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Kartoffeln in Dill-Sahnesauce ~ Dillstuvad Potatis

Eigentlich dürfte ich den ganzen Tag nichts anderes machen als essen. Kochen und essen. Es gibt soooviele Gerichte, die ich mittlerweile eigentlich wirklich mal kennen sollte, aber tatsächlich noch nie gegessen habe, diese Kartoffeln sind so ein Gericht. Sicher kennen die meisten von Euch Kartoffeln mit ner Kräuter-Béchamel, für mich ist das absolutes #Neuland. 
Ich muss früher wirklich mächtig krüsch gewesen sein, auf jeden Fall habe ich steif und fest behauptet, keine Béchamel zu mögen - somit  waren diese Kartoffeln erledigt.
Als ich kürzlich das gestern rezensierte Kochbuch "Das Schweden Kochbuch" in den Fingern hatte, waren gerade diese Kartoffeln das erste Rezept, das mich anlachte. Es gab Fisch, ich brauchte ne Beilage, was passt da besser, als Kartoffeln mit einer leckeren Sauce?

Kartoffeln in Dill-SahnesauceAuch wenn ich dieses Rezept in Hinblick auf die Rezension ausprobiert und "nachgekocht" habe, hab ich es trotzdem abgewandelt. Kochbücher und Rezepte sind für mich grundsätzlich nur eine Inspirationsquelle, aus denen ich mir herauspicke was mir schmeckt oder weglasse was ich nicht mag. Es gibt daher kaum ein Rezept, das ich wirklich 1:1 nachkoche. Ob ein Kochbuch gut oder schlecht ist, mache ich davon nicht abhängig - ich habe Kochbücher, aus denen ich enorm viel nachkoche, aber so gut wie jedes Rezept von innen nach außen kremple. Trotzdem gehören diese Bücher zu meinen absoluten Lieblingen, weil sie mich auf Ideen bringen, auf die ich selbst nicht gekommen wäre. 

Bei diesem Rezept habe ich 1. die Zutatenmengen verändert, 2. einen Teil der Milch durch saure Sahne ersetzt und 3. Lemon Myrtle, bzw. etwas Zitronenabrieb dazugegeben. Die saure Sahne passt ganz wunderbar zum Dill und die Lemon Myrtle gibt dem ganzen noch einen zusätzlichen Frischekick und ein ganz wunderbares Aroma. Ihr wisst ja, ich liebe Lemon Myrtle ;o)

Seit ich dieses Rezept vor ein paar Wochen das erste Mal gemacht habe, gab es diese Kartoffeln jetzt schon zum 5. Mal, die sind also wirklich ein absoluter Senkrechtstarter und neben einfachen Petersilienkartoffeln mit Nussbutter unsere neue Standardbeilage zu Fischgerichten - schmecken aber auch ganz toll einfach so ohne alles.
Kartoffeln in Dill-SahnesauceZutaten 
1 kg festkochende Kartoffeln
30 g Butter 
30 g Mehl 
300 ml kalte Milch
200 ml  saure Sahne
Salz und Pfeffer
1/4 TL Lemonmyrtle oder etwas Zitronenabrieb
1 Bund Dill, fein gehackt

Zubereitung 
Die Kartoffeln schälen und grob in Stücke schneiden. In Salzwasser gar kochen. 
In der Zwischenzeit die Butter in einem Topf zum Schmelzen bringen, das Mehl dazugeben unter Rühren anschwitzen. Dabei darauf achten, dass sich keine Klümpchen bilden. Die Milch dazugeben und alles glatt rühren, die saure Sahne ebenfalls unterrühren. Aufkochen lassen und ca. 5 Minuten bei milder Hitze köcheln lassen. 
Mit Salz und Pfeffer würzen und mit etwas Lemon Myrtle oder alternativ Zitronenabrieb abschmecken. Den Dill dazugeben und unterrühren.
Die Kartoffeln abgießen und auf der ausgeschalteten Herdplatte einige Minuten ausdampfen lassen. Die Sauce dazugeben alles miteinander verrühren und servieren.
Schmeckt hervorragend zu Fischgerichten, aber auch einfach so ohne alles.
Abgewandelt nach einem Rezept aus Das Schwedenkochbuch von Margareta Schildt Landgren (*=Affiliatelink)

Das Schweden Kochbuch [Rezension]

Ich mag die schwedische Küche, nicht erst seit meiner 1. Länderthemenwoche, die uns zusammen nach Schweden geführt hat. Ich mag Köttbullar, Smørrebrød und Glasmästar- sill, ich mag aber keinen Zimt - was die die für mich interessante schwedische Rezeptauswahl natürlich drastisch einschränkt, da der Pro-Kopf-Zimtverbrauch in Schweden wahrscheinlich höher ist, als in jedem anderen europäischen Land ;o)
Da ich, abgesehen von den Rezepten der o.g. Themenwoche, noch nicht so viel Erfahrung mit der Vielfalt der schwedischen Küche habe, ist dieses Buch sehr schnell auf meine "Haben wollen-Liste" gelandet, als ich davon gelesen hatte.

© Gerstenberg Verlag
© Gerstenberg Verlag
Erster Eindruck
In die Wolldecke eingekuschelt eine Folge Ferien auf Saltkråkan auf DVD schauen, die Landhausabteilung des IKEA-Kataloges durchstöbern und dazu eine Zimtschnecke ein leckeres Smørrebrød essen, das gibt in etwa das Gefühl wieder, das ich hatte, als ich das erste Mal durch dieses Buch geblättert habe. 
Dieses Buch ist nichts für Puristen die Kochbücher bevorzugen, in denen 3 Erbsen und 4 Möhrchen neben dem Schaum einer Essenz von Irgendwas übersichtlich und in Reih und Glied aufgereiht auf blütenweißem Fine Bone China abgebildet sind, dafür ist es zu bunt, zu fröhlich und die Rezepte sind wahrscheinlich auch zu "einfach". Wer aber eine Vorliebe für traditionelle Rezepte mit skandinavischem Einschlag hat, der sollte sich dieses Buch unbedingt mal anschauen.

Das Schwedenkochbuch von Margareta Schildt Landgren
Gestaltung
Wie gesagt, dieses Buch ist alles andere als schlicht. Das Papier ist so bunt wie das abgebildete Geschirr, opulente Natur- und Zutatenfotografien wechseln sich mit den Rezeptbildern ab, die erfreulicherweise nicht den Eindruck erwecken, als hätten die Gerichte vor dem finalen Foto eine stundenlange Sitzung beim Foodstylisten hinter sich gebracht, sondern jeder einigermaßen geübte Hobbykoch sollte die Rezepte eigentlich 1:1 so umsetzen können, wie auf den Fotos präsentiert. 
Nicht zu jedem Rezept gibt es ein Foto, das spielt in diesem Fall für mich aber auch keine so große Rolle, da die Rezepte im Großen & Ganzen ja recht einfach gehalten und nicht wirklich exotisch sind - man kann sich das fertige Gericht also auch gut ohne Foto vorstellen kann.  

Das Schwedenkochbuch von Margareta Schildt Landgren
Inhalt
Insgesamt beinhaltet dieses Buch 106 (Familien-)Rezepte, die jahreszeitlich sortiert sind - angefangen mit dem Winter, so wie es sich für ein anständiges schwedisches Kochbuch gehört ;o)
Die Rezepteauswahl bietet einen schönen Überblick über die schwedische Küche, von Gebäck, über Getränke, Eingemachtes, bis hin zu zum Smörgåsbord und den allseits beliebten Köttbollar ist alles enthalten, was man von einem schwedischen Kochbuch erwarten kann.
Bei vielen Rezepten habe ich mich spontan gefragt "Ach, das ist ein schwedisches Rezept?", aber das liegt an den Gemeinsamkeiten der deutschen/nordeuropäischen und skandinavischen Küche, auch bei uns gibt es ja Milchreis, Kartoffelpuffer, Makronen, eingelegte Gurken, Brombeerkonfitüre, Tomatensuppe oder Holunderblütensirup. 
Die Rezepte sind allesamt gut und verständlich beschrieben und werden oft begleitet von kleinen Anekdoten der Autorin Margareta Schildt Landgren.
Sehr angenehm finde ich, dass man für den Großteil der Rezepte keine kilometerlange Einkaufsliste erstellen muss, sondern die Zutaten im Allgemeinen zuhause hat, bzw. im Supermarkt oder dem Wochenmarkt bekommt. 
Für mich besonders wichtig ist die Abwandelbarkeit der Rezepte, da ich Kochbücher, bzw. die Rezepte eigentlich immer nur als Anregung auffasse und sie oftmals kräftig auf den Kopf stelle und von innen nach außen kremple - kein Problem bei diesen Rezepten.
Auf meiner Nachkochliste stehen unter anderem der kokt gädda med pepparrot (pochierter Hecht mit Meerrettich), Nässelsufflé (Brennnesselsoufflé), Matjessilltårta (Matjes-Tarte) und Janssons frestelse (Kartoffelauflauf mit Sprotten) - Ihr seht schon, für Vegetarier ist dieses Buch eher weniger geeignet. 

Getestete Rezepte
Das Schwedenkochbuch von Margareta Schildt LandgrenFazit

Kartoffeln in Dill-Sahnesauce ~ Dillstuvad Potatis
In meiner persönlichen Kochbuchrangliste würde ich dem Schweden Kochbuch* einen guten Mittelfeldplatz einräumen. Es ist schön und übersichtlich gestaltet, die Rezeptauswahl ist vielfältig und gut verständlich formuliert und es wird ein großes Spektrum der schwedischen Küche abgedeckt. Es hält also auf jeden Fall was es verspricht und was ich mir von einem schwedischen Kochbuch erwartet habe. 
Da die schwedische Küche aber nicht so vielseitig ist wie beispielsweise die italienische, orientalische oder französische Küche, kommt das Buch in Zukunft sicher nicht so oft zum Einsatz wie andere aus meinem Bücherregal - für die Suche nach schwedischen Rezepten ist es aber in jedem Fall eine sehr gute Wahl!

Morgen stelle ich Euch ein Rezept aus diesem Buch vor, das sich - in abgewandelter Form, wie soll es bei mir auch anders sein - zu einem ABSOLUTEN Lieblingsessen entwickelt hat: Sahne-Dill-Kartoffeln. Ich liebe, liebe, liebe diese Kartoffeln, aber dazu morgen mehr ;o)

Smaklig Måltid!

Margareta Schildt Landgren
"Das Schweden Kochbuch" *
Gebundene Ausgabe, 224 Seiten
Gerstenberg Verlag, 2013
ISBN13: 978-3836927598
www.gerstenberg-verlag.de 

Dieses Buch wurde mir vom Verlag als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf den Inhalt dieser Rezension hat der Verlag und/oder der Autor dieses Buches aber selbstverständlich keinen Einfluss genommen.
Der Inhalt dieser Rezension entspricht 100%ig meinem persönlichen Eindruck des Buches. 
* = Affiliatelink

Zeit für was Neues!

Diesmal geht's nicht um das Layout des Kuriositätenladens, das ist ein mittlerweile sehr frustrierendes Kapitel, da die Designerin, die ich IM MÄRZ! beauftragt habe, sich als nicht wirklich zuverlässig herausgestellt hat und mich seit Monaten hinhält, bzw. einfach nicht zu Potte kommt. Ein Moodboard hab ich vor zwei Wochen immerhin schon mal bekommen, seitdem ist aber schon wieder Funkstille - ich bin auf 180, mindestens! 
Naja, das letzte Ultimatum läuft, wenn sie jetzt immer noch nicht in die Puschen kommt, verlange ich mein Geld zurück und suche mir eine_n andere_n Designer_in, so! Ätsch ;o)

Aber darum soll es heute eigentlich gar nicht gehen, heute möchte ich Euch auf eine neue, regelmäßige Rubrik einstimmen, die es ab morgen im KuLa geben wird. Ab sofort stelle ich Euch nämlich jeden Samstag ein Koch-, bzw. ab und zu sicher auch mal ein Backbuch vor. 
Die Themenwoche Jeden Tag ein Buch hat mich ein wenig angefixt und aufgrund der zahlreichen Rückmeldungen habe ich jetzt beschlossen, mein Sortiment um eine kleine, aber hoffentlich stetig wachsende Buchabteilung zu erweitern. 

Ich hab zwar schon eine Menge Kochbücher, habe aber zusätzlich auch mit einigen Verlagen Kontakt aufgenommen und mir schon das ein oder andere Rezensionsexemplar schicken lassen. In den nächsten Wochen und Monaten werde ich die also eines nach dem anderen abarbeiten. 
Parallel möchte ich eine Übersicht meiner vorhandenen Kochbücher erstellen und Ihr könnt dann bei Interesse gerne über die bekannten Kanäle, also per eMail, in der Klönstuv oder auch auf meiner Facebook-Seite anklopfen, ob ich Euer Objekt der Begierde irgendwann einschieben kann. 
Mit der Zeit, möchte ich so eine kleine, aber feine Kochbuchabteilung zusammen stellen, in der Ihr hoffentlich die ein oder andere Anregung findet.

Am Sonntag geht es hier ab sofort auch wieder hoch her, dann stelle ich Euch nämlich jeweils ein Rezept aus dem am Tag zuvor rezensierten Buch vor - wie immer sicher nach meinem Geschmack abgewandelt, aber das kennt Ihr ja schon. 

Ansonsten überdenke ich gerade ein wenig die Zukunft meines Blogs. Ich möchte ihn gerne etwas professioneller gestalten, d.h., wieder mehr Rezepte bloggen, evtl. auch mal ein besonders interessantes Produkt oder Küchengerät vorstellen, usw. usf. Zum einen, weil sich nach fast 5 Jahren Bloggerei ein großes Maß an Routine eingespielt hat und ich mir eine neue Herausforderung wünsche, zum anderen aber auch, weil ich überlege, wie sagt man so schön, mein Hobby zum Beruf zu machen - oder zumindest einen Teil meines Lebensunterhaltes mit dem Bloggen zu bestreiten. 
Ich investiere soviel Zeit, Energie und letztendlich natürlich auch eine ganze Menge Geld in meinen Blog, dass sich dieser Schritt, bzw. der Versuch den Blog in diese Richtung zu entwickeln, für mich richtig anfühlt. Andere nehmen ne Platte auf oder schreiben ein Buch, ich würde gerne mein Glück mit dem Bloggen versuchen.
So 100%ig hab ich zwar noch keinen Plan, dafür aber ganz viele Ideen - schaun wir mal was daraus wird ;o)

Ich erzähle Euch davon, weil Ihr, sofern sich meine Pläne realisieren lassen, natürlich in Zukunft die ein oder andere Veränderung in meinem Blog erkennen werdet. Mir ist aber sehr wichtig, dass Ihr wisst, dass der Kuriositätenladen nicht zu einer riesengroßen Werbefläche mutieren wird, mehr Produkttests als Rezepte gebloggt werden und zwischen der Schokotorte und dem Brathähnchen eine wild blinkende Bauch-Beine-Po-Werbung prangen wird. Meine Selbständigkeit und Integrität ist mir enorm wichtig und ich werde auch in Zukunft meine (Blogger-)Seele nicht für ein Produkt verkaufen, von dem ich nicht überzeugt bin. 

Merkt Ihr was? Ich schwafel schon wieder, komme vom 100sten ins 1000ste - ein Fehler, auf den mich meine Deutschlehrer schon während meiner Schulzeit immer wieder dezent in großen roten Buchstaben am Seitenrand meiner Klausuren hingewiesen haben ;o)
Eigentlich sollte es heute wirklich nur um die neue Wochenendplanung gehen und nun bin ich schon bei meinen Zukunftsplänen für den KuLa gelandet... 
Also, machen wir es kurz: morgen Buchrezension und am Sonntag gibt's dann ein Rezept aus dem Buch. Einen schönen Rest-Freitag wünsche ich Euch, man liest sich!