Blogroll

Pyrolyse - was sagt Ihr dazu?

Leserschaft, ich brauch mal Eure Hilfe! 

Vorgestern erreichte mich der Hilferuf einer Leserin (die an dieser Stelle gern ungenannt bleiben möchte, daher nennen wir sie nachfolgend einfach Fredda) und weil ich von der Materie so absolut gar keine Ahnung habe, leite ich ihre Fragen einfach mal an Euch weiter, in der Hoffnung, hier Backofen-/Pyrolyse Experten zu finden.

Also, Fredda möchte/muss sich einen neuen Backofen zulegen, soweit so gut. Der alte Ofen hat immerhin 18 Jahre durchgehalten und da sich in dieser Zeit eine Menge in Sachen Technik getan hat, ist sich Fredda nicht sicher, ob ein Backofen mit Pyrolyse eine gute Sache ist oder doch eher überschätzt wird. Ihre konkreten Fragen sind:
  • Lohnt sich die Investition? Oder findet Ihr die Anschaffung im Nachhinein zu teuer, auch im Gebrauch, so dass sich das unterm Strich nicht rechnet. 
  • Würdet Ihr wieder einen Backofen mit Pyrolyse kaufen?
  • Leidet der Innenraum mit der Zeit vielleicht, wenn man die Pyrolyse öfter nutzt? 
  • Überschätzt man die Reinigungsleistung vielleicht? Fredda hat gesehen, dass z.B. Neff noch eine andere Art, genannt Easy Clean, anbietet. Reicht sowas evtl. mit den neuen Beschichtungen in den Öfen auch aus?
Fredda hat bisher 2 Pro-, sowie 2 Contra-Meinungen gehört, allesamt von Küchenfach-verkäufern, also nicht unbedingt der Zielgruppe, die täglich mit dem Backofen arbeitet und ist daher noch sehr unentschlossen. 
Bisher hatte sie einen einfachen Backofen ohne viel Schnickschnack und braucht Zusatzausstattungen wie Gär-, Auftaustufe und Dampf nicht, unsicher ist sie sich lediglich bei der Pyrolyse. 

Wenn Ihr Erfahrung mit der Pyrolyse habt, wäre es wirklich klasse, wenn Ihr hier Eure Erfahrungen schildern und Fredda so bei der Entscheidungsfindung helfen könntet. 
Ich selbst bin da mit meinem Standard-Herd leider gar keine Hilfe ;o)

Vielen Dank schon mal!

Kürbisravioli mit Salbeibutter

Ich war in der letzten Zeit ein wenig "nudelmüde", zumindest, was selbstgemachte Pasta angeht. Die Bequemlichkeit und eine ganz besonders leckere Pastasorte haben mich eingeholt und so stand meine kleine heißgeliebte Nudelmaschine die letzten Monate im Schrank. 
Wahrscheinlich hat ihr der Urlaub auch mal ganz gut getan, ist sie doch in der Vergangenheit schon manches Mal heiß gelaufen.

Zum Auftakt der aktuellen Nudel- und Kürbissaison und weil ich noch reichlich Kürbismus vom Kürbisrisotto letzte Woche übrig hatte, gab es am Sonntag gleich mal Kürbisravioli.
Die Füllung ist simpel, sehr schnell gemacht und eignet sich hervorragend zur Resteverwertung. 
Nicht verwendetes Kürbismus kann eingefroren und für Brot, Muffins, Pizza, Suppe, etc. aufgebraucht werden.
Wer keinen Ricotta bekommt, nimmt einfach Frischkäse, das geht genauso gut. 
Eine Sauce würde den leckeren Kürbisgeschmack unnötig überdecken, daher hab ich die Ravioli nur kurz in Salbeibutter geschwenkt - soooo lecker! Ein absolutes Wohlfühlessen und neben Risotto und Brot ein fester Standard im KuLa, wenn es gilt, die Kürbissaison voll auszukosten.






Zutaten 

Nudelteig
200 g Mehl
2 Volleier
1/2 TL Salz
1 EL Annatto- oder Olivenöl

Füllung
250 g Kürbispüree
100 g Ricotta
Salz und Pfeffer
Muskat
evtl. etwas Panko zum Abbinden

Butter
Salbei 


Zubereitung 


Nudelteig
Aus Mehl, Salz, Olivenöl und Eiern einen Nudelteig kneten, in Frischhaltefolie wickeln und mind. 30 Minuten ruhen lassen.

Füllung
Für das Kürbismus den Hokkaido waschen, entkernen und in Spalten schneiden. Bei 180°C ca. 30 Minuten im Backofen garen, bis er weich ist. Im Mixer unter Zugabe von etwas Brühe (nur soviel, wie notwendig ist, damit der Kürbis gemixt werden kann - je weniger, desto besser) pürieren. 
Kürbismus mit Ricotta und Gewürzen vermischen, evtl. etwas Panko zur Bindung dazu geben. Beiseite stellen.

Fertigstellung der Ravioli
Den gut bemehlten Nudelteig mit der Nudelmaschine zu dünnen Bahnen ausrollen. In ausreichendem Abstand jeweils 1 TL Füllung geben. Die Nudelbahn um die Füllung herum mit verkleppertem Eiweiß bestreichen, eine weitere Nudelbahn darüberlegen und vorsichtig die Luft herausdrücken. Mit einem Ausstecher Ravioli austechen und auf ein bemehltes Backblech legen. Die Ravioli in siedendem Wasser al dente kochen.

Salbeibutter
Butter in einer Pfanne aufschäumen lassen, Salbei darin frittieren und die Ravioli durchschwenken. Mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreut servieren. 

Schon gesehen?

Ich hab da in die Sidebar eine "Klönstuv" oder wie man heutzutage sacht, Chat- oder Shoutbox gebastelt. 
Keine Ahnung, ob die nötig ist, aber ich  bin ja immer auf der Suche nach neuen Funktionen, die es hier noch n büschen muckeliger machen und da kam mir die Klönstuv gerade Recht. 
Wenn Ihr eine Frage an die Allgemeinheit habt, irgendwas loswerden wollt, für das Ihr nicht extra an die Pinnwand oder gar ne eMail schreiben wollt, dann immer drauf los. Einfach nen Namen eingeben und loslegen. 
Mal guggn, ob die Klönstuv angenommen wird, ansonsten isse auch ganz schnell wieder wech ;o)

Direkt unter der Klönstuv findet Ihr in einer neuen Link-Kategorie Homepages und Foren, auf und in denen ich mich gerne herumtreibe. Schaut ruhig mal vorbei, da finden sich viele Rezept-Schätzchen. 
Die Liste wird natürlich noch erweitert, das ist erstmal nur ein grober Überblick.

So, das war's schon von mir - weitermachen! ;o)

Mongolisches Hühnchen

Nach Michas tollem Einstieg gestern, geht's mit mir heut mal wieder ganz weit ostwärts, es gibt mongolisch/chinesisch oder doch eher mongolisch gemeintes, aber tatsächlich amerikanisches Hühnchen. Wie so oft bei "chinesischem" Essen, kann ich zur tatsächlichen Herkunft, bzw. Entstehungsgeschichte nichts sagen, nur soviel: Es schmeckt wirklich klasse ;o)
Besonders schön finde ich an diesem Rezept, dass man keine 1365 verschiedenen Saucen und Pülverchen braucht, sondern nur eine Grundausstattung benötigt. 
Ich hab zwar mittlerweile eine stattliche Auswahl asiatischer Zutaten, trotzdem bereite ich am liebsten Gerichte mit einer überschaubaren Zutatenliste zu. 

Vielleicht kennt Ihr mongolisches Rindfleisch, das findet man neben der Geflügel-Variante oft auf den Speisekarten hiesiger chinesischer Restaurants, da wir aber nur noch selten Rindfleisch essen, gibt es bei uns die Geflügel-Variante.  
Evtl. müsst Ihr die Sauce noch etwas nachwürzen, das kommt ganz auf die jeweilige Saucenmarke an. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass besonders bei Saucen wie der Hoisin-Sauce große Unterschiede im Geschmack sind. 
Ach so, fast vergessen! Wundert Euch nicht, wenn die fertige Sauce pur viel zu stark und nicht besonders lecker schmeckt, zusammen mit dem Gemüse und Fleisch wird das wirklich lecker. 

Zutaten  
2-3 Bio-Hähnchenbrustfilets (hängt von der Größe ab) 
2 EL helle Sojasauce
2 EL Shaoxing-Reiswein (ersatzweise trockener Sherry)
Maisstärke zum Bestäuben 

1 Gemüsezwiebel in feine Streifen geschnitten  
3 Frühlingszwiebeln

neutrales Öl zum Frittieren und Anbraten (Erdnussöl)

Sauce  
2 EL Hosinsauce
1 EL Austernsauce  
1 EL Shaoxing-Reiswein
2 EL Sojasauce
2 TL Zucker 
getrocknete Chiliflocken nach Geschmack

Tapiokastärke zum Binden (alternativ Maisstärke, keine Kartoffelstärke!)

Zubereitung 
Die Hähnchenbrustfilets in feine Streifen schneiden und zusammen mit der Sojasauce, dem Reiswein und 2 EL Maisstärke in einen Gefrierbeutel geben, verschließen und für mindestens 1 Stunde marinieren lassen. 
In der Zwischenzeit die Zutaten für die Sauce in einen kleinen Topf geben, einmal aufkochen und beiseite stellen. 
Die Gemüsezwiebel putzen und in Streifen schneiden, die Gemüsezwiebel in ca. 2 cm lange Segmente schneiden.  
Neutrales Öl in einen Topf oder einen Wok geben und die Hühnerstreifen darin nacheinander goldbraun frittieren - warm stellen. Etwas Erdnussöl in einem Wok erhitzen und die Gemüsezwiebelstreifen darin einige Minuten pfannenrühren, die Zwiebel soll keine Farbe nehmen. Gemüsezwiebeln dazugeben und kurz mitschwenken. Mit der bereits zubereiteten Sauce ablöschen und einmal aufkochen. Die frittierten Hähnchenbruststreifen dazugeben, durchschwenken und sofort mit Reis oder Bratnudeln servieren. 
Idee: BlogChef.net

Crème Fraîche, selbstgemacht

Die Frauen in meiner Familie sind allesamt sehr praktisch veranlagt. Wir bohren, hämmern und sägen für unser Leben gern und schon meine Mama hatte vor vielen Jahren eine ausgeprägte Schwäche für Tüftel- und Bastelrezepte á la Hobbythek. Vieles hat sie ausprobiert - bereits vor 30 Jahren blubberte der Sauerteig im Kühlschrank fröhlich vor sich hin, es wurde Joghurt zubereitet und gekäst hat sie auch irgendwann mal.   
Im Prinzip nach dem Motto, man muss alles mal gemacht haben und wissen wie es geht.
Anscheinend hat sie nicht nur die handwerklichen Vorlieben und Fähigkeiten an mich weitergegeben, sondern eben auch die Leidenschaft am Ausprobieren. 

Wenn ich ein Rezept wie dieses finde, fängt mein kleines Hobbykochherz ganz doll an zu Bubbern, denn das ich ganz genau das, was mir am allermeisten Spaß macht. 
Kochen macht natürlich immer Spaß, aber etwas wie Crème Fraîche selbst zu machen, das hat für mich einen ganz besonderen Reiz. 
Für mich war Crème Fraîche bisher immer eine Zutat, die man fertig im Geschäft kauft. Ich hab mir nie Gedanken darum gemacht, sie selbst herzustellen - das war Sache der Molkerei. Sowieso hab ich mir die Herstellung viel komplizierter vorgestellt, dabei gibt es nichts, was einfacher zu machen ist als Crème Fraîche. Das kann wirklich Jeder, der die Zutaten und ein verschließbares Glas oder halt nen Becher hat. Den Rest erledigt die Zeit.

Natürlich kann man Crème Fraîche heutzutage in jedem Supermarkt kaufen und es  wird oftmals neben den deutschen Marken auch französische angeboten, trotzdem ist es sicher interessant zu wissen, wie simpel die Herstellung ist. Nämlich dann, wenn man in einer Gegend wohnt, wo es die Crème Fraîche eben doch nicht an jeder Ecke gibt oder wenn man richtig gute Bio-Sahne bekommt, denn damit schmeckt die selbstgemachte Crème Fraîche besser als alles, was man kaufen kann - egal ob aus Deutschland oder Frankreich.
Ich hab meine Lieblingssahne verwendet, ohne dieses elendige Carrageen, das heutzutage leider in fast allen Sahnesorten zu finden ist und war vom Geschmack der Crème Fraîche absolut begeistert. 
Wenn ich es in Zukunft planen kann, werd ich Crème Fraîche nur noch selbst machen, Buttermilch hab ich schon in kleinen Portionen eingefroren, so dass ich die immer griffbereit habe.  

Zutaten
200 g Sahne
2 EL Buttermilch

Zubereitung
Sahne und Buttermilch in ein verschließbares Gefäß geben und kurz schütteln, so dass alles gut vermischt ist. An einem warmen Ort (ca. 25°C) ca. 12-24 Stunden fermentieren lassen, bis die Mischung andickt.
Verschlossen im Kühlschrank bis zu einer Woche aufbewahren. 


Bei mir stand das Glas auf der Heizung im Badezimmer, die läuft zur Zeit auf Sparflamme, so dass direkt auf der Heizung eine konstante Temperatur von 25°C herrscht. Die Crème Fraîche war so nach ca. 18 Stunden sehr cremig und nach kurzer Zeit im Kühlschrank stichfest, wie man sie aus dem Geschäft kennt. Durch Rühren wird sie aber sehr schnell cremig. 

Quelle: food & style