vieles, was mit Senf nicht besser schmeckt, aber darum geht's hier ja nicht - hier geht's heut um Senf. Genauer gesagt um Kartoffeln und Senf. Merkwürdige Kombination? Ganz und gar nicht, geniale Kombination!
Gefunden hab ich das Rezept mal wieder bei smitten kitchen, den Blog liebe ich übrigens auch - Lieblingsblog!

Zutaten
1 kg festkochende Kartoffeln
120 g Rotisseur Senf
4 EL Oivenöl
Abrieb einer halben Bio-Zitrone
3 confierte Knoblauchzehen
2 TL grobes Meersalz
1 EL getrockneter Oregano
Pfeffer

Zubereitung
Die Kartoffeln gründlich schrubben und abtrocknen. Je nach Größe vierteln oder halbieren. Knoblauchzehen zerdrücken und mit Senf, Olivenöl, Zitronenabrieb, Salz, Oregano und Pfeffer vermischen. Zusammen mit den Kartoffeln in einen Gefrierbeutel oder eine Schüssel geben und alles miteinander vermischen.
Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 30-45 Minuten backen, bis die Spalten gar und knusprig sind. 

Selbstgemachter Ricotta, der gar keiner ist

Ricottarezepte gibt es im Internet viele, zumindest auf den ersten Blick. Auf den zweiten und dritten wird schnell deutlich, dass es sich eigentlich gar nicht um Ricotta, wie man ihn im Geschäft kauft handelt, sondern eigentlich um normalen Frischkäse. 
Wie genau die Ricottaherstellung funktioniert, könnt Ihr beispielsweise hier und hier nachlesen, im Groben kann man aber sagen, dass Ricotta aus Molke hergestellt wird, während die üblicherweise im Internet kursierenden Rezepte sämtlich aus Vollmilch oder sogar Milch-/Sahne-Gemischen bestehen. 
Gegen diesen Frischkäse ist selbstverständlich gar nichts einzuwenden, er ist sogar ein klasse Ersatz für Ricotta, wenn man beispielsweise keinen bekommt oder etwa wie ich gern soviel wie möglich selbst zuhause zubereitet und sogar in Italien selbst wird er in den Haushalten so zubereitet - trotzdem ist es kein richtiger Ricotta ;o)

Der Frischkäse, den man nach dem Abgießen der Molke erhält, hat eine bröckelige Konsistenz und kann je nach Rezept sofort weiterverarbeitet werden. Man kann ihn aber auch, wie unten zu sehen, pressen und was man dann bekommt, ist kein "ordinärer" Frischkäse mehr, sondern, Obacht nu kommt's: Panīr, eine indische Frischkäsevariante. 

Panīr ist ein in Indien sehr beliebter Käse, der gepresst und dann in Würfel geschnitten in verschiedenen Gerichten wie Palak Panīr, Panīr Butter Masala, usw. Verwendung findet. 
Weil Panīr selbst nicht sehr würzig ist, wird er oftmals mit verschiedenen Gewürzen "gepimpt", der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. 
Die Milch wird bereits vor dem Aufkochen gewürzt, so dass der fertige Käse durch und durch würzig ist.

Zutaten
1 l Vollmilch (3,8%), traditionell hergestellt
1 EL Salz
2 EL Weißweinessig oder Zitronensaft

Zubereitung
Die Milch mit dem Salz in einem Topf auf 80°C erhitzen. Den Essig dazugeben, verrühren und ca. 2 Minuten simmern lassen. Von der Platte ziehen und 5 Minuten ruhen lassen.
Den Käsebruch durch ein mit einem Mulltuch ausgelegtes Sieb gießen und die austretende Molke auspressen. 

Je nach Weiterverwendungsgrund, den Frischkäse entweder bröckelich belassen, oder pressen, so dass er schnittfest wird. 
Dazu den Käsebruch in eine Form (Tasse, eckige Schale, etc.) geben und mit einem Teller oder einem Brettchen beschweren. Umdrehen und auf einen Teller stellen, so dass noch austretende Molke abfließen kann. 

Pyrolyse - was sagt Ihr dazu?

Leserschaft, ich brauch mal Eure Hilfe! 

Vorgestern erreichte mich der Hilferuf einer Leserin (die an dieser Stelle gern ungenannt bleiben möchte, daher nennen wir sie nachfolgend einfach Fredda) und weil ich von der Materie so absolut gar keine Ahnung habe, leite ich ihre Fragen einfach mal an Euch weiter, in der Hoffnung, hier Backofen-/Pyrolyse Experten zu finden.

Also, Fredda möchte/muss sich einen neuen Backofen zulegen, soweit so gut. Der alte Ofen hat immerhin 18 Jahre durchgehalten und da sich in dieser Zeit eine Menge in Sachen Technik getan hat, ist sich Fredda nicht sicher, ob ein Backofen mit Pyrolyse eine gute Sache ist oder doch eher überschätzt wird. Ihre konkreten Fragen sind:
  • Lohnt sich die Investition? Oder findet Ihr die Anschaffung im Nachhinein zu teuer, auch im Gebrauch, so dass sich das unterm Strich nicht rechnet. 
  • Würdet Ihr wieder einen Backofen mit Pyrolyse kaufen?
  • Leidet der Innenraum mit der Zeit vielleicht, wenn man die Pyrolyse öfter nutzt? 
  • Überschätzt man die Reinigungsleistung vielleicht? Fredda hat gesehen, dass z.B. Neff noch eine andere Art, genannt Easy Clean, anbietet. Reicht sowas evtl. mit den neuen Beschichtungen in den Öfen auch aus?
Fredda hat bisher 2 Pro-, sowie 2 Contra-Meinungen gehört, allesamt von Küchenfach-verkäufern, also nicht unbedingt der Zielgruppe, die täglich mit dem Backofen arbeitet und ist daher noch sehr unentschlossen. 
Bisher hatte sie einen einfachen Backofen ohne viel Schnickschnack und braucht Zusatzausstattungen wie Gär-, Auftaustufe und Dampf nicht, unsicher ist sie sich lediglich bei der Pyrolyse. 

Wenn Ihr Erfahrung mit der Pyrolyse habt, wäre es wirklich klasse, wenn Ihr hier Eure Erfahrungen schildern und Fredda so bei der Entscheidungsfindung helfen könntet. 
Ich selbst bin da mit meinem Standard-Herd leider gar keine Hilfe ;o)

Vielen Dank schon mal!

Kürbisravioli mit Salbeibutter

Ich war in der letzten Zeit ein wenig "nudelmüde", zumindest, was selbstgemachte Pasta angeht. Die Bequemlichkeit und eine ganz besonders leckere Pastasorte haben mich eingeholt und so stand meine kleine heißgeliebte Nudelmaschine die letzten Monate im Schrank. 
Wahrscheinlich hat ihr der Urlaub auch mal ganz gut getan, ist sie doch in der Vergangenheit schon manches Mal heiß gelaufen.

Zum Auftakt der aktuellen Nudel- und Kürbissaison und weil ich noch reichlich Kürbismus vom Kürbisrisotto letzte Woche übrig hatte, gab es am Sonntag gleich mal Kürbisravioli.
Die Füllung ist simpel, sehr schnell gemacht und eignet sich hervorragend zur Resteverwertung. 
Nicht verwendetes Kürbismus kann eingefroren und für Brot, Muffins, Pizza, Suppe, etc. aufgebraucht werden.
Wer keinen Ricotta bekommt, nimmt einfach Frischkäse, das geht genauso gut. 
Eine Sauce würde den leckeren Kürbisgeschmack unnötig überdecken, daher hab ich die Ravioli nur kurz in Salbeibutter geschwenkt - soooo lecker! Ein absolutes Wohlfühlessen und neben Risotto und Brot ein fester Standard im KuLa, wenn es gilt, die Kürbissaison voll auszukosten.






Zutaten 

Nudelteig
200 g Mehl
2 Volleier
1/2 TL Salz
1 EL Annatto- oder Olivenöl

Füllung
250 g Kürbispüree
100 g Ricotta
Salz und Pfeffer
Muskat
evtl. etwas Panko zum Abbinden

Butter
Salbei 


Zubereitung 


Nudelteig
Aus Mehl, Salz, Olivenöl und Eiern einen Nudelteig kneten, in Frischhaltefolie wickeln und mind. 30 Minuten ruhen lassen.

Füllung
Für das Kürbismus den Hokkaido waschen, entkernen und in Spalten schneiden. Bei 180°C ca. 30 Minuten im Backofen garen, bis er weich ist. Im Mixer unter Zugabe von etwas Brühe (nur soviel, wie notwendig ist, damit der Kürbis gemixt werden kann - je weniger, desto besser) pürieren. 
Kürbismus mit Ricotta und Gewürzen vermischen, evtl. etwas Panko zur Bindung dazu geben. Beiseite stellen.

Fertigstellung der Ravioli
Den gut bemehlten Nudelteig mit der Nudelmaschine zu dünnen Bahnen ausrollen. In ausreichendem Abstand jeweils 1 TL Füllung geben. Die Nudelbahn um die Füllung herum mit verkleppertem Eiweiß bestreichen, eine weitere Nudelbahn darüberlegen und vorsichtig die Luft herausdrücken. Mit einem Ausstecher Ravioli austechen und auf ein bemehltes Backblech legen. Die Ravioli in siedendem Wasser al dente kochen.

Salbeibutter
Butter in einer Pfanne aufschäumen lassen, Salbei darin frittieren und die Ravioli durchschwenken. Mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreut servieren. 

Schon gesehen?

Ich hab da in die Sidebar eine "Klönstuv" oder wie man heutzutage sacht, Chat- oder Shoutbox gebastelt. 
Keine Ahnung, ob die nötig ist, aber ich  bin ja immer auf der Suche nach neuen Funktionen, die es hier noch n büschen muckeliger machen und da kam mir die Klönstuv gerade Recht. 
Wenn Ihr eine Frage an die Allgemeinheit habt, irgendwas loswerden wollt, für das Ihr nicht extra an die Pinnwand oder gar ne eMail schreiben wollt, dann immer drauf los. Einfach nen Namen eingeben und loslegen. 
Mal guggn, ob die Klönstuv angenommen wird, ansonsten isse auch ganz schnell wieder wech ;o)

Direkt unter der Klönstuv findet Ihr in einer neuen Link-Kategorie Homepages und Foren, auf und in denen ich mich gerne herumtreibe. Schaut ruhig mal vorbei, da finden sich viele Rezept-Schätzchen. 
Die Liste wird natürlich noch erweitert, das ist erstmal nur ein grober Überblick.

So, das war's schon von mir - weitermachen! ;o)

Mongolisches Hühnchen

Nach Michas tollem Einstieg gestern, geht's mit mir heut mal wieder ganz weit ostwärts, es gibt mongolisch/chinesisch oder doch eher mongolisch gemeintes, aber tatsächlich amerikanisches Hühnchen. Wie so oft bei "chinesischem" Essen, kann ich zur tatsächlichen Herkunft, bzw. Entstehungsgeschichte nichts sagen, nur soviel: Es schmeckt wirklich klasse ;o)
Besonders schön finde ich an diesem Rezept, dass man keine 1365 verschiedenen Saucen und Pülverchen braucht, sondern nur eine Grundausstattung benötigt. 
Ich hab zwar mittlerweile eine stattliche Auswahl asiatischer Zutaten, trotzdem bereite ich am liebsten Gerichte mit einer überschaubaren Zutatenliste zu. 

Vielleicht kennt Ihr mongolisches Rindfleisch, das findet man neben der Geflügel-Variante oft auf den Speisekarten hiesiger chinesischer Restaurants, da wir aber nur noch selten Rindfleisch essen, gibt es bei uns die Geflügel-Variante.  
Evtl. müsst Ihr die Sauce noch etwas nachwürzen, das kommt ganz auf die jeweilige Saucenmarke an. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass besonders bei Saucen wie der Hoisin-Sauce große Unterschiede im Geschmack sind. 
Ach so, fast vergessen! Wundert Euch nicht, wenn die fertige Sauce pur viel zu stark und nicht besonders lecker schmeckt, zusammen mit dem Gemüse und Fleisch wird das wirklich lecker. 

Zutaten  
2-3 Bio-Hähnchenbrustfilets (hängt von der Größe ab) 
2 EL helle Sojasauce
2 EL Shaoxing-Reiswein (ersatzweise trockener Sherry)
Maisstärke zum Bestäuben 

1 Gemüsezwiebel in feine Streifen geschnitten  
3 Frühlingszwiebeln

neutrales Öl zum Frittieren und Anbraten (Erdnussöl)

Sauce  
2 EL Hosinsauce
1 EL Austernsauce  
1 EL Shaoxing-Reiswein
2 EL Sojasauce
2 TL Zucker 
getrocknete Chiliflocken nach Geschmack

Tapiokastärke zum Binden (alternativ Maisstärke, keine Kartoffelstärke!)

Zubereitung 
Die Hähnchenbrustfilets in feine Streifen schneiden und zusammen mit der Sojasauce, dem Reiswein und 2 EL Maisstärke in einen Gefrierbeutel geben, verschließen und für mindestens 1 Stunde marinieren lassen. 
In der Zwischenzeit die Zutaten für die Sauce in einen kleinen Topf geben, einmal aufkochen und beiseite stellen. 
Die Gemüsezwiebel putzen und in Streifen schneiden, die Gemüsezwiebel in ca. 2 cm lange Segmente schneiden.  
Neutrales Öl in einen Topf oder einen Wok geben und die Hühnerstreifen darin nacheinander goldbraun frittieren - warm stellen. Etwas Erdnussöl in einem Wok erhitzen und die Gemüsezwiebelstreifen darin einige Minuten pfannenrühren, die Zwiebel soll keine Farbe nehmen. Gemüsezwiebeln dazugeben und kurz mitschwenken. Mit der bereits zubereiteten Sauce ablöschen und einmal aufkochen. Die frittierten Hähnchenbruststreifen dazugeben, durchschwenken und sofort mit Reis oder Bratnudeln servieren. 
Idee: BlogChef.net