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Maronen-Cremesuppe mit karamellisierten Maronen

Die heutige Suppe ist eine Gemeinschaftsproduktion von Jutta, Robert und Petra - sie wissen nur nichts davon ;o)
Auf der Suche nach dem ultimativen Maronensuppen-Rezept hab ich natürlich erstmal die hier im KuLa eingebaute Suchfunktion bemüht (das ist immer mein erster Schritt, wenn ich ein bestimmtes Rezept suche, denn dort wird entweder der KuLa selbst oder die im Lesefutter aufgeführten Blogs, also meine Lieblingsblogs, nach dem jeweiligen Suchwort durchforstet) und siehe da, wie nicht anders zu erwarten wurde ich sofort bei Jutta und Robert fündig. Da ich mich nicht für eines der Rezepte entscheiden konnte, hab ich sie kurzerhand kombiniert und zusätzlich noch Petras Tipp, die Sahne zum Schluss geschlagen unterzuheben, berücksichtigt. 
Als kleines i-Tüpfelchen gab es noch karamellisierte Maronen als Einlage.

Zutaten
500 g geröstete und geschälte Maronen
1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 kleiner Zweig Rosmarin
100 ml Weißwein
ca. 1 l Gemüsefond
Salz und Pfeffer
100 ml Schlagsahne
Puderzucker

Zubereitung
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Eine feuerfeste Form auf den Boden des Backofens stellen und mit kochendem Wasser befüllen.
Maronen auf der gewölbten Seite kreuzweise einschneiden und mit dem Einschnitt nach oben auf ein Backblech legen. Ca. 45 Minuten backen, bis die Schale der Maronen aufspringt und die Maronen gar sind. Abkühlen lassen und schälen.
Die Zwiebel fein würfeln und in neutralem Öl anschwitzen. 400 g Maronen, sowie den Rosmarinzweig dazugeben und kurz mit rösten. Mit Weißwein ablöschen und komplett einkochen lassen. Gemüsefond dazugeben und ca. 30 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Den Rosmarinzweig entfernen und die Suppe mit dem Stabmixer so fein wie möglich pürieren, danach durch ein sehr feines Sieb streichen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Verbliebene Maronen grob hacken. Etwas Puderzucker in einer Pfanne zum Schmelzen bringen, gehackte Maronen dazugeben und karamellisieren lassen - beiseite stellen.

Sahne steif schlagen und unter die Suppe heben. Sofort mit einem Löffel karamellisierter Maronen servieren.

Birnenkompott in Safran-Vanille-Sirup

Füllfederhalter, Napfkuchen, verdrießlich, Brause, Obacht, Feinkost, Südfrüchte, Honig-kuchenpferd, Kompott - alles Wörter, die etwas aus der Mode gekommen sind, aber trotzdem oder vielleicht gerade deshalb zu meinen Lieblingswörtern gehören. Sie sehen schön aus und wecken Erinnerungen an gehäkelte Tischdecken, geblümtes "gutes" Geschirr, die besten Rouladen der Welt (natürlich von meiner Mama) und Schokokuchen mit einem riesig großen Glas Milch.
Macht das jetzt den Eindruck, als ginge ich stark auf die Rente zu? Nee, ganz so schlimm isses noch nicht, ich fang demnächst auch nicht an, als Zutat "gute" Butter anzuführen, aber in manchen Dingen bin ich halt fürchterlich altmodisch - also Kompott und nicht Eingewecktes, oder wie auch immer. 

Eigentlich mag ich Birnen gar nicht besonders gern. Wenn ich tatsächlich mal eine Birne esse, dann muss sie so saftig sein, dass der Saft beim Reinbeissen regelrecht rausspritzt - geschmacklich finde ich sie einigermaßen unspektakulär. In diesem Fall konnte ich aber nicht anders, als ich dieses Rezept bei Nicky fand. 
Safran liebe ich sowieso, Vanille erst Recht und weil dieses Kompott so schnell gemacht ist, hab ich es einfach mal riskiert - lecker! Sehr süß, aber auch sehr lecker und wenn der Sirup wie in meinem Fall nicht komplett in das Glas passt, schmeckt er auch prima auf Joghurt oder Quark.

Zutaten
600 ml Wasser
250 g Zucker
1 Vanilleschote
1 Limette
1/2 TL Safranfäden
6 Birnen (Bürgermeister oder Conference)

Zubereitung
Zucker abwiegen, in einen Topf geben und einen TL davon zusammen mit dem Safran in einem Mörser fein zermahlen.
Wasser in den Topf geben, Vanilleschote der Länge nach aufschneiden und mit dem Messerrücken das Mark herauskratzen. Beides zu Zucker und Wasser dazugeben.
Die Limette mit dem Handballen mehrfach über die Arbeitsfläche rollen, so löst sich der Saft besser. Die Limette auspressen und zusammen mit dem Sirup zum Kochen bringen.

Sobald der Sirup heiß ist, etwas von der Flüssigkeit in den Mörser geben, so dass sich die Safran-Zuckermischung löst und möglichst gründlich ausgewaschen werden kann. Komplett zum Sirup geben.

Die Birnen schälen und je nach Größe halbieren oder auch vierteln. Das Kerngehäuse entfernen und zum Sirup geben. Ca. 30 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Birnen weich sind, aber nicht zerfallen.

Die Birnen vorsichtig in ein großes Weckglas geben und mit dem Sirup bedecken. Verschlossen über Nacht ziehen lassen, der Farbe des Safrans wird so erst richtig gut von den Birnen aufgenommen.

Schmeckt besonders gut mit warmen Schokoküchlein oder Vanilleeis. 


Quelle: delicious days (Kochbuch)

Heiße Schokolade

Brrr, is das kalt draußen, kalt aber soooo schön!
Für mich ist Winter eindeutig die schönste Jahreszeit von allen und Schnee ist das Allerschönste daran ... Ich weiß, für Autofahrer ist Schnee eine regelrechte Plage, aber ich hab noch nichtmal nen Führerschein, kann Schnee also ganz unbelastet genießen und freu mich über jede Flocke, die vom Himmel kommt.  
Was ich an Schnee so schön finde?
  • Das knarzende Geräusch, wenn man über eine Schneefläche läuft. 
  • Als Erstes auf einer frischen, noch völlig unberührten Schneefläche einen Schuhabdruck zu hinterlassen.
  • kleine Schneelawinen, die im Sonnenlicht von den Zweigen und Ästen fallen und dabei schöner glitzern als jeder Diamant.
  • Der Duft von Schnee, der an klaren Tagen in der Luft liegt, bevor auch nur eine Flocke vom Himmel gefallen ist. 
  • Schneemänner und -frauen, die fröhlich aus Vorgärten herüber lächeln.
usw. usf. Da gibt's noch ganz viele andere Dinge, die Schnee soooo schön machen! Schnee überzieht die Erde, Bäume und Häuser zwar mit einem weißen Teppich, bringt aber so viele Details, die sonst überhaupt nicht auffallen, erst ans Licht, dass man ständig Neues entdeckt. 
Also genießt ihn, macht einen ausgedehnten Waldspaziergang und wenn Ihr dann so richtig durchgefroren seid, dass Eure Gesichtszüge langsam versteinern, bzw. erstarren, schnell ab nach Hause in die warme Stube und eine leckere heiße Schokolade gemacht, ab auf's Sofa, in eine kuschlige Wolldecke eingemummelt und langsam wieder auftauen - schöner geht's nicht!

Heiße Schokolade kann man auf viele Arten machen, ich bevorzuge die Variante mit richtiger Schokolade. 
Zum Verfeinern eignet sich besonders Vanille, Kardamom, Z... (ich mag's einfach nicht ausschreiben ;o) ), Chili oder Ingwer und für die Erwachsenen darf es gern auch mal ein guter Schuss Whisky (hier schmecken besonders Balvenie 10, Springbank 10, Edradour Cream Liquor und alle Whiskys mit kräftiger Sherry-Note) sein. 
Bei der Schokolade achtet unbedingt darauf, dass sie möglichst "hochprozentig" ist, ab 70% aufwärts. Unser momentaner Favorit, der eigentlich überall zu bekommen ist, ist die Lindt Excellence 85% edelbitter kräftig, spannend sind aber auch sortenreine Schokoladensorten, die dann auch nicht mehr aromatisiert werden sollten, da sonst die sortenbedingten Besonderheiten verloren gehen.
Und wenn die Schokolade dann noch von einem kleinen "Sahnehäufchen" gekrönt wird, ist es bis zum Schokoladenhimmel nur noch ein ganz kleiner Schritt ... 

Zutaten
100 g Schokolade, 85%
500 ml Milch
Zucker nach Geschmack
Ein Löffel geschlagene Sahne
Kakaopulver zum Bestäuben

Zubereitung
Schokolade mit einem scharfen Messer hacken und zusammen mit der Milch in einen Topf geben und unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze erwärmen, bis sich die Schokolade komplett aufgelöst hat.
Nach Geschmack Zucker zufügen und evtl. noch einen Löffel geschlagene Sahne drauf geben. 

Gruyére-Tartelettes mit Anchovis

Meine große Vorliebe für Tartes & Quiches hat sich erst durch das Bloggen, bzw. die unglaubliche Vielfalt an entsprechenden Rezepten in der Bloggerszene entwickelt. Früher gab es nur sehr selten mal eine Tarte, mittlerweile stehen sie regelmäßig auf unserem Speiseplan. 
Ausschlaggebend war sicher auch, dass ich zu Beginn meiner "Blogger-Karriere" endlich das für uns perfekte Mürbeteig-Rezept gefunden hatte - einfach zu verarbeiten und dadurch sehr dünn auszurollen. Wenn ich etwas nicht mag, dann sind es viel zu dicke Mürbeteigböden, daher hab ich früher auch immer die Füllung vom Boden gekratzt und nur ein klitzekleines Stückchen Boden mit gegessen.

Bisher sind immer meine hohe Quiche- und eine niedrige Tarteform zum Einsatz gekommen, die Anfang des Jahres gekauften Tartelette-Förmchen fristeten ein trauriges Dasein in der hintersten Ecke meines Küchenschranks und bevor sie nun endlich auch mal dran kamen, musste ich sie tatsächlich erstmal suchen, so gut hatten sie sich versteckt.  
Für diese Art von Belag (relativ flüssig  und ohne feste  Bestandteile) sind die niedrigen Tartelette-Förmchen oder auch eine normale, niedrige Tarte-Formen absolut perfekt. 

Durch den scharfkantigen Rand der Metallformen kann man den Teig ganz einfach abdrücken, so entsteht ein  sehr gleichmäßiger Tarteletteboden, bei dem man nicht mit dem Messer oder der Schere rumschnibbeln muss - kein Hexenwerk, nur eine Frage der richtigen Form.

Wenn man einige Böden auf Vorrat backt und einfriert, wird aus einer Tartelette wirkliches Fastfood. Einfach aus dem Gefrierschrank nehmen, im  noch gefrorenen Zustand belegen und backen bis der Belag gar ist - schneller ist eine TK-Pizza auch nicht fertig.

Die Zutaten für diese wirklich leckeren Tartelettes: ein richtig guter Gruyére (man kann aber auch einen anderen Bergkäse oder auch Deichkäse nehmen), Eier, Milch und Anchovis - mehr ist gar nicht nötig. Ok, n büschen Pfeffer und Salz kann auch nicht schaden ;o) 

Gute Tarte- und Quicheformen haben einen herausnehmbaren Boden, dadurch kann man die fertige Tarte ganz einfach entnehmen und auch einem Brett in Stücke schneiden, bzw. Tartelettes im Ganzen servieren. 

Zum Blindbacken verwende ich seit meiner ersten Tarte ganz normale Kichererbsen, die ich in einem Glas aufbewahre. 

Zutaten

Mürbeteig

250 g Mehl
125 g kleingeschnittene weiche Butter
1 Eigelb
50 ml Wasser

Belag
300 ml Milch
4 Eier
Pfeffer
etwas Salz
300 g Gruyére, frisch gerieben
Anchovis zum Belegen

Zubereitung

Mürbeteig
Alle Zutaten miteinander vermengen und zu einem Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Ca. 15 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine Tarteform damit auslegen.
In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 10 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen.

Belag
In einer Schüssel die Sahne mit den Eiern, Pfeffer und Salz verquirlen.  Geriebenen Käse auf den Tarteböden verteilen und die Milch-Ei-Mischung darüber verteilen.
Die Tartelettes im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen, dann jede Tarte je nach Größe der Filets mit einigen Anchovis belegen und weitere 10 Minuten backen.

Blick in die Bücherkiste - Das Hamburg Leuchtfeuer Kochbuch

Vor fast genau einem Jahr ist meine Schwiegermutter gestorben. Für mich war es, mal abgesehen von dem schon sehr lange zurückliegenden Tod meiner Großmutter, das erste Mal, dass ich mit dem Tod eines mir nahestehenden Menschen konfrontiert wurde - bislang war dieser Kelch glücklicherweise an mir vorübergegangen. 
Die letzten Wochen ihres Lebens verbrachte meine Schwiegermutter in einem sehr schönen Hospiz, liebevoll umsorgt und gepflegt von den dortigen Schwestern & Pflegern. Bevor sie eines nachts friedlich einschlief, blühte sie dort noch einmal regelrecht auf, genoss die persönliche Ansprache und die hervorragende Versorgung und auch wir als Angehörige haben uns dort immer sehr wohl gefühlt, nicht zuletzt, weil wir sie dort so ausgesprochen gut aufgehoben wussten.

Als ich jetzt vor einigen Wochen die Diagnose Brustkrebs bekam, war das natürlich ein unglaublicher Schock und für mich zugleich das zweite Mal, dass ich so direkt mit dem Thema Tod konfrontiert wurde.
Die wenigen Worte, mit denen mir die Diagnose sinnigerweise noch am Telefon übermittelt wurde, haben mir den Boden unter den Füßen weg gezogen. Völlig unter Schock  versuchte ich in den nachfolgenden Tagen meine "Angelegenheiten" zu regeln und hatte eigentlich schon fast mit dem Leben abgeschlossen - dazu müsst Ihr wissen, dass ich ein ausgewiesener Pessimist mit durchaus hypochondrischen Zügen und einer schon immer sehr ausgeprägten Krebsangst bin, grundsätzlich vom Schlimmsten ausgehe und dazu leider noch über ein einigermaßen fundiertes medizinisches Grundwissen verfüge, das mir Negativbeispiele in den schillernsten Farben liefert.

Ich hab Glück gehabt, großes Glück, unglaublich großes Glück! Mein Tumor hat, wie ich ja seit letztem Diestag weiß, nicht gestreut und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werde ich nach einer OP, Chemo und angeschlossener Hormon-behandlung wieder gesund sein.
Dieses Glück haben leider nicht alle Betroffenen, viele schaffen es nicht, erliegen ihrem Krebsleiden oder anderen schweren Krankheiten. Glücklich können die sein, die, wenn sie nicht zuhaus von ihren Angehörigen gepflegt werden können, einen Platz in einem schönen Hospiz bekommen und dort ihre letzten Wochen und Monate betreut und gepflegt werden.  

Hier in Hamburg gibt es ein besonders schönes und über die Grenzen Hamburgs hinaus bekanntes Hospiz, das Hamburg Leuchtfeuer
Es wurde 1994 gegründet und ist nicht mehr "nur" ausschließlich ein Hospiz, sondern dort werden auch HIV positive und an AIDS erkrankte Menschen betreut und unter Anderem geeigneter Wohnraum vermittelt, sowie mit dem 2007 eröffneten Lotsenhaus in Altona ein Haus für Trauer, Abschied und Gedenken geschaffen.
Hamburg Leuchtfeuer finanziert sich, wie viele Hospize zu einem Teil aus Spenden und hat zu diesem Zweck unter Anderem einen Benefizshop eingerichtet, indem man viele schöne Kleinigkeiten finden kann, besonders jetzt, da Weihnachten direkt vor der Tür steht.
Bei mir war der Weihnachtsmann ja schon ein wenig verfrüht, hat mir mit der Nachricht, dass mein Tumor heilbar ist natürlich das beste Geschenk von allen gemacht, als kleines Extra aber noch ein sehr schönes kleines Kochbuch da gelassen, das Hamburg Leuchtfeuer Kochbuch

Die Rezepte in diesem Kochbuch stammen allesamt von Ruprecht Schmidt, dem Koch des Hospizes und der Erlös kommt dem Hospiz zu Gute. 
Von der roten Linsensuppe über eine Vielzahl verschiedener Saucen, Klassikern wie Rinderrouladen, Coq au Vin oder das typisch norddeutsche Birnen, Bohnen und Speck, bis hin zu Malfatti, Limonenparfait, französischem Schokoladenkuchen und Antipasti finden sich viele Rezepte, die auch für noch ungeübte Hobbyköche leicht nachzukochen und sehr gut abwandel- und variierbar sind.

Zwischendrin beschreibt Ruprecht Schmidt einige Situationen aus seinem Alltag im Hospiz, die  sehr anschaulich deutlich machen, wie wichtig das Thema Essen auch oder besonders in den letzten Wochen und Monaten des Lebens ist. 

Ein wirklich schönes Buch, aus dem ich in Zukunft garantiert einige Rezepte nachkochen werde und das Beste ist, man tut auch noch was Gutes - das ideale Weihnachtsgeschenk also ;o)

Fenchelrisotto

Die gestrige spontane Umfrage in der Klönstuv hat ergeben, dass heut Fenchelrisotto auf den Tisch kommt - passt mir sehr gut, denn heut ist Freitag und der Freitag ist bei uns Risottotag. Das heißt jetzt nicht, dass es bei uns jeden Freitag Risotto gibt, aber wenn, dann halt sehr gern freitags. 

Risotto gehört für mich eindeutig in die Kategorie Comfortfood und wann braucht man Comfortfood am Nötigsten? Richtig, nach einer stressigen, viel zu langen Woche - Abschalten, Runterkommen, dazu ein wunderbar schlotziges Risotto und schon ist man mitten drin im Wochenende...

Die Idee für dieses Risotto hab ich von Jamie Oliver, allerdings war der Erstversuch nahezu ungenießbar, da ich dermaßen scharfe Chilis erwischt hab, dass wir schon nach der ersten Gabel Feuer gespuckt haben. 
Tapfer wie wir sind, haben wir natürlich nicht aufgegeben, aber ein Vergnügen war das nicht, das sach ich Euch! 
Versuch macht ja bekanntlich kluch, also würze ich das Risotto seitdem vorsichtig mit Chiliflocken oder Piment d'Espelette, kommt ganz drauf an, was gerade griffbereit ist - so eine leichte, hintergründige Schärfe passt aber sehr gut zum Fenchel.
Ich weiß, ich sag ganz oft über Rezepte, die ich hier vorstelle, dass es meine neuen Lieblingsrezepte sind, aber wenn's doch nunmal stimmt? ;o)

Zutaten
1 kleine Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe
1/2 TL Fenchelsamen, fein gemörsert
1 große Fenchelknolle, fein gehobelt mit möglichst viel Grün
250 g Risottoreis
Olivenöl
1 Glas Noilly Prat

ca. 1 l Gemüsebrühe

Salz und Pfeffer
milde Chiliflocken oder Piment d'Espelette nach Geschmack
Fenchelgrün
1 EL Ricotta
Abrieb einer halben Bio-Zitrone
Parmesan

Zubereitung
Die Zwiebel fein würfeln und den Knoblauch fein hacken. Fenchelsamen im Mörser fein mörsern.
Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl glasig dünsten, Fenchelsaat dazugeben und kurz unterrühren. Risottoreis und fein gehobelten Fenchel ebenfalls dazugeben und 1-2 Minuten unter ständigem Rühren mitdünsten.
Mit Noilly Prat ablöschen und vollständig einreduzieren lassen. Nach und nach heiße Gemüsebrühe angießen und immer wieder vollständig einkochen lassen. Ca. 20 Minuten bei mittlerer Hitze leise köcheln lassen, immer wieder rühren. Mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken nach Geschmack würzen.
Sobald der Reis al dente ist, Ricotta unterrühren und das Risotto kurz abgedeckt ruhen lassen. Gehacktes Fenchelgrün und Zitronenabrieb unterrühren und mit frisch geriebenem Parmesan und grob gemahlenem Pfeffer bestreut servieren.