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übern Tellerrand, heute: die Kochpsychiater

übern Tellerrand
MannMannMann, war das spannend! Da bin sogar ich Fußballmuffel gerade noch rechtzeitig zum Endspiel zum Fußballtrainer mutiert und habe gestern Abend lautstark die deutsche Mannschaft angefeuert, Verbesserungsvorschläge gemacht und stand so manches Mal kurz vor dem Herzinfarkt. An dieser Stelle eine aufrichtige Entschuldigung an unsere Nachbarin, die es gestern sicher nicht leicht hatte in den Schlaf zu kommen - jetzt ist erstmal 2 Jahre Ruhe :o)
Ich finde, nachdem ich die letzten 2 Wochen quasi durchgegrillt hab und mich gestern fast heiser gebrüllt habe, hab ich mir jetzt mal eine kurze Verschnaufpause verdient, also hab ich in dieser Woche gleich 3 Gastblogger eingeladen, die sich Euch heute, Mittwoch und am Freitag vorstellen werden.
Heute wünsche ich Euch aber erstmal viel Spaß bei den Kochpsychiatern, die haben da nämlich etwas für Euch vorbereitet :o)

Hallo miteinander, wir sind die Kochpsychiater!

Heute haben wir uns auf den Weg in den hohen Norden gemacht und unsere Couch im Kleinen Kuriositätenladen neben Kleinröschen aufbauen dürfen. Vielen Dank Steph, dass wir beim erfolgreichsten deutschsprachigen Foodblog zu Gast sein dürfen. Es ist uns eine Ehre!

Sind wir ein bisschen durchgeknallt? Vielleicht. Ein Blog als Herr und Frau Doktor Kochpsychiater zu führen erscheint schon etwas schräg, zugegeben. Anders als andere Foodblogs ist unsere Küchen-Praxis auf jeden Fall. Denn wir schreiben wie uns der Schnabel gewachsen ist, nehmen kein Blatt vor den Mund und haben oft die Backen voll. Voll mit den leckersten Sachen, die wir gemeinsam kochen und backen.

Ab und zu flitzen wir aber auch leicht hysterisch durch die Praxis. Zum Beispiel, wenn ein Hefezöpfle zum Riesen-Zopf mutiert, die Kochpsychiaterin zu halluzinieren beginnt und „Töpfchen steh“ in der Küche schreit.

Oder wir ziehen uns gegenseitig das Zwangsjäckchen an, wenn wir kurz vorm Abdrehen sind, weil unsere Praxis überrannt wird.

Auf unserem Blog www.die-kochpsychiater.de berichten wir immer montags und freitags in unserer Sprechstunde über den ganz normalen Küchenwahnsinn und stellen Rezepte zum Abholen aus für eine Apfel-Rhabarber-Marmelade mit Basilikum, oder Sous vide gegarte Süßkartoffeln mit arabischen Fleischküchle.


Und ab und zu sitzen wir in unserer Zweier-Selbsthilfegruppe und sorgen dafür, dass ihr euch keinen Wolf googeln müsst (so wie wir schon des Öfteren). Das heißt bei uns dann Produkt-Sprechstunde.

Wer „versteckt“ sich jetzt tatsächlich hinten den Kochpsychiatern?
Wir heißen Birgitt und Michael, leben in Baden-Württemberg in einer Schokoladenstadt :o), sind im wirklichen Leben natürlich keine Psychiater und verdienen unser Geld wie alle anderen auch.
Seit über 40 Jahren stehen wir beide schon in der Küche und backen und kochen. Nein, nicht beruflich, sondern rein privat. Und immer noch macht es uns einen riesen Spaß.
Wenn ihr jetzt neugierig seid und einen Blick ins Allerheiligste werfen wollt, um DIE Couch und DIE Küche zu sehen, dann geht’s hier entlang.

Das Bloggen haben wir im Januar dieses Jahres angefangen. Den Ausschlag gab die Anschaffung eines neuen Backofens der auch eine Sous vide-Funktion haben sollte. Sous vide bedeutet kochen unter Vakuum und ist mittlerweile auch in den privaten Küchen angekommen. Spitzenköche kochen schon lange damit.
Herr Doktor hatte sich tagelang im Netz herumgetrieben auf der Suche nach Infos über den passenden Herd und Vakuumierer. Nirgends gab es wirklich interessante Informationen darüber. Also haben wir selber einen Blog gestartet. Aus diesen Anfängen hat sich jetzt ein richtiger Kochblog entwickelt. 



Aber da nicht alle immer nur Sous vide kochen (wir natürlich auch nicht) könnt ihr bei uns auf dem Blog auch Rezepte abholen, die ohne Vakuum funktionieren.
Zum Beispiel leckere Brotrezepte.

Wir schrecken auch nicht davor zurück mit naturreinen ätherischen Bio-Ölen zu kochen und zu backen. Doch, doch, dass geht sehr gut! Seht selbst

Und manchmal holen wir uns sogar den Dalai Lama oder Andi Schweiger von den Kochprofis auf die Couch ;-).

So, jetzt haben wir euch hoffentlich die Angst vor dem ersten Gang zum Psychiater genommen und ihr findet euch zahlreich bei uns in der Küchen-Praxis ein!

Bis auf bald in der Sprechstunde

Pimientos de Padrón

Pimientos de Padrón sind keine klassische Grillbeilage, sondern Tapas und damit spanische Vorspeisen, bzw. Kleinigkeiten. Ich finde aber, dass sie ganz prima zum Grillen passen und dazu noch schnell und sehr einfach nebenbei gemacht sind.

Wie Ihr seht, hab ich sie in der Eisenpfanne* auf dem Grill gemacht, das war aber eher eine Spielerei, weil ich gar nicht genug vom Grillen bekommen konnte ;o), in der Pfanne gelingen sie mindestens genauso gut. 

Pimientos de Padrón
Pimientos sind kleine spanische Paprikaschoten, die ungefähr die Größe einer etwas moppeligen Jalapeño haben. In der Regel sind sie sehr mild, ab und zu versteckt sich aber auch mal ein scharfes Miststück darunter. 
Dieses Mal hat meine Mama den Jackpot geknackt und sich die beiden einzigen scharfen Exemplare rausgesucht. Soviel Glück hatte sie beim Loseziehen noch nie. Life's a bitch ;o)

Ihr bekommt die Pimientos meist beim türkischen Gemüsehändler um die Ecke. Ich kaufe sie auf dem Isemarkt bei der Kräuterhexe, die hat nicht nur ausgezeichnete Pimientos, sondern auch Queller, wunderbare Bio-Limetten, Cedri-Zitronen, rosa Knoblauch, frischen grünen Pfeffer, tolle Gewürze, usw. usf. 

Pimientos de Padrón und Kartoffelspieße

Das war es jetzt, mein erstes Grill Special. Eigentlich hatte ich noch zwei andere Rezepte geplant, die werde ich Euch aber demnächst vorstellen - ich hab zur Zeit n büschen viel zu tun, da fehlt mir leider die Zeit. 
Ich hoffe, Euch haben die Rezepte gefallen und Ihr probiert vielleicht mal das ein oder andere aus!

Das nächste Grill Special ist übrigens auch schon in Planung, dann wird sich alles um Burger, Spare Ribs, etc. drehen. Wie heißt es so schön? Stay tuned! ;o)

Pimientos de Padrón
Zutaten
Pimientos de Padrón
Olivenöl 
Meersalz
evtl. Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung
Die Pimientos waschen, abtropfen lassen und gründlich mit einem Küchenpapier abtrocknen - ansonsten spritzt es später beim Braten kräftig. 
Eine Pfanne erhitzen, Öl zufügen und die Pimientos rundherum anbraten. Sofort mit etwas grobem Meersalz oder besser noch, Fleur de Sel, bestreut servieren. Wer mag, gibt noch etwas zerstoßenen schwarzen Pfeffer darüber.
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Geräucherte Forelle von der Planke

Heute hab ich mal was ganz Besonderes für Euch, eine güldene Forelle! Zumindest sieht sie so aus, wenn sie aus dem Grill kommt und auf der Planke geräuchert wurde.
Wie man mit meinem neuen Weber-Grill Lachsfilets räuchern kann, habe ich Euch ja bereits letzte Woche gezeigt, heute wagen wir uns an die großen, bzw. ganzen Fische - von meinem Papa sogar eigenhändig geangelt!

Geräucherte Forelle von der Planke
Wie schon der Lachs, wird auch die Forelle, auf der Planke gegart, ganz wunderbar saftig und bekommt ein angenehm dezentes Räucheraroma.
Damit der Fisch aber nicht nur saftig bleibt und geräuchert schmeckt, sondern auch durch und durch gewürzt wird, haben wir ihn über Nacht in eine Gewürzlake eingelegt. Das hat den Vorteil, dass nicht nur die wie sonst direkt eingeriebenen Bauchlappen gewürzt sind, sondern eben der gesamte Fisch - auch dort, wo sonst keine Gewürze hinkommen. Die Gewürze ziehen richtig ein, eine großartige Sache!
Kann man übrigens auch prima mit Brathähnchen machen, da schmeckt das Brustfleisch dann auch nicht nur dröge und langweilig, sondern angenehm gewürzt.  

Geräucherte Forelle von der Planke

Bevor ich mir diesen großartigen Grill angeschafft habe, haben meine Eltern die Fische immer in einem normalen Räucherofen geräuchert, der hat ab sofort aber ausgedient, denn es wird nur noch auf der Planke, bzw. mit der Räucherbox* im Grill geräuchert. 
Das kann man auch wunderbar noch eben schnell machen, wenn man mit dem eigentlichen Grillen schon durch ist. Dann noch ein Fisch auf die Planke und nach ner halben Stunde ist das Essen für den nächsten oder übernächsten Tag fertig. Geht kinderleicht und schmeckt viel besser als gekauft, versprochen!

Weber Grill beim Räuchern
Ganz wichtig ist, dass der Fisch vor dem Räuchern sehr gründlich abgetrocknet wird. Das geht gut mit einem Küchenpapier, Ihr könnt Ihn aber auch ne halbe Stunde mit der Schwanzflosse nach oben an eine Wäscheleine hängen. Kein Scherz, das  geht wirklich ;o)
Wenn der Fisch beim Räuchern noch feucht ist, wird leicht weich und wabbelig, gar nicht lecker. Also, immer gut abtrocknen!

Geräucherte Forelle von der Planke
Zutaten 
2 Forellen (à ca. 400 g)

Lake 
1 Lorbeerblatt
1 TL schwarzer Pfeffer, ganz 
1 TL gelbe Senfsaat, ganz 
4 ganze Wacholderbeeren

ca. 2 Liter Wasser
70 g Meersalz
10 g Salish Alderwood Rauchsalz 
2 TL brauner Zucker
1/2 TL Lemon Myrtle
1/2 TL Pimentón de la vera, dulce
1 TL getrockneter Thymian

Außerdem 
Petersilie, Dill, Kerbel, Pimpinelle, Knolauch, etc.
pro Forelle 2 dünne Scheiben Bio-Zitrone oder -Limette 

Zubereitung
Lorbeerblatt, Pfeffer, Senfsaat und Wacholderbeeren in einer Pfanne bei mittlerer Hitze anrösten, bis die Gewürze duften, dabei immer mal rühren, so dass sie von allen Seiten angeröstet werden. Zusammen mit etwas Salz in einem Mörser grob mörsern. 
Einen Liter Wasser aufkochen, die gemörserten und restlichen Gewürze dazugeben und alles verrühren, so dass sich Salz und Zucker komplett auflösen. Mit einem Liter kalten Wasser auffüllen und komplett abkühlen lassen. 
In der Zwischenzeit die Forellen ausnehmen und gründlich unter fließendem kalten Wasser reinigen. In eine große Schüssel oder einen Eimer legen und mit der vollständig erkalteten Lake übergießen - die Forellen sollen komplett bedeckt sein. Über Nacht ziehen lassen. 
Ebenfalls am Vorabend die Zedernplanken wässern. Eine Stunde vor der Benutzung herausnehmen und abtrocknen. 

Am nächsten Tag die Forellen mit einem Küchenpapier abtupfen und sehr gründlich trocknen lassen, die Forellen sollen nicht mehr feucht sein, da sie sonst später beim Räuchern weich werden. Wer mag, kann sie mit der Schwanzflosse an die Wäscheleine hängen. 
Unmittelbar vor dem Räuchern den Bauch der Forellen mit gemischten Kräutern und je zwei Scheiben Zitrone oder Limette füllen. 
Die Holzplanken für 5-10 Minuten bei geschlossenem Deckel auf den aufgeheizten Grill legen. Die Planke umdrehen und die vorbereiteten Forellen auf die angekohlte Seite legen.
Bei geschlossenem Deckel bei ca. 150°C je nach Größe der Forellen für ca. 20-30 Minuten räuchern, bis sie den gewünschten Gargrad erreicht hat. Idealerweise sollen sie im Innern noch schön glasig und nicht übergart sein.
*Kooperationslink

Pimm's No. 1 Cup

MannMannMann, das war ja was... 
Da setz ich mich gestern Abend hin und will den heutigen Beitrag schreiben, mach mir ausnahmsweise mal für nebenher den Fußball-Livestream und nicht wie sonst ein Hörbuch an und dann sowas. Das Ende vom Lied, ich hab Fußball geguckt, aber nix geschrieben.

Der heutige Beitrag passt aber sehr gut, ich hab Euch heute nämlich nix Gegrilltes und auch keine Beilage mitgebracht, sondern etwas zu trinken, einen Cocktail, mit dem wir jetzt prima auf den Sieg der deutschen Mannschaft anstoßen können. Als Durstlöscher eignet er sich nicht, sonst liegt Ihr ganz schnell unterm Grill Tisch, aber ein Gläschen zur Feier des Tages darf es schon einmal sein.

Pimm's No. 1 Cup

Während der Rest der Nation im letzten Jahr Hugo und in diesem Jahr Lillet trinkt, haben mein Mann und ich Pimm's für uns entdeckt. 
Pimm's ist ein englischer Kräuterlikör, der gerne mit Ginger Ale, Gurkenscheiben oder während der Saison auch gerne mit Erdbeeren oder Orangen getrunken wird. Außerdem kann man noch Borretsch oder auch Minze dazugeben.
In Großbritannien ist der Pimm's No 1 Cup sehr beliebt, klar, dass wir ihn auch ausprobieren mussten. Mittlerweile hat er sich zum absoluten Lieblingscocktail meines Mannes entwickelt und ich trinke auch gerne mal ein Schlückchen davon. Nicht viel, weil ich Alkohol absolut nicht vertrage und dieses Zeug so hinterhältig wie süffig ist, aber ein wönziges Schlückchen kann ja nicht schaden ;o)

Pimm's No. 1 Cup mit Erdbeeren und Orangen
Pimm's No. 1 Cup

Zutaten 
50 ml Pimm's No. 1
20 ml frisch gepresster Zitronensaft 
10 ml Gurkensirup (s.u.)
120 ml Ginger Ale

Optional 
je nach Saison und Geschmack Erdbeer- und Orangenscheiben 
Minze oder Borretsch
Eiswürfel 

Zubereitung 
Pimm's, Zitronensaft und Gurkensirup in einem Glas verrühren. Eiswürfel dazugeben und mit Ginger Ale auffüllen. 

GurkensirupGurkensirup, das klingt sicher erstmal sehr abenteuerlich. Sirup macht man ja normalerweise aus Früchten und Beeren, oder auch mal aus Schokolade oder ähnlichem, aber Gurke? 
Schmeckt klasse, das verspreche ich Euch. Nicht unbedingt pur nur mit Wasser verdünnt, aber mit etwas Zitrone oder Limette, Minze und evtl. einer guten Limonade gepimpt ein großartiges Erfrischungsgetränk, gerade im Sommer. Man muss aber natürlich Gurken mögen - ich liebe Gurken :o)
Für Pimm's No. 1 Cup kann man natürlich auch ein paar Scheiben Gurke in den Cocktail geben, der Sirup verstärkt das Gurkenaroma aber noch, sehr lecker!

geraspelte Gurken
Vierländer Minigurken
Achtet darauf, dass Ihr für diesen Sirup möglichst aromatische Gurken verwendet, damit der Sirup auch einen kräftigen Geschmack bekommt und es keine wässrige Plörre wird. Daher unbedingt die Kerne entfernen, das verwässert den Sirup nur unnötig, die Schale solltet Ihr aber dran lassen, die gibt Aroma und auch Farbe. Kauft also am besten Bioware.
Ich verwende gerne Vierländer Minigurken, die haben nur wenig Kerne, sind im Ganzen recht fest und im Gegensatz zu normalgroßen Schlangengurken regelrechte Geschmacksbomben

Gurkensirup nach dem Abseihen
Gurkensirup

Zutaten
250 g Minigurken
150 g Wasser
130 g Zucker

Zubereitung
Die Gurken waschen, längs halbieren und mit einem Löffel das Kerngehäuse ausschaben. Mit der Reibe raspeln.  
Das Wasser mit dem Zucker in einem Topf zum Kochen bringen und rühren, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat. Von der Platte ziehen, die geraspelte Gurke zufügen und abgedeckt für ca. 30 Minuten ziehen lassen. 
Durch ein feines Sieb gießen, in eine Flasche abfüllen und gut verschließen.
Hält sich verschlossen im Kühlschrank gelagert einige Wochen. Nach dem Anbruch sollte er aber innerhalb einiger Tage verbraucht werden. 

Fattoush! ‏فتوش‎

Ein Salat darf beim Grillen natürlich nicht fehlen, oder wie seht Ihr das? Ich habe Euch heute eine orientalische Variante des italienischen Brotsalats (Panzanella) mitgebracht.
Fattoush [فتوش‎] ist genau wie Panzanella unheimlich wandelbar und es lässt sich so ziemlich alles an Gemüse darin verarbeiten, was Ihr gerade zur Verfügung habt. 
Traditionell wird Fattoush mit dünnem Fladenbrot zubereitet, ich mag es aber mit "Fladenbrotcroûtons" aus klassischem Pide lieber, die knuspern so richtig beim Draufbeißen. Nehmt also einfach das Brot, das Ihr besonders gerne mögt und bekommt und wandelt vor allem das Rezept ganz nach Eurem persönlichen Geschmack ab.  

Fattoush! ‏فتوش‎
Ich hab mich für diesen Salat einmal durch das Angebot meines bevorzugten Tomatenstandes auf dem Isemarkt gearbeitet, der bietet nämlich zur Zeit schon eine ganz wunderbare Auswahl an bunten Kirschtomaten an, da kann man beim Marktbummel gar nicht dran vorbeigehen. Außerdem kommen noch reichlich Gurkenwürfel und bunte Radieschen rein - die gibt es nämlich nicht nur im altbekannten rot, sondern auch in rot-weiß, violett, gelb und weiß. 
bunte Kirschtomaten
Damit es hübscher aussieht und weil es auch besonders gut schmeckt, wenn die Gemüse verschiedene in unterschiedliche Formen und Größen geschnitten sind, schneide ich sowohl die Tomaten, als auch die Radieschen mal in Scheiben, aber auch in Achtel, Viertel oder lasse sie auch schon einmal ganz - je nachdem, wie groß sie sind. 
Die gerösteten Fladenbrotwürfel kommen bei mir erst ganz zum Schluss dazu, sie werden also unmittelbar vor dem Servieren unter den Salat gehoben. Ich mag aufgeweichtes Brot einfach nicht, damit kann man mich jagen. 
Tipp!
Macht am besten gleich die doppelte Menge der Fladenbrot-Croûtons, die schmecken nämlich so lecker, das sie sich auch prima einfach nur so knabbern lassen :o)
Fattoush! ‏فتوش‎
Zutaten
500 g bunte Tomaten
1 Bund Radieschen (bei mir violett und rot/weiß 1:1)
3 Minigurken oder eine normale Salatgurke
1/2 Bund Petersilie, grob gehackt oder gezupft 
1/2 Bund Minze, grob gehackt oder gezupft

Fladenbrot-Croûtons
1/4 Pide oder ein anderes Fladenbrot
Olivenöl
1 TL Za'atar 
Salz
1/4 TL Piment d'Espelette 

Joghurtsauce 
2 EL Knoblauchöl
400 g türkischer Süzme Joghurt
1/2 TL Piment d'Espelette 
1/2 TL Sumach 
1 TL Cumin 
1/4 TL Lemon Myrtle

Zubereitung
Für die Croûtons das Fladenbrot in Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Mit Olivenöl beträufeln und gur vermischen. Würzen und alles nochmals miteinander vermischen, so dass alle Brotwürfel mit Öl benetzt und gewürzt sind. 
Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und bei 200°C knusprig goldbraun backen. Herausnehmen, beiseite stellen und abkühlen lassen.

Die Gemüse waschen, putzen und in Würfel, Scheiben oder Viertel schneiden. Minze und Petersilie grob hacken oder zupfen und untermischen. 

Für die Joghurtsauce den confierten Knoblauch in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken. Die restlichen Zutaten zufügen und nach Geschmack abschmecken. 
Vor dem Servieren alles miteinander vermischen.