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Huhn süß-sauer

So ein kleiner Vorrat an Rezepten ist wirklich Gold wert, hätte ich den nicht, im KuLa ginge es jetzt sehr ruhig zu, denn tatsächlich bleibt die Küche bei diesen Temperaturen komplett kalt. 
Wir essen hauptsächlich belegte Brote, Obst und Gemüse und versuchen so viel Flüssigkeit wie irgend möglich aufzunehmen. Allein die Vorstellung, bei den Temperaturen am Herd zu stehen - nein danke! 
Aber glücklicherweise hab ich da ja schon mal etwas vorbereitet und so gibt es heut mal wieder chinesisch. 

Huhn süß-sauer ist neben der Variante mit Schweinefleisch wahrscheinlich für die meisten von uns das Einstiegsessen beim Chinesen um die Ecke gewesen. Ich zumindest hab daaaamals als Kind immer eine von beiden Versionen bekommen, das war bevor ich die frittierten Hummerkrabben im Backteig und das gebackene Vogelnest entdeckt hab, von da an war Huhn süß-sauer komplett abgeschrieben und ich hab mich die Speisekarte lieber einmal rauf und runter gefuttert. 
Erst jetzt hab ich es mal wieder ausprobiert, aber nicht beim Chinesen um die Ecke, sondern in der heimischen Küche.
Neben der leckeren Sauce kann ich besonders den Backteig empfehlen, die Mischung aus Mehl und Stärke machen das Endergebnis besonders knusprig. Auf der Suche nach dem perfekten Backteig für Backfisch bedeutet das einen ganz großen Schritt nach vorn.

Zutaten
2 Bio-Hähnchenbrustfilets
1 EL Shaoxing Reiswein
1 gelbe Paprika
1 rote Paprika
1 Zwiebel in Streifen geschnitten
2 Frühlingszwiebeln, in ca. 2 cm lange Stücke geschnitten
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
neutrales Öl zum Frittieren
Sesamöl zum Anbraten des Gemüses

Backteig
4 EL Mehl
4 EL Maisstärke
120 ml Wasser
1/2 TL Backpulver


Süß-saure Sauce
6 EL Ketchup
1-2 TL Chilisauce
3 TL Pflaumensauce
1 TL Worcestershiresauce
1 TL Reisessig
1 TL Austernsauce
6 EL Wasser
Pfeffer
4 EL Öl
 

Zubereitung
Die Zutaten für den Teig verrühren und ca. 30 Minuten quellen lassen.
In der Zwischenzeit d
ie Zutaten für die süß-saure Sauce verrühren und beiseite stellen. Die Hähnchenbrustfilets in 2x2 cm große Stücke schneiden und in eine Schüssel geben. Den Reiswein hinzufügen und ca. 10 Minuten marinieren lassen.

Die Hähnchenbrustwürfel in den Backteig geben. Neutrales Öl in einem Wok erhitzen und die Hähnchenbrustwürfel aus dem Backteig nehmen, überschüssigen Teig abtropfen lassen und in dem Fett rundherum knusprig ausbacken. Die fertig gebackenen Hühnerbrustwürfel auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen.
Öl bis auf ca. 2 EL aus dem Wok entfernen. Die Zwiebelstreifen, sowie den fein gehackten Knoblauch etwas anschwitzen. Die Paprikawürfel dazugeben und solange pfannenrühren, bis sie beginnen zu duften.
Die Sauce zufügen und zum Kochen bringen. Die Hähnchenbrustwürfel, sowie die Frühlingszwiebeln kurz durch die Sauce schwenken und sofort mit Reis servieren. 


Quelle: Rasamalaysia

Heut im Doppelpack: Ingwersirup und Cocktail "Green Day"

Nicht, dass durch das gestrige Lied ein falscher Eindruck entstanden ist, wenn's nach mir ginge, wäre es jetzt max. 23°C warm, leicht bewölkt und gegen den ein oder anderen Schauer hätt ich auch nichts. Aber ich hab schon mal erwähnt, dass ich Sommer im Allgemeinen und diese unmenschliche Hitze im Speziellen so ganz und gar nicht mag, oder? 
 

Nu isse halt da, die große Hitze und wir müssen das Beste draus machen...
Letzte Woche hab ich in einem amerikanischen Foodblog ein Rezept für Ingwersirup gefunden. Leider mal wieder mit Cup-Angaben - bei der Gelegenheit, wer hat sich diese unmögliche Maßeinheit eigentlich ausgedacht? Es gibt wenig, was überflüssiger ist, als diese doofen Cups. 
Ich hab mich also noch n büschen umgesehen und dabei die unterschiedlichsten Rezepte mit ebenso unterschiedlichen Mengenangaben gefunden. Da hilft's nix, da heißt es, selber ran. Bei meinem Lieblings-Edeka gibt es Ingwer in ganz ausgezeichneter Qualität, also wanderte gleich mal ein Kilo in den Einkaufskorb und die Sirupkocherei konnte losgehen. Glücklicherweise war es letzte Woche kurzzeitig etwas kühler, genau diese Tage hab ich ausgenutzt und fleißig geköchelt. 

Ingwer-Sirup
Zutaten
500 g  Ingwer, geschält und in 0,5 cm dicke Scheiben geschnitten.
1 kg Zucker
1 Liter Wasser

Zubereitung
Alle Zutaten in einen Topf geben und ca. 1 Stunde bei niedriger bis mittlerer Hitze köcheln lassen, bis der Sirup etwas eingedickt und der Ingwer weich ist.
Vorsichtig den Sirup abgießen und in gründlich gereinigte Flaschen füllen.  

Das Resultat ist ein sehr aromatischer, pur getrunken, sogar recht scharfer Sirup mit einer ganz köstlichen Ingwernote. Ich hab keine Ahnung, wieviel und ob überhaupt Inhaltsstoffe nach einer Stunde Kochzeit übrig bleiben, aber bei meiner Recherche hab ich einige Rezepte gefunden, in denen der Sirup auch als Hustenmittel angepriesen wurde.

Bei den momentanen Temperaturen brauchte ich aber nu wirklich keinen Hustensaft, sondern Abkühlung, viel Abkühlung. 
Im letzten Jahr haben wir uns im Sommer sehr gern einen Ipanema, bestehend aus Ginger Ale, Limette, Rohrzucker und viel Crusheis, zubereitet - ähnlich, nur ganz anders ist diese Eigenkreation, den wir spontan "Green Day" genannt haben. Für den Fall, das wir den doch nicht selbst erfunden haben, auch egal, unsere Version heißt nu so ;o) 
Ihr müsst mir jetzt einfach mal glauben, dieser Cocktail ist wirklich so dermaßen erfrischend,  da lohnt der Aufwand, den Sirup zu kochen allemal. 
Also, ignoriert diese brütende Hitze, kauft ordentlich Ingwer und dann ran an die Töpfe - am nächsten Tag gibt's dann auch die versprochene Abkühlung ;o)

Cocktail "Green Day"
Zutaten
1 Bio-Limette in Achtel geschnitten
Ingwersirup
gekühltes Mineralwasser
Minze

Crush-Eis oder Eiswürfel

Zubereitung
Limette mit dem Handballen auf der Arbeitsplatte kräftig hin und her rollen, so löst sich später mehr Saft. Limette achteln und mit dem Sirup und reichlich fein geschnittener Minze in ein Glas geben. Die Limetten mit einem Stampfer gut anquetschen, so dass sich der Saft bildet. Mit Crush-Eis auffüllen und Mineralwasser dazugeben. Umrühren, trinken!
Tipp!
Wer kandierten Ingwer mag, kann die weich gekochten Ingwerscheiben nach dem Kochen in Zucker wälzen und dann einige Tage auf Backpapier trocknen lassen. Evtl. noch einseitig in geschmolzene Kuvertüre oder Schokolade tunken - fertig!

Erdbeer-Quark-Törtchen

Törtchen gefällig? 
Ihr wisst ja, Törtchen und ich, das passt meistens nicht, dazu bin ich zu sehr  Grobmotorikerin - diese Torte ist aber nicht sonderlich anspruchsvoll, das schaff also sogar ich ;o)
Das Rezept hab ich letzte Woche von meiner Mama bekommen, die hat es wiederum aus irgend einer Uralt-Zeitschrift, wie sich Rezepte halt so verbreiten ... 
Diese Torte ist für eine 18cm-Form ausgelegt, sie hat also gerade die richtige Form für 2 Personen, für eine große Form muss man sie nur entsprechend umrechnen. 
Da ich selbst keine 18er-Backform, sondern nur einen flexiblen Tortenring habe, hab ich den auf die entsprechende Größe aufgezogen und darin den Tortenboden gebacken, funktionierte ganz klasse. 

Und weil ich schon ganz lange an dem von der Hedonistin ausgerichteten Dauer-Blogevent "Kleine Kuchen" teilnehmen wollte, ist dieses Törtchen mein Einstandsrezept - nun hab ich Blut geleckt, es wird also sicher nicht das letzte sein. 
Hier findet Ihr ein mittlerweile sehr ausführliches Register aller bisher eingesendeten Rezepte.

Zutaten  

Biskuitboden ∅ 18 cm  
1 Ei  
1 Prise Salz  
30 g Zucker  
25 g Mehl  

Creme  
400 g Erdbeeren + 200 g Erdbeeren zum Füllen 
250 g Magerquark   
60 g Puderzucker  
7 Blatt Gelatine  
Saft einer halben Limette  
200 g Sahne 
Erdbeeren und gehackte Pistazien zur Dekoration

Zubereitung
Das Ei trennen. Eiweiß und Salz steif schlagen, nach und nach den Zucker einrieseln lassen, vorsichtig das Ei unterheben, Mehl darauf sieben und ebenfalls behutsam unterheben. Biskuitmasse in eine mit Backpapier ausgelegte Springform geben und glatt streichen. Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 15-20 Minuten backen. Aus dem Backofen nehmen und in der Form auskühlen lassen.

Für die Creme
400 g Erdbeeren putzen und in einem hohen Gefäß pürieren. Zum Quark geben und mit Puderzucker abschmecken. Gelatine  5 Minuten in kaltem Wasser einweichen, sehr gut ausdrücken und mit dem Limettensaft bei sehr niedriger Hitze in einem Topf erwärmen. Die Gelatine darf nicht zu heiß werden, da sie sonst ihre Gelierkraft verliert. Gelatine von der Platte nehmen und 1-2 EL Erdbeerquark dazu geben und gut verrühren. Gelatine unter ständigem Rühren unter die Erdbeer-Quarkmasse rühren. Die Masse in den Kühlschrank stellen, bis sie anfängt zu gelieren - dauert ca. 30-45 Minuten. Sahne steif schlagen und vorsichtig unterheben.

Biskuitboden aus der Form lösen und vom Backpapier abziehen. Zurück in die Form legen.
200 g Erdbeeren putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Ringförmig auf dem Tortenboden verteilen. Die Creme darüber geben und im Kühlschrank für einige Stunden kalt stellen.
Mit Erdbeeren und Pistazien dekorieren.

Ein Satz mit X - Das war wohl nix!

... gemeint ist der Wahl-O-Mat, bzw. das Umfragetool von Blogger, das ich eine Weile in meine Sidebar eingebaut hatte. In letzter Zeit werden sehr häufig Fehlermeldungen angezeigt, daher hab ich das Tool auch entfernt - sowas mag ich ja nu ganz und gar nicht. Ich hatte es bisher noch in meinem Testblog (der ist nur zum rumspielen am Layout etc. gedacht) integriert, aber nu hab ich die Faxen dicke, wech damit!
Evtl. bau ich da oben ↑ einen weiteren Reiter ein, unter dem Ihr dann Kommentare hinterlassen könnt, sofern Euch ein noch nicht gebloggtes Rezept, dass Ihr im Rezeptregister oder im Webalbum entdeckt habt, interessiert. Ich seh dann zu, dass ich das Rezept möglichst zeitnah blogge. Momentan haben sich ja recht viele Rezepte angesammelt und daher kann es durchaus passieren, dass ein Rezept n paar Monate braucht, bis es regulär im Blog erscheint.

Pötte un Pannen - Microplane Vierkantreibe

Wie versprochen möchte ich Euch in Zukunft ab und zu auch die ein oder andere Küchengerätschaft, die mittlerweile in meiner Küche unverzichtbar ist, vorstellen. Den Start dieser losen Reihe bildet meine wirklich heißgeliebte Microplane Vierkantreibe*. 

die grobe Seite ist ideal für Weichkäse

Bevor ich mir diese, zugegeben nicht ganz günstige Vierkantreibe zugelegt habe, hatte ich eine Standreibe von Lurch, von der ich anfangs auch ganz angetan war. Leider war die Verarbeitung, bzw. das Material Parmesan und anderen Hartkäsen auf Dauer nicht gewachsen und so hat sie sich nach nicht einmal einem Jahr Gebrauch in Wohlgefallen aufgelöst.

Das nächste Modell sollte natürlich stabiler, aber mindestens so scharf wie die Lurchreibe sein, denn scharf war sie auch, das war ja auch nicht das Problem ;o)
Klar, dass da eigentlich nur eine Microplane-Reibe in Frage kam, die Frage war halt nur, welche? Ich brauche eine Reibe für verschiedene Zwecke, nämlich hauptsächlich für 

  • Zitronenabrieb & Co
  • Weichkäse wie Edamer, Emmentaler, Mozzarella, etc. 
  • Hartkäse, wie Parmesan
  • Pasta (geriebene Nudeln)

Eine Reibe reicht also nicht, es müssen mindestens 3 sein.  Microplane hat zwar verschiedene Stabreiben im Angebot, als ich diese Vierkantreibe gefunden hatte, war aber sehr schnell klar, diese oder keine!  Mit knapp 50 € ist sie wie schon geschrieben nicht ganz billig, 3 einzelne Stabreiben wären aber nicht nur teurer, sondern auch unpraktischer. 

Feine Seite für Zitrusfruchtabrieb, fein geriebenen Parmesan, etc. 
Bei dieser Standreibe muss man die Reibe nicht mit der einen Hand in der Luft halten, um mit der anderen zu reiben, sondern hält sie nur am Griff fest - sehr viel leichter in der Handhabung. Die Reibe ist ausgesprochen gut verarbeitet und zur gründlichen Reinigung lässt sich eine Seite der Reibe herausdrücken, so dass man die Reibe auch leicht von innen reinigen kann.

Neben den beiden oben beschriebenen Seiten hat diese Reibe noch eine Seite für Scheiben, die ich aber nicht nutze (ich hab zusätzlich noch einen Börner V-Hobel) und eine mittelgrobe Reibe, die ideal für Parmesan ist, siehe unten  links.


Um Verletzungen vorzubeugen, bietet Microplane einen Schutzhandschuh an, der die Finger vor der wirklich höllisch scharfen Reibe schützen soll. Runde 20 € für nen Handschuh waren mir aber doch n büschen zu zuviel, trotzdem hänge ich natürlich an meinen Fingern und so hab ich nach einer günstigeren Alternative gesucht ... und natürlich auch gefunden ;o)

Tchibo hatte vor einer Weile Handschuhe im Angebot, mit denen man Gemüse schrabbeln kann, zwei im Pack für knappe 4 Euro. Ich hab sie mittlerweile ca. ein halbes Jahr in Gebrauch und sie sind immer noch wie neu, nutzen also auch nicht unbedingt schnell ab - meine Finger sind ebenfalls unversehrt. Eine wirklich empfehlenswerte und günstige Alternative, mit der man zudem noch prima Karotten oder Kartoffeln schrabbeln kann.

Wenn Ihr also eine neue Reibe sucht, kann ich Euch die Microplane-Vierkantreibe wärmstens empfehlen!
Fast vergessen, zur Reibe gibt's zusätzlich noch eine durchsichtige Hartplastik-Schutzhülle dazu. 

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