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Selleriesuppe mit Selleriechips

Früher mochte ich keinen Sellerie, ich hab ihn aus jeder Suppe rausgesucht und die Stückchen penibel auf dem Tellerrand aufgereiht, möglichst weit weg von der Suppe - natürlich gab das jedes Mal Mecker von Mama, aber Sellerie in meiner Suppe? Im Leben  nicht!

Mittlerweile hat sich mein Verhältnis zu dieser Knolle gründlich gewandelt, ich mag sie sogar richtig gern. Trotzdem war ich etwas skeptisch, ob eine Selleriesuppe mich/meine Geschmacksnerven nicht vielleicht überfordert - gut, dass ich sie trotzdem gemacht hab!

Ich weiß, ich schreib bei fast jeder Suppe, die ich blogge, dass es sich um meine neue Lieblingssuppe handelt, aber die sind ja auch alle so mordslecker, da bildet diese Suppe keine Ausnahme. Also, um eine mittlerweile liebgewordene Tradition nicht zu unterbrechen, ich erkläre diese Selleriesuppe zu meiner neuen Lieblingssuppe! ;o)
Wenn ich nicht gewusst hätte, dass diese Suppe eine Selleriesuppe ist, ich hätte mich sehr gewundert, sie schmeckt irgendwie gar nicht so kräftig nach Sellerie, wie ich es mir vorgestellt hab, im Gegenteil, sie hat einen sehr feinen, eleganten Geschmack, der durch den Orangenabrieb eine ganz tolle, fruchtige Note bekommt - sowas hab ich bisher noch nicht gegessen.

Als Einlage schmecken gebratene Nürnbergerwürstchen ganz, ganz toll und für den besonderen Crunch sorgen frittierte Selleriechips, ebenfalls mordslecker.
Wenn Ihr diese Suppe nachkocht und keine Vegetarier seid, verzichtet bloß nicht auf die Würstchen, es müssen aber Nürnberger sein, eine perfektere Kombination gibt es nicht, da sind die Chips verzichtbarer.

Zutaten
500 g Sellerie, geputzt
800 ml Gemüsebrühe
200 g Sahne oder Milch
1 Knoblauchzehe, in feine Scheiben geschnitten
1 Scheibe Ingwer
die Schale einer halben Orange
Salz und Pfeffer
mildes Chilipulver

Nürnbergerwürstchen

Selleriechips

1/2 Knolle Sellerie
neutrales Öl zum Frittieren
Salz
Chilipulver

Zubereitung
Den Sellerie putzen, waschen und in feine Würfel schneiden. In der Gemüsebrühe bei geringer Hitze langsam weich kochen.
Die Sahne zur Suppe geben und mit dem Mixstab pürieren. Den Knoblauch und den Ingwer dazu geben und ca. 5 Minuten ziehen lassen.
Die Suppe durch ein Sieb passieren und mit Salz, Pfeffer, Chilipulver und Orangenabrieb abschmecken.

Für die Selleriechips den Sellerie mit einer Mandoline in sehr feine Scheiben hobeln und in Tiefenfett ausbacken. Die Chips auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit etwas Salz und Chilipulver würzen.
Die Bratwürste bei mittlerer Hitze rundherum goldbraun braten und die Suppe mit den Würsten und den Selleriechips servieren.

Quelle: Lanz kocht!

Senfrisotto

Jutta scheint, ähnlich wie ich, eine fleißige M&M-Seherin zu sein, denn sie hat dieses Risotto ebenfalls schon nachgekocht. 
Bei uns hat es das Risotto bereits im letzten Jahr gegeben und es hat uns auch sehr gut geschmeckt - richtig, nun folgt es, das Aber - ABER, wir haben einen entscheidenden Fehler gemacht...
Risotto gibt es bei uns eigentlich meistens solo, eine Beilage braucht es da in der Regel nicht, dieses Risotto schreit ob eines recht ausgeprägten Senfaromas aber geradezu nach einem leckeren Stückchen Fleisch - ich hab während des Essens einen unbändigen Jieper (Platt für Gelüste/Verlangen) auf eine Bratwurst bekommen ;o)
Das nächste Mal wird's daher halt ein kleines Steak oder etwas Ähnliches zu diesem Risotto geben, dann passt das auch.
Ganz spannend fand ich bei diesem Risotto die Senfkörner, sie sorgen für ein tolles Mundgefühl und knacken so schön, wenn man drauf beißt.  

 
 Zutaten
1 rote Zwiebel
Olivenöl
2 gehäufte EL Senfsaat
250 g Risottoreis
Salz
1 Glas Weißwein
circa 1 l Gemüsebrühe
2 gehäufte EL körniger Senf
1 EL scharfer Senf
1 guter Stich Butter
30 g frisch geriebener Parmesan
1 Spritzer Zitronensaft
1 Handvoll gehackte Petersilie 

Zubereitung
Die Zwiebel fein würfeln, in einem Topf im heißen Öl glasig dünsten, die Senfsamen hinzufügen und kurz mitdünsten. Den Reis untermischen und rundum mit Öl benetzen. Salzen und mit Weißwein ablöschen - diesen dann komplette einkochen lassen.
Nach und nach die heiße Brühe hinzufügen. Leise köcheln, dabei immer wieder einen Schuss Brühe angießen, bis der Reis gar ist. Regelmäßig umrühren, damit nichts unten ansetzt.
Sobald der Reis al dente ist, das Risotto mit dem körnigen und dem scharfen Senf würzen.
Die Butter, den frisch geriebenen Parmesan, sowie die gehackte Petersilie unterrühren unrd mit einem Spritzer Zitronensaft abschmecken.
Vor dem Servieren einige Minuten ruhen lassen.

Foodbloggergruppe bei Facebook gegründet

So, ich hab's jetzt einfach mal gemacht, eine Gruppe gegründet.
Schon vor einer ganzen Weile hab ich mich mit Anikó drüber unterhalten, es dann aber doch wieder verworfen. Weil ich aber immer mal wieder Anfragen von Foodbloggern bekomme, die noch ganz jung dabei sind, und vor einer Weile auch hier im Blog der Wunsch nach einem Ort, wo sich Foodblogger austauschen können, laut wurde, hab ich jetzt mal ganz dreist eine solche Gruppe gegründet. Als Ort hab ich Facebook gewählt, weil dort ja schon eine ganze Menge Foodblogger angemeldet sind.
Sinn und Zweck dieser Gruppe kann vieles sein, so beispielsweise
  • der Austausch über das Bloggen allgemein
  • technische Hilfestellungen
  • Klatsch und Tratsch
usw. usf.

Eine Vorraussetzung, um in die Gruppe zu kommen, ist natürlich ein Facebook-Account, aber das sollte für die, die noch nicht bei Facebook sind, ja schnell zu machen sein.
Ansonsten würd ich mich freuen, wenn Ihr die Idee nicht ganz so doof findet, Mitglied in der Gruppe werdet und sie mit Leben füllt - der Name ist übrigens nur provisorisch, mir ist partout nix besseres eingefallen, wenn Ihr eine bessere Idee habt, immer her damit!


Nachtrag: Ich hab die Gruppe erstmal so eingestellt, dass Jeder, der nicht extra von mir eingeladen wurde (ich kenn ja nicht alle ;o) ), eine Anfrage senden muss. Hintergrund ist der, dass in einer geschlossenen Gruppe ein interner Austausch stattfinden kann und evtl. nicht alle bei Facebook angemeldeten Foodblogger ihre Identität, bzw. ihren Namen mit Nichtbloggern teilen möchten.
Wenn die Gruppenmitglieder aber lieber eine offene Gruppe hätten, kann ich sie selbstverständlich jederzeit öffnen.

Eierlikör-Napfkuchen

Mein Lieblings-Napfkuchen!
Das Rezept hab ich mal vor laaaaanger Zeit von einer Mitschülerin bekommen und seitdem ist dieser Kuchen eindeutig mein allerliebster "trockener" Kuchen. Trocken ist jetzt vielleicht nicht ganz richtig, denn dieser Kuchen bleibt sehr lange saftig.
Weil ich diese quietschegelbe Farbe so sehr mag, verwende ich immer Rapsöl, das verstärkt die sowieso schon schön gelbe Farbe des Kuchens noch einmal.
Wundert Euch nicht, wenn Ihr den Kuchen nachbacken solltet, dass der Teig flüssig ist - das muss so sein ;o)

Zutaten
250 g Puderzucker
5 Eier
1 EL Vanilleextrakt
125 g Mehl
125 g Speisestärke
1 Paket Backpulver
250 ml Eierlikör
250 ml Rapsöl

Zubereitung
Den Puderzucker durchsieben und zusammen mit den Eiern schaumig rühren. Vanilleextrakt, Eierlikör und Öl hinzufügen und alles verrühren.
Das Mehl, die Speisestärke und das Backpulver mischen und zu der Eiermasse geben, vorsichtig unterrühren.
Eine Napfkuchenform fetten und gründlich mehlieren. Den Teig hineingießen und im auf 150°C vorgeheizten Backofen ca. 60-70 Minuten backen - Stäbchenprobe machen!
Mit Puderzucker bestreuen. 


Kartoffel-Pizzette mit Pancetta

Wenn ich abends mal nicht einschlafen kann, hol ich mir mir oft mein Notebook ans Bett, such mir eine der vielen Kochsendungen, die man in den Mediatheken online abrufen kann und lass die dann nebenher laufen - vorm Fernseher konnte ich auch schon immer sehr gut schlafen ;o)
Im Halbschlaf schnappe ich dann ab und zu die eine oder andere gute Idee auf und wenn ich mich am nächsten Morgen tatsächlich noch dran erinnere, schau ich mir das entsprechende Rezept nochmal genauer an.
In diesem Fall war es wohl das magische Wort PIZZA, dass mich aufhorchen lies und so hab ich am nächsten Tag natürlich schleunigst das Rezept nachgeschlagen.
Kartoffeln auf Pizza - sowas ähnliches hab ich schon vor einigen Jahren mal gemacht, allerdings in dem Fall auf einer Focaccia. Wir fanden es nicht ganz so klasse und so blieb es bei diesem einen Mal.
Diese Pizzette, die Herta (seit Frau Poletto Werbung für Herta macht, heißt sie bei uns nur noch so) bei Herrn Lanz vorgestellt hat, sahen aber so dermaßen lecker aus, dass wir es auf einen zweiten Versuch haben ankommen lassen - gut so!
Für meinen Mitesser ist diese Pizza spontan in den engeren Kreis der Lieblingspizzen aufgestiegen und bei mir liegt sie direkt hinter meiner heißgeliebten Avocado-Tomaten-Pizza, da geht einfach nix drüber. 
Wenn Ihr keine Pancetta bekommt, einfach durchwachsenen Speck nehmen oder  halt weglassen - die Pizza schmeckt auch ohne sehr gut.
Den Pizzateig hab ich natürlich nach meinem Lieblingsrezept gemacht und im Unterschied zu Herta hab ich unter die Kartoffelscheiben noch etwas gewürzten Schmand gestrichen und fand das auch ganz besonders lecker, die Pizza war so sehr knusprig, aber trotzdem schön saftig. Obendrauf gab's noch eine Hand voll frisch geriebenen Parmesan, aber nicht zuviel, mehr ist in diesem Fall nicht besser.
Zutaten für 4 Pizzen oder entsprechend mehr Pizzette
Für den Teig
500 g Hartweizenmehl
1/2 Paket Trockenhefe
10 g Salz
50 g Olivenöl
320 g Wasser

Belag
ca. 10 Kartoffeln, gut geschrubbt und in 1 mm dicke Scheiben gehobelt
1 Becher Schmand
Salz und Pfeffer
Olivenöl zu Beträufeln
2 Zweige Rosmarin
4 Hände voll frisch geriebener Parmesan
100 g Pancetta oder durchwachsenen Speck in sehr feine Scheiben geschnitten

Zubereitung
Die Trockenhefe in das Wasser einrühren und etwas stehen lassen, so dass die Hefe vollständig auflöst.
Das Mehl mit dem Salz vermischen und Olivenöl und Wasser-Hefemischung dazugeben. Alles gründlich zu einem geschmeidigen Teig verkneten.Den Teig abgedeckt eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen, dann ebenfalls abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.
Eine Stunde vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen, den Teig abschlagen und Zimmertemperatur annehmen lassen. Den Teig aus der Schüssel nehmen, kurz durchkneten und in vier gleich große Portionen teilen, diese ca. 10 Minuten abgedeckt ruhen lassen.

In der Zwischenzeit das Backblech direkt auf den Boden des Backofens legen und den Backofen auf höchster Stufe (Ober und Unterhitze) gründlich vorheizen - das Backblech muss richtig heiß sein. Man erreicht dadurch ein Backergebnis, das gar nicht sooo weit von der in einem Steinofen gebackenen Pizza entfernt ist.

Den Schmand mit Salz und Pfeffer würzen und verrühren.

Die Teigportionen gründlich bemehlen und mit dem Matterello sehr dünn ausrollen, der Teig sollte nicht dicker als ca. 3 mm sein. Die ausgerollten Teigfladen jeweils auf ein Stück Backpapier legen und wie folgt belegen:

Etwas Schmandcreme auf dem Boden verstreichen und mit Kartoffelscheiben belegen. Dabei darauf achten, dass sich die einzelnen Scheiben nicht zu sehr überlappen, da sie sonst evtl. nicht gar werden.
Mit Salz, Pfeffer und Rosmarinnadeln bestreuen und mit etwas Olivenöl beträufeln. Pro Pizza mit 1 Handvoll frisch geriebenem Parmesan bestreuen.
Die Pizzen mitsamt des Backpapiers auf das Backblech legen und einige Minuten anbacken lassen. Durch die extrem hohe Hitze wird das Backpapier schnell dunkel, ich ziehe es also nach einigen Minuten unter den Pizzen heraus, quasi sobald die Pizza nicht mehr am Backpapier klebt. Die Pizza nun ohne Backpapier zu Ende backen. Aus dem Backofen nehmen und jede Pizza mit Pancettascheiben belegen - Fertig.